Geschichte ist eine mächtige Waffe, wie jeder Deutsche eigentlich schon gemerkt haben sollte. Die Moslems und ihre Freunde wissen das längst. Sie schwingen gegen uns die Nazikeule, indem sie Antisemitismus und das Gruselwort Islamophobie gleichsetzen, sie schwingen gegen uns die Kreuzzugs-Keule, indem sie kriegerische christliche Ritter dem angeblich friedlichen Islam gegenüberstellen, und sie säuseln uns seit einem Jahrzehnt unablässig in die Ohren, wie die gelehrten Muselmänner einst das finstere abendländische Mittelalter fruchtbar bereichert hätten.

Die romantische Verklärung des Islams fand in Europa zwar schon vor Jahrhunderten statt, aber seit 9/11 vergeht keine Woche, in der nicht irgendwo in westlichen Medien, in Wissenschaft oder Politik von der Islam-Lobby behauptet wird, ohne die gewaltigen wissenschaftlichen Leistungen islamischer Gelehrter im Mittelalter, durch Übersetzung der griechischen Klassiker zum Beispiel, hätte Europa nie den Sprung in die Neuzeit geschafft. Wir verdankten dem Islam doch so viel!

Da ist es verdienstvoll, daß die Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt nun das Werk von Sylvain Gouguenheim „Aristoteles auf dem Mont Saint-Michel. Die griechischen Wurzeln des christlichen Abendlandes“ ins Deutsche übertragen und veröffentlicht hat, was ein Professor Thomas Ricklin in der Süddeutschen (24.8.1911) gleich scharf kritisierte. Denn er will den Hauptgedanken Gouguenheims unterdrücken, nämlich daß der Beitrag der Mohammedaner zur europäischen Geistesgeschichte so riesig nicht war. Das Original „Aristote au mont Saint-Michel: Les racines grecques de l’Europe chrétienne“ ist bereits 2008 erschienen und hat bei den Islamophilen aller Länder schwere Proteste ausgelöst. Die deutsche Übersetzung kostet 29,90 Euro. PI wird noch auf die unseriöse Buchkritik (z.B. Ricklin) extra eingehen.

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42 KOMMENTARE

  1. Danke Kewil, Du hast vergessen, zu sagen, daß viele, wenn nicht die Mehrzahl der „arabischen“ Überlieferer alter Texte Christen oder Juden waren. Also: Arabische Tradition ist nicht gleich islamischer Tradition. Ebenso steht zu vermuten, daß die Veruteilungen eines „islamischen“ al Birunis etwa bluße Angstreaktionen vor der islamischen Orthodoxie sind, denn im Islam ist jedes Buch, welches sich nicht mit Mohammed und seiner verqueeren Lehre beschäftigt, tendenziell verdächtig. Um als Feingeist und Wissenschaftler seine Leben einigermaßen sicher zu stellen, verurteilt man schon mal verstorbene Autoren.

  2. OT: Wieso viele westeueropäische Politiker und viele Wirtschafts“wissenschaftler“ und viele Industrielle islame Seelen so mögen.

    Nun das ist sehr simpel: Sie suchen Leute, die ihnen Dreckarbeit, Schmutzarbeit und Stehen amn Fließband zu einem Drecks“lohn“ machen.
    So können sie in ihren GIERSPIRALEN ihres Denkens suchen die eigene Bevölkerung „lohnmässig“ noch mehr zu unterjochen.

    Redete vor kurzem mit einem Mann im Randgebiet einer Großstadt. Er sagte: Früher wären die Muslime noch auf den Feldern bei der Erntearbeit gewesen ……… doch dies habe schnell geendet. Mittlerweile stehen dort Ost-Europäer.

    Die Muslime sind aber nicht in ihre Heimatländer verschwunden ….. und jetzt ratet mal.

    Ein millionenfaches Heer von vielen Schmarotzern in den Sozialinstitutionen, die in ihren Häusern Waffen horten, die sie mit europäischen Sozialhilfegeldern eingekauft haben …….

    Irgendwie wird eine eigene Spezialtruppe zu gründen sein, die später die „dämonokratischen“ Politiker verfolgt, die diese Zustände massgeblich mitverschuldet haben.

    Wenn bei einer ntv Umfrage ca 90 Prozent der Voter meinen, daß Zustände BEREITS ZU DIESER ZEIT in der BRD aufbrechen können, wie in GB und Sekunden später in einerm anderen Sender der dt. Innenminister solches völlig ausschließt …. wer ist der Realitätseinschätzung näher ?

  3. Daß die islamische Sphäre keine eigene Kultur mit sich brachte, sondern die Kulturen der jeweils unterjochten Völker lediglich assimilierte und hernach für die eigenen ausgab, um sich in den eroberten Reichtümern zu sonnen, ist eine Binsenweisheit. Es kann jedoch – offensichtlich auch in der „Süddeutschen“ – nicht sein, was nicht sein darf: Man schreibe eine polemische Gegendarstellung, pflastere sie mit wissenschaftlichen Begriffen, bezeichne das in ihr bekämpfte Werk mit dem vielgeliebten Adjektiv „krude“, und voilà! – fertig ist der „seriös anmutende“ Kommentar.

  4. ich hatte zu dem gleichen Thema bereits vor 2 Wochen einen Artikel für PI geschrieben, ist zwar schön, das mein Favorit Kewil das Thema nun aufgreift, schade ist aber die Arbeit aus den PI-Gruppen hier keine Chance hat.

    Hatte das Thema noch viel ausführlicher durchrecheriert!

    z.B. hier :
    http://www.eussner.net/artikel_2008-07-21_21-37-20.html
    http://abna.ir/data.asp?lang=7&Id=177591
    http://www.1001inventions.com/london

    Ich bin sauer!!! Wozu dann eigentlich PI-Gruppen, wenn alles ignoriert wird und andere Autoren ohne Rücksprache als Ihre Arbeit und Recherche veröffentlichen????

  5. @ kewill,

    Danke für die Info, ich bin langjähriges Mitglied bei der Wisssenschaftlichen Buchgesellschaft und werde mir das Buch sofort bestellen.

  6. Richtig ist, dass die antiken Schriften nicht durch die Muslime nach Europa gebracht und aus dem Arabischen rückübersetzt wurden, vielmehr begann die Renaissance mit der Flucht byzantinischer Gelehrter aus dem untergegehende Byzantinische Reich Richtung Italien.

    Die Arabische Vermittlerolle ist Fiktion.

  7. Vernichtend räumt hier die famose Gudrun Eussner mit den Lügen auf, die BHO in seiner berüchtigten „Kairoer Rede“ zum Islam auftischt. O-Ton Obama:

    Es war der Islam – an Orten wie der Al-Azhar Universität – der das Licht der Bildung über so viele Jahrhunderte getragen und den Weg für die europäische Renaissance und Aufklärung bereitet hat. Es waren Innovationen in muslimischen Gesellschaften, durch die die Ordnung der Algebra entstanden, unser magnetischer Kompass und die Instrumente der Navigation, unsere Fähigkeit, Federhalter herzustellen und unsere Beherrschung des Drucks sowie unser Wissen um die Verbreitung von Krankheiten und wie sie geheilt werden können.

    Dazu Gudrun Eussner:

    Zu dieser Geschichtsklitterung kann man es, wenn man mit Lachen über die angebliche Wegbereitung von Renaissance und Aufklärung durch den Islam fertig ist, kurz machen: Algebra: Perser bzw. Uzbeke; Kompass: Italiener oder Chinese; Medizin: spanische und persische Juden; Druck: Chinesen; Null: Inder.

    http://www.eussner.net/artikel_2009-06-06_23-13-57.html

    Aber Obama lügt sich nicht nur die (Kultur-) Geschichte zurecht, er lügt auch sonst:

    “Man sieht daran, daß Barack Hussein Obama lügt, wenn er angeblich etwas aus dem Koran zitiert.“

  8. Der Ricklin (auch unter Professoren gibt’s Nieten) hetzt nicht nur gegen den Verfasser, sondern auch gegen die französische Tageszeitung Le Monde, die das Buch als gut beurteilt.

    Ich hoffte immer, daß Ricklin nun Gewaltiges an Beispielen aufzeigt, wodurch uns die Eroberer und „Sich-selbst-Bereicherer“ bereichert hätten. Das bleibt er aber schuldig. Zumindest erkennt man, daß er schnell „lernt“: das Wörtchen „krude“ hat in sein Geschreibsel schon Eingang gefunden.

  9. …jetzt zum 11.9 erwarte ich vom „Schwert des Islam“ nämlich dem Bellut-Özkan-ZDF wie üblich dezidierte Aufklärungsserien darüber, dass, wenn das Word Trade Center von den Baufirmen Bin Ladens oder Jassir Arafats hochgezogen worden wären, sie nicht aufgrund schlechter Bausubstanz schon nach 30 Jahren von alleine in sich zusammengestürzt wären. Tja, hätte man nur…! – aber man musste ja unbedingtst diese korrupten neokapitalistischen Baufirmen ranlassen, die nur schlecht ausgebildete Mitarbeiter ranliessen, welche ausgerechnet noch in den USA zur Schule und Universität gingen (auch noch). Die einfach das Geld nehmen und dort, wo man nicht hinkucken kann Pfuscharbeit leisten.
    Da könnte Frau Bellut doch mal in ihrer alligatorischen heute Sendung anregen, dass die Bio-Deutschen Rentner in der Türckei, die immer so viel Ärger bereiten, weil sie sich nicht benehmen und anpassen können, von den dortigen einheimischen Intelligenzbestien in Bautechnik und Quantenphysik nachgeschult würden. Damit sich so ein Unfall wie in New York nicht auch noch flächendeckend in Deutschland ereignet.

  10. „Schwere Proteste“ ist noch harmlos formuliert: Es geht darum, Gouguenheims wissenschaftliche Reputation zu zerstören. Dieser Thomas Ricklin, Uni München, hat sich laut Wikipédia in diesem Jahr schonmal über Gouguenheim hergemacht, und zwar sechzehn Seiten lang in der deutsch-französischen Wissenschaftszeitschrift „Trivium“, wo er schrieb, dass „die große Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinde ,Aristote au Mont-Saint-Michel‘ als das betrachtet, was es ist: ein unehrliches wissenschaftliches Werk“. Es sei „selten, dass ein zeitgenössischer Historiker die Grundregeln unseres Metiers so wenig berücksichtigt“:

    http://trivium.revues.org/3974

    Leser der „Süddeutschen“ fragen sich indes, wie Ricklin wohl motiviert sein mag, Gouguenheim derart frontal anzugehen. Eine Donata1 schreibt: „Wer diese Hetzjagd gutheißt, braucht auch keine Universitäten mehr. Da genügen die Parolen und ,Wahrheiten‘ von irgendwelchen Meinungs-Politbüros.“

  11. Und auch in dieser Rezension wieder „krude“ Ausführungen. Das klingt vielversprechend. Ich werde mir das Buch bestellen.

  12. Das Wort „krude“ lässt sich demnach nicht übersetzen, man muss es umschreiben: „…des erreurs pures et simples“.

  13. Stopp! Wir haben wirklich einige Dinge von den Arabern übernommen, welche unsere Kultur prägten, die aber von den Islamophoben ständig unterschlagen werden.

    Wenn Historiker einmal den Ursprung der Inquisition näher und ohne Vorurteil erforschen würden, so fänden sie zu viele Stellen, an denen in den Hetzschriften wörtlich aus Koran und Haditen zitiert wird, als dass man an einen Zufall glauben könnte.

    Kein Wunder, wurde doch die wichtigste heute bekannte juristische Quellschrift des Inquisitionsrechts ausgerechnet am Hof des islamophoben Stauuferkaisers Friedrich verfasst.

    Was uns die Araber tatsächlich gebracht haben ist nicht Wissenschaft, dafür aber Heiliger Krieg, Hass auf Andersgläubige, Frauenfeindlichkeit und Hexenwahn.

    Also genau das, was man von plündernden, mordgierigen Barbaren erwarten kann

  14. Einem leicht islamophilen Bekannten gab ich mal folgende Aufgabe vor Monaten:

    Unvorstellbar viele Erfindungen der letzten 250 Jahre prägen unser heutiges Leben. Nenne mir bitte ein oder zwei, die im islamischen Kulturkreis gemacht wurden.

    Nach 2 Monaten traf ich ihn wieder, er konnte mir keine nennen. Eine Ideologie des Hasses gegen Andersdenkende, der Angst und Unterwerfung ruiniert jede Kreativität.

  15. @ #6 Jambalaya (01. Sep 2011 11:56):

    Ich hatte Ihren Beitrag nicht gesehen, als ich meine (12.20 und 12.45 Uhr) abschickte. Nicht, daß der Eindruck entsteht, ich hätte die Gudrun Eussner von Ihnen abgekupfert! Entweder hatte ich Ihren Beitrag übersehen, dann bitte ich vielmals um Entschuldigung. Oder Ihr Beitrag war in Moderation, was ich für wahrscheinlicher hatte, weil sich nämlich die #-Ziffern verschoben haben.

  16. „…Als schwere narzisstische Kränkung wird nicht nur die militärische Unterlegenheit gegenüber dem Westen empfunden. Viel schlimmer wirkt sich die intellektuelle und materielle Abhängigkeit aus. In den letzten vierhundert Jahren haben die Araber keine nennenswerte Erfindung hervorgebracht. Rudolph Chimelli zitiert einen irakischen Autor mit dem Satz: ,Hätte ein Araber im 18. Jahrhundert die Dampfmaschine erfunden, sie wäre nie gebaut worden.‘

    Kein Historiker wird ihm widersprechen. Alles, worauf das tägliche Leben im Maghreb und im Nahen Osten angewiesen ist, jeder Kühlschrank, jedes Telefon, jede Steckdose, jeder Schraubenzieher, von Erzeugnissen der Hochtechnologie ganz zu schweigen, stellt daher für jeden Araber, der einen Gedanken fassen kann, eine stumme Demütigung dar.

    Selbst die parasitären Ölstaaten, die von ihrer Grundrente zehren, müssen ihre Technik aus dem Ausland beziehen; ohne westliche Geologen, Bohr- und Verfahrenstechniker, Tankerflotten und Raffinerien wären sie nicht einmal in der Lage, ihre eigenen Ressourcen auszubeuten. Insofern ist selbst ihr Reichtum ein Fluch, der sie ständig an ihre Abhängigkeit erinnert. Ohne die Einnahmen aus dem Rohöl fällt die ökonomische Leistung der gesamten arabischen Welt heute weniger ins Gewicht als die eines einzigen finnischen Telefonkonzerns.“

    Aus: „Radikale Verlierer” von Hans Magnus Enzensberger, „Spiegel“ 45/05.

  17. Wenn jemand mit den gewaltigen wissenschaftlichen Verdiensten des Islam für die abendländische Kultur kommt, lohnt es sich immer zurückzufragen, warum denn die Werke von Ibn Sina und Ibn Rushd in der islamischen Welt (wo sie ja zuerst waren), nicht solche Entwicklung ausgelöst haben wie in der christlichen.

  18. islam ist friede! das zeigt sich schon am liebevollen umgang zwischen SUNNITEN und SCHIITEN. ausserdem spenden die reichen islamstaaten den letzten cent für die notleidenden islamischen völker africas und sponsern den moscheebau in der westlichen welt und die frommen märtyrer die sich sporadisch in die luft sprengen wenn sie mit vielen moslemischen brüdern und schwestern zusammen sind. auch wird al kaida tatkräftig unterstützt. besonders wenn es um die sog. ARABELLION geht mit der die demokratie für die hälfte der bürger ÄGYPTENS,LYBIENS,TUNESIENS usw. eingeführt werden soll. frauen müssen weiter als sklaven in ihren GANZKÖRPERGEFÄNGNISSEN herumlaufen.

  19. In seiner kleinen Schrift Die Aktualität des Mittelalters hat der Mediävist Johannes Fried vor zehn Jahren das dumm-klischeehafte Bild vom dunklen Mittelalter für ein breiteres Publikum aufgehellt. „Rabban Sauma, ein Gesandter des mongolischen (schiitischen) Ilkhan in Persien, im übrigen ein Uigure und nestorianischer, mithin christlicher Bischof, der im Jahr 1287/88 Konstantinopel und die Residenzstädte des Westens aufsuchte – Neapel, Rom, Bordeaux und Paris, auch Genua – und über allerlei Sehens- und Merkwürdigkeiten Bericht erstattete, verwunderte sich in Paris … ob der Ungeheuerlichkeit der Universität. Einen Monat weilte er an der Seine, dreißigtausend Studenten will er gezählt haben, vertieft in theologische und profane Studien. ‚Und sie erwarben Wissen, nämlich in Philosophie, Rhetorik, der Heilkunst, Geometrie, Arithmetik, in der Wissenschaft der Planeten und Fixsterne; sie waren ständig mit Schreiben beschäftigt und erhielten alle Stipendien vom König zum Lebensunterhalt.’“ Dann fährt Fried fort: „Es waren gerade die Disziplinen, die nach kurzer Zeit zu den wissenschaftlichen Revolutionen des Abendlandes führen sollten, die Rabban Sauma auflistete. Im Orient gab es nichts dergleichen. Weder unter den Mongolen, noch in der arabischen Welt.“ An anderer Stelle hebt Fried hervor, wie der Islam sich seit dem 12. Jahrhundert „eine Wendung zu einem wissenschaftsfeindlichen religiösen Fundamentalismus leistete und intellektuell erstarrte.“
    Genau dort verharrt er auch nach 900 Jahren noch.

  20. #6 Jambalaya

    du solltest erstens einfach mal meinen letzten Satz ganz langsam durchlesen! Der Veröffentlichung Deines artikels steht nichts entgegen. Für die Bearbeitung deines Textes bin ich aber nicht zuständig.

    Dies ist zweitens keine Recherche, sondern nur ein Buchtipp. Drittens kenne ich den Fall seit 2008, habe bereits damals zu G. geschrieben, kenne Gudruns Text etc, verfolge das ganze Thema seit Jahren. Ein Blog kann aber nicht in einer einzigen Meldung alles bringen. Genau deshalb kommen da noch weitere Artikel zu!

  21. Geschätzter (wirklich ernst gemeint) Kewil!

    Darum geht es gar nicht! Wir hatten das Thema hier in der PI-Gruppe aufgearbeitet und ich hatte einen Artikel dazu an die Redaktion geschickt! Das das Thema älter ist, weiß ich auch!

    Und Dir selber mache ich gar keinen Vorwurf, im Gegenteil es wurde Zeit, das darüber geschrieben wurde! Es wär nur schön gewesen, wenn es von uns veröffentlich worden wäre, nicht das die PI-Gruppen eben nur Schwatzbuden wären, sondern eben auch für Euch Redakteure Anregungen und Vorarbeiten gelegentlich mal produzieren!!!

    Mach bitte weiter so, alles ist gut!!!

    Jambalaya

    Das ist mein Ärger!

  22. #23 Biloxi

    kein Problem!

    #29 kewil

    hab den Artikel jetzt auch noch mal an byzanz zur Überarbeitung geschickt! Vielleicht könnt Ihr Euch ja absprechen!

  23. #30 Jambalaya

    Ich sehe überhaupt keinen Grund, warum Dein Artikel nicht kommen soll. Ein anderer hat ihn in Bearbeitung, aber einer Veröffentlichung steht nichts im Weg. Das Thema ist so wichtig, da kann ein paar mal was kommen, selbst Überschneidungen stören überhaupt nicht.

  24. Hallo Kewil, ein guter und wichtiger Artikel.

    Es muß viel mehr darüber informiert werden, was unter „arabischer Wissenschaft“ zu verstehen ist. Nämlich nicht eine originäre, eigene Wissenschaft der Araber, oder des Islams. Sondern um ältere griechische, babylonische und persische Werke, die ins Arabische übersetzt wurden.

    In dem, von dem Kalifen Al-Ma’mun im Jahre 825 in Bagdad gegründeten, sog. Bayt al-Hikma (Haus der Weisheit) übersetzten Menschen verschiedener Religionen (wahrscheinlich die mit den alten Werken vertrauten und noch nicht konvertierten damaligen Christen; siehe das Buch von Bat e Or) vor allem griechischer Werke über Philosophie, Medizin in die arabische Sprache der Eroberer.

    Der Grund war einfach der, dass durch den Dschihad der Araber deren Sprache nun in den ehemalig christlichen Ländern zur offiziellen Sprache wurde und die neuen Herren ein Interesse daran hatten, von dem Wissen der eroberten Länder zu profitieren. Es handelt sich also nicht um eine genuin „arabischer Wissenschaft“ sondern um, vor allem, (alt-) griechische Wissenschaft.
    Weiter muß man sagen, dass der oben erwähnte Kalif Al-Ma’mun ein Anhänger der eher rationalistisch ausgerichteten Schule der al-mu‘ tazila war. Die Mu’taziliten interpretierten den Koran so, dass dieser geschaffen worden sei und nicht, wie es die Orthodoxie lehrt, schon immer bestanden habe. Die rationalistischen Theologen betrachteten den Koran nicht als ewig, sondern hielten ihn vielmehr für zeitlich, da er von Gott für die Menschen einer bestimmten Zeit unter bestimmten Umständen erschaffen worden sei. Mit dieser Folgerung erlaubten sie sich nicht nur eine kritische Betrachtung des Korans, sondern auch Kritik an demselben. Ihre Koran Sichtweise sah die Vernunft als alleinigen Parameter zur Entscheidungsfindung und Interpretation islamischer an.

    Wie wir alle wissen, hat sich die Sichtweise der Mu’taziliten im arabisch-islamischen Bereich nie durchsetzen können, sondern statt dessen die bis heute gültige Orthodoxie. Dies ist auch Koran-Systemimmanent logisch, da die Grundlage des Koran eben ist, dass er angeblich direktes Wort Allahs sei und es im Islam, anders als im Christentum, keine Trennung des weltlichen und des geistigen Bereiches gibt.

    Die Weitergabe des antiken griechischen Wissens erfolgte darüber hinaus natürlich auch über das alte byzantinische Reich, das ja bis zur Eroberung durch die Türken fortbestand und über Venedig bzw. Sizilien sowie die Kreuzfahrer in regem Austausch mit dem Westen war.

  25. Danke für den Tipp! Ich glaube, dass die meisten Wissenschaftler dort der Eroberten Ostkirche angehörten, aber das nur mal am Rande. Wann wird Pro weiter aufgebaut, kann mir mal ein Proler sagen, wie er sein ePartei verbreitern möchte, wäre eine fusion mit den REP nicht etwas?

  26. #25 AtticusFinch:

    …warum denn die Werke von Ibn Sina und Ibn Rushd in der islamischen Welt (wo sie ja zuerst waren), nicht solche Entwicklung ausgelöst haben wie in der christlichen.

    Daran sind auch wir schuld, weil wir Ibn Rushd unter dem Namen Averroes bekannt gemacht haben. Und der wurde, steht bei Wiki, nach seinem Prozess 1195 in Córdoba nicht geächtet und verbannt, sondern „von dem neuen Kalifen Abu Yusuf Yaqub al Mansur zu seiner Sicherheit in die Verbannung geschickt“.

    Kennt jemand die Kurzgeschichte „La Busca de Averroes“ von Jorge Luis Borges? Darin soll es um die Schwierigkeit des Averroes gehen, die Begriffe „Tragödie“ und „Komödie“ zu erklären, weil es dafür in seiner Sprache, dem Arabischen, keine Wörter gibt.

  27. 21 @Kooler

    Stopp! Wir haben wirklich einige Dinge von den Arabern übernommen, welche unsere Kultur prägten, die aber von den Islamophoben ständig unterschlagen werden.

    Natürlich, man muß nur ins Wörterbuch sehen, Zucker, Magazin, Admiral, Kiffje, Elixier etc. Nur muß mir mal jemand erklären, was diese Dinge mit den Vorzügen des Islam zu tun haben sollen. Die Dampflock beweist ja auch nicht das Christentum oder? Im Übrigen ist die vorislamische Kultur der Araber christlich geprägt. Aber auch Zucker und Elixier sind nicht besonders christlich.

    Handlungsanweisungen, wie sie der Islam geben, formen den Menschen. Und hier hat der Islam wirklich bahnbrechendes und neues in die Welt gebracht, was es so bisher nicht gegeben hat, indem nämlich Judentum, Griechentum und Römertum die Idee der Humanitas teilten. Das bahnbrechend Neue nun, was der Islam in die Welt brachte, war ein Bruch mit dieser Idee, eine Absage an die Humanitas. Ausdruck dieser neuen Gesittung ist der Terror gegen Einzelne, um die Menge zu „lenken“. Angefangen mit den Assassinen, den Haschischfressern im MA bis zu den PaliTerroristen und den Pakibombern. Das ist das bahnbrechend Neue, was der Islam in die Welt gebracht hat. Eine Methode, Politik zu machen! Das ist das Geschenk des Islam an die Welt.

  28. Religionsphilosoph Rémi Brague fiel beim eurabischen Wissenschaftswächterrat auch schon mal unangenehm auf:

    „Spricht man vom Beitrag des Islam zur Entwicklung der abendländischen Kultur, wie es derzeit geschieht, muss man außerdem klarmachen, was man meint. Meint man die vom Islam geprägte Zivilisation, stimmt es. Meint man den Islam als Religionsgemeinschaft, war der Beitrag gleich null.(..)
    Kein einziger arabischer Übersetzer des neunten Jahrhunderts war Muslim. Es waren alles Christen, bis auf ein oder zwei, die der Gemeinschaft der Sabier angehörten. Auch sonst sind keine Muslime bekannt, die zu Studienzwecken eine nichtislamische Sprache gelernt hätten. Mit einer einzigen Ausnahme im elften Jahrhundert – Alberuni, ein Philosoph, den ich sehr bewundere, dessen Orthodoxie man allerdings bezweifeln kann.“

    http://diepresse.com/home/kultur/news/378506/Rmi-Brague_Das-islamische-Volk-ist-das-belogenste
    (kewil’s Archiv ist leider immer noch futsch)

  29. Lesenswert.

    (In der franzhösischen Wissenschaftlergemeinde hat man einfach gesagt, och das wissen wir doch schon seit langem.)

  30. Immer wieder gut, dass kewil zwischendurch mal deutlich wird, danke kewil, nicht immer aber meistens!

  31. Danke für diesen Artikel. Ich freue mich, daß das Buch von Sylvain Gougenheim endlich ins Deutsche übersetzt worden ist. Ich bin auf das Buch „Aristote au Mont Saint-Michel“ letztes Jahr in einer Buchhandlung in dem Stadtchen Avranches gestoßen, nachdem ich den Mont St.-Michel besucht hatte. Leider ist mein Französisch doch nicht so gut. Nachdem ich mich durch die ersten Kapitel mit Hilfe eines Wörterbuchs gequält hatte, habe ich das Buch erstmals beiseite gelegt.
    Übrigens ein Tipp für alle Besucher des Mont Saint-Michel: Fahren Sie nicht mit dem Bus bis zum Fuß der Abtei. Es gibt einen schönen Pilgerweg (10 km) von Pontorson entlang des Flusses Coesnan.

  32. Gibt noch ein weiteres Buch, das die völlig andere Geschichte des Islam zum Thema hat:
    Pressburg, GOOD BYE MOHAMMED
    Ein Kapitel beschäftigt sich mit den nicht erbrachten islamischen Beiträgen zur Wissenschaft der Welt.
    Blick ins Buch bei islamfacts.info

  33. Klar müssen die angeblich „großen Errungenschaften“ des Islam (des sog. „goldenen Zeitalters“, speziell für die These herhalten, dass man nur die bildungsfernen Semi-Analphabeten aus den Weiten Anatoliens und den Steppen Vorderasien und Nordafrikas entsprechend „sozialisieren muss“, und schon würden uns neue Ferdausis, Rumis, Ibn Sinas (Avicenna) oder Ibn Rushd (Averroes) erwachsen, also neue Einsteins oder Bill Gates.

    Allerdings vergessen die islamophilen Realitasverweigerer und Geschichtsfälscher dabei, dass die analphabetischen Araber (mehrheitlich Beduinen) lediglich die Nutznießer und Erben der reichen jüdisch-christlichen, persischen und Hindu-Kultur waren, in die sie erobernd, plündernd, vergewaltigend und versklavend eingefallen waren.

    Die haben absolut keine eigenständigen kulturellen oder wissenschaftlichen Leistungen zustande gebracht.
    Denn während die erobernden, muslimisch- arabischen Beduinen (als Kolonisatoren und Nomaden) in den Städten, die in Trümmern lagen, ihre Herden weideten und von den unterworfenen Dhimmi-Völkern Tribut erhoben, war es Letzteren vorbehalten sich um Wirtschaft, Verwaltung, Recht, und eine „neuen Kultur“ zu kümmern, die für die Verwaltung und Steuerung eines imperialen, muslimischen Riesenreichs notwendig waren.

    Die Aufgabe der Dhimmis bestand darin, den Arabern die Summen all jener Kenntnisse zugänglich zu machen, welche die Kulturen der unterworfenen Dhimmi-Völker geschaffen hatten. Zoroastrier, Jakobiten – Kopten und christl. Syrer, Nestorianer, Melkiten , Juden und vor allen Dingen Perser übersetzten Traktate über Astronomie, Medizin, Alchemie, Philosophie und Werke der Belletristik ins Arabische.

    So ist z.B. das erste arabisch geschriebene wissenschaftliche Werk ein medizinischer Traktat; ein christlicher Priester aus Alexandrien namens Ahrun hatte in auf Griechisch verfasst und Masrdschawaih, ein jüdischer Arzt aus Basra (Irak) soll dieses Werk 683 aus dem Syrischen in Arabische übersetzt haben. Auch die von den Arabern immer wieder reklamierte mathematische Null kommt nicht aus dem arabischen Imperium, sondern aus Indien!

    Künstler, Architekten und Bauhandwerker, die alle zu den durch Kontingente von Gefangenen verstärkten, örtlichen Arbeitskräften gehörten, leisteten ihre Beiträge zur Kontinuität der Stile und Techniken. Der reiche Fundus der persischen und hellenistischen Kunst an Tier- und Pflanzenmotiven und geometrischen Mustern, schmückt die Kunstwerke der Umaiyaden und Abbassidenzeit. Der Felsendom in Jerusalem (erbaut 687-91/92) ist in Ausführung und Konzeption byzantinisch; hunderttausend Architekten, Arbeiter und Künstler aus Syrien und Mesopotamien haben 762 Baghdad erbaut.

    Viele der von den Arabern reklamierten Wissenschaftlern und Künstlern waren Konvertiten, die z.T. durch Druck oder Drohungen zum Glaubenswechsel gezwungen wurden. U.a. der Astronom Sind b. Ali, Ya´qub b. Killis, vermutlich der Gründer der al-Azhar Universität (im Jahr 970). Auch der Muhammad Biograph, Ibn Ishaq, war der Enkel eines Christen. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzten. Auch die berühmten Universalgelehrten Avicenna und Averroes waren keine Araber. Avicenna war Perser und Averroes Spanier. Beide wurden zeitlebens von der muslimischen Orthodoxie verfolgt und ihre Schriften sind in den meisten arabischen Ländern noch heute verboten.

    Avicenna muss sogar, in Ermangelung eigener Geistesgrößen, für den vom Großen Lidiri Erdogan ins Leben gerufenen und finanzierten „Avicenna-Preis“ herhalten, den der sich quasi vor 2 Jahren selbst verliehen hat. Auch der Architekt Sinan, der die berühmte Sultan Süleyman (der Prächtige) Moschee in Istanbul gebaut hat, war der Sohn christlicher, griechisch-armenischer Eltern. Mehr als 50% der Arbeiter und Handwerker waren Christen, ca. 40% Janitischaren, ebenfalls durch die sog. „Knabenauslese“ von den Osmanen geraubte Christenkinder.

    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es keine eigenständige arabisch-muslimische Kultur- oder Wissenschaft gab. Alles wurde den unterworfenen Völkern geraubt oder abgekupfert.

    Im übrigen, dauerte die Höhenflug der sog. „arabischen Hochkultur“ und der „arabischen Wissenschaften“ nur ganze 200 Jahre, und zwar während des sog. „goldenen Zeitalters des Islam“. Solange, wie die Islamisierung der unterworfenen Völker noch nicht vollständig abgeschlossen war und bevor die muslimische Orthodoxie über die reformerischen Mutaziliten obsiegt hatte, die die göttliche Herkunft des Korans in Abrede stellten und die islamische Lehre und Koran „mit der Vernunft“ reformieren wollten.

    Seit dem 13. Jhd. befindet sich Kultur und Wissenschaften der muslimischen Welt im Sinkflug. Wobei führende westliche Wissenschaftler und Historiker der Meinung sind, dass mit der Verbannung und Verfolgung des großen Universalgelehrten Averroes und seinem Tod im Exil in Marrakesch (Dez. 1198), der unaufhörliche Abstieg des Islam begann. Denn seit nunmehr 600 Jahren hat die muslimische Welt keine einzige bahnbrechende Erfindung oder wissenschaftliche Erkenntnis mehr zustande gebracht. Von der gesellschaftlichen Entwicklung mal ganz zu schweigen.

    Warum wohl?

    Die von mir geschätzte Frau Dr. Gudrun Eussner schreibt dazu treffend:

    “Der Islam ist eine Ideologie, die von ihren Gläubigen Unterwerfung unter Allah und den von diesem herab gesandten und für alle Zeiten Wort für Wort gültigen Koran fordert. Nach heute weitverbreiteter Lehre sollen aber seiner Erfindung und gewaltsamen Verbreitung durch Mohammed in einer Umgebung religiöser Toleranz, arabische Muslime in Philosophie, Medizin und den Naturwissenschaften geglänzt und ihr Wissen den in Dunkelheit befangenen Christen gebracht haben.

    Woher aber sollen die vielen arabisch-muslimischen Gelehrten kommen, die zum Ruhme des Islams tätig werden, warum nehmen sie nicht teil an der von ihnen im 13. und 14. Jahrhundert angeblich in Gang gesetzten europäischen Renaissance, und warum gibt es heute trotz Milliarden Petrodollar keine von Muslimen geschaffene Blüte der Philosophie und der Wissenschaften und keine nennenswerte Buchproduktion, von fehlender religiöser Toleranz nicht zu reden, sondern werden stattdessen mehrere zig Milliarden Dollar des Gewinns aus dem Verkauf des Erdöls in die Verbreitung der totalitären Politideologie Islam gesteckt?”

    http://www.eussner.net/artikel_2008-05-09_01-25-52.html

    und hier:

    http://www.eussner.net/artikel_2008-07-21_21-37-20.html

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