Duisburg: Protest gegen Kirchenschließungen

Duisburg: Protest gegen KirchenschließungenDie christlichen Gemeinden in Duisburg haben es nicht leicht: Im Norden der „türkischsten Stadt Deutschlands“, wo eine der größten Moscheen Deutschlands steht und die Islamisierung der Stadtteile nahezu greifbar ist, sollen jetzt die ersten Kirchen geschlossen bzw. „umgewidmet“ werden (was immer das auch heißen mag). Jetzt hat sich eine Initiative namens „Rettet St. Barbara – Kein Kirchenkahlschlag im Duisburger Norden“ formiert, die seit Wochen gegen die Pläne des zuständigen Ruhrbischofs Franz-Josef Overbeck mobil macht.

Nachdem im November Unterschriften gegen die Kirchenschließungen gesammelt wurden und Protest-T-Shirts auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt verkauft wurden, kam es am vergangenen Wochenende zum Höhepunkt der Protestaktionen.

BILD berichtet:

Gemeindemitglieder der katholischen St.-Barbara-Kirche in Duisburg haben am Samstagabend ihr eigenes Gotteshaus besetzt. Der Grund: Die Kirche soll geschlossen werden.
Sie wollten mit der Aktion erreichen, dass das Bistum seine Entscheidung überdenkt, sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Angelika Hoffmann.

„Der Duisburger Norden darf nicht ganz ohne Kirche dastehen!“

Etwa 50 Gläubige richteten sich mit Schlafsäcken, Isomatten und Decken für die Nacht in der Kirche ein.

Das Bistum Essen will wegen nachlassender Katholikenzahlen und geringerer Kirchensteuereinnahmen zahlreiche Kirchen im Ruhrgebiet schließen oder umwidmen.

Im Duisburger Norden sind neben St. Barbara bis 2015 auch die Kirchen St. Norbert und St. Peter und Paul in Marxloh zur Schließung vorgesehen. Die Gemeindemitglieder wollen, dass wenigstens eines der drei Gotteshäuser erhalten bleibt.

Ein Bistumssprecher sagte, der zuständige Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck habe für Anfang des nächsten Jahres einen Besuch bei der Großgemeinde angekündigt. Genaueres zum Grund der sogenannten „Visitation“ wollte der Sprecher nicht sagen.

In der Duisburger Gemeinde wurden bereits mehr 5000 Unterschriften gesammelt, der Bischof sei zudem mit Dutzenden Kinderzeichnungen und unzähligen persönlichen Briefen bedacht worden, sagte Gemeinderatsvorsitzende Hoffmann.

Gemeindemitglieder verkauften für zehn Euro Protest-T-Shirts auf dem Weihnachtsmarkt. Vor der Kirchenbesetzung hatten die Gemeindemitglieder mit einem Protestmarsch durch das Viertel auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht.

Für die Katholiken im Dekanat Hamborn ist es nicht nachvollziehbar, dass sich die Kirche ausgerechnet dort massiv zurückzieht, wo eine der größten Moscheen Deutschlands steht. Mit der Schließung von Kirchen geht für sie der Verlust von geistlicher Heimat einher. Ob die Proteste beim zuständigen Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck allerdings Gehör finden, ist eher unwahrscheinlich. Der islamfreundliche Overbeck war einer derjenigen, der sich vor einem Jahr in einer gemeinsamen Erklärung mit anderen Kirchenvertretern ausdrücklich gegen ein Minarettverbot ausgesprochen und zu einem gleichberechtigten Leben von Muslimen in der Gesellschaft bekannt hat. „Dazu gehört auch das Recht, Moscheen zu errichten“, so Overbeck damals.

Wir hätten da mal eine harmlose Frage, Herr Bischof Overbeck:

Warum haben die Muslime in Duisburg das Recht dazu, riesige Moscheen zu bauen – die verbliebenen Christen aber kein Recht darauf, ihre bestehenden Kirchen zu erhalten?

» Kontakt: Franz-Josef Overbeck: generalvikariat@bistum-essen.de

» WDR-Lokalzeit: Kampieren in der Kirche (Video)

(Spürnase: Kölschdoc)