Die taz hat gerade den Testbetrieb für ein Whistleblower-Portal aufgenommen. Zusammen mit Openleaks soll es möglich gemacht werden, bei der taz absolut anonym Infos einzureichen, zum Beispiel aus Behörden, aus der Firma oder über seine Kollegen. Man ist da gespalten. Ohne vertrauliche Infos hat die Presse noch nie funktioniert. Andererseits kann man sich schon vorstellen, wie das bei der taz abläuft. So wie man bis jetzt nur falsche Doktoren bei CDU/CSU und FDP gefunden hat, während kein Mensch nach SPD-Doktortiteln oder solchen aus der Gysi-Partei zu DDR-Zeiten geforscht hat, so würde auch die taz sicher nicht zwei Tage vor der Berlin-Wahl etwas über Renate Künast rauslassen, falls etwas vorläge. 

Zum Thema existieren auch Zitate:

Proditionem amo, sed proditores non laudo. Den Verrat liebe ich, die Verräter lobe ich nicht. (Cäsar)
Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant. (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Andererseits erschienen z.B. bei der WELTWOCHE wichtige Whistleblower-Geschichten, aus dem Zürcher Sozialamt zum Beispiel, die vertretbar waren, weil die Damen sich mehrmals an ihre Vorgesetzten gewandt hatten und nichts passierte. Erst dann gingen sie zur Presse.  Bei Wikileaks ist es übrigens inzwischen merklich still geworden. Trotzdem dürfte die taz Nachahmer finden.

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51 KOMMENTARE

  1. Das ist genau der Grund warum man anonym seine beiträge schreibt… Heutzutage wird man gekündigt, wenn man in der „falschen Parte“ ist, und die Leute kommen damit durch…

  2. Der taz vertraue ich mehr als Spon oder Konsorten. Die taz ist links, aber sie gibt das zu. Sie publiziert aber auch Leserbriefe, welche den linken Artikel offen zerreissen und der Lächerlichkeit preisgeben, was bei fast keinem anderen Medium so ist. Ich denke das spricht für eine gewisse Seriosität, so dass die Hoffnung besteht, dass sie auch Geschichten von Whistelblowern, welche sich gegen links richten, veröffentlichen wird.

  3. Die Idee ist ja nicht verkehrt. Die Frage ist letztendlich wer was mit den Informationen anfängt? Sollen da Leute einfach ungeprüft dennziert werden?
    Sicher würde die taz nur wenig Interesse daran haben, aufzuzeigen wie z.B. bei Behörden politisch korrekt gelogen wird, damit ja keine falschen, sorry richtigeren, Bilder entstehen können.

    http://www.blaulicht-blog.net

  4. Ich kann nur wiederholen, dass ich da auch etwas gespalten bin, nicht als Whistleblower, sondern sozusagen als Pressemann oder Leser.

  5. Ich wüsste da etwas über die Grünen Abgeordnete Clara Herrmann. Sie hat mal während ihres Studiums plagiiert, dann gab es einen netten Brief vom Prüfungsausschuss, sie ist durchgefallen uns musste den Beleg erneut anfertigen. Das war 2006 aber das ist ja da sie GrüNin ist, Pipi.

  6. Da schlägt das Manipulatoren- und Denunziantenherz höher. Anständige Menschen kämen selbst nie im Leben auf derartige Ideen weil der Mensch von Natur aus von sich selbst auf die anderen schliesst. Damit wäre eh alles gesagt. Wer sich von solchen Methoden Erfolg erhofft schließt eben auch von sich selbst auf die anderen. Punkt.

  7. Die Denuziation wird zur Tugend erklärt, und ist erste Bürgerpflicht.
    So ähnlich lief es schon in der stalinistischen UdSSR, wo jeder seinen Nachbarn an den KGB verriet…..( Ist nicht so, dass ich für die TAZ eine Sympathie empfinde.)

  8. Hier kann man einen klaren Nachteil der rechtsliberalen Kräfte in Deutschland sehen. Die sind einfach zu blöd. (Allerdings verdienen die auch Geld, also wohl eher saturiert).

    Wo sind die Rechtsliberalen, die einfach mal die Doktorarbeiten der linken Spinner auf Plagiate und intellektuellen Gehalt untersuchen. Natürlich wird man da fündig werden, sofern die Linken überhaupt promoviert haben.

    Warum ist man sich bei den bürgerlichen Medien zu fein, um die neusten, absolut irren Nachrichten direkt aus den Büros der Sozial- und Migrationsindustrie abzusaugen.

    Und warum verbreitet PI oder eine entsprechende Organsisation nicht einfach einmal schön gemachte Newsletter an potentielle Leser. Der Kreis der Informierten muss dringend erweitert werden. Herr S. aus B. freut sich dann bestimmt auch jeden Tag auf Neuigkeiten in seinem Postfach.

  9. Ich trau meinen Augen nicht! Gerade konnte sich Marine LePen in den ARD Tagesthemen artikulieren! Wow! Die Front National scheint wirklich beste Chancen zu haben, die Regierung Frankreichs zu stellen. Das wäre wirklich erfreulich!

  10. #1 Bonn (11. Aug 2011 22:57) Zum Glück gehen die Abonnentenzahlen der taz zurück. Das ist zumindest ein Lichtblick.

    Die taz braucht weder Abonnenten noch interessierte Leser, um einflussreich zu sein, sie ist viel mehr die Ausbildungsstätte für linken Schmierenjournalismus und dient der Vernetzung und Mobilisierung.

    Beispiel:

    Das Bündnis “Rechtspopulismus stoppen!“, das sich am Donnerstag vorgestellt hat, profitiert von einem Stipendium, das die Internetplattform für soziale Bewegungen bewegung.taz.de zusammen mit dem Co-Workingspace raumstation ausgeschrieben hat.

    http://blogs.taz.de/hausblog/2011/07/29/taz_unterstuetzt_buendnis_gegen_rechtspopulismus/

  11. Leider kein Portal zum brechen der Political Correctness, sondern im Gegenteil, um sie zu stärken. Unter Politikern heißt das verklärt: mehr Demokratie.

  12. Verrätertor

    Liebe Freunde, von solche Plänen/Angeboten sollte man die Finger lassen!
    Was mit „lockerer Zunge“ verbreitet wurde, musste ich selbst erleben. 23 IM (Stasi) zuzüglich einer konspirativen Wohnung waren lt. Akte auf mich angesetzt. Zeitraum: mind. 9 Monate. Die Akten der Folgezeit wurden mit dem Zerfall der DDR vernichtet. Aber ab dann fing das Spielchen erst richtig an.
    Auf Details möchte ich gern verzichten.

  13. Der taz muß man eines zugute halten: Sie hat nie von sich behauptet, politisch neutral zu sein.
    Sie ist bekannt als linksgrüne und ideologische Kampfzeitung und wollte nie etwas anderes sein. Sogar die eigenen Leser werden als »Genossen« angesprochen (so zum Beispiel im Aufruf zu Spenden an die taz, als diese in akuter Finanznot war).
    Daneben gibt es jedoch zahllose Publikationen, welche Neutralität beanspruchen, aber sich de facto voll und ganz der rot-grün-dunkelroten bzw. gutmenschlichen Propaganda verschrieben haben.
    Dazu gehören u. a. die SZ, die Frankfurter Rundschau sowie die Zeit und letztens leider sogar die Financial Times Deutschland.
    Hinzu kommen die meisten Lokalzeitungen, die entweder gleich der SPD selbst gehören (so zum Beispiel der Nordbayerische Kurier), von einem SPD-nahen Konzern herausgegeben werden (Expreß in Köln) oder deren Eigentümer SPD-Mitglieder und Gewerkschaftsfunktionäre sind (Nürnberger Nachrichten, tz in München usw.).
    Außer der F.A.Z. sowie den Blättern von Springer läßt sich kaum noch etwas finden, was sich publizistisch auch ab und zu von Rot-Grün bzw. Grün-Rot distanziert.

  14. Sowas hatten wir in der DDR auch.
    Da gabs zwar kein Internet, dafür aber „inoffizielle Mitarbeiter“ der Stasie welche anonyme Tips über ihre besten Freunde an die Behörden weiterleiteten.
    Die Idee von Openleaks ist also gar nicht so neu und kommt, wie kann es auch anders sein…von den Linken.
    Ein Schelm der „böses“ dabei denkt… 😉

  15. Politisch korrekte Medien geben Sängerin Mitschuld am Terror des Anders Breivik

    http://www.stockholmnews.com/more.aspx?NID=7613

    Hier ein Video mit ihr
    http://www.youtube.com/watch?v=zjr81A6Al9c

    Ein Kommentar unter dem Video, der ein großes Stück Wahrheit enthält und zeigt, daß es an der Zeit ist, daß auch die weißen Bürger endlich damit anfangen, für ihre Rechte zu kämpfen, so, wie es andere ethnische Gruppen schon längst tun

    „African-American studies“ celebrates blacks

    „Asian-American studies“ celebrates asians

    „Chicano studies“ celebrates hispanics

    „Whiteness studies“ denies that white people even EXIST, and that these white people (who don’t exist) have unearned „white privilege“

    Who are they kidding? „Anti-racism“ is just a code? word for anti-WHITE

    AlexanderDina

    Komisch. Alle Völker und Rassen sollen geschützt und gut behandelt werden und eine Zukunft haben. Nur wir nicht. Warum? Warum sollen wir, die weißen Menschen, von der Erdoberfläche getilgt werden? Ist das richtig? Ist das gerecht? Die anderen sollen leben und wir sollen verschwinden? Warum?

    Diskriminierung stoppen!
    Auch weiße Bürger haben Menschenrechte!

  16. #28 Mastro Cecco (12. Aug 2011 02:08)

    Hast du dir mal die Lyrics angehört und die Frau bei Wikipedia nachgeguckt?

  17. #29 Stefan Cel Mare (12. Aug 2011 02:14)

    Auch der Attentäter in Tallinn, Karen Drambjani, hinterlässt ein „Manifest“.

  18. Bei Whistleblower geht es um Informationen über die Sauereien der korrupten ‚Eliten‘, in der TAZ geht es um Denunziation im Sinne der korrupten ‚Eliten‘. Wie üblich.

  19. Andererseits kann man sich schon vorstellen, wie das bei der taz abläuft. So wie man bis jetzt nur falsche Doktoren bei CDU/CSU und FDP gefunden hat, während kein Mensch nach SPD-Doktortiteln oder solchen aus der Gysi-Partei zu DDR-Zeiten geforscht hat…

    Okay, die nicht. aber das Projekt läuft doch an der Uni Münster gerade an. 1.000 Doktorarbeiten von Politikern. Das kann heiter werden.

    Und über Gysis sog. Promotion hat ja Henryk Broder bereits einiges vom Stapel gelassen. Wohl bekomms!

  20. Sehe ich eher Skeptisch, ebenso wie ich es bei Wikileaks tat.

    Solche Portale bringen immer als erstes (oder zweites) einen Bericht der gegen ihre Richtung schwimmt um ihre Glaubwürdigkeit zu unterstreichen. Aber danach fühlt sich alles eher so an als ob man die Lügen eher unterstützt und die Whistleblower eher naja abfängt. Mit genug Glaubwürdigkeit kann man selbst in der „Verschwörungstheoretiker“ ecke viele Leute manipulieren oder aufwiegeln.
    Ich hab nichts gegen echte Linke (die aber meisstens schon der Rechtsabweichung verdächtigt werden) aber ich traue unseren Medien einfach nicht.
    Echte Linke haben mit uns mehr gemein als die meissten denken und verteufeln hier eigentlich nur die krassesten Kommentare. Hoffe mal die meissten sind in diesem Bezug vorsichtig und melden sich nicht gleich bei der Taz. Da sowas im allgemeinen im Geheimen statt findet könnten Informationsträger (Verräter) schnell abgeschalten werden.
    Sollten wir das eventuell Testen?

  21. Der einzige Unterschied zu „isharegossip“ ist wohl, das die taz entscheidet, welche Gerüchte verfolgt und veröffentlicht werden.

    Naja, in der DDR war es ja auch gang und gebe. Warum sollte es in der immer sozialistischer werdenden BRD anders sein.

  22. Ein paar geheime Fakten:
    Der Islam wird nur deshalb hofiert und massiv in den Westen „Integriert“, besser gesagt Installiert, weil die westlichen Menschen keinen Krieg wollen. Naja dann bringt man eben den Krieg vor ihre Haustür und die eigentlichen Schuldigen werden wie immer erst vom Sieger bestimmt.
    Rockefeller: 6 Milliarden Menschen, sind einfach 4 Milliarden zu viele.
    Rockefeller foundation: Betreiber des Weltimpfungsprogramm, Welt-Gesundheitsorganisation, Welthungerorganisation.

    Falls da jemanden was spanisch vor kommt sollte er sich da mal Informieren! 😉

  23. Sozialismus und Kommunismus basieren auf Denunziantentum. Nazional und internazional. Nur deshalb konnte die DDR-Diktatur (des Proletariats) 40 Jahre lang überleben…

  24. Da passt doch wie die Faust auf’s Auge was die NPD Sachsen heute veröffentlichte:

    Gesinnungsschnüffler in der Feuerwehr

    Für 100.000 Euro werden zurzeit vom Landesfeuerwehrverband Sachsen Nazi-Jäger ausgebildet

    Unter den Überschriften „Feuerwehr bekämpft Eindringen von Neonazis“ und „Braune Helfer am Löschteich“ berichten heute die Chemnitzer „Freie Presse“ und die in Dresden erscheinende „Sächsische Zeitung“ über die Schulung von derzeit 13 sogenannten „Konfliktberatern“ durch den Landesfeuerwehrverband im Umgang mit „Rechtsextremismus“. Sie sollen „Nazi-Codes“ wie „Schwarze Sonne, 18, 14, 88 und ‚Todesstrafe für Kinderschänder’“ erkennen. Die Aktion wird vom Bund mit 100.000 Euro gefördert.

    Koordiniert wird die Ausbildung der Gesinnungsschnüffler von Mike Brendel aus Sebnitz-Hertigswalde, Kreisjugendfeuerwehrwart im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und 2. stellv. Landesjugendfeuerwehrwart. Voller Stolz wird die Aktion auch auf der Netzpräsenz der Jugendfeuerwehr Sachsen vorgestellt, die unlängst im Jahnsdorfer Ortsteil Pfaffenhain ihre neue Geschäftsstelle eröffnet hat.

    Brendel weiß gegenüber der SZ Schreckliches zu berichten: Da soll es doch tatsächlich jugendliche Feuerwehrleute geben, die mit T-Shirts der Marke „Thor Steinar“ zu Übungen anrücken. Auch müsse man auf die Autonummern achten, denn dahinter sollen sich „rechtsextremistische Codes“ verbergen. Das Motto des kostspieligen Anti-Rechts-Exorzismus lautet „Handeln bevor es brennt“.

    Mit dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ soll der Landesfeuerwehrverband aber nicht nur bei der Bekämpfung von „Rechtsextremisten“ unterstützt werden, sondern es soll auch der „Stärkung seiner verbandsinternen demokratischen Praxis“ dienen. Wird nun künftig demokratisch abgestimmt, ob man zu einem Einsatz ausrückt oder nicht? Und was passiert eigentlich, wenn es bei einem „Rechtsextremisten“ brennt?

    Man kann nur hoffen, daß vor lauter „Rechtsextremismus-Bekämpfung“ nicht der eine oder andere Brand ungelöscht bleibt, weil die jungen Kameraden gerade irgendwelche geheimen Codes büffeln und deshalb für die Feuerbekämpfung gerade keine Zeit haben oder vielleicht die Abstimmung über einen Einsatz einfach zu lange dauert.

  25. Wofür braucht es so ein Verrätertor? In Zeiten des Internet bleibt nichts mehr unerkannt, überhaupt nichts!

    Wäre 9-11 ein Insiderjob gewesen, wüßte schon längst die ganze Welt Bescheid. Vor 50 Jahren konnte man noch solche Geheimaktionen durchführen. Heute: Forget it!!!

    Um etwas irgendwo ans Licht zu bringen brauche ich nicht die taz und nicht das Verrätertor!

  26. #49 Koltschak

    Das ist aber wirklich ein bisschen blauäugig von Dir.
    Die wirklich Mächtigen dieser Welt veröffentlichen nur das, was sie veröffentlichen wollen, was wir wissen sollen. Selbst die Plattformen, die angeblich aufklären wollen, lancieren ganz geschickt nur ganz bestimmte Meldungen. Oder was glaubst Du, wovon die so gut leben?

  27. Die taz vertritt sozialistische Thesen. Ein Blatt dass die Welt nicht braucht. Es sei denn, man ist Sozialist.

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