Ägypten-Institut von Islamisten niedergebrannt

Es war letzten Dienstag, als gewalttätige Salafisten (die bekanntlich ca. 25 Prozent der Stimmen bei den letzten Wahlen erhielten) das „l’Institut d’Egypte“ in Kairo niederbrannten, das berühmte wissenschaftliche Institut gegründet von Napoleon und Startpunkt für die Moderne in Ägypten. Beinahe das gesamte Archiv wurde durch das Feuer und durch Plünderung zerstört.

(Von Beschwichtiger)

Das Ägyptische Institut umfasste zirka 200.000 Originaldokumente, seltene Bücher, Karten, Exponate, archäologische Funde und Studien aus Ägypten und den restlichen Mittleren Osten. Diese wurden von Generationen von westlichen Wissenschaftlern und Historikern zusammengetragen und katalogisiert. Es ist schwierig den modernen Mittleren Osten ohne diese Studien zu verstehen.

Das riesige Gebäude lag im Zentrum von Kairo, und es anzuzünden war ein zum höchsten Grad symbolischer Akt von den Salafisten: sie wollen ein neues Ägypten ohne Logik, Aufklärung, Forschung und Individualismus.

Man muss diesen Brandanschlag als das sehen, was er ist: eine gewaltätige und vollständige Trennung von der westlichen Zivilisation und ein Abruch aller Verknüpfungen zur Wissenschaft, Forschung und Modernität. Gleichzeitig nutzen die Salafisten zynischerweise eine westliche Erfindung, um an die Macht zu kommen: demokratische Wahlen.

Viele Salafisten wollen auch die Pyramiden und die Sphinx sprengen. Außerdem wird jetzt die christliche Minderheit Ägyptens, die Kopten, mit neuer Intensität verfolgt. Der Startschuss für den Holocaust an Ägyptens nicht-muslimischer Minderheiten ist gefallen. All dies geschieht während der verwirrte und naive Westen weiterhin den „Arabischen Frühling“ und die neue Demokratie in Ägypten preist ohne zu verstehen, was eigentlich geschieht.

Seltsamerweise passiert das alles in Ägypten, einem Staat der immer die Rückgabe der archäologischen Funde als Teil ihres nationalen Ethos forderte. Artefakte aus der Ära der Pharaonen sind immer noch in Museen in London, Berlin und Paris. Alle ägyptische Funde von israelischen Archäologien aus dem Sinai wurden bereits an Ägypten zurückgegeben.

Jetzt ist die Frage, ob das neue „demokratische“ Ägypten seine Museen vor Brandanschlägen und Plünderung schützen kann, zum Beispiel die unglaublichen Reichtümer aus dem Grab Tutanchamuns. Wird man dies versuchen oder wird man sich den Willen der Salafisten beugen und alles zu in die Luft sprengen, die Pyramiden, die Sphinx, die archäologischen Museen usw., so wie es die Taliban in Afghanistan mit den Buddhastatuen in Bamiyan gemacht haben?

(Übersetzung des schwedischen Artikels von avpixlat.info / Weitere Quelle: ynetnews.com)