Die Nederlandse Vereniging voor een Vrijwillig Levenseinde (NVVE) will das freiwillige Lebensende noch bequemer machen. Sie fordert mobile Teams, die zum Todeskandidaten nach Hause fahren und ihn dort bequem um die Ecke bringen. Laut kreuz.net wurden im letzten Jahr 2700 Holländer per Euthanasie ins Jenseits befördert.

Das zehn Jahre alte niederländische Euthanasie-Gesetz sieht so aus, daß Ärzte in den Niederlanden aktive Sterbehilfe leisten dürfen, wenn folgende Bedingungen eingehalten werden:

Ein Patient muss sein Verlangen nach Sterbehilfe unbeeinflusst, freiwillig, „wohlüberlegt“ und andauernd zum Ausdruck bringen.

Der Arzt muss prüfen und bestätigen, dass der fragende Patient unerträglich und andauernd leidet und nicht zu heilen ist.

Nach einem angemessenen Zeitraum des Gesprächs darf der Arzt dann aktive Sterbehilfe leisten, wenn er sich zuvor mit einem Kollegen berät, der schriftlich Stellung nimmt.

Nach dem Tod des Patienten ist der Arzt verpflichtet, den Fall einer Kommission zu melden, die aus einem Mediziner, einem Juristen und einem Ethiker besteht. Sie prüft dann die Rechtmäßigkeit.

Dazu ein holländischer Mediziner, der das Fazit zieht, daß das Euthanasie-Gesetz erst die Nachfrage schafft. Die Rentenversicherung freut sich vermutlich. Und nicht nur das. Es wird geschlampert und dem Mißbrauch ist Tür und Tor geöffnet. Wer auf holländischen Seiten nach Euthanasie gugelt, findet immer etwas, sei es jemand, den man aus Versehen fast umgebracht hätte, sei es Mordverdacht. Es ist aber nicht bekannt, daß sich die Moslems in den Niederlanden für Euthanasie interessieren, nur das degenerierte  Abendland schaut sich immer wieder das holländische Modell an.

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141 KOMMENTARE

  1. OT

    Sorry wenn es der erste Post sein sollte hier, aber wieder zwei aus Deutschland die den Islam RICHTIGkennenlernen.

    Abenteuer im Wüstenstaat Thomas Doll (jetzt Trainer beim Klub Al Hilal in Saudi-Arabien.

    Fast ganz unten im gesamten Artikel steht das hier 😉

    In Saudi-Arabien darf seine Frau Biljana das Haus nur mit schwarzem Umhang, einer Abaya, verlassen. Frauen sind in dem muslimischen Staat oft bis auf Sehschlitze verschleiert. In Einkaufszentren kontrolliert die „Religionspolizei”, dass die Haare der Frauen verdeckt sind. Sie dürfen nicht Auto fahren und nicht ins Stadion. Es herrscht strikte Geschlechter-Trennung. Doll wohnt in einem abgeriegelten Ausländerviertel, hat damit kein Problem. „Wir müssen uns an deren Regeln halten, nicht umgekehrt.”

    http://sportbild.bild.de/SPORT/fussball/international/2011/12/16/thomas-doll/abenteuer-in-saudi-arabien-prinz-ist-mein-chef.html

  2. Das ist das selbe, wie mit dem Homozeug. Schon immer gab es in Deutschland Schwule und schon immer hat man Menschen klammheimlich beim Sterben geholfen. DAS IST DIE NOTWENDIGE MENSCHLICHE GRAUZONE! Die totalitären Schwarz-weiß-Denker in diesem Land (und nicht nur hier) meinen aber, dass alles was es gibt auch gut und offiziell sein muss. Da liegt der Hase im Pfeffer, daraum sinken bei uns fast täglich die moralischen Standards… …und die Perversion breitet sich unaufhaltsam aus.

  3. „Es ist aber nicht bekannt, daß sich die Moslems in den Niederlanden für Euthanasie interessieren“

    Das muslimische Modell sieht dann eher so aus, wie gerade in Bottrop praktiziert.

  4. Nicht das Gesetz ist das Problem, sondern die Regeln hierzu, es ist unerträglich wie materialsitisch und egomanisch diese Gesellschaft ist und wird. Gottlosigkeit bei uns, ist genau das, was den Islam stark macht, trotz Hexednmord und Scharia. Wenn die letzte evang.und aktholische Kirche schließen muss, dann ist EU-thanasie der Renner zur LÖsung des Rentenproblems. Das Grauen überfällt mich!!!

  5. Das zehn Jahre alte niederländische Euthanasie-Gesetz sieht so aus…

    Das 1400 Jahre alte mohammedanische Euthanasie-Gesetz sieht hingegen so aus:

    Der Patient (= Ungläubige) wird gefragt ob er bereit ist der einzig wahren Religion_des_Friedens™ beizutreten und falls er dies verneint, wird das als unmissverständliches Verlangen nach Sterbehilfe betrachtet – fertig! 😉

  6. In meiner Nachbarschaft hat ein älterer Mann im gegenseitigen Einverständnis erst seine Lebensgefährtin und dann sich erschossen. Als Grund wurden unheilbare Erkrankungen genannt. Wie und ob die Angehörigen damit fertig werden, weiß ich nicht. Andere legen sich auf Schienen oder springen aus Fenstern und nehmen damit auf andere Menschen keinerlei Rücksicht. Dagegen scheint mir ein medizinisch betreuter Freitod wesentlich sozialer zu sein.

  7. #6 unrein (16. Dez 2011 13:10)

    Genau diese Art Humor ist es, die unsere Kultur der islamischen haushoch überlegen macht, dann diese ist vollständig humorlos.

    Der Humor, gepaart mit unerbittlicher Härte, wenn es darauf ankommt, wird Deutschland vor der Islamisierung retten, daran hege ich nicht den leisesten Zweifel. Ich selbst werde meine Freiheit und die meiner Lieben mit dem Leben verteidigen – und sehr, sehr viele der braven Bürger, denen das Ganze momentan noch am Ar$sch vorbei geht, weil Islam ihren Alltag noch nicht betrifft, denken und fühlen ganz genau so.

    Bis dahin werden „Politiker“ wie Medien noch einige Zeit zum Totalversagen haben.

  8. Wer böses denkt soll endlich schweigen…

    Oder wie war das noch mit immer schlechterer medizinischer Versorgung, immer mehr Medikamenten deren Wirkung umstitten ist und die sich entweder aufheben oder kumulieren ?

    Alles Echt Ratio auf der Farm oder ?

    Sterben beginnt nicht erst in diesem Wagen da oben das fängt viel früher an…

  9. Zu einem selbstbestimmten Leben gehört das Recht auf ein selbstbestimmtes Ende. Dies sollte selbstverständlich auch die Möglichkeit beinhalten, die letzten Augenblicke in vertrauter Umgebung zu verleben.

    Gute Idee der Holländer.

    Mal an alle Sterbehilfegegner hier, ganz im ernst, wie absurd und lächerlich klingt denn der Satz „ich bestimmte dass Du jetzt noch nicht sterben darfst“? Nichts anderes bringt Eure Haltung nämlich zum Ausdruck.

    Darauf gibt es nur eine vernünftige und klare Antwort: „Wann und wie mein Leben endet geht Dich nichts an!“

  10. #3 Reconquista2010 (16. Dez 2011 12:56)

    Die totalitären Schwarz-weiß-Denker in diesem Land (und nicht nur hier) meinen aber, dass alles was es gibt auch gut und offiziell sein muss.

    Und das ist endlich mal ein gutes Argument für ihre Affinität zum Islam – ist der Islam doch gerade eine Religion, die dem (Gottes-)Staat das unbegrenzte Recht des Einmischens und Herumschnüffelns in Privatangelegenheiten erlaubt. Bevorzugt wird dabei allerdings zwischen den Beinen der Jungfrauen herumgeschnüffelt.

  11. Also ich finde das super,dass man Menschen, die keine Lebensenergie mehr haben, dabei hilft, eine „Erlösung“ zu finden.Kann man nur unterstützen.Ernst gemeint.

  12. @ skunks

    Absolute Zustimmung! Das von Pfaffen nahezu jeglicher Glaubensrichtung gepredigte Suizidverbot hatte und hat in den entsprechenden Kulturen durchaus weltliche Gründe: Wo kämen wir da hin, wenn sich Sklaven und Leibeigene auf diesem Weg „aus dem Staub“ machen würden.
    Also macht man ihnen immer schön Angst vor der Hölle, auf das sie ihr Leben weiter fristen, egal wie beschissen es auch sein mag.

    Auf die heutige Zeit übertragen: Ein schwerst Pflegebedürftiger ist für die entsprechenden Institutionen eine Gelddruckmaschine.
    Kann doch nicht sein, dass der einfach so abhaut…

  13. #1 GottesRechterArm

    „Wir müssen uns an deren Regeln halten, nicht umgekehrt.”

    Falls Doll nicht zum Islam konvertiert und es sich lebenslang im Land der Steinigung und des Hände Abhackens,etc.,…meinte Friedens heimisch macht,…hoffe ich dass der sich mit solchen Erkenntnissen auch mal hier in Deutschland einsetzt,dass sich der Gast an die Regeln des Gastlandes zu halten hat anstatt andersrum.

  14. Die gutmenschlichen Euthanasiebefürworter werden sagen, es war nicht alles schlecht, was von den Nazis kam.

    Bei der Abtreibungspraxis ist das Euthanasieprogramm „unwertes Leben“ der Nazi- Genossen bei uns ja auch schon sehr bald wieder zügig eingeführt worden.
    Aber der deutsche Gutmensch hängt sich dafür bei anderen Sachen wieder voll rein, wie z.B. einer der Paradegutmenschen letzthin bei Harald Schmidt, Charlotte Roche.
    Enerseits kämpft sie für die totale Pornografisierung der Gesellschaft, andereseits ist es für sie ganz böse, wenn man nicht die fair gehandelten Kaffeebohnen kauft, die ihr Mann röstet. Natürlich ist sie zum Ausgleich ihrer sexuellen Verkommenheit auch noch Vegetarierin.
    Und dass so eine wohl kaum gegen die Islamisierung ist, versteht sich von selbst.

  15. oh mann kewil, wieder einer dieser unsäglichen kommentare deinerseits, den du dir hättest sparen können.

    geschiet die tötung einvernehmlich, nennt man es „aktive sterbehilfe“. und viele leute sind dankbar gehen zu dürfen.aber dazu müßte man sich ja mit menschen der pflegestufe 3 z.b. mal direkt auseinander setzen.

    wenn du hingegen irgendwann einmal entarnt , und darauf von einem mob aus gutmenschen etc. gelyncht wirst.

    das würde unter eutha nasie laufen.

  16. diese niederländische lösung ist auf jeden fall um einiges sauberer und würdevoller als sie der momentan boomenden therapie-industrie zu überlassen. jemand der wirklich kein bock mehr hat (also nicht die, die „nur“ auf ihre prekäre situation aufmerksam machen wollen) der lässt sich auch nicht von ein paar psychologie-fritzen davon abhalten und deren überreste sollte ein kewil mal vom gleis oder vor einem hochhaus wegkratzen… ich glaube spätestens dann wird er das so ähnlich wie die befürworter dieser lösung sehen.

  17. @11 skunks (16. Dez 2011 13:21)
    „Zu einem selbstbestimmten Leben gehört das Recht auf ein selbstbestimmtes Ende.“

    Bis dahin stimme ich ihnen zu.
    Aber dann soll sich der im Sterben liegende bitteschön selber mit dem Hammer aufs Hirn hauen, wenn er das nicht mehr kann, hat er Pech gehabt,dann muss er halt warten.

    Wird der Tod durch einen dritten herbeigeführt, handelt es sich um Mord und der Arzt sollte entsprechend bestraft werden, z.B. durch die Todesstrafe.

    Das selbe gilt im übrigen auch für die Abtreibungspraxis.

  18. Wie ist es mit der Gewissensfreiheit des Arztes? In Holland wurden Krankenschwestern und Ärzte gekündigt, weil sie nicht an Abtreibungen teilnehmen wollten.

    Abtreibung und Ethanasie hätten Holland auch ohne Islam kaputt gemacht. Nur in eine kaputte Gesellschaft (wie unsere Abtreibungs-Homo-Euthansie-Gesellschaft) kann der Islam eindringen.

    Im übrigen wurden einige auch schon zum Selbstmord überredet, denn man wollte AUFTRÄGE. Im Zweifel machen die Erben den Druck. Pfui Teufel!

  19. Bei allem Verständnis, aber kreuz.net ist keine Referenz, auf die man sich als pro-Israelische Seite berufen sollte.

    Auch wenn die Meldung offenbar richtig und der Sachverhalt an Perversion kaum zu übertreffen ist.

  20. Holland war ja schon in den neunzigern tonangebend, was den Dienstleistungssektor betraf.

    😉

    Das bringt bestimmt viele Arbeitsplätze für die anreisenden Fachkräfte aus dem Südland.

  21. Man kann natürlich viel kritisieren beim Thema Euthanasie.
    Man muss aber natürlich auch berücksichtigen, dass man einen Menschen, der unhalbar krank ist, nicht einfach leiden lassen darf. Das wäre absolut unmenschlich!
    Das Thema ist vielschichtig, aber die Euthanasie in jeder Form zu verteufeln wäre meiner Meinung nach verkehrt.

  22. Nach dem Tod des Patienten ist der Arzt verpflichtet, den Fall einer Kommission zu melden, die aus einem Mediziner, einem Juristen und einem Ethiker besteht. Sie prüft dann die Rechtmäßigkeit.

    Das ist doch nicht etwa Satire?!

  23. Ich bin der Ansicht, dass aktive Sterbehilfe in Ordnung ist, solange schriftlich mehrfach bewiesen wird, dass dies freiwillig ist.
    In Holland zählt der eigene Wille und Meinungsfreiheit noch etwas, im Gegensatz zu Deutschland.
    Dies sollte m.E. mehrmals über einen Zeitraum von einigen Monaten geschehen.
    Die Kommission sollte allerdings VOR dem Mord überprüfen, ob alles rechtmäßig war, denn danach wäre es ja für den Fall eines Irrtums zu spät.
    Natürlich ist aktive Sterbehilfe problematisch, aber sie ist besser, als Menschen, die sich vor den Zug schmeißen (Lokführer traumatisiert, massenhafte Ausfälle), oder Menschen, die durch ihren Suizild andere gefährden/mitreißen (wie z.B. Gasexplosion…).
    Ich finde sogar, dass man aktive Sterbehilfe im Gefängnis anbieten sollte.
    Denn viele Häftlinge, wie Kinderschänder haben ebenfalls nach ihrer Tat Traumata, die schmerzhaft für sie sind.
    Wenn sie auch keine Lebensperspektive haben, sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, freiwillig (KEIN Druck der Mithäftlinge) ihren letzten Willen zu erfüllen.
    Allerdings müssen dazu Kriterien um den Missbrauch zu verhindern, wie immer konsequent angewendet werden.

  24. “Ich möchte in Würde sterben, zum Beispiel beim Ausrutschen in der Dusche! Und dann findet mann mich zwei Wochen später so aufgequollen, dass man nicht weiß, bin ich ein Mann oder ein Sofa?”
    Grampa Simpson

  25. Der Staat könnte ja Rentnern das Angebot machen, die Hälfte der Rentenleistung bezogen auf die noch Lebenserwartung bei Selbsttötungsumsetzung an Begünstigte sofort auszuzahlen…

    Der Staat könnte das auch mal propagieren als letzten Dienst an die Gemeinschaft…

    Aber warum sollte der Staat bei Rentnern oder Kranken aufhören? Wo der Mensch auf einmal Gott selber ist…

    Bei der Abtreibung ging es ursprünglich auch nur um die größte Not! Jetzt sind es 9.000.000 Kinder, nur in Deutschland, die „in größter Not“ abgeschafft wurden!

  26. Der Tod kann auch eine Erlösung sein, wenn die Krankheit eh zum Tod führt, dann ist das eine Erlösung vor dem Dahinsiechen mit qualvollen Schmerzen, einem Leben das nur noch aus Qual besteht und ohne Aussicht auf Besserung.

    Bei Haustieren ist das gang und gäbe, ja, man tut dem Hund oder Katze was Gutes, wenn man das Haustier von seinen unheilbaren Qualen erlöst!

  27. #19 lorgoe (16. Dez 2011 13:48)

    „Aber dann soll sich der im Sterben liegende bitteschön selber mit dem Hammer aufs Hirn hauen, wenn er das nicht mehr kann, hat er Pech gehabt,dann muss er halt warten.“

    Du meinst elend verrecken – und genau dieses Leiden geht dir dann am Arsch vorbei, gell?
    Tja, Pech gehabt halt. Das nenne ich mal wieder echte „Nächstenliebe“. Deus lo vult, ich weiß …

    „Wird der Tod durch einen dritten herbeigeführt, handelt es sich um Mord und der Arzt sollte entsprechend bestraft werden, z.B. durch die Todesstrafe.“

    Ja, is‘ klar: Wenn jemand nicht qualvoll verrecken will, gibt’s die Todesstrafe für denjenigen, der diesem Grauen dann ein erlösendes Ende bereitet. Manchmal frage ich mich, ob religiöse Fanatiker eigentlich noch wissen, was sie da so ablassen.

    Die Thematik ist viel zu komplex als dass sich im gewohnten Kewil-Stil lospltern ließe.

  28. Es ist aber nicht bekannt, daß sich die Moslems in den Niederlanden für Euthanasie interessieren, nur das degenerierte Abendland schaut sich immer wieder das holländische Modell an.

    Schwache Argumentation. Weil sich die Moslems in den Niederlanden nicht für dieses Thema interessieren, muss es also automatisch schlecht sein?

    Moslems interessieren sich, im Gegensatz zum „degenerierten Abendland“, auch nicht für Kultur, Bildung und Menschenrechte.

  29. #27 WahrerSozialDemokrat (16. Dez 2011 14:25)

    „Wo der Mensch auf einmal Gott selber ist…“

    … dann spielen wir also am besten GAR NICHT Gott, verbieten jegliche Medizin und beschränken uns darauf, im Krankheitsfall ausschließlich den Herrn Pfarrer zu rufen, auf dass der sich im Gesundbeten übt und wenn der Gott dann halt nicht will, heißt’s eben: Pech gehabt.

    Das Ätzende ist – neben der fatalen Logik des rreligiösen Unsinns -, dass sich Chrsiten ständig dazu auserwählt fühlen, allen anderen in einer unverschämten Borniertheit ihre eigenen Vorstellungen als ultimative Wahrheit auf’s Auge drücken zu müssen. Ob diese nun wollen oder nicht, ist den Religiösen völlig egal.

  30. Wer jemals einen nahen Verwandten elendiglich hat verrecken sehen, der wird anders über die aktive Sterbehilfe denken. Wenn Ärzte lediglich in der Lage sind diese Qualen zu verlängern und diesen kein Ende zu setzen, dann ist das total erbärmlich. Jetzt braucht mir auch keiner mit Gott zu kommen. Wenn er will, dass Menschen monatelang leiden und um den Tod betteln, dann ist dieser Gott ein Ar……!

  31. @#19 lorgoe

    Nichts dagegen einzuwenden.
    Ein Heroin-Tropf für jeden Schwerstpflegefall, den dieser selbst aktivieren kann. Der Einbalsamierer braucht Stunden, um das Grinsen aus dem Gesicht des Verblichenen zu kriegen, der Pflegedienst verliert eine Gelddruckmaschine und der Arzt ist entlastet.

    Aber achnee, geht ja nicht, Heroin macht den Verblichenen süchtig, da bleibt dann bloß, sich vor den nächsten ICE werfen zu lassen und Tausenden den Tag zu versauen, schade aber auch…
    Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten

  32. #19 lorgoe

    Mann oh mann.

    So, jetzt mal ganz in Ruhe

    “Zu einem selbstbestimmten Leben gehört das Recht auf ein selbstbestimmtes Ende.”

    Bis dahin stimme ich ihnen zu.
    Aber dann soll sich der im Sterben liegende bitteschön selber mit dem Hammer aufs Hirn hauen, wenn er das nicht mehr kann, hat er Pech gehabt,dann muss er halt warten.

    Zunächst einmal stimmst Du mir im Bezug auf ein selbstbestimmtes Ende zu. Selbstbestimmt ist, wenn ich selbst bestimme, dass ein Dritter freiwillig den Akt vornimmt. Was Du meinst ist ein selbstherbeigeführtes Ende. Ein großer Unterschied.

    Diese Einstellung ist in meinen Augen sehr zynisch und menschenverachtend. „Pech gehabt! Wie??? vor einer Woche hättest Du es noch selbst ausführen können, jetzt kannst Du Dich aber gar nicht mehr bewegen? Ach so, vor einer Woche wolltest Du noch nicht sterben, denn Du hattest durch Deine Bewegungsmöglichkeiten noch eine gewisse Freude am Leben? Tja, Pech gehabt! Wie sagt man so schön – keine Arme, keine Kekse. Hähä!“

    Wird der Tod durch einen dritten herbeigeführt, handelt es sich um Mord und der Arzt sollte entsprechend bestraft werden, z.B. durch die Todesstrafe.

    Können oder wollen Sie den logischen Knoten nicht sehen?

    Das selbe gilt im übrigen auch für die Abtreibungspraxis.

    Abtreibungen sind ein komplett anderes Thema. Das sollte man nicht vermischen. Ich habe jedenfalls noch von keinem Ungeborenen gehört, welches schriftlich vor Zeugen wiederholt seinen Wunsch nach einer Abtreibung seiner selbst geäußert hätte.

  33. Sicher eine gutgemeinte Idee der Niederländer. So hart es klingen mag, aber in besonderen Fällen wahrscheinlich das Beste.
    Leider werden in den Niederlande solche Probleme meist nicht bis ins Detail geplant, und scheitern bei der allgemeinen Schludrigkeit.
    Diese Schludrigkeit ist in den Niederlanden in allen Bereichen sehr
    stark ausgeprägt.

  34. #21 schmibrn (16. Dez 2011 14:00)

    „Auch wenn die Meldung offenbar richtig und der Sachverhalt an Perversion kaum zu übertreffen ist.“

    Das erinnert mich an diese „Heilige“, Mutter Thereza, die ihren Leidenden Schmerzmittel versagt hat, weil das Leid ja „ein Kuss von Jesus“ bedeutet. So ist es dann natürlich vorbildlich christlich, wenn die Qual bis ins Unermessliche gesteigert werden kann, pervers hingegen, wenn dem ein Ende gesetzt werden soll. Da könnte ja so mancher wochenlage Jesus-Küsse verpassen. 🙂

    Und sa wundert Ihr euch, dass sich zahllose Leute angewidert von euch und eurer Kaltschmäuzigkeit angewidert fühlen und sich von euch und euren Idealen abwenden?

  35. Wer auf aktive Sterbehilfe angewiesen ist, hat den richtigen Zeitpunkt verpaßt.
    Das ist in aller Regel selbstverschuldet, und damit muß er dann auch leben.

  36. Ich finde das eine gute Sache. Und was haben die Muslime damit zu tun? Nichts! Also was soll der Beitrag?

  37. #27 WahrerSozialDemokrat (16. Dez 2011 14:25)

    Wo der Mensch auf einmal Gott selber ist…

    Du darfst jetzt aber bitte auch nicht die Habenseite des Gottspielens unterschlagen!

    So hat die Gottspielverderberei™ „Pokenschutzimpfung“ – nur mal als ein einzelnes Beispiel in der Disziplin Infektionskrankheiten – in den vergangenen 100 Jahren weltweit ca. 1.000.000.000 bis 2.000.000.000 Kindern das Leben geschenkt (vorsichtig geschätzt, i.G. zu deinen 9 Mio. Abtreibungen allein in D, wohl ab der Kreidezeit gerechnet)

  38. #31 Rechtspopulist (16. Dez 2011 14:37)

    Och Rechtspopulist, du weißt doch was ich gemeint habe!

    Kommst aber wieder nur mit deiner albernen Christen-Keule!

    Natürlich hat der Mensch die Möglichkeit Leben zu geben und es zu nehmen, auch hat der Mensch die Möglichkeit Kranke zu heilen, pflegen oder es ihnen zu verweigern! Die Möglichkeiten des Menschen sind groß!!!

    Doch sollte sich der Mensch nicht selber zu Gott machen wollen! Also sich selber zu einer übergeordneten Instanz gegenüber anderen Menschen! Das kann nur schief gehen und ist bisher immer schief gegangen! Als Diener für seine Mitmenschen eignet sich der Mensch hingegen viel besser! Da ist die Missbrauchsgefahr viel geringer…

    Bei diesem Gedankengang ist es es vollkommen egal, ob es tatsächlich einen Gott gibt!

    Jetzt kapiert! 😉

  39. Wenn jemand sterben möchte ist das seine persönliche Sache und die geht keinen was an.
    Keiner geht leichtfertig aus dem Leben und ich weis von Schicksalen die man einem Hund nicht zumuten würde aber der Mensch muss da dem Willen anderer, besonders religiöser nach durch.
    Ich denke es ist schon lange überfällig, dass mit all dem gründlichst aufgeräumt wird.
    Besonders die Religionen mischen sich in wichtige Dinge eine die die nichts angehen.
    Die sollten besser mal bei sich selbst bleiben.
    Ich kenne viele Fromme und nicht einer davon ist für mich ein Vorbild.

  40. #32 Zisseler (16. Dez 2011 14:38)

    Dem kann ich mich nur anschließen. Ich finde es einfach unwürdig, einen Menschen unnötig lange leiden zu lassen. Wer das mal im eigenen Umfeld miterlebt hat, wird Sterbehilfe nicht so schamlos diskreditieren. Dass hier zu allem Überfluss auch noch mit der Nazikeule argumentiert wird, kann man nur als blanken Hohn auffassen.

    Es wundert mich aber nicht, dass die Moralapostel bei diesem Thema wieder auf die Barrikaden gehen. Die sind nun mal erst zufrieden, wenn sie jeden Lebensbereich anderer Menschen nach ihren Vorstellungen reglementieren können.
    Da geben sich die großen Religionen nicht viel. Auch der katholischen Kirche geht es weniger um den Dienst am Menschen, als um den Erhalt der weltlichen Macht.

  41. Jedem totkranken Strassenköter gibt man die Möglichkeit würdevoll zu verenden, aber der sterbenskranke Mensch, muss unter Schmerzen würdelos verrecken und das nennt sich dann Ethik!

  42. Selbstbestimmtes sterben halte ich für ein Grundrecht. Bei schwerer Krankheit und sonstigem qualvollen Leiden sollte jeder frei entscheiden dürfen.

  43. Völlig ahnungslos und grottenschlecht recherchiert, Kewil!! In Form und Inhalt indiskutabel schwach – eigentlich ganz so, wie wir das sonst von den Qualitätsjournalisten gewohnt sind.

    Das könnte vom Erzbischof oder von Bosbach sein oder auch von der Pharmaindustrie. Die verdient im letzten, oft elenden Jahr des Lebens eines Menschen mehr Geld an ihm, als in den 25 Jahren davor. Deshalb darf diese letzte Phase auf keinen Fall abgekürzt werden.

    Wäre ja noch schöner, wenn ein freier Mensch nicht nur sein Leben, sondern auch sein Lebensende selbst bestimmen dürfte.

    Schon mal was von Humanismus gehört, Mann? Bist Du gerne im Einvernehmen mit Amtskirche und Islam, die beide in schöner Eintracht die Selbsttötung als Todsünde verdammen?

    Bleib‘ bei den Themen, von denen Du was verstehst. Dieses gehört ersichtlich nicht dazu.

  44. sollte sich das noch mehr verbreiten, bleiben uns dann, für unsere wohlverdiente RENTE, doch noch ein paar KRÜMEL………….. ❗

  45. #40 unrein (16. Dez 2011 14:50)

    Du darfst jetzt aber bitte auch nicht die Habenseite des Gottspielens unterschlagen!

    Was hat denn Forschung und Wissenschaft mit Gottspielen zu tun??? Verstehe ich nicht?

    Bedenklich (für mich) wird Forschung und Wissenschaft lediglich, wenn sie sich selber einen Moralkodex geben will! Das wäre dann ungefähr so, als wenn jeder Autofahrer nach seinen eigenen Gesetzen am Straßenverkehr teil nimmt!

    Leider Gottes ist aber genau diese Einstellung immer mehr verbreitet und das meine ich nicht nur bzgl. Autofahren…

  46. Wer meint, dass es hier ohne entsprechende Gesetzgebung besser wäre, der sollte sich mal informieren, dass es durchaus Krankheiten gibt, die auch mit einer guten Schmerzversorgung kaum zu beherrschen sind. Der Tod gehört zum Leben und da soll ein Patient eben selbst entscheiden können. Es soll ja treuherzige Sterbehilfegegner geben, die meinen, dann solle der Patient eben aus dem Fenster oder vor einen Zug springen (was nebenbei den Zugführer zum unfreiwilligen Sterbehelfer macht).

  47. Der Hohn ist, dass der Fall erst nach erfolgtem Ableben des Sterbegeholfenen der Ethikkommission vorgetragen wird.

    Was wenn diese zum Schluss kaeme, die Sache waere ethisch nicht zu vertreten gewesen?

    Wird der Patient dann exhumiert und reanimiert?

    Die Kommission kann ja nicht anders als die Sache im Nachhinein gutzuheissen.

  48. #47 -irrlaeufer- (16. Dez 2011 15:02)

    Selbstbestimmtes sterben halte ich für ein Grundrecht. Bei schwerer Krankheit und sonstigem qualvollen Leiden sollte jeder frei entscheiden dürfen.

    Das war es schon immer und bedarf auch keiner Gesetzesregelung! Mir ist kein Selbstmörder bekannt, der dafür verurteit wurde! Wäre ihm vermutlich aber auch egal!

    Die Euthanasie will aber nicht das Grundrecht auf Selbsttötung erreichen, sondern einen Rahmen zu erlaubten Tötung schaffen! Ist das als OK und legal in den Köpfen drin, dann gilt es nur noch die Rahmenbedingungen entsprechend dem jeweiligen Volksgeist oder Staatsgeist oder Ungeist anzupassen!

  49. #41 liberte (16. Dez 2011 14:52)

    Ja, ja, die Niederländer sind schludrig, nur wir sind wie immer perfekt.

    Ich habe nichts darüber geschrieben was “ wir “ sind, das ist ihre Meinung. Schludrigkeit an richtiger Stelle kann auch Vorteile haben. Es muß nicht immer alles 100% perfekt sein.

  50. Das ist ja ein Thema für mich. Habe viel dazu gesammelt.

    Das Europamagazin berichtete schon am 02.08.2003 über einen Streit um Sterbehilfe in den Niederlande:

    „Die Niederlande sind seit 2001 weltweit das erste Land, in dem die Sterbehilfe offiziell erlaubt ist. Wenn ein Arzt unter bestimmten Bedingungen aktive Sterbehilfe oder Hilfe zur Selbsttötung leistet wird er strafrechtlich nicht verfolgt, Voraussetzung ist u.a., dass der Patient mehrfach selbst ausdrücklich und aus freiem Willen darum gebeten hat.
    Eine aktuelle Studie zur Praxis der Euthanasie spricht eine andere Sprache. Sterbehilfe scheint der staatlichen Kontrolle weitgehend entzogen, in einer Vielzahl der Fälle werden rechtliche Barrieren und Patientenwille missachtet. Es ist sogar von Mord bzw. Totschlag die Rede.“

    Das reichte nicht, denn Mediziner fordern Sterbehilfe für Babys.

    SPON am 14.12.2004:
    „Mediziner aller acht Unikliniken des Landes haben die Erlaubnis verlangt, Neugeborene mit schweren Missbildungen töten zu dürfen.
    Schon eine Schande für die so demokratische NL:
    „Bisher kommt aktive Sterbehilfe nach niederländischem Recht nur für Menschen ab 16 Jahren in Frage, in Ausnahmefällen ab zwölf Jahren.

    In 38 Prozent der Fälle töten Ärzte demnach nicht nur, weil der Patient unheilbar krank ist und keinen Lebenswillen mehr besitzt – sondern auch, weil „die Nächsten es nicht mehr ertragen“ können.“

    Aus 3sat-Kulturzeit vom 20.4.05:

    Euthanasie-Kit
    „In Belgien können Hausärzte seit neuestem Sterbehilfe mittels eines Euthanasie-Kits leisten. Das Set, in dem alle notwendigen Medikamente enthalten sind, wird in 250 Apotheken des Landes erhältlich sein. Der Arzt muss es dort vorbestellen und dann persönlich abholen. In Belgien ist aktive Sterbehilfe seit September 2002 unter strengen Auflagen gesetzlich erlaubt. In den ersten 15 Monaten nach In-Kraft-Treten des Gesetzes waren bereits 260 Euthanasiefälle registriert worden.“

    Da reicht den Belgiern noch nicht, sie wollen Euthanasie für Jugendliche
    kreuz.net vom 6.4.06

    Belgien. Die flämischen Sozialisten wollen in Belgien die Möglichkeit bekommen, Minderjährige legal euthanasieren zu können. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde bereits eingebracht. Das berichtete das ‘Deutsche Ärzteblatt’ am Dienstag. Die Hilflosentötung für Erwachsene ist in Belgien seit 2002 legalisiert.

    Jetzt wird uns das verkauft als
    “Menschenwürdiges Sterben
    Aus: http://www.schule-bw.de/schularten/berufliche_schulen/berufsschule/hls_berufe/sozialpaed/mensch/sterbehilfe_anderer_laender.html

    “Besondere Beachtung fand weltweit der australische Philosoph Peter Singer.
    Bei der Legitimierung von Tötung unterscheidet Singer zwischen Personen und Nichtpersonen. Für ihn ist nur ein rationales und selbstbewusstes Lebewesen eine Person. Nur einer solchen Person steht seiner Meinung nach der Lebensschutz zu, nicht dem Menschen an sich. Zu den Personen zählt er dafür einige Tierarten, wie zum Beispiel Menschenaffen, Hunde und Katzen. Er argumentiert damit, dass sie selbstbewusst seien, bestimmte Formen von Sprache benutzen könnten und Gedächtnis und Zukunftsabsichten hätten. Ein Neugeborenes hat hingegen für ihn noch keinen Anspruch auf Leben. Erst ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr könne ein Kind sich als in der Zeit existierende Einheit begreifen und könne dann als Person betrachtet werden, die den vollen Lebensschutz genieße.

    Peter Singer hält das Töten eines Säuglings für gerechtfertigt, da dieser nach seiner Auffassung noch keine Person ist. Die Tötung eines gesunden Säuglings, im Gegensatz zu einem Schwerstgeschädigten, besteht für Peter Singer nur in der Wirkung auf die Eltern, die sich auf diese Kind gefreut hätten. Ebenso hält Peter Singer die aktive Tötung von Menschen, die durch einen Unfall, hohes Alter oder Krankheit die Fähigkeit der Zustimmung zu einer aktiven Sterbehilfe für immer verloren haben, für legitim.

    Und trotz “unserer Vergangenheit und Geschichte” erhält Peter Singer

    Dieser “Philosoph” Singer erhielt am 3.6.11 von der Giordano-Bruno-Stiftung in der Nationalbibliothek in Frankfurt einen Ethik-Preis. Dabei wird er „Tötungsphilosph“ genannt.

    “Der Zugehörigkeit zur Spezies Mensch misst Singer keine moralische Relevanz bei. Entscheidend sind für ihn Eigenschaften wie Schmerzempfinden und vor allem Selbstbewusstsein. Während das bei schwerstbehinderten Menschen fehlen könne, muss es im Sinne Singers aber manchen Tieren zugesprochen werden, zum Beispiel Menschenaffen.
    Vor diesem Hintergrund ist die Preisverleihung zu sehen. Den Ethik-Preis, den Singer gemeinsam mit der italienischen Philosophin Paola Cavalieri erhält, verleiht die Giordano-Bruno-Stiftung erstmals. Cavalieri und Singer sollen damit für ihr Engagement für den Tierschutz ausgezeichnet werden. Die beiden Philosophen setzen sich dafür ein, Menschenaffen das Recht auf Leben und Freiheit zuzubilligen.”

    Und da denkt man, die schlimmsten Zeiten sind lange vorbei.

  51. Schon gewusst? Im „Dritten Reich“, welches nicht unbedingt für überbordende Menschenfreundlichkeit bekannt ist, durfte ein behindertes Ungeborenes „nur“ bis zur 22. Schwangerschaftwoche abgetrieben werden. In der Bundesrepublik, deren Politiker sich in Sonntagsreden gern über die NS-„Euthanasie“ empören, darf ein behindertes Ungeborenes bis unmittelbar (!) vor der Geburt abgetrieben werden.

    Es wird dabei durch eine Kaliumchlorid-Giftspritze ins Herz getötet – finanziert mit Steuermitteln. Eine Prozedere, welches übrigens auch bei leichten Behinderungen wie Kleinwüchsigkeit oder Trisomie 21 erlaubt ist. Wäre es nicht verboten – man könnte glatt auf die Idee kommen, Abtreibungsfee Alice Schwarzer an dieser Stelle ein donnerndes „Sieg Heil!“ entgegenzuschmettern. Philipp Bouhler wäre auf die Dame vermutlich sehr stolz…

  52. JA, DAS PASST DOCH!

    Ich zitiere nachfolgend einen kleinen Auszug aus einem Artikel von Carsten Ostrowski in der neuen Ausgabe 87-88/2011 der Zeitschrift „Komma“, der meiner Meinung besten Ausgabe seit Bestehen des Heftes:

    Schreckensvisionen der Zukunft:

    Die Bürger besitzen „Gencards“, die Erbkrankheiten dokumentieren. Makelhafte Gencards bedeuten: keine Versicherung, keinen Job. Heerscharen arbeitsloser und verarmter, „qualitäts-geschädigter Bürger“ vegetieren an den Peripherien der Großstädte. Man tötet sie nicht, denn der Staat ist „human“. Wörter wie „Euthanasie“ und „Abtreibung“ sind längst aus Duden und Lexika gestrichen. Man spricht von „Generationenausgleich“ und „Frauenprimärschutz“. Alten Menschen, die die Bilanzen der Volkswirtschaft belasten, „empfiehlt“ man, nach einem staatlich finanzierten Traumurlaub mit Rücksicht auf die Jüngeren, ihr Recht auf einen würdigen Tod nun auszuleben.

  53. #57 Rosinenbomber

    Danke für diesen Hinweis. Man neigt dazu, solche Fakten großzügig zu übersehen…

  54. 2020 im Altenheim: Sie sind doch schon so lange krank, möchten Sie nicht bald Abschied nehmen. Ich will ja nur ihr bestes …

  55. Jeder Mensch sollte frei entscheiden können wann er sein Leben beenden will. Das die Prüfung hier aber erst im Nachhinein passiert sollte aber bedenklich stimmen …

    Desweiteren hat der Autor den Unterschied zwischen Euthanasie und aktiver Sterbehilfe nicht verstanden …

  56. Pro Sterbehilfe! Wer noch nie einen Menschen totkrank leiden gesehen hat der wird das nicht verstehen können.

  57. #8 Abu Sheitan (16. Dez 2011 13:15)

    In meiner Nachbarschaft hat ein älterer Mann im gegenseitigen Einverständnis erst seine Lebensgefährtin und dann sich erschossen. Als Grund wurden unheilbare Erkrankungen genannt. Wie und ob die Angehörigen damit fertig werden, weiß ich nicht. Andere legen sich auf Schienen oder springen aus Fenstern und nehmen damit auf andere Menschen keinerlei Rücksicht. Dagegen scheint mir ein medizinisch betreuter Freitod wesentlich sozialer zu sein.

    Ganz meine Meinung! Wer sich umbringen möchte und dazu körperlich noch fähig ist, bringt sich um. Und jemand, der vom Hals abwärts gelähmt ist, muss eine ewige Zeit warten …

    Ich habe heute eine Vollmacht unterschrieben, dass ich im Ernstfall über das Leben meiner Mutter „entscheiden“ kann. Aber was ist mit den Leuten, die keine Verwandten oder ähnliches haben?

  58. Ich frage mich immer, mit welcher Motivation Leute rumreisen, und die Sterbepille verarbeichen. Liegt es an den 2000 Euro, die sie für die Pille bekommen?

  59. #57 Rosinenbomber (16. Dez 2011 15:44)

    „Dritten Reich”…durfte ein behindertes Ungeborenes “nur” bis zur 22. Schwangerschaftwoche abgetrieben werden.“

    Vielleicht hauen sie uns heute jeden Tag unsere Geschichte um die Ohren, damit von diesen verbrechen abgelenkt wird.

    Abtreibungen in der BRD werktäglich 1.000 Kinder.
    Am 15.11.2003 schrieb Die Tagespost, daß in der Bundesrepublik Deutschland bundesweit jedes Jahr durchschnittlich mehr als 35 Millionen Euro aus Steuergeldern zur Finanzierung vorgeburtlicher Kindstötungen ausgegeben werden.
    Danach haben die Länder seit 1996 den Krankenkassen Kosten für die Tötung von 810.947 Kindern in einer Höhe von 250.532.352,60 Euro erstattet. Das sind 90,3 Prozent der gemeldeten Abtreibungen. Wieviele noch hingemetzelt werden, ist nicht bekannt.

    Von unseren Beiträgen und Steuern werden unsere nächsten Generationen gemordet. Und das sind inzwischen rd. 10 Millionen gesunde Kinder! Die ersetzt man durch Menschen aus aller Welt, die wir auch noch miternähren.

    Und die lassen ihre Kinder nicht abtreiben!

    So wird ein Volk ausgerottet, auf seine eigenen Kosten. Widerstandslos.

  60. #6 Alfonse

    Wie schade und bedauerlich lieber Alfonse,
    dass sich die sympathische intelligente und vom Fernsehen ausgebotete Eva Hermann sich auf diesen halbgaren Stefan Raap eingelassen hat, um sich von ihm veralbern zu lassen. Ich hoffe, dass sie das damals schon bald danach bereut hat.

  61. Ich behaupte über die Hälfte von den Menschen die ich elendig verrecken gesehen habe und die wussten, dass sie gehen müssen, hätten dieses Angebot angenommen.
    Natürlich besteht auch eine Gefahr, dass hier die Grenzen verschwimmen.
    Kürzlich sah ich eine Doku, ein manisch-depressiver Mann entschied sich sein Leben zu beenden und ihm wurde das gewährt. Nach meiner Meinung hatte dieser Mensch durchaus eine Lebensqualität.
    Hätte man ihn nicht ins Euthanasie Programm aufgenommen, hätte er wie er sagte, sein unwürdiges Leben auch unwürdig beenden müssen.
    Da ist viel Zündstoff in dem Thema.
    Ich bin der Meinung, jeder Mensch sollte das Recht auf ein würdiges Ende haben und wie das aussieht muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Was das nun mit Muslimen zu tun hat, verstehe ich jetzt nicht, kann mich mal jemand aufklären?

  62. #54 WahrerSozialDemokrat (16. Dez 2011 15:14)

    Das war es schon immer und bedarf auch keiner Gesetzesregelung! Mir ist kein Selbstmörder bekannt, der dafür verurteit wurde! Wäre ihm vermutlich aber auch egal!

    Naja, es wurden Beisetzungen auf Friedhöfen verweigert was für die Familien auch nochmal eine Bestrafung wahr.

    Die Euthanasie will aber nicht das Grundrecht auf Selbsttötung erreichen, sondern einen Rahmen zu erlaubten Tötung schaffen! Ist das als OK und legal in den Köpfen drin, dann gilt es nur noch die Rahmenbedingungen entsprechend dem jeweiligen Volksgeist oder Staatsgeist oder Ungeist anzupassen!

    Soll man jetzt was vernünftiges verbieten um zu verhindern das was unvernünftiges gemacht werden KÖNNTE?

  63. #42 WahrerSozialDemokrat (16. Dez 2011 14:53)

    Doch sollte sich der Mensch nicht selber zu Gott machen wollen!

    Warum nicht? Wer sagt das? Der Pfarrer, die Käßmann, kreuz.net, der Seehofer…?

    „Der Mensch ist das Maß aller Dinge.“
    Protagoras, aus Abdera in Thrakien (* 490; † 411 v. Chr.)

  64. Ist mit Logik nicht ranzukommen, wie kann Leid lindern ein Verbrechen oder moralisch verwerflich sein.
    Wer das so empfindet, dessen Moral stell ich in Frage.

  65. Natürlich ist in diesem Gesetz Missbrauch Tor und Tür geöffnet, wie allerdings in so gut wie jedem Gesetz auch. Die Frage, die sich stellt, ist also, warum man als Gesellschaft so etwas flächendeckend duldet. Die Antwort ist ganz einfach: Werte gingen verloren, und zwar der Wert des Lebens, des anständigen Lebens, des gottgewollten Lebens. Es gibt ja durchaus medizinische Zentren, die speziell darauf spezialisiert sind, alten, schwerkranken Leuten einen Lebensabend in Würde zu ermöglichen. Bloß so etwas kostet Geld; die Krankenkassen sind nahezu pleite und Ottonormalbürger will keine höhere Abgabe. Folgerichtig leidet der Wert des Lebens und Sterbens in Würde in der Gesellschaft und man nutzt stattdessen das billigere und sündige Programm zur Sterbehilfe. Es sind ja nicht nur die Niederlande, in Deutschland ist z.B. „passive Sterbehilfe“ durchaus erlaubt. Sterbehilfe einfach nur zu verdammen bringt unsere Gesellschaft nicht wirklich weiter. Man muss sich dann auch mit dem christlichen Menschenbild auseinandersetzen und die Würde des Menschen ausreichend finanzieren.

  66. #42 WahrerSozialDemokrat (16. Dez 2011 14:53)

    „Och Rechtspopulist, du weißt doch was ich gemeint habe! Kommst aber wieder nur mit deiner albernen Christen-Keule!“

    Ich habe dir lediglich die logische Folge deiner Aussage verdeutlicht. Das ist keine „Keule“.
    Da du von „Gott“ geredet hast und weder Jude noch Moslem bist, und da du dich der üblichen christlichen Sichtweise bedient hast, ist der Bezug zum Christentum nicht von der Hand zu weisen.

    Das kannst du mir zwar vorwerfen, aber dieser Vorwurf entkräftet die Tatsache nicht, die ich dir aufgezeigt habe.

    Wie wäre es denn mit der Umkehr? Warum kommen Leute wie du anderen ständig mit ihrer Gotteskeule?

  67. Holländische Senioren haben Angst ermordet zu werden… schrieb schon 2003 jemand in einem Forum:

    Angst vor Euthanasie: Hollands Senioren flüchten nach Deutschland
    „Bocholt (www.kath.net) Ein Wohn- und Pflegeheim für deutsche und holländische Senioren soll im Bocholter Stadtteil Suderwick entstehen. Das berichtete die „Rheinische Post“. Das Pilotprojekt soll dem Wunsch vieler Niederländer entgegen kommen, ihren Lebensabend in Sicherheit zu verbringen. Die Angst, Opfer des neuen Euthanasie-Gesetzes in den Niederlanden zu werden, ist groß. Eine Studie der Universität Göttingen ergab, dass in Holland jährlich über 4000 Menschen durch Sterbehilfe getötet werden; in jedem vierten Fall geschieht dies ohne Einwilligung des Patienten.

    Die Studie basiert auf einer Analyse von insgesamt 7.000 Todesfällen. In 41 Prozent der Fälle ging der Wunsch, das Leben des Patienten zu beenden, von den Angehörigen aus. 14 Prozent der Getöteten waren vor ihrem Tod bei Bewusstsein und voll urteilsfähig. Elf Prozent wären in der Lage gewesen, eine Entscheidung zu treffen, wurden aber nicht gefragt. Die Ärzte gaben als Hauptgrund für die Sterbehilfe vor allem „keine Aussicht auf Besserung“ (60 Prozent) an. Als zweiter Grund wurde die Unfähigkeit der Angehörigen, mit der Situation fertig zu werden, angegeben (32 Prozent).“

    Da wirds wohl nicht mehr lange dauern, bis wir Alten ebenfalls massenhaft entsorgt werden.
    Vielleicht gibts mit dem rentenbescheid gleich die Zyankalipille.

  68. Ein sehr schwieriges Thema.

    Genau wie bei der Abtreibung kann ich beide Positionen, die befürwortende und die ablehnende, verstehen:

    Verbietet man das ausnahmslos, so tut man den aussichtslosen Fällen die das dringend nötig haben, Unrecht.
    Erlaubt man es prüfungslos, so rutscht die Entscheidung in die Beliebigkeit ab, und Kollateralschäden werden zu beklagen sein.

    Tja.

  69. Was bitte haben jetzt die Moslems mit dieser in den Niederlanden zugelassenen Sterbehilfe zu tun!

    Und was heißt „um die Ecke bringen“???????

    Die Patienten werden sowieso zu Hause und nicht im Krankenhaus beim Sterben begleitet oder wie man das nennen will.Ich habe darüber mal einen Bericht gesehen, nach einem langen Gespräch zwischen Arzt, Patient und Partner, ist das eine sehr würdevolle, friedliche Situation.

    Ich würde mir wünschen, das würde mir zuteil wenn alles nur noch unerträgliche Qual ist.

  70. #50 WahrerSozialDemokrat (16. Dez 2011 15:07) #40 unrein (16. Dez 2011 14:50)

    „Bedenklich (für mich) wird Forschung und Wissenschaft lediglich, wenn sie sich selber einen Moralkodex geben will! Das wäre dann ungefähr so, als wenn jeder Autofahrer nach seinen eigenen Gesetzen am Straßenverkehr teil nimmt!“

    Verkehrsregeln werden aber nicht von einem Gott in die Welt gesetzt. Sie werden von Menschen geschaffen – und genau das ist der Punkt. Wirklich bedenklich ist es, wenn Gläubige ihre Glaubensinhalte zur Quelle einer allgemeinverbindlichen Moral machen wollen und dabei verkünden: Deus lo vult.

  71. Das Problem ist, dass wir eine gottlose, egoistische Spaßgesellschaft geworden sind. Und solche Gesellschaften gehen sehr schnell unter.

    Gingen wir nicht druch den Islam unter, dann durch etwas anderes. Das Grundproblem ist jedoch der atheistische Egoismus: Was stört muß weg, egal ob alt oder ungeboren.

  72. Gottes Gebote sind zum Schutz der Menschen. Wer sie abschafft, bekämpft unser Land. Bsp:

    Entlarvend ist immer die Sprache:

    1.Prostitution (Liberalisierung).
    2.Abtreibung (Schwangerschaftsunterbrechung)
    3.Ethanasie (Sterbehilfe)

  73. Ich bin bei diesem Thema zwiegespalten. Einerseits verstehe ich den Wunsch eines todkranken Menschen, nicht mehr leiden zu müssen, andererseits habe ich die Befürchtung, dass sich dann auch Menschen für Sterbehilfe entscheiden oder diese ihnen ganz und gar empfohlen wird, die sich in einer kritischen Lebenssituation befinden, welche ihnen derart zusetzt, dass ihnen das Leben nicht mehr lebenswert erscheint, oder aber Menschen, die krankheitsbedingt ihren Angehörigen nicht zur Last fallen wollen etc. Was die von vielen gefürchteten unerträglichen Schmerzen betrifft, hat mir einmal ein Arzt gesagt, dass niemand unter Schmerzen sterben müsste, es gäbe für jede Stufe die richtige Medikation, diese muss nur konsequent angewandt werden. Mein Vater ist unlängst nach schwerer Krankheit verstorben, es hat Stunden gedauert, bis er endlich ein Morphiumpflaster bekam, weil der Arzt nicht früher kommen konnte, diese Qualen wären vermeidbar gewesen. Trotzdem wäre ich nie auf die Idee gekommen, ihn mittels Sterbehilfe „zu erlösen,“ denn er hat das Leben geliebt und bis zum Schluss gekämpft. Mit einer schnellen und angemessenen Schmerztherapie wären seine letzten Stunden durchaus erträglich gewesen, leider hat man ihm das verwehrt. Aber, wie eingangs erwähnt, man kann und sollte persönliche Erfahrungen nicht auf andere übertragen, denn diese können gänzlich abweichen.

  74. #81 BumBum (16. Dez 2011 17:58)

    „Das Problem ist, dass wir eine gottlose, egoistische Spaßgesellschaft geworden sind. Und solche Gesellschaften gehen sehr schnell unter.“

    Dir ist dein offensichtlicher Widerspruch gar nicht aufgefallen: Wenn wir nämlich zur „gottlosen“ Gesellschaft geworden sind, dann ist zuvor die gottgewollte Gesellschaft untergegangen. 🙂

    Da fragt man sich: Wie konnte das nur passieren? Hat der Gott nicht aufgepasst?
    auch wenn dir als religiösem Fanatiker so etwas wie Aufklärung und Selbstbestimmtheit nicht in den Kram passen: die Mehrheit unserer Bürger ist froh, dass sie nicht unter der Kunte von Leuten deiner Art steht.
    An so etwas wie Demokratie musst du dich halt noch gewöhnen …

  75. Warum soll Sterbehilfe etwas Verwerfliches sein? Weil mitunter Mißbrauch mit ihr getrieben wird?
    Wenn es danach geht, müssten wir den gesamten Laden dicht machen und abtreten.

  76. Anstatt darüber zu diskutieren, ob staatlich geförderte Selbsttötung nun gut- oder schlechtzuheissen ist, sollte man sich lieber fragen, warum ein Mensch sich selbst töten möchte und ob der Unterstützer der Selbsttötung davon eventuell Vorteile haben könnte.

  77. #82 BumBum (16. Dez 2011 18:01)

    Gottes Gebote sind zum Schutz der Menschen. Wer sie abschafft, bekämpft unser Land. Bsp:

    Entlarvend ist immer die Sprache:

    1.Prostitution (Liberalisierung).
    2.Abtreibung (Schwangerschaftsunterbrechung)
    3.Ethanasie (Sterbehilfe)

    Entlarvend ist wie einfach es sich manche machen.
    Da wird Mitleid und Nächstenliebe (soll ja Verwante geben die wollen das ein geliebter Mensch aufhört zu leiden, gibt ja nicht nur Erbschleicher) auf eine Stufe mit dem Euthanasieprogramm der Nazis gestellt.

    Das töten ist nicht immer Mord, es kann auch ein Akt der Gnade sein. Das fängt im kleinen bei Haustieren an, und endet bei geliebten Menschen.
    Meine Oma ist an Krebs gestorben, als dieser gestreut hatte war es ein einziges quahlvolles dahinsiechen.
    Sie wollte nur noch sterben und wir wollten auch nur noch das das Leid ein Ende hat. Nach langem Kampf kam das denn auch, man hätte ihr viel Leid ersparen können.
    Und dann kommen solche Leute wie du und verurteilen und faseln von Egoismus. Klar gibt es Fälle wo das der Fall sein mag, aber es gibt genau so Fälle wo das Töten ein Akt der Gnade und der Nächstgenliebe wäre.
    Aber für dich zählen nur Gottes Gebote.
    Vielleicht irrst du ja bei den Geboten.
    Gibt genug Christenforen, wenn da zum Beispiel bei dem Irakkrieg mit Gottes geboten Argumentiert wird heisst es das „Du sollst nicht töten“ falsch übersetzt wurde und es heisst du sollst nicht Morden.
    Die Begleiter Jesu waren ja auch oft bewaffnet unterwegs.
    Naja ich will dich nicht mit zuviel hinterfragen überfordern, ist ja Teufelswerk.

  78. Wo ist das Problem?

    Die Begebenheit spielte sich vor ein paar Jahrzehnten auf dem Lande ab:

    Vater und Bruder meiner Schwiegermutter waren Pflegefälle – zu Hause. Als mal wieder der Hausarzt zu Besuch kam, empfahl er der pflegenden Schwester erst in ein paar Stunden wieder nach ihrem Bruder zu schauen – und siehe da, er war friedlich eingeschlafen.

    Ich denke – so war das früher durchaus üblich. Auch jedem Tier gönnt(e) man ja den „Gnadenschuss“ – wenn’s Ende absehbar ist und eben das Leid überwiegt!

    Groß drüber gschwätzt wurde natürlich nicht.
    Und das ist (teilweise auch) unser heutiges Problem: Ausdiskutieren, reglementieren, Gesetze erlassen bis zum Nichtmehrverstehen … Entschädigung verlangen, darum (um den Mammon) geht’s eben hauptsächlich!!!

  79. #87 nicht die mama (16. Dez 2011 18:23)

    Anstatt darüber zu diskutieren, ob staatlich geförderte Selbsttötung nun gut- oder schlechtzuheissen ist, sollte man sich lieber fragen, warum ein Mensch sich selbst töten möchte und ob der Unterstützer der Selbsttötung davon eventuell Vorteile haben könnte.

    Ja dann fragen wa doch einfach mal. Die antworten werden so vielschichtig wie Menschen selber sein.
    Von Nächstenliebe, Gnade bis hin zu finaziellen Vorteilen und kaltblütigem Mord und Bock auf ne neue frische Alte wird alles dabei sein.

  80. Ich hoffe die aktive Sterbehilfe wird auch in De eingeführt.
    Übrigens habe ich nicht nur Angst vor dem Islam sondern auch vorm Christentum und die Kommentare hier bestätigen mich.

  81. #77 winter (16. Dez 2011 17:28)

    Da wirds wohl nicht mehr lange dauern, bis wir Alten ebenfalls massenhaft entsorgt werden.
    Vielleicht gibts mit dem rentenbescheid gleich die Zyankalipille.

    Ein Rentenbescheid über 800 Öcken bei Lebenshaltungskosten von 1100 Öcken ist in Verbindung mit der „müssen Sie jetzt selber zahlen“-Krankenversicherung schlimmer als eine Zyankalipille.

    Zyankali wirkt schnell.

  82. Aber dann soll sich der im Sterben liegende bitteschön selber mit dem Hammer aufs Hirn hauen, wenn er das nicht mehr kann, hat er Pech gehabt,dann muss er halt warten.

    Geben Sie es zu: Sie üben hierfür schon regelmäßig.

  83. #90 MutBuerger (16. Dez 2011 18:27)

    Völlig richtig.

    Aber wieviele werden sich zu diesem Schritt entscheiden, weil sie todkrank sind und Schmerzen leiden?

    Und wieviele werden sich zu diesem Schritt entscheiden, weil sie schlichtweg an Unterversorgung leiden?

    Ich muss dazu sagen, dass ich das holländische Gesundheitssystem nicht kenne und nicht weiss, ob die Krankenkassen, wie bei uns, nur bestimmte Medis und nur bestimmte Therapien zahlen.

  84. #93 nicht die mama (16. Dez 2011 18:36)

    Und wieviele werden sich zu diesem Schritt entscheiden, weil sie schlichtweg an Unterversorgung leiden?

    Das ist natürlich ein Problem. Durch unterversorgung könnne Menschen auch in den Suizid getrieben werden.

    Es ging ja in meinen Beiträgen um die moralische Vertretbarkeit der Sterbehilfe.

    Wie bei so vielen dingen muss darauf geachtet werden das Misbrauch so schwer wie möglich gemacht wird.

    Unterversorgung ist generell ein Problem und da geb ich ihnen recht, es darf auf keinen Fall ein unwürdiges Leben aufgrund Unterversorgung gegen ein Sterben in Würde in die Waagschale geworfen werden.

  85. #89
    Hier geht es nicht um Alte die in 1 Woche sterben, es geht darum, dass in Holland bereits „depressive Menschen“ getötet werden, und man gut dran verdient: 2000 Euro kostet die Pille. Und der Staat spart auch.

  86. #83 BumBum (16. Dez 2011 18:03)

    „Oh, du hast einen Bericht gesehen!

    Ich auch: Geisteskranke wurden in Holland getötet“.

    Deshalb sollten Sie keinesfalls die Niederlande besuchen, wäre in Ihrem Fall ja lebensgefährlich!

  87. Niemand muß mit Qualen sterben. Meine Mutter hatte zerfressene Organe, und konnte noch lachen, denn es gibt Schmerzmittel und zur Not auch Lustig-Pillen.

    Also erzählt nicht so einen Unsinn, vom Gnadentod. Es war euch wahrscheinlich zu lästig, jeden Tag ins Krankenhaus zu fahren.

  88. Wenn man dementen Menschen das Lebensrecht abspricht, muß man sich nicht wundern, wenn Nazis den Juden das Lebensrecht absprechen, oder Moslems den Christen.

    Wer dementen Menschen den Gnadentod gewährt, ist ein Mörder und Nazi. Ich war selbst Pfleger in einer Dementeneinrichtung.

  89. Nicht bei Holland liegt das Problem, sondern bei uns. Die meisten Menschen in westlichen Gesellschaften sind von Feigheit vor dem Sterben und der verrückten Behauptung von Leuten, dass es irgendwie „sündig“ sein soll, sein Leben zu beenden, moralisch und intellektuell verwirrt.

    Wie lebenswert ein Mensch sein Leben findet und ob er sich entscheidet, es zu beenden, ist eine zutiefst individuelle Entscheidung, und weder irgendwelche Sektenmitglieder noch der Staat sollte sich anmaßen dürfen, darüber zu richten. Natürlich sollte jemandem mit Todeswunsch immer die Möglichkeit gegeben werden, sich anders zu orientieren und wieder zur Lebensfreude zurückzufinden. Aber bitte nicht mit Zwang. Das ist absolut menschenunwürdig.

    Wie in vielen anderen Dingen auch (mal abgesehen von der Migration) sind die Holländer weit voraus. Das heißt nicht, dass sie es immer richtig machen, aber sie haben zumindest den Mut sich weiterzuentwickeln. So jemanden wie Geert Wilders gibt es hier ja z.B. nicht, wieder ein gutes Beispiel.

  90. Das Thema finde ich sehr wichtig, auch wenn ich die Verbindung mit der Islamkritik nicht sehe.

    Ich selbst habe schon eine notarielle Patientenverfügung und Vollmacht an meine Söhne erteilt, bin mir aber trotzdem nicht sicher, ob die Ärzte sich dran halten, wenn ich im Falle eines unerträglichen Leidens oder auch der Demenz/Alzheimer nicht möchte, dass ich weiter am Leben gehalten werde, sondern dass ich dann nur noch z. B. mit einer Überdosis Morphium sterben möchte.

    Ich möchte niemals in ein Heim!!!
    Gott möge mir verzeihen, aber ich möchte auch als Christ über meinen Tod entscheiden und mich im Falle, dass ich nicht mehr leben könnte/wollte, nicht aufhängen oder unter einen Zug werfen müssen. Auch nicht vom Hochhaus runterspringen oder Medikamente nehmen müssen, die vielleicht am Ende noch große Qualen verursachen.

    Warum bekommen wir darüber keine Informationen, was das Richtige wäre, was man am Ende tun könnte, wenn Ärzte nicht weiter helfen (wollen) und nur noch danach trachten, wie sie uns selbst in einem menschenunwürdigen Dasein noch möglichst lange das Geld aus der Tasche ziehen können.

    Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich am Ende tun soll, wenn der Verzweiflungsfall eintreten sollte. Eine Pistole wäre hilfreich, habe ich aber nicht.
    Ich hoffe trotzdem, dass ich eines Tages einfach umfalle und tot bin. Das wäre das Allerbeste.

    Also ich finde die holländische Lösung ganz gut.

  91. #96 MutBuerger (16. Dez 2011 18:42)

    Genau darauf wollte ich mit meinen „Fragen“ hinaus. 😉

    Moralisch habe auch ich kein Problem damit, wenn jemand freiwillig! aus dem Leben scheidet.

    Das Problem habe ich damit, dass Missbrauch um so leichter wird, je liberaler die Euthanasie-Möglichkeiten gehandhabt werden.

    Auch sollte es im Bewusstsein der Menschen fest verankert bleiben, dass Selbsttötung immer nur der allerletzte Ausweg in Ausnahmefällen sein darf, was ich durch einen zu liberalen Umgang damit auch nicht gesichert sehe.

  92. #103 menschenfreund 10 (16. Dez 2011 19:14)

    Gott möge mir verzeihen, aber ich möchte auch als Christ über meinen Tod entscheiden…

    Nee, also das geht ja nicht. Erst monatelang hier einen auf dicken Christ machen, sich dann aber die Rosinen rauspicken wollen. Ich glaube nicht, dass der HERR dies so gerne sieht. Ich wäre da sehr vorsichtig, damit der Fahrstuhl am Ende nicht doch nach unten rauscht und alle Hostien umsonst reingezogen wurden.

  93. Es ist aber nicht bekannt, daß sich die Moslems in den Niederlanden für Euthanasie interessieren, nur das degenerierte Abendland schaut sich immer wieder das holländische Modell an.

    Im Islam ist Selbstmord auch strengstens verboten.

    Raliogion ist Angstmacherei, wer Selbstmord begeht kommt nicht ins Paradies sondern in die Hölle. da Moslims nunmal wirklich gläubig sind nehmen sie halt das sichere fürs unsichere.

    Dies ist übrigens auch der Grund warum die Salafisten in Antwerpen von Sharia4Belgium empört waren wegen den, in ihren augen ‚angeblichen selbstmord des Amokläufers in Lüttich.
    Sie sind 100% überzeugt das der Marokkaner keinen Selbstmord begann sondern durch eine Polizeikugel starb.

  94. #105 Fluchbegleiter (16. Dez 2011 19:44)
    Nee, also das geht ja nicht.

    :raz:
    Mein Gottesbild ist einerseits der Vatergott, der seine Kinder liebt.
    Aber Gott ist auch der Schöpfergott, der die Welt aus dem Nichts neu schaffen kann,
    und Gott ist der ganz Andere, der viel größer ist als alles, was Menschen sich ausdenken können.

    Ich habe keine Angst vor Gott, weil ich ihn anerkenne und schon oft seine Hilfe verspürt habe!

  95. Der liebe kewil möchte lieber, dass Totkranke elendig und unter massiven Schmerzen verrecken, als auch nur an aktive Sterbehilfe zu denken. Da sollte er sich mit Worten wie „degeneriert“ lieber zurückhalten, denn die könnten schnell zum Bumerang werden.

  96. #1 GottesRechterArm (16. Dez 2011 12:54)
    „Wir müssen uns an deren Regeln halten, nicht umgekehrt.”
    ROFL – BWL

  97. „#99 BumBum

    Selten so einen menschenverachtenden Bullshit gelesen. Deine Mudda, deine Mudda? Deine Mudda ist ein Einzelfall, von dem sich keinesfalss auf andere schließen lässt; ich habe anderes erleben müssen, und wenn du mir diesen gottverdammten Müll gerade ins Gesicht gesagt hättest, dann hätte ich *selbst zensiert*

  98. #85 Rechtspopulist

    unter der Kunte von Leuten deiner Art steht
    An so etwas wie Demokratie .

    Also, was ist denn eine Kunte?
    Ja ja, wenn man , wie üblich auf die verhassten Christen losgeht, kommen beim Tippen schon mal die Finger durcheinander.
    Bei dir gibt es nur einen Kamm, einen Topf und eine Schublade.
    Man könnte meinen, du bist ein frommer Moslem, die reden auch verächtlich über Christen und Ungläubige.

  99. Frei nach „Ernie“ aus der Serie „Stromberg“: Das Leben ist ein Geschenk Gottes und Geschenke gibt man nicht zurück; die von Gott sowieso nicht.

  100. #112 MaxMoritz (16. Dez 2011 20:40)

    Frei nach “Ernie” aus der Serie “Stromberg”: Das Leben ist ein Geschenk Gottes und Geschenke gibt man nicht zurück; die von Gott sowieso nicht.

    Warum soll man Geschenke aufheben, die immens beschädigt sind? Entsorgen ist kein Zurückgeben.

  101. #11 skunks (16. Dez 2011 13:21) Zu einem selbstbestimmten Leben gehört das Recht auf ein selbstbestimmtes Ende. Dies sollte selbstverständlich auch die Möglichkeit beinhalten, die letzten Augenblicke in vertrauter Umgebung zu verleben.
    Gute Idee der Holländer.
    Mal an alle Sterbehilfegegner hier, ganz im ernst, wie absurd und lächerlich klingt denn der Satz “ich bestimmte dass Du jetzt noch nicht sterben darfst”? Nichts anderes bringt Eure Haltung nämlich zum Ausdruck.

    Darauf gibt es nur eine vernünftige und klare Antwort: “Wann und wie mein Leben endet geht Dich nichts an!”

    Leider sprechen die meisten Kommentare hier von völliger Ahnungslosigkeit. Es ist eben nicht in Ordnung, wenn sich Organisationen aufmachen (wie zum Beispiel die Schweizer Dignitas) und Menschen, die sterben wollen z.T. auf Parkplätzen in den Tod befördern und dann noch geld dafür kassieren.. Das hat nichts mit „Dignitas“ zu tun.
    Es gibt genügend Untersuchungen die belegen, dass Menschen nicht mehr sterben wollen, wenn sie schmerzfrei und in angenehmer Umgebung ihre verbliebene Zeit verbringen können. Hier ist die Hospizbewegung eine ganz tolle Sache. Wenn Sie alle sehen könnten, wie Menschen wieder aufblühen, wenn man sie schmerzfrei macht und würdevoll behandelt, würde keiner auf die Idee kommen, hier die Leute in den Tod zu treiben. Die Leute wollen meist sterben, weil sie keinem zur Last fallen wollen, weil sie unerträgliche Schmerzen haben und weil sich keiner um sie kümmert.
    Da muß man ansetzen und nicht bei Pillen zum Sterben.
    In den Niederlanden wurden z.T. Leute umgebracht (anders kann man es nicht nennen), die nur einen Schub einer Depression hatten.
    Und wenn Sie mit Selbstmördern reden, deren Suizid nicht geklappt hat, sind die meisten dann doch froh, dass sie überlebt haben.

  102. #111 Foggediewes (16. Dez 2011 20:27)

    „Man könnte meinen, du bist ein frommer Moslem, die reden auch verächtlich über Christen und Ungläubige.“

    Dir antwortet man am besten mit deinen eigenen Worten:

    Bei dir gibt es nur einen Kamm, einen Topf und eine Schublade.

  103. #114 Neugieriger (16. Dez 2011 21:12)

    „Leider sprechen die meisten Kommentare hier von völliger Ahnungslosigkeit.“

    Ich kenne genug Fälle, wo die Leute verreckt sind – aber egal.

    Man nenne mir mal bitte einen rationalen Grund gegen aktive Sterbehilfe – und nicht dieses unsägliche „Deus lo vult“.

    „#99 BumBum (16. Dez 2011 18:53) Niemand muß mit Qualen sterben. Meine Mutter hatte zerfressene Organe, und konnte noch lachen, denn es gibt Schmerzmittel und zur Not auch Lustig-Pillen.“

    Ich selbst möchte aber gar keine Religiösen, die mit – weil es ihrem Gott so passt – ihre „Lustig-Pillen“ verpassen. Im Ernstfall möchte ich schon gerne selbst entscheiden, wann ich was mache und was halt nicht. Also verschont mich – und all diejenigen, die ebenso denken – mit eurer widerwärtigen Religion.
    Begründet eure Moral doch mal vernünftig.

  104. #118 Foggediewes

    Selten so einen Müll gelesen wie das, was du hier ablässt. Das beste ist, du schweigst…

  105. #117 Rechtspopulist

    Im Ernstfall möchte ich schon gerne selbst entscheiden, wann ich was mache und was halt nicht.
    Das habe ich doch letztens schon mal gelesen, es war?? ach ja, es war auf einer antifa-Seite “ Wir über uns“

  106. #118 Demokrat 02.09.10

    Wenn du selten so einen Müll liest, solltest du mal deine Kommentare selbst lesen.
    Lustig heut`Abend

  107. #104 nicht die mama (16. Dez 2011 19:42)

    Das sind ja auch völlig andere Fragen als diejenige, ob Sterbehilfe überhaupt stattfinden darf oder nicht.

    Dass damit enorme Probleme moralischer Art einhergehen, steht außer Frage, aber in Fällen, wo der Tod absehbar ist und jegliche Existenz nur noch eine reine Qual ist, braucht man nicht noch religiöse Fanatiker, die dann von der Heiligkeit des Leidens faseln und das auch noch genießen …

  108. #120 Foggediewes (16. Dez 2011 21:56)

    „Wenn du selten so einen Müll liest, solltest du mal deine Kommentare selbst lesen.
    Lustig heut`Abend“

    Auch wieder so ein Vertreter reiner Nächstenliebe – so erfüllt von … Demut. 🙂

  109. #122 Rechtspopulist

    #Auch wieder so ein Vertreter reiner Nächstenliebe – so erfüllt von … Demut.

    Auf der einen Seite kritisierst du die Christen wegen ihrer falschen Demut, und wenn es dann dich trifft, gehst du ab wie eine Rakete.Du hast ein festgefahrenes Bild von Christen, sieht man jedes mal.Immer haust du trauf.Wenn das Demokratie ist wäre der Iran sicher ein guter Ort für solche Hassprediger wie dich. So, jetzt gute Nacht

  110. Ihr könnt euch doch selbst umbringen. Niemand hindert euch! Dagegen gibt es kein Gesetz. Oder glaubt ihr, dass euch jemand bestrafen will, weil ihr euch umbringt?

    Aber ihr wollt, dass es zum Standard wird, und Verwandte oder Ärzte entscheiden können (wie in Holland). Und dann wird es Mord.

  111. #121 Rechtspopulist (16. Dez 2011 22:02)

    Und wer sagt, dass es unter den Befürwortern der aktiven Sterbehilfe keine fanatischen Ideologen sind, die sich „teuflisch“ freuen, dass die Objekte ihrer Verachtung legal getötet werden?

    Mit der Euthanasie sehe ich es wie mit der Abtreibung:
    Nur nach eingehender Beratung und die Beratung muss eindeutig lebensbejahend und unter zwingender Erwähnung sämtlicher alternativer Hilfsmöglichkeiten erfolgen.

    Da bin ich Fundi.

  112. #114 Neugieriger

    Ich stimme mit Dir darin überein, dass es in vielen Fällen möglich wäre, Menschen vom Selbstmord abzuhalten, wenn man ihnen optimale Pflege, Aufmerksamkeit und Schmerzfreiheit garantieren kann.

    Dies sollte in einer humanen Gesellschaft auch in vollem Umfang umgesetzt werden.

    Dennoch werden eine erhebliche Zahl Menschen übrig bleiben, die dennoch den Freitod wählen möchten, z.B. weil eine völlige Schmerzfreiehit oft Illusion ist (Medikamente werden z.B. aus Angst vor tödlichen Dosierungen von Ärzten zu sparsam verabreicht) oder weil es Menschen gibt, die einfach keine Glücklich-Pille wollen, weil dies oft nichts anderes bedeutet als der Verlust der eigenen Persönlichkeit, oder weil es schlicht und ergreifend Menschen gibt, die sagen „mit dieser Behinderung möchte ich nicht mehr leben auch wenn andere dies mit großer Lebensfreude tun.Ich will Sekt, nicht Selters.“

    Der Wille dieser Menschen ist schlicht und ergreifend zu respektieren.

    Es spricht doch nichts dagegen, beides zu tun – sowohl das Leben als auch den freien Willen zu achten.

  113. Ein Kennzeichen degenerierender Gesellschaften ist, sich anstelle dem Leben dem Tode hinzugeben.

    Jaja, die Alten werden wohl zu alt und lästig. Arme Spaßgesellschaft! 🙁

  114. #125 BumBum
    Auch von mir ein „genau!“
    Es geht darum, dass eben oft nicht die Menschen selber aus freien Stücken entscheiden, sondern der Umstände wegen (Schmerzen, anderen zur Last fallen usw.)
    Ich halte es für Mord, wenn andere über das Leben von Menschen entscheiden!

  115. #129 skunks
    Ich habe beruflich sehr viel mit Krebspatienten zu tun. Noch keiner hat sich von mir den Tod gewünscht, nachdem er vor allem schmerzmäßig ordentlich versorgt wurde. sicher gibt es einige (extrem wenige) Fälle, die so grausam sind, dass sich die Menschen den Tod wünschen. Aber es sind soooo wenige. Und was in Holland abgeht und auch in der Schweiz ist einfach nur grauenhaft. Statt sich mit den Menschen eingehend zu befassen, wird dann eben mal schnell Sterbehilfe angeordent bzw. verordnet. Sterbehilfe soll menschliche Zuwendung ersetzen. Es ist grauenhaft und menschenunwürdig.

  116. @Neugieriger

    Eine konsequent auf Schmerzfreiheit ausgelegte Schmerztherapie bei Krebs führt unweigerlich auch zum Herz/Kreislaufstillstand. Wenn Sie soviel mit Krebspatienten zu tun haben, dann dürfte Ihnen auch bekannt sein daß jeder vernünftige Arzt bei Krebs im Endstadium soviel Morphium verabreicht daß der Schmerz ausgeschaltet ist. Was Sie „Leben“ nennen ist am Schluss ein Dämmerzustand, ich weiß auch nicht was daran so menschlich sein soll einen Menschen mit hochkalorischer Nahrung zu versorgen während der Krebs seinen Körper langsam auffrisst (Leidensverlängerung), diese Nahrung tut zu allem Überfluss auch noch die Lunge verschleimen (Erstickungsgefühl, weil nicht mehr abgehustet werden kann) weil sie auf Milchbasis hergestellt ist (Hab das selber so erlebt).

    Es geht den Staat schlicht und ergreifend nichts an wenn ein Mensch bei klarem Verstand festlegt wann er aufhören will zu leiden. Mein Schwiegervater war Arzt und von ihm weiß ich daß gottseidank die meisten Mediziner vernünftige Leute sind und das Leiden ihrer Patienten nicht unnötig verlängern…Warum also Jemanden jämmerlich ersticken lassen nur damit er eine halbe Stunde länger Todeskampf hat? Das ist einfach pervers…

  117. Wer von den hier moralisierenden Sterbehilfegegnern hat schonmal einem Menschen 6 Monate lang dabei zugesehen wie er vom Krebs bis auf 45 Kg Körpergewicht bei 1,80 Körpergrösse aufgefressen wird? Wer das nicht erlebt hat sollte sich auch nicht anmaßen einem solchen Menschen die Freiheit zu verweigern dem Leiden ein Ende zu setzen. Das kann ja Jeder für sich entscheiden wie er das will. Aber es ist unredlich über das Leiden das ein Anderer erdulden muss zu urteilen oder bestimmen zu wollen.

  118. #134 Neusprech1 (16. Dez 2011 23:36)
    ….. Das kann ja Jeder für sich entscheiden wie er das will. Aber es ist unredlich über das Leiden das ein Anderer erdulden muss zu urteilen oder bestimmen zu wollen.

    Ich bin Arzt und auch Schmerztherapeut. Es stimmt einfach nicht, dass eine ordentliche Schmerztherapie zum Herz-Kreislaufstillstand führt. Dann haben sie überdosiert. Ich habe nicht nur einen, sondern sehr viele Menschen im Sterben begleitet unter anderem auch meinen Vater.
    Natürlich werde ich einen Sterbenden nicht mit hochkalorischer Ernährung versorgen, das ist im Endstadium natürlich Quatsch. Ein ausreichend mit Morphium versorgter Patient wird aber gerade kein Erstickungsgefühl haben, dies nimmt das Morphium nämlich weg.
    Die meisten Mediziner haben sehr wohl etwas gegen aktive Sterbehilfe. Jemandes Leiden nicht unnötig zu verlängern, hat aber nichts mit aktiver Sterbehilfe zu tun. Dagegen wehre ich mich ganz entschieden.
    Und natürlich kann sich ein Mensch auch umbringen. Aber ein anderer hat nicht das Recht, darüber zu entscheiden. und das geschieht in Holland ganz massiv.

  119. Jahrelang wurde in NL über Euthanasie diskutiert, schließlich wurde das Euthaniegesetz mit einer Mehrheit im Parlament angenommen. Hier wird den Eindruck erweckt, als wäre Euthanasie in NL sehr einfach, ist es aber nicht.

  120. @Neugieriger

    Die Entscheidung muss der Betroffene treffen, da sind wir uns ja einig. Aber es kann doch nicht sein daß ein Mensch nur deshalb leiden muss, weil der Mediziner strafrechtliche Konsequenzen zu fürchten hat weil er überdosieren könnte (Vielen ist das zu heiss). Was die Wirkung von Morphium angeht: Wenn ein Mensch schon monatelang Opiate bekommt entwickelt er eine immense Toleranz und auch Sie können nicht 100% ausschliessen daß bei geschwächtem Allgemeinzustand irgendwann der Kreislauf dann versagt.

    Die Frage ist doch, ob ein Körper der (gerade noch so) arbeitet auch gleichbedeutend ist mit dem was bewusstes Leben ist. Viele Menschen haben wenn es dem Ende zugeht auch panische Angst, soll man denen dann Tavor geben (hab ich auch schon erlebt) damit sie noch zusatzlich Hallus haben? Natürlich kann man durch die Kombination verschiedener Schmerzmittel dafür sorgen daß der Kreislauf nicht so schnell schlapp macht, aber WOFÜR, wenn der Mensch dem sicheren Tod geweiht ist?

  121. #136
    Wenn junge, depressive Menschen einen Todespille bekommen, dann scheint mir Euthanasie in Holland nicht besonders schwer. Der Fall wurde sogar im TV gezeigt. Die Todesfirma verdiente 2000 Euro an der Pille. Darum geht es.

  122. Ich finde den Satz gut:

    Er erlebte, wie die Tochter einer Sterbenden den Arzt drängte, den Tod der Mutter zu beschleunigen, weil sie eine Ferienreise ohne Rücktrittsversicherung gebucht hatte und das Begräbnis vorher regeln wollte. „Frappant“, kommentiert Pool, „wie schnell der einfache Tod die einfachste Lösung wird.“

    http://www.zeit.de/1997/21/Der_nicht_spontane_Tod/seite-1

    Aber sicherlich nur ein Einzelfall …

  123. #138 Jeremy (17. Dez 2011 08:05)
    Das sollte man zu diesem Thema gelesen haben:

    Heleen Dupius, Professorin für Ethik an der Universität Leiden, bestätigt im Mai 1997: „Bestimmte ältere Menschen haben ihr Leben gehabt für sie sollte es Drions Pille geben.“

    Dr. Admiraal trägt im Knopfloch einen Orden der Königin und in der Hand ein Bündel von Faxen mit den neuen Richtlinien der deutschen Bundesärztekammer zur Sterbehilfe. „Nichts Neues“, sagt er. „Ihr lauft zwanzig Jahre hinterher.“ Er spricht schnell, mit missionarischem Eifer. „Eure Schmerztherapie ist mittelalterlich. Eure Mediziner fürchten sich vor Morphium die geben nur zehn Prozent von dem, was wir hier geben. Eure Krebspatienten werden gegen ihren Willen durchbehandelt, und dann hilft ihnen keiner beim Sterben.“
    ……………………………………..

    Diesem Artikel kann ich nur zustimmen, er entspricht der Wirklichkeit.
    Dass in Deutschland heute z. B. auch in Altersheimen viel zu wenig Morphium gegeben wird und die Menschen unter starken Schmerzen leiden müssen, ohne dass ihnen geholfen wird, habe ich schon von Bekannten gehört, die sich darüber fürchterlich aufregten, weil sie es nicht mit ansehen konnten.

    Mein Fazit: Die Diskussion um den selbstbestimmten schönen Tod muss unbedingt in Deutschland weitergehen und wird hoffentlich bald zu einem annehmbaren Ergebnis kommen.

    Leider ist die Kirche wohl das größte Hindernis für einen Fortschritt.
    Doch es gibt auch zu bedenken, ob der Gnadentod auch aus christlicher Liebe geschehen kann. (Huch, ich höre schon die Aufschreie von Katrin Ecker-Göring.)

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