Die heutige Bundesrepublik ist ein linkes, ökoverblendetes, wirtschaftsfeindliches Räubernest ersten Ranges. In den zwanziger Jahren wurde in Köln von der Familienfirma Koerfer das Hansa-Hochhaus (Foto), das erste Hochhaus Europas, gebaut, das übrigens heute noch steht. Konrad Adenauer war damals Kölner Oberbürgermeister. Dieses Hochhaus zeigt die Fratze unseres heutigen „Rechtsstaats“. 

Einer der Nachkommen des Erbauers, die Familienfirma gibt es immer noch, berichtet:

Schlüsselprojekt jener Jahre ist das Hansa-Haus am Hansaring, bis 1945 das höchste Haus im deutschen Reich, das erste Hochhaus Europas. Bereits eine Woche nach Einreichen des Bauantrags genehmigt die städtische Verwaltungskonferenz im Januar 1924 das Projekt – für uns heute geradezu unvorstellbar rasant. Natürlich, Jacob K. kennt die Mechanismen der Kölner Stadtverwaltung aus eigener Erfahrung, kennt sie von innen heraus, ist gut vernetzt. Und er weiß, dass nicht nur Oberbürgermeister Konrad Adenauer ein Interesse an der Entwicklung des reichlich unansehnlichen, lange schon brachliegenden, zugleich geräumigen Grundstücks neben den gewaltigen Gleisanlagen der Bahn hat. K. lockt überdies geschickt damit, dass die Stadt Köln mit seinem Projekt dem bereits vorhandenen Hochhaus in Düsseldorf, dem Wilhelm-Marx-Haus, erfolgreich Konkurrenz machen könne.

Der Kölner Städtebauausschuss lässt sich nicht lange bitten. Er fährt vier Wochen nach Erteilen der Baugenehmigung für K. nach Düsseldorf. Die wichtigste Erkenntnis dieser Dienstfahrt: Das Projekt von K. muss unbedingt höher sein als die 57 Meter des Hochhauses in der Rivalenstadt, in dem auch die dortige Börse untergebracht ist. Mindestens 65 Meter und 14 Stockwerke sollen es schon sein, lautet die nunmehr nachgereichte behördliche Auflage an den Unternehmer und Architekten K. zur Ausweitung seines Vorhabens – heute sind städtische Auflagen und Beschneidungen die Regel. Tatsächlich sind es dann sogar 16 Stockwerke, bei einer Höhe von 65 Metern, wie von den Magistratsherren gewünscht.

K. versteht es, sich in der finanziell ungemein schwierigen Anfangsphase des Baues geschickt das Interesse der Stadt und ihres Oberbürgermeisters zu Nutze zu machen. Im Herbst 1924 – der Rohbau war schon fast fertig, Maultiere hatten eine schier endlose Zahl von Karren mit Betonmischung im Bau verteilt – hat er erstmals in seiner Karriere noch keinen Quadratmeter seines Neubaus vermietet. Sein Kalkül, seine Bauten wie bisher über laufende Mieteinnahmen und sogar -vorauszahlungen zum größten Teil vorzufinanzieren, geht erstmals nicht auf.

Er schreibt daher am 1. August 1924 an Adenauer: »Als ich das Hochhaus projektierte, waren die wirtschaftlichen Verhältnisse derart, dass ich das Hochhaus … mit Mietvorauszahlungen glaubte vermieten zu können. Ich rechnete mit etwa 1 Million solcher Zahlungen, welche die Finanzierung des Bauvorhabens wesentlich unterstützen sollten. Leider habe ich aber, trotz der größten Reklame in allen großen Zeitungen Deutschlands, nicht einen Quadratmeter mit Vorauszahlung vermieten können. Bei Beginn des Baues war das Geld viel flüssiger als jetzt. Eine solch entsetzliche Zeit des wirtschaftlichen Tiefstandes, wie die gegenwärtige, haben wir überhaupt noch nicht erlebt. Wenn ich diese Verhältnisse hätte vorausahnen können, würde ich den Bau niemals begonnen haben. Der Rohbau des Haupthauses ist unter Dach, der Turmbau wird in 42 Arbeitstagen ebenfalls unter Dach sein. Hiesige Werkstätten sind mit der Fertigstellung der inneren Arbeiten beschäftigt. Eine Stillegung des Bauwerkes ist vollständig ausgeschlossen; ich werde den Bau, wenn auch unter den riesigsten Schwierigkeiten, fertig stellen.«

Oberbürgermeister Adenauer hat ein offenes Ohr für diese Klage. Dass das Konkurrenzprojekt zu Düsseldorf am Ende doch noch scheitern könnte? Was für ein immenser Prestigeverlust, Hohn und Spott für Köln. Nicht auszudenken. Bereits am 24. April 1924 hatte er K. geschrieben: »Ich gebe der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck, dass Ihr Wagemut Erfolg haben wird« und am Ende »mit ausgezeichneter Hochachtung« signiert, eine für diesen Meister der Schlussformeln ungewöhnlich wohlwollende Wendung. Jetzt handelt er. Der an die Stadt zu entrichtende Kaufpreis für das Grundstück wird K. gestundet, gleichzeitig zahlt die ebenfalls klamme Stadt aber den Preis für drei von K. angekaufte Grundstücke diesem sogleich aus – um die finanzielle Liquidität des wagemutigen Bauherren zum Wohle der einheimischen Handwerksbetriebe sicherzustellen. Vermutlich will man außerdem den zarten Aufschwung nach dem Ende der Hyperinflation 1923 nicht gleich wieder zerstören. Bleibt noch der Betrag von 30000 Reichsmark für die baupolizeiliche Prüfung und Freigabe der Bauakten. K. schreibt dazu an Adenauer, »diesen Betrag in der gegenwärtigen Zeit zu zahlen, bei der Annahme, dass die Stadt an der Ausführung des Hochhauses das größte Interesse haben muss, ist mir völlig unmöglich«.

Wir machen es kurz: Der Obolus wird halbiert und gleichfalls gestundet. Man sieht, städtische Verwaltungen waren dereinst in ihrer Förderung des Mittelstandes wesentlich flexibler als heute und zugleich zu extrem raschen Entscheidungen in der Lage. Nach der wagemutigen Errichtung des Hansa-Hauses in Köln baut K. in rascher Folge weiter – unter anderem das Europahaus in Düsseldorf, das Westfalenhaus in Dortmund, schließlich noch 1928/ 29 das Deutschlandhaus in Essen. Eine in der Tat überaus verblüffende Schaffensleistung…

Man muß hier die Schnelligkeit sehen, mit der Behörden der Wirtschaft damals geholfen haben, und die großzügige und schnelle Hilfe. Und verwechseln Sie das bitte nicht mit der jetzigen Bankenrettung, bei welcher die Politik nur sich selber helfen will. Im zweiten Teil werden wir sehen, wie man die Firma Koerfer heute behandelt!

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7 KOMMENTARE

  1. Ich weiß gar nicht was ihr habt, bei der Genehmigung von Moshee-Bauten gehts doch ruckzuck! Das geht so schnell mit der Baugenehmigung, dass die Bürger meist erst davon erfahren wenn die Baugrube längst ausgehoben ist!

  2. In einer fairen Marktwirtschaft scheitern schlechte Geschäftsmodelle, müßen scheitern. Hier wird eine Vorzugsbehandlung, Subventionierung betrieben, mir ein Rätsel, was da gut dran ist/war.
    Und was das bei PI zu suchen hat.

  3. Also, die Kölner Stadtregierung tat damals schon das, was sie heute bei Moscheebauten tut.
    😀

    Mit dem Unterschied allerdings, dass Moscheebauten nicht zum Wohle Deutschlands und von uns Deutschen beitragen.

  4. Blödsinnig, die damalige öffentliche Unterstützung dieser Pionierleistung mit der heutigen steuermittelfinanzierten Förderung von Moscheebauten in einen Topf zu werfen.

    Das Hansa-Haus war jede Unterstützungs-Reichsmark als führendes europäisches Architektur-Werk wert und steht heute noch.

    Es ist in dem Zitat allerdings zu dick aufgetragen, dass dieses Hansa-Haus bis 1945 das höchste Haus im 3.Reich und das erste Hochhaus Europas gewesen sein soll.
    Denn das Wilhelm-Marx-Haus in Düsseldorf stand wie oben beschrieben schon, und das 1927 in Tempelhof errichtete Ullsteinhaus war mit 76 m. höher.

    Noch spektakulärer erscheinen mir allerdings die Ingenieurleistungen, welche 50 Jahre früher die die doppelt so hohen Bauten des Kölner Doms und Ulmer Münsters zustande brachten.

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