DIE FREIHEIT, Christian Wulff und die Scharia

Wie berichtet demonstrierten Mitglieder PI-Münchens und der FREIHEIT anlässlich des Friedensfestes. Am 11. September fand sich auch Bundespräsident Christian Wulff in München ein, dem der bayerische Landesvorsitzende Christian Jung (Foto r.) in Form eines Videos die Frage stellte, ob denn auch die Scharia zu Deutschland gehöre.

Bundespräsident Wulff hatte zuvor behauptet, der Islam gehöre zu Deutschland. Daher drängt sich die Frage nach dem islamischen Rechtssystem und damit nach der Scharia und der Vereinbarkeit mit der deutschen Rechtsordnung geradezu auf. Ein Rechtssystem, das nicht von einem selbstverantwortlichen Menschen, sondern von einer gottgewollten Ordnung ausgeht. Ein daher unveränderbares Gesetz, das für Ehebruch die Steinigung fordert, für Diebstahl das Abhacken der Hand, für Aufruhr das überkreuzte entfernen einer Hand und eines Fußes, wenn sie denn nicht umgebracht oder (sic) gekreuzigt werden und viele inhumane Strafmaße mehr.

Wie man an der Art der Fragestellung erkennen kann, geht es Jung tatsächlich darum, eine Antwort des Bundespräsidenten zu erhalten. „Ich habe keine Anklage formuliert, sondern eine Frage gestellt“, so Jung. Ob er eine Antwort erhält, wird abzuwarten sein. PI wird darüber berichten.

Hier das Video:




„Dänemark – der Sieg der Verlierer“

Helle Thorning-Schmidttitelt Jyllandsposten, denn die großen S-Parteien, die Sozialdemokraten (S) und Sozialistische Volkspartei (SF), haben verloren. Zur knappen Mehrheit des roten Blocks und somit zum Regierungswechsel haben die beiden linksextremen Parteien De Radikale (gr.B in der Statistik) und Enhedslisten, Einheitsliste, (gr.Ö/OE in der Statistik) beigetragen. Der rote Block kommt auf 89 Mandate, der blaue Block auf 86 Mandate. Das Wahlresultat der Sozialdemokraten ist das schlechteste seit 1906, und dennoch wird die jetzt so überschwänglich gefeierte Parteivorsitzende Helle Thorning-Schmidt (Foto) wohl Staatsministerin werden.

(Von Alster)

Die rechtsliberale Regierungspartei Venstre (V) im blauen Block ist immer noch die größte Partei, sie hat sogar leicht zugelegt. Die Dänische Volkspartei (DF) behauptete sich als drittgrößte Partei mit einem leichten Rückgang von 1,6%. Hier im blauen Block verloren vor allen Dingen die Konservativen © mit 5,5%. Es wird in jedem Fall eine starke Opposition geben mit einer Dänischen Volkspartei, die sich nicht verbiegen wird, so lautete es aus den Reihen der DF.

Der Wahlkampf wurde von den Medien in Dänemark und auch im Ausland vor allen Dingen, vornehm ausgedrückt nicht gerade zugunsten von DF und der Vorsitzenden Pia Kjaersgaard geführt. Man kann beinahe sagen, dass das Augenmerk der Medien inklusive der Breivik-Keule fast nur noch auf die „Rechtspopulisten“ und die Person der Vorsitzenden gerichtet war. So lautet der erste Satz im Hamburger Abendblatt auch logischerweise: „Schluss mit der Macht der Rechtspopulisten in Dänemark!“ Weiter schreibt das Blatt:

Seit Ende 2001 hatten Rechtsliberale und Konservative, angetrieben von Kjærsgaards Rechtspopulisten, drei Wahlen in Folge mit dem Thema Ausländer gewonnen und Dänemark in der Folge die härtesten Zuwanderungsregeln in Westeuropa verordnet. In diesem Wahlkampf aber stach die Ausländerkarte nicht mehr…

Die beiden linken Parteien, die Radikale und Einheitsliste haben zwar völlig diametrale Vorstellungen über die zukünftige Wirtschaftspolitik, aber die verschärfte „Ausländerpolitik“ der alten Regierung wollen sie ganz schnell entschärfen. Das wollen eigentlich die Sozialdemokraten unter Thorning-Schmidt nicht. Das wird also spannend.

Dänemark hatte u.a. ein effektives Punktesystem für die Zuwanderung durch Familienzusammenführung eingeführt. Nun sollen die Grenzen wieder ganz weit geöffnet werden – für alle.

In den letzten Jahren wurde Dänemark immer als das glücklichste Volk ausgewählt. Wir wünschen alles Gute!




Morgen: Anti-Abtreibungs-Demo in Berlin

Für den morgigen Samstag ruft der Bundesverband Lebensrecht e.V. (BVL) in Berlin zum „Marsch für das Leben“ auf. Unter dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!“ hoffen die Veranstalter – wie im Vorjahr – wieder mindestens 1.800 Lebensrechtler zu ihrerm Demonstrationszug begrüßen zu können. Wie 2010 werden die Teilnehmer auch diesmal wieder weiße Kreuze tragen, die an die Kindstötungen im Mutterleib erinnern sollen.

Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden demographischen Zusammenbruchs Deutschlands sind die offiziell 110.431 Abtreibungen, die das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr gezählt hat, mehr als erschreckend. Selbst wer über keinen christlichen Bezug zum ungeborenen Leben verfügt, sollte sich daher von diesem Thema angesprochen fühlen und eine Teilnahme an dem Schweigemarsch in Erwägung ziehen. Dass die Krankenversicherten und Bürger für unseren demographischen Selbstmord finanziell aufkommen, ist ein zusätzlicher Skandal.

Da – wie im vergangenen Jahr – wieder mit Störungen durch den linken Mob zu rechnen ist (die Antifa mobilisiert bereits unter dem Motto „1000 Kreuze in die Spree“) – wurde die Veranstaltung diesmal direkt vor dem Kanzleramt angemeldet.

Ablauf am 17.09.2011

13:00 Uhr: Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt (Willy-Brandt-Straße, 10557 Berlin), anschließend Beginn des Marsches.
15:30 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz (Hedwigskirchgasse, 10117 Berlin), anschließend Stehkaffee (geplant)




Der tückische Ärmel

Der tückische Ärmel

Der tückische Ärmel

Der tückische Ärmel

Der tückische Ärmel

Der tückische Ärmel

© 2011 by Daniel Haw

Daniel Haw - Vater der jüdischen Comicfigur Moishe HundesohnDaniel Haw ist Dramatiker, Maler, Komponist, Autor, Regisseur und Leiter des jüdischen Theaters Schachar in Hamburg. Der Vater der jüdischen Comicfigur Moishe Hundesohn veröffentlicht seine Cartoons jeden Freitag exklusiv auf PI. Zuletzt erschien sein Roman „Saphir“ und der neue Bildband „Ein Hundejahr: Moishe Hundesohn“.

» Alle Moishe-Cartoons auf PI





Rassist Stegemann droht Berliner Wirten

Der Polit-Rassist Dirk Stegemann vom „Bündnis Rechtspopulismus stoppen“ zeigt sich einmal mehr von seiner verfassungsfeindlichen Seite: in einem Brief an alle Berliner Gastwirte, der PI-News vorliegt, fordert der Extremist die Gastronomen auf, den Parteien DIE FREIHEIT und PRO-Deutschland keine Räume zur Verfügung zu stellen. Wer sich weigert, muss damit rechnen, mit „Aktionen zum Umdenken“ gebracht zu werden.

In dem von politischer Verblendung und Selbstüberschätzung durchzogenen Brief heißt es unter anderem:

Die Parteien DIE FREIHEIT und pro Deutschland vertreten die rassistischen und sozialdarwinistischen, pseodowissenschaftlichen Thesen eines Thilo Sarrazin und reduzieren damit den Wert eines Menschen auf seine Nützlichkeit (Nützlichkeitsrassismus).

Spätestens nach diesem Satz dürfte an der unheilbaren Geisteskrankheit von Dirk Stegemann kein Zweifel mehr bestehen. In Wahrheit ist er es, der rassistische, linksdarwinistische, pseudodemokratische Thesen vertritt und damit den Wert eines Menschen auf sein Linkssein reduziert (Unnützlichkeitsrassisumus).

Dirk Stegemann ist ein Politrassist. Erkennbar wird das spätestens an der Wahl seiner Mittel. So prahlt er am Ende des Briefes damit, dass bereits etliche Veranstaltungen dieser Parteien durch „antirassistische“ (sprich: links-rassistische) „Intervention“ (sprich: Verbrechen) vereitelt werden und Gastronomen mit „antirassistischen“ (sprich: gewalttätigen) Aktionen zum „Umdenken“ (sprich: Angst-haben) gebracht werden konnten.

So ist auch Stegemanns Drohung am Ende zu verstehen:

Wir würden es natürlich sehr ungern sehen, wenn Ihnen selbiges passieren würde.

Während also Seiten wie PI und Parteien wie DIE FREIHEIT oder PRO, aus deren Umfeld keine einzige Gewalttat dokumentiert ist, von linksextremen Zeitungen wie den DuMont-Blättern mit den wildesten Vorwürfen überzogen werden, verschicken deren politische Kollaborateure Hetz- und Diffamierungsbriefe, in denen nicht nur offen mit Gewalt gedroht wird, sondern die ihre Gewalttätigkeit auch schon unzählige male unter Beweis gestellt haben.

Wer die Offenbarungen des Politrassisten Stegemann in Gänze lesen will, wird hier fündig. Aber Vorsicht: die geballte Ladung linksextremistischen Schwachsinns kann zu spontanen Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen.




1453 und 1683? Deutsche Toren, kluge Türken!

Neulich fragte hier ein Kommentator, der zu faul zum Gugeln war, und davon gibt es viele, was denn 1683 los war. Gut, das kann passieren, aber leider ist der einer PISA-Schule entsprungene Mann keine Ausnahme, denn Geschichte interessiert doch selbst in einem islamkritischen Blog kaum jemand und an einer höheren Schule schon gleich gar nicht. Da müssen immer neue Nachrichten her, möglichst zwei Minuten alt! Und wenn man einen Artikel zu unserer Geschichte veröffentlicht – es sei denn, es handelt sich um die Nazis – wird man blöd angeguckt.  Wie anders ist das in anderen Ländern, zum Beispiel in der islamischen Türkei. Da lese ich doch eben in der FAZ:

Seit Istanbul von der AKP regiert wird, gedenkt die Stadt jedes Jahr am 29. Mai mit einem Festakt der Eroberung Konstantinopels durch Mehmed II. 1453. Und als Istanbul im vergangenem Jahr europäische Kulturhauptstadt war, renovierte man mit dem dafür ausgewiesenen Budget vor allem osmanische Bauten. Istanbul wurde nicht mehr nur als Brücke zwischen Orient und Okzident inszeniert, sondern auch als Zentrum der osmanischen Zivilisation.

Irgendwie kommen mir die Türken viel heller vor als deutsche Trottel. Der Islam hat ein langes Gedächtnis! Und die Leute hier, die nix lesen und nix wissen, sollen jetzt noch weiter von oben herab als Untertanenvolk verblödet werden! Die Schulbücher sollten dem Islam noch stärker huldigen, hat eben eine Studie gefordert. So lange, bis wir den 29. Mai 1453 auch feiern und am 12. September einen Trauertag einlegen! Die Kreuzzüge werden bereits durchgängig von westlichen Eseln verurteilt, die mörderischen islamischen Eroberungen verschwiegen! Geschichte ist eine Waffe!




DuMont: Mit jedem Zeit(un)geist Geld verdienen

Was in diesen Tagen zum Thema PI aus der Druckpresse der Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) in die Briefkästen und Kioske dieser Republik gespült wurde, könnte als eine medienhistorische Zäsur betrachtet werden. Informationen, die nur durch illegale Aktionen bis hin zur (Grundrechts-)Verletzung des Fernmeldegeheimnisses gewonnen werden konnten, werden lapidar mit dem Hinweis darauf, angeblich „zugespielt“ worden zu sein, zu einer ganzen Artikelserie gegen PI verwurstelt. Damit legt die Verlagsgruppe ein Journalismusverständnis an den Tag, wie sie es zuletzt zwischen 1933 und 1945 gepflegt hat. Offenbar wird dabei, dass man aus der eigenen unsäglichen (Unternehmens-) Geschichte und der Rolle als bis zum bitteren Ende loyalem Steigbügelhalter eines totalitären Systems nichts gelernt hat.

Hinzu kommt in Zeiten sinkender Printauflagen, rückläufiger Werbeeinnahmen und einer mäßigen Entwicklung des Fernsehmarktes die schiere Überlebensangst der großen Mediengruppen im Hinblick auf die wachsende Bedeutung des bisher nicht richtig kontrollier- und vermarktbaren Internets.

Vor dem Hintergrund dieser unsäglichen Traditionslinie einerseits und solcher Zukunftsängste andererseits war der Amoklauf von Anders Breivik offenkundig der lange ersehnte „Reichstagsbrand“, der endlich – alle Mittel heiligend – Goliaths Sturm auf den kleinen David PI möglich machte.

Dieser (Hacker-)Angriff soll daher hier Anlass sein, einmal historisierend zu verdeutlichen, dass wir es sozusagen mit „Wiederholungstätern“ zu tun haben, deren Chefredakteur offenkundig in die alten „Schriftleiter“-Reflexe seiner Amtsvorgänger zurückgefallen ist.

Gleichwohl muss man sehr vorsichtig sein, was man über die Geschichte des auch in der Nazi-Zeit sehr florierenden Verlagshauses schreibt, das sich heute noch rühmt, ein Familienunternehmen zu sein. Im Jahr 2006 – immerhin über 60 Jahre nach Kriegsende – durften dies auch der SPIEGEL und der Historiker Ingo Niebel erfahren, die offenbar etwas zu undifferenziert aber nicht gänzlich wahrheitswidrig über das Neven-DuMontsche-Kriegsgewinnlertum berichteten. Die Kölner Medienfürsten erzwangen damals, insbesondere zur Frage von „Arisierungsgewinnen“, relativierende Klarstellungen.

Die Kölnische Illustrierte Zeitung wirbt am 11. November 1933 auf dem Titelblatt für Hitlers PolitikUm aber sicher zu gehen, dass ihnen die Deutungshoheit über die eigene Firmengeschichte nicht doch noch abhanden kommt, verpflichtete man damals den bekannten Unternehmenshistoriker Manfred Pohl, als Lohnschreiber unter dem Titel „Der Kampf um die Unabhängigkeit des Zeitungsverlags unter der NS-Diktatur“ eine gnädige Aufarbeitung dieser unsäglichen Epoche vorzunehmen.

In seltener Eintracht fand diese wissenschaftliche Auftragsarbeit bei ihrem Erscheinen 2009 weder in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) noch in der tageszeitung (taz) wirklich gnädige Rezensoren.

Wie die taz gleich unmissverständlich hervorhob, hatte sich „Kurt Neven DuMonts Kölnische Zeitung […] schon vor 1933 vehement für ein Zusammengehen des Bürgertums mit Hitler eingesetzt […].“ Das passt nicht zu dem Bild, ihr Herausgeber habe sich „bis zur letzten Minute“ darum bemüht, „das Unheil aufzuhalten“. Weiter heißt es bei der taz:

Ganz klar profitiert hat das Verlagshaus vom deutschen Angriffskrieg. Die Kölnische gehörte zu den wenigen Zeitungen, die die Propagandaabteilung der Wehrmacht für so linientreu hielten, dass sie sie den Frontsoldaten zukommen ließen. In der Verlagschronik von 1969 heißt es prompt: Die Wehrmacht „war nicht nur ein sicherer Zahler, sondern auch ein bequemer Abonnent: Vertrieb und Versand gingen zu [ihren] Lasten.“ Und weiter ist dort zu lesen: „Solche Umstände haben – von der moralischen Widerstandskraft der Verleger und ihrer Mitarbeiter ganz abgesehen – dazu beigetragen, dass die Kölnische Zeitung und der Stadt-Anzeiger noch bis kurz vor dem Einmarsch der Alliierten herausgebracht werden konnten.“ Noch 1969 war die offizielle Abkürzung für die Kölnische Zeitung übrigens KZ.

Voller postumer Loyalität verheimlichte, ja leugnete, das Verlagshaus bis zu dem Streit über den SPIEGEL-Bericht 2006 offenbar auch systematisch die seit 1937 bestehende NSDAP-Mitgliedschaft des bereits 1967 gestorbenen Firmenchefs Kurt Neven DuMont.

Das Verdikt der linken taz ist daher auch unmissverständlich: „Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass der Verlag ein publizistischer Erfüllungsgehilfe der Nazis war.“

Das wussten aber auch schon die Nazis, die ihrem Kassenwart Kurt Neven DuMont natürlich nicht ohne Grund das angesehene und seltene Kriegsverdienstkreuz erster Klasse verliehen haben. Gleiches gilt für die Alliierten, die mit klarem Faktenbezug den DuMontschen Blättern – im Gegensatz zur Kölnischen Rundschau und zur Rheinischen Zeitung – erst sehr spät das erneute Publizieren erlaubt haben.

Die FAZ ergänzte, Entlastendes sonst durchaus würdigend:

Durch ihr Arrangement mit der NS-Diktatur haben sie jedoch letztlich Mitverantwortung für den Machterhalt des Systems getragen. […]

Die Frage bleibt, warum die Journalisten trotz dieser Heuchelei und der Gewissensnöte weiter mitmachten und weitgehend im Sinn des Regimes schrieben. Sie hätten immerhin in den Fachjournalismus oder andere Berufe wechseln können, wie es manche auch getan haben.

Dass es auch Verleger gab, die sich nicht dem verbrecherischen System auslieferten, bewies eine Vielzahl verbotener Zeitungen, zu denen ab 1943 z.B. die Frankfurter Zeitung zählte, deren Redakteure nach dem Krieg die FAZ mit aus der Taufe hoben.

Vor diesem Hintergrund bleibt fast nebensächlich, wenn die FAZ weiter berichtet:

Gleichwohl hat die Familie Neven DuMont die vom NS-Regime geschaffenen Zwangslagen für jüdische Bürger zum Kauf der ihr angebotenen Grundstücke genutzt. Einem solchen Erwerb musste, wie Pohl schreibt, „ein Ruch anhängen“. Das Interesse war aber offensichtlich größer als die Bedenken. Nach dem Krieg kam es zu Wiedergutmachungsverfahren mit den früheren Eigentümern oder ihren Erben.

Die interessanteste Lehre aus diesem kriminellen Angriff auf PI und obigem historischen Exkurs ist: Kontinuität hat nicht unbedingt etwas mit dem Thema, welche (Grund-)Meinung man (z.B. in einem Blatt) vertritt zu tun. Kontinuität kann man genauso auch bei der Frage nach der Kritikfähigkeit bezüglich der im Lande jeweils vorherrschenden Meinung und der Willfährigkeit bezüglich der Macht an den Tag legen. Dies ist dann der skrupellose Wille, mit jedem Zeit(un)geist irgendwie opportunistisch sein Geld zu verdienen. Oder das beobachtete Phänomen, dass manche Familien in jeder Generation und Staatsform aufs Neue – wie zum Beispiel die DuMonts oder die von Weizsäckers – ohne Skrupel vorne oder zumindest oben mitmischen.

Von einem Medienhaus, das nach über 60 Jahren nur durch Druck von außen und scheibchenweise die eigene Nazivergangenheit aufarbeitet, sollte man daher fünf Jahre später keine „türkische Anerkennung der Armeniermorde“ erwarten. Wer sich so lange der Frage, was man unter anderem dem demokratischen Gedanken im Dritten Reich angetan hat, nicht stellt, kann einen fairen Bezug zu Minderheitsmeinungen nicht lernen!

Wir können der Meinungsfreiheit, PI und unserem Land nur wünschen, dass es keine weiteren 66 Jahre dauern wird, bis der DuMont-Medienkonzern hier aufwacht. Putins „Gelenkte Demokratie“ könnte sich sonst – eingedenk des deutschen Perfektionismus – sehr schnell als eine harmlose Vorform einer degenerierten zweiten deutschen Republik erweisen.




New York: 9/11-Gedenken ohne PC-Hijacking

Es erreichte uns folgende Reportage aus New York City, die wir aus technischen Gründen leider erst jetzt veröffentlichen können.
Die offiziellen Gedenken in den USA zum zehnten Jahrestag des 9/11-Terrors klingen schon sonderbar; so, als wenn eine große Naturkatastrophe die USA aus heiterem Himmel in 2001 heimgesucht hätte. Es werden hauptsächlich Tapferkeit, Zusammenhalt und Entschlossenheit der Nation beschworen. Natürlich haben die Angehörigen der immerhin rd. 3000 ermordeten Bürger ein Anrecht auf Trauer in Würde, aber beim Verfolgen der Fernsehübertragungen von allen drei Gedenkstätten am Sonntag, den 11.9.2011 in den USA ist Verwunderung angesagt, da weder Islam noch Terror irgendwie vorkommen.

(Ein Photobericht aus NYC von Mr. Merkava von einer politisch inkorrekten Veranstaltung zu 9/11)

Ein weichgespültes Gedenken plätschert im Fernsehen vor sich hin. Plötzlich allerdings ein Aufmerken: auf dem FOXNEWS Channel spricht der junge, frühpensionierte 9/11-Feuerwehrmann Tim Brown einfach die Wahrheit aus: die Geschichtsschreibung dürfe nicht durch die Political Correctness gehijacked werden („the narrative must not be hijacked by political correctness“). Er fordert in besonnenen Worten, aber vehement in der Sache, dass das Ereignis beim Namen genannt werden müsse: ein grausamer Massenmord, ausgeführt von moslemischen Terroristen im Namen des Islam.

Den Teilnehmern der Gegenveranstaltung in Manhattan wenige Meter vom Ground Zero entfernt

wird es von der Polizei nicht leichtgemacht, den Versammlungsort West Broadway / Ecke Park Place zu erreichen.

Absperrungen, Gitter und autoritäre, unangenehm rigide Polizisten, die nicht wissen oder nicht wollen oder beides: Erst ab 15 Uhr darf man dann durch die Viehgatter endlich zu dem Versammlungsort vordringen.

Natürlich muss man Polizisten in New York City (NYC) eine Traumatisierung und daraus folgende Überkompensation zugestehen, aber auf das schon längst nicht mehr freieste Land der Welt wirft es ein weiteres schlechtes Licht. Die meisten Demonstranten haben sich aber nicht abschrecken lassen

und der harte Kern schon einmal gar nicht.

Die Präsenz der Presse ist beachtlich – man wird allerdings auch in den USA sehen müssen, was davon tatsächlich in den Medien erscheint.

Dann wird die Veranstaltung von einem großen, professionellen Truck mit Verstärkeranlage, Großbildleinwand und fahrbarer Bühne von Pamela Geller und Robert Spencer eröffnet,

die tatsächlich 20 prominente Freiheitsfreunde aus aller Welt als Redner nach NYC zur Veranstaltung gegen die sog. Ground Zero Moschee gewinnen konnten: Sikhs, Christen, ehemalige Moslems und nichtreligiöse Sprecher – aber auch Politiker sowie Mütter und Familienangehörige, die Kinder und Geschwister in dem gigantischen Terrorakt verloren haben.

Sie erleben mit besonderer Empörung, dass der Bürgermeister von NYC, Michael Bloomberg, die Errichtung einer Moschee an dieser Stelle dulden will. Auch der Präsident möchte da nicht zurückstehen: jedem Menschen, auch einem Moslem sei es erlaubt, überall auf einem privaten Grundstück eine „religiöse Einrichtung“ zu erbauen.

Die empörten Angehörigen auf dieser Veranstaltung wehren sich vehement gegen diesen weiteren Akt der Eroberungssymbolik durch die Muslime. Das sei im besten Fall unsensibel von den Muslimen, die sonst so gerne Sensibilität im Umgang mit ihnen selber und ihrer Religion einfordern, so etwas hier auf genau diesem Platz („sacred ground“) erbauen zu wollen; wahrscheinlicher ist allerdings, dass hier durch ein steinernes Symbol des islamischen Triumphs die Betroffenen ein weiteres Mal erniedrigt werden sollen.

Eine vielbeachtete Rede hielten auch René Stadtkewitz und sein Mitarbeiter von der Partei DIE FREIHEIT zu den Problemen der Islamisierung und Political Correctness, die gerade in Deutschland die Freiheit unterminieren (PI berichtete).


Auffällig ist bei sämtlichen Ansprachen, dass niemand über das Norwegen-Massaker sprechen muss: in Europa bekommt jeder Konservative, jeder Freiheitsliebende und Islamkritiker erstmal seinen Breivik; anders hier in den USA, wo es eine Selbstverständlichkeit ist, dass Islamkritiker nicht automatisch mit dem irren Mörder aus Norwegen in Verbindung gebracht werden.

In dem dichtgedrängten Programm geht es immer wieder um die Wehrhaftigkeit gegen eine totalitäre Ideologie, nicht gegen eine Religion oder friedliche Menschen. Aber viele Redner aus den USA, aus Israel und aus Europa wollen die Menschen aus ihrer Narkose hinsichtlich der Bedrohung von Freiheit, Menschenrechten und Menschenwürde durch die Islamisierung und den Widerstand dagegen wecken. Viele nützliche Gespräche zur Vernetzung und Bündelung der Kräfte ergeben sich auch am Rande der Veranstaltung.


Als nach gut zwei Stunden nach einem musikalischen Ausklang abgebaut wird, können die Veranstalter auf eine erfolgreiche, friedliche Versammlung ohne Political Correctness, aber mit vielen klaren Worten zurückschauen.

Zum Glück sind die ernstzunehmenden Terrorbedrohungen in den USA an diesem Tag nicht Realität geworden; vielleicht durch das unglaublich massive Aufgebot an Sicherheitskräften.

Und das Wetter hat auch den ganzen Tag mitgespielt.




Hans Heckel: Typisch Deutsch!

„Typisch deutsch“ ist bei uns so ziemlich das Letzte, was man sein will, wenn man in der intellektuellen Gesellschaft und bei ihren Millionen Nachahmern etwas gelten möchte. Wie weit Immigranten und ihre Kinder bei uns integriert sind, das lässt sich daher gut an ihrem Gesicht ablesen, das sie ziehen, wenn sie etwas als „deutsch“ bezeichnen. Gerade dieser Tage sind uns Beispiele dafür ins Haus geflattert, wie verschieden der Integrationserfolg bei Menschen mit unterschiedlichem „Migrationshintergrund“ ausfallen kann.

Als glatten Fehlschlag müssen wir die Vietnamesen abhaken, die seinerzeit als „Bootsflüchtlinge“ Ende der 70er Jahre zu uns kamen. Sie hatten sich der treusorgenden Obhut der sozialistischen Volksrepublik entzogen, was bereits zu einigem Verdacht Anlass gibt, einem Verdacht, der vollends bestätigt wird.

Zum vergangenen Sonnabend hatten die „Vereinigungen der vietnamesischen Flüchtlinge in Berlin“ zu einem Festakt geladen. Zu ihrer Aufnahme in Deutschland schreiben sie in der Einladung, die deutsche Bevölkerung habe sie „mit offenen Armen empfangen“ und ihnen und ihren Kindern eine „sichere Zukunft in Freiheit ermöglicht“, um dann zu gipfeln: „Nachdem wir uns dank der Hilfe in Deutschland eingelebt und so gut wie möglich in die deutsche Gesellschaft integriert haben, ist es an der Zeit, danke zu sagen.“ Igitt! An den Landungsbrücken im Hamburger Hafen provoziert seit einigen Jahren sogar ein kleines Ehrenmal, das auf Deutsch, Vietnamesisch und Englisch von der Großherzigkeit des deutschen Volkes schwafelt. Man wundert sich, dass die wachsame Öffentlichkeit das Ding noch nicht kritisch aufgearbeitet, sprich: abgeräumt hat.

Die Integration dieser Leute in unsere deutschkritische und problembewusste Zivilgesellschaft darf mithin als rundweg gescheitert betrachtet werden.„Danke“ darf man den Deutschen ja mal sagen, aber bitte nur in einem Schwall von giftigem Zynismus, garniert mit einer ordentlichen Portion Herablassung. So aufgetreten ist man gern gesehener Gast und Autor der kritischen Öffentlichkeit.

Wie Deniz Yücel, der als Sohn türkischer Zuwanderer schon in Deutschland geboren wurde. In der „taz“ dankt Yücel der CDU/CSU dafür, dass sie in den 50er Jahren das Tor für die Gastarbeiter geöffnet habe. Das habe allerdings vor allem Deutschland genützt, weil „die Gastarbeiter jedem Deutschen den sozialen Aufstieg ermöglichten“. Danke! Entscheidend ist laut Yücel aber etwas anderes: „Bedeutender war, dass die Gastarbeiter dazu beitrugen, Deutschland undeutscher zu machen – eingedenk dessen, wofür Deutschsein in den vorangegangenen Jahrzehnten gestanden hatte, eine zivilisatorische Großtat.“ Ein anregend differenziertes Lob, das aus wahrhaft berufenem Munde kommt. Denn dass sich Yücel schon wegen seiner türkischen Herkunft mit zivilisatorischen Großtaten auskennt, das kann niemand bezweifeln, der weiß, wofür „Türkischsein in den vorangegangenen Jahrzehnten gestanden hatte“, armenisch gesehen.

Allerdings möchte es Deniz Yücel mit seiner Lobpreisung der christdemokratischen Leistungen auch nicht übertreiben, denn, so der Autor: „Man sollte nicht zu viel verlangen. Deutsche Konservative sind eben auch nur Deutsche“, Betonung auf „nur“. Herr Yücel ist klasse, er bedient uns, als hätten wir ihn bestellt. Von der Sorte benötigen wir mehr, auf die depperten Vietnamesen hätten wir hingegen gern verzichtet.

Am liebsten sind uns Zuwanderergruppen, die schon vor ihrer Anreise für die Rolle der „diskriminierten Minderheit“ gebucht sind. Erlauben sie uns doch, so lustvoll wie wir nur wollen auf die rassistischen Deutschen einzuprügeln. Bis hin zum moralischen Overkill, dem Nazi-Vergleich.

Da wurde es Zeit, dass die Bundesregierung ihren hinhaltenden Widerstand gegen die volle Reisefreiheit für Rumänen und Bulgaren im Rahmen des Schengener Abkommens aufgegeben hat. Ab 1. Oktober dürfen sie nun über die Flug- und Seehäfen, ab Sommer kommenden Jahres auch über den Landweg ohne Kontrolle zu uns kommen. Dort unten gibt es nämlich eine Gruppe, die sich schon lange danach sehnt, in Deutschland diskriminiert zu werden, statt weiter in ihren Balkankäffern unbeachtet vor sich hin zu dämmern. Bringt der Status des Diskriminierten in der Bundesrepublik doch ungeahnte materielle und moralische Vorteile, von denen man in den schlammigen Schluchten der Karpaten nur träumen kann.

Hans Heckel in der Preußischen Allgemeinen. Sehr gut!




Empfänger der Breivik-Mail keine Unterstützer

Über die schäbigen Versuche der linksgrünen Gutmenschen in den Mainstreammedien und linksgrünen Parteien überall in Europa, allen Akteuren rechts der Mitte für den grausamen Massenmord des Wahnsinnigen aus Norwegen zumindest eine Mitverantwortung anzuheften, hat PI bereits mehrfach ausführlich berichtet. Nachfolgend ein weiterer Versuch der Grünen-Fraktion im Bremer Parlament, welcher jedoch kläglich gescheitert ist.

Bereits am 27. Juli 2011 stellten die Grünen eine Anfrage an den Bremer Senat, welche von Innensenator Mäurer beantwortet wurde:

(Herzlichen Dank allen Spürnasen)