Grüne Wutbürger gegen AKW-Abbau

Sie haben richtig gelesen! Anwohner des stillgelegten Atomkraftwerks Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) klagen gegen die Genehmigung zum Rückbau des Meilers vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg. Kein Neubau, kein Altbau, kein Rückbau, kein Abbau ohne Wutbürger! Seit Stuttgart 21 kennen die sich nämlich auf allen Gebieten aus, seien es die Statik unterirdischer Bahnhöfe, die Trassenführung von ICE-Strecken und Ameisen, die sichersten Flugrouten in Schönefeld, die Atomfässer in Asse, die Machenschaften der Bankmafia – es gibt nichts, was ein Wutbürger nicht weiß. 

Hier die dpa-Meldung aus der Badischen:

SCHEFFLENZ (dpa). Anwohner des stillgelegten Atomkraftwerks Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) klagen gegen die Genehmigung zum Rückbau des Meilers vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg. Die zweite Abbaugenehmigung enthalte eine Reihe von Mängeln und lasse „damit der Betreiberin EnBW beim Abbau und Umgang mit dem Atommüll in weiten Teilen freie Hand“, kritisierte das Aktionsbündnis Atommülllager Obrigheim. Wichtige Systeme sollten abgebaut werden, obwohl sich noch Brennelemente in der Anlage befänden. Das Umweltministerium habe die zweite Abbaugenehmigung erteilt, obwohl die schwarz-gelbe Vorgängerregierung die Öffentlichkeit an dem Verfahren nicht beteiligt habe…

Vor einem halben Jahr stand in der FAZ, daß für den Abbruch der AKWs im Rahmen der Energiewende dringend Atomingenieure gesucht werden. Dies sei ein Job auf Lebenszeit, da das letzte deutsche AKW erst 2070 entsorgt sei. Wenn die Wutbürger so weitermachen, dauert der Abbruch bis 2500. Aber vielleicht ist es gut, wenn nicht so schnell abgebrochen wird, dann sind Kernkraftwerke schneller wieder angeschaltet! Wir könnten sie noch brauchen. Derzeit beziehen wir auch Strom von alten Öl- und Gaskraftwerken aus Österreich.