Württemberg: Maulkorb für Islambeauftragten

Die Vikarin Carmen Häcker am Hochzeitstag mit ihrem Mann Monir KhanDem Islambeauftragten Heinrich Georg Rothe von der evangelischen Landeskirche Baden-Württemberg wurde es untersagt, sich zu dem aktuellen Fall zu äußern, wo die Vikarin Carmen Häcker einen Muslim heiratete und sie deshalb entlassen wurde. Schauen wir mal an, was man denn alles in der evangelischen Landeskirche BW machen darf – vorausgesetzt man ist Muslim.

(Von Anonymouse)

Laut württembergischem evangelischem Kirchenrecht muss der Ehepartner evangelisch sein. Ausnahmen gibt es nur für andere christliche Konfessionen. Dies wurde für Carmen Häcker zum Verhängnis, heiratete sie doch einen Muslim. Die Kirche hat die 28-jährige Vikarin deshalb zum Jahresende entlassen. Meine persönliche Meinung ist, dass ihre Heirat mit einem Muslim niemand stören sollte. Allerdings muss ich auch akzeptieren, dass die Kirche als Arbeitgeber die Angelegenheit so betrachtet, wie wenn der Chef von Coca Cola im Supermarkt Pepsi einkaufen würde. Dann geht es um die Glaubwürdigkeit der Firma. Wie gesagt, mich würde diese Ehe nicht stören, aber die Entlassung ist eine unternehmerische Entscheidung der Kirche. Dass dazu betriebsfremde Personen mitmischen möchten, das ist natürlich nicht zu akzeptieren. Die Kirchenleitung hat jetzt sogar dem Islambeauftragten der Landeskirche, Heinrich Georg Rothe, einen Maulkorb auferlegt, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet:

Für mich stellt sich die Frage: was darf in der evangelischen baden-württembergischen Landeskirche ein Islambeauftragter alles machen? Sich zu diesem Fall zu äußern jedenfalls nicht. Mit den Antisemiten und Nationalisten der Milli Görüs und der ATIB gemeinsame Sache machen wie hier, das darf er jedenfalls problemlos. Auch wenn Herr Rothe als Fürsprecher des türkischen nationalistischen Fethullah Gülen Netzwerkes auftritt, ist dies für die Landeskirche kein Problem. Selbst wenn der Islambeauftragte Heinrich Georg Rothe als Tagungsleiter den im Verfassungsschutzbericht erwähnten Islamisten Murad W. Hofmann als verhätschelten Starredner auf eine Tagung einlädt, ohne jemals Hofmann auch zu kritisieren, das erlaubt die Landeskirche auch problemlos. Hier einmal ein paar Kopien aus dessen bekanntestem Buch „Der Islam als Alternative“, wo Hofmann unter anderem das Schlagen der Frau rechtfertigt, Zwangsheirat propagiert und ein merkwürdiges Verständnis von Demokratie zeigt:

All dies sind offenbar Peanuts dagegen, nur wenn eine Vikarin einen Muslim heiratet, dann….

(Foto oben: Die Vikarin Carmen Häcker am Hochzeitstag mit ihrem Mann Monir Khan)