Israels Grenzen – von Feinden umringt!

Um sich in Israels höchst bedrohliche Lage zu versetzen, genügt ein Blick auf die Landkarte, wobei bezweifelt werden darf, ob in unserem Außenministerium einer der 2100 Mitarbeiter eine Abbildung wie oben schon einmal angeschaut hat. Und vergessen Sie dabei den Maßstab unten rechts nicht, gezeigt werden 73 Kilometer! Gehen wir die Länder und Grenzbewohner einfach durch:

Ägypten zeigt gerade mit 30 toten Kopten eindrücklich, was der „Arabische Frühling“ bedeutet. Eine Gasleitung nach Israel wurde mehrmals gesprengt, es kam immer wieder zu Grenzzwischenfällen seither, die israelische Botschaft in Kairo wurde gestürmt, hätten die Israelis nicht fliehen können, hätte man sie massakriert. Dazu kommt, daß nun die Waffentunnel nach Gaza ungenierter betrieben werden können.

Verschlechtert haben sich auch die Beziehungen zu Jordanien. Im September fand eine „Millionen-Demo“ statt, der israelische Botschafter zog aus Amman ab, wurde aber wieder zurückgeschickt. Zur Demo kamen dann nur Hunderte. Keine Frage, Jordanien ist noch gemäßigt, aber ein Freund Israels ist es sicher nicht.

Weiter nördlich liegt Syrien, ein traditioneller Feind Israels, der seine Golanhöhen wieder haben möchte. Das Regime kämpft um das politische Überleben, fast jeden Tag gibt es Tote, und die EU will Assad weg haben. Die Idee, daß es dann für Israel besser wird, kann man gleich begraben, die Stimmung wird noch feindlicher werden. Assad soll auch schon mit einem Schlag gegen Israel gedroht haben, sollte der Westen in seinem Land eingreifen.

Ganz oben liegt der instabile, jahrelang vom Bürgerkrieg gezeichnete Libanon, wo sich entlang der Grenze zu Israel überall die islamische Terrororganisation Hisbollah eingenistet hat, allzeit bereit für Überfälle und Raketenangriffe.

Dann bleibt da noch das östliche Mittelmeer, das der türkische Führer Erdogan als sein (Öl- und Gas)-Territorium ansieht, wozu er dort immer mehr Kriegsschiffe stationiert, und die Gazaflotte schicken will er auch!

Natürlich dürfen die Palästinenser und die Hamas in Gaza und die Fatah im Westjordanland nicht vergessen werden, allesamt terroristisch, allesamt mit dem Ziel, die Juden ins Meer zu treiben. Sie werden dabei ideell und mit Milliarden finanziell unterstützt und hofiert von Berlin, von der EU, von Obama, von den Arabern und von der UNO. Ein Palästinenserstaat muß her!

Ziehen wir den geographischen Kreis weiter um die Staaten, die hinter den bereits erwähnten Feinden Israels liegen, was auf der obigen Karte nicht mehr sichtbar ist, dann finden wir neben der bereits erwähnten Türkei, deren Beziehungen zu Israel immer miserabler werden, zum Beispiel östlich von Syrien den Irak und noch weiter dahinter den Iran, der die Hisbollah seit vielen Jahren mit Geld und Raketen unterstützt. Im Westen Ägyptens liegt Libyen, im Süden der Sudan.

Man kann auch anders herum fragen und nachschauen, welches die am nächsten liegenden Länder sind, die Israel nichts Böses wollen. Dann findet man die Inseln Zypern (ohne türkisch besetzte Gebiete), Malta und Sizilien! Das sagt alles. Ich könnte als israelischer Premier oder Verteidigungsminister jedenfalls nicht mehr schlafen!