Es klingt nach einem unglaublichen Fall: Ein Al-Qaida-Terrorist war jahrelang Kunde der Victoria-Versicherung, einer Tochter des Düsseldorfer Ergo-Konzerns. Trotz einer Warnung des Verfassungsschutzes sah sich die Versicherung nicht veranlasst, den Vertrag mit Yasser Abu Shaweesh (auf dem Foto vor Gericht, wo er 2007 zu einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verurteilt wurde) zu kündigen.

Das Handelsblatt berichtet:

[…] Auch Bitten des zuständigen Versicherungsagenten, die Police zu kündigen, wiesen Vorgesetzte zurück. Eine entsprechende eidesstattliche Versicherung des Agenten liegt dem Handelsblatt vor.

Der Kunde, Yasser Abu Shaweesh, ein staatenloser Palästinenser, wollte Victoria mit einem vorgetäuschten Verkehrsunfall und gekauftem Totenschein täuschen. Mit dem so zu erschleichenden Geld plante seine Terrorzelle Anschläge im Namen von El Kaida.

Abu Shaweesh unterschrieb im September 2004 mehrere Versicherungen bei der Victoria. Nach der Warnung des Verfassungsschutzes stornierte Victoria nur Abu Shaweeshs eigene Lebensversicherung über 21.805 Euro. Die Risiko-Lebensversicherung seiner Frau, mit der Abu Shaweesh im Todesfall 211.660 Euro kassiert hätte, lief weiter. Seine Haftpflicht mit einer versicherten Schadenssumme von zwei Millionen Euro blieb sogar bis Dezember 2006 bestehen.
Branchenexperten werten dies als groben Fehler. „Versicherungen dürfen mit Terroristen keine Geschäfte machen“, sagt Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Thorsten Rudnik, Vorstand des Bundes der Versicherten, betont: „Wenn es Hinweise für einen geplanten Betrug gibt, muss der Versicherer natürlich handeln. Es kann ja nicht sein, dass ein Terrorist sich für den Bau einer Bombe einen Haftpflichtversicherungsschutz besorgt und die Versicherungsgesellschaft einfach zusieht.“

Ergo-Sprecher Alexander Becker lehnte eine Stellungnahme aus rechtlichen Gründen ab. „Wir halten uns selbstverständlich an die gesetzlichen Vorgaben zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung und haben entsprechende interne Kontrollmechanismen“, sagte Becker. Aber ohne eine Schweigepflichtentbindung des Kunden dürfe Ergo keine Auskunft zu Einzelfällen geben.

Der Kunde, Abu Shaweeshs, gehörte zum Netzwerk des Top-Terroristen Abu Musab al-Zarqawi. Der Jordanier organisierte zwischen 1999 und 2006 Dutzende von Bombenattentaten. Die USA machten ihn für 700 Tote verantwortlich und töteten ihn im Juni 2006 mit einem Luftschlag.

Obwohl Ergo seit November 2004 Kenntnis von Abu Shaweesh terroristischem Hintergrund hatte, hielt sie ihn bis Dezember 2006 als aktiven Kunden. Zu diesem Zeitpunkt stand Abu Shaweesh schon ein Jahr lang auf der Terrorliste der Vereinten Nationen. Er wurde 2007 wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

» alexander.becker@ergo.de

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26 KOMMENTARE

  1. Ach Leute, was soll ich mich über so was aufregen? Wenn irgendwo ein Hotel Gäste rausschmeißt, weil sie bei der NPD oder der FREIHEIT sind finde ich das auch nicht in Ordnung.

    Wenn wir hier eine Kampagne draus machen, inspirieren wir die Versicherungsedeppen nur dazu als nächstes zu schauen, wie sie nicht nur NPD, sondern auch PRO und FREIHEIT-Funktionären die Autoversicherungen kündigen… Wollt ihr das wirklich?

  2. @ #1 Reconquista2010 (22. Okt 2011 11:10)

    Es geht doch darum, dass die Versicherung (somit alle Beitragszahler) im Schadensfall (Haftpflichtversicherung) dafür haften wird, wenn dieser Mann z.B. ausversehen ein Gebäude in die Luft sprengt. Das geht dann schon mal schnell in die Millionen.

  3. @Rekonquista,

    es ist seit Langem bekannt, dass Terrororganisationen sich nicht nur aus Geldern für „humanitärer Hilfswerke“ sondern auch durch Sozialhilfe und Versicherungsbetrug finanzieren. Daher ist ja auch der Verfassungsschutz aktiv geworden.

  4. Einige Tarifvorschläge für die Produktentwicklung der Victoria:

    1. BU-Rente für Terroristen, Risikogruppe 6

    Sie leistet dann, wenn Terroristen in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit derart körperlich zu Schaden kommen, dass sie ihren erlernten „Beruf“ nicht mehr ausüben können.

    2. Risikolebensversicherung mit erweiterten Leistungen auch bei Selbstmordattentat

    Sie leistet den Hinterbliebenen eines Selbstmordattentäters die versicherte Kapitalzahlung oder eine lebenslange Rente. Die bei herkömmlichen Lebensversicherungen geltende 3-Jahresfrist der Leistungsfreiheit nach Abschluss entfällt. Gezahlt wird sofort, vorausgesetzt die Einlösungsprämie ist geflossen.

    3. Werkverkehrsversicherung

    Sie leistet bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme für den Fall, dass ein Sprengsatz während des Transportes zum Ort des Attentates vorzeitig explodiert.

    4. Jenseits-Rechtsschutzversicherung

    Sie erstattet den Hinterbliebenen eines anerkannten Muslim-Märtyrers Anwalts- und Gerichtskosten im Rechtsstreit mit dem örtlichen Immam oder dem Zentralrat der Muslime, wenn ihnen der anerkannte Märtyrer als Geist erscheint und die islam-vertraglich zugesagten 72 Jungfrauen aufgrund Minder- oder Mangellieferung reklamiert.

    5. Premium-KfZ-Tarif für Attentatsfahrzeuge mit Mindesleitung

    Dieser leistet den vollen Wiederanschaffungswert des zu Attentatszwecken genutzten Fahrzeuges innerhalb von 14 Tage ab erfolgreich durchgeführtem, polizeilich registrierten Islam-Attentat. Voraussetzung für die versicherungsrechtlichen Anerkenntnis eines „Islam-Attentates“ ist die Mindestanzahl von 10 ungläubigen Todesopfern.

    6. Elektronikversicherung für Fremdhandys

    Sie leistet umgehend nach Reklamation eines von einem Ungläubigen rechtmäßig gestohlenen Mobiltelefones, wenn dieses einen Mangel aufweist. Erstattungssumme: Neupreis zzgl. Fahrtkosten zum nächstgelegenen Handyladen.

    7. Krankenzusatzversicherung für Gehörschäden

    Sie leistet dem gläubigen Muslim sofort die versicherte Summe (Einmalzahlung min. 100.000 €), wenn dieser eine Belästigung durch christlich-ungläubiges Glockengeläut nachweisen kann. Als Nachweis gilt die Aussage von mindestens einem Zeugen aus dem muslimischen „Kult(ur)kreis“.

    8. Krankenzusatztarif für Harram-Schäden

    Sie leistet dem gläubigen Muslim dann umgehend ein Krankentagegeld, wenn er (sie) durch das unwissentliche Einnehmen von nicht halal-konformen Lebensmitteln schwere gesundheitliche Schäden davon trägt. Als Schäden wird dauerhaftes Wehklagen, Selbstgeißelung und stundenlanges Beten anerkannt. Die Mindestauszahlungsdauer des Tagegeldes beläuft sich auf den Zeitraum vom Beginn der Erkrankung bis zum nächsten Freitagsgebet.

    9. Belästigungsversicherung / Premiumtarif

    Sie leistet dann eine hohe Einmalzahlung, wenn sich der gläubige Muslim von zu vielen Ungläubigen dauerhaft belästigt fühlt. Der Premiumtarif leistet auch dann, wenn nicht der gläubige Muslim, sondern sogar eine oder alle seine 5 ebenfalls gläubigen Ehefrauen durch ungläubige Hunde, Schweine und Affen belästigt (Christen, Juden, Atheisten) werden. Bei Beleidigung der Ehefrau(en) verdoppelt sich die versicherte Leistung.

    ——————————

    Victoria, allez!

  5. Die Angst in den Verdacht des Rassismus zu geraten zeigt sich in diesem Fall in grotesker Weise. # 1 Reconquista 2010 hat schon darauf hingewiesen, wo man in diesem Land besonders hinschaut. Da wird dem NPD-Voigt die Hotelübernachtung verweigert und der Hotelbesitzer wird noch – groteskerweise – von der Jüdischen Gemeinde ausgezeichnet. Es gab mal eine Zeit, da stand an öffentlichen Gebäuden: “ Juden haben keinen Zugang „. Einige scheinen dies vergessen zu haben!

  6. Bei Selbstmord braucht eine Lebensversicherung soweit ich weiß nicht bezahlen. Aber gilt das auch für Selbstmordattentäter? Oder fallen die unter „Kriegsschäden“ (da im Heiligen Krieg)? – dann müssen die wohl auch nicht bezahlen. Aber vielleicht gibt es ja für Moslems Sonderregelungen, da man ein Selbstmordattentat ja als höhere Gewalt einstufen könnte 😉

  7. Am Sonntag sind Wahlen in Tunesien. Erwartet wird ein riesiger Erfolg für die Islamisten:
    http://www.taz.de/Erste-freie-Wahlen-in-Tunesien/!80401/

    Ich bin schon gespannt auf die Kommentare der Mitglieder des „Netzwerks Fachjournalisten islamische Welt“, in dem praktisch alle Journalisten der gleichgeschalteten Medien Mitglied sind und sich einer politisch korrekten Berichterstattung verpflichtet haben:
    http://www.nefais.net/nefais/mitglieder-des-netzwerkes/
    (unbedingt einen Blick auf die illustre Liste werfen!)

  8. #6 Moha-Mett

    Beim Punkt „Risiko-Lebensversicherung“ fehlt noch der Hinweis, dass ALLE Ehefrauen jeweils die vereinbarte Summe erhalten !

  9. #9 KDL

    3 Jahre nach Abschluss einer Lebensversicherung greift der Verzicht auf Leistungsverweigerung bei Suizid.

    Ist schon seit vielen Jahren so.

  10. #1 Reconquista2010 (22. Okt 2011 11:10)

    Ach Leute, was soll ich mich über so was aufregen? Wenn irgendwo ein Hotel Gäste rausschmeißt, weil sie bei der NPD oder der FREIHEIT sind finde ich das auch nicht in Ordnung.

    Was sind denn das für schwachsinnige Vergleiche?

    Top-Terrorist = NPD. NPD = Die Freiheit?

    Ein Terrorist, der Versicherungen abschließt, um Geld für Massenmorde zu erschleichen = Gäste eines Hotels?

  11. @Israel_Hands

    Was sind denn das für schwachsinnige Vergleiche?

    Top-Terrorist = NPD. NPD = Die Freiheit?

    Ein Terrorist, der Versicherungen abschließt, um Geld für Massenmorde zu erschleichen = Gäste eines Hotels?

    Ich bin mir wirklich auch nicht sicher, wer offiziell die größere Bedrohung für die Demokratie darstellt
    Ein Terrorist mit Bombe oder ein NPDler im Hotel

  12. viel schlimmer finde ich, dass 1+1 noch immer die Website von dem Hassprediger Pierre Vogel hostet. Das ist mir unbegreiflich.

    Ob hier ein islamischer Religionskrieger eine Lebensversicherung bei einer deutschen Gesellschaft abgeschlossen hast, ist mir schnuppe. Die Versicherung zahlt eh nicht, bei Selbstmord. Jedenfalls ist mir bis dato keine Bekannt. Ich lass mich aber gerne Aufklären.

  13. Die Risiko-Lebensversicherung seiner Frau, mit der Abu Shaweesh im Todesfall 211.660 Euro kassiert hätte, lief weiter.

    Fällt das nun unter „Motivationsstrategie“?
    😈

    Seine Haftpflicht mit einer versicherten Schadenssumme von zwei Millionen Euro blieb sogar bis Dezember 2006 bestehen.

    Gegen eine Pflichtversicherung für Korangläubige hätte ich allerdings nichts einzuwenden, wir Autofahrer müssen unsere Karren auch Pflichtversichern, damit verursachte Schäden an Dritten abgedeckt sind.
    Wieso soll das für potentielle Djihadisten nicht auch zur Pflicht werden?

    „ERGO – Wir versichern alles: KfZ-Haftpflicht, Unwetter, Hagel- und Islamschlag.“

  14. Der Kunde, Abu Shaweeshs, gehörte zum Netzwerk des Top-Terroristen Abu Musab al-Zarqawi. Der Jordanier organisierte zwischen 1999 und 2006 Dutzende von Bombenattentaten.

    Al-Zarqawi, Al-Qaida-Chef im Irak, organisierte nicht nur Bombenattentate, sondern war verantwortlich für mehrere Enthauptungen von ausländischen Geiseln. Den amerikanischen Juden Nicholas Berg soll er eigenhändig enthauptet haben.

    Da hat die Ergo in Abu Shaweeshs ja einen tollen „aktiven Kunden“.

  15. Kein
    Reiner Zufall,
    denn:

    GELD STINKT NICHT!

    Oder was für den Kommunisten gilt, stimmt auch für den Moslem, wie Lenin sagte:

    Die Kapitalisten werden uns noch die Stricke verkaufen, an denen wir sie aufknüpfen werden.

  16. #1 Reconquista2010

    Seit wann organisiert die FREIHEIT,oder selbst die NPD irgendwelche Terroranschläge?

    Ich glaub da gibts noch enorme Unterschiede.
    Deswegen find ich den Vergleich absolut unsinnig.

  17. #19 chatte_hessia

    „Die Versicherung zahlt eh nicht, bei Selbstmord. Jedenfalls ist mir bis dato keine Bekannt. Ich lass mich aber gerne Aufklären.“

    Doch, s. #14

  18. #24 widerstand hat recht:

    „Seit wann organisiert die FREIHEIT,oder selbst die NPD irgendwelche Terroranschläge?“

    Es ist kein
    Reiner Zufall,
    dass man Vertreter zugelassener Parteien, die gegen die Ausplünderung und Abschaffung unseres Volkes sind, mit Terroristen in einen Topf wirft.

    Das wird die Hirne gehämmert, so dass viele Menschen schon zucken, wenn sie die Namen dieser Parteien hören und sich abwenden.

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