EU drangsaliert Bürger mit neuen Kontonummern

Nun ist es also amtlich: Spätestens ab dem 1. Februar 2014 sind unsere heutigen, manchem seit seiner Jugend vertrauten, Bankverbindungen Geschichte. In seinem grenzenlosen Wahn, alles und jeden in Europa zu vereinheitlichen, ist es dem Europäischen Parlament einmal mehr gelungen, mit großer Mehrheit eine kapitale „Verschlimmbesserung“ in die Welt zu setzen.

(Von Thorsten M.)

Die entsprechende Regelung heißt „EU-Verordnung zur Umsetzung des europäischen Zahlungsraums“ (SEPA) und bedeutet künftig den Zwang zu einer 22stelligen Bankverbindung (IBAN), die sowohl aus Zahlen als auch aus Buchstaben bestehen wird und schlicht und ergreifend länger ist als die bisherige Bankverbindung aus Kontonummer und Bankleitzahl.

Wie man uns mit der EURO-Einführung hat weiß machen wollen, dass dieser riesige Vorteile insbesondere bei Auslandsreisen mit sich bringe, gaukelt man uns auch in diesem Fall einen Nutzen vor, der angeblich anders nicht zu erreichen ist:

So soll es nur durch die Einführung dieser einheitlichen Bankverbindung möglich sein, 120 Milliarden Euro durch wegfallende Überweisungsgebühren zu sparen. Auch sei es allen Ernstes anders nicht umsetzbar, „dass Unternehmer und Verbraucher ihren gesamten Euro-Zahlungsverkehr über ein einziges Konto bei einer beliebigen Bank in der EU abwickeln“. Dies zumindest will uns, ohne noch mehr rot zu werden, die SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt, glauben machen.

Die Wahrheit ist: Sicher 99% der PI-Leser tätigen weit über 99% ihrer Überweisungen auf Konten im Inland. Da sind gewohnte Bankverbindungen mit weniger Ziffern und Buchstaben klar von Vorteil und eine aufs Jahr betrachtet deutliche Zeitersparnis. Nicht zu vergessen, dass es für viele nun einmal die Bankverbindung ist, die man auswendig kennt! Für die wenigen internationalen Überweisungen, die Otto Normalverbraucher vornimmt, gibt es die IBAN-Bankverbindung heute schon im Kleingedruckten jedes Onlinebankings. Darüber hinaus wird diese auch von Firmen, die nur ein einziges Konto besitzen, längst im europaweiten Zahlungsverkehr so genutzt.

Problemlos hätte das Europaparlament daher verabschieden können, dass innereuropäische Überweisungen, die per IBAN getätigt werden, bezüglich der Kosten nationalen Überweisungen gleichzustellen sind. Punkt!

Offenbar war dies den Eurotikern aber der Gleichschaltung zu wenig. Schließlich sollen Franzosen, Deutsche oder Polen ja jeden Tag daran erinnert werden, dass sie jetzt Europäer zu sein haben und dass nun die Leute in Straßburg und Brüssel das Sagen haben.

Traurig ein Europa, das neben einer verunglückten Währung nur mit solch kleinkarierten Verordnungen von sich Reden zu machen vermag. Die Herzen der Menschen gewinnt man mit solchem Unsinn in jedem Fall nicht! Wir sollten aufhören, uns von diesen Eurokraten einreden zu lassen, sie seien die „besseren“ Europäer…