Babyboxer: Anwalt legt Berufung ein

Zwei Jahre und neun Monate Haft: Zu dieser Strafe hatte das Amtsgericht Rheine vor Kurzem den 21-jährigen Ahmad Sherzai verurteilt. Nach Überzeugung der Kammer hatte der gläubige Moslem seiner im siebten Monat schwangeren Freundin so heftig in den Bauch geboxt, dass deren ungeborenes Kind zwei Tage nach einer Notgeburt an Hirnblutungen verstarb. Mutmaßlicher Grund für die brutale Tat: Die junge Frau hatte sich von einem männlichen Frauenarzt behandeln lassen. Der Anwalt des Verurteilten hat gegen den Richterspruch nun Berufung eingelegt.

Die „Westfälischen Nachrichten“ berichten:

Rheine (dpa/lnw) – Der Prozess gegen einen jungen Mann aus dem Münsterland, der das Baby seiner Freundin im Mutterleib totgeboxt haben soll, kommt voraussichtlich noch einmal vor Gericht. Der Verteidiger habe Berufung gegen das Urteil eingelegt, sagte ein Justizsprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

In der vergangenen Woche hatte das Amtsgericht Rheine den Deutsch-Afghanen zu zwei Jahren und neun Monaten Jugendstrafe verurteilt. Laut Urteil hatte der 21-Jährige seiner Partnerin bei einem Streit im vergangenen März vorsätzlich einen heftigen Faustschlag in den Bauch versetzt.

Die 19-Jährige war damals im siebten Monat. Das Baby starb zwei Tage nach einem Not-Kaiserschnitt. Vor dem Übergriff hatte es Streit gegeben, weil die Frau sich erstmals von einem männlichen Gynäkologen hatte untersuchen lassen. Bleibt es bei der Berufung, kommt der Fall vor das Landgericht Münster. Der Vorwurf lautet illegale Abtreibung.

Genau genommen lautet der Vorwurf auf Schwangerschaftsabbruch in einem besonders schweren Fall gemäß § 218 StGB. Aber das zu schreiben, wäre wohl nicht politisch korrekt gewesen. Hat doch nach feministischer Sicht jede Schwangere ein Recht darauf, das Leben ihres ungeborenen Kindes jederzeit nach Belieben „abzubrechen“…

PI-Beiträge zum Thema:

» Babyboxer: Zwei Jahre und neun Monate Haft
» Ungeborenes totgeboxt: Morgen Prozessbeginn
» Muslim verprügelt schwangere Ehefrau in Rheine