Wie man das Hansa-Hochhaus und die Familienfirma Koerfer heute behandelt unter den in allen Parteien regierenden rotgrünen Feinden der Wirtschaft, lesen Sie hier.

Es ist ein Auf und Ab, kann man sich vorstellen, der Krieg, die Nachkriegszeit. Aber offenbar alles weniger schlimm und gefährlich als der heutige Räuberstaat:

… Doch die Zeiten werden schwieriger. Allein die bei einem Großprojekt zu beachtenden Durchführungsbestimmungen aus Berlin und Brüssel umfassen mittlerweile weit über hunderttausend Seiten. Weil all dies in der Praxis niemals vollständig umzusetzen ist, kann man das auch als gewollte »Kriminalisierung des Mittelstandes« bezeichnen. Die Aushöhlung der sozialen Marktwirtschaft, die Überdehnung des Sozialstaats schreitet weiter voran. Das Bildungsniveau der Lehrlinge sinkt. Die internen Akten der Verwaltung mit der Aufschrift »Der ganz normale Wahnsinn« werden dicker.

Ein kleines Beispiel: Als im Gefolge der Kaufhauskrise das Hansa-Haus plötzlich zu 80 Prozent leer stand, weil der große Gewerbemieter sich trickreich aus seinem noch vier Jahre laufenden Vertrag gewunden hatte – der Grundsatz »pacta sunt servanda« gilt im deutschen Mietrecht schon lange nicht mehr -, musste die Verwaltung raschestmöglich neue Mieter finden. Zu diesem Zweck wurde ein großes Werbebanner mit der entscheidenden Telefonnummer am Hochhausturm angebracht und beim Bauaufsichtsamt um eine zeitlich befristete Genehmigung nachgesucht. Die Behörde teilt nach drei Wochen mit, dass an einer Entscheidung das städtische Planungsamt und der Stadtkonservator beteiligt werden müssten. Die Neigung in Behörden und Banken, Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen, überhaupt zügig zu entscheiden, ist gegenüber 1923 merklich geschwunden, »Gremienvorbehalt« heißt jetzt ein vielfach verwendeter Schutzschild.

Nach weiteren zwei Wochen stellt das Bauplanungsamt immerhin fest, dass das Banner bereits angebracht worden sei, »ohne das Ergebnis der von Ihnen beantragten Genehmigung abzuwarten«. Dies sei, versteht sich, »folglich formell illegal«. Es folgt die große Keule: »Dieser Verstoß gegen eine Rechtsvorschrift stellt eine Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar. Aus diesem Grund muss die unverzügliche Beseitigung des ordnungswidrigen Zustands gefordert werden.« Nun ja, so ist Deutschland. Das von den Behörden niemals gestattete, nunmehr inkriminierte Banner hatte allerdings längst erfolgreich gewirkt: Der Turm war zum Zeitpunkt des Eintreffens der behördlichen Abmahnung bereits im Wesentlichen wieder vermietet, Einkünfte und damit auch ein nicht unerheblicher steuerlicher Rückfluss an Stadt und Staat gesichert. Mit gleicher Post wird der An-trag auf Aushang des Banners abgelehnt. Ein Widerspruch ist nicht zulässig. Dieser wurde in NRW mit Einführung des »Bürokratie-Abbaugesetzes« ab-geschafft. Es muss gleich geklagt werden. Eine in der Tat besondere Form des Bürokratie-Abbaus.

Eine simple, aber symptomatische Geschichte. Noch gravierender ist je-doch, dass unser Staat vielfach foul spielt gegenüber seinen Mittelständlern. Der Finanzminister erklärt mittelstandsfreundliche Grundsatzentscheidungen des Bundesfinanzhofs zu »Einzelfallentscheidungen«, flüchtet sich in Nichtanwendungserlasse und tut, nachdem dagegen öffentlicher Protest laut wird, alles, um wenigstens noch die Veröffentlichung der Urteile in den entsprechenden Publikationsorganen so lange wie irgend möglich hinauszuzögern. Das Steuerrecht wird immer weiter verkompliziert, aber die Kosten für den Steuerberater sind nur noch begrenzt abzugsfähig. Zugleich ist mittlerweile die früher kostenlose »verbindliche Auskunft« des Finanzamtes für Unternehmen kostenpflichtig geworden. Widerspruchsmöglichkeiten gegen staatlich-administrative Entscheidungen werden eingeschränkt, der Bürger wird zur raschen Klage regelrecht genötigt mit der Folge einer immer stärkeren Überlastung der Gerichte und immer längeren Wartefristen bis zu Entscheidungen…

Der Artikel endet mit Merkels Erbschaftssteuerreform, welche für diese alte Firma den Tod bedeuten kann. Und der Bundestagsabgeordnete, mit dem sie in Berlin sprechen, sagt:

Wir konnten das Gesetz nicht verhindern. Frau Merkel war dafür aus Angst vor der Umverteilungspropaganda der Linken und auch von Teilen der SPD.

So sieht es aus! Die FDJ-Sekretärin kriecht nach links aus Angst – aber nicht nur! Sie hat keinen Charakter und kriecht dahin, wo sie Stimmen vermutet. Welche Wähler sie zurückläßt und welchen Schaden sie dem Land verursacht, das ist ihr und anderen Politikern egal! Der Mittelstand hat keine Lobby!

(Daniel Koerfer, Ohnmächtige Wut. Nachrichten aus dem Mittelstand. In MERKUR Heft 9/10, September/Oktober 2010, Klett-Cotta)

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36 KOMMENTARE

  1. Die BRD „wirtschaftsfeindlich“?
    Mit Verlaub Kewil, das ist ist in dieser Pauschalität Schwachsinn. Ich erwartete hier schon ein bisschen mehr Tiefenschärfe in der Analyse als bei „Bild“. 😉

  2. @ Sturer Westfale:

    Kewil hat doch die Quelle angegeben und wenn Du weitere informationen möchtest, kannst Du dort oder im PI-Archiv lesen mit entsprechen weiterführenden Links! 😉 Dort kannst Du bestimmt Deine Tiefe schärfen! 🙂

  3. Und hätte Merkel nicht im Sinne der Linken reagiert, so wäre die Antifa ausgerückt, um solche Gebäude nieder zu brennen. Politisch korrekt, versteht sich!

  4. Speziell die Erbschaftssteuerreform haben wir ganz im speziellen meinem besonderen Liebling Seehofer zu verdanken. Erst stänkert er lang dagegen, aber wenns zur Abstimmung geht, ist er natürlich dafür. Dabei wäre diese Gesetzeskrücke zur Quasienteignung derjenigen, die in Ihrem Leben gearbeitet und etwas auf die hohe Kante gelegt haben, ohne ZUstimmung von Bayern komplett entfallen. Das wär auch ein Stück Entbürokratisierung, noch dazu, da die Kosten fast das Niveau erreichen, was dadurch an Steuereinnahmen erzielt wird.

  5. Die Bundesrepublik ist nicht pauschal wirtschaftsfeindlich, sie ist vielmehr mittelstandsfeindlich. Die kleinen Handwerker, Freischaffenden usw. werden mit einer überbordenden Bürokratie konfrontiert, angeblich im Namen der Gerechtigkeit. Aber Gerechtigkeit ist nichtssagend, verdummend. Es wird nie eine gerechte Gesellschaft geben. Vielmehr kommt es darauf an die Richtung vorzugeben : Weniger Staat, mehr Selbstverantwortung, weniger Sicherheit, mehr Freiheit, Sicherheit habe ich noch genug im Grab. Wir wollen eine freie Gesellschaft mit Übernahme der Verantwortung durch jeden Einzelnen. Kann er krankheitsbedingt diese Verantwortung nicht übernehmen bekommt er natürlich Hilfe. Aber Krankheit ist nicht jeder quersitzende Pups, nicht jede Unpässlichkeit, nicht jede Wehleidigkeit.
    Wenn die ganzen Paragraphen und Vorschriften deutlich entrümpelt würden, haben wir vielleicht etwas weniger Sicherheit, dafür mehr Freiheit und Gerechtigkeit heißt eigentlich auf Gott ausgerichtet sein. Schon deswegen ist die Benutzung dieses Begriffes im Politischen ein Anachronismus in sich.

  6. #5 lion8

    Mittelstand- Genau das ist mein letzter Satz.
    Sie ist aber auch wirtschaftsfeindlich ganz allgemein. Nur Gewerkschaftsgeschwätz zählt, alles andere nicht. Ich kenne weder einen großen noch kleinen Industriellen, der etwas zu melden hätte. Nur den ganzen Tag Wirtschaftskritik. Bringen Sie doch einmal einen einzigen Satz, wo die Wirtschft gelobt wird! Sie werden keinen finden!

  7. Die kleinen und der Mittelstand (Die Stütze unseres Wohlstand)juckt die Politik nicht.Man hat manchmal das Gefühl einige Politiker wünschen sich Zustände wie damals bei den Roten Khmer.

  8. Interessanter Beitrag, danke.

    Auch das ein Zeichen dafür, daß die politische Polarität „Links-rechts“ nicht mehr zeitgemäß ist – heute gilt „Nationales Unternehmertum vs. internationale/nationale Bürokratie und linksgrünen Filz“.

    Man will Deutschland schwach sehen. Darum geht es (der historische Hintergrung bedarf wohl keiner Erklärung).

    Unser Land treibt anzulegendes Kapital geradezu in die Märkte, statt in realwirtschaftliche Investitionen mit in der Folge daraus entstehende Arbeitsplätzen.

    Man sollte wirtschaftskritische Leser hier auch deutlich auf den Unterschied zwischen dem Geklüngel linksgrüner Politik mit globalen Großkonzernen einerseits, und dem gleichzeitig immer mehr erstickten klassischen Mittelstandsunternehmertum in Deutschland andererseits hinweisen.

    Wir brauchen dringend wieder mehr demokratisch-nationales Denken im Parlament.

    Schon seit 2 Jahrzehnten ist das spürbar für Leute, die auch freiwillig, ohne erzwingende Katastrophe, nach vorne denken können.

    Die Leistungsprinzipien der ehemaligen deutschen sozialen Marktwirtschaft müssen auf Europa ausgeweitet werden – nicht aber umgekehrt die sozialistische Plan- und Neidwirtschaft schwächerer Länder Deutschland aufgezwungen werden.

  9. Diesem Land kann man nur noch dadurch helfen, indem man in einer konzertierten Aktion das Ausfüllen jeglicher Fragebogen verweigert…

    Jeder andere Widerstand ist zwecklos.

  10. Zwei hervorragende Beiträge von Kewil und der Kommentar #2 BePe im Teil 1 auch ein kontrastierendes Sahnehäubchen.
    Für mich ist diese frustrierende Sch***e Alltagspraxis. Wie können nur so viele Idioten solch ein Sodom & Gomorrha über mehrere Jahrzehnte etablieren und am Leben halten?

    Ach ja, da fällt mir ein, wir sind schuld. Als Anfang der 70er die Auseinandersetzung mit dem damals noch klar zu verortenden politischen Gegner unerträglich wurde, haben wir es sein gelassen. Sollten sie doch alle in den öffentlichen Dienst, da können sie keinen Schaden anrichten und stören unsere Kreise nicht.
    Voila, rien ne va plus.

  11. Ach was, Mittelstand…Köln braucht mehr Moscheen, Kültürvereine und integrative Projekte, DA liegt der Fokus, DA wird genehmigt, erlaubt, finanziert und weggesehen.

    PS: Geschickter wäre es gewesen, beide Artikel zum Thema zusammenzulegen.

  12. Wirtschaftsfeindlichkeit gibt es in Deutschland per se nicht. Fast alles in Deutschland ist auf Wirtschaft ausgerichtet. Gehe ich in die Innenstädte deutscher Großstädte, sehe ich keine Kultur- oder Denkmalbauten, keine Wahrzeichen, keine Einrichtung für das Volk, sondern nur hässliche Einkaufshäuser, Geschäfte, Gastronomie oder Vergnügungsmeilen. Das soll wirtschaftsfeindlich sein!?
    Die Infrastruktur, Transport- und Logistikwesen ist voll auf Wirtschaft getrimmt.

    Nur da gibt es ein paar Vorschriften und Gesetze, damit nicht jede, kleine Krämerseele anfängt zu dealen und die Wirtschaft auch vor sich selbst geschützt wird. Genau da fangen dann manche Unternehmer, deren Wille nicht augenblicklich von einem Klüngelbürgermeister wie Adenauer erfüllt wird, zu nölen an. Als Unternehmer halten sie sich ja für tolle Hechte und erwarten noch Dankbarkeit und Anerkennung. Am besten noch ein monumentales Denkmal in zentraler Lage.

    In Deutschland steht die Wirtschaft über allem, Eigentumsdelikte und Vandalismus werden härter bestraft als Mord und Totschlag.

    Und der Schutz des Eigentums wird sehr ernst genommen. Der Euro wird ja gerade deswegen mit Hunderten von Milliarden gerettet, damit das Besitzbürgertum nicht ihr angelegtes Geld, Versicherungen und Spareinlagen verliert.

    Ausserdem war es die deutsche Wirtschaft, die Adolf Hitlers entscheidenden Wahlkampf mit einem Millionenfonds unterstützt hat, besonders die Krupps, Thyssen und die IG-Farben haben sich hier besonders eifrig hervorgetan.

    Hätte die Wirtschaft weniger Gier gezeigt, und moderat und nachhaltig nach Gewinn gestrebt, hätte es auch womöglich gar kein linkes Gedankengut geben können und auch keinen Adolf Hitler.

    Aber hauptsache hier hat jemand mit seiner Schreibe von seiner unerfreulichen Seite gezeigt.

  13. Wer den Weg in die mittelständische Eigenverantwortung als kleiner Unternehmer gewählt hat, hat schon mit diesem Schritt seine Entschlossenheit bewiesen. Und genau an diesem Punkt wird vom Staat angesetzt nach dem Motto „mal sehen, wie viel der erträgt“; „da geht noch was“. Meistens nach dem Muster vorangehender Desavouierung einer Mittelstands-Sparte durch die hier auffällig unisono kommenden Medien, um das Volk für den nächsten Schritt pro zu stimmen. Dann wird die vorbereitete gesetztliche Strafaktion nachgeschoben. Alles natürlich rein zufällig, von der der geprimte Bürger sagt:“recht so, da musste doch endlich mal der Staat reagieren“. Meiner Meinung nach ist das Methode. Ich kann viele Liedchen davon singen. Das gleiche Muster findet man auch bei anderen Vorgängen, rezent bei der NPD-Jagd (die selber gar nicht gemeint ist, sondern das Bürgertum aus dessen Mitte irgendwas Böses kommt), der Wulff-Hype (es geht nicht um ihn, sondern um die „causa Merkel“, wie schon zu Köhlers Zeiten), das Gleiche beim Klima-Schwachsinn, BSE, Vogel- oder Schweine-Grippe, Fukushima usw.
    Es werden Vollmeisen bedient aus Angst vor der Angst der durchgeknallten mündigen Bürger, die die fäkulente Basis der guten Bürger darstellen, benutzt von politischen Verführern wie Fischer, Ditfurth oder deren ehemalige Kollegen Uljanow, Schugaschwili und Schickelgruber. Ich habe seit Jahren keinen sogenannten konservativen Politiker in den Medien erlebt, der pampig auftretenden Grünzlinken Hampelmännern vom Westentaschenformat eines Tritt-ihn oder der Kreisch-und Plärr-Rhetorik einer Treppenhaus-Kätsche vom Schlage Kün-ast alias Roth, ich habe keinen Konservativen diesen Pfeifen rhetorisch Paroli bieten sehen. Die kriechen, entschuldigen sich oder gleiten im eigenen Schleim reibungsarm voran in vorauseilendem Gehorrrrsam. Und dann werden sie doch zu gegebener Zeit erledigt (entwulfft). Die lassen uns im Stich. Wir haben keine politische Diskurs-Lobby.

  14. Ncohwas viel Wichtigeres: echte Wirtschaftsfeindlichkeit in Deutschland wäre Deutschland viel besser bekommen. Dann hätte es vielleicht AH nicht gegeben, es hätte das Wirtschaftswunder nicht gegeben und somit Millionen von importierten Fachkräften, wir müssten heute wegen der gewaltigen deutschen Wirtschaft nicht Südeuropa alimentieren. Und jeder einzelne Deutsche hätte sein Leben nicht mit der täglichen, elenden Plackerei verschwendet.

    Dann wären auch solche Dinge wie PI nicht notwendig gewesen.

    Wir wären dann vielleicht so „arm“ wie die Skandinavier oder Iren. Wir wären reich, aber nicht in monäter-ordinärer Hinsicht.

    Geld kann doch nicht alles sein, wofür es sich zu leben lohnt.

  15. Ich kann es n icht mehr hören:“Geld könne nicht alles sein…“. Das ist es , was die Basis von Neid ausmacht. Einfaches Experiment: mal sofortiges Assoziieren verlangen bei Begriffen wie „reich“, „Geld“, „politisch rechts“. Aber reflexartig kommen ausschließlich negative Assoziationen. Bei Jedem! Die 1000 €, wenn sie von einem Arbeiter verdient werden, die werden ganz anders konnotiert als betragsmäßig dieselbe Summe, wenn ein „Reicher“ sie ehrlich erworben hat. Ein Jeder frage sich mal selber, wie er das sieht. Wir sind bis in die Zehenspitzen von Kindheit an indoktriniert, was das angeht. Und die Linken unter uns, die lassen es raus. In letzter Zeit so richtig. Den Büchner-Satz „Krieg den Palästen, Friede den Hütten“ in heutiger Zeit immer noch hirnfrei daher zu salbadern ist pauschal und einfach nur blöde. Und pikant dabei ist doch eines: es ist immer und ausschließlich das Geld des Anderen, was unmoralisch ist. Und die linken Umverteilungs-Diebe meinen mit Umverteilen natürlich nicht ihre Knete, schon gar nicht die veruntreuten SED-Gelder. Und damit haben sie beim Plebs in Deutschland fortwährend die größte Zustimmung, den größten Erfolg. Alle linken Parteien treten damit auf, kuckt sie euch daraufhin an. Wenn ich diesen Wohlfahrts-Schwätzer gestern in der AK sehe, ich wer rasend!

  16. Wenn ich mir mein Geld ehrlich verdient habe, egal ob 150 € oder 15000 €, dann ist das Ausdruck meiner Tüchtigkeit, meines Risikos, meines Fleißes und meiner positiven Einstellung zum Schaffen. Schließlich teile ich per Steuern auch noch mit den Anderen. Natürlich kann man mit Geld auch Unfuch treiben, aber dann kann man doch das Schaffen des Gegenwertes meiner Arbeit, das Geld nicht pauschal verteufeln. Ja, ja, hört mir mit euren anerzogenen marxistischen Weisheiten vom Fetisch-Charakter des Geldes auf! Jeder hat ein eigenes Hirn und muss sich eben nicht zwangsläufig zum Lohnsklaven machen. Sondern zum Vertragspartner. By the way: ich bin für faire Entlohnung. Und je mehr du strebst, schon in der Schule, um so besser werden deine Chancen. Du hast es in der Hand und wir leben nicht mehr in einem Kasten-System, sondern die Schichten sind durchlässig (ich habe meinen Sarrazin gelesen!). Mal was anderes, fällt mir beim Stichwort Kasten ein: eine interessante Möglichkeit der künftigen gesellschaftspolitischen Entwicklung in Europa, wenn das hier so weiter geht…

  17. Zitat Typhoon: „Hätte die Wirtschaft weniger Gier gezeigt, und moderat und nachhaltig nach Gewinn gestrebt…“

    Die Aufgabe der Wirtschaft ist nicht, war nicht, und wird niemals sein, ihre Gier zu mäßigen.

    Warum nicht? Weil wir ALLE, jeder von uns, gierige Wesen sind. Und wir sind die Verbraucher, die ein Unternehmer „bedient“.

    Schau dir jeden kleinen Säugling an. Er saugt am Nippel oder der Flasche, was nur geht. Gierig sein gehört zu unserer biologischen Überlebens-Grundausstattung. Gier – je nach Laune – den Banken, oder den Politikern, oder den Industriellen, auf jedem Fall aber „den Anderen“ vorzuwerfen, ist zwar zutreffend, aber banal, weil alle Menschen gierig sind.

    Grundlage der Wirtschaft ist die Erzielung von Profit. Wenn du das als Unternehmer nicht tust, fährt dir das Finanzamt in die Parade („nur Hobby ohne Gewinnerzielungsabsicht“); und wenn du eine AG bist, verklagen dich deine Aktionäre (wahrscheinlich die selben, die ihr „nachhaltig grünes Selbstbild“ ansonsten ostentativ vor sich hertragen…).

    „Nachhaltigkeit“ kommt aus der Forstwirtschaft und ist auch ansonsten durchaus sinnvoll – man soll nicht mehr verbrauchen, als nachwächst. ABER: Das muss vom Gesetzgeber mittels Rahmenbedingungen erreicht werden – und nicht vom Unternehmer! Der MUSS nämlich das produzieren, was der Markt (die Verbraucher) verlangen UND höchstens bezahlen.

    Wenn also die Verbraucher keine echte Nachhaltigkeit bezahlen wollen, kann man nicht den Unternehmer dafür verantwortlich machen (selbstverständlich vorausgesetzt, er hat nicht gegen bereits existierende Gesetze verstoßen), sondern die Politik ist hier gefordert.

    Wenn also die Politik marktkonkurrenzübergreifend enger an Nachhaltigkeit orientierte Rahmenbedingungen von ALLEN Unternehmen einfordert, sind faire – weil gleiche – Bedingungen für alle gegeben.

    Wir kommen – als Kollektiv wie als Individuum – nicht weiter, solange wir noch unsere persönlichen Abgründe ins „System“ oder den anderen Menschen projizieren.

    Im antiken Griechenland hieß es „gnotis se auton“ – erkenne Dich selbst. Und das fällt mir, obwohl nicht mehr der Jüngste, immmer wieder noch schwer genug.

    Von „Erkenne die Fehler der Anderen“ aber stand da nix. 😉

  18. Und nochwas, Typhoon. Ich merke, dass ich es hier nicht mit einem Selbständigen zu tun habe, deshalb mal eine kleine Erklärung, so ganz nebenbei. Und ohne Denkmal in zentraler Lage, darauf verzichtet unsereiner gerne. Der Selbständige hat keine Arbeitslosenversicherung. Geht der Betrieb, den er auf sein persönliches Risiko führt den Bach runter, hat er meist mehr Schulden als Haare am Scrotum und wird nicht von einer Versicherung aufgefangen. Dann schafft er für andere Lohn und Brot, bildet aus, zahlt Steuern (10% der reichsten in D zahlen 90% des gesamten Aufkommens der EkSt. Oder so). Natürlich besteht die Gefahr, das ein Unternehmer unfair zahlt. Und das ist auch nicht zu entschuldigen, da wäre ich der Letzte. Aber merke Dir: derjenige in D, der anständig unternimmt, seine Steuern zahlt, und seine Pflicht erfüllt, seine Angestellten anstädnig behandelt und entlohnt, glaubst Du, der wird dafür gelobt in diesem Land hier (will ich gar nich)? Oder zumindest in Ruhe gelassen? Großer Irrtum, der ist von vorn herein im Visier von Finanzamt, Medien, linken NGO`s. Ich weiß, wovon ich rede. Es sollten einfach mal alle Unternehmer hinwerfen, alle auf einmal. Dann, wie die anderen, zur Sozialkasse gehen und die Hand aufhalten. Aber hallo! Ich halte den anständigen Unternehmer für genau so ehrenwert wie den anständigen angestellten Arbeiter, ja auch den anständigen seine Pflicht erfüllenden Staatsdiener. Aber wo von Anfang an kein gegenseitiger Respekt da ist, da kann mans vergessen. Ihr jubelt doch alle lieber einem cleveren Verbrecher wie „Dagobert“ zu, der andere nur bestiehlt.

  19. Ich hatte nicht in erster Linie vom Mittelstand gesprochen, die eine ehrliche Buchhaltung haben und akkurat ihre Steuern entrichten. Diese Unternehmer haben es nicht verdient, diffamiert zu werden.
    Aber es gibt keine wie im Artikel beschriebene Wirtschaftsfeindlichkeit, sondern ganz im Gegenteil eine unheilsame Nähe von Politik und Wirtschaft. Kleine Politiker wollen gerade von der Wirtschaft geschmiert werden, damit sie der Wirtschaft dienlich sind, wenn sie in hohe Ämter kommen. Aktuell sieht man das am netten, unscheinbaren Herrn Wulff, der sich nichts dabei denkt, sich von der Wirtschaft reich beschenken zu lassen.
    Dieser Lobbyismus und verdeckte Korruption führen dazu, dass viele Unternehmer mit guten Drähten zur Macht sich Vorteile erkaufen und leichtes und gutes Geld verdienen können.
    Besonders in Köln ist der Klüngel und die Verfilzung nicht wegzukriegen.

    Dieser Unternehmer aus dem Artikel, der ein Hochhaus in Köln hochgezogen hat, hat einen guten Draht zum Bürgermeister gehabt und sich so Vorteile verschafft, die andere Unternehmer nicht hatten und sich ehrlich, aber mühsam abkämpften mussten.
    Ihm wurden faktisch Grundstücke geschenkt, Grundstücke vielleicht überteuert abgekauft und sonstige Begüngstigungen zugeführt, nur weil der Bürgermeister ein Prestigeprokekt vorantreiben wollte. Das ist keine Förderung der Gesamtwirtschaft, sondern für allgemeine Wirtschaft schädliches Geklüngel.

    Und sein heutiger Erbe ärgert sich dann und verfällt in „ohnmächtige Wut“, weil er es heute bei einem Bürgermeister, der nicht in ein Korruptionsskandal geraten will, kein offenes Ohr mehr findet.

    Das ist kein Unternehmertum, das ist lamentieren und jammern wegen verloren gegangener Pfründe und Privilegien.

    Da differenziere ich ganz fein zwischen Unternehmern und solchen, die sich für welche halten, obwohl sie ohne Ausbeutung und Gemauschel keinen Fuß auf dem Boden bekommen.

  20. In Deutschland herrscht der Monopolkapitalismus und keine soziale Marktwirtschaft. Das Problem ist weniger (aber auch) die Schere in den Einkommenssteigerung, sondern vielmehr die demokratiebedrohende Entwicklung in der Vermögensverteilung, die nun wirklich nichts mehr mit Leistung oder Gerechtigkeit zu tun hat.

    Inzwischen besitzen 10 Prozent der Deutschen über 60 Prozent des Vermögens. Den unteren 70 Prozent besitzen ca 10 Prozent. Die Umverteilung nach oben hat auch in den letzten Krisenjahren nicht hakt gemacht. Dazu habe ich ein Kurvendiagramm. (Korrekt wären Säulen, leine Kurven, aber das war dem Anlass geschuldet).

    https://docs.google.com/document/d/155_NDs33xQDhLBDIJKPaxBURiwcu6UJRqAT2eOVgDWQ/edit?hl=de

  21. Eigentlich kann man beiden Meinungen (Unternehmer in Ruhe lassen/Klüngel bekämpfen)so stehen lassen. Und gut wäre es. Ist es aber nicht, weil Kritik an Teilen immer zweckentfremdet wird, frech als pars pro toto. Motto: „wie der Herre so`s Gescherre“. Genauer: das, was im Einzelfall zutrifft oder diskutierbar ist, wird benutzt, um gerne endlich gegen das Gesamte vorzugehen („was wollte der Autor damit sagen?“). Schon heißt es froh „DIE Unternehmer“, „DAS Kapital“, „DIE Deutschen“.

  22. Ja, FreiheitfürBayern, jadoch, ja! Hört mir doch mit diesen Zahlen auf! Die Nicht-Reichen erscheinen hier als Masse, nun nehmt doch mal die raus, denen es trotzdem sie nicht reich sind, denen es also trotzdem gut geht. Den meisten Nicht-Reichen geht es hier und heute gut. Mal noch was zu dieser gottverfluchten „Umverteilung“ nach unten. Was glaubt ihr, wie lange würde es den wirklich Armen damit auskömmlich gut gehen, wenn wir einfach alimentieren, runterverteilen (und wem nehmen wirs denn nun weg, Dir oder mir? Oder besser einem Dritten, sind wir beide fein raus!). Ein Jahr, zweie? das Geld, unabhängig ob Unternehmer oder gut bezahlter Vertragspartner es geschaffen haben, das Geld geht dahin, wo es verdient wird. Auch zum Arbeiter. Es wird trotz dermaleins fairer Verträge, das hoffe ich sehr, dass das so wird, trotzdem „Reiche“ und Nicht-Reiche geben, die von Manchen unerhörter Weise alle als „Arme“ bezeichnet werden. Das Geld, es wird da weggehen, wo es nur hingesteckt wurde. Seht euch doch endlich mal das Desaster in Griechenland und, und, und an! Man kann doch nicht einfach einen tüchtigen „Reichen“ bestrafen, was solln das?! Pech gehabt, mein Lieber, warst schön fleißig, dumm gelaufen für dich. Hör auf zu flennen, mit deinem Risiko, für mehrere Millionen Schulden aufgenommen, um für 20 Leute einen Arbeitsplatz zu schaffen, Nächtelang nicht geschlafen, Zukunftssorgen…Du hast es doch nune geschafft, bist eben nicht untergegangen! So, und nun her mit der Marie! Verteilungsgerechtigkeit gegen Schaffensgerechtigkeit! Aber das Risiko, nein das wollen wir nicht, das mach mal schön alleine, lieber Reicher. Wir kommen dann kassieren.

  23. Was ich hier lese, ist, ökonomisch gesehen weiter nichts als schnöder Kommunismus. Und ich glaube schon, dass das auf die meisten hier zutrifft. Bitte, das ist nicht als Beschimpfung gedacht.
    Aber so wird das nichts hier, dann kann ich gleich zur Antifa gehen, also adio.

  24. # 1

    Seit 1980 hat man aus Nürnberg die Industriebetriebe mit vielen Arbeitsplätzen aus Umweltschutzgründen vertrieben. Jetzt ist die Stadt pleite und hat die höchste Arbeitslosigkeit in Bayern!! Aber arm und sexy wie die Stadt ist, man ist um jeden Zuwanderer froh den man mit Hartz IV unterstützen darf, denn es sind inzwischen NUR 40% aller Einwohner Nürnbergs Zuwanderer…!! In der Südstadt beziehen 40% aller Einwohner Hartz IV, dazu kommen noch die Bezieher von Sozialgeldern!!

  25. Ist halt NRW!

    NRW war in den Boom-Jahren das ökonomische Zentrum der BRD, heute, wie in den Tagen geschrieben, ist es im Armutsbericht ganz vorne mit dabei. Nur Berlin und Bremen führen diese zweifelhafte Statistik an.

    Neulich wurde das neue Buch von Götz Aly besprochen. Es gibt noch ein weiteres.

    Hitlers Volksstaat

    Eine sozialistische „Erfolgsstory“.

    Wenn man das liest, gewinnt man den Eindruck, dass der Sozialismus in der heutigen BRD fröhliche Wiederkehr feiert.

    Der Unterschied ist nur die Technikfeindlichkeit der heutigen Linken. Dabei vergessen die linken Tölpel, dass sie sich selbst damit ihre Grundlagen vernichten.

    Wir sind nach wie vor, was Politik und Gesellschaft bestimmt, sozialistisch ausgerichtet.

    Neid & Mißgunst sind die treibenden Elemente. Es ist einfach schrecklich und die Verursacher, auch der Katastrophen, sind nach wie voran der Macht. Nicht persönlich, aber in der ideellen, politischen und moralischen Verantwortung.

  26. #23 Typhoon; Frag vielleicht mal nen Unternehmer, ob Deutschland tatsächlich wirtschaftsfreundlich ist. Da wird dir jeder kleinere sagen (die grossen Bonzen haben natürlich keinen Grund sich zu beklagen), dass die unendliche Menge an Vorschriften, die alle bis aufs I-Dübferl genau befolgt werden müssen, alles andere als positiv sind. Keine Frage es muss für einige Sachen Vorschriften geben. Aber es müssen bei weitem nicht so viele sein, wie bei uns. Nur als Beispiel, 90% der weltweiten Stzeuerliteratur stammt aus Deutschland. Und so wird es bei Umweltgesetzen und vielen vielen anderen Sparten genauso sein.

    #24 FreiheitFuerBayern; Lol, Deutschland ist weit sozialistischer wie China, hatte zumindest die Bild vor so ungefähr 1 Jahr mal auf dem Titel. Oder wie sonst würdest du es bezeichnen, wenn 80% dessen was irgendjemand verdient, vom Staat einkassiert und mit offenen Händen (zum Fenster rausgeschmissen) verteilt wird.

    #29 Icetrucker66; Dazu passen auch die öfters mal vorkommenden Überfälle von Südländern oder „“ an Einheimischen. Beruflich komm ich ab und zu mal zum Plärrer, es ist dort zum plärren, ein Türke nach dem anderen, man kommt sich vor wie in Ganzweitwegistan. Und die Nähe zu Erlangen mit dem komischen Institut von der Schiffer ist ja auch noch da.

  27. …der Bürger wird zur raschen Klage regelrecht genötigt mit der Folge einer immer stärkeren Überlastung der Gerichte und immer längeren Wartefristen bis zu Entscheidungen…

    Hinzu kommt, dass die Finanzämter Entscheidungen mit fadenscheinigen Begründungen bewusst jahrelang verzögern, um ein möglichst hohes Zinsaufkommen zu erzielen. So werden bpsw. aus 20.000 EUR nach 5 Jahren schon 26.764,51 EUR, die der Steuerzahler berappen muss, ohne dass er irgendeinen Einfluss auf die Verzögerung hat.

    Unternehmer wie Steve Jobs oder Bill Gates würden in Deutschland heute kläglich scheitern. Zum einen dürften sie ihre Produkte in der Gründungsphase gar nicht verkaufen, da sie die Auflagen nicht erfüllen könnten (Altgeräte-Rücknahme-Verordnung, Verpackungs-Verordnung, Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, ROHS, Fernabsatz-Gesetz, CE, GS etc.). Weiterhin würden Gewinne weggesteuert, so dass kein Kapital für Investitionen bliebe. Und schließlich wäre kein Unternehmer bereit, seine Energie und Gesundheit zu vergeuden, um dann von Gewerkschaften, Ämtern und Parteien abgezogen zu werden.

    Ein System wie das der BRD kann nur durch einen finalen Crash resetted werden. Der 2. WK war so ein Crash. Vielleicht wird der EURO der nächste.

  28. #27 November (22. Dez 2011 21:06)
    #31 uli12us (22. Dez 2011 22:19)

    Wer Kritik am System übt ist „links“ und daher „schlecht“. So lange es Schafe wie Euch gibt, die ihren Schlächter noch selber wählen dürfen, geht es Euch gut. Bis Euch die Alterarsarmut voll erwischt und das wird sie, wenn ihr nicht älter als 40 oder Millionäre* seid.

    1. Eine Vermögensanhäufung wie in DE ist eine Gefahr für die Demokratie. Das Kapital wird monopolisiert, was den Wettbewerb verhindert und das Erpressungspotential gegenüber den Staat erhöht.

    2. In vielen Branchen kann es in DE gar keinen Neueinstieg geben, bzw. werden Gründer sofort aus dem Markt gedrückt. Warum? Weil Kapital immer Innovation schlägt.

    3. Da könnt ihr lachen wie ihr wollt: Warum werden 5.000 Euro monatliche Einnahmen aus Kapitalvermögen mit 25%, aus Arbeit mit 48% versteuert? (Nur ein Beispiel)

    4. Die Kaufkraft im unteren Einkommensdrittel ist um bis zu 20% gefallen in den letzten 10 Jahren. Das schwächt die Binnenkonjunktur und erhöht die Abhängigkeit vom Export.

    5. Gefallen sind die Löhne wegen Exportwahn der sich gerne hinter „internationaler Wettbewerbsfähigkeit“ versteckt Wer aber „verdient“ hauptsächlich aus dem Export?

    Das sind nur 5 Punkte die zeigen, dass wir in DE ein System des Monopolkapitalismus haben, der große vermögen gezielt fördert. Marktwirtschaft findet kaum noch statt.

    ______
    * Ein kleiner Unternehmer, der heute 40 Jahre alt ist, muss bis zu seinem 65 Lebensjahr ein Vermögen von 500.000 Euro nach heutiger Kraftkraft angesammelt haben, wenn er 20 Jahre (25.000 Euro pro Jahr) davon zehren will. Von den 2.000 Euro gehen Krankenkasse weg (ca. 600 Euro) und Miete (800 Euro). Bleiben 600 Euro „zum Leben“. Wenn jemand mit 40 ins Unternehmertum einsteigt, darf er ganz schön werkeln! Die staatliche Rente ist sowieso nur Handgeld.

    (Den Einwurf mit Zins und Zinseszin vergesst schnell wieder, denn spätestens seit 2002 war mit mündelsicheren Anlagen kaum die wahre Inflation zu erwirtschaften. Falls doch irgendwann dies möglich sein sollte: Ich habe die Abgleichsteuer darauf ignoriert.)

  29. #29 Icetrucker66 (22. Dez 2011 21:50)

    „Seit 1980 hat man aus Nürnberg die Industriebetriebe mit vielen Arbeitsplätzen aus Umweltschutzgründen vertrieben.“

    Also ich sehe eher eine alte Industriestadt, dessen Wirtschaft den Sprung in die Moderne nicht mitgemacht hatte. Quelle ist das Paradebeispiel dafür (ok, hatte den Hauptsitz im kleinen Zwilling). Das Motto war immer „Uns geht es doch gut“, dann „Es geht uns doch immer noch gut“ und „Wirklich schlecht geht es doch niemand“. Immowelt.de und hotel.de (vor kurzen an einen Konkurrenten verkauft) sind beispielsweise die einzigen zwei bekannten Namen im Digital Business, die Sitz in der Metropolregion haben! Warum ziehen ausgerechnet Würzburg und Regensburg interessante Unternehmen an? Beides Uni-Städte, die nun nicht als besondere Umweltschweine aufgefallen sind. Die Nürnberger mit ihren (real) 1,5 Milliarden Schulden waren lange einfach zu satt.

  30. ein Freund von mir, welcher auch zu den Unternehmern zählte, die nach dem Krieg Deutschland wieder nach vorne gebracht haben,
    erhielt sogar eine Belobigung von den Behörden, weil er die Meldungen an die diversen Statistischen Ämter immer so schnell abgegeben hat

    in Wirklichkeit hat er diese in seinen Augen völlig überflüssigen Meldungen immer gehaßt
    und da einfach irgendeinen Blödsinn reingeschrieben, nur um es schnell vom Tisch zu haben

  31. Ja, aber mein Mitleid haelt sich dennoch in Grenzen.
    DAS ist ja ALLES so vom Waehler, und insb. Nichtwaehler, und genauso gewollt!
    Ausreden mag ich nicht mehr hoeren.

    Na dann, frisch auf, in den deutsch-eudssr-Debilsozialismuswahn des Jahres 2012.

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