Angelina Jolie – Berliner „Cinema for Peace“

Heute genügt es nicht mehr, einen spannenden Krimi oder eine lustige Komödie zu drehen, nein, Filme müssen politisch sein, um nicht zu sagen, politisch korrekt! Ein Beispiel liefert die Berlinale gerade. Angelina Jolie bekam einen „Friedenspreis“, und es gab noch viel mehr. 

Wenn man den Tagesspiegel liest, merkt man, wohin die Reise zu gehen scheint:

Ihr Regiedebüt „In the Land of Blood and Honey“ war schon bei der Berlinale ausführlich diskutiert und gefeiert worden.„Die Menschen in der Region bedeuten mir sehr viel“, sagte sie. „Sie haben so viel gelitten und doch überlebt und sind einfach erstaunlich umd ungeheuer wertvoll.“ Dann kuschelte sie sich wieder an ihren Partner und verfolgte den Rest der Zeremonie, naschte aber nur mal kurz von der Vorspeise mit Kalb und Garnele.

Es gab noch Lobreden von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Mohammed el-Baradei,der 2005 als Vorsitzender der Internationalen Energieorganisation (IAEO) den Friedensnobelpreis erhalten hatte, von dem Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag Luis Moreno Ocampo, von Catherine Deneuve, Michael Mittermeier und Bianca Jagger, außerdem Musik von Katie Melua und dem US-Komponisten Cameron Carpenter.

Als wertvollste Dokumentation wurde „Paradise Lost 3: Purgatory“ ausgezeichnet, ein Film, der sich mit Fehlurteilen befasst. Den „Award for Justice“ bekam „Justice for Sergei“. Den Umweltpreis von Opel erhielt „Burning in the Sun“, und der Internationale Preis für Menschenrechte ging an Luc Besson für „The Lady“ über Aung San Suu Kyi.

Jolie plus Schnarrenberger! Die Sammlung für die Menschenrechte ergab nur 3 Mio Euro, obwohl ein Kleid von Lady Gaga versteigert wurde. Wie wäre es mit einer Film-Klimaabgabe? Schließlich heizen Kinos die Atmosphäre auf und sie verbrauchen Strom. Allein schon der Projektor…

(Das Foto zeigt Angelina Jolie im Bosnienkrieg beim Kampf für die Menschenrechte.)