Erpresst BILD Bundespräsidenten mit Bettina?

In der Hauptstadt sind unter Journalisten komische Gerüchte im Umlauf. Mich persönlich stören eine halbe Million Euro Privatkredit zu einem etwas günstigeren Zins eigentlich nicht, solange dieser Firma kein Spezialtarif oder sonst eine nennenswerte Vergünstigung gewährt wurde. Alles liegt schließlich weiter zurück in der Ministerpräsidenten-Zeit der Wulffs. Da hat er das popelige Einfamilienhaus gekauft. Nun geht es aber anscheinend sogar gegen die Gattin von Bundespräsident Wulff.

In der Berliner Zeitung steht sybillinisch:

Am Donnerstag setzte Chefkolumnist Franz Josef Wagner nach: „Lassen Sie die Hosen runter. Stellen Sie sich vor die Presse. Sagen Sie uns, wer Sie sind.“

Wenn Wulff nicht bald folge, so wurde in Berlin gemunkelt, könne das Blatt mit einer Geschichte über das frühere Leben Bettina Wulffs aufwarten. Angeblich verfügt die Redaktion über Informationen, die bisher auf Weisung von ganz oben nicht gedruckt werden dürfen. Aus Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten. Doch den hat die Bild-Zeitung, die sich im Sommer 2010 weniger als die anderen Springer-Blätter für den Wulff-Konkurrenten Joachim Gauck stark gemacht hatte, ohnehin schon aufgegeben.

Den Grünroten würde ein Rücktritt Wulffs natürlich passen, möglichst gefolgt von einem Zusammenbrechen der Merkel-Regierung. Da aber alle Alternativen mindestens genauso mies aussehen, hielte sich unsere Schadenfreude sehr in Grenzen. Der Islam gehört zu Deutschland, das sagen alle anderen inzwischen ebenfalls. Und die Tätowierung sah man in der Moschee von Maskat/Oman vor einer Woche (siehe Foto) auch nicht mehr.