Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos, r., und EZB Präsident Mario Draghi in Brüssel.Auch wenn es in Griechenland jetzt eine „Regierung der Vernunft“, „Krisenregierung“, „Expertenregierung“, “Übergangsregierung“ oder wie man das Gebilde auch immer nennen mag, geben sollte, ein Staatsbankrott ist einfach unausweichlich, es sei denn, unsere Euroliebhaber (Deutschland) und Bankenfreunde (Frankreich) richten eine permanente Transferunion ein.

(Von felixhenn)

Erinnern wir uns: Griechenland war anfangs für den Euro nicht vorgesehen, bis dann Finanzminister Hans Eichel (SPD) freudestrahlend das „Wunder“ der eurokompatiblen Bilanzen in Athen verkündete. Den wichtigsten Kritiker, Hans Reckers von der hessischen Landeszentralbank, machte Eichel einfach „platt“, wie BILD im üblichen Boulevardstil titelte. Ex-Finanzminister Theo Weigel (CSU) sagt heute, er hätte Griechenland nicht in den Euro aufgenommen. Wir können das glauben oder auch nicht, es kann ihm niemand das Gegenteil beweisen. Jedenfalls musste Griechenland schon 2004 kleinlaut einräumen, dass das Defizit 1998 schon über vier Prozent lag. Das Defizitverfahren hätte also gar nicht aufgehoben werden dürfen. Und das sagt Hans Eichel heute dazu: „Man hätte Griechenland in die Parade fahren müssen“. Warum er das nicht gemacht hat, sagt er nicht.

Am 9. März 2000 bat der griechische Finanzminister den EZB-Chef Wim Duisenberg dann offiziell um Aufnahme in den Euro, was, wie wir alle wissen, bewilligt wurde, nachdem es am 2. Mai von den „einflussreichen Kabinettchefs“ so empfohlen wurde. Warum Griechenland nicht derselben Prüfung wie Italien und Spanien unterzogen wurde, bleibt wohl für immer das Geheimnis der damaligen rot-grünen Bundesregierung.

Jetzt soll aber mal betrachtet werden, wie denn Griechenland die Bilanzen überhaupt fälschen konnte. Der Stern titelt dazu: „US-Bank half Griechen beim Verschleiern der Schulden“ und schreibt:

[…] Goldman Sachs habe Griechenland 2001 kurz nach dessen Zulassung zur Eurozone mehrere Milliarden Dollar geliehen, ohne dass dies öffentlich geworden wäre, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf mit der Transaktion vertraute Kreise. […]

Und wer war von 2002 bis 2005 Vizepräsident bei Goldmann Sachs? Ja, richtig, unser neuer Präsident der EZB, Mario Draghi. Das ist aber alles Geschichte. Jetzt überlegen wir einmal, wie Griechenland überhaupt in dieses Schuldendesaster geraten konnte. Da bekam ein Land, das sonst immer hohe Zinsen für seine Kredite zahlen musste, plötzlich Geld zum halben Preis. Sie mussten zwar immer noch mehr zahlen als Länder, deren Finanzen als konsolidiert betrachtet werden (was die natürlich auch nicht sind aber das würde jetzt zu weit führen), den Politikern in Athen war das jedoch egal. Jetzt wurden erst mal Schulden gemacht was das Zeug hält. Hier ist eine gute Beschreibung der Lage (überwiegend zutreffend):

[…] Hohe Staatsausgaben

• Überdurchschnittlich expansive Haushalts- und Wirtschaftspolitik: Nach der Einführung des Euro zum 1. Januar 2002 wurde eine expansive Haushalts- und Wirtschaftspolitik betrieben, indem die Ausgaben weiter stiegen.

• Überdurchschnittliche Lohnerhöhungen: 2002 wurden die Löhne im privaten und öffentlichen Bereich um 12 bis 15 Prozent erhöht. Schon in den 1980er Jahren war es den Gewerkschaften gelungen, über EU-Subventionen soziale Besitzstände in Griechenland zu schaffen, die nicht aus der Produktivität des Landes erwuchsen und damit finanzielle Spannungen erzeugten. Die griechischen Medien werfen den Gewerkschaften vor, dass ihre wiederholte Vereitelung von Sanierungsversuchen zum jetzigen Ausmaß der Krise beigetragen hat.

• Überdurchschnittlicher Konsum und unterdurchschnittliche Investitionen: Griechenland erhöhte seine Staatsschulden seit Einführung des Euro von 152 auf inzwischen ca. 330 Milliarden Euro. Obwohl Griechenland damit in neun Jahren zusätzliche schuldenfinanzierte Ausgaben in Höhe von mehr als 170 Milliarden Euro getätigt hatte, die zur Überschuldung Griechenlands führten, gingen die Investitionen seit der Euro-Einführung 2002 mit Ausnahme des Jahres 2003 jedes Jahr gegenüber dem Wert vor dem Währungsbeitritt zurück. Insbesondere vor dem Hintergrund der in Griechenland unterdurchschnittlich ausgebauten Infrastruktur mit hohem Investitionsbedarf hat sich Griechenland damit die Chance genommen, die Basis dafür zu legen, die Schulden aus eigener Kraft zurückzahlen zu können.

• Intransparenz der Staatsausgaben: Ungenügende Kontrollmechanismen bei Auftragsvergaben des Staates ermöglichten Korruption. Große intransparente Projekte wurden initiiert und teilweise realisiert.

• Hohe Rüstungsausgaben: Wegen der Spannungen mit der Türkei sind diese bezogen auf das BIP größer als die der anderen EU-Länder, ihr Anteil am BIP lag 2007 und 2009 bei sechs Prozent. Insgesamt wurden in dieser Zeit 14 Milliarden Euro jährlich für Verteidigung ausgegeben.[52] Die Rüstungsgüter wie U-Boote,Fregatten, Hubschrauber und Kampfflugzeuge wurden insbesondere in Deutschland, Frankreich und den USA gekauft.

Militärbudget eines Landes, gemessen am BIP. Daten aus Liste der Streitkräfte der Welt.

• Überdimensionierter und ineffizienter Staatsapparat: Traditionell verschaffen die jeweils Regierenden den Mitgliedern ihrer Partei Arbeitsplätze in der Verwaltung, wodurch der Staatsapparat personell aufgebläht und nicht nach Kompetenz besetzt ist. Eine erstmals im Juli 2010 durchgeführte Zählung aller staatlichen Angestellten ergab die Zahl 768.009, bei nur etwas mehr als 10 Millionen Einwohnern. Insgesamt sind bis zu 24 Prozent aller Arbeitnehmer im öffentlichen Sektor beschäftigt, viele allerdings nur mit Zeitverträgen. Sie bezogen 14 Monatsgehälter. Die Staatsausgabenquote insgesamt ist in Griechenland allerdings im Vergleich zu anderen Industriestaaten nicht besonders hoch.

Geringe Staatseinnahmen

• Griechenland hatte in den Jahren vor der Krise einige Steuern gesenkt, was zu einer Verringerung der Einnahmequote des Staates führte. 2007 lagen die effektiven Steuern auf Einkommen aus Gewinnen und Vermögen in Griechenland bei 15,9 Prozent. In Deutschland lag der Satz bei 24,4 Prozent, den Höchstwert in der EU gibt es im Vereinigten Königreich mit 42,7 Prozent.

• Unbesteuerte Schattenwirtschaft: Griechenland lässt eine überdurchschnittlich große Schattenwirtschaft von geschätzten 40 Prozent des BIP (Schätzung für Deutschland: 15 Prozent) zu und verliert damit jedes Jahr Steuereinnahmen zwischen (geschätzt) 12 und 30 Milliarden Euro. Obwohl alleine die Eindämmung der Steuerhinterziehung einen Haushaltsüberschuss erzeugen würde und damit die griechische Finanzkrise hätte verhindern können, wurden die steuerpflichtigen Bürger von den Finanzbehörden nicht intensiver kontrolliert. Viele Griechen bezeichnen die überdurchschnittlich hohe Steuerhinterziehung selbst oft als „Volkssport“.

Wenn man jetzt überlegt, dass die griechischen Politiker schon seit dem zweiten Weltkrieg mehr ausgeben als sie einnehmen, wie soll das Land da je schuldenfrei werden? Vor dem Euro konnte einfach abgewertet werden, dieses Instrument ist jetzt aber versagt. Und wer glaubt griechischen Politikern die Ernsthaftigkeit des Sparwillens? Es stinkt doch zum Himmel, dass jetzt so getan wird, als würde man ernsthaft versuchen, die EU-Vorgaben umzusetzen. In Wahrheit geht es einzig und allein um die Milliarden, die noch nicht überwiesen sind. Ich wage die Prognose: Wenn das Geld dann da ist, stellt man „plötzlich“ fest, dass es gar nicht möglich ist, die Vorgaben einzuhalten, oder das griechische Volk protestiert so stark, dass es zum Austritt aus dem Euro kommt. Das Geld ist dann natürlich weg.

Und wenn der Spiegel titelt: „Papandreou opfert sein Amt“ dann fragt man sich, wo haben die Spiegel-Redakteure die letzten Tage verbracht? Was für Möglichkeiten hatte er denn noch, als sich zu „opfern“. Papandreou war einer der Drahtzieher, die das Land in die Misere gebracht haben, dasselbe gilt auch für die Spitzenpolitiker der Nea Demokratia, alle haben gewaltig Dreck am Stecken. Und wer glaubt, dass diese „Übergangsregierung“ was zum Positiven verändert, wird wohl bald aus seinem Traum gerissen werden.

Wie schon oft auf PI beschrieben und gefordert, es kann nur eine Lösung geben: Austritt Griechenlands aus der Eurozone, Abwertung und Konsolidierung im eigenen Land. Da würde auch eine Unterstützung Deutschlands und der anderen EU-Staaten Sinn machen und wäre zu befürworten. Was jetzt aber passiert, ist einzig und allein Unterstützung der (überwiegend französischen) Banken, die sich verspekuliert haben. Wenn man allein mal das „Angebot“ der Banken analysiert, auf 50% der Forderungen zu verzichten, kommt einem als Steuerzahler das große Grausen. 50% Verzicht von Papieren, deren Wert schon auf 20% des Nominalwertes gesunken war und dadurch die restlichen 50% auf 100% des Nominalwertes absichern, das ist ein gewaltiger Gewinn. Kein Wunder, wenn Ackermann grinst. Und eigentlich haben die Griechen ja auch allen Grund zum Grinsen, bekam doch jeder einzelne Grieche, vom Säugling bis zum Greis, ca. 10.000 Euro geschenkt.

Warum werden nicht einfach mal Banken, die nicht systemrelevant sind, bankrott gehen gelassen? Und warum werden Gewinne immer gleich ausgeschüttet, Verluste aber dem Steuerzahler aufgebürdet? Was da jetzt an Eigenkapital gefordert wird, ist nichts als Augenwischerei. Das hätte den französischen Banken, die in Griechenland investiert haben, auch nicht geholfen und die Deutsche Bank ist eh stark genug.

Wenn es denn so sein muss, ist es immer noch billiger und vernünftiger, Griechenland aus dem Euro austreten zu lassen und die Banken direkt zu finanzieren, wie ja von Sarkozy, wenn auch indirekt, gefordert und von Merkel zugestanden, wahrscheinlich mal wieder, ohne dass sie das gemerkt hat. Wir sollten mal überprüfen, ob sie nicht eine Zwillingschwester hat, die ihr Physik-Studium absolviert hat. Mit den Zahlen hat sie es nämlich nicht so.

(Foto oben: Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos, r., und EZB-Präsident Mario Draghi in Brüssel)

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63 KOMMENTARE

  1. Was aber auch interessant ist, das Militärbudget, gemessen am BIP, die Grafik. Da ist die Türkei einsame Spitze, wozu eigentlich? Dass sich Griechenland bedroht fühlt, ist nicht da verwunderlich. Vielleicht müsste mal die NATO neu strukturiert werden, mit Israel und ohne Türkei. Ein paar Mittel und Langstreckenraketen auf Südzypern und in Israel stationieren und klar machen was eine Grenzverletzung bedeutet und schon hätte man dort einen vernünftigen Schritt in Richtung Frieden gemacht.

  2. Wie schon oft auf PI beschrieben und gefordert, es kann nur eine Lösung geben: Austritt Griechenlands aus der Eurozone, Abwertung und Konsolidierung im eigenen Land. Da würde auch eine Unterstützung Deutschlands und der anderen EU-Staaten Sinn machen und wäre zu befürworten.

    In der Tat. Staatsbankrott ist im übrigen kein so schlimmes Schicksal, wie sich das der einfache Bürger vermutlich ausmalt. Argentinien hat diese Erfahrung – in diesem Jahrhundert – bereits hinter sich und war nach 2 Jahren aus dem Gröbsten raus. Man könnte in Griechenland aus den argentinischen Erfahrungen lernen.

  3. Was bitte soll „nicht mehr abwenden“ bedeuten? Die sind schon bankrott!

    Oder wie soll man einen Staat bezeichnen, dem die Hälfte seiner Schulden erlassen werden müssen?

  4. Also alles halb so schlimm. Nur mal eben ein paar „Abwicklungshelfer“ aus Argentinien nach Griechenland geschickt und in ca. 3 Jahren spricht keiner mehr von einer Staatspleite oder „Griechenlandkrise“.

    Argentinien hat wirklich – nachhaltig- seine
    gröbsten Probleme hinter sich gelassen.

  5. Gibt es eigentlich irgendeine Entscheidung der rotzgrünen Buntesregierung Schröder/Fischer, die keine fatalen Folgen hatte?

    Griechenland in den Euro = Inflation

    Erneuerbare Energieengesetz = Unbezahlbarer Strom

    Ökosteuer = Hohe Benzinpreise

    Staatsbürgerschaftsgesetz = VorbürgerInnenkrieg

    Dosenpfand = Mehr Plastikmüll

    Hochschulrahmengesetz = Berufsverbote

    Kosovo-Krieg = Erster Bomberbefehl seit Göring

    Die Liste ist noch lang…

  6. Piraten wählen, dann kommt das auch bei uns (noch schneller) –
    • Nahverkehr in Bus und Bahn zum Nulltarif
    • Keine Verfolgung von Schwarzfahrern mehr
    • „Rauschkunde“-Unterricht in der Schule
    • Die Einführung von Mindestlohn und Grundeinkommen

  7. Was passiert, wenn das mit dem Geschäftsmodell, Europa auszuplündern, nicht mehr forzusetzen wäre, was macht Griechenland dann?

  8. Okay, Griechenland aus dem Euro raus.
    Was ist aber dann mit den offenen griechischen „Scheunentoren“ an den Außengrenzen Europas? Da müssen wir anderen den Griechen aber trotz des „Liebesentzugs“ jede Menge „Vorhängeschlösser“ beisteuern.
    Denn ein Euroausstieg schließt doch keine Grenzen, oder?
    Meine Mutter sagte immer bei solchen Konstellationen in der Familie:
    Wenn die Verwandtschaft ein gutes Geschäft ankurbeln will, kann man schon mal Starthilfe beisteuern, wenn die aber verarmend über ihre Verhältnisse leben, KEINEN PFENNIG!

  9. Ich verstehe nicht was sooo schlimm an der Pleite Griechenlands ist !

    Argentinien ging 2001 Pleite und lebt wieder ??

  10. Nennen wir die Regierung doch Notstandsregierung oder Verwaltung des EUDSSR Protektorats Südlicher EU Mittelmeeraum.

    „Freiheit oder Tod“
    (Elefthería i thánatos ????????? ? ???????)

    Vorbei.

  11. #11 Stefan Cel Mare (08. Nov 2011 14:42)

    Oja, Hartz IV, die Enteignung des Mittelstands bei gleichzeitiger Fütterung orientalischer Großfamilien, der größte Terroranschlag auf die eigene Bevölkerung seit den Nazis!

  12. Soso, da haben Frau Ferkel und der schimpanso-morphe Sargkozy also eine Marionetten-Regierung einsetzen lassen, die nun EURO-konform funktioniert?

    Jedes Lügengebilde bricht irgendwann zusammen, ihr EUdSSR-Diktatoren, da helfen auch solche Winkelzüge nix!

  13. Die beiden auf dem Bild oben schauen nicht aus, als würden sie um den Niedergang des griechischen Volkes trauern.
    Vor allem der Dicke schaut so aus der Wäsche, als denke er:
    Denkblase: DA MUSS DOCH NOCH WAS GEHEN!

  14. Griechenland aus dem Euro = Brüssel darf seinen Laden zu machen = Tausende Euronen weniger in den Aktentaschen der Euro Beführworter.
    Kapiert warum der Euro SEIN MUSS???
    Das ist der einzig erkennbare Grund warum anscheinend wirre Politiker unbedingt an dem Dreck festhalten. Nebenbei gibts noch ne kuschelige Diktatur wo man seinen Alt68er Müll den Menschen aufzwingen kann und wo halt ständig neue Gesetze Milliarden in den Geldbeutel derjenigen fliessen lassen die irgendwelche neue „tolle“ Sachen uns aufzwingen. Ist doch alles im Namen des „Guten“. Ja Pfui Deifl!

  15. Am 31. 12. 2001 schrieb ich – und man muss nur Argentinienmit Griechenland vertauschen – dies:

    Die Hemd – und Kopflosen machen schon wieder mal Revolution *g*, diesmal, weil sie nur 1000 Dollar von ihrem Konto abholen dürfen *lol*.

    Aus einem Programm Gerhard Bronners, dessen folgende Szene eigentlich in Brasilien spielt, jedoch: wurscht ist`s, das Problem ist überall dasselbe, verlegen wir den Dialog also nach Argentina –

    Argentinier: „Por favor, senor, ein klein milde Gabe für arme Argentinier.“

    Bronner: „Schnorrer, gibts überall, es ist nicht zum Aushalten. Da hast´ Freund.“

    Argentinier: ,,Muchos Gracias, muchos Gracias.“

    Bronner: „Wie geht´s Dir eigentlich Argentinier?“

    Argentinier: „Oh, särr slecht, särr slecht, Argentina is ganz armes Land!“

    Bronner: ,,Was? Argentinien ein armes Land? Das hör ich zum ersten Mal! Wieso denn?“

    Argentinier: „Weil gar nix wachst! Kein Banane, kein Reis, kein Kaffe, kein Zuckerohr, nix wachst!“

    Bronner: „Aber ich hab´doch da mit einem Menschen gesprochen, der hat mir gezeigt, wie fruchtbar seine Felder sind. Der hat Kaffe, Reis, Bohnen, Zuckerrohr gepflanzt und…“

    Argentinier: „Ja, wenn man pflanzt…“

  16. Ja, die Griechenland-Euro-Krise ist schonmal recht uebel. Aber die wirklichen Haemmer stehen bereits in der Warteschleife: zB. Italien.

    Italiens Oekonomie ist groesser als die von Russland oder Indien. Zudem gehoeren italienische Bonds zu den am meisten verbreiteten in der Welt. Ein Staatsbankrott Italiens haette Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Gestern gab es deswegen anscheinend mal wieder eine eilig anberaumte EU-Krisensitzung. Eine Rettungsaktion fuer Italien wuerde hoechstwahrscheinlich die EU ueberfordern.

    Kurz zusammengefasst:
    Berlusconis Stuhl wackelt (viele sehen sein Aus), und damit koennte es Probleme geben die Reformen durchzusetzten, welche sowieso kaum ausreichend waeren, um die Krise zu meistern, aber das Potential haetten, die EU so richtig hinabzureissen.

    http://www.washingtonpost.com/world/europe/italys-berlusconi-faces-crucial-vote-amid-mounting-debt-crisis/2011/11/08/gIQAkZBWzM_story.html

  17. #12 TanjaK (08. Nov 2011 14:42)

    „Piraten wählen, dann kommt das auch bei uns (noch schneller) –
    • Nahverkehr in Bus und Bahn zum Nulltarif
    • Keine Verfolgung von Schwarzfahrern mehr
    • „Rauschkunde“-Unterricht in der Schule
    • Die Einführung von Mindestlohn und Grundeinkommen“

    ———————————————————–

    Und dem piratisch- humanistischen Gehotlich haben Stadtkewitz, Doll und „koservative“ Konsorten ihre Perlen vor die Füße geworfen.
    Schande !! :mrgreen:

  18. Die ganze Euro-Schei… wird uns sehr bald gewatig um die Ohren fliegen. Bezahlen für den Euro-Wahnsinn werden (wie immer) die, die ausser ihrem erarbeiteten & gesparten Einkommen nichts haben: weder Immobilien, Edelmetalle usw.

    Die politische Klasse, die das (und vieles andere!) eingerührt hat und jetzt die Wut auf die Banken ablenken will, gehört eigentlich vor Gerichte.

    Übrigens: Deutschland stellt mit 27,1 Prozent den größten Teil des Kapitals der EZB, hat aber nur wenig zu sagen (2 von insgesamt 23 Stimmen im EZB-Rat). Über genauso viele Stimmen verfügen gemeinsam schon die beiden Zwergstaaten Malta (eine) und Zypern (eine), sie haften aber nur für 0,3 Prozent des Kapitals der EZB.

    Noch deutlicher wird dieses Missverhältnis, wenn man die beiden EU-Schwergewichte Deutschland und Frankreich betrachtet: Diese beiden Länder stemmen fast die Hälfte der Finanzmittel der EZB, haben aber zusammen nur vier Stimmen – sie könnten allein schon von Griechenland, Malta, Zypern, Slowenien und Estland (jeweils eine Stimme) an die Wand gedrückt werden.

  19. @ TanjaK

    Ok, war etwas überspitzt gesagt, es ist ja auch nur ein (ex)Pirat, in dessen „Topf“ die „Konservativen“ eingestiegen sind.
    „Nachhaltig“ verblasst stehen die „konservativen“ von DF im Nachhinein trotzdem da. 😉

  20. Ach so. Naja, das war nur einer, wenngleich manche so denken. Schlimmer ist, dass JF und EF seit zwei Jahren verdrängen, was sie wissen könnten.

  21. #16 Honest (08. Nov 2011 14:48)
    Ich verstehe nicht was sooo schlimm an der Pleite Griechenlands ist !

    Argentinien ging 2001 Pleite und lebt wieder ??
    ********************************************************************************************
    Wir sollten Deutschland auch für „pleite und bankrott“ erklären und uns der Hälfte der Schulden entledigen, ein für alle Mal.
    :mrgreen:

  22. #33 Eurakel (08. Nov 2011 16:11)

    Aber klar doch. Griechenland hatte 200 Milliarden bekommen und dafür Staatsanleihen ausgegeben. Die wurden dann am Markt mit 20%, je nach Laufzeit, gehandelt. Also war der Gesamtwert noch 40 Milliarden Euro. Und jetzt kamen unsere staatlich finanzierten „Finanzexperten“ und haben gesagt: „Ihr schenkt den Griechen 50%, also nominal 100 Milliarden und wir bürgen für den Rest“. Schwupps, da war die Hälfte der vorherigen Anleihen mit Gesamtwert 40 Milliarden plötzlich 100 Milliarden wert. Diese 100 Milliarden sind dann aber keine Griechenland Anleihen mehr, sondern werden eingetauscht in sichere Anleihen. Die Banken haben also mit dem Deal, den sie selbst ausgearbeitet haben, ein echt gutes Geschäft gemacht.

  23. …unsere Euroliebhaber (Deutschland) und Bankenfreunde (Frankreich) richten eine permanente Transferunion ein.

    Ob ich da meine Bankverbindung angeben kann? 🙄

  24. Sorry für OT – aber anlässlich der allgemeinen Miesepeter-Krisenstimmung in diesen Zeiten und des Starts der neuen Stromberg Folgen, ein Interview mit C.M. Herbst auf WON:

    Welt Online: Jetzt müssen wir aber auch mal aktiv lästern. Wen hat Stromberg denn bisher fälschlicherweise ausgelassen?

    Herbst: In der fünften Staffel machen wir den Sack zu: Endlich sind die Muslime auch mal dran. Wir hatten Behinderte, Frauen, Schwule. Es bleibt nicht mehr viel.

    Welt Online: Nennen Sie mal eine Person.

    Herbst: Der eine oder andere Politiker

    http://www.welt.de/fernsehen/article13704871/Endlich-sind-die-Muslime-auch-mal-dran.html

    Na da bin ich mal gespannt :mrgreen:

    Und hier noch eines meiner Lieblingszitate von Stromberg:

    „Ich bin für klare Hierarchien. Gott hat ja auch nicht zu Moses gesagt: ‚Hier Moses, ich hab da mal was aufgeschrieben, was mir nicht so gut gefällt. Falls du Lust hast, schau doch da mal drüber.‘ Nein, da hieß es: Zack, 10 Gebote! Und wer nicht pariert kommt in die Hölle. Bums, aus, Nikolaus.“

  25. Ich wage die Prognose: Wenn das Geld dann da ist, stellt man „plötzlich“ fest, dass es gar nicht möglich ist, die Vorgaben einzuhalten…

    Sehe ich genau so!

    Die Griechen werden von Tricksern, Täuschern und Betrügern regiert, was schon bekannt ist, seit sie in die EWG eintraten.

    Es begann mit Riesenbetrügereien beim Olivenanbau, Subventionen und, und…

    Solch ein Land dann auch noch in den Euro aufzunehmen, ist Wahnsinn. Wer allerdings aufgepaßt hat, kennt den wahren Hintergrund – die Griechen wurden aufgenommen, um die EUdSSR schneller zu haben.

  26. #14 weanabua1683

    Die allermeisten Flüchtlinge kommen aus Ländern im nahen Osten über die Türkei, dann über Griechenland nach Italien. Das kam bei Spiegel-TV. Wobei sowohl die Türkei als auch Griechenland zwar versuchen, das einzudämmen, aber doch froh sind, wenn sie weg sind. Man kann das jedenfalls so verstehen.

  27. Eichel hin oder her, wir werden erleben, dass sich die Euro-Länder in prosperierende und nichtprosperierende Länder aufspalten werden, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, zur Transferunion zu kompensieren. Und dass das nicht gutgehen kann, ist so sicher, wie das AMEN in der Kirche!

    Denn NIEMALS werden sich redlich schaffende Nordeuropäer dazu bereit erklären, den über alle Maßen verkommenen Südländern ihre Benifiz‘ zu spendieren, …. niemals!

    An dieser Stelle, an der unsere Folgegenerationen von unseren Handlungen betroffen sind, hört JEDE Freundschaft auf!

  28. Immer wieder das gleiche dumme Gequatsche über den Euro und Griechenland.
    Schon das genannte Einführungdatum ist falsch. Der Euro wurde am 01. Jan. 1999 als Buchgeld eingeführt. Griechenland trat dem Euro am 01. Jan. 2001 bei.
    Am 01. Jan. 2002 wurde lediglich das neue Bargeld eingeführt, da war aber schon alles gelaufen und nicht mehr umkehrbar.
    Ich halte die Finanzprobleme für viel zu komplex, als das wir Laien die Situation auch nur ansatzweise richtig beurteilen können. Deshalb halte ich mich damit zurück und glaube, viele Kommentatoren sollten das auch tun. Es gilt der alte Satz: Si tacuisses, philosophus mansisses.
    Bevor mich jemand wieder für ein UBoot hält oder mich nach Indymedia wünscht, denkt daran, das es die Griechen sind, die unsere Südostflanke vor dem Islam schützen. Das kann schneller zum Tragen kommen, als wir es uns wünschen.

  29. #42 theShowmustgoon (08. Nov 2011 17:26)
    Bevor mich jemand wieder für ein UBoot hält oder mich nach Indymedia wünscht, denkt daran, das es die Griechen sind, die unsere Südostflanke vor dem Islam schützen. Das kann schneller zum Tragen kommen, als wir es uns wünschen.</blockquote
    Unabhängig von den anderen Punkten, die Sie aufgreifen und über die man gewiß diskutieren könnte, gestatte ich mir an dieser Stelle nur eine Frage: Welches Griechenland soll uns denn effektiv vor dem Islam schützen? Ein ökonomisch darniederliegendes innerhalb der Eurozone oder aber ein dann wieder wirtschaftlich erholtes mit seiner eigenen Währung, der Drachme?

  30. (Fehlerhaften Beitrag darüber bitte löschen.)

    #42 theShowmustgoon (08. Nov 2011 17:26)
    Bevor mich jemand wieder für ein UBoot hält oder mich nach Indymedia wünscht, denkt daran, das es die Griechen sind, die unsere Südostflanke vor dem Islam schützen. Das kann schneller zum Tragen kommen, als wir es uns wünschen.

    Unabhängig von den anderen Punkten, die Sie aufgreifen und über die man gewiß diskutieren könnte, gestatte ich mir an dieser Stelle nur eine Frage: Welches Griechenland soll uns denn effektiv vor dem Islam schützen? Ein ökonomisch darniederliegendes innerhalb der Eurozone oder aber ein dann wieder wirtschaftlich erholtes mit seiner eigenen Währung, der Drachme?

  31. #43 Kritiker, 17.38
    zur Frage: ein von uns gestütztes Griechenland, dem wir zur Seite stehen und mit dem wir zusammen alle Finanzprobleme lösen.
    So macht man das nämlich unter Partnern.
    Denn die Rückkehr zur Drachme würde GR ins Chaos stürzen.
    …und dann???

  32. #42 theShowmustgoon

    Dein nic beführwortet ja schon das sozialistische Programm des EU Imperiums. Es folgt die Euro-Med von Hammerfest bis zum Hartz4 Amt in Mali,-von Casablanca bis Ankara.

    Wenn „Verschwörungen“ sich bewahrheiten, -euch kann das alles nicht schnell genug gehen. Rettet Europa und rette sich wer kann, Frauen und Kinder zuerst,- ne ja, die sind ja schon dran,-siehe Schule oder Norwegen

  33. #45 theShowmustgoon (08. Nov 2011 17:46)

    #43 Kritiker, 17.38
    zur Frage: ein von uns gestütztes Griechenland, dem wir zur Seite stehen und mit dem wir zusammen alle Finanzprobleme lösen.

    Was ein Ding der Unmöglichkeit ist, will man Griechenland nicht dauerhaft zum ALG-II-Empfänger der Eurozone machen.

  34. # 42 theshowmust..
    Was soll an der Krise komplex sein ? Wenn man auf Dauer mehr ausgibt als man einnimmt, geht man pleite. Das weiss jede Hausfrau.
    Komplex wird es nur dadurch, dass man jetzt versucht, das Schuldenproblem mich noch mehr Schulden zu lösen. Man versucht, einen Brand mit Benzin zu löschen.
    Nicht die Drachme würde Griechenland in ein Chaos stürzen. Erst der Euro hat das Land in ein Chaos gestürzt. Diesen Fehler gilt es gutzumachen durch Rückabwicklung.

  35. Jeder mathematisch-wirtschaftlich durchschnittlich Begabter, weiß doch seit Monaten (geahnt seit Jahren) dass dieses System nicht mal mittelfristig stabil funktioniert.
    (Auch unsere Schulden werden „gar nie nicht“ zurückbezahlt werden können!)

    Eine gewisse Achtung hab ich heute doch von unserem FDP-Rösler, der die Griechenland-Pleite durchaus als eine Möglichkeit erwähnte – und für diese Äußerung von innen und außen Prügel bezog!
    Wer den Euro und Griechenland nicht retten will, ist Europa- und damit Gutmenschen-feindlich!
    So klingt’s (noch) in meinen Ohren!

    Wann wird das (europäische) Volk befragt?
    Wann kommt die Revolution?

    Gas-Schröder sieht in dieser Misere keinen persönlichen Fehler. Nein, er plädiert für eine europäische Zentral-Regierung!
    (Hab ich irgendwo gestern gelesen…)

  36. Es geht nicht mehr um den Verbleib Griechenlands im Euro. Allmählich sollte sich bei allen halbwegs soliden Ländern die Einsicht durchsetzen, dass man sich vor den Pleitekandidaten selbst retten muss. Insbesondere für Deutschland heisst das, raus aus dem Euro!

  37. #54 effenberg
    Einige Euroländer sind vergleichsweise wie Pestkranke, vor denen man sich schützen muss, wenn man nicht selbst angesteckt und mit untergehen will.
    Die Losung muss heissen “ Rette sich, wer kann “ . Der beste Schwimmer wird untzergehen, wenn sich ein oder mehrere Ertrinkende an ihn klammern.

  38. # 51 pedo mohammed
    Die Fragestellung “ Wie retten wir Griechenland “ war gestern. Heute muss die Frage gestellt werden – Wie retten wir uns selbst davor, mit in die Tiefe gerissen zu werden.

  39. #55 fraktur (08. Nov 2011 19:57)

    Das ist dann wie beim Flug über den Atlantik. Da kommt die Durchsage der Stewardess mit ihrer zuckersüßen Stimme: „Sehr verehrte Damen und Herren, leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass uns der Sprit ausgegangen ist und wir notwassern müssen. Es besteht keine Gefahr, unsere beiden Piloten sind exzellente Spezialisten im Wassern. Und nun verabschieden wir uns von unseren Nichtschwimmern…“.

  40. #43 _Kritiker_ (08. Nov 2011 17:38)

    Es geht doch gar nicht darum, Griechenland wirtschaftlich zu ruinieren. Im Gegenteil, Griechenland muss geholfen werden, damit es auf einen grünen Zweig kommt. Aber jeder Euro der zurzeit nach Griechenland überwiesen wird, geht an die Banken, meist in Frankreich. Und das kann man auch billiger haben und Griechenland wieder eine Perspektive geben.

    Nehmen wir an, Griechenland geht aus dem Euro, das werden die sowieso früher oder später, und führt wieder die Drachme ein. Dann kann abgewertet werden, für zwei, drei Jahre werden Auslandsreisen zu teuer. Für Urlauber wird Griechenland dann super interessant, es kommen Devisen und dann kann der Haushalt, möglichst ohne Schulden, saniert werden. Es kann ein Steuersystem auf- und der Staatsapparat abgebaut werden.

    Wer in die Röhre schaut, das sind dann die gierigen Banken, die alle so Wahnsinns-Finanzexperten sind, aber meinen wenn die Zinsen hoch sind ist das Risiko trotzdem gering. Und nebenbei, sobald die französischen Banken aus dem Schneider sind, will sagen, dass die genug abgezockt und den Rest abgeschrieben haben, bzw. ihr Geld von Anleihen bekommen für die wir gerade stehen, dann wird Griechenland doch sowieso fallen gelassen.

    Jedesmal wenn jetzt Griechenland gesagt wird, ist „Französische Banken“ gemeint.

    Ich würde einer Hilfe für Griechenland immer zustimmen, aber einer Hilfe zur Selbsthilfe und nicht Hilfe, Schulden an die Banken zu zahlen.

    Ein Traum wäre: Griechenland in der Drachme, wertet ab und Europa gibt zu dem Geld das sowieso schon fließt zusätzlich alle Mittel die heutzutage an die Türkei gehen. Aber das bleibt wohl ein Traum.

  41. #58 felixhenn (08. Nov 2011 20:41)

    #43 _Kritiker_ (08. Nov 2011 17:38)

    Es geht doch gar nicht darum, Griechenland wirtschaftlich zu ruinieren. Im Gegenteil, Griechenland muss geholfen werden, damit es auf einen grünen Zweig kommt. Aber jeder Euro der zurzeit nach Griechenland überwiesen wird, geht an die Banken, meist in Frankreich. Und das kann man auch billiger haben und Griechenland wieder eine Perspektive geben.

    Exakt so ist es. Und de facto erkennen das inzwischen auch alle Politiker. Nur halten diese nach wie vor den »politischen« Schaden bei einem Austritt Griechenlands für größer als den finanziellen Schaden, der durch das ökonomische Dauersiechtum der Hellenen innerhalb der Eurozone entsteht.
    Ohne den Euro wäre Griechenland nach einer kurzen Zeit des Chaos wieder wettbewerbsfähig und könnte (wie Argentinien und zahlreiche andere Staaten) durch Abwertung sowohl die Leistungsbilanz ausgleichen als auch wieder attraktiv für Investoren werden.
    Was jetzt passiert, ist nichts anderes als eine Sanierung maroder französischer Banken zu Lasten Griechenlands und (!) der vier Starkstaaten.

  42. #45 theShowmustgoon (08. Nov 2011 17:46)

    Mit einem Partner, der einen schon von vornherein betrügt und hintergeht, gehe ich nie eine Partnerschaft ein. Sie garantiert auch nicht. Jede Hilfe, die diesem gegeben wird, bestätigt die Richtigkeit seiner begangenen Handlungen.
    Wenn Sie mit so einer Person eine Partnerschaft eingegangen sind, dann wünsche ich ihnen viel Glück, daß Sie da wieder heil herauskommen.

  43. #60 _Kritiker_ (08. Nov 2011 21:05)

    … Exakt so ist es. Und de facto erkennen das inzwischen auch alle Politiker. Nur halten diese nach wie vor den »politischen« Schaden bei einem Austritt Griechenlands für größer als den finanziellen Schaden, der durch das ökonomische Dauersiechtum der Hellenen innerhalb der Eurozone entsteht. …

    Dieser politische Schaden wurde von den unsinnig plappernden Politikern, Merkel vorneweg, herbeigeredet. Hätte man sich ganz am Anfang mit ein paar Experten, echten Experten, hinter verschlossenen Türen getroffen und Griechenland gleich abgeschrieben und den Banken zwar geholfen aber sich dafür Aktien geben lassen die man dann wieder verkauft wenn es den Banken besser geht, die Kirsche wäre gelutscht und man hätte sogar Gewinn gemacht.

    Wenn sich mal ein Historiker in Zukunft die Mühe machen wird und zusammenträgt wie oft sich Merkel widersprochen hat, der wird den Kopf schütteln wenn er herausfindet was für einen Job die hatte.

    Jetzt wird schon eine Staatspleite Italiens herbeigeredet, ohne Sinn und Verstand. Man kann von dem Zampano dort halten was man will, aber man kann doch kein Land kaputt spielen oder kaputt labern. Es werden jetzt bald die Rating-Agenturen kommen und Italien weiter herunterstufen und dann werden italienische Anleihen abgestoßen und Rating-Agenturen stufen wieder ab und die Anleihen werden noch weniger wert, das war es dann.

    Alles nur, weil ein paar Polit-Idioten nicht die Klappe halten können, wenn sie eh keine Ahnung haben. Italien hat den weit überwiegenden Anteil der Anleihen bei den eigenen Bürgern. Das stört keine andere Volkswirtschaft oder Banken wenn die weniger wert werden, das stachelt nur den Zorn auf Berlusconi an, der kann das verkraften. Wenn aber die Rating-Agenturen ins Spiel kommen, wird es gefährlich.

    Und man braucht dann kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass dann der Eurobond kommt und dann, Gute Nacht. Dann werden plötzlich unsere Belastungen für Neuverschuldung mehr als doppelt so hoch sein. Wer etwas Mathe kann, wird dann ausrechnen können, in welcher Zeit wir pleite sind. Und wer könnte, oder wollte, uns helfen?

  44. #62 felixhenn (08. Nov 2011 21:30)
    Dieser politische Schaden wurde von den unsinnig plappernden Politikern, Merkel vorneweg, herbeigeredet. Hätte man sich ganz am Anfang mit ein paar Experten, echten Experten, hinter verschlossenen Türen getroffen und Griechenland gleich abgeschrieben und den Banken zwar geholfen aber sich dafür Aktien geben lassen die man dann wieder verkauft wenn es den Banken besser geht, die Kirsche wäre gelutscht und man hätte sogar Gewinn gemacht.

    Was die Bewältigung der bereits vorhandenen Schulden Griechenlands betrifft, so ist Ihnen vollkommen recht zu geben: Man hätte dieses Problem mittels der von Ihnen beschriebenen Methode relativ folgenarm lösen können.

    Allerdings bliebe auch dann ein bei weitem schwerwiegenderes ökonomisches Faktum bestehen: Griechenland kann innerhalb der Eurozone seine Wettbewerbsfähigkeit nur um den Preis einer internen Abwertung wiedergewinnen, die weit über das Maß hinausgeht, was das Kabinett Brüning Deutschland zugemutet hat. Die Konsequenzen dürften bekannt sein. Insofern führt an einer externen Abwertung langfristig kein Weg vorbei. Die Hellenische Republik leidet unter dem Korsett eines für ihre Wirtschaft zu starken Euro – dagegen hilft auch kein Marshallplan, welcher ohne Abwertung versickerte, sobald die Subventionierungen irgendwann einmal eingestellt würden.

    Ähnliches gilt für Portugal und (abgeschwächt) auch für Italien und Spanien.
    Der portugiesische Escudo hat zwischen 1948 und 1999 ganze 96 Prozent seines Wertes gegenüber der Deutschen Mark eingebüßt, und dies ganz ohne Spekulanten, sondern innerhalb des Bretton-Woods-Systems auf Anweisung des IWF, der die gravierenden wirtschaftlichen Disparitäten nicht auf Dauer leugnen konnte.
    Und was glaubten die Damen und Herren Eurokraten veranlassen zu müssen? Sie verkündeten religionsgleich: »Lasset uns die Abwertungen verbieten!« Seitdem sind Escudo und D-Mark in einer gemeinsamen Währung zwangsvereinigt. Politisch gut zu verkaufen, aber ökonomischer Wahnsinn. Daran festzuhalten ist auch ohne den Einfluß irgendwelcher zwielichtiger Ratingagenturen nichts anderes als Kamikaze par excellence.

  45. Unsere Politiker sind feige Idioten. Sie sind zu feige und dumm, um uns von diesem Euro-Wahnsinn zu erlösen, den uns ihre hirnlosen Vorgänger eingebrockt haben.
    (Warum und wozu ist bisher ein Rätsel).

    Die Verursacher Kohl, Waigel, Eichel u.a. gehören hinter Gitter.
    Zu ihrem eigenen Schutz.
    Denn, wenn der Bürger seine Spargroschen verliert, werden sie auf der Straße gelyncht.

    #42 theShowmustgoon

    denkt daran, dass es die Griechen sind, die unsere Südostflanke vor dem Islam schützen.

    Griechenland kann niemanden schützen, es ist pleite.
    Im Gegenteil, im Ernstfall wird NATO Griechenland schützen müssen.
    Das Land ist marode und ist eine Belastung für ganz Europa.

  46. Ein weiterer Wackelkandidat ist auch Zypern:

    Samstag, 05. November 2011

    Mit dem Finger in die nächste Wunde
    Moody’s zweifelt an Zypern

    Mit einer neuerlichen Herabstufung lenkt die Ratingagentur Moody’s die Aufmerksamkeit der Welt auf den nächsten Krisenherd Europas: Die Analysten melden ernste Zweifel an den finanziellen Perspektiven Zyperns an. Die Note des Landes fällt um zwei Stufen.
    […]
    Schwächer als Griechenland
    Wegen der schrumpfenden Wirtschaft und finanzieller Risiken in Griechenland müssten die Banken-Hilfen zudem womöglich höher ausfallen als derzeit geschätzt. Die beiden Nachbarländer sind wirtschaftlich eng miteinander verwoben. Zyperns Kapazitäten für strukturelle und finanzielle Reformen seien darüber hinaus schwach.
    […]

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Moody-s-zweifelt-an-Zypern-article4696666.html

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