Kopftuch im Bonner „Haus der Geschichte“

Wer erst einmal begriffen hat, dass das muslimische Kopftuch ebenso wie das Minarett ein Herrschaftssymbol ist und gleichzeitig Frauen schon optisch in Rechtgläubige und in Schlampen aufteilen soll, der konnte bisher bei einem Besuch im Museum sicher sein, dass es sich um eine angenehm Kopftuch-freie Zone handelt. Im Bonner Haus der Geschichte ist es nun damit vorbei.

(Von Jerry Blackwater)

Seit der Bundespräsident Wulff im vergangenen Mai die neue Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ eröffnet hat, prangt ein Kopftuch unter den Ausstellungsstücken. Nicht etwa eines der Trümmerfrauen von 1945, nein, ein muslimisches Kopftuch musste her. Diesem Kopftuch wird offenbar eine ganz besondere Bedeutung zugemessen, sonst würde es nicht auf der Info-Seite zur Ausstellung an allererster Stelle gezeigt werden, ausgewählt aus insgesamt 7000 Ausstellungsstücken.

Damit nicht genug: Im Reklamefilmchen zur Ausstellung ist auch bei Minute 2:29 (der Sprecher redet gerade von „Deutschland als Einwanderungsland“) das Modell der DITIB-Zentralmoschee zu Köln zu sehen, dem neuen architektonischen Prunkstück von Dhimmiland. Screenshot:

Die Absicht ist klar, dass die krude These des Bundespräsidenten, der Islam gehöre zu Deutschland, in der Dauerausstellung ihren Niederschlag finden musste. Das Kuratorium des Hauses der Geschichte beschließt die Grundzüge der Programmgestaltung und wird gemäß den Statuten von der Spitzenpolitik besetzt. Politiker sind in der Regel mächtig stolz darauf, Mitglied dieses Kuratoriums zu sein, gibt es ihnen doch die Gelegenheit, den Blick auf die Geschichte in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Kontakt:

Stiftung Haus der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland
Präsident Prof. Dr. Hans Walter Hütter (Foto l.)
huetter@hdg.de