FREIHEIT oder neue Partei mit Charisma?

Viele Anhänger der FREIHEIT und andere Engagierte gegen die Islamisierung kennen offenbar die Bedeutung des Wortes ‚Charisma‘ nicht. Man könnte es mit ’sehr gewinnende Ausstrahlung‘ übersetzen, und die ist bei einer neuen Partei, beim Personal einer neuen Partei unverzichtbar, wenn man heute in absehbarer Zeit Erfolg haben will. Um es zuzuspitzen, der Freiherr ohne Doktor hat Charisma, in der Partei Die FREIHEIT kennt man keinen.

Würde der Schaumschläger Guttenberg – kann ihn seit Gorch Fock nicht leiden – heute eine neue Partei gründen, hätte er ohne jegliches Programm problemlos 10% auf Anhieb, die FREIHEIT lag in Berlin bekanntlich unter 1%.

Der Karl-Theodor soll in Kanada bleiben und uns verschonen, aber wir brauchen einen Parteigründer mit Charisma, aus der FREIHEIT wird nie etwas, auch wenn sich manche ganz fest abrackern. Das Thema Islamisierung ist seltsamerweise kein Renner, mit dem Thema Einwanderung wäre Sarrazin vermutlich auf 10% gekommen ohne Charisma, aber er ist eben bekannt und kein Nobody. Das galt einst auch für Ronald Schill in Hamburg, der als Richter Gnadenlos längst berühmt war, vor er 19% kriegte.

Das Thema zur Zeit ist klar der Euro und die EU. Andere Themen kämen erst später. Da Hans-Olaf Henkel als Vorsitzender, aber nicht als Gründer (!), zu alt ist, wäre Friedrich Merz eine aussichtsreiche, bundesweit bekannte und populäre Persönlichkeit für einen solchen Posten. Reden kann er auch. Und er könnte dann natürlich alle versammeln: Henkel, Hankel, Clement, Schachtschneider, Schäffler und andere Leute mit eigener Meinung.

Dem Vernehmen nach würde es an Geld nicht fehlen, Henkel hat angekündigt, daß er auf jeden Fall dabei ist, er will nur warten, was aus Frank Schäffler in der FDP wird. Sollte die EU-Umfrage in der FDP im Dezember scheitern oder abgebügelt werden, würde Henkel vielleicht starten. Andere werden ihm sicher folgen. Die Freien Wähler haben auch ein paar kluge Köpfe, die dabei wären. Die Wirtschaft ist nicht glücklich mit dem Merkel. Der Mittelstand kann die FDP nicht mehr leiden. Die charakterlose CDU würde durch die neue Partei später einstellig.

Vielen politisch Unerfahrenen hier wird das nicht genügen, aber wir müßten echt schon dankbar sein, wenn wir eine Partei der Mitte kriegen, CDU/CSU und FDP stehen doch längst links. Sollte aus einer Partei der Mitte sogar eines Tages eine konservative werden, es wäre ein Traum.

Es scheint jedenfalls sicher, daß im Hintergrund Gespräche geführt und Chancen ausgelotet werden. Es muß etwas geschehen. Die kleinen Pünktchen-Parteien können wir vergessen. Der Euro wird der Zünder sein.

PS: Dies heißt nicht, daß die Arbeit von PI-Gruppen, von der BPE oder kleinen Parteien falsch oder irrelevant wäre. Pro Köln hat viel geleistet und ist ein Stachel im Fleisch der Etablierten am Rhein. Es heißt nur, daß die Chancen einer jungen islamkritischen Partei ohne charismatische Persönlichkeiten gering sind. Dies ist meine Meinung. So langsam sollte jeder Leser gemerkt haben, daß PI nicht stalinistisch mit einer Stimme spricht. Jeder Autor steht für sich allein, und Diskussionen sind willkommen.