taz-Bax: „Staatliches Misstrauen gegen Muslime“

Das Bayerische Verwaltungsgericht hat es bestätigt: Der Moslem Marwan Al-M. darf in Bayern kein Lehrer werden. Er ist Ausbilder bei der Muslimischen Jugend Deutschland und soll intensive Kontakte zur Islamischen Gemeinde Deutschland sowie zum Islamischen Zentrum München haben. Allesamt äußerst zwielichtige Organisationen, auf die der Verfassungsschutz ein strenges Auge wirft. Betroffene bayerische Eltern dürften nun aufatmen – dieser muslimische Aktivist ist ihren Kindern erspart geblieben. Aus dem fernen Berlin kommt aber energischer Protest: Daniel Bax von der taz lamentiert, dass Bayern schon immer „besonders streng“ gewesen sei.

(Von Michael Stürzenberger)

So schreibt er in seinem Kommentar „Berufsverbot nach Bayern-Art“ tief betroffen:

Doch was macht Bayern? Es verweigert einem Realschullehrer die Verbeamtung, weil ihm eine islamistische Gesinnung unterstellt wird, obwohl er sich zu Verfassung und Demokratie bekennt.

Zwar ist die „Muslimische Jugend“, in der sich der Lehrer engagierte, umstritten: einerseits wurden die interreligiösen Dialogprogramme dieses Jugendverbands in der Vergangenheit gelobt und sogar staatlich gefördert. Andererseits wird der Verband in mehreren Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet. Aber nur in Deutschland ist es möglich, wegen der Mitgliedschaft in einem legalen Verband nicht in den Staatsdienst aufgenommen zu werden. Und Bayern war hier schon immer besonders streng.

Daniel Bax scheint sich mit dem Islam im Allgemeinen und mit der Muslimischen Jugend Deutschland im Speziellen nicht sonderlich gut auszukennen. Dort werden u.a. folgende „nette“ Schriften verbreitet:

“Macht es euch zum Grundsatz, jeden Teil eurer Angelegenheit, mit dem ihr euch befasst oder zu tun habt, in der Schari’a ausfindig zu machen

“Ahmt den nach, den Allah euch als Vorbild gezeigt hat

“Seid wie der Paradiesgarten für die Freunde Allahs und wie das Höllenfeuer für seine Feinde

Passt euch einer Gesellschaft und eurer Umgebung nicht an, falls sie unislamisch ist. Ändert die Umgebung und die Gesellschaft entsprechend euren Glaubensgrundsätzen

“Zeigt Toleranz in den Angelegenheiten, die das Diesseits und euer Nafs betreffen, aber nicht in etwas, was eure Religion angeht

“Betrachtet Situationen, die unislamisch sind, wie das Sitzen auf Nesseln! Neigt euch keiner Aufgabe zu, die einen Widerspruch zu euren Religionsgrundsätzen bildet”

“Begreift endlich, dass es keine Bewegung ohne Moscheen gibt, es keine Bewegung geben wird”

Von der Islamischen Gemeinde Deutschland, ihren Verbindungen zur Muslimbruderschaft und den immer wieder vermuteten Vernetzungen mit dem islamischen Terrorismus brauchen wir erst gar nicht anfangen zu reden. Der Lehrer-Anwärter Al-M. hatte islamisch-extremistische Ideologien auf seinem Laptop gespeichert, aber Daniel Bax scheint all dies nicht zu stören:

Neu ist, dass sich das staatliche Misstrauen nicht mehr vor allem gegen Linke, sondern gegen Muslime richtet. Bedauerlich, dass sich auch die bayrische Justiz dieser restriktiven Haltung von Verfassungsschutz und Schulbehörde anschließt.

Falsch, Herr Bax. Sie richtet sich nicht pauschal gegen Muslime, sondern gegen solche, die verdächtige Aktivitäten gemäß der Lehren ihrer Religion entwickeln. Aber der gutherzige taz-Redakteur hat gleich zwei wohlwollende Tipps für den armen im unbegründeten Generalverdacht stehenden Moslem:

Damit bleibt dem betroffenen Lehrer eine Karriere an einer staatlichen Schule in Bayern versagt. Wenn er nach diesem Berufsverbot auf bayrische Art nicht in Berufung gehen will, kann er es zwar immer noch in einem anderen Bundesland versuchen, oder er kann sich an einer muslimischen Privatschule bewerben, von denen es auch in Deutschland immer mehr gibt.

Beides aber trägt nicht zur Integration bei. Sondern zur Ausgrenzung von unbequemen Muslimen aus der Mitte der Gesellschaft.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die mit der radikalen Eroberungs-, Gewalt- und Tötungsideologie herumhantierenden Moslems sind ein bisschen „unbequem“. Vielleicht wird es beim ersten großen Terroranschlag im Namen Allahs dann ein bisschen „ungemütlich“.

Hauptsache, der Daniel Bax kann in Berlin weiter seine Bequemlichkeit und Gemütlichkeit genießen..

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(Spürnase: johann)