Der Gutmensch

Der „Gutmensch“ hat bei der Wahl des Unwortes des Jahres den 2. Platz belegt. Ein Anlass, sich einmal näher mit dem Gutmenschen zu beschäftigen. Wer ist der Gutmensch? Woher kommt er? Was macht er? Weshalb empfinden vernünftige Menschen die Gutmenschen als Landplage und ergreifen meist panisch die Flucht, sobald sie einen Gutmenschen auch nur von weitem zu Gesicht bekommen?

(Von Schnitzelhuber)

Der amerikanische Psychiater M. Boehmer definiert den Gutmenschen wie folgt:

Gutmenschen leiden an einer bislang nicht heilbaren paradoxen Wahrnehmung der Welt. Ein Gutmensch betrachtet eine reale Ursache und konstruiert dazu eine völlig unsinnige Wirkung. Umgekehrt nimmt der Gutmensch reale Wirkungen zum Anlass, völlig abstruse Ursachen zu konstruieren.

In dem aussichtslosen Unterfangen, dieses Spannungsfeld aufzulösen, konzentrieren die Gutmenschen ihre Aktivitäten darauf, die selbst geschaffenen Probleme mit völlig untauglichen Mitteln auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung zu lösen. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten nennt man Verschlimmbesserungen.

Der in München lebende indische Evolutionsforscher I. D. Riz schreibt in seinem Werk „Der Gutmensch als Paradoxon der Evolution“:

Die Gattung Gutmensch hat die Entwicklungssprünge der Menschheit in die Neuzeit hin zum Industriezeitalter und zum Informationszeitalter nicht mit vollzogen. Entwicklungsgeschichtlich ist der Gutmensch auf dem Stand des Spätmittelalters stehen geblieben.

Vor diesem Hintergrund wird die Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit der Gutmenschen verständlich. Dem Gutmenschen ist das moderne technische Zeitalter, dessen Segnungen er gleichwohl gern in Anspruch nimmt, nicht geheuer. Es flößt ihm Angst ein, er lehnt es ab, sucht es zu sabotieren und bekämpft es. Vor die Wahl gestellt, einen modernen Flughafen zu bauen oder aber den 70 Meter unter der Erde wohnenden kleinen grünen Steinbeißer zu retten, stimmt der Gutmensch stets für den Steinbeißer und gegen den Flughafen.

Zugleich imitiert der Gutmensch – ohne sich dessen bewusst zu sein – das spätmittelalterliche Adelsgeschlecht. Nicht in intellektueller Hinsicht – hier kann der Gutmensch dem seinerzeitigen Adel trotz durchaus vorhandener Dekadenzerscheinungen nicht das Wasser reichen – sondern in wirtschaftlicher Hinsicht: Der Gutmensch lebt in Saus und Braus auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung.

Aufgrund dieser entwicklungsgeschichtlichen Situation hat der Gutmensch darüber hinaus eine stark ausgeprägte Affinität zum Islam, der zwar noch rückständiger als der Gutmensch ist, mit dem er aber das surreale, krude Weltbild und das Anspruchsdenken hinsichtlich der Alimentierung durch die arbeitende Bevölkerung teilt.

Die Ursprünge des Gutmenschen liegen trotz zahlreicher Forschungsarbeiten noch weitgehend im Dunkeln.

Das vom Berliner Senat finanzierte „Institut für islamische und andere skurrile Studien“ hat im Rahmen einer Forschungsarbeit festgestellt, dass die deutschen Gutmenschen im Mittelalter in der sagenumwobenen Stadt Schilda siedelten.

Der britische Historiker und Archäologe Mc Corned Beef hat das Gutmenschentum bereits im Alten Ägypten nachgewiesen. Trotz zehn schrecklicher Plagen, die Ägypten heimgesucht hatten, verweigerte der starrköpfige Pharao den Israeliten weiterhin den Auszug aus seinem Land. Daraufhin stellte Moses dem Pharao ein Ultimatum: Sollte innerhalb von 24 Stunden die Ausreisegenehmigung nicht erteilt werden, so würde Moses mit seinem gesamten Führungsstab zurücktreten und die Vertretung der Israeliten sowie das Verhandlungsmandat mit dem Pharao in die Hände von Gutmenschen legen. Der Pharao soll daraufhin in Schreikrämpfe und wilde Zuckungen verfallen sein und die Ausreisevisa für die Israeliten unverzüglich erteilt haben.

In der Stadt Troja soll die Gutmenschen-Fraktion seinerzeit im Rat der Stadt durchgesetzt haben, das von den Griechen erbaute Trojanische Pferd als Geschenk und als Bereicherung anzunehmen und in die Stadt zu transportieren.

Das Gutmenschen-Weibchen zählt im Regelfall zu den wenig attraktiven Exemplaren des weiblichen Geschlechts – vergleichbar dem Schönheitsideal des Mittelalters – und ist infolgedessen häufig ledig und kinderlos. Auch das Gutmenschen-Männchen – Nomen est Omen: Mehr Männchen als Mann – ist häufig kinderlos.

„Trotzdem“, stellt der berühmte Biologe Dr. C.R. Oth in seinem Werk „Der Gutmensch – ein Scherz der Natur“ mit Erstaunen fest,

„vermehren sich die Gutmenschen in Deutschland schneller als die Kaninchen. Es handelt sich um ein biologisches Phänomen, das mit wissenschaftlichen Mitteln nicht erklärt werden kann.“

Ein Paradebeispiel für das Wirken von Gutmenschen ist die muslimische Integrationsindustrie.

Bei der Einwanderung von Christen, Buddhisten, Hindus und Atheisten ist es erfolgreich gelungen, die Gutmenschen vollständig aus dem Integrationsprozess herauszuhalten. Infolgedessen ist die Integration dieser Bevölkerungsgruppen völlig problemlos über die Bühne gegangen.

Die muslimische Integrationsindustrie hingegen war und ist komplett in den Händen von Gutmenschen. Infolgedessen ist die muslimische Integration seit 50 Jahren ein einziges Desaster, trotz des Einsatzes ungeheurer finanzieller Mittel zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung.

Gutmenschen studieren im Regelfall „weiche“ Disziplinen wie Theater-, Sozial- und Islamwissenschaften, in jüngerer Zeit auch verstärkt realitätsfremde Fächer wie Politik, fantasierenden Journalismus und Kuschel-Jura. Mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Disziplinen meidet der Gutmensch.

In der klassischen Industrie, vom hochspezialisierten Mittelständler bis hin zum großen Technologiekonzern, die mit Hightech-Produkten und -Ingenieurdienstleistungen auf den Weltmärkten in knallhartem Wettbewerb Geld verdienen, sind die Gutmenschen nicht anzutreffen. In dieser Welt, in der Arbeit, Leistung und der gesunde Menschenverstand zählen, kann der Gutmensch nicht gedeihen und überleben. Hier fühlt er sich wie ein Fisch im Baum oder wie ein weißer Rabe.

Das bevorzugte Tummelfeld der Gutmenschen waren ursprünglich die GRÜNEN. Heute sind es auch die politischen Parteien CDU, SPD und LINKE sowie die Redaktionen linker, pro-islamischer Zeitungen, TV- und Radiosender. Hier und in den deutschlandweit rd. 75.000 Organisationen und Institutionen der Gutmenschen- und Integrationsindustrie, vom sogenannten Integrationsministerium bis hin zur deutsch-muslimischen Strick- und Häkelgruppe, kann der Gutmensch sich nach Herzenslust austoben und selbst die absurdesten Phantastereien auf Kosten Dritter ausleben.

Gegen Gutmenschen ist kaum ein Kraut gewachsen. Während bei Asterix und Obelix der Gutmensch Troubadix, der durch bloße Anwesenheit allen Dorfbewohnern auf die Nerven ging, bei Dorffesten regelmäßig ausgeladen wurde, ist der Gutmenschenplage heute kaum mehr Herr zu werden. Schon die alten Griechen stellten resignierend fest: Gegen Gutmenschen kämpfen Götter selbst vergebens.

Im Himmel beschwerte sich kürzlich ein Engel bitterlich beim HERRN: „Lieber HERR, wie kannst DU diesen Menschen dort, der Zeit seines Lebens nichts Sinnvolles auf die Kette bekommen und nur Chaos gestiftet hat, in DEINEN Himmel hereinlassen?“ GOTT der HERR seufzte laut und sprach: „Mein lieber Engel, er hat dem Teufel gegenüber erklärt, er sei ein Gutmensch. Daraufhin hat der Teufel in panischer Angst das Tor zur Hölle verschlossen. Was blieb mir anderes übrig, als ihn aufzunehmen?“

(Karikatur: Wiedenroth)