Schweiz: Pfarrerin schwört PI ab

Die Geschichte mutet fast wie ein mittelalterliches Inquisitionsgericht an. Die Schweizer Pfarrerin Dr. Christine Dietrich hat jahrelang bei PI geschrieben – beispielsweise für das Existenzrecht Israels, einem ihrer Hauptanliegen. Und gegen die Frauenfeindlichkeit des Islams, seine Gewaltaffinität, seine Tötungslegitimation sowie seinen totalitären Machtanspruch. Aber all das darf man heutzutage nicht mehr. Die Politische Korrektheit scheint auch die Schweizer evangelische Kirche fest in ihrem Würgegriff zu haben. Christine Dietrich muss sich in Zukunft von PI fernhalten, denn das sei ein „Hass- und Hetzblog“. Merke: Wer über den Hass und die Hetze einer totalitären Ideologie schreibt, ist selbst ein Hetzer.

(Von Michael Stürzenberger)

Diverse Schweizer Zeitungen berichten über das Ende der kirchlichen „Untersuchung“. 20-Minuten online beispielsweise hat die Geschichte mit der Überschrift „Pfarrerin soll sich von Hetz-Blog fernhalten“ garniert. Der Synodalrat habe nach eingehenden Untersuchungen das Machtwort gesprochen: Finger weg von PI. Obwohl ihre Artikel dort ganz offensichtlich nicht zu beanstanden waren:

Die Untersuchung habe keinen Beweis für islamophobe Äusserungen oder Schriften der Pfarrerin von Siselen-Finsterhennen ergeben, hält der Synodalrat fest. Es seien keine «Hasspredigten» bekannt geworden, und die ihr angelasteten hetzerischen Ausdrücke stammten nicht von ihr.

Aber sie solle sich von PI fernhalten, da dort „herabwürdigende und hetzerische Artikel“ zu lesen seien. Am Ende der Inquisition soll sie laut 20-Minuten online auch ganz brav Folgendes versprochen haben (ob sie zuvor auf der Streckbank lag, wird nicht erwähnt):

Sie stehe auch dem Dialog mit einem aufgeklärten Islam positiv gegenüber.

Das Märchen vom sagenumwobenen „aufgeklärten“ Islam – auch gerne „Euro“-Islam genannt – existiert nur so lange, wie Moslems in der Minderheit sind. Das weiß jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dieser Ideologie beschäftigt. Wenn erst einmal Machtpositionen erreicht sind, kommt das volle koranische Programm zur Anwendung. Alles andere würde Gotteslästerung und Apostasie bedeuten. Es ist eine Tragödie, dass so eine sachkundige, belesene und sympathische Islamkritikerin nun kaltgestellt wurde. That’s life 2012.

„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“, das ist nun mal so. Was bleibt einem übrig, wenn mit der eigenen Existenzvernichtung gedroht wird? Was den Umgang mit dem Islam anbelangt, leben wir schon längst nicht mehr in demokratischen Verhältnissen. Diese unerträglichen Zensur- und Dressurmaßnahmen sind alles Vorboten der künftigen Religionsdiktatur, die unsere Kinder und Enkel einmal in voller Wucht erleiden werden.

Dass sich 20-Minuten online seine Wahrheiten bisweilen gerne selbst zusammenbastelt, erkennt man u.a. auch an der Fotoserie des Artikels, in der es gleich mehrere sachliche Fehler gibt. Gut, dass Christian Jung und Marco Pino nicht mehr bei der FREIHEIT sind, mag sich noch nicht bis in die Schweiz herumgesprochen haben. Aber dass ich von der CSU wegen „Islamophobie“ ausgeschlossen wurde, ist selbst mir neu. Ich dachte immer, ich hätte am 25. Mai 2011 schriftlich meinen Austritt aus der Münchner CSU erklärt, um am 4. Juni beim bayerischen Landesverband der FREIHEIT für einen Posten im Vorstand kandidieren zu können. Aber vielleicht weiß man es ja in der Redaktionsstube von 20-Minuten online besser. Auch ohne in der Geschäftsstelle der Münchner CSU nachzufragen, wie es Journalisten, die an objektiver Berichterstattung interessiert sind, eigentlich tun sollten.

Auch Der Bund aus Bern berichtet über das Thema: „Seeländer Pfarrerin lässt die Finger vom Hetz-Blog„:

Der Synodalrat kommt bei seiner Untersuchung zum Schluss, dass sich die umstrittene Seeländer Pfarrerin gebessert hat.

„Gebessert“, ist das nicht schön formuliert. Hauptsache, die Pfarrerin schreibt nichts Negatives mehr über den Islam. Kaum der Rede wert, dass in islamischen Ländern jährlich etwa 160.000 Christen ermordet (Schätzung des Vereins „Sabatina e.v.“) und rund 100 Millionen verfolgt sowie diskriminiert werden. Wichtiger ist vielmehr, dass eine Pfarrerin sich „bessert“.

Wenn alle Islamkritiker ähnlich rigide Arbeitgeber haben wie Christine Dietrich, dann können wir in ein paar Jahrzehnten die Schlüssel an die örtlichen Imame übergeben. Und die Schweizer Kirchenoberhäupter dürfen aus ihren Kirchen Moscheen und ihren Türmen Minarette machen. Mein Mitleid würde sich in einem solchen Fall sehr in Grenzen halten, denn nur die dümmsten Kälber hofieren ihre Metzger selber.