Schlägt Zypern die türkische EU-Tür endlich zu?

Gerade eben hat Dänemark die EU-Ratspräsidentschaft für ein halbes Jahr  übernommen, am 1. Juni dieses Jahres folgt Zypern – das griechische Zypern, die Südhälfte der Insel, nachdem die Türkei die Nordhälfte 1974 überfallen hat und bis heute widerrechtlich besetzt hält. Diese Präsidentschaft ist für die Türkei eine Provokation, und es geht auch um Gas.

Zypern gehört zu den EU-Pleitekandidaten, es hat aber gerade einen Milliardenkredit von Russland gekriegt. Warum? Hilfe unter Orthodoxen? Weniger. Man hat auch Gasfelder entdeckt – riesige! Und da will der Aggressor und Eroberer Türkei nun die Grenzen selbstherrlich ziehen und bestimmen, wer wieviel abkriegt!

Der Streit wird gigantisch sein. Dazu kommt, daß in Zypern nächstes Jahr gewählt wird, und im Wahlkampf kann kein Kandidat den Türken Ölfelder verschenken. Es sieht also gut aus, der Konflikt wird sich verstärken und solange sich das nicht ändert, hat die Türkei keine Chance für einen EU-Beitritt.

Das ist in Ankara bekannt, und derzeit wird dort die Strategie diskutiert, wie es jetzt weitergehen soll. Sollen Nordzypern und die Türkei wieder lieb sein mit den Griechen im Süden oder sollen sie eine brutalen Streit durchziehen, um die EU zu erschrecken. Man ist sich nicht sicher, welcher Weg der bessere ist, die Türken überlegen hin und her. Remarry or divorce, fragt die Hürriyet und weiß auch keine Antwort. PI ist für Scheidung, aus dem einfachen Grund, weil wir keine zehn bis 15 Millionen weitere arme Türken in Deutschland haben möchten. Die Chancen stehen dieses Jahr gut, daß Zypern den EU-Beitritt der Türkei empfindlich stoppt. Siehe auch: Gottseidank gibt es noch Zypern!