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Lüttich und das Schweigen der Penner

Lüttich und das Schweigen der Penner Wer die Hyperaktivität der deutschen Presselandschaft nach Oslo noch in Erinnerung hat, sobald klar war, dass der Terroranschlag von einem islamkritischen, blonden und blauäugigen norwegischen Eingeborenen durchgeführt wurde, der wundert sich jetzt über die Totenstille zur Lütticher Szenerie. Henryk M. Broder hat es trefflich als das „Schweigen der Penner“ bezeichnet. Bei t-online ist vorgestern mit „Selektiver Opferkult“ ein beachtlicher Artikel aus der Feder der Münchner Politikstudentin Jennifer Nathalie Pyka erschienen, der die Doppelmoral der linksgrüngestrickten deutschen Mainstreammedien gut aufs Korn nimmt.

(Von Michael Stürzenberger)

Wir haben es natürlich nicht vergessen, dass sich die gute Jennifer im September mit ihrem weitgehend ahnungslosen Artikel über den Islam, die sogenannte „Islamophobie“ und PI nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Aber ihre Betrachtung des medialen Dauerversagens im Nachgang der Tötungs-Arie von Lüttich verdient Beachtung. Zunächst lässt sie die publizistische Hysterie nach Oslo Revue passieren:

Relevante Gewalt – oder in diesem Fall eher ein relevantes Blutbad – fand beispielsweise im Sommer dieses Jahres in Oslo sowie auf der Insel Utøya statt. „Blond, blauäugig und skrupellos“ soll der Täter „Spiegel Online“ zufolge gewesen sein, zudem auch noch rechtsextrem, rassistisch, christlich und nationalistisch gepolt. Anders B. Breivik hatte damals noch nicht mal seine Zelle in der JVA bezogen, da wusste man sogar schon, welche Bücher er gern las und wer ihn angeblich von Deutschland aus zu seinen Taten inspiriert haben soll. Doch abgesehen davon stand schnell fest, dass einzig Breivik und niemand sonst für das Blutbad verantwortlich war und den Opfern sowie deren Angehörigen vollstes Mitgefühl gilt. Etwas also, was zwar völlig logisch ist, in Deutschland jedoch Seltenheitswert hat.

Es waren damals sage und schreibe 17 (!) Spiegel-Redakteure, die jeder noch so kleinen Spur des „christlichen Massenmörders, der sich auf die Bibel beruft“ nachgegangen sind. Jede Person, die Breivik in seinem „Manifest“ auch nur indirekt erwähnte, jedes Buch und jeder Artikel, den Breivik irgendwann gelesen hatte, alles wurde haarklein mit der Lupe untersucht. Und wer da alles unter Dauerverdacht geriet, für den Amoklauf dieses durchgeknallten Psychopathen mitverantwortlich zu sein – bis hin zu Henryk M. Broder und Thilo Sarrazin. PI sowieso.

Im Vergleich dazu lief die mediale Betrachtung des muslimischen Terroristen von Lüttich völlig anders. Das fing beim übermittelten Täterprofil an: Es sei ein „33-jähriger Mann“, ein „Belgier“ und ein „Waffennarr“. Es fehlte noch, dass ein Qualitätsmedium vermeldet hätte, der Killer sei „ein Mensch“ gewesen, schließlich hätte ja auch ein Alien mit einem Nazi-Ufo gelandet sein können. Außer BILD hat auch in den Tagen danach kaum ein etabliertes Printmedium ihren Lesern die schlichte Tatsache zugemutet, dass es ein marokkanischstämmiger Moslem mit dem Namen Nordine Amrani war, der diese Mordserie zu verantworten hat. Vom öffentlich-rechtlichen Erziehungsfernsehen ist sowieso nichts zu erwarten. Dabei gibt es so viele spannende Details dieser Tat, die mit Sicherheit in aller Ausführlichkeit dargestellt worden wären, wenn der Täter nicht schwarze, sondern blonde Haare gehabt hätte. Jennifer Nathalie Pyka schreibt dazu:

Im Gegensatz dazu erscheint das Attentat von Lüttich vergleichsweise irrelevant. Klar, es war blutig, kostete bislang sechs Menschen das Leben und zog 125 Verletzte nach sich. Aber das scheint irgendwie noch nicht genug Leid zu sein, um den bundesdeutschen Betroffenheitsbürger vom moralischen Hocker zu hauen.

Nunmehr vier Tage nach der Tat wurde der Amokläufer noch nicht mal mit einem Wikipedia-Artikel bedacht, was vermutlich auch daran liegt, dass man kaum etwas über ihn weiß. „Waffennarr“ soll er gewesen sein, zudem männlich, marokkanischen Ursprungs und irgendwie auch ein bisschen vorbestraft. Welche Lektüre auf seinem Nachtkästchen lag, ist ebenso unbekannt wie der Background der Opfer, die Amrani auf dem Gewissen hat. Das waren einfach nur normale Weihnachtsmarktbesucher, die jedoch dummerweise das Pech hatten, nicht einem rassistisch motivierten Täter, sondern schlichtweg einem ganz normalen Irren zum Opfer gefallen zu sein. Deshalb fallen sie auch durch das sauber durchdifferenzierte Raster deutscher Qualitätsmedien und Bildungsbürger.

Dank der „Achse des Guten“ wissen wir schon seit Tagen, dass Nordine Amrani keinesfalls ein „nicht praktizierender Moslem“ war, wie es die Lütticher Staatsanwaltschaft schon kurz nach der Tat beeilte zu versichern. Auf facebook pflegte er offensichtlich Kontakte zu islamischen Hasspredigern, er befürwortete den Schleier für Frauen, da sie sonst in die Hölle kämen, und man dürfe sie korangerecht schlagen, wenn sie mal nicht folgsam gehorchen. Die daily mail zeigt Fotos seines Waffenarsenals, wobei die mit arabischen Schriftzeichen garnierte Bazooka besondere Beachtung verdient. In niederländischen Medien soll berichtet worden sein, dass sich der marokkanischstämmige Täter wohl zuvor bei der Stadtverwaltung von Lüttich über den Weihnachtsmarkt beschwert habe. Er wollte offensichtlich – was aus muslimischer Sichtweise absolut nachvollziehbar ist – daß der Name “kerstmarkt”, also “Christmarkt”, in “Lichtermarkt” abgeändert wird.

Gibt es einen einzigen Journalisten der sogenannten deutschen „Qualitätsmedien“, der diesen spannenden Spuren nachgeht? Fragt einer nach, was Nordine Amrani mit der Putzfrau so alles anstellte, bevor er sie als Auftakt zu seiner Killerserie abmurkste? Interessiert sich einer für die waffenstrotzende und vorstrafengespickte Vorgeschichte dieses muslimischen Mitbürgers? Fragt mal jemand nach, wie die vielen Tötungsbefehle der Religion des Täters zu werten sind, der nach Zeugenaussagen völlig planmäßig vorging und so viele Menschen wie möglich töten wollte?

Fehlanzeige. Seit Tagen ist der Terroranschlag von Lüttich in die kollektive mediale Vergessenheit geraten. Wir befinden uns, was den Themenkomplex „Islam“ anbelangt, in den unseligen sozialistisch manipulierten Zeiten der „Aktuellen Kamera“ der DDR. Die Bundesbürger werden ganz bewusst desinformiert, nur damit der Islam nicht etwa genau das Image bekommt, das er aufgrund seiner Natur verdient. Das sieht auch die erfrischend inkorrekte Münchner Politikstudentin so:

Sollte sich nun jedoch herausstellen, dass der Irre von Lüttich tatsächlich islamistisch motiviert gewesen ist, so würde auch das freilich keineswegs etwas an der Relevanz, sondern höchstens an der Interpretation der Tat ändern. Sodann käme die deutsche Differenzierungselite zum Einsatz, die uns dann im „ARD Brennpunkt“ erklärt, dass der Täter eine schwere Kindheit hatte und von seiner Umwelt nicht genügend Beachtung erhielt, weshalb ihm in letzter Konsequenz quasi nichts anderes übrig blieb, als drei Granaten zu zünden und wahllos um sich zu ballern.

In dem Fall wäre dann nicht mal der Täter, sondern vielmehr die „Gesellschaft“ schuld, zu denen ja vielleicht auch die Weihnachtsmarktbesucher in Lüttich gehören. Hinsichtlich der Schuldfähigkeit des Täters müsse hier säuberlich differenziert werden.

Exakt so ist es. Die volkspädagogisch orientierten Dressurmedien versuchen die Bundesbürger in einer Art „Matrix“ zu halten, was den Islam betrifft. Aber wenn die Menschen immer intensiver durch das unabhängige Internet aufgeklärt werden, wenn sie die klaren Botschaften von Ex-Muslimen wie Sabatina James, Nassim Ben Iman, Mark A. Gabriel oder Ayaan Hirsi-Ali vernehmen, wenn sich die Aufklärer wie Necla Kelek, Tilman Nagel, Hans-Peter Raddatz und Manfred Kleine-Hartlage immer mehr Gehör verschaffen, wenn sich islamkritisch orientierte Politiker wie Kristina Schröder so langsam trauen, portionsweise die Wahrheit über den Islam zu vermitteln, wenn islamkritische Autoren wie Henryk M. Broder ihre TV-Auftritte immer stärker dazu nutzen, den Islam unmaskiert darzustellen, dann wird sich das sorgsam aufgebaute mediale Lügengebäude nicht mehr allzulange halten können. Dann werden die Bürger am Zeitungskiosk, an der Fernbedienung und am PC darüber abstimmen, wie sie sich informieren wollen: Faktenfrei, politisch korrekt und mit geballter ideologisch-pädagogischer Manipulation, oder politisch inkorrekt mit allen Fakten und ohne gesinnungsmäßige Erziehungsversuche.