Kommt bald ein iranischer Mohammed-Film?

Viele werden sich an die ziemlich harmlosen dänischen Mohammed-Karikaturen und den islamischen Meinungsterror erinnern, der danach losbrach und die Medien in Europa lahmlegte. Der SPIEGEL, das „Sturmgeschütz der Demokratie“, entpuppte sich als harmloser Hinterlader und getraut sich bis heute nicht, alle Cartoons zu veröffentlichen! Der Westen hat verinnerlicht, daß man keine Mohammed-Bilder zeigen darf, wenn einem das Leben lieb ist.

Das Bilderverbot gilt aber nur bei den Sunniten, bei den Schiiten nicht. Und darum liest man heute erstaunt in der NZZ folgendes aus dem Iran:

Für den grössten Anreiz sorgt aber der oscargekrönte Filmregisseur Majid Majidi: In staatlichem Auftrag und mit 30 Millionen Dollar wagt er sich an das Leben Mohammads; zwar nur bis zu dessen 12. Lebensjahr, doch «der sunnitische Klerus schäumt ohnedies genug», sagt Yves Gonzalez-Quijano. Nun begännen aber – wenngleich zaghaft – auch Sunniten für eine Verkörperung der Propheten zu plädieren. «Nach dem Motto: Wenn es derart verlockend ist, die Heiligenzu sehen, sollte man das Feld um Gottes Willen nicht den Schiiten überlassen», schmunzelt Gonzalez-Quijano.

Mal sehen, was daraus wird. Die Abbildung zeigt Mohammed auf einer Werbung von Liebig Fleisch-Extrakt aus dem Jahr 1928, wie ihn der Erzengel Gabriel zu Allah führt.