Wer spuckt in JVA Köln auf Beate Zschäpe?

Beate Zschäpe, die zum Trio der Zwickauer Dönermörder gehört, sitzt in der Kölner JVA Ossendorf 24 Stunden am Tag in Einzelhaft, weil sie auf den einstündigen Hofgang verzichtet, da sie dort einen Spießrutenlauf erlebt. Weil ihre Runde in nur anderthalb Meter Entfernung zu den Fenstern des Zellentrakts stattfinde, werde sie von den übrigen Gefangenen bespuckt, beschimpft und bedroht. „Ihre Menschenwürde wird mit Füßen getreten“, so die Verteidiger.

Weitere Einzelheiten im Spiegel und im Kölner Stadtanzeiger! Hier soll nur ein Nebenaspekt angesprochen werden: Wer spuckt? Die JVA Ossendorf ist laut Eigenauskunft eine Untersuchungshaftanstalt für männliche, weibliche und jugendliche Untersuchungsgefangene und für die Vollstreckung von Freiheitsstrafen an männlichen und weiblichen Personen zuständig. Unter welchen Fenstern hatte die Zschäpe wohl Hofgang? Wer guckt da aus dem Fenster?

Es ist sicher nicht so, daß in Deutschland Linke und Linksradikale oder Antifanten im Klüngelpütz sitzen, da bleibt nur eine Gruppe übrig: Laut Angaben der  JVA Köln sind etwa 40% der Insassen Ausländer. In der Schweiz sind 2010 laut letzter Statistik 71% der Knastbewohner Ausländer gewesen. 2002 berichtete die Welt aus Hessen von 60% Ausländern in der Untersuchungshaft. In Berlin waren es auf eine Anfrage von Stadtkewitz im Juli 36%. 2006 berichtet der FOCUS:

Das Ausmaß der Ausländerkriminalität spiegelt sich auch in den Zellen der Justizvollzugsanstalten (JVA) wider, in denen durchschnittlich 35 bis 40 Prozent Ausländer einsitzen. In der JVA Köln, wo derzeit 1108 Gesetzesbrecher büßen, sind 435 Ausländer einquartiert. In Berlin-Tegel, mit 1705 Insassen größtes deutsches Gefängnis, sind 552 Kriminelle aus anderen Ländern untergebracht (s. Grafik S. 36). In den beiden hessischen Jugendknästen Wiesbaden und Rockenberg besitzen 38 Prozent der Arrestanten einen ausländischen Pass. Fast schon wie Exoten fühlen sich deutsche Häftlinge in der JVA Heilbronn. Knapp die Hälfte der aktuell 425 Gefangenen sind Ausländer und Russlanddeutsche.

Im Endeffekt liegen die unterschiedlichen Zahlen vermutlich nur an den Statistik-Kriterien. Wer ist Ausländer oder wie genau wird der sogenannte „Migrationshintergrund“ erfaßt. Man wird nicht ganz falsch liegen, wenn man vermutet, daß zwischen 70% und 80% der über 60.000 Inhaftierten im Land Mihigrus sind – und das ungefähr seit dem Fall der Mauer. Politisch-korrekt, wie wir sind, hängen wir das aber nicht an die große Glocke! Das offizielle Foto zeigt den „Freistundenhof im Frauenbereich“. Wo sind die Fenster? Oder wird Zschäpe andere Wege geführt, um sie weichzukochen?