Das oben gezeigte Lattengerüst, Materialwert neun Euro neunundneunzig, ist ein Kunstwerk. Zusammengenagelt hat es der 1997 verstorbene Künstler Martin Kippenberger. Und weil es sich um ein Kunstwerk handelt, ist es 800.000 Euro wert. Nun hat eine Putzfrau den schwarzen Plastikeimer, der darunter steht, endlich mal geputzt und von Bakterien befreit, und damit ist das Objekt leider unwiederbringlich zerstört. Das Dortmunder Museum Ostwall ist geschockt.

Eigentlich könnten das Museum und vor allem der Leihgeber froh sein, wenn der Holzmüll jetzt rauskommt und eine Versicherung zahlen sollte. Nicht immer kriegt man soviel Geld für solchen Schrott.

Nirgends findet man dermaßen viel unkritisierten, teuren Abfall wie in der modernen Kunst. Es ist fast unmöglich, in Kunstzeitschriften oder im Feuilleton einen Artikel zu finden, der es wagt, irgendein Bild, eine Plastik, eine Installation oder Kunstaktion anzugreifen. Und den Kunstkennern und Ausstellungsbesuchern kommt weder bei der Vernissage noch bei der Finissage ein kritisches Wort über die Lippen aus Angst, sie könnten als Banausen dastehen. Lieber blättern sie für ein „monochromes“, leeres Blatt, ein billiges Kunststoff-Plastikrohr oder eine bepisste, mit dem Penis des Künstlers bestrichene Leinwand Millionen hin. Man ist doch Connaisseur.

Ob die Putzfrau in Dortmund ein Kopftuch trug, wie es BILD hier nahelegt, ist nicht bekannt. Jedenfalls kannte die Dame nicht die eiserne Regel, daß man beim Putzen 20cm Abstand vom Kunstwerk zu halten hat, egal wie dreckig es ist.

Manche Leser werden sich erinnern, daß dies nicht der erste Entsorgungsunfall ist, wo Kunstwerke weggeputzt wurden, man denke an den Fettfleck von Beuys! Wenn Sie sich für die moderne Kunst der letzten Jahre interessieren, sollten Sie sich beeilen. In zwanzig, dreissig Jahren liegt der ganze Mist im Keller und vermodert. Und die heutige Architektenkunst kann keiner mehr sehen. Hier ein Link zu einem Frosch von Kippenberger, der vor drei Jahren in Bozen für Aufregung sorgte.

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209 KOMMENTARE

  1. Fehlt nur noch, dass die Putzfrau aus …… kommt, dann platzt auch dem kulturbeflissensten Gutmenschen die Hutschnur…. 🙂

  2. Ephraim Kishon, selber studierter Kunsthistoriker, hat eigentlich alles zur „modernen Kunst“ gesagt:

    „Nach so vielen sarkastischen Seiten, kommt meine Behauptung vermutlich überraschend, daß ich eigentlich gar nichts gegen moderne Kunst habe. Ich plädiere nur dafür, die Schmier- und
    Schrott-Produktionen neu zu definieren. Wenn die geschätzten Handwerker dieser Branche
    zugäben, lediglich recht nette Muster für Tapeten, Vorhänge und Krawatten zu entwerfen, oder die Müllhaufen als Witz gemeint wären, dann könnten sie von mir aus ruhig so weitermachen. Leider gibt es aber einen Berufsstand, der dann seine Existenzberechtigung verlieren würde.
    Ich spreche natürlich von den Päpsten der modernen Kunst, den ehrenwerten Kritikern, die alles tun, damit die Sache nicht auffliegt.

    Keiner der Päpste würde jemals zugeben, daß seine Religion ein Irrglaube ist. So behaupten auch die Jungs der Moderne nach dem Beuys’schen Dogma steif und fest, daß alles und jedes auf der Welt Kunst sei. Außer dieses Buch, natürlich. Von mir aus kann also jeder schmieren und basteln, was er will, wenn nur der Bürgermeister dafür nicht in mein Portemonnaie greifen muß. Und mir selbst sollen die hochgeschätzten Herren Kritiker mit dem Zeug vom Leibe bleiben. Vor allem aus gesundheitlichen Gründen.“

  3. Falls es dann wirklich eine muslimische Kopftuchfrau gewesen sein soll, wobei beim Putzen es auch ohne religiösen Vorgaben nicht schaden kann ein Kopftuch zu tragen, setze ich mich gerne für eine Dauergastrecht ein!

  4. Mehr Fachkräfte wagen:

    http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13685524/Kleinmut-und-Faulheit-ruinieren-das-Abendland.html

    Ferguson schildert munter, wie entwickelt die Chinesen und Osmanen waren, bis einige Fehlentscheidungen ihren Untergang einleiteten. 1550 untersagte der chinesische Kaiser Jiajing seinen Untertanen den gesamten Außenhandel und verbot unter Androhung der Todesstrafe den Bau größerer Schiffe. Im osmanischen Reich hingegen sei es die Macht der Imame gewesen, die den Niedergang herbeigeführt hätten.

    Während sich in Europa seit Johannes Gutenberg das Wissen mit Hilfe gedruckter Bücher verbreitete, verbot Sultan Selim I. 1515 die Verwendung der Druckerpresse im osmanischen Reich und schnitt die Menschen seines Herrschaftsgebiets vom Kenntnisstand des Abendlandes ab.

  5. Tolle Putzfrau, sie lebe hoch!

    In diesem Zusammenhang empfehle ich für Kritiker der Kunstmafia das Buch von Ephraim Kishon „Picassos süße Rache“.

  6. Die Sache kann man auch symbolisch sehen.
    Einen Vergleich ziehen in der Beimessung eines Wertes von 800.000€ für diesen Müll und dem sagenhaften,unbegreifbar hohen Wert von Euro,Multikulti,Europa usw..
    Alles rein ideelle Werte ohne jeden realen Hintergrund, spielt sich alles nur in der Einbildung und gegenseitigen Bestätigung ab.
    Dazu gibt es das Märchen von „des Kaisers neue Kleider“.

  7. „Kunstkenner“ sind pseudointellektuelle Luftpumpen, die auf einer Vernissage an ihrem Prosecco nuckeln und alles, was sie sich nicht erklären können, für Kunst halten.
    Haben sich dann genug von diesen meschnlichen Platzverschwendungen darauf geeinigt, dass es ja wohl Kunst sein müsse, treibt es den Preis auf das 1.000fache des Materialwertes in die Höhe.
    Davon angespornt entdecken Waldorf- und Montessouri-Schüler, die sowieso nicht im Verdacht stehen, ihr Leben mit sinnvoller Arbeit zu vergeuden, ihren Hang zur Kunst und kacken auf Leinwände, welche widerum von den vorgenannten „Kunskennern“ als „expressionistische Meisterwerke“ geadelt werden.

    So funktioniert „Kunst“ in der Absurdistan/BRD GmbH.

  8. @Kewil:
    Die Architektur ist völlig auf den Hund gekommen. Gebaut wird hauptsache billig nach dem Bauhauskonzept. Die neuen Häuser sehen schon nach 5 bis 10 Jahren wieder alt und schäbig aus. Der Niedergang ist mit dem religiösen Dogma in der Architektur verbunden, das Adolf Loss 1908 begründet hat und in dessen Folge der Jugenstil, die Blüte individualitischer Baukunst durch die gesichtslose Funktionalität des Bauhauses abgelöst wurde. Das hier ist der Koran der modernen Architekten im Auszug:
    http://www.neumarkt-dresden.de/Texte/loos.html

    Auch empfehlenswert ist das Buch von
    Tom Wolfe: Moderne Kunst am Wendepunkt: das gemalte Wort

    Keine Chinese will drin wohnen, aber wir sind schon gut dressiert, des Kaisers neue Kleider gut zu finden:
    http://www.spiegel.de/reise/staedte/0,1518,783475,00.html

  9. Was nun Kunst ist oder nicht, darüber kann man ja trefflich streiten.

    Die beste Definition ist eigentlich die folgende Frage: „Würde ein Eroberer es mitnehmen wollen – oder besser gefragt: hat dieses Werk das Zeug zur Beutekunst?“

    Diesen Lattenhaufen hätte weder Cesar, Napoleon noch Stalin oder Hitler, ja nicht mal einen amerikanischen GI interessiert.

    So sieht es aus.

  10. Was so alles als Kunst durchgeht.
    War da nicht mal ein Bühnenstück, wo der Darsteller auf die Bühne geschissen hat?.
    Wer so doof ist und dafür zahlt, ist selber schuld. Meinem Hund kann man kostenlos beim kacken zusehen und zahlt kein Cent.

  11. Könnte gleich meiner Mutter passieren. Als meine Grossmutter (väterlicherseits) starb, haben wir das Haus entmistet. Naja, da waren einige alte Gemälde, und weil zuerst wegschmiessen wird später gedacht, landet das ganze im Container. Zum Glück hat mein Vater nachgesehen, ob es vielleicht etwas wert sein könnte, war schlussendlich auch war (nicht viel aber immerhin).

    Meine Mutter hätte die ganze Konstruktion mitgenommen, das Holz verfeuert, und den Eimer hätte ja man zum Malen brauchen können. So ein Aktionen gehen dann schnurstraks, keine 2 min und Holzabfall ist entsorgt.

  12. Die Bezeichnung „Holzmüll“ ist völlig ausreichend. Sinnlos, weitere Worte über einen solchen Schwachsinn, dem Bürger als „Kunst“ verkauft, zu verlieren.

  13. @ #14 Salahadin

    Mein Lehrer für Kunsgeschichte pflegte immer zu sagen:
    „Kunst kommt von Können. Käme sie von Wollen, hieße sie „Wunst“.

    Und dieser Satz ist wahr. Kunst ist immer das, was nur wenige aufgrund ihrer Begabung können und dafür von anderen bewundert werden.

    Ein zusammengenagelter Haufen Lattenroste ist KEINE Kunst, auch wenn der „Künstler“ anderen weismachen möchte, sie könnten das nicht genau so gut selbst machen.

  14. Dekadenz, Rahmenlosigkeit, Gottlosigkeit
    Wenn man keinen Gott hat macht man sich eben die eigenen Goetter. Die kann man sich ‚basteln‘ wie sie einem grad gefallen.

    5VOR[20]12!!!
    ANNO DOMINI 2011

  15. Das gab es schon einmal mit dem „Kunstwerk“ „Babybadewanne“ von Joseph Beuys. Da hat die Putzfrau die Badewanne endlich mal geputzt.

  16. Mein kleiner Neffe wird was Schönes auf ein Papier kritzeln und das vermache ich dann dem Museum. Wert: € 1.345.654.65
    Das Gekraxel vom Neffen ist allemal schöner als dieser hirnrissige Holzschrott da.

  17. #20 tender goat lover

    Ich hatte mir fest vorgenommen, meinen nächsten Hund „Helmut Kohl“ zu nennen um endlich rufen zu können: „Helmut Kohl Du blöder Hund, lass das sein…“ aber dann wurden beide abgewählt, die Anschaffung des nächsten Hundes von der Familie und Helmut Kohl vom Volk.

  18. Es gab mal den Begriff „entartete Kunst“ (nicht gleich wieder „moderieren“!).

    Das war viel zu harmlos für den Dreck, denn mit Kunst hat es nichts, GAR NICHTS, zu tun.

    Es ist die milliardenschwere Verhöhnung des normalen Menschenverstandes.

    Es kann kein
    Reiner Zufall
    sein, dass weltweit der Un-Kulturbetrieb die Völker mit dieser seelischen Verdreckung zersetzt.
    Und nicht nur in dieser Form, sondern auch auf anderen Gebieten, wie im Theater oder in der ekelhaften Arschitektur!

  19. @ #19 Ogmios

    Verschone uns mit deiner geistigen „Kunst“. Wie wäre es mal, wenn Religioten wie du nicht jedes Thema mit ihrer Frömmelei vergiften würden?

    Entweder du bist froh, gläubig zu sein, dann freu dich und halt die Fresse oder du bist dir nicht so sicher, dass Religion das richtige für dich ist und versuchst es dir durch ständiges Wiederholen selbst einzureden bzw. Zustimmung von anderen zu erheischen. Auch in diesem Fall: Behalt den Scheiß für dich.

  20. Mit solchen Beiträgen zieht Kewil das Niveau von PI runter. Seit wann werden denn hier Kunstkritiken aus dem Geist des gesunden Volksempfindens heraus geschrieben? Ich sage das unabhängig davon, wie ich das betroffene Kunstwerk bewerte.
    Ich finde, Kewil schreibt zu viel und zu unüberlegt. Schade.

  21. „Die Deutschen Museen sind von entarteter Kunst völlig zu befreien. Putzfrauen erhalten den Auftrag,alte Meisterwerke mit scharfen Reinigungsmitteln gründlich von ihrer schmutzigen Patina zu säubern. (Manche Rembrandts sind so dunkel, dass man kaum etwas erkennen kann.)
    Der Sonderbeauftragte des Ministeriums für Reinheit und Erhaltung der Deutschen Leitkultur Kewil.

  22. Hab’s gestern schon gelesen und mich schlappgelacht. Sehr schön vorgeführt, die „Kunst“. Leider wird so ein Sch..ß mit Steuergeldern finanziert, deswegen ist es immer auch ein Ärgernis. Was Kishon lt. # 4 Pantau geschrieben hat sagt in vollem Umfang alles (ich weiß, doppelt gemoppelt!), was dazu zu sagen ist. Wären Künstler heute noch wie vor 200 Jahren auf einen Mäzen oder reelle Kundschaft angewiesen, würde nicht so eine Menge Steuergeld an Leute ausgezahlt, die entweder schwere Fälle für die Klapsmühle sind oder einfach nur skrupellose Geschäftemacher. Aber dann gäb’s vielleicht noch mehr Gedränge im Reichstag oder im EU-Parlament… Wahrscheinlich richten diese „Künstler“ doch weniger Schaden an als solche „Politiker“.

  23. Hört sich wie ein PR-Gag an, das Gleiche war ja vor dreißig Jahren oder länger mit einem Objekt von Joseph Beuys passiert: Aber „Bild“ irrt, kann aber auch sein, dass jeder eine andere Version kennt: M.W. war es nicht der Hausmeister, sondern auch eine Putzfrau, die nicht „die Fettecke“ einfach weggeputzt, sondern Heftpflaster und anderen Kram aus einer verdreckten Kinderbadewanne entfernt hat. Wiki weiß noch die Version, dass es sich um einen Werbespot für das Scheuermittel Ata gehandelt haben könnte, auf jeden Fall ist das alles sehr lustig:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Beuys%E2%80%99_Badewanne

  24. Die Kunst ist das Spiegelbild der Gesellschaft, die sie hervorbringt!
    Werke wie dieses hier sind daher irgendwie „pathologisch“.
    Aber, wie sagten schon die Römer:
    De gustibus non est disputandum. – Über Geschmäcker ist nicht zu streiten.
    ===================================
    @#9 Manimal (04. Nov 2011 11:33)
    Der Kaiser ist nackt!
    ===================================
    💡 Kann das nur unterschreiben!

  25. #26 tender goat lover
    „halt die Fresse “ „behalt den Scheiß für Dich“
    Das gilt auch für Dich…tender goat love!!
    Wir leben immer noch in einer freien Welt und ich störe mich nicht an andere Meinungen. Schön wäre es auch, wenn Dein Ausdruck nicht so ordinär wäre.

  26. #27 Fleet

    Das Niveau von PI bleibt bei solchen Beiträgen völlig unangetastet.
    Dieser Beitrag beschreibt die Absurditäten, die mittlerweile ablaufen und gehört sehr wohl hierher.

    In Ihren Augen würde das „Niveau“ wohl steigen, wenn wir uns über die Intentionen des „Künstlers“ auslassen und uns über diesen Irrsinn beifällig äußern würden?

    Sowas gehört selbstverständlich „angeprangert“ und „verurteilt“!

  27. Kein Einzelfall:

    Erinnerungen an Joseph Beuys: Putzfrau saugte Kunstwerk weg

    Eine Putzfrau ist ordentlich ihrer Arbeit nachgegangen, indem sie tote Hornissen auf einem Lautsprecher in dem Amberger Luftmuseum weggesaugt hatte.

    Leider waren diese Insekten Teil einer Installation des Künstler Timo Kahlen, die die tüchtige Frau damit zerstörte. Die Hornissen sollten im Rahmen der Ausstellung „Windwechsel“ auf den Lautsprechern „tanzen“, sobald diese eingeschaltet werden…

    http://www.shortnews.de/id/860092/Erinnerungen-an-Joseph-Beuys-Putzfrau-saugte-Kunstwerk-weg

    Joseph Beuys’ Badewanne

    Der SPD-Ortsverein-Leverkusen-Alkenrath feierte am 3. November 1973 in diesem Museum ein Fest. Zwei SPD-Mitglieder, Hilde Müller und Marianne Klein, suchten eine Schüssel zum Gläserspülen und entdeckten die scheinbar mit Heftpflaster und Mullbinden[3] verschmutzte Badewanne, ohne zu ahnen, dass diese mit ihren Materialien ein Kunstwerk war. „Wir dachten, das alte Ding könnten wir schön sauber machen und benutzen, um darin unsere Gläser zu spülen“, erinnern sie sich, „so wie die aussah, konnten wir sie nicht gebrauchen. Deshalb haben wir die Wanne geschrubbt.“ Dadurch wurde ein Skandal ausgelöst; Beuys war nicht begeistert. Die Stadt Wuppertal als Leihnehmer wurde 1976 vom Wuppertaler Landgericht und vom Oberlandesgericht Düsseldorf in zweiter Instanz zu 40.000 DM Schadensersatz an den Eigentümer des Kunstwerks, den Sammler Lothar Schirmer, verurteilt. Schirmer fiel in Bezug zu dem verunstalteten Objekt zunächst nur der Vergleich mit einem „rasierten Kaktus“ ein.[4] Beuys bekam vom Gericht die Badewanne zugesprochen und bearbeitete sie neu…

    http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Beuys%E2%80%99_Badewanne

  28. @Fleet

    Seit wann werden denn hier Kunstkritiken aus dem Geist des gesunden Volksempfindens heraus geschrieben?

    Wissen Sie, nur weil mal Massenmörder zu abscheulich hässlichen Dingen gesagt haben, dass diese abscheulich hässlich seien und dann verbrecherischer Weise Produzenten dieser Widerlichkeiten verfolgten, werden deren Produkte nicht besser. Derjenige, der hässliches Zeug produziert ist dann eben ein von Verbrechern in seiner Freiheit bedrohter Produzent von Scheußlichkeiten und die Verfolger sind dann eben intolerante Massenmörder mit einem halbwegs vernünftigen Geschmack.

    Nur weil es Nazis widerwärtig finden, dass man auf die Bühne scheißt und das als „Kunst“ bezeichnet, wird es desshalb noch lange keine und HIER wurde das sehr richtig thematisiert, weil es – und jetzt halten Sie sich fest – politisch Korrekt ist, heutzutage ekelhafte Widerlichkeiten und schlichte Schrotthaufen als „Kunst“ zu bezeichnen. Ebenso sind Wagners Werke ein vortrefflicher Lichtblick abendländischer Kunst, obwohl er als Mensch ein widerlicher Antisemit war.

  29. #13 JudgeDread (04. Nov 2011 11:39)

    Eieieiei!
    Bauhaus ist in Deutschland aus bestimmten Gründen sakrosankt! Also keinerlei Kritik an den Bauhausklötzen bitte! 😉

    Wobei meine persönliche Meinung ist, daß die Bauhäusler natürlich für ihre Zeit Pioniere waren. Und sich diese Häuser, in Maßen gebaut, wunderbar in andere Architektur einfügen können.
    Übrigens, die Original-Bauhaus-Häuser von 1928, die hatten extra angefertigte Türen, Klinken, Heizkörper, Beschläge etc.

    Aber der jetzige billige Abklatsch ist nur das Werk von fantasielosen Abkupferern, die maximal mit ihren häßlichen Werken provozieren können. Siehe Armeemuseum Dresden.

    Der Link von Dir ist interessant. Man sieht hier am unvoreingenommenen Publikum, was diese billigen Wohnschachteln in Wirklichkeit für Qualität darstellen.

    Zum Artikel:
    Kunstagent müßte man angesichts dieser sagenhaften Rendite sein! Da kann ich sogar Einweckgläser mit Bakterienfilz Gallerien als zeitlos andrehen. 😉

  30. Wenn es einen Käufer gibt, der den Preis für das Kunstwerk bezahlt, dann ist es das auch wert.
    Dafür braucht man weder BWL noch Kunstgeschichte studiert haben.

  31. #26 Reiner-Zufall (04. Nov 2011 11:51) Your comment is awaiting moderation.

    Ja, ja, so kann es kommen……

  32. #34 delablake (04. Nov 2011 11:59)

    Hat die Klappse Deines Vertrauens heute Freigang-Tag?

    Ich amüsier mich köstlich, mit welchem Geifer die Vertreter der örtlichen Dekadenz über Kewils Beiträge herfallen.

    Kaum hält man denen den Spiegel vor, ist es aus mit der gespielten „Toleranz“. 😀

  33. …tja, Beuys verteidigte seinen Abfall auch schon mit der Besessenheit des überzeugten Mülltrenners, dem die anale Phase immer als die schönste Zeit seines Leben vorkam. Aber einmal nicht aufgepasst, und schon war die Kunst durch SPD-Kollektivierer dahin. Jedoch mit einem kleinen „Schmerzensgeld“ versüsst hat er das zähneknirschend noch ein paar Jahre überlebt. Allerdings als er dann so Sachen sang wie :“Ob West oder Ost, auf die Waffen gehört Rost“ hat selbst Gott nicht mehr an sich halten können und ihn sofort zu sich gerufen. …, kluge Entscheidung. 🙄

  34. kunstbanausen! unglaublich. das vom sauer verdienten geld der steuerzahler gekaufte kunstwerk ist geschändet .ich biete an, für 10 ooo € unkostenbeitrag diese plastikschüssel wieder zu versauen. damit wären 790 000 gespart. ich würds auch so richtig eklig machen, damit die kunstkenner und mäzene ihre freude daran haben. hatte früher mal einige kunstausstellungen besucht mit moderner kunst und noch nie soviel hochgestochenen unsinn auf einmal gehört. kann mal jemand ausrechnen, wie lange ein normalverdiener sparen muß um 800 000 zusammenzukriegen.

  35. Man muss leider ganz klar sagen, dass die Bundesrepublik von allen Staaten, die je auf deutschem Boden existiert haben, künstlerisch und gestalterisch eindeutig am schwächsten ist.

    Das betrifft alle Bereiche menschlichen Schaffens. Nicht nur die bildhauerische Kunst. Ebenso Malerei, Theater, Musik und ganz besonders auch Architektur und Städtplanung. Wenn man den Begriff „Zersetzung“ so versteht, dass Altes ersetzt wird ohne dass etwas besseres Neues an seine Stelle tritt, dann kann man in all diesen Bereichen deutliche Anzeichen für Zersetzung sehen.

  36. #34 delablake

    Oh, da fühlt sich wohl ein „Kunstkenner“ auf den Schlips getreten?

    Wie war das gleich mit „Niveau“:

    „Dumm wie Bohnenstroh und voller Hass.
    Gleiche Hackfresse, gleiche Niveaulosigkeit, gleicher Fanatismus.Spießer-Schwachkopf“

    Ich glaube, Sie sollten sich lieber ganz,ganz arg zurückhalten!

  37. #42 Aaron (04. Nov 2011 12:03)

    „Kunstwerk“ bitte in Anführungsstriche setzen. Soviel Zeit muß sein,ja? 😉

  38. #43 Reiner-Zufall (04. Nov 2011 12:08)

    #26 Reiner-Zufall (04. Nov 2011 11:51) Your comment is awaiting moderation.

    Ja, ja, so kann es kommen……

    Was war falsch an dem Beitrag?

    Der böse Begriff, den uns jeden Tag aus den Un-kulursendungen entgegenschlägt?

    So schön kann PI sein.

  39. Also ich muss ja nicht PI lesen, wenn es dank Kewil niveauloser wird. Wollte es aber, ehe ich meine Lesezeit bei PI reduziere, zumindest mal gesagt haben.

  40. @ #40 Pantau

    Richtig. Oder wie es Sarrazin zu sagen pflegte:

    Wenn ein Arschloch sagt, die Erde sei rund, dann stelle ich mich nicht hin und behaupte, die Erde sei eckig.

    Dann sage ich: „Die Welt ist rund und du bist trotzdem ein Arschloch.“

  41. @ #34 delablake

    Dieser Müll versinnbildlicht den Zustand unserer künstlerischen und geistigen „Elite“ auf treffende Weise.

    Und den Zustand der „Kunstkenner“, zu denen Sie anscheinend auch gehören.

    Oder haben Sie sogar schon so ein „Werk“ „geschaffen“?

  42. So ein Blödsinn jetzt einerseits mit der Nazikeule und anderseits mit entarteter Kunst zu kommen. Fakt ist, dass die modernen Kunst kaum noch kritisiert wird. Kunst und Kunstkritik gehören in einer freiheitlichen Gesellschaft zusammen. Man kann alte Meister bieder und langweilig finden und eine Fettecke toll. Jeder wie er will. Man darf aber seine Meinung auch dazu äußern. Kunst ohne Kritik ist langweilig. Man denke nur an das Verhältnis von Graß oder Walser zu ihren Kritikern.
    Moderne Kunst braucht ein spießiges Umfeld, sonst ist sie selbst spießig. Ohne Leute wie Kewil wäre die moderne Kunst längst tot.
    Kunst hat nichts mit Wissen zu tun, sondern ähnlich wie Religion was mit glauben, meinen, finden, dafür halten. Es gibt keine Wahrhaftigkeit in der Kunst, sondern den Kampf um Hegemonie und Dogmatik.
    Ich empfehle noch einmal Adolf Loos Aufsatz „Ornament und Verbrechen“ von 1908, um zu verstehen, dass es in Kunst um Ideologie gehen kann, über die man diskutieren können muss. Ich glaube kaum, dass Kewil moderne Kunst verbieten will oder für entartet hält, er findet sie nur Scheiße, so wie Loos die schmückende Kunst: http://www.weissenhof.ckom.de/01_allgemein/popup.php?inhalt=ornament

  43. Wenn es die staatliche Kunstförderung nicht gäbe, würden etliche der Genies sich in den Fluren der Sozialämter herumdrücken. Man sehe sich nur die Produkte der hochgelobten Berliner Kunstszene an.

    Ein grausiges Beispiel der „lebendigen Neuköllner Kunstszene“ wurde dem staunenden Fernsehzuschauer einmal in Form einer „Nachhaltigkeitskünstlerin gezeigt. (ich nehme an europäische Kunstförderung im Rahmen des Entwicklungsmodells multikulturell, ökologische städtische Kompetenzräume, Projekt die Stadt von Morgen)

    Sie bastelt aus Holzabfällen Parkettböden im Puppenstubenformat, die man nicht einmal als Topfuntersetzer auf dem Flohmarkt verkaufen könnte.

    Allerdings konnte die Dame eine ellenlange ökologisch triefende Eigeninterpretation zu ihrer hässlich, sinnlosen Fleißarbeit liefern, die jedem Preiskomitee ans Herz greift.

    In der DDR mussten wenigsten noch klumpig, kernige Arbeiter und Arbeiterinnen Gestalten auf einen Untergrund gepinselt werden (grausam genug) heute zählt ganz allein die „gute Absicht“.

  44. #12 tender goat lover (04. Nov 2011 11:37)
    >“….So funktioniert “Kunst” in der Absurdistan/BRD GmbH“.

    ….das nenne ich mal einen wahren Abschluß eines Kommentars.

    ………………………………………………………………………………………

    @kewil

    Für den Fall, daß der Bretterhaufen entsorgt werden soll und Du etwas darüber erfährst, wäre ich über einen Hinweis dankbar .
    Suche nämlich für den Winter noch „Anmachholz“ für den Kamin und gut abgelagert scheint es ja zu sein .

  45. #26 Reiner-Zufall (04. Nov 2011 11:51)

    Man schaue sich nur die BILLIGEN Umsetzungen alter Opern an. Es ist eine Schande und auch eine Verhöhnung der Alten Meiter, was heutzutage für Inszenierungen mit Putzlappenkulisse an altehrwürdigen Häusern laufen.
    Und wenn man noch die verächtlichen Worte dieser untalentierten Hanswurste samt ihrer sog. „Kritiker“ bezüglich der „langweiligen“ klassischen Inszenierungen hört, dann geht einem das Messer in der Hose auf. Die Typen haben weder Talent noch Geschmack. Das verdeckt nicht mal deren grenzenlose Dekadenz.

  46. Da fällt mir spontan ein Song von Reinhard Mey ein: Des Kaisers neue Kleider 😀 Nee mal ehrlich. Wenn ich in eine Bratpfanne kacke und nen Ei drüberschlage ist das eklig und pervers. Wenn gewisse Leute das machen ist das Kunst und kostet mehrere hundertausend Euro. Deppen!

  47. Ja, #40 Pantau!

    „Nur weil es Nazis widerwärtig finden, dass man auf die Bühne scheißt und das als “Kunst” bezeichnet, wird es desshalb noch lange keine und HIER wurde das sehr richtig thematisiert, weil es – und jetzt halten Sie sich fest – politisch Korrekt ist, heutzutage ekelhafte Widerlichkeiten und schlichte Schrotthaufen als “Kunst” zu bezeichnen.“

    Da ich kein Nazi sein kann, bin dafür trotz meines Alters zu jung, habe ich ein „gesundes Volks“- und Kunstempfinden!

    Ich machen mich weder mit den Liebhabern von Un-Kultur noch mit den Lebensweisen von Exotenvölkern gemein, besondern nicht mit denen, die hier grausamste Sitten ausleben. Und das finde ich sehr gesund!

    Vielleicht habe ich ja der Nazi-Keule von
    #28 Fleet
    zu verdanken, dass mein Kommentar zum Eingangsbeitrag verschwunden ist.

    Ich hoffe, es war
    Reiner Zufall.

  48. #54 Sebastian (04. Nov 2011 12:13)

    Du NAzi!!!!! 😛

    „Erst putzten sie den dreckigen Trog, dann verbrannten sie das Lattengerüst, danach steckten sie die Pornohefte in das Altpapier…“

    Wehret den Anfängen!!!

    P.s. Ich hoffe, dein Kamin ist feinstaubarm. 😉

  49. @ #37 Obambi

    Ach herrje. Meine Ausdrucksweise stört dich also. Weißt du was mich stört?
    Wenn man themenunabhängig seinen religiösen Wahn propagiert und damit den Atheisten immer wieder die Schuld an allem gibt.

    Das stört mich.
    Wenn es hier immer wieder zu Reibereien zwischen Atheisten und Religioten gibt, gehen diese zu 99 % immer von letzteren aus.

    Und wie du so schön sagst: Wir leben in einer freien Welt – in der ich mir meine Ausdrucksweise selbst aussuche, sprich: sie dem zu sagenden anpasse.

  50. #52 JeanJean

    „Wenn es die staatliche Kunstförderung nicht gäbe, würden etliche der Genies sich in den Fluren der Sozialämter herumdrücken.“

    Nee, und das wäre kein
    Reiner Zufall:

    IN DER KLAPSE!

  51. #55 Reiner-Zufall (04. Nov 2011 12:17)

    Hallo Reiner, schöner Kommentar !
    Und das bei Pi neuerdings mehr zensiert wird, als im Kommentarbereich der Jungen Welt, ist sicher kein reiner Zufall !

  52. @ #56 Reiner-Zufall

    Wieso kannst du kein Nazi sein? Bist du auch ein Verfechter der großen PI-Mär‘, dass es heutzutage keine Nazis mehr geben kann, weil die ja alle mit Hitler gestorben sind?

    Genauso, wie heutige Anhänger des Kommunismus Kommunisten sind und nicht „Neo-Kommunisten“ oder sonstwas, genauso sind Anhänger des Nationalsozialismus Nazis und nichts anderes.

  53. „Eigentlich könnten das Museum und vor allem der Leihgeber froh sein, wenn der Holzmüll jetzt rauskommt…“

    Jawoll: Ich übergebe der Flamme – äh – dem Museum für „Entartete Kunst“… die Werke von Martin Kippenberger!

    Schad‘ ist es nicht drum, wie der Größte Künstler Aller Zeiten ja schon vor Jahrzehnten richtungsweisend feststellte:

    Dieses leichte Kunstschmierantentum allerdings ist wirklich im höchsten Falle nur ein Zeiterlebnis. Gestern noch nicht gewesen, heute modern und übermorgen vergessen!

  54. #61 Reiner-Zufall (04. Nov 2011 12:19)

    In der Klapse gibt es wirklich kleine Gallerien – auf den Gängen…

    Maltherapie nennt sich das. Da können sich sogar viele Bilder mit dem Sondermüll der städtischen Gallerien messen.

    p.s. Ich bin kein Verächter moderner Kunst. Allerdings sollte man Kunst und Müll schon trennen können.
    Leider sit es in Deutschland derzeit so, daß in der Kunst- und Architekturszene das vorherrscht, was wir so gerne China vorwerfen:
    Es wird gedankenlos kopiert.

  55. #59 tender goat lover

    Du hast völlig recht!

    Jetzt noch ein wenig diplomatischer und dann klappt das auch mit den Religiösen hier 🙂

    Gerade wenn man etwas Wahres zu sagen hat (wie über das unmögliche Einbringen von Dingen am falschen Ort wie von ogmios), dann sollte man ganz bedacht formulieren.

  56. #42 Aaron:

    Wenn es einen Käufer gibt, der den Preis für das Kunstwerk bezahlt, dann ist es das auch wert.

    So ist es. Da fällt einem automatisch ein Mann namens Wolfgang Beltracchi ein, der den internationalen Kunstmarkt um sechzehn Millionen erleichtert und renommierte Kunstsachverständige blamiert hat, eine köstliche Geschichte. Jetzt sitzt Beltracchi im Kölner Knast und malt seine Mitgefangenen, im FAZ-Feuilleton war unlängst eines seiner Werk zu bewundern. „Selten schlugen den Angeklagten in einem Fall von gewerbs- und bandenmäßigem schweren Betrugs so heftige Sympathien entgegen wie im größten Fälschungsskandal der klassischen Moderne“, hieß es in der FAZ, das Publikum weiß solche Geschichten zu schätzen. Und Helene Beltracchi, die Ehefrau, sagte: „Es war alles so absurd einfach.“ Leute wie Werner Spies, den Max-Ernst-Kenner an sich, übers Ohr zu hauen.

  57. #42 Aaron

    Dieser Logik folgend wären die griechischen Staatsanleihen auch eine ganze Menge wert.

    Weit mehr als sie wirklich wert sind 🙂

    Und wenn jeder, der einer Lüge Glauben schenkt diese damit zur Wahrheit macht – na dann gute Nacht!

    Hey – wir haben auch BWL studiert. Aber wir glauben nicht einfach alles, sondern denken selber nach!

  58. Gerade bei Kippenbergers gekreuzigtem Frosch hat man doch gesehen, dass der moderne Kunstbetrieb ein linker Spiesserverein ist. Denn so lange die moderne Kunst sich nicht traut auch mal Mohamed in provokanter Pose in Szene zu setzen und eine Museumskuratorin sich entgegen der Proteste der Mohamedaner dafür einsetzt, dass das Kunstwerk weiterhin in der Austellung bleibt, sind das für mich alles nur linke Hosenscheisser.

  59. Ausnahmsweise stimme ich hier mal mit den meisten überein. Es ist einfach nur pervers was heutzutage als Kunst durch geht.

  60. Vielleicht sollte man versuchen aus den Latten einen Zaun zu machen, so bekommt es endlich einen Sinn. Übrigens Kunst kommt von Können.
    Dieses Gebilde ist völliger Mist. Es zeigt nur, was passiert wenn man Kunst zum Markt verkommen läßt. Es hat absolut nichts mit Kunst zu tun. Wie sagte doch Goethe? „In der höchsten Form kann das Handwerk sich zur Kunst erheben.“ Dieses Gebilde ist nicht einmal handwerklich gut gemacht, wie kann es da Kunst sein???

  61. Wenn ich mir so angucke, was die Leute als Sperrmüll an die Strasse stellen, wird mir schwindelig. Die lassen alte verschimmelte Kellerregale, aufgeplatzte Federkernsessel und aufwändig patinierte Kloschüsseln im Wert von Millionen aus reiner Unwissenheit entsorgen und für die Nachwelt unwiederbringlich zerstören.
    Ich werde uneigennützig die Abfallverwertungsgesellschaft unseres Landkreises bitten, die Anschrift dieses Museums in künftigen Abfallkalendern zu veröffentlichen. Dann können die sicherlich schnell diesen immensen Verlust mit neuen Kunstschätzen ersetzen und die arme Reinigungskraft könnte mit einem blauen Auge davonkommen.

  62. Kewil hat bei seiner Kunstkritik vergessen zu erwähnen, dass dieses Kunstwerk christlichem Gedankengut entspringt.

    Weg vom Dreck dieser Erde (= der versiffte Eimer) über die Hiummelsleiter hinauf zu den ewigen Freuden des Paradieses.

  63. OT:

    Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Da wirft ein Typ eine Frau in Dubai aus dem Fenster und beide (!) werden nur wegen „außerehelichen Geschlechtsverkehr“ angeklagt. Von Mordversuch keine Rede, es geht ja nur um eine Frau, vor allem eine Ungläubige.

    Ich verwehre mich künftig dagegen, den Islam mit der Steinzeit in Zusammenhang zu bringen, denn in der Steinzeit waren die Menschen geistig weit höher entwickelt.

    http://www.krone.at/Welt/Betrunkener_Brite_warf_Prostituierte_aus_dem_Fenster-Prozess_in_Dubai-Story-301391

  64. #42 Aaron (04. Nov 2011 12:03)

    Wenn es einen Käufer gibt, der den Preis für das Kunstwerk bezahlt, dann ist es das auch wert.
    Dafür braucht man weder BWL noch Kunstgeschichte studiert haben.

    Wenn es denn wirklich marktwirtschaftlich wäre, stimme ich zu! Leider wird Kunst staatlich subventioniert, in vielen Bereichen.

    OK, wenn es sich um „Volkskunst“ (der Begriff ist evtl. unglücklich und genauer zu definieren) handelt und nicht um „Elitekunst“ oder „Spatenkunst“.

  65. Also nun mal sachte. Ich habe überhaupt keine Nazi-Keule geschwungen. Ich habe noch nicht mal Kippenbergers Werk verteidigt. Warum auch, ich finde es langweilig. Und ich finde im übrigen die Sache mit der Reinigung sehr lustig.
    Aber: Hier bei PI betreiben Kommentatoren, angestiftet von Kewil, eine pauschale Ablehnung aller gegenwärtigen Kunst, die nur aus dem Bauch heraus geschieht. Ich vermute, dass die meisten, die sich äußern, sich höchst selten eine Ausstellung ansehen, sondern einfach mal ihren Unmut loswerden wollen.
    Das Werk von Kippenberger wurde mit keinem Wort analysiert. PI ist übrigens für mich auch nicht unbedingt der Ort, wo ich das erwarte. Aber wenn man sich schon zu einem Kunstthema äußert, dann bitte mit Argumenten. Was hier abgeht, ist eben doch nur ein „gesundes Volksempfinden“, und das reicht nicht. Es reicht uns als Islam- und PC-Kritikern bei den anderen nämlich auch nicht.
    Ich empfehle, meinen Beitrag als das zu verstehen, was er ist: als konstruktive Kritik.

  66. #78 fritzberger78 (04. Nov 2011 12:48)

    Ich hatte ja Kunst als Leistungsfach beim Abitur (in NRW auch vor 25 Jahren kein Problem!) 🙂

    Da hab ich dann auch schnell gemerkt, das es anscheinend weniger ums Handwerk, als viel mehr um tolle Begründungen ging… 😉

  67. #72 Theo (04. Nov 2011 12:37)
    „Dieser Logik folgend wären die griechischen Staatsanleihen auch eine ganze Menge wert.“

    Ja, waren sie auch. Nniemand hat die Käufer bzw Anteilseigner gezwungen. Jetzt sind sie halt weniger wert. Das ist Marktwirtschaft.

    #80 WahrerSozialDemokrat (04. Nov 2011 12:55)
    „Wenn es denn wirklich marktwirtschaftlich wäre, stimme ich zu! Leider wird Kunst staatlich subventioniert, in vielen Bereichen.“

    Subvention spielt keine Rolle. Der Markt bestimmt den Preis. Milch ist auch subventioniert.

  68. wer Herrn Beuys noch für einen Künstler hält , sollte sich seinen Hit „Wir wollen Sonne , statt Reagan (!!!)“ antun. — Mit seinen „Kunstwerken“ hat er dieses Niveau noch unterschritten.–

  69. #82 Fleet

    Nein, du gehörst zu den immer gleichen drei oder vier linken Salbaderern, die sich um das „Niveau“ von PI heuchlerische Gedanken machen und insgeheim hoffen, wir gehen pleite. Wenn ich das schon lese:

    Ich werde meine Zeit, die ich hier verbringe, reduzieren.

    Oder so ähnlich. Na hoffentlich! Im übrigen hab ich den Kippenberger noch persönlich gekannt und erlebt auf mehreren privaten Partys. Der war jedenfalls nicht so zickig, und wenn er gewusst hätte, dass einer den Lattenmüll mit 800.000 Euro, also damals 1,6 Mio Mark beziffert, hätte er in die Hose gemacht vor Lachen!

  70. Tja, die heutigen Kunstwerke werden halt leider mit Abfall und Müll verwechselt. Woran liegt das wohl? Vielleicht am (fehlenden) ästhetischen Anspruch?
    Wie dem auch sei – dass unsere Kunst und Kultur aufgrund rotgrüner Meinungsmache auf den Hund gekommen ist, beweisen zahlreiche Kunstwerke, ebenso aber auch Fernsehprogramme sowie der Erfolg von „Literatur“ wie „Feuchtgebiete“ oder „Schoßgebete“….

  71. #82 Fleet (04. Nov 2011 12:57)

    Ich würde aber auch nicht alles zu ERNST nehmen! Bei Kategorie hätte man auch einfach „Humor“ einfügen sollen. Für „Satire“ reicht es dann nun nicht und wirklich Politically Incorrect ist es dann auch nicht! 😉

    Also mir war klar, das Kewil keine analytische und durchdachte Kunstkritik mit dem Artikel verfassen wollte! Dies dann als Anlass zu nehmen, ihm das vorzuwerfen, ist aber auch ein wenig scheinheilig.

    Was hier abgeht, ist eben doch nur ein “gesundes Volksempfinden”, und das reicht nicht.

    Nicht für Kunstkritik, aber schon für schön oder häßlich und gut oder schlecht und gefällt oder gefällt nicht…

    Um mehr geht es bei dem Artikel auch nicht!

  72. Wenn Du siehst das in einer Kunstgalerie jemand in die Ecke gekotzt hat, bloß nicht wegwischen!!! Es könnte ein wertvolles Kunstwerk sein!!! 😀

  73. Adolf Hitler wurde weiland von der Kunstakademie abgelehnt. Fortan lebte er in ärmlichen Verhältnissen, wurde Antisemit und letzten Endes Gröfaz.
    Ich denke derartiger Ramsch in den Museen ist ein kleiner Preis wenn er uns möglicherweise den totalen Krieg erspart. 😉

  74. #94 Bonusmalus (04. Nov 2011 13:24)

    Das lässt tief blicken auf unsere Gesellschaft!

    Wenn die Geburt eines Kindes zur Kunst werden kann, dann ist der Mensch weiter entfernt von der Natur, als ich dachte!

  75. Ich verstehe die ganze Aufregung um diese Geschichte nicht. Kunst ist sowohl Geschmackssache als auch abhängig von Angebot und Nachfrage. Es steht jedem, von den hier meckernden Foristen frei, seine Scheixxe in Acryl zu giessen und einen Haufen Kohle zu machen. Jeder der das schafft, geniesst meinen höchsten Respekt. Beim Lesen der Beiträge könnte man glauben, dass irgendjemand gezwungen wird, sein hart verdientes oder erharztes Geld zwangsweise für diese Kunst auszugeben. Da reg ich mich doch viel lieber über sowas wie Rundfunkgebühren auf, Da fragt mich nämlich keiner, ob ich eine Abgabe für irgendwelche talentfreien Kasper á la Silbereisen oder Zombies á la Lierhaus leisten will.

  76. Und weil es sich um ein Kunstwerk handelt, ist es 800.000 Euro wert.

    Nein, es ist (oder war) 800.000 EUR wert, weil es von Kippenberger stammt, der tatsächlich (und zu Recht) zu den wichtigsten deutschen Nachkriegskünstlern zählt (er hat nicht nur Lattengerüste gebaut, sondern vor allem sehr gute Gemälde verfertigt, auf denen sein Ruhm basiert).

    Und im Gegensatz zu dem Beuys-Werk, das früher bereits von einer Putzfrau entsorgt wurde, muss man zwar das Lattengerüst nicht als Kunstwerk anerkennen – aber erkennen, das es also ein solches verstanden wird, sollte man im Museumsumfeld schon. Es gehört viel Blödheit (oder böse Absicht) dazu, es für hinterlassenen Abfall eines Museumsbesuchers zu halten.

  77. Für mich kommt Kunst von „können“, denn wenn es von wollen käme, hieße es „Wulst“.

    Ich bewundere diese „Künstler“ nur in einer Fähigkeit: mit Hilfe der Bekloppten aus Schei$$e Geld zu machen. Die wahren Idioten sind aber die Konsumenten des Schrottes.
    Ich war mal auf einer „Kunstmesse“ in Ddorf.
    Soviel Murks auf einen Haufen habe ich weder davor, noch danach zu sehen bekommen.

    Bsp.: ein Stück aus einem Umzugskarton herausgerissen, weiß angemalt und anschließend mit einem Schraubenzieher einen Riß reingezogen!!! 600,00 DM

    Am beeindruckendsten waren jedoch die Besucher, welche mit Andacht und großen Augen diesen Mist betrachteten und versuchten herauszufinden, was der „Künstler“ ihnen mit seinem „Kunstwerk“ wohl mitteilen wollte 🙂
    Ich sah so manchen „Künstler“, der sich einen über die Idioten gegrinst hat.
    Was ich aber am idiotischsten finde ist, daß man solchen „Künstlern“ auch noch eine höhere Moral zuschreibt.

  78. Ahhh, gibt es jetzt wieder „entartete Kunst“ oder was und PI bestimmt was darunter fällt?

    PI: Nein, die Putzfrau, wie man sieht, wenn man liest!

  79. Zum Glück entscheiden Typen wie Kewil nicht, was Kunst ist oder was nicht. Peinlicher Artikel!

  80. #96 WahrerSozialDemokrat (04. Nov 2011 13:33)

    Mich würde nichtmal mehr wundern, wenn als nächster Schritt, bzw. als Erweiterung dieser „Kunst“ die dauerhafte Ausstellung der konservierten Nachgeburt kommt.

    Mich wundert wirklich nichts mehr, pervers ist noch schmeichelaft als Ausdruck.

  81. #101 zuzanna.bahlsen (04. Nov 2011 13:46)

    Um es in den Worten Loriots zu sagen: Ach ?

    Und wer entscheidet dann was Kunst ist ? Gelangweilte Pseudointellektuelle die sich in dekadenter Weise von geisteskranken ebensolchen den Arsch mit Kohle zustopfen lassen ?

  82. Erstmal, Kunst wird völlig mißverstanden.

    Es ist nicht Kunst solch einen Lattenrost zusammenzunageln, die Kunst besteht darin einen Blöden zu finden, der dafür eine sechsstellige Summe hinblättert.
    Traurig ist nur, wenn Steuergelder dabei den Bach runter gehen.

    Ein schönes Beispiel für große moderne Kunst sind auch die Rostgestelle vor dem Kanzleramt.

    Ja, genau genommen ist auch die Klimahysterie moderne Kunst. 😯

  83. 800’000 Euro?! Das sind ja krassere Wertsteigerungen als im Drogenhandel!
    Und wieso gehen die mit der Geschichte überhaupt an die Öffentlichkeit? Ist doch keine grosse Sache, den Eimer mit ein bisschen neuem Dreck zu beschmieren.
    Abgesehen davon mag ich aber solche allgemeinen Aussagen über die „moderne Kunst“ nicht besonders.
    Logisch gibt es unoriginelle Typen wie Beuys, die einfach ein bisschen Sperrmüll beschmutzen und ihren Namen drunter setzen, aber es gibt auch heute eine Menge Kunst, die ihren Namen verdient.

  84. So peinlich ist der Artikel nicht. Denn niemand fragt, wie es kommt, daß die Anweisung, 20cm Abstand vom Kunstwerk zu halten, nicht befolgt wurde. Laut Bericht BILD gelten strenge Regeln. http://www.bild.de/news/inland/kunst/putzfrau-schruppt-kunstwerk-kaputt-20811170.bild.html
    Der Museumsdirektor (und gleichlautend auch die Sprecherin der Stadt Dortmund:
    „Sie dürfen die Kunstwerke nicht berühren, geschweige denn putzen. Selbst beim Reinigen des Bodens muss ein Abstand von 20 Zentimetern eingehalten werden.“
    Warum wurde diese Anweisung nicht befolgt ?
    Gab es Sprachprobleme ?
    Dazu ein märchenhafter Bericht aus der Recklinghäuser Zeitung: „Eine Putzfrau zerstört ein 800.000-Euro-Kunstwerk im Museum Ostwall. Alle Betroffenen fragen sich: „Wie konnte das nur passieren?“ Wir haben im U-Turm und bei der betroffenen Firma nachgefragt. Wichtigster Fakt: Die Putzfrau fliegt nicht raus.“
    Also, bei einem 800 000 Euro Schaden das Wichtigste: Die Putzfrau fliegt nicht raus. Noch märchenhafter: „Noch kurz vor dem Lapsus erinnerte ein Angestellter des Museums die Frau: „Sie wissen doch, dass Sie 20 Zentimeter Mindestabstand zu allen Kunstwerken halten müssen?“ Na klar, erwiderte sie. Sie arbeitet seit Jahren für die Reinigungsfirma AWF, die auch das Emil-Schumacher-Museum in Hagen putzt und seit rund einem Jahr das U. Die Frau ist zuverlässig und routiniert.
    Kurz darauf entdeckt der Museumsangestellte, dass die Schale des Kippenberger-Werks mit dem Titel „Wenn’s anfängt, durch die Decke zu tropfen“ nicht mehr schmuddelig-weiß, sondern teilweise blitzeblank ist. Erschrocken fragt er die Frau: „Hast du etwa die Schale geputzt?“ Verdattert antwortet sie: „Ja!“ Das war am 21. Oktober.

    „Weiß nicht, was ich dabei gedacht habe“

    „Ich weiß nicht, was ich dabei gedacht habe“, erzählt sie später ihrem Chef Frank Schwake. „Ich habe es zu spät gemerkt.“ Schwake ist sicher: „Das war Pech. Sie hat einen Moment nicht nachgedacht, reflexartig geputzt.“ Er hält zu ihr: Kündigung ist für Schwake kein Thema.“http://www.recklinghaeuser-zeitung.de/nachrichten/region/dortmund/Kunstwerk-wegewischt-Putzfrau-wird-nicht-gefeuert;art1330,593359
    Während andernorts eine Putzfrau wegen Pfandflaschenklau gekündigt wird, wird sie hier in Schutz genommen. (http://www.sueddeutsche.de/karriere/bagatell-kuendigung-entlassen-wegen-pfandflaschen-klau-1.60446 )
    Wer wie ich in den letzten Jahren in öffentlichen Behörden mit Putzfrauen zu tun hatte, die kein Deutsch verstanden, fragt sich, ob es hier Sprachprobleme gab, und die Einstellung von Billigarbeitskräften ihre Folgen hatte. Ich frage mich das insbesondere, weil in keinem Zeitungsbericht die Putzfrau mit Namen genannt wurde, stattdessen ein fast liebevoller Bericht in der Recklinghäuser Zeitung.
    Empfehle außerdem für eine Fülle von Beobachtungen U.Ulfkotte: Albtraum Zuwanderung.2011

  85. #105 DieNetteKette (04. Nov 2011 14:00)

    die Kunst besteht darin einen Blöden zu finden, der dafür eine sechsstellige Summe hinblättert.

    Den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Und darum bezeichne ich Picasso als hervorragenden Künstler. Er hat sich seinerzeit totgelacht über seine Kunst, die Leute verarschen zu können. (Abgesehen davon mag ich seinen Stil).

  86. Merkwürdig ist auch der Wechsel der Angestelltensprache zur Putzfrau vom „Sie“ zum „Du“ : Sie wissen doch, daß Sie 20 cm Abstand halten müssen; im weiteren Artikel dann: „Hast du etwa die Schale geputzt“, im Bericht der Recklinghäuser Zeitung. So die überlieferte Formulierung des Redakteurs.

  87. 1. Welchen Materialwert hat die alte Farbe der Mona Lisa?

    2. Warum ist das Kunstwerk zerstört, wenn es sich restaurieren lässt?

    3. Ist es dann Kunst, wenn kewil es versteht?

    4. Ist die Kunstbei uns frei, oder wie im Islam vom Herrscher bestimmt?

    5. Was hat das Thema hier verloren?

    6. Wer hat ausgerechnet kewil über dieses Thema schreiben lassen?

  88. Hier gibt es anscheinend eine anti-kewil Fraktion, die immer ihr Mütchen kühlen muß.
    Ich habe auch keine Behauptungen aufstellen können, weil mir die Quellen fehlen.
    Ich finde nur, es herrscht hier ein Nebel, und eine offizielle Sympathie für die Putzfrau, die bei anderen Institutionen, die einen Schaden von 800 000 Euro verzeichnen müssen, nicht gang und gäbe sind.
    Normalerweise würde irgendein Presseorgan über die Frau näher berichten.
    Auch die Firma wurde heute erstmals genannt (AWF).
    Ein Blog hatte sich gestern bei der Sprecherin der Stadt beschwert, warum sie den Namen der Firma nicht rausrückt. „Stattdessen tun sie alles, um die Geschichte zu verhindern: Teilen sie nicht von sich aus mit, bestätigen sie erst 12 Tage später auf Nachfrage. Sie nennen die Reinigungs-Firma nicht, “weil die das nicht möchte”. Eine merkwürdige Begründung. Dass denen das unangenehm ist, ist klar. Aber das Leben ist doch kein Wunschkonzert. Sie decken die wegen so einer im Grunde harmlosen Sache, die (auch wenn ich jetzt Ihr kulturelles Empfinden beleidige) von vielen Menschen als lustig empfunden wird? “ http://blog.telefacts.tv/
    In dem Offenen Brief heißt es: „Stattdessen tun sie (Sie) alles, um die Geschichte zu verhindern.“

  89. #66 tender goat lover

    „Wieso kannst du kein Nazi sein?“

    Hääääääääääh?

    Ne, wenn de meenst, ick bin ’n Nazi, na un?
    Det kratzt mich nich die Bohne!

    Keen
    Reener Zufall,
    det so ’ne Anwürfe inzwischen verpuffen –
    Allzu scharf macht Scharten! sagt der Volksmund dazu!

  90. #114 dreadnought (04. Nov 2011 14:21)

    6. Wer hat ausgerechnet kewil über dieses Thema schreiben lassen?

    Und wer hat ausgerechnet dich hier schreiben lassen ?

  91. #108 Bonusmalus (04. Nov 2011 14:03)

    „Picasso….hat sich seinerzeit totgelacht über seine Kunst, die Leute verarschen zu können.“

    Reiner Zufall,
    dass selbst Kishon ein scharfer Kritiker der modernen Kunst und des dazugehörigen Kunstmarktes war?

  92. #119 Reiner-Zufall (04. Nov 2011 14:41)

    Der von mir hochgeschätzte Kishon war ja nicht nur diplomierter Kunsthistoriker und damit auch „Kunstkenner“, sondern er hatte vor allem was in der Birne und den Mut, auch politisch inkorrekt zu sein.

  93. Ahhh, gibt es jetzt wieder “entartete Kunst” oder was und PI bestimmt was darunter fällt?

    PI: Nein, die Putzfrau, wie man sieht, wenn man liest!

    Aber PI jubelt höhnisch „In zwanzig, dreissig Jahren liegt der ganze Mist im Keller und vermodert.“ Also bestimmt PI was Mist ist und was nicht.

    PI: Nein, aber wir kennen bereits jetzt staatliche Keller bis hinunter zu den Landkreisen, wo aufgekaufte Kunst regelrecht vermodert und verschimmelt. Es gibt da ein Gesetz, dass bei staatlichen Neubauten ein bestimmter Prozentsatz der Summe für Kunst ausgegeben werden mußte. Und jetzt verfault das Zeug und keiner will es haben. Im übrigen sieht man es auch im Freien, wenn da Skulpturen rosten und Holzplastiken faulen.

  94. Jedes Schnurgerüst auf dem Bau ist wetvoller als dieser Mist!
    Sauberwischen ist überflüssig! Ein paar kräftige Schläge mit dem Fäustel oder Maurerhammer tun`s auch!
    Wer noch mehr sehen davon sehen will: Wallraff- Richartz/ Ludwig- Museum in Köln.
    Der klassische Teil ist aber wirklich sehenswert. Hannah Arendt: Das Kennzeichen der Moderne ist der völlige Verlust des gesunden Menschenverstandes.

  95. Aus dem Bericht der WAZ über das Innenleben der Firma, die zu der Putzfrau hält, auf Anfrage erklärt der Chef der Firma AWF:“ Schwake nimmt seine Angestellte ausdrücklich in Schutz: „Sie weiß selbst nicht, wie ihr das passieren konnte. Die Frau ist fix und fertig.“ Und weiter:
    „Einen Grund, die langjährige Mitarbeiterin zu feuern sieht der Chef nicht. „Sie behält natürlich ihre Stelle, sie hat sich ja nie etwas zu Schulden kommen lassen“, betont er sein Vertrauen in die Raumpflegerin. Auch wenn es in der Vergangenheit bei anderen Unternehmen kleine Anlässe – etwa der Verzehr einer Frikadelle – für Kündigungen gegeben habe, komme eine Entlassung gar nicht Frage“. ( es heißt hier wörtlich :“nicht Frage“. DAs gehört übrigens auch zum Thema, es kommt in der Presse immer öfter zu sinnentstellenden Fehlern…aufgrund der Sprachkompetenz.Dan.)
    „Eine Bestrafung durch den Arbeitgeber schließt der Chef denn auch aus: „Wir schätzen die Mitarbeiterin sehr. Sie ist genug gestraft, weil sie sich unendlich schämt.“ http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/putzfrau-behaelt-job-obwohl-sie-kunstwerk-zerschrubbte-id6044725.html
    Das Leben kann so schön sein, wenn der Chef so unendlich gut ist.

  96. Eine Putze die ihren Job noch ernst nimmt.
    🙂

    Das Werk heißt „Wenn‘s anfängt durch die Decke zu tropfen”.

    Ich habe lange gegoogelt und nichts gefunden. Kann mir jemand die seelischen Abgründe des Werkes erklären ?

  97. Es steht jedem frei über moderne Kunst zu lachen, sie nicht zu verstehen, sie als Blödsinn abzutun.

    Kunst bleibt sie trotzdem.

  98. http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/putzfrau-behaelt-job-obwohl-sie-kunstwerk-zerschrubbte-id6044725.html
    In den Kommentaren zu dem Artikel schreibt nike8, zuerst werde wohl die Versicherung der Stadt Dortmund eintreten, das Kunstwerk ist ja auf 800 000 Euro taxiert.
    nike8: „Wenn dann wirklich ein Schaden festgestellt wird und der Kunsteigentümer bekommt Geld von der Versicherung, wird diese das Reinigungsunternehmen in Regress nehmen.
    Gehen wir weiter mal davon aus, dass dieses Reinigungsunternehmen eine Betriebshaftpflichtversicherung hat, dann zahlt diese an die erste Versicherung.
    Die Betriebshaftpflichtversicherung könnte dann die Putzfrau in Anspruch nehmen, wird hier aber kaum an echtes Geld kommen: Als Arbeitnehmerin – und das ist wichtig – kommen bei ihr die Grundsätze des Schadensersatzes im Arbeitsverhältnissen zur Anwendung. Und da ist sie mit maximal drei Brutto-Monatsgehältern dabei. Wenn es sich dann noch um eine 400-Euro-Jobberin handelt, kann man sich die Erfolglosigkeit vorstellen“ Soweit Nike8, der sich um 14.59 beschwerte: „Warum werden meine Kommentare gelöscht“, 4 weitere Kommentare wurden blockiert. Ich vermute, Nike8 hat sich in seinem gelöschten Kommentar mit der Arbeitnehmerin beschäftigt.
    Die Betriebshaftpflichtversicherung könnte sich nämlich auch weigern zu zahlen, wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt, z.B.
    Vor diesem Hintergrund kann man die Generosität des guten Chefs nicht hoch genug bewerten.

  99. @ #118 Reiner-Zufall

    Dafür, dass das an dir abperlt, reagierst du ziemlich paranoid.
    Ich habe in keiner Silbe behauptet, dass du ein Nazi bist.

    Ich verwehre mich bloß gegen die Pauschalisierung, dass es heutzutage keine „Nazis“ mehr geben kann. Die Erläuterung aber hast du wohl überlesen.

    Kein
    Reiner Zufall
    also, dass die meisten Missverständnisse auf schlampiges Lesen zurück zu führen sind 😉

  100. Kunst kommt von „können“.

    Würde es von „wollen“ abstammen, müsste es „Wunst“ heissen.

    Beobachtet mal, was heutzutage alles unter dem Begriff „Kunst“ geführt wird, wer die „Künstler“ sind und wer diese „Kunst“ zur Kunst erklärt und womit diese Erklärungen begründet werden. 😉

    Na, wem kommt diese Wertigkeitszuweisung und die damit einhergehende Begriffsumdeutung des Begriffes „Kunst“ bekannt vor?

    Und bitte…keine lächerlichen Vergleiche mit den Nazis und der „ent-kunsteten entarteten Kunst“.

    Oder worin besteht der Unterschied, wenn Einer hergeht und Dinge „diktatorisch“ zur Kunst erklärt und dem, der Dingen das Künstlerische abspricht?
    Na, wer kanns?
    😀

  101. Vielleicht erscheint ja in 8-14 Tagen zur Richtigstellung ein Artikel von Herrn Stürzenberger mit dem Titel „Pi ist nicht gegen moderne Kunst“ lol

  102. @Steinhauer

    Es steht jedem frei über moderne Kunst zu lachen, sie nicht zu verstehen, sie als Blödsinn abzutun.

    Kunst bleibt sie trotzdem.

    Fast richtig: In einem freien Land steht es jedem zu, den von ihm fabrizierten Schrotthaufen als „Kunst“ zu bezeichnen und er darf natürlich jedem der dafür freiwillig mit eigenem Geld zahlt, jede beliebige Summe abknöpfen. Gut so – bin schließlich Marktradikaler. Aber ein Schrotthaufen bleibt es trotzdem.

  103. Da nach Josef Beuys sowieso

    „Jeder Mensch ein Künstler“

    ist, hat hier die Aktion Kunst am Kunstwerk stattgefunden. Ein Happening von als Langzeitraumpflegerin schaffenden Event-Artistin. Sie veredelte das an sich schon hochwertige Kunstwerk durch eigene Reflektionen an ihm erheblich.
    Durch diese intensive Auseinandersetzung mit dem Möbel ist es nun 10 mal soviel wert als vorher.

  104. „Wenn ich allein bin, mich selbst betrachte, in den Spiegel schaue, wage ich es nicht, mich als einen Künstler im großen, alten Sinne zu nennen. Giotto und Tizian, Rembrandt und Goya – das waren Leute, die wirklich malen konnten.
    Ich habe lediglich meine Zeit verstanden und bestmöglichen Profit aus der Blödheit, Eitelkeit und Raffgier meiner Zeitgenossen geschlagen. Dies mag ein bitteres Geständnis sein, doch wenigstens ist es wahr.”

    Pablo Picasso, in einem Interview 1970, drei Jahre vor seinem Tod.

  105. Aus dem Kishon-Zitat am Anfang:

    …So behaupten auch die Jungs der Moderne nach dem Beuys’schen Dogma steif und fest, daß alles und jedes auf der Welt Kunst sei…

    „Kunst kommt von Können und nicht vom Wollen, sonst hieß es ja Wunst!
    Karl Valentin

    Singen wollen, singen können…
    http://www.youtube.com/watch?v=DQ1_ALxGbGk

  106. …naja, wer weiss ?
    … er war wohl Anhänger von Reinkarnation und Karma, aber ich dachte eher, das bezöge sich auf irgendwie mehr so „neue“ Menschen direkt im Mutterleib, die er erst durch seinen Lebensweg zu komischen Käuzen transformierte…Und nicht so sehr auf die Übernahme von ältlichen Komikern, im Stile von Mr. Smith in „Matrix“.
    Allerdings haben sie was gemeinsam, Beuys-Welten können auch ganz schön fies sein. 😀

  107. „es ist nicht mein bild, vor dem sich die leute fürchten, sondern es sind die bilder in ihren köpfen.“

    Gottfried Helnwein

  108. @WahrerSozialDemokrat

    Entweder ist man Demokrat oder nicht, oder aber mit am schlimmsten Sozialdemokrat. Die Sozialdemokratie basiert auf dem Marxismus und der Theorie des Sozialismus. Der Unterschied zwischen Sozialdemokratie und Kommunismus besteht lediglich in der Methodik (Taqiyya) wie man die buergerliche Gesellschaft kaputt macht. Ein „Wahrer Sozialdemokrat“ der willig SPD waelt ist entweder ein Zerstoerer des Abendlandes oder naiver Idiot weil er mit „sozial“ und „Demokratie“ eingelullt wird.

  109. #86 Aaron

    Gerade Griechenland zeigt, dass es ein krasses Missverhältnis zwischen realen Werten und eingebildeten Werten gibt.

    Das Kunstding ist mir eigentlich egal. Wenn Leute so viel für so einen Mist zahlen zeigt das nur, dass es zu viele unterbeschäftigte und reiche Leute hier gibt, die nichts anderes mehr zu tun haben.

    Bin mal gespannt wie viele Leute demnächst damit zu kämpfen haben, dass es wirklich durch’s Dach tropft.

    Jedenfalls halte ich die Abkopplung des Wertes einer Sache von seinen wesenlichen Eigenschaften (realer Wert / innerer Wert) und die Zuordnung zu der subjektiven und relavitistischen Bereitschaft eines Marktteilnehmers einen bestimmten Preis für etwas zu zahlen für einen Fehler. Denn genau dadurch entstehen die ganzen Blasen, die in gigantischen Abschreibungen von Bilanzen enden.

    Das ist der „Preis“ einer Sache. Damit kann ich leben. Aber das Wort „Wert“ ist zu wertvoll um es dafür zu verwenden.

    Eine Einbildung ist noch keine Wahrheit.

    Es braucht meiner Meinung nach in diesem Land wieder Selberdenker.

    Und ja – ich stelle diese Wertdefinition in Frage, Marktwirtschaft hin- oder her – weil sie mich nicht überzeugt.

  110. Nach durchlesen der Kommentare erscheit es mir, als sei es nicht nur hier KUNST, in einem Politisch Inkorrekten Blog, Politisch Correkt zu schreiben!
    Das ist mir schon bei anderen Themen ins Auge gefallen, aber was solls, immer schön PC / PI 😉

  111. Ich liebe diese Putzfrauen !

    Ihre Aktionen verkünden Wahrheit – wo tausend hochbezahlte geistig degenerierte „Kunstkenner“ sich und alle belügen !

    So eine Putzfrau ist wie das Kind, das ruft „aber der Kaiser ist ja nackt“ ….

    DANKE SCHÖN !!!

  112. Was hier offensichtlich noch niemand bemerkt hat – diese Hühnerleiter ( oder doch ein Kratzbaum für Katzen ? ) steht in einem Museum, wurde also mit viel Steuergeldern gekauft. Das ist der eigentliche Skandal.

  113. Naja mal ehrlich, ein paar Zaunlatten mit Farbe beschmiert für 800.000 Euro ? Nur Idioten können so etwas als Kunst bezeichnen……

    Ich bin ja kein Fan von Türk Putzfrauen aber sie hat unseren Kunstverstehern vorzüglich gezeigt was von solch einem „Kunstwerk“ zu halten ist !

    LOL !!

  114. @#129 tender goat lover
    „…Und woran machst du das fest?…“

    Am schaffenden Geist des Künstlers.

  115. Um die Maxime des modernen Künstlers und grünen Berufsdemonstranten Beuys etwas zu strapazieren….

    “ JEDER MENSCH IST EIN KÜNSTLER “

    Im Sinne von Beuys war das hier zitierte „Werk“ der Putzfrau (Aktionskunst/Happening?), aus künstlerisch- schöpferischer Sicht genauso „wertvoll“, wie das „überlagerte“ Werk von Kippenberger.
    Der „Kunst“- Konsument mag nach seinem Placet Prioritäten setzen, und sich für eines der Werke, oder aber auch für beide entscheiden. 😆

  116. Ich verstehe überhaupt nicht, dass das Entfernen der Flecken den Wert des Kunstwerkes gemindert hat. Nimmt man den künstlerischen Akt der Putzfrau, die Flecken entfernt zu haben, als Event dazu, dann müsste das kunstwerk jetzt sogar enorm an Wert zugenommen haben.

  117. Da man entartete Kunst nicht mehr als solche bezeichnen darf, kann sie nicht mehr aussortiert werden und füllt ganze Museen (oft staatlich subventioniert).

    Die Kunstgeschichte hat für verschiedene Epochen bestimmte Bezeichnungen, die diese Epoche im Rückblick hinsichtlich ihrer Besonderheit charakterisieren.
    Unsere „Kunst-„epoche wird in ferner Zukunft wohl mit Begriffen wie „Perversion“ und „Abartigkeit“ umschrieben werden.

  118. #129 tender goat lover (04. Nov 2011 15:18)

    Weil der “Künstler” behauptet, dass es “Kunst” ist?

    Du wirst lachen, aber genauso ist es. Das hat Kunst übrigens mit Religion und Philosophie gemeinsam. Wie schon der alte Hegel wusste.

  119. Nun ja, einmal hatte schon ca. 1988 ein deutscher Kriminalbeamter den Künstlerkollegen Georg Herold (Freund Kippenbergers) angezeigt, weil dieser eine Arbeit mit „Mekka“ betitelt hatte. Die Begründung lautete damals: Störung des religiösen Empfindens der Muslime. Ein deutscher Kriminalbeamter… get it!
    Dann 2008 demonstrieren Muslime vor dem Museum:
    http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article438889/Auf_nach_Mokka.html
    Die Moral von der Geschichte? Worin unterscheiden sich die einen von den anderen?
    Ich will Kunst, ich will das die Kunst frei ist, ich will das sagen dürfen. Wo bitte ist da noch der Unterschied zu den Mohammed Karikaturen in Dänemark oder jetzt diese Geschichte in Frankreich? Es gibt keinen Unterschied! Der Westen, unsere Kultur ist deshalb liberaler, besser und schöner weil bei uns auch Andersdenkende einen Platz haben.
    Deshalb: Die Freiheit der Kunst ist ein hohes Gut, im Islam braucht niemand diese Freiheit. Wild gestikulierende Borderliner, die in die Luft feuern und sich wie Deppen benehmen, sollten nicht unsere Aufmerksamkeit erhalten.
    Deshalb sollten wir hier, auch Dinge verteidigen die wir nicht unbedingt gut finden, oder wie wohl die meisten hier, intellektuell eher nicht erfassen können. Sonst kommt man schnell in das Fahrwasser der Gegenseite. Unterstützt Indien, unterstützt China, denn wenn Pakistan frech wird, bomben die sie in die Steinzeit zurück und gut. Empfehlung/Filmtipp: Die Biografie von Benazir Bhutto anschauen. Was macht eigengtlich Peter Scholl-Latour?!

  120. #151 Jaette

    Gut gesehen. Um des Untoten Willen muß ALLES Kunst sein, dem Leibhaftigen zuliebe muß das deutsche Volk ausgedünnt (Fischer) und durchrasst werden und zunehmend verschwinden (Trittin). Wir bringen den GröFAZ mal so richtig auf die Palme, indem wir unsere Kinder nicht mehr erziehen und wir verzocken unsere gut deutsche DM, dann fällt dem Satan doch glatt der Schnäuz aus dem Gesicht.

    Unseren täglichen Postkartenmaler gib uns heute, vergebt uns nie unsere Schuld, den unser ist das Dritte Reich, erlöse uns nie von dem Übel …

  121. Nirgends findet man dermaßen viel unkritisierten, teuren Abfall wie in der modernen Kunst. Es ist fast unmöglich, in Kunstzeitschriften oder im Feuilleton einen Artikel zu finden, der es wagt, irgendein Bild, eine Plastik, eine Installation oder Kunstaktion anzugreifen. Und den Kunstkennern und Ausstellungsbesuchern kommt weder bei der Vernissage noch bei der Finissage ein kritisches Wort über die Lippen aus Angst, sie könnten als Banausen dastehen. Lieber blättern sie für ein “monochromes”, leeres Blatt, ein billiges Kunststoff-Plastikrohr oder eine bepisste, mit dem Penis des Künstlers bestrichene Leinwand Millionen hin. Man ist doch Connaisseur.

    Das ist eben das ewige „Des-Kaisers-neue-Kleider“-Getue.

    Wie beim angeblich „friedfertigen“ und „mit der Demokratie zu vereinbarenden“ Islam.

    Einer muss einfach irgendwann rufen: „Aber der Kaiser ist doch nackt.“

    Im Dortmunder Museum tat das die Putzfrau.

    Beim Islam tut das u.a. PI.

    😉

  122. @#145 Theo

    Das ist der “Preis” einer Sache. Damit kann ich leben. Aber das Wort “Wert” ist zu wertvoll um es dafür zu verwenden.

    Eine Einbildung ist noch keine Wahrheit.

    Es braucht meiner Meinung nach in diesem Land wieder Selberdenker.

    Und ja – ich stelle diese Wertdefinition in Frage, Marktwirtschaft hin- oder her – weil sie mich nicht überzeugt.

    Weil Sie diese schlicht nicht verstanden haben. Die Marktwirtschaft geht ja gerade davon aus, dass jedes Ding und jede Dienstleistung für jeden einen anderen Wert hat. Der „Preis“ ist lediglich ein Gleichgewicht aus den vielen Nachfragern mit ihren individuellen WERTvorstellungen und den verschiedenen Anbietern.

    Aber außer dem Preis aus Angebot und Nachfrage und den sehr unterschiedlichen individuellen Wertbeimessungen hat ein Diamant, eine Banane oder auch ein Auto eben keinen weiteren „inneren“ Wert, denn was sollte dieser aussagen? Wenn morgen jeder Mensch Bananen eklig findet, dann hat die Banane eben keinen Wert mehr, wenn ab morgen Diamanten von keinem Menschen mehr schön gefunden werden, dann ist er auch nur noch ein Stück Kohlenstoff. „Wert“ oder von mir aus „Preis“ ist immer entweder subjektiv oder ein Gleichgewicht aus den subjektiven Bewertungen, denn was soll es sonst sein?

    Dass ein Ding oder eine Dienstleistung einen „objektiven“ Wert über die Arbeit bekommt, welche hineingesteckt wurde, sagt die marxistische Arbeitswertlehre, welche jedoch schon lange widerlegt ist (da diese zu heftigen Widersprüchen führt) und der nicht mal mehr die Linke anhängt, wie ich per Mail in Erfahrung brachte.

  123. @ Steinhauer

    „Es steht jedem frei über moderne Kunst zu lachen, sie nicht zu verstehen, sie als Blödsinn abzutun.

    Kunst bleibt sie trotzdem.“

    Fragt sich bloß, für wen. Es gab in den 90-ern mal eine Aktion, da wollte ein sogenannter „Künstler“ eine tote Kuh aus dem Hubschrauber werfen und dies als Kunst verkaufen. Es gibt durchaus Unterschiede zwischen echter Kunst und kranken, in die Realität umgesetzten menschlichen Hirngespinsten. Normale Menschen empfinden das zu Recht als pervers und wenden sich angewidert ab.

  124. #163 abendlaender11

    Für die wortreich verpackte Nazikeule, die Sie, neuer Kommentator 😆 , mir gehorsam, vorhersehbar und sicher vom „Meister“ wohlwollend registriert in die schreibende Hand legten, sage ich doch aufrichtig danke, lieber Onkel. Aber warum so aufgeregt?

    Um des Untoten Willen muß ALLES Kunst sein,…

    Ja, hiermit kommt das Dilemma in Zeilen daher, wobei ich dem „Untoten“ keine Zeile mehr widmen will. Weder ist das „muß“ das Ziel, noch das „ALLES“ anzustreben. Könnte man sich jedoch auf „darf“ einigen sowie manches schlicht ignorieren, wäre das doch auch schon etwas, oder?
    Wäre es anders, stünden wir dann nicht den Mohammedanern nahe, denen bereits Karikaturen genügen, ihre friedliche Gesinnung unter Beweis zu stellen?

  125. #162 abendlaender11 (04. Nov 2011 18:38)

    „2. Um des Untoten Willen muß ALLES Kunst sein, dem Leibhaftigen zuliebe muß das deutsche Volk ausgedünnt (Fischer) und durchrasst werden und zunehmend verschwinden (Trittin). Wir bringen den GröFAZ mal so richtig auf die Palme, indem wir unsere Kinder nicht mehr erziehen….

    1. Unseren täglichen Postkartenmaler gib uns heute, vergebt uns nie unsere Schuld, den unser ist das Dritte Reich, erlöse uns nie von dem Übel …“

    1. Letzte Woche auf ZDF und ARD gleich viermal zur besten Sendezeit.
    Und zwischendurch auf anderen Sendern in egal, weldchen Sendungen, die sich sonst mit wer-weiß-was befassen!

    Es ist kein
    Reiner Zufall, daß
    2. Heute der DLF http://www.dradio.de/nachrichten/20111104120000/drucken/ meldete:
    DIHK bemängelt soziale Fähigkeiten von Auszubildenden
    „Bei den sozialen Kompetenzen– müsse man jedoch eine Verschlechterung registrieren. Es hapere zu oft an Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Freundlichkeit. Die Jugendlichen seien bei Problemen in diesem Bereich nur schwer in die Betriebe zu integrieren, erklärte Wansleben. Es sei die Aufgabe von Eltern, Kindertagesstätten und Schulen, die Alltagsfähigkeiten zu verbessern.“

    Man kann schon nicht mehr lachen.

    Soziale Kompetenzen?

    Die meinen die preußischen Tugenden, die Deutschland gross gemacht haben und die die BRD-linge als Sekundärtugenden verhöhnt und abgeschafft haben.

    Die angesprochenen Eltern sind genausowenig erzogen worden. Die können ihren Kindern kaum etwas beibringen.

  126. @#167 Wintersonne

    Es ist ihr gutes Recht, sich angewidert abzuwenden. Ändert aber nichts am Sachverhalt.

  127. #126 Steinhauer:

    „Es steht jedem frei über moderne Kunst zu lachen, sie nicht zu verstehen, sie als Blödsinn abzutun.

    Kunst bleibt sie trotzdem.“

    Ach ja?

    Dann ist wohl jeder, der auf eine Leinwand scheisst oder seine Scheisse einschweisst ein Künstler?

    Reiner Zufall
    ist es nicht, dass sich die allermeisten Menschen vor Grausen abwenden von den Abartigkeiten, mit denen unsere Seelen verschmutzt werden soll.

  128. @#167 Steinhauer

    Es ist ihr gutes Recht, sich angewidert abzuwenden. Ändert aber nichts am Sachverhalt.

    Zu einem „Sachverhalt“ gehört vielleicht, dass jemand auf die Bühne scheißt – dass dies „Kunst“ sei, ist kein Sachverhalt, sondern IHRE Interpretation.

    Aber der Begriff „Kunst“ hat ja eine ähnliche Inflation durchlitten wie der Begriff „Kultur“. Um dies zu verdeutlichen: Menschenfresserei kann zwar zu einer Kultur eines Volkes gehören, jedoch nicht bei einem Volk, welches eine hat 🙂

    So wird wohl auch hier der Begriff „Kunst“, welcher auch die Fähigkeit beschreiben kann, nach 8 Bier aus zwei Metern eine Kerze auszupinkeln zu können, mit jener Fertigkeit Michelangelos verglichen. Das ist ungefähr so, als wenn man Jogurtkulturen mit einer Wagneroper als Kulturereignis vergleicht.

  129. Ein gewisser Politiker sprach in eher unpassendem Zusammenhang von „spätrömischer Dekadenz“. Hier paßt es. Gerade werde ich daran erinnert.

  130. #171 Reiner-Zufall

    ist es nicht, dass sich die allermeisten Menschen vor Grausen abwenden von den Abartigkeiten, mit denen unsere Seelen verschmutzt werden soll.

    Durch „Abartigkeiten“ verschmutzte Seelen… Jetzt wird es satirisch, oder?

  131. @ Steinhauer

    An welchem Sachverhalt? Gestörte Verhaltensweisen gestörter Menschen werden von der Mehrheitsbevölkerung niemals als Kunst wahrgenommen, sondern immer nur belächelt und ignoriert, und das ist auch gut so. Falls ich damit einem unverstandenen Kunstliebhaber auf die Füße getreten bin – gern geschehen und bei Bedarf immer wieder.

  132. @ #171 Reiner-Zufall

    Nein.
    Es ist eben nicht jeder der auf eine Leinwand „scheißt“ ein Künstler, und schon gar kein großer.

    Tut mir leid, aber solche Aussagen sind Banalitäten.

  133. @#175 Wintersonne

    Zur modernen Kunst fallen ihnen nur Begriffe wie „krank“, „gestörte Menschen“, „gestörte Verhaltensweisen“ und zu guter Letzt auch noch „Mehrheitsgesellschaft“ ein.

    Mehrheitsgesellschaft(!), im bezug auf Kunst. Da könnt ich gerad kotzen.

  134. @ Steinhauer

    Kotzen Sie. Vielleicht empfinden Sie das ja ebenfalls als Kunst, mich stört das wenig. Ich kotze dafür an anderer Stelle, wo Sie vermutlich tief durchatmen. An Menschen wie Ihnen ist mir nicht gelegen und ihre Denkweise ist mir völlig gleichgültig.

  135. Mehrfach wurde in vorheringen Beiträgen Ephrahim Kishon erwähnt.
    Der hat die „Moderne Kunst“ als Schwindel in der Art von des Kaisers neue Kleider bezeichnet.

    Außerdem hat er bereits 1979 den Begriff „Bevölkerungsschichtwechsel“ für die damals in den Niederlanden anlaufende Bevölkerungsverdrängung der europäischen Urbevölkerung durch nichtweiße Hereinkömmlinge geprägt.
    Eine Seite dazu
    http://www.agriserve.de/Buch-Kishon.html

    ***

    Bei der „Modernen Kunst“ ist nicht so, daß dies vielen Menschen gefällt und daß sie deshalb vorherrscht und daß deshalb hohe Preise dafür gezahlt werden.
    Moderne Kunst muß durchaus nicht am Markt bestehen, sie hat andere Quellen für ihre Bedeutung.

    Sie wird seit 50 Jahren im Rahmen einer Gehirnwäsche/Umerziehung der Europäer sehr stark gefördert zu Lasten der herkömmlichen Kunst.
    Adorno, Horkheimer, Umerziehung, „Kongress für die kulurelle Freiheit“ (in Paris, aber heimlich von den USA bezahlt)

    http://verschwoerungen.info/index.php?title=Kongress_f%C3%BCr_kulturelle_Freiheit

    Es gibt noch viele andere Weltnetzquellen dazu.
    Selbst in der FAZ war etwa Mitte Oktober 2011 im Feuilleton ein länger Aufsatz über die „Förderung der modenren Kunst“

  136. #168 Jaette

    „Wäre es anders, stünden wir dann nicht den Mohammedanern nahe, denen bereits Karikaturen genügen, ihre friedliche Gesinnung unter Beweis zu stellen?“

    Nö.
    Wissen Sie, was „Kommunikation“ ist? Jemand äußert etwas und ein anderer gibt ihm eine Antwort darauf.
    Z.B.: In einem Landeskrankenhaus versucht man die armen Kranken mit Bastelarbeiten ein bißchen abzulenken und aufzuheitern. Nun wird mit diesen Bastelarbeiten eine Ausstellung veranstaltet. (Das öffentliche Zeigen der Werke ist die Nachricht der Kommunikation).
    Nun gerate ich zufällig auf diese Ausstellung und betrachte die Exponate. (Empfange damit die Nachricht). Schließlich sage ich:“Aha. Eipotzblitz, Baschtelarbeiten aus dem Landeskrankenhaus, ei, siehe da!“ (Beantwortung der Nachricht.)

    Kennen Sie den Unterschied zwischen der verbalen Beantwortung einer Aussage und Morddrohungen oder Brandanschlägen?

  137. #181 abendlaender11

    Nun, dem Wort, wird es nur oft genug wiederholt, folgt gern die Tat! Insbesondere,
    wenn das Wort dem Pöbel ins Ohr fährt…
    BTW: Kommunikation… 😆

  138. Hallo, #174 Jaette (04. Nov 2011 20:09)

    „Durch “Abartigkeiten” verschmutzte Seelen… Jetzt wird es satirisch, oder?“

    Es ist kein
    Reiner-Zufall:

    Wo nichts ist, kann nichts verschmutzt werden!

  139. Jetzt kommt doch mal auf den Boden der Realität.
    Die Aktion der Putzfrau war doch auch Kunst; na klar ein richtiges Happening.

    Das Happening ist neben Fluxus eine der wichtigsten Formen der Aktionskunst der 1960er Jahre. Ein Happening ist ein improvisiertes Ereignis direkt mit dem Publikum. Eine der frühen Formen des Happenings ist die décollage. Dazu gehören das Werfen von Gegenständen ins Publikum, Exhibitionismus, Blut- und Farborgien, Zerstören, Zerreißen, Verdrecken von Gegenständen.

    siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Happening

  140. #184 Jaette

    „Nun, dem Wort, wird es nur oft genug wiederholt, folgt gern die Tat! Insbesondere,
    wenn das Wort dem Pöbel ins Ohr fährt…“

    Das ist die „Scharnier“-Theorie der Linksextremen.
    Man gehört keiner kommunistischen Vereinigung an, nicht den Grünen, ist auch bei der Linken kein Mitglied. Eigentlich kümmert man sich gar nicht viel um Politik, dann schleift einen ein Nachbar mal mit zu einer SPD-Versammlung, man redet dort mit einem Besucher, der dem RECHTEN Flügel der Sozialdemokraten angehört. Dieser pflegt bekanntlich rege Kontakte zu einem CDU-Mitglied, das ungeniert ein Abonnement der „Jungen Freiheit“ hält, dort lesen wiederum Leute mit, denen die „jf“ eigentlich viel zu moderat ist …

    Wenn Worte so gefährlich sind, dann müssen wir uns bemühen, weitere Gesetze gegen „mind crimes“ zu erlassen, mit dem AGG oder dem Paragraphen gegen „Volksverhetzung“ wurde wenigsten schon einmal ein Anfang gesetzt.

  141. In meiner Heimatstadt war mal ein verrosteter, ziemlich unansehnlicher Stahlquader aufgestellt.
    Im Kunstunterricht haben wir das dann besichtigt; unser Hausmeister war dabei. Sein Kommentar „Ist aber verdammt schlecht geschweißt!“

  142. Hallo, #185 Reiner-Zufall,

    Wo nichts ist, kann nichts verschmutzt werden!

    Das macht mich jetzt tief betroffen. 🙁

    #186 Heimchen am Herd

    Schönes Bild und gleichsam ein gutes Beispiel
    für „den“ sectio aurea. Nur, wem gebührt der leere Stuhl? Da Vinci forderte, dass man „jedes Ding von drei Seiten betrachten sollte“. Man stelle sich vor, das würden einige hier endlich einmal nur versuchen. Sie würden Dinge wahrnehmen…

  143. #190 byrdland; Da weiss ich auch was, da gabs mal ein Kunstwerk das aus rostfreiem Stahl, gemeinhin als Küchenspülenblech bekannt, bestand. Nun ja, das Kunstwerk war aufgestellt, aber dem Künstler behagte die glänzende Oberfläche nicht so recht. Er nahm ne grosse Flex und rückte der Oberfläche zu Leibe. Danach rostete das ganze so schön, als wärs aus normalem Eisen. Das passiert halt, wenn ein Künstler keine Ahnung vom Können hat.

  144. #161 Dichter (04. Nov 2011 18:12)

    Ich verstehe überhaupt nicht, dass das Entfernen der Flecken den Wert des Kunstwerkes gemindert hat. Nimmt man den künstlerischen Akt der Putzfrau, die Flecken entfernt zu haben, als Event dazu, dann müsste das Kunstwerk jetzt sogar enorm an Wert zugenommen haben.

    Stimmt, es ist eigentlich alles eine Frage der richtigen Kommunikation. Natürlich war es keine einfache Putzfrau sondern eine Avantgardistin, und auf jeden Fall gehört jetzt der Putzlappen den sie benutzte in eine Vitrine ausgestellt. Überhaupt, gut möglich dass sich die Besucherzahlen in diesem Museum jetzt gleich mal verdoppelt haben da jeder diesen Eimer sehen will bevor er nach aufwendiger 500,000€ teurer Restaurierung wieder so aussieht als ob er keinen Cent wert wäre.

  145. So einen ähnlichen Fall hatten wir doch schon in den 80ern, als eine Putzfrau die Badewanne voller Fett von Joseph Beuss putzte. Das Kunstwerk war unwiederruflich verloren.

  146. Zur modernen Kunst habe ich meine eigene Theorie.
    Dieser ganze Zirkus wird zum großen Teil aus öffentlichen Geldern finanziert. Geht ja auch nicht anders, wer stellt sich schon eine Fettecke oder ähnliche Abscheulichkeiten ins Wohnzimmer?
    Die moderne Kunst ist einfach der Weg mit dem die Schönen und Reichen, ihre mißratenen Sprößlinge zu Lohn und Brot bringen.

  147. #189 abendlaender11

    Das ist die “Scharnier”-Theorie der Linksextremen.

    Auweia™, dass ich, als glühender Anhänger des damaligen „Radikalenerlasses“, diesen Vorwurf einmal abbekomme. Die Welt ist wohl doch aus den Fugen.

    Wenn Worte so gefährlich sind, dann müssen wir uns bemühen, weitere Gesetze gegen “mind crimes” zu erlassen,…

    Wir erinnern uns noch? Das Wort -> Die Tat!
    Sie war Gegenstand, Es nur Auslöser.

    PS: So wird dat nix… 😉

  148. Ach hatte ich noch vergessen. Diesen Fall hier halte ich für eine neue raffinierte Spielart des Versicherungsbetrugs.
    Wieviel muß mal wohl einer Putzfrau zahlen, damit die mal etwas daneben wischt?
    Die Versicherung hat es aber auch irgendwie verdient.
    Aber auch diese Verluste werden wieder sozialisiert. Ein Teufelskreis, kein Entrinnen.

  149. der umgang mit moderner kunst basiert im prinzip auf klüngel und vetternwirtschaft. man kann allerdings nicht behaupten, dass jeder mist kritiklos gefressen wird. der relativ erfolgreiche „aktionskünstler“ h.a.schult wurde meines wissens von „kennern“ einhellig der lächerlichkeit preisgegeben.

    die teuersten kunstwerke der welt verursachten übrigens kaum mehr materialkosten als der lattenverschlag von kippenberger.

  150. #177 Steinhauer (04. Nov 2011 20:14)

    Jetzt tun Sie Reiner-Zufall aber Unrecht, so banal ist das nicht.

    Es gibt tatsächlich Scheisskunst… 😀

    MÜNCHEN – Die Bilder, die Louis Constantin erschafft, sind beschissen. Und das ist wörtlich gemeint: Der Münchner Künstler hat nämlich die »Muscatographie« erfunden – den Druck aus Fliegenkot. Seine Werke sind noch bis 17. Juni im Valentin-Karlstadt-Musäum in München zu sehen.

    http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/kultur/bunte-kunstwerke-aus-fliegenschiss-1.785271

    Bekackt?
    Oder nur beknackt?
    😉

  151. Enttäuschung

    Ein Mensch, schon immer kunstgeneigt,
    geht dorthin wo man Bilder zeigt
    von Künstlern, die noch heute leben
    und hier ihr Werk zum Besten geben.
    Er will dem Alltagslärm entrinnen
    und innere Ruhe neu gewinnen.
    Doch was sich da als Kunst enthüllt,
    hat ihn mit Abscheu nur erfüllt.
    Schockiert hat er zunächst gedacht,
    dass man verrückte Scherze macht.
    In Hinblick auf die alten Meister
    sind solche Künstler wirre Geister,
    die dilettantisch roh gestalten
    und alle Welt zum Narren halten.
    Genuss wollt er den Augen gönnen,
    fest überzeugt, Kunst kommt von Können.
    Der Mensch, ernüchtert und belehrt,
    hat sich dem Alltag zugekehrt.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%%%%

  152. Kunstgeschmack

    Ein Mensch, ein wahrer Kunstbanause,
    tät besser dran, er blieb zu Hause,
    statt in die Galerie zu laufen
    und sich die Haare auszuraufen.
    Moderne Kunst, nach seinem Sinn,
    ist für die Menschheit kein Gewinn.
    Er hasst die Bilder, die abstrakt,
    doch die, wo Weiber splitternackt,
    so wie von Rubens einst geschaffen,
    wo auch was dran ist zu begaffen,
    die stehn ganz hoch in seiner Gunst,
    und er hält sie für wahre Kunst.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%%

  153. Moderne Malerei

    Ein Mensch vermeint, blind wie ein Huhn,
    Kunst hat mit Können was zu tun.
    Doch ihn belehrt ein Galerist,
    dass dieses keineswegs so ist.
    Nur die Skandale, die man schuf,
    begründen einen Künstlerruf!
    Wenn jemand auf die Leinwand scheißt
    und das als Kunstereignis preist,
    kann er mit seinem großen Namen
    und eingefasst in einen Rahmen,
    fest auf die Kunstexperten zählen,
    die ruchlos das zur Kunst erwählen.
    Bei höherer Betrachtungsweise
    ist auf der Leinwand keine Scheiße,
    vielmehr ein Sinnbild dieser Welt,
    wodurch das Bild den Geist erhellt.
    Das Kunstwerk ist so ungewöhnlich,
    so ausdrucksvoll und so persönlich.
    Ob Fettstuhl oder Stuhlgangreste,
    es ist im Kunstbereich das Beste,
    was je ein Mensch hervorgebracht
    – wenn es die Fachwelt dazu macht!
    Der Mensch – naiv – verfällt dem Reiz,
    macht solche Bilder seinerseits
    und hofft, dass Geld und Ehre winkt,
    doch alle sagen nur: „Das stinkt!“
    Ein Mensch mit Skrupel und Gewissen
    wird um den Künstlerruhm beschissen.
    Auch seine Frau ist vom Gestank
    seit dieser Zeit schwer nervenkrank.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%

  154. „Ach Gott, die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben“, das wusste schon der alte Goethe über die Kunst zu sagen. Vor allem ist sie frei. Genau diese Freiheit ist der eigentliche Streitpunkt. Und dennoch ist obiger Vorgang bezeichnend für die ganze Welt in der wir leben. Mir fallen da Stichworte wie Werteverfall; Realitätsverschiebung und noch einige mehr ein. Der Kurator der Ausstellung – das gespuckte Ebenbild Andy Warhols – konnte es nicht fassen und erklärte bedeutungsschwer, was dieser Verlust für die Menschheit [eigentlich] bedeutet. Eine schöne Groteske. Es geht immer noch ein wenig „abgedrehter“.

    Der Artikel ist sehr witzig geschrieben.

  155. Typisches Kennzeichen eines dekadenten Gemeinwesens im Niedergang: mit ein bisschen Glück und Beziehungen kann ich heute auf die Strasse scheißen und es zum Kunstwerk erklären. Ich werde mein Publikum finden und es wird Geld regnen.

  156. Ich übernehme den Schrott gerne, denn ich habe noch einen Ofen. Dann würde es wenigstens den guten Zweck dienen, meiner Familie für ein paar Stunden den Allerwertesten zu wärmen! :mrgreen:

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