Die vor über zwanzig Jahren besetzte ROTE FLORA im Hamburger Schanzenviertel gilt als eines der aktivsten Autonomen Zentren Europas. Sie ist bekannt als kreative Kulturstätte, aber auch als Ausgangspunkt gewalttätiger Auseinandersetzungen mit der Polizei und als Mythos der Autonomenbewegung. Das Wissen über Ziele, Mittel und Wirkungen dieser politischen Strömung ist dagegen gering, weite Teile des Forschungsfelds gelten als Terra incognita. Drei Jahre lang hat der Politikwissenschaftler Karsten Dustin Hoffmann Quellen in der Autonomen Szene gesammelt und ausgewertet. Während seiner langjährigen Tätigkeit bei der Hamburger Bereitschaftspolizei war er selbst unzählige Male unmittelbar mit den Flora-Aktivisten konfrontiert.

Die zentrale Fragestellung des Buches lautet: Welche politischen Funktionen erfüllt die ROTE FLORA? Der Verfasser betrachtet die gesamte Geschichte des Projekts von seiner Formierung im Jahr 1987 bis ins Jahr 2011 und untersucht es mit einem einheitlichen Analyseraster, das zunächst die allgemeinen politischen Rahmenbedingungen darstellt, dann das Verhalten der Flora-Aktivisten rekonstruiert und anschließend die Reaktionen von Anwohnern, Medien, Parteien und staatlichen Institutionen ermittelt. Dafür greift die Arbeit auf eine Vielzahl von Quellen und Dokumenten zurück, die Hoffmann in mühevoller Kleinarbeit zumeist in privaten Archiven der linksradikalen Bewegung gesammelt hat. So erhält die Forschung mit dieser „Pionierstudie“ (Eckhard Jesse) erstmals einen umfassenden Einblick in die Strukturen dieser militanten linksextremistischen Strömung.

Im Ergebnis, konstatiert der Verfasser, ließe sich ein Trend erkennen, nach dem die praktische Funktion der ROTEN FLORA als Kommunikationszentrum an Wert verliere, wohingegen ihr symbolischer Wert als eines der letzten „besetzten“ Häuser für die gesamte Autonomenbewegung kontinuierlich steige. Heute ist die Rote Flora nicht mehr in erster Linie Rückzugsort für Militante, die am 1. Mai Steine werfen. Ihr gelingt es, renommierte Musiker wie „Jan Delay“, „Rage Against The Machine“ oder „WirSindHelden“ für Konzerte zu gewinnen, und sie kann sich auf diese Weise bei jugendlichen Gästen als moderates Kulturzentrum darstellen – obwohl sie von ihren linksextremistischen Positionen kein Jota abgewichen ist.

Im Gegenteil: Die ROTE FLORA bekennt sich heute viel offener als in den vergangenen Jahren dazu, Gewalt (auch gegen Menschen) als legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung anzusehen. Sie verachtet die demokratische Ordnung der Bundesrepublik und sehnt sich nach einer „Herrschaftsfreien Gesellschaft“ ohne Parteien, ohne Staat und Polizei. Daher schließt die Arbeit mit einer Reihe von Handlungsempfehlungen an den Hamburger Senat, wie aus demokratischer Sicht am effektivsten Autonomen Zentren umzugehen ist.

» „Rote Flora – Ziele, Mittel und Wirkungen eines linksautonomen Zentrums in Hamburg“. Von Karsten Dustin Hoffmann. Broschiert: 402 Seiten, Verlag: Nomos; Auflage: 1 (6. Oktober 2011), ISBN-10: 3832969969, Preis: 59 Euro, Zu bestellen über Amazon.

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26 KOMMENTARE

  1. #1 bademeister (14. Okt 2011 21:06)

    Vorallem kommt das Buch in DEUTSCHER Sprache.

    SKANDAL

    Die NAZI-SPRACHE

  2. In Topic:

    Yes, PI is back…

    Nicht jeder Artikel von Kewil, Frank Further ist aus dem Urlaub zürück, Michael Stürzenberger ist so gut wie immer. Aber ob Quotenqueen wieder hier schreiben muss lass ich jetzt mal aus vor!!!

  3. Wenn die Städte solchen Schmarotzerbuden einfach Strom, Gas, Wasser und Abwasser abstellen würde, wäre das Problem nach ein paar Monaten gelöst.

    Aber aus irgend einem Grund liefern die Städte doch und bezahlen dafür auch noch gerne… 20 Jahre.

    Die Zecken müssen also in den Augen unserer Politikerkaste eine angenehme Rolle spielen.

  4. Wenn ich diese Neusprech-Vokabel »Aktivisten« schon höre/lese! Ein Euphemismus für Verbrecher!

    Es muss also richtig im obigen Artikel heißen:
    »…war er selbst unzählige Male unmittelbar mit den Flora-Verbrechern konfrontiert.«

  5. und sehnt sich nach einer “Herrschaftsfreien Gesellschaft” ohne Parteien, ohne Staat und Polizei.

    Das ist weder Links noch Rechts sondern Libertär, früher auch anarchistisch oder antiautoritär bezeichnet.

  6. warum gibt es in München weniger Kriminalität als in Hamburg ?
    Die Rote Flora und ihre linksextremistische Ausstrahlung hätte es in München auch nicht gegeben …

  7. Wer würde in einer „herrschaftsfreien Gesellschaft“ diese Unautonomen davor schützen, dass der Hausbesitzer eine gewaltbereite und bewaffnete Schlägertruppe bezahlt, um die Unautonomen aus seinem Eigentum zu entfernen?

    Wer würde in einer „herrschaftsfreien Gesellschaft“ die Arbeitenden dazu zwingen, einen Teil ihres erarbeiteten Lohns für Unautonome abzugeben, damit nichtarbeitende Unautonome Essen, Versorgung und ein Dach über dem Kopf hätten?

    Natürlich wissen auch diese sogenannten Autonomen um die Probleme, die einer herrschaftsfreie Gesellschaft mit sich bringt.

    Eine herrschaftsfreie Gesellschaft gibt es nicht, eine herrschaftsfreie Gesellschaft würde nach dem Recht des Stärkeren geführt, in der die grösste Keule automatisch den grössten Wohlstand und die grösste Macht bedeutet und in der Schwache keinerlei Schutz geniessen würden, sondern dem, was Linke als „Nützlichkeitsrassismus“ bezeichnen, zum Opfer fielen.

    Nicht umsonst war bisher jegliches menschliche Zusammenleben durch eine gewisse Herrschaft geregelt.
    Ob es nun die Herrschaft des Ältestenrates , einer Bürgerversammlung, eines Despoten oder einer gewählten Bürgerschaft war, es gab immer eine Herrschaft, welche die gängigen Regeln des sozialen Umganges regelten und diese festgesetzten Regeln auch durchsetzten.
    Wenn es sein musste, auch mit Gewalt gegen die, welche sich den Regeln widersetzten.

    Wichtig ist dabei nur, dass die Herrscher sich den „Beherrschten“ verpflichtet und verantwortlich fühlen, dann ist „beherrscht“ nicht beherrscht sondern beschützt.

    Es kann mir keiner erzählen, dass diese linken „Autonomen“ alle zu blöde sind, diese Zusammenhänge zu verstehen.

    Ein Teil ist sicher zu blöde oder zu naiv, aber der grosse Teil meint mit der Forderung nach einer „herrschaftsfreien Gesellschaft“ nur die Herrschaftsfreiheit von einer Herrschaft, die ihnen nicht gefällt, weil die Herrschaft nicht ihren Vorstellungen entspricht.

    Fazit:
    „Autonome“ sind auch nur Linksfaschisten, ganz einfach.

  8. #4 kt (14. Okt 2011 21:24)

    Diese Zecken sind Wähler von „Grünen“ und anderen Kommunistenparteien zugleich deren Schlägertruppe.
    Die sind nützlich, da wären die doch blöde, die autonomen Staatsknetebezieher nicht vom Bürger alimentieren zu lassen.

  9. Unsere Polizeibeamten schützen

    Bei politischen Demonstrationen in ganz Deutschland kommt es immer wieder zu Gewalt-ausschreitungen linksextremistischer Chaoten, die es unter dem Deckmantel des Protests nur auf Randale und Gewalt sowie Konfrontation mit der Polizei anlegen. Dabei erreichen die Auseinandersetzungen in den vergangenen Jahren immer wieder eine neue Qualität der Gewalt.

    Bereits beim G8-Gipfel im Jahre 2007 in Heiligendamm hatten kriegsähnliche Zustände geherrscht; es wurde danach polizeiintern von der gezielten „Steinigung“ ganzer Polizeieinheiten gesprochen.

    http://www.cop2cop.de/2011/09/22/unsere-polizeibeamten-schutzen/

  10. @#13 Freya-

    Bereits beim G8-Gipfel im Jahre 2007 in Heiligendamm hatten kriegsähnliche Zustände geherrscht; es wurde danach polizeiintern von der gezielten „Steinigung“ ganzer Polizeieinheiten gesprochen.

    Ja warum macht das die Polizei nicht mal extern bisher konnte nur Seife nachgewiesen werden,
    Ist zwar unangenehm aber ab 3 Jahren zugelassen.

    Wer gesteingt wurde ist tot das ist etwas anderes wie eine lehre petFlasche mit dem Heln zu fangen wie bei S21

  11. Die Grünen verlangen jetzt mehr Migration in den Westen,weil der (vom Westen verursachte) Klimawandel) Schuld an Flüchtlingen zB.aus Bangladesh wäre.

    In einem Artikel auf der Grünen HP wird über Wirbelstürme,Dürre und Wasserspiegel als Hauptgründe geredet……
    http://www.gruene-europa.de/cms/default/dok/393/393129.htm

    …Wonach ein Link zu einem Film der Grünen EU-Abgeordneten Ska Keller mit dem Hinweis folgt,dass es so nicht weiter gehen könnte.

    In dem (12:32 Min.) Film selbst werden dann zB. vom Meeresspiegel bedrohte Länder,wie Holland und Bangladesch verglichen,wo gegen Ende des Berichts dann die Botschaft deutlich wird:

    Holländer brauchen nicht nach woanders zu immigrieren,weil sie sich selbst sichern können,…aber Bangladesch zB.muß mehr von den USA und Europa unterstützt werden und vor allem viele Migranten von dort aufnehmen,weil sie am Klimawandel schuld seien.

    Ab ca. Min.10 heißt es im Video in Bezug auf Bangladesch u.a.:

    „Man muss etwas zusätzliches für Klimamigranten in der Genfer Konvention finden“…..

    „Unterstützung von Migration kann eine gute Anpassungsstrategie an den Klimawandel sein“….

    „Die Länder,die für einen gewissen Anteil Treibhausgasimmesionen verantwortlich sind müssen Verantwortung für Menschen übernehmen,welche aus ihren Ländern vertrieben werden.
    Und es ist dann das Recht der Vertriebenen in die Länder zu gehen,die das Problem verursacht haben.“….

    „Reiche Menschen und Länder,vor allem die USA und die EU müssen ihrer Verantwortung gerecht werden,was sie bisher nicht getan haben“…etc.
    http://www.youtube.com/watch?v=sTSdZ7PrQA4

    Nochmal zur erinnerung:
    Bangladesch ist ein Schariastaat mit einem Bevölkerungsanteil von ca.90% hauptsächlich fundamentalen Muslimen indem ein Völkermord an Andersgläubigen,grösstenteils Hindus (ca.3 Mio.) stattgefunden hat und die ethnischen Minderheiten heute noch verfolgt und vertrieben werden.

    PI,Kewill,FrankFurter,…einer könnte das eventuell mal thematisieren.

  12. WirSindHelden sind ja schon lange dafür bekannt,dass die sehr,sehr links eingestellt sind und krampfhaft gegen alles kämpfen,was nicht links ist.Deshalb wundert es mich absolut nicht,dass die für die Antifa auftreten.
    Bei Rage against the Machine ähnlich.

  13. Sie verachtet die demokratische Ordnung der Bundesrepublik und sehnt sich nach einer “Herrschaftsfreien Gesellschaft” ohne Parteien, ohne Staat und Polizei.

    Der historisch falsche Humanismus der Linken. Realitätsverweigerung und gänzlich falsche Einschätzung des Menschen. Gewalt und Machtausübung verschlimmert sich im Zustand der Anarchie (QeD).
    Ein solcher Ort verkommt langfristig zum El Dorado oder Mekka der Vergewaltigungen, Pedos, Diebe, Totschläger, Zuhälter etc. Schon im Mittelalter schlugen aller Orts die zu die Gewalt gegenüber Bauern ausübt. So entstand das Raubrittertum und das Lakaien dasein im Frondienst der entrechteten Bauern.

    Es ist nun mal die Wahrheit und ein Paradox das Freiheit nur mit Gesetzen und Schutz umsetzbar ist.

  14. #17 widerstand (15. Okt 2011 02:18)

    PI,Kewill,FrankFurter,…einer könnte das eventuell mal thematisieren.

    Dass Du einmal Kewil bitten würdest einen Artikel zu schreiben, hätte ich nie für möglich gehalten.

    Ist aber konsequent, da die Zugriffszahlen auf PI, entgegen aller kewil-feindlichen Prognosen nicht eingebrochen sind. Trotz Wahlkampf-freier Zeit, DF-Niederlage und Serverproblemen.

  15. #12 nicht die mama (14. Okt 2011 23:01)

    Außerdem sind die Zecken, als „linke“ Jugendbewegung, hervorragende Großkapital- und Globalisierungskritik-Abfänger. Oppositionelle Menschen, die dem kritisch gegenüberstehen, lassen sich oft durch das hohle Gekreische der verwirren, während die „linken“ Ziele weitgehend Deckungsgleich mit den Bossen von ganz ganz oben sind:

    offene Grenzen,
    staatlicher Lohnausgleich von Fremdarbeitern durch Aufnahme der einwandernden Großfamilie in deutsche Sozialsysteme,
    Abschaffung der traditionellen Familie,
    hohe Mobilität,
    doppelte Arbeitskraft durch Mann und Frau,
    Abschaffung der Kirchen und traditioneller heimatverbundenheitsfördernder und identitätsstiftender Zusammenschlüsse,
    Austauschbarkeit aller Arbeitnehmer,
    Abschiebbarkeit temporal nicht benötigter Arbeitnehmer in betriebsferne staatliche Sozialsysteme,
    steuerfinanzierte Wirtschaftsförderungsdeals mit „Entwicklungsstaaten“ durch sogenannte „Hilfe“,
    Kampf gegen echte Opposition,

  16. #17 widerstand (15. Okt 2011 02:18)

    Holland: ca. 43.000 Km2, Bevölkerungsdichte: 409/Km2, Population: 17 Millionen. In welche NL-Region sollten wir lt. dieses grünen Schwachsinns immigrieren? Bangladesh könnte auch mal Deichen bauen (machen wir seit vielen Jahrhunderten), sowie sich mit ernsthafter Geburtenbeschränkung beschäftigen. Zum Grünenkommando (wir müssen dies und das): Wir müssen nix.

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