Grenchen: Schweineblut auf Moschee-Bauland

In Grenchen, Kanton Solothurn, hat die Albanisch-Islamische Glaubensgemeinschaft (AIG) eine Moschee geplant. Der Bau war lange umstritten, ist aber endgültig genehmigt. Nun haben Unbekannte letzte Nacht laut Bekennerbrief auf dem Bauland ein totes Schwein und vier Schweineköpfe (Foto) verscharrt und dazu 120 Liter Schweineblut verspritzt. Die Polizei bestätigte die Angaben.

Der Islamische Zentralrat (IZRS) ist natürlich nicht erfreut:

Der Islamische Zentralrat Schweiz verurteilt die Schändung des Baulandes der zukünftigen Moschee in Grenchen mit Schweineblut und vergrabenen Schweineköpfe aufs Schärfste und fordert eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls. Mit dieser Tat wurde eine Grenze überschritten und die Islamophobie in der Schweiz erreicht ein neues Ausmass.

Wie man Boden „schänden“ kann, wird nicht jedem klar sein, die Kantonspolizei kennt keinen solchen Paragraphen und muß sich anderswie behelfen. Sie ermittelt im Bereich Tierkadaver-Entsorgung, Abfall, Umweltverschmutzung. Ein Ausschnitt des Bekennerschreibens an die Presse ist online:

Aus verständlichen Gründen gelangen wir anonym an Sie und möchten Ihnen mitteilen, dass auf dem Land in Grenchen, wo eine Moschee gebaut werden soll, ein totes Schwein und vier Schweine-Köpfe vergraben wurden. Zusätzlich wurden 120 Liter Schweineblut auf dem Land mit Giesskannen verteilt. Es wird sich zeigen, mit welcher Standhaftigkeit die eh schon mit Lug und Trug operierenden Anhänger der AIG in ihrem Glauben verwurzelt sind. Denn wer auf einem entweihten Boden eine Moschee baut, kann es mit seinem eigenen Glauben nicht wirklich ernst meinen.

Genau da liegt nun das Problem. Der Sprecher der albanisch-islamischen Glaubensgeheminschaft sagte, erst müßten jetzt die «Gelehrten, die sich mit den islamischen Gesetzen besser auskennen» beurteilen, ob der Vorfall für den Bau des Gotteshauses Schwierigkeiten bereiten kann, oder ob man nur den Boden tauschen muß, Schweine seien im Koran nicht verboten, man dürfe sie nur nicht essen.

Der Streit hatte sich einst daran entzündet, daß ausgerechnet ein SVP-Politiker den Albanis das Grundstück verkauft hatte. Die hatten aber gesagt, sie wollten Garagen bauen. Als dann die Moscheepläne rauskamen, fühlte sich der Verkäufer von den Albanis getäuscht, verlor aber vor Gericht. Daher das böse Blut.