Libanesen durch Berlin gejagt?

Die zwei sehen nicht unbedingt so aus, als würden sie 10 Jahre jüngere  libanesische Männer mit Hämmern durch Berlin jagen und anschließend noch Polizisten vermöbeln, und doch will uns die Berliner Presse bis hin zur überregionalen WELT genau diese nach Fake riechende Geschichte in künstlicher Empörung aufbinden. Die beiden PRO-Politiker Detlev Schwarz und Oliver Ackermann (Foto), die nachweislich selber die Polizei zu dem Vorfall gerufen hatten, haben denn auch eine andere Version, die in den Qualitätsmedien leider keine Erwähnung findet.

Der Tagesspiegel ist entrüstet über den „Angriff auf offener Straße„:

Zwei Wahlkampfhelfer der ultrarechten „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ haben in Berlin einen Libanesen bedroht und verfolgt. Sie griffen auch einen Zivilpolizisten an.

Die beiden Wahlkampfhelfer im Alter von 42 und 50 Jahren hängten am Mittwoch gegen 11 Uhr Wahlplakate der ultrarechten „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ am Ostpreußendamm auf. Auf den Plakaten ist eine rot durchgestrichene Moschee zu sehen, darunter steht der Spruch: „Wählen gehen für Thilos Thesen“. Ein 32-jähriger Libanese sprach die beiden Männer auf das Plakat an und kritisierte das Motiv und die Botschaft. Der Streit eskalierte, als der 42-jährige Wahlkampfhelfer einen Hammerstiel ergriff und dem 32-jährigen drohte, ihn „totzuschlagen“, hieß es bei der Polizei.

Der Libanese versuchte zu flüchten, die beiden Angreifer verfolgten ihn.

Ein Zivilpolizist, der den Vorfall von seinem Dienstfahrzeug aus beobachtet hatte, alarmierte sofort Unterstützungskräfte und schritt dann selbst ein. Als er den 50-Jährigen stellen wollte, attackierte dieser ihn mit einem Pfefferspray. Mit Hilfe der zwischenzeitlich eingetroffenen Unterstützungskräfte konnten die beiden Wahlkampfhelfer festgenommen werden.

Nachdem die Beamten die Personalien der beiden Tatverdächtigen aufgenommen hatten, wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Zivilpolizist erlitt Augenreizungen sowie Prellungen am linken Bein und musste nach ambulanter Behandlung verletzt vom Dienst abtreten. Seine Kollegen blieben unverletzt. Die Polizei ermittelt gegen die Wahlkampfhelfer wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die beiden Angreifer erstatteten ihrerseits Anzeige wegen Körperverletzung im Amt.

Die beteiligten Deutschen stellen den Sachverhalt etwas anders dar, was allerdings in keiner Zeitung berücksichtigt wird, denn das Bild von Rechtspopulisten, die friedliche Libanesen durch Berlin jagen, so unglaubwürdig es auch sei, passt zu gut zum medialen Volkserziehungsauftrag. Hier die Darstellung der Betroffenen:

Die „B.Z.“ und andere Medien verbreiten heute eine aus dem Berliner Innenministerium lancierte FALSCHMELDUNGEN über einen Angriff auf die pro-Deutschland-Mitglieder Detlev Schwarz und Oliver Ackermann bei einem Plakatiereinsatz in Steglitz. Ein Mann mit Zuwanderungshintergrund hatte die beiden bedroht: Er telefonierte Bekannte herbei und kündigte an: „Wir schneiden euch die Kehle durch.“ Daraufhin riefen Schwarz und Ackermann über 110 die Polizei.

Nach einigen Minuten erschien ein zweiter Mann mit Zuwanderungshintergrund, der brutal und ohne jede Vorwarnung auf Oliver Ackermann eintrat. Ackermann wehrte sich gegen diese Person mit Pfefferspray. Daraufhin stürzten sich zwei herbeieilende Polizisten nicht etwa auf den Angreifer, sondern auf Ackermann und Schwarz: Denn der Angreifer war Polizist (!), wenn auch als solcher nicht zu erkennen.

Dazu erklärt Manfred Rouhs:

„Bis gestern hörte sich das Ganze nach der kollegial gedeckten mißlichen Fehlleistung einer Einzelperson an. So was kann passieren. Nachdem aber heute staatliche Stellen daraus eine Räuberpistole gemacht und diese an die Presse lanciert haben, erscheint die Sache in einem anderen Licht. Da wird mancher alter Stasi-Kader schmunzeln.

Pro Deutschland soll offenbar mit allen, auch mit radikalen Mitteln öffentlich verächtlich gemacht werden. In diesem Fall wird indessen so dick aufgetragen, daß die Frage erlaubt sein muß: Wer ist so naiv und fällt darauf herein? Warum sollten pro-Deutschland-Mitglieder erst selbst die Polizei rufen – ein beim Polizei-Notruf dokumentierter Vorgang, der sich nicht leugnen läßt – und dann einen Polizisten tätlich angreifen? Da pfeift die Inszenierung aus allen Ritzen!“

Weswegen der vorausgegangene Notruf in den Zeitungen wohl auch verschwiegen wird. Wie auf Befehl (?) erscheinen nun im Kommentarbereich des Tagesspiegel „besorgte Bürger“, die man vermutlich in der Öffentlichkeit sonst eher vermummt antrifft. Das wundert weniger, als der offensichtliche Versuch eines Anhängers der „Freiheit“, aus der Rufmordkampagne gegen PRO Kapital für die eigene Gruppe zu schlagen:

von Berliner03011.08.2011 14:46 Uhr

Antwort auf menschenfeind69 vom 11.08.2011 14:24 Uhr
Gewalt als legitimes Mittel?

„Wie es aussieht, sieht man Gewalt bei ‚Pro Deutschland‘ als legitimes Mittel, Interessen durchzusetzen…“

Erschreckend wie sich darin die Rechts- und Linksextremen darin ähneln.

‚DIE FREIHEIT‘ lehnt solche Gewaltanwendung ab und nimmt daher auch keine so gesinnten Leute in ihre Partei auf.

Somit gibt es nur eine Partei in Berlin, die Sarrazins Thesen auf eine gute Art umsetzen will.

Die Hoffnung, sich nach Art eines petzenden Schulmädchens bei der Stegemann-Antifa und der SED-Staatsführung beliebt zu machen, erweist sich allerdings in den Reaktionen der „Bürger“ als trügerisch. Ganz so schmierig mag es selbst der politisch korrekte Gegner dann doch nicht.

UPDATE: Der Tagesspiegel hat im Laufe des Abends seinen Artikel umgeschrieben. Neben einem Hinweis auf eine einstweilige Anordnung auf Betreiben Sarrazins gegen den Plakattext „wählen für Thilos Thesen“ auf PRO-Plakaten ist in obiger Sache der Libanese inzwischen zum Deutsch-Syrer geworden. Möglicherweise hat er seinen Ausweis wiedergefunden? Im übrigen kommt jetzt auch Manfred Rouhs von PRO für eine kurze Gegendarstellung zu Wort, die der von uns bereits zitierten entspricht.


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN