PI-Umfrage: Wer wird neuer Bundespräsident?

Wulff 2000 zur Flugaffäre Rau: „Ich leide physisch darunter, wenn der Bundespräsident nicht unbefangen ist“. Wenn dem so ist, leidet der Herr Wulff gerade jetzt wohl besonders stark und es ist stündlich damit zu rechnen, dass er sich dieses Leid nicht länger antun wird. Um nicht unvorbereitet da zu stehen, hält PI schon mal nach einer Nachfolge Ausschau.

Sie können jetzt unter den folgenden zehn Kandidaten abstimmen, wer demnächst ins Schloss Bellevue einziehen soll:

1. Joachim Gauck

Gauck war schon bei der letzten Wahl Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten und war wohl auch der Wunsch der Mehrheit des deutschen Volkes. Merkel hat uns damals gezeigt, was des Volkes Wille denn so wert ist und hat den farblosen und pflegeleichten Wulff durchgesetzt, der sich nachher als gar nicht so farblos entpuppte – zumindest wenn man seine Kreativität in Sachen Kreditwesen berücksichtigt.

2. Thilo Sarrazin

Bei Sarrazin braucht man eigentlich nur auf sein Buch zu verweisen: „Deutschland schafft sich ab“, um ihn für die Mehrheit des deutschen Volkes zu qualifizieren. Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass er als Finanzsenator in Berlin einen hervorragenden Job machte und die Finanzen in Ordnung brachte, was aber wohl von der Politik, ganz besonders von seinen Parteifreunden, nicht so sehr gewünscht war.

3. Guido Westerwelle

Das wäre mal was anderes mit der „First Lady“. Guido hätte noch mehrere andere Vorteile, der Posten des Außenministers würde endlich frei und vor dem Schloss Bellevue ist genug Platz, um ein paar Container hinzustellen, damit ihm weitere Teilnahmen an „Big Brother“-Staffeln ermöglicht werden können. Auch hätten moslemische Besucher keine Probleme damit, der „First Lady“ die Hand zu geben.

4. Joschka Fischer

Der Joschka, der Ausbund an Ehrlichkeit und Rechtsstaatlichkeit. Zeitlebens auf dem Boden des Grundgesetzes. Kleinigkeiten wie Steine auf Polizisten oder freien Zuzug für Prostituierte und Zuhälter aus dem Osten muss man dabei großzügig übersehen. Er ist Elder Statesman, das muss genügen. Böse Zungen wie Jutta Ditfurth behaupten zwar, er könne sich gerade mal Ausschnitte kurzfristig anlesen, aber die Komplexität würde er nie verstehen. Aber wie gesagt, das sind böse Zungen.

5. Gerhard Schröder

Das wäre zumindest gut für die Gasversorgung. Ob der Gerd für das popelige Gehalt des Bundespräsidenten seine Gasgeschäfte brach liegen lässt, muss allerdings bezweifelt werden. Jedoch wären da schon Qualitäten für das Amt vorhanden. Man erinnere sich nur an die Geschichte, als er als Jungsozialist besoffen am Kanzleramt in Bonn vorbeigetorkelt ist und am Gitter gerüttelt hat und dabei schrie: „Ich will da rein“. Gerd hat also Steher-Qualitäten.

6. Edmund Stoiber

Als langjähriger Ministerpräsident des Freistaates Bayern wohl brauchbar. Hat jedoch gewaltige Mängel, da er Bayerns Wirtschaft vorangebracht hat und sich auch einen Innenminister wie Beckstein leistete, der Klartext sprach und dafür sorgte, dass Intensiv-Straftäter ausgewiesen wurden, selbst wenn es in die Türkei ging. Wird also Frau Merkel schwer vermittelbar sein.

7. Margot Käßmann

Da die Margot gerade vakant ist und „irgendwas“ sucht, bietet sie sich natürlich hervorragend an. Allerdings sollte man da schon mal die Vorbedingung stellen, dass sie den Wagen nur mit Chauffeur benutzen darf und der Fahrer Moslem und Antialkoholiker sein muss. Der wird dann von Mazyek oder Kolat oder von beiden zusammen ausgesucht, Mutlu hat Mitspracherecht. Dafür wird Margot mit dem reichhaltigen Angebot des Weinkellers im Schloss Bellevue entschädigt.

8. Ursula von der Leyen

Als Busenfreundin von Frau Merkel im Kabinett ist sie schwer abkömmlich. Das „Röschen“, wie sie genannt wird, war schon bei der Nachfolge für Horst Köhler von Merkel in Betracht gezogen worden, die sich dann jedoch für den Wulff entschieden hat, um einen unliebsamen Kandidaten bei der nächsten Kanzlerkandidatur vom Hals zu haben. Jetzt könnte man sich eine Unterstützung Merkels für von der Leyen vorstellen, fragt sich nur, ob sie sich wie weiland Wulff auch drei Wahlgänge antun will.

9. Cem Özdemir

Auch der Cem ist ein Ausbund an Ehrlichkeit, wie wir aus der Bonusmeilen–Affäre 2002 wissen. Zusätzlich hätte er einen direkten Draht zu Erdogan und braucht keinen Dolmetscher. Auch beim Fastenbrechen wäre er glaubwürdig und eine Weihnachtsansprache würde nicht von ihm verlangt. Da brauchen sich dann nur noch 70 Millionen Deutsche anzupassen und schon läuft alles rund.

10. Recep Tayyip Erdogan

Wir lassen alle Heuchelei fallen und nehmen gleich das Original. Hat den Vorteil, dass Frau Merkel ihre Anweisungen täglich und persönlich in Empfang nehmen kann und der Lideri ist näher an seinem Volk in Berlin und sein Volk näher bei ihm. Auch kann er dann Gesetze direkt anregen oder unliebsame verweigern. Ein Lapsus wie in Frankreich und dem Genozid-Leugnen-Gesetz ist dann also nicht mehr möglich.

Stimmen Sie jetzt ab (die Umfrage endet am 8. Januar):

Wer wird Nachfolger von Christian Wulff?

  • Thilo Sarrazin (32%, 1.532 Votes)
  • Joachim Gauck (28%, 1.348 Votes)
  • Recep Tayyip Erdogan (26%, 1.228 Votes)
  • Edmund Stoiber (4%, 192 Votes)
  • Cem Özdemir (3%, 159 Votes)
  • Margot Käßmann (3%, 147 Votes)
  • Ursula von der Leyen (2%, 107 Votes)
  • Joschka Fischer (1%, 45 Votes)
  • Guido Westerwelle (1%, 34 Votes)
  • Gerhard Schröder (0%, 21 Votes)

Total Voters: 4.813

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