NSU: Zschäpe bald frei?

Die Anwälte der in Untersuchungshaft befindlichen Beate Zschäpe (Foto), gegen die wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt wird, haben heute beim Bundesgerichtshof Haftbeschwerde eingelegt. Die beiden Verteidiger Wolfgang Heer und Wolfgang Stahl kritisieren, dass gegen Zschäpe „keinerlei aussagekräftige Beweise“ vorliegen würden und man ihnen außerdem Dokumente vorenthalte. Nachdem die Anwälte der wegen Unterstützung einsitzenden Beschuldigten Ralf Wohlleben und André E. bisher nur Haftprüfungen beim zuständigen Ermittlungsrichter beantragt hatten, muss über die aktuelle Haftbeschwerde nun zum ersten Mal der gesamte 3. Strafsenat entscheiden. Mit einer Entscheidung wird für Januar gerechnet.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet:

Die Haftbeschwerde der Anwälte Heer und Stahl, über die dann der zuständige Senat des BGH entscheiden muss, besteht im Kern aus zwei Teilen: Zum einen monieren die Verteidiger, dass ihnen wesentliche Akten vorenthalten werden. Ihre Mandantin werde in ihren Verteidigungsmöglichkeiten „massiv unzulässig beschränkt. Ein faires und rechtsstaatliches Verfahren“ sei so nicht möglich.

In dem Haftbeschluss des Ermittlungsrichters vom 13. November seien 83 von insgesamt 120 Blatt der übersandten Akten ungeeignet für eine „materielle Prüfung der Voraussetzungen der Untersuchungshaft“. Die 37 verbleibenden Seiten belegten den Verdacht nicht.

Mindestens drei Personen

Zum Zweiten liegen nach Ansicht der Verteidigung die notwendigen Kriterien für eine terroristische Vereinigung nicht vor. Die vorliegenden Akten würden „keinerlei aussagekräftige Beweise“ für etwaige Gründungsmitglieder der NSU neben Mundlos und Böhnhardt enthalten. Es seien keine „aktiven Handlungen“ von Zschäpe zu erkennen. Da es aber mindestens drei Personen für die Bildung einer kriminellen Vereinigung brauche, liege kein dringender Tatverdacht vor. Die Ermittlungen hätten keinen Anhaltspunkt dafür ergeben, dass Zschäpe an der Fertigstellung der Bekenner-DVD beteiligt gewesen sei.

Die Bundesanwaltschaft hat die Vorwürfe inzwischen erwartungsgemäß zurückgewiesen:

Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Dienstag den Eingang der Beschwerde. Sie werde ihre Stellungnahme dazu abgeben, erklärte ein Sprecher. Zugleich wies er die Vorwürfe des Anwaltes zurück. Den Verteidigern lägen alle Unterlagen vor, die ihnen von Gesetzes wegen zustünden.

Es ist ein gutes Zeichen für den Zustand unseres Rechtsstaates, dass auch eine mutmaßliche Rechtsterroristin wie Zschäpe angemessen anwaltlich vertreten wird. Denn jeder – selbst ein Mörder oder Kinderschänder – hat Anspruch auf die bestmögliche rechtliche Vertretung. Das ist, was die  Zivilisation von der Barbarei unterscheidet.




Blitz-Abschiebung von christlicher Familie

Ashot und Walja Sogamanian (r.), die im Flieger einen Herzanfall erlittWährend massiv daran gearbeitet wird, die „islamische Flutung“ möglichst rasch voranzubringen und Deutschland derweil im Chaos muslimischer Migrantengewalt versinkt, arbeiten die Behörden ebenfalls daran, christliche Familien aus dem Land zu entfernen. So berichtet die Bild-Zeitung heute von einem Fall, der unglaublich scheint. Eine völlig integrierte christliche Familie aus Armenien wurde quasi über Nacht „blitzabgeschoben“.

Bild schreibt:

Flughafen – Verzweifelt sitzt Ashot Sogamanian (59, Armenier) in seiner Wohnung. Seine komplette Familie – Ehefrau Walja (48), die Söhne Migran (26) und Mamikon (20) – wurde in einer zweifelhaften Behörden-Aktion festgenommen. Abschiebung brutal!

Alles beginnt am 14. Dezember in Altenstadt: Mutter und Söhne sind zur Verlängerung ihrer Duldung zur Ausländerbehörde nach Büdingen geladen.

Mamikon bleibt krank zu Hause. Als Mutter und Bruder im Amt erscheinen, werden ihnen die Handys abgenommen.

Gleichzeitig zerren Polizisten Mamikon aus dem Bett. In Handschellen geht`s zum Flughafen – Blitz-Abschiebung.

Im Flieger kollabiert der jüngere Sohn, die Mutter bricht mit Bluthochdruck zusammen – Krankenhaus in  Moskau.

Die Behörden werfen der Familie falsche Angaben zu Herkunft (ordneten sie als Aserbaidschaner ein, da sie aus Grenzgebiet kommen) und Namen (Mädchenname der Mutter in Heiratsurkunde) vor.

„Stimmt nicht“, bestreitet der pflegebedürftige, schwer behinderte Vater, der eine Aufenthaltserlaubnis hat.

Ein Asylantrag sei 1997 abgelehnt worden. Der Widerspruch liege beim Landgericht – seit 14 Jahren!

Die Sogamanians, eine integrierte Familie. Die Söhne arbeiteten als Sicherheitsleute am Flughafen und im Maintower, sind Basketball-Trainer, Fußballschiedsrichter. Die Mutter Putzfrau. Der Vater: „Meine Jungen denken nur Deutsch.“

Freunde und Politiker wollen nun ihre Rückkehr durch eine Petition im Landtag erwirken. Auch Ex-Postminister Christian Schwarz-Schilling setzt sich dafür ein.

Ashot Sogamanian, tiefgläubiger Christ, betet allein zu Haus. Dass er seine Lieben bald wieder sehen darf.

Auch dieser Fall gehört zum werdenden „Eurabien“. Für Christen und Juden soll es dort wohl keinen Platz mehr geben.

(Foto oben: Ashot und Walja Sogamanian, die im Flieger einen Herzanfall erlitt)




Göttinger Tageblatt hetzt gegen Israels Medien

Matthias HeinzelNach dem grausamen Mord an der israelischen Studentin Oshrit Hamza (PI berichtete), greift jetzt der Journalist des Göttinger Tageblatts, Matthias Heinzel (Foto), die israelischen Medien scharf an und spricht von religiösen und rassistischen Propagandazwecken der jüdischen Internetagenturen Arutz Sheva, Haolam.de und Eipnews. Die Sprecherin der Göttinger Polizei, Jasmin Kaatz, wies angeblich die Darstellungen über eine erfolgte Festnahme als „frei erfunden und erlogen“ zurück. Der Fall gilt nach wie vor als ungeklärt. Auch über die Todesursache gibt die Polizei weiterhin keine Auskunft.

Matthias Heinzel schreibt:

Wenige Tage nach dem Mord an einer 26-jährigen Studentin wird die Gewalttat für religiöse und rassistische Propagandazwecke missbraucht. Mehrere israelische und deutsche Internet-Medien berichten, ein Araber sei der Täter und bereits festgenommen. Nichts davon ist wahr, versichert die Göttinger Polizei.

Göttingen. In der Version der Medienunternehmen Arutz Sheva (Israel), Haolam.de und Eipnews lauten die Hintergründe des Mordes an der Studentin in etwa wie folgt: Die Familie des Opfers lebt in einem arabischen Dorf in Galiläa. Die Mutter der 26-Jährigen ist jedoch Jüdin, was nach jüdischer Überzeugung bedeutet, dass auch die Tochter Jüdin ist. Die Polizei vermute diesen Sachverhalt und damit nationalistisch-ideologische Motive als Anlass für den Mord und habe bereits einen Verdächtigen ermittelt – einen Bürger eines arabischen Nachbarstaates von Israel. Mittlerweile habe die Polizei auch bestätigt, dieser Tatverdächtige sei bereits festgenommen worden. Warum und mit welcher Legitimierung sich der Verdächtige in Deutschland aufgehalten habe, sei bislang noch unbekannt. Ynetnews berichtet hingegen, die Ermittler gingen davon aus, dass die 26-Jährige Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden sei.

Alles frei erfunden und erlogen, sagt Jasmin Kaatz, Sprecherin der Göttinger Polizei. Ein politisches Motiv für den Mord werde derzeit ausgeschlossen. Im übrigen sei die getötete 26-Jährige muslimischen Glaubens gewesen. Außerdem gebe es nach wie vor keine Hinweise auf ein Sexualdelikt. Wichtige Indizien im Zusammenhang mit den Ermittlungen seien die Tatsachen, dass die Wohnung nicht gewaltsam aufgebrochen worden sei und offenbar nichts gestohlen oder geraubt worden sei. Auch die Staatsanwaltschaft Göttingen schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund weiterhin aus.

Eine Tageblatt-Anfrage bei Arutz Sheva zur Herkunft der fraglichen Informationen blieb unbeantwortet. Der wahre Grund der Geschichte von der angeblichen Täterschaft eines Arabers ist wohl eher in dem ideologischen Hintergrund der beteiligten Medien zu suchen. Arutz Sheva beispielsweise ist ein israelisches Medien-Netzwerk, das als religiös-zionistisch und anti-arabisch orientiertes Sprachrohr der isralischen Siedlerbewegung gilt. Eine ganze Reihe verschiedener Internet-Medien, viele von ihnen dezidiert israel-freundlich, übernahmen die dortigen Informationen offenbar ohne jede Gegenrecherche.

In einem Kommentar schreibt der Leser Adam Daniel Poznanski zu diesem Israel-Bashing trefflich:

Selbst den Mord an einer Israelin – auf deutschem Boden – nutzt die natursozialistische deutsche Presse zur Israel-Hatz! Dieser Artikel dient in keinster Weise der Information des Lesers über die Hintergründe des Mordes, der angeblich so gut wie geklärt ist. Natürlich(!) steckt auch nichts politisches dahinter!! Ein Araber der eine Halbjüdin mit israelischem Pass ermordet tut dies gemeinhin aus hehren Gründen die vom Autor/in nicht genannt werden müssen. Dagegen sieht der Autor/in darin ein Bedürfnis, sich breit über die Propaganda jüdisch-israelischer Medien auszulassen. ICH VERLANGE eine sofortige STELLUNGNAHME des CHEFREDAKTEURS!!!

Sollte das Opfer tatsächlich „muslimischen Glaubens“ gewesen sein, könnte dies ebenfalls ein Mordmotiv sein. Die attraktive Studentin hat zivilisiert und westlich gelebt.

» m.heinzel@goettinger-tageblatt.de




Golan – Ruhe auf der Höhe

Ein Hochplateau im Norden Israels ist ein Platz der Ruhe und des faktischen Friedens geworden: nach heftigsten und auch für die Israelis verlustreichen Kämpfen um die Golanhöhen im Sechs-Tage-Krieg 1967 und standhaftem Soldatentum im Angesicht einer x-fach überlegenen syrischen Angriffsmacht im Yom-Kippur-Krieg 1973 ist der Golan, wie das Hochland einfach kurz genannt wird, zu einem friedvollen Landstrich ohne Angriffe, ohne Raketenbeschuß, ohne Scharmützel und ohne Terror geworden.

(Ein Photobericht vom Norden Israels von Mr. Merkava)

Am Fuße des Golan liegt der See Genezareth mit seinen großen landwirtschaftlichen Flächen und der Stadt Tiberias. Aus gut befestigten Stellungen auf dem Golan hatten die Syrer vor dem Sechs-Tage-Krieg die Bauern in Galiläa mit Artilleriebeschuss immer wieder willkürlich terrorisiert.

Es gab viele Opfer dadurch zu beklagen und gleichzeitig behinderte dieser Terror auch die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend. Erst die Siege der Israelis 1967 und 1973 sowie die auch heute sehr präsente israelische Armee Zahal schafften hier seit Jahrzehnten Ruhe.

Auch heute noch findet man auf dem Golan auf Schritt und tritt Spuren der erbitterten Kämpfe aus beiden Kriegen.


Ein Besuch in der Hauptstadt Quatzrin (Katsrin) zeigt deutlich die Energie und Begeisterung, mit der die Israelis diesen Landstrich Schritt für Schritt erschließen und maßvoll Gewerbe ansiedeln.

Das dort mit einem Büro

vertretene Golan Residents Committee erläutert den steinigen Weg in eine politische, militärische und wirtschaftliche Normalität auf dem Golan (wir entschuldigen uns für die schlechte Tonqualität):

Überregional besonders erfolgreich sind neben einem ruhigen Tourismus und hochprofessionellem Ackerbau und Viehzucht auch speziell die Golan Heights Winery, die Wasserfabrik Eden Wasser (Meia Eden) und neuerdings auch eine Golan Brewery, die ausgezeichnete Boutique-Biere verschiedener Sorten herstellt.

Reuven, ein jüdischer, deutschstämmiger Israeli, der seit elf Jahren auf dem Golan arbeitet, erläutert uns Hintergründe seiner Aliyah (Einwanderung eines Juden nach Israel) und seine Sicht über den Golan:

Auch technologisch tut sich auf dem Golan etwas: das oftmals rauhe Wetter treibt unzählige Windräder an. Im Norden erstreckt sich der Golan an der verlassenen Stadt Kuneitra zwischen den Waffenstillstandslinien bis zum Mount Hermon, wo das israelische Militär unverzichtbare Beobachtungsinstallationen betreibt, die mit dafür sorgen, dass die Syrer es nicht per Überraschungsangriff noch einmal versuchen…




Ägypten-Institut von Islamisten niedergebrannt

Es war letzten Dienstag, als gewalttätige Salafisten (die bekanntlich ca. 25 Prozent der Stimmen bei den letzten Wahlen erhielten) das „l’Institut d’Egypte“ in Kairo niederbrannten, das berühmte wissenschaftliche Institut gegründet von Napoleon und Startpunkt für die Moderne in Ägypten. Beinahe das gesamte Archiv wurde durch das Feuer und durch Plünderung zerstört.

(Von Beschwichtiger)

Das Ägyptische Institut umfasste zirka 200.000 Originaldokumente, seltene Bücher, Karten, Exponate, archäologische Funde und Studien aus Ägypten und den restlichen Mittleren Osten. Diese wurden von Generationen von westlichen Wissenschaftlern und Historikern zusammengetragen und katalogisiert. Es ist schwierig den modernen Mittleren Osten ohne diese Studien zu verstehen.

Das riesige Gebäude lag im Zentrum von Kairo, und es anzuzünden war ein zum höchsten Grad symbolischer Akt von den Salafisten: sie wollen ein neues Ägypten ohne Logik, Aufklärung, Forschung und Individualismus.

Man muss diesen Brandanschlag als das sehen, was er ist: eine gewaltätige und vollständige Trennung von der westlichen Zivilisation und ein Abruch aller Verknüpfungen zur Wissenschaft, Forschung und Modernität. Gleichzeitig nutzen die Salafisten zynischerweise eine westliche Erfindung, um an die Macht zu kommen: demokratische Wahlen.

Viele Salafisten wollen auch die Pyramiden und die Sphinx sprengen. Außerdem wird jetzt die christliche Minderheit Ägyptens, die Kopten, mit neuer Intensität verfolgt. Der Startschuss für den Holocaust an Ägyptens nicht-muslimischer Minderheiten ist gefallen. All dies geschieht während der verwirrte und naive Westen weiterhin den „Arabischen Frühling“ und die neue Demokratie in Ägypten preist ohne zu verstehen, was eigentlich geschieht.

Seltsamerweise passiert das alles in Ägypten, einem Staat der immer die Rückgabe der archäologischen Funde als Teil ihres nationalen Ethos forderte. Artefakte aus der Ära der Pharaonen sind immer noch in Museen in London, Berlin und Paris. Alle ägyptische Funde von israelischen Archäologien aus dem Sinai wurden bereits an Ägypten zurückgegeben.

Jetzt ist die Frage, ob das neue „demokratische“ Ägypten seine Museen vor Brandanschlägen und Plünderung schützen kann, zum Beispiel die unglaublichen Reichtümer aus dem Grab Tutanchamuns. Wird man dies versuchen oder wird man sich den Willen der Salafisten beugen und alles zu in die Luft sprengen, die Pyramiden, die Sphinx, die archäologischen Museen usw., so wie es die Taliban in Afghanistan mit den Buddhastatuen in Bamiyan gemacht haben?

(Übersetzung des schwedischen Artikels von avpixlat.info / Weitere Quelle: ynetnews.com)




Türken drohen mit Mord gegen frz. Abgeordnete

Valérie BoyerSeit Verabschiedung des Armeniergenozid-Gesetzes in Paris, das aber erst noch vom Senat bestätigt werden muß, steigert sich die türkische Wut durch alle Schichten. Erst rastete Erdogan zwei Tage aus, dann Präsident Gül und andere Politiker, und nun ist das Volk dran, das französische Produkte boykottioeren möchte, und die Abgeordnete Valérie Boyer aus Marseille (Foto), die zu den Initiatoren des Gesetzes gehört, erhielt bereits mehrere türkische Mord- und Vergewaltigungsdrohungen. Ihre Internetseite wurde auch gehackt.

Es wird Zeit, dazu ein paar Links zu sammeln! Lesen Sie mal die Überschriftens:

Morddrohungen gegen Abgeordnete!
Hier das Foto mit dem Hackerangriff auf Boyer!
Solidarität von links bis rechts in Frankreich!
Partei Wilders: NATO-Mitgliedschaft der Türkei überdenken!
Europa hat Angst vor der Türkei!
Türken boykottieren französische Waren!
Türkei will Währungsreserven aus Frankreich abziehen!
Erdogan: Türkei immer tolerant!

Glauben Sie, Deutschlands Hosenanzüge und Leichtmatrosen würden sich noch getrauen, etwas gegen die Türkei zu beschließen? Und eben wurde ein Energie-Deal zwischen der Türkei und Aserbeidschan für Gas unterzeichnet, das per Pipeline einmal zu uns kommen soll. Wer ist so blöd und glaubt, Erdogan und seine Nachfolger stellen uns in Zukunft diese Leitung nicht ab, wenn wir einen falschen Pieps machen?




Neuer Kappes über die Dönermörder

Der BKA-Chef Ziercke (SPD) sondert immer neuen Kappes zu den Dönermördern ab. Erst wollte er den Mord an Kiesewetter in eine Beziehungstat verwandeln und die Polizistin in die Neonaziszene reinziehen, und jetzt kam er kurz vor Weihnachten mit einer neuen Räuberpistole. Die Polizistin hätte sterben müssen, weil Mundlos und Böhnhardt ihre Waffe wollten. Geht’s noch? 

Möglich ist natürlich immer alles, aber wer soll glauben, die zwei Killer hätten eines Morgens in Zwickau gesagt, komm‘, wir fahren mal rüber nach Heilbronn und erschießen zwei Polizisten, damit wir an zwei neue Pistolen kommen? Der oberste Kriminaler im Land sagt das aber so, keiner lacht, und die Presse schreibt: Motiv für Polizistenmord geklärt! Dabei hatten die Waffen genug und hätten an den östlichen Rändern der Republik auch leicht weitere beschaffen können. Wieso sich den Fahndungsdruck wegen Polizistenmord aufladen? Und danach gab es seltsamerweise gar keine Morde mehr, wozu also neue Waffen? Die neue „Erkenntnis“ stammt übrigens ebenfalls von der Festplatte, die wunderbarerweise aus dem Feuer gerettet wurde.

Auch für den Selbstmord der beiden Mordverdächtigen im Wohnwagen gibt es nun „rätselhafte letzte Sekunden im Wohnmobil“, wie der „Chefaufklärer“ der Süddeutschen, Hans Leyendecker, schreibt. „Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Mundlos seinen Komplizen versehentlich erschossen hat.“ Und dann hat er sich selbst erschossen. Und auch diese These kommt jetzt, nachdem man vorher steif und fest was anderes behauptet hat. Und was kommt in der nächsten Woche?

Die WELT hat inzwischen das weltweite NSU-Terrornetzwerk in einem 16 Personen umfassenden Lexikon von A wie Apfel bis Z wie Zschäpe zusammengefaßt. Das Foto oben von einer Demo von 1996 ist der Beweis, daß NPD-Apfel mit den Dönermördern unter einer Decke steckt. Und der Brand in Ludwigshafen, wo der türkische Hausbesitzer wegen Stromklau im Keller die Drähte verwechselt hatte, wodurch wahrscheinlich das Haus in Brand geriet, wird jetzt auch neu untersucht. Die Türken würden das doch gar zu gern den Deutschen in die Schuhe schieben.

Die naheliegende Idee, daß es Mordserien von Einzeltätern wie bei Prostituiertenhaß – der hier hat 49 Prostituierte umgebracht – auch aus Fremden- oder Türkenhaß geben könnte, die ist einfach zu wenig. Es muß schon eine Nummer größer sein – bis zum Schrumpfprozeß.




40 ermordete Christen – deutsche Reaktion

In Nigeria wurden an Weihnachten von der islamischen Terrorgruppe Boko Haram bisher 40 Christen ermordet (wir haben berichtet). Der Terror ist nicht zu Ende. Boko Haram bedeutet etwa, „westliche Bücher/Kultur sind verboten“. Die sunnitische Terrorgruppe nennt als Vorbilder Alkaida und die Taliban. Interessant ist die Reaktion in Deutschland!

Die Presse berichtet durchaus, wenn auch manchmal seltsam. In der Süddeutschen wird dem Präsidenten eine Mitschuld gegeben, obwohl Boko Haram schon neun Jahre bombt. Dazu gibt es den einen oder anderen debilen Kommentar wie den eines preisgekrönten Tagesspiegel-Korrespondenten namens Christoph von Marschall, der uns wissen läßt, es gehe nicht um Religion, sondern um Macht. Ja klar geht es um Macht, wenn die Scharia eingeführt werden soll. Und worum ging es den Türken, als sie zweimal bis vor Wien zogen? Um die unbefleckte Empfängnis etwa? Ist der islamische Massenmord deshalb gut? Muß man ihn nicht mehr weiter kritisieren oder thematisieren? Immerhin hat sogar die UNO protestiert. Unerträglich ist aber die Reaktion von Lesern. Auszüge aus der ZEIT, die sich selbst als Intelligenzblatt sieht:

2. Religion verdreht die Köpfe. Dann kommt man auf bescheuerte Ideen und baut riesigen Mist. Das ist schon ewig so. Aber was will man erwarten, bei Menschen, die an ein Buch oder ne Schriftrolle glauben und behaupten, das sei dann absolut. Da kann ja nur Müll bei rumkommen.

8. Abgesehen davon hat Religion schon immer nur gespalten. Sie hat jahrhundertelang eine Klassengesellschaft (Adel und Pöbel) gebilligt, Menschen wegen ihrer Hautfarbe ausgegrenzt und Wissenschaft abgelehnt, damit die Menschen weiterhin unmündig bleiben.

14. Ja, so sind sie, die religiösen Fanatiker. Kritik an der Kirche, und schon spricht man wenig christlich von „Gehirn vernebelt“. Scheinheiliges Getue. Die Religion ist die Wurzel allen Übels, ganz egal welcher Konfession

21. Religion ist überflüssig. Noch dazu wird sie missbraucht. Jeder tut Dinge im Namen irgendeines Gottes. Religion ist verlogen und wird nach Belieben ausgelegt. Wie soll ich das ernst nehmen!

31. Pauschalisiere ich, wenn ich von Konflikten mit religiösem Hintergrund spreche?
– Holocaust mit ca. 6 Mio. Toten
– Dreißigjähriger Krieg mit ca. 4 Mio. Toten
– Kreuzzüge
– Reconquista
Pauschalisiere ich, wenn ich sage, dass die Religion gegen Wissenschaft war und teilweise heute noch ist?
– Inquisition (Tötung, weil man glaubte, es gäbe Hexen, oder weil manch einer behauptete, die Erde sei nicht flach, sondern rund)
– Verbreitung des Irrglaubens durch katholische Priester in Afrika, dass Kondome nicht vor HIV schützen würden, weil das Virus kleiner als die Poren sei

35. religiös fanatistische bombenleger sind, denke ich, auch eine ausdrucksform gegenwärtiger asymetrischer kriegsführung der vermeindlich machtlosen gegen das feindbild übermächtiger reicher christlicher westen.

39. Die Werte, die wir unseren Kindern erhalten müssen,
haben nichts mit westlich zu tun und am allerwenigsten mit dem Christentum, sie beruhen auf Aufklärung und den Idealen des Humanismus, wovon die Kirche Welten entfernt ist. Güte und Nächstenliebe für Monopole des Christentums zu halten, ist einer der schwersten Irrtümer der Zivilisationsgeschichte.

Viele Kommentare wurden übrigens von den Moderatoren gelöscht, möchte nicht wissen, was da dringestanden hat. Nr. 48 findet dann die richtige Antwort:

Bin ich hier im falschen Film? Da bomben in Nigeria Anhänger einer islamistischen Gruppierung, die die Sharia als Staats-und Rechtsform in Nigeria ausdrücklich auch für Nichtmoslems einführen will und die westliche Werte und Bildung ablehnt (nicht jedoch westliche Waffen, geht eben doch schneller) mindestens 30 Christen beim Besuch einer Weihnachtsmesse tot, und die Beiträge im Forum thematisieren das „böse Christentum“.

Liebe Christentumsablehner: Finden Sie es nicht ein ganz klein bisschen unanständig, in diesem Kontext seinen Antipathien freien Lauf zu lassen und noch nicht einmal ein einziges Wort des Bedauerns und des Mitleids für die Opfer zu finden? Sicher finden Sie doch irgendein anderes Thema, wo Sie Ihre Christentumskritik besser platzieren können, z.B. im Sportteil oder beim Wetter. Irgendein Aufhänger wird sich ja finden lassen, wenn man nur hartnäckig sucht. Danke und freundliche Weihnachtsgrüße

So ist es! Fragt sich nur, wo die Leute ihren ganzen Gedankenmüll herhaben. Christenmord in Nigeria, und die ZEIT lesende, idiotische deutsche „Intellektuelle“ kommen auf Kreuzzüge, Kondome und Holocaust!




Gedanken sind auch im Auto noch frei

Die Polizei hat einen mutmaßlichen Mörder in seinem Auto abhören lassen, wo er tatsächlich Selbstgespräche führte. Der Mann wurde verurteilt, aber der BGH hob dieses Urteil auf mit der Begründung, der Schutz der Privatsphäre erstrecke sich auch auf Rückzugsorte außerhalb der Wohnung, zum Beispiel auf das Auto. Sie dürfen also an der neuen Moschee in Ehrenfeld oder an der älteren in Marxloh vorbeifahren und laut zu sich selber sagen: So eine Schweinerei. Im Vorbeigehen empfiehlt sich das nicht. Hier ein juristischer Kommentar zur Privatsphäre!