Es sieht so aus, als ob Bertolt Brechts Haus in Los Angeles abgerissen wird. Wie man vielleicht weiß oder nicht weiß, mußten viele unserer bedeutendsten Köpfe – Schriftsteller, Komponisten, Filmregisseure und Philosophen – 1933 vor den Nazis aus Deutschland flüchten. Nicht wenige davon landeten in Los Angeles, darunter Thomas und Heinrich Mann, Bert Brecht, Lion Feuchtwanger, Erich Maria Remarque, Hans Habe, Curt Goetz, Alfred Döblin, Vicky Baum, Alfred Polgar, Walter Mehring, Arnold Schönberg, Ludwig Marcuse und viele mehr. Die Adressen der Häuser sind bekannt, sie stehen noch. Bert Brechts Haus in der 26th Street in Santa Monica (Foto) wird nun aber offenbar abgerissen.

Brecht, der „öfters als die Schuhe die Länder wechselnd“ von Prag, Wien, Zürich, Paris, Dänemark, Schweden, Finnland durch die ganze Stalinsche Sowjetunion über Wladiwostok und den Pazifik in Los Angeles gelandet war, wohnte zuerst in Hausnummer 817 in der 25. Straße und danach im abgebildeten Haus Nr. 1063 in der 26. Straße in Santa Monica.

Im ersten Foto sehen Sie unten rechts eine weiße Tafel, ein Baugesuch, das im Foto 2 vergrößert ist. Die Hausbesitzer beabsichtigen, demnächst eine Lizenz zu beantragen, um „Strukturen“ des Gebäudes zu zerstören. Da es noch das einzige Holzhaus der ganzen Umgebung ist, soll es wohl durch ein Massivhaus ersetzt werden. Das Haus machte auch, zumindest heute, einen verlassenen Eindruck.

Während Brechts Haus wohl verschwindet, steht Thomas Manns Villa am 1550 San Remo Drive in Pacific Palisades in alter Schönheit da, nur sieht man nichts. Die Hecke ist dicht, die Bäume am Gartenzaun sind teilweise 25 Meter hoch, und die Bewohner haben mit Mann und deutscher Literatur nichts am Hut und wollen auch nicht gestört werden. Deshalb ist die Villa nun zu vermieten, wie sie auf dem dritten Foto sehen. Von mir geschätzter Mietpreis 15.000 Dollar/Monat.

Nun haben wir aber eben den Griechen viele Milliarden Euro geschenkt. Warum kauft der deutsche Staat das Haus nicht für lächerliche 15 oder 20 Millionen Dollar? Das Geld wäre in dieser Top-Wohnlage sicher angelegt. Einige Leute haben Los Angeles als „das Weimar am Pazifik“ bezeichnet, ein Goetheinstitut ist anscheinend auch in der Stadt, warum kein Geld für Kultur. Allerdings ist aus Feuchtwangers Villa Aurora, 520 Paseo Miramar ebenfalls in Pacific Palisades, eine Kultureinrichtung geworden. Das könnte man ausbauen mit einer Gedenkstiftung. Im übrigen sollte man aus den zwei Villen von Thomas Mann und Lion Feuchtwanger – im Internet sind einige Fotos –  keine falschen Schlüsse ziehen. Den meisten Emigranten damals ging es ziemlich schlecht. Den Kommunisten Brecht zog es nach dem Krieg in die DDR, Thomas Mann übersiedelte ein paar Jahre später nach Zürich, Lion Feuchtwanger blieb bis zu seinem Tod in L.A.

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64 KOMMENTARE

  1. Kewil. Du hast da was nicht verstanden. Die Milliarden für Griechenland sind eine Investition in die ZUKUNFT! Und in der ist für die deutsche GESCHICHTE kein Platz. 😉

  2. kewil:Im übrigen sollte man aus den zwei Villen von Thomas Mann und Lion Feuchtwanger – im Internet sind einige Fotos – keine falschen Schlüsse ziehen. Den meisten Emigranten damals ging es ziemlich schlecht.

    😆

    Im Gegensatz zu den Feinden der Nationalsozialisten, die weniger berühmt und vermögend waren, ging es ihnen dort wohl doch bedeutend besser als etwa in Dachau oder Sachsenhausen, nein?
    .
    Auch den 1933 in die USA geflohenen Protagonisten der „Frankfurter Schule“ scheint es dort nicht soooo schlecht ergangen zu sein, haben sie es doch sogar geschafft, die sie aufnehmende und beschützende Nation noch mit der political correctness als Instrument der sozialistischen Weltrevolution zu beglücken.

    ______________

  3. Nicht zu vergessen ein anderer Marcuse. Damit ist der „Herbert Marcuse“ gemeint, der mit Habermas, Horkheimer, Adorno & Co. über die Frankfurter Schule die Ideologie des kulturellen Selbsthasses generiert hat, von dem die 68er heute noch zehren.
    Als es zu heiß wurde in Europa haben sich diese Ideologen dann in die USA verpieselt und als Europa mit ihren Ideologien dieser Vögel in Trümmern lag, kamen diese feigen Gesellen wieder um noch drastischer sich den kommunistischen Herren anzubiedern, während die Männer ihr Leben auf den Schlachtfeldern ließen oder in den Gefangenenlagern verreckten.

    So wie heute noch in Talkshows unliebige Gäste rhetorisch niedergebrüllt werden, dass man Gäst nicht ausreden lässt, dass man sie lächerlich macht und mit handverlesenen Zuschauern künstlichen Applaus erzeugt – das alles kann man bei den Spießgesellen wie Marcuse nachlesen. Methoden, die bis heute für die Massenmanipulation eingesetzt werden.

  4. #2 Graue Eminenz

    Die Frankfurter Schule ist ein wichtiger Hinweis, dessen Einfluss die wenigsten in Deutschland wirklich kennen.

    Sie waren schneller… 😉

  5. TheSilencer (11:25):
    >>Ehrlich: neuen Blog mit “Kewils Welt” eröffnen und hier zurück zum Thema.<<

    Was wäre denn Ihrer Meinung nach das alleinig hier „erlaubte“ Thema?

    _______________

  6. Ich fand den Beitrag sehr interessant, um ehrlich zu sein lese ich solche Beiträge auf PI derzeit deutlich lieber, als den hundertsten Hinweis auf Halal-Essen in Straßgräbchen an der Zichte…

    Die Islam-Beiträge ermüden mich langsam, das hier ist kein Ein-Themen-Blog und auch kein Fünf-Themen-Blog (Islam-Klimawandel-Linke-EU-Ausländer), ich begrüße diese Vielfalt der Themen durch Kewil.

  7. Bert Brecht war Kommunist, ganz richtig. Er steht in einer Reihe mit dem notorischen Krypto-Kommunisten Heinrich Böll, der die „DDR“ einst als das ärmere, aber ehrlichere Deutschland bezeichnete. Mit den kommunistischen Hetzern der Frankfurter Schule, welche unsere amerikanischen Freunde nach dem Krieg wieder zu uns zurückbrachten, ebenso, wie die USA in Italien die Mafia zurückgebracht hatte. Unter Mussolini ging es der Mafia nicht gut.

    Nebenbei war Brecht nicht nur ein Tatsachenverdreher im allergrößten Stil, sondern auch ein notorischer Dieb geistigen Eigentums. Nicht dass dieses geistige Eigentum sonderlich wertvoll gewesen wäre, aber wenn es ans Teilen ging, war der Kommunist Brecht sehr auf seinen Geldbeutel bedacht.

  8. Der_Zonk (11:31):
    >>… Doch hier geht es um Islamkritik<<

    Sie irren: PI steht nämlich nicht für „pöhser Islam“; auch wenn eine wachsende Schar das offensichtlich zu glauben scheint. Islamkritik ist allenfalls ein – wenn auch wichtiger – Teil dieses blog.
    .
    Das Gegenangehen gegen den linken Mainstream oder etwa den grassierenden Antiamerikanismus (auch von Rechtsaußen) sind hier zentrale Punkte; Letzterer ist übrigens sogar der eigentliche und ursprüngliche Grund für die Existenz von PI!

    _____________

  9. #3 schmibrn (12. Mrz 2012 11:22)

    Ja, das war eine „feine“ Truppe um den „Philosophen“ Herbert Marcuse.

    Als Kurzinfo über diesen Muster-Gutmenschen reicht sogar Wiki aus. :kotz:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Repressive_Toleranz

    Repressive Toleranz ist genau die Vorstellung von „Toleranz“, welche von „Anti“faschisten und „Grünen“ heute mehr denn je an den Tag gelegt wird.

  10. Warum wurden die Griechen-Mrd. nicht durch durch deren Staatsimmobilien besichert? Soll ja nicht so schlimm sein, da der Ernstfall ohnehin nicht eintritt. Und wenn doch, tja, dann hat eben der deutsche Michel die *rschk*rt* gezogen, denn sein Staat wird irgendwo neues Geld auftreiben müssen – bei einer neuen Grundsteuer etwa.

  11. @ #11 Masu (12. Mrz 2012 11:37) :

    Stimme Ihnen zu, zumal kewil wirklich interessante Ziele ansteuert. Die Kaisergruft in Wien, Andalusien letztes Jahr und jetzt diese Häuser.

    Auch die eigen(willige) Sicht kewils auf manche Themen ist interessant, denn durch seine Perspektive erweitert sich nicht selten mein Blickwinkel.

    Mal sehen wo die Reise hingeht……das Aquarium in Monterey ist sehenswert, den Highway No.1 in Licht der Dämmerung zu befahren ist wunderschön…..

    so long kewil, denk an die 88 mph auf den highways!

  12. #10 Graue Eminenz

    „Politisch inkorrekte“ Themen, die den Finger in die Wunde legen und nicht jene Aushilfsthemen, die das Nervenkostüm eines reisenden, eigenwilligen Bloggers strapazieren.

    Das zu erahnende Argument „Machen Sie es doch besser“ kann ich zwar nicht entkräften und es ist sicherlich einfach, Kritik zu üben, ohne es eben besser zu machen.

    Aber es gab mal eine Zeit „vor kewil“, in der das Lesen dieser Seite interessanter war, in der man nicht erst den Verfasser suchen mußte, um die „Brisanz“ eines Beitrages vor dem Lesen zu erkennen.

    Und ehrlich: daß man in den USA Türen aufhält oder dort Häuser abreißen will – gähn. Das kann man entweder journalistisch besser aufarbeiten – ja, selbst kewil macht das ab und zu – oder weglassen. Das schadet niemanden.

  13. Kewil: Warum kauft der deutsche Staat das Haus nicht für lächerliche 15 oder 20 Millionen Dollar? (…) Einige Leute haben Los Angeles als “das Weimar am Pazifik” bezeichnet.

    Vielleicht findet sich ja noch eine private Gesellschaft von Deutsch-Amerikanern, die sich aus nostalgischen Gründen der Sache annimmt. In Amerika schreit man bekanntlich nicht nach „Papa Staat“ à la Germanistan (und regt sich dann über die hohen Steuern auf) sondern nimmt die Dinge in bürgerlicher Eigeninitiative in die Hand.
    .
    Touristenmagnete sind die Häusle indes wohl eben gerade nicht, denn sonst hätte die Stadt Los Angeles an ihnen ein berechtigtes Eigeninteresse und/oder deren Besitzer würden sie auch nicht abreißen lassen wollen (wie im Falle des Brechthauses).

    _______________

  14. „Warum kauft der deutsche Staat das Haus nicht für lächerliche 15 oder 20 Millionen Dollar? Das Geld wäre in dieser Top-Wohnlage sicher angelegt.“

    Ganz einfach.
    Weil man für das Geld in Berlin-Mitte eine weitere Panzersperre, auch in bester Lage, anlegen kann.
    Wen interessiert denn in der Bunten Republik noch Bert Brecht?
    😉

  15. TheSilencer (11:54):
    >>… es gab mal eine Zeit “vor kewil” (…), in der man nicht erst den Verfasser suchen mußte, um die “Brisanz” eines Beitrages vor dem Lesen zu erkennen.<<

    Wie Sie ja hier in den Kommentaren lesen können, finden Viele auch solche Beiträge wie den Obigen interessant. Bei vielleicht 15 bis maximal 20(?) täglich erscheinenden Beiträgen auf PI will mir es da nicht so „schwierig“ erscheinen, den einen oder anderen Beitrag – wenn man ihn denn nicht lesen will – zu „überscrollen“, nein?

    ____________

  16. Ich sehe keinen Frevel darin, wenn sie die Bude abreissen, denn nur, weil mal ein für Deutschland berühmter Autor (ich glaub nicht, dass er für die USA auch nur irgendeine Bedeutung hat), darinnen in die Toilette gemacht hat, braucht man nicht jedes Haus zu erhalten.

    Etwas anderes wäre es, wenn das Haus baulich noch einen bestimmten Aussagewert hätte oder in erhaltenswertes Ensemble gehört – dies scheint wohl nicht der Fall zu sein.

    Ein Autor lebt durch seine schriftstellerische Hinterlassenschaft und ich denke, wenn man Brecht noch fragen könnte, würde er sagen, ist mir doch egal, was mit der Hütte passiert, so ist halt der Kapitalismus, dass der Eigentümer damit machen kann, was er will.

  17. Warum sollte Deutschland denn bitte diese Holzhütte auf dem ersten Bild kaufen?! Kewil was ist denn los mit dir? Nur weil Brecht da mal drin gewohnt hat? Solche „Gedenkstätten“ gibt es in Deutschland sicher schon genug.

    Brecht, der „öfters als die Schuhe die Länder wechselnd” von Prag, Wien, Zürich, Paris, Dänemark, Schweden, Finnland durch die ganze Stalinsche Sowjetunion über Wladiwostok und den Pazifik in Los Angeles gelandet war…

    Warum ist der Ober-Kommunist Brecht eigentlich nicht in der UdSSR geblieben?! Warum sind alle diese Extrem-Linken zu uns gekommen?! Amerika ist doch der große Satan. The belly of the beast. Warum hat Brecht das kommunistische Paradies für den Teufel verlassen? Leute wie Brecht sind doch maximale Heuchler. Wie so viele Linke. Das Haus gehört schnellstens abgerissen, bevor Merkel Wind von der Sache bekommt und ihren Honecker-Gedenkzirkus auch noch im schönen Santa Monica eröffnet.

  18. Hayek (12:11):
    >>Das Haus gehört schnellstens abgerissen, bevor Merkel Wind von der Sache bekommt und ihren Honecker-Gedenkzirkus auch noch im schönen Santa Monica eröffnet.<<

    Der deutsche Steuermichel könnte das Brechthaus ja als Sommerhäuschen für Margot anschaffen, wenn es in Chile dann zu kalt wird.
    :mrgreen:

    _________________

  19. Wie will man die islamische Gegenzivilisation kritisieren, wenn man die eigene Geschichte und die eigene Kultur nicht kennt?

    Das klappt nicht. Die Islamkritik ist mir gerade daher so interessant, weil sie alle Bereiche der Kultur abdeckt und von jeder Ecke unserer Zivilisation aus betrieben werden kann. Daher ist auch die Szene der Islamkritiker so spannend und (da passt es mal) vielfältig.

    OT: Wer gerne englisch liest, dem empfehle ich dort
    http://www.breitbart.com/

    vorbei zu schauen. In gut geschriebenen kompakten Texten, kann man sich in die Critical Race Theorie einlesen und die Ursprünge und verheerenden Auswirkungen kennen lernen.

    Bei vielen der Texte, kann man danach auch die Auswirkungen auf die Projekte EUDSSR und UN erkennen.

    Auch wenn CRT nicht für die Moslems geschneidert wurde, schuf sie ein feines Instrument auf dem die Islamisierer spielen können, denn a. wird das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz angegriffen und b. die Gesellschaft tribalisiert.Was unseren islamischen Bereicherern mehr als gelegen kommt.

    Dieses linke, durch und durch rassistische Projekt beleuchtet auch sehr schön die gemeinsamen Interessen der Moslems und der Linken.

    Der Blick über den Tellerrand wirft immer nützliche Erkenntnisse ab.

  20. Man kann über Brecht sagen was man will, aber ein „lupenreiner Kommunist“ war er nicht.

  21. #19 Graue Eminenz

    Ich würde mich mit Ihnen gerne weiter austauschen, aber da kewil analog zu den GEZ-Sendern oder Unrechtsstaaten versucht, seine Beiträge aufzuwerten, indem er die Kommentare schönzensiert, ziehe ich mich mal wieder zurück.

    Meinungsfreiheit ist hier leider nicht mehr gefragt.

  22. ot: Alarmierende Studie – Deutschland, Land der Schulabsteiger

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,820475,00.html

    ok, sparen wir uns die Lektüre, PI-Leser wissen ja eh schon was drin stehen wird und v.a.D. was natürlich NICHT drin steht – kommen wir also gleich zur Lösung des Problems:

    Alle Schulformen außer den Gymnasien schließen (dann erledigt sich auch das Problem der Systemdurchlässigkeit) und allen Schülern einfach nach 12 Jahren rumsitzen den Abschluss ausstellen. Wiederholer gibt es selbstverständlich auch nicht mehr, da ja eh alle unabhängig von der erbrachten Leistung den Abschluss erhalten.

    fertig! und alle sind glücklich… oder vielleicht doch nicht?

  23. Ob Bertolt Brecht einer „unserer bedeutendsten Köpfe“ war, wage ich zu bezweifeln. Die Zwangslektüre seiner Werke (z.B. Leben des Galilei) in der Schule, empfand ich als belanglos und langweilig.

  24. TheSilencer (12:23):
    >>… da kewil analog zu den GEZ-Sendern oder Unrechtsstaaten versucht, seine Beiträge aufzuwerten, indem er die Kommentare schönzensiert …<<

    In Los Angeles ist es gerade 5:40 morgens — ich bezweifle, dass Kewil dann denn doch sooo früh aufsteht; insbesondere da er wohl gerade Urlaub macht.
    😉

    ______________

  25. #21 Hayek; Doch nicht die Holzhütte, sondern das eher repräsentative Anwesen von Thomas Mann das zur Vermietung ausgeschrieben ist.
    Ich kenn die Ami Preise nicht, vermute aber, dass dieses Holzhäuschen bestenfalls mal 300.000$ wert ist. Wahrscheinlich nicht mal das.

    #26 unrein; Als nächsten Schritt muss man die Abschaffung der Noten in Angriff nehmen. Da ja grundsätzlich alle Menschen gleich sind, kann man darauf ruhig verzichten.

  26. So schlecht scheint es dem Kommunisten Brecht ja nicht gegangen zu sein, wenn er so ein hübsches Häuschen bewohnen durfte.
    Daß er in der DDR später kein Proletenleben führen mußte, kann man in der Brecht-Villa in Buckow überprüfen.
    Brecht dürfte das Vorbild füer Bsirkske, Lafontaine und andere abgegeben haben.

  27. Berthold Brecht: Lob der Partei

    Der Einzelne hat zwei Augen
    Die Partei hat tausend Augen.
    Die Partei sieht sieben Staaten
    Der Einzelne sieht eine Stadt.
    Der Einzelne hat seine Stunde,
    Aber die Partei hat viele Stunden.
    Der Einzelne kann vernichtet werden,
    Aber die Partei kann nicht vernichtet werden.
    Denn sie ist der Vortrupp der Massen
    Und führt ihren Kampf
    Mit den Methoden der Klassiker, welche geschöpft sind
    Aus der Kenntnis der Wirklichkeit.

  28. #24 golgatha: „Man kann über Brecht sagen was man will, aber ein “lupenreiner Kommunist” war er nicht.“

    Stimmt, wenn es ums Abkassieren ging, betrachtete er den Kapitalismus recht versöhnlich.
    Dass er außerdem ein glühender Anhänger Lenins war, ist unstreitig.

  29. Erstmal vorne weg möchte ich sagen, dass solche Reiseberichte mich auch interessieren, permanentes Surenfleddern, auf Wirtschaft und Politik schimpfen wird auch schnell eintönig, auch wenns richtig ist. Ich bilde mich gern in alle Richtungen weiter.
    Was Brechts Haus betrifft, na ja sooo schade fänd ichs nun auch nicht drum.
    Wer schonmal in Weimar war und im Goethe oder Schillerhaus (oder in beiden) war welche sehr schön historisch hergerichtet wurden, zusammen mit dem Park, weiß was ich meine.

  30. Nachdem ich gerade aufgestanden bin:

    An Analphabeten wie z.B.

    #25 TheSilencer,

    der zu blöd ist, überhaupt an die Zeitverschiebung zu denken, – nach diesem Beitrag bin ich nachts um 12 ins Bett, da hab ich keine Zeit, dumme Kommentare zu lesen oder zu zensieren.

    und #21 Hayek,

    der zu blöd ist, drei Häuser auseinanderzuhalten, nur dies:

    Erstens kenne ich die genannten Emigranten und habe auch deren Bücher gelesen und weiß, was rechts und links ist, und zweitens schreibe ich bei PI, was ich will, und wem das nicht paßt, soll verschwinden! Kriege ich von irgendeinem dieser Motzer einen Cent oder was? Was bilden sich hier manche ein? Welche Zeitung läßt sich ein permanentes Gestänker an den Autoren gefallen oder veröffentlicht sowas als Leserbrief?

    Danke an die anderen, die einen Artikel verstehen, sonst könnte man die Bude ja gleich zumachen!

  31. Für mich ist es eine späte Genugtuung das Berthold Brechts Haus abgerissen wird. Ich kann mich noch sehr gut erinnern wie unser kommunistischer Deutschlehrer Riek permanent von Brecht schwärmte und uns Jugendliche übelst indoktrinierte. Dass Brecht vom freien Amerika in die stalinistische DDR freiwillig übersiedelte, diesen Widerspruch checkten wir Kinder nicht.

  32. #38 GrundGesetzWatch

    Brecht konnte nur marginal Englisch. Wie sollte er als Schriftsteller in den USA was machen? Brecht ging es nicht so gut wie dem Nobelpreisträger Mann.

    Man sollte sich auch in die Zeit versetzen.

  33. Ich les wie so mancher andere auch gern mal was „Kulturelles“ bei PI, schau mir auch gern die Häuser von verstorbenen Dichtern, Malern und anderen „Großen“ an – und find’s schade, wenn deren Domizile abgerissen werden. Viele Berühmtheiten der Vergangenheit waren leider charakterlich ziemlich fragwürdig, was ihr künstlerisches Werk nicht berührt. Brecht hat sehr gute (und berührende) Gedichte und Dramen geschrieben.

    Kewil: Wer vieles bringt, wird vielen etwas bringen! Und: Nicht jeder muss sich für jeden Artikel interessieren!

  34. Der Blumengarten

    Am See, tief zwischen Tann und Silberpappel
    Beschirmt von Mauer und Gesträuch ein Garten
    So weise angelegt mit monatlichen Blumen
    Daß er vom März bis zum Oktober blüht.

    Hier, in der Früh, nicht allzu häufig, sitz ich
    Und wünsche mir, auch ich mög allezeit
    In den verschiedenen Wettern, guten, schlechten
    Dies oder jenes Angenehme zeigen.

    Bertolt Brecht

  35. @ kewil

    Sie regen sich einige Beiträge zuvor darüber auf, daß man sich in Deutschland gegenseitig nicht die Tür aufhält, sind aber durchaus spendabel, was das Austeilen von Beleidigungen angeht.

    Das kenne ich von irgendwoher. Respekt einfordern, aber selbst dazu nicht bereit sein.

    Sollte ich Sie beleidigt haben, in dem ich nicht berücksichtigt habe, daß Sie Ihre Artikel nicht selbst einstellen – was für ein faux pas – dann tut es mir aufrichtig leid.

    Ansonsten bin ich wohl wirklich zu blöd, den Bezug zu PI in Ihrem Artikel zu finden.

    Und summa sumarum ist mein Beitrag von 11:25 Uhr weg. Wohl verlorengegangen. Passiert. Wie überall, wo man auf preußische Disziplin verzichtet.

  36. #9 Masu (12. Mrz 2012 11:37)

    Ich fand den Beitrag sehr interessant, um ehrlich zu sein lese ich solche Beiträge auf PI derzeit deutlich lieber, als den hundertsten Hinweis auf Halal-Essen in Straßgräbchen an der Zichte…

    Die Islam-Beiträge ermüden mich langsam, das hier ist kein Ein-Themen-Blog und auch kein Fünf-Themen-Blog (Islam-Klimawandel-Linke-EU-Ausländer), ich begrüße diese Vielfalt der Themen durch Kewil.

    Genau so ist es! Volle Zustimmung!!!

  37. #2 Graue Eminenz (12. Mrz 2012 11:19)

    Auch den 1933 in die USA geflohenen Protagonisten der “Frankfurter Schule” scheint es dort nicht soooo schlecht ergangen zu sein, haben sie es doch sogar geschafft, die sie aufnehmende und beschützende Nation noch mit der political correctness als Instrument der sozialistischen Weltrevolution zu beglücken.

    Nicht nur die usa, auch die brd wurde damit „beglückt“.
    Zuerst die studenten aufgehetzt. Das sind die heutigen 68er.

    Die dann durch die institutionen liefen, zuerst in die schulen. Kein wunder, dass generationen so geworden sind.
    Pflichtvergessen, aber nur fordernd.
    Einer ohne schulabschluss wurde aussenminister. Obowhl er polizisten zusammentrat. Einen sogar angezündet. Joschka Fischer!

  38. Und wo bleibt der Aufschrei in der „deutschen“ Gesellschaft ?

    Wo der Spendenaufruf der staatlich gepamperten „Kulturschaffend_innen“ dieser unserer bunten Replik ?

    Wo sind denn die Stiftungen zur Rettung „nationalen Kulturguts“ ?

    Oops, AUTOBAAAAHN !!!

    Hauptsache wir stellen Abermillionen an Steuergeldern für Mooscheen, Marva- Denkmäler, MIHIGRU- Inrekulturelle „Projekte“ und anderen „bunten“ Schwachfug zur Verfügung.
    Hauptsache wir haben Billionen für die „Rettungsschirme“ €uropas, Abermillionen für den arabischen Sommer (der Herbst kommt ja noch), „Entwicklungshilfe“ für die halbe Welt, und anderen für unser Land wichtigen Zinnober. :mrgreen:

    “Ach, wissen Se, ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.”

    (Max Liebermann)

  39. Was soll der Staat die Hütte aufkaufen? So ein Quatsch. Das einzige, wozu die Bruchbude taugt, ist, dass man dort einzieht und dann sagen kann: „Guck mal, ich wohne im Haus wo früher Bertold Brecht gewohnt hat (weißt doch, den alten Sozialisten-Autor dessen Zeug man immer in der Schule lesen musste)“. Anscheinend ist das keinem noch nicht mal die Renovierung wert. Tja, Schade drum, dann geht die Bude eben den Weg alles Irdischen – so muss das sein.

  40. Und noch ein Analphabet outet sich, der nichts liest, drei Häuser nicht trennen kann, aber seinen Rotz abläßt:

    #46 Grafenwalder

  41. Warum kauft der deutsche Staat das Haus nicht für lächerliche 15 oder 20 Millionen Dollar?

    Mit welchem Geld? Mit deinem?
    Der Staat hat kein eigenes Geld, sondern er muß es den Menschen erst mit Gewalt nehmen. Wenn du willst, daß der Staat dieses Geld für deine privaten Vorlieben verwendt, dann brauchst du dich auch nicht wundern, wenn jemand anders fordert, daß der Staat diejenigen Unterstützt, die dir deine Meinung verbieten wollen, oder die unseren Kindern erklären, das Männersex was ganz alltägliches ist.
    Gott sei dank sind die Amis nicht so dumm, bei denen käme nie einer auf die Idee für so einen Schwachsinn Staatsgelder zu fordern. Desswegen sind haben die USA eine freie Luft in der jeder sein auskommen finden kann und sind mächtig und innovativ.

  42. Vielen Dank für diesen Artikel. Sicher liegen die meisten hier politisch wohl nicht auf Brecht-Linie, aber Brecht war im 20. Jhdt. ganz ohne Zweifel einer der bedeutendsten literarischen Köpfe deutscher Herkunft und gehört in jedes literarische Bücherregal.

    Auch wenn der Ankauf derartiger Immobilien wohl kaum realistisch ist, kann ich kewils Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Ein wenig Wehmut angesichts einer derartigen Auslöschung von Vergangenheit und Kultur (auch wenn es nur Mosaiksteinchen sind) halte ich für angebracht.

  43. #34 Gutartiges Geschwulst (12. Mrz 2012 14:17)

    Stimmt, wenn es ums Abkassieren ging, betrachtete er den Kapitalismus recht versöhnlich.

    Machen das diese Salonkommunisten nicht alle so ?

    Wasser predigen, aber selber Wein saufen.

  44. Der deutsche Staat hat EBENSOWENIG Grienchenlandhilfen zu zahlen, als Haeuser in den USA zu kaeufen.

    BULLSHIT, wie will man je aus diesem Irrsinn des allumfassenden und alles wegbesteuernden Schnullerstaats raus, wenn jeder sein persoenliches Hobby zur Staatsaufgabe deklariert?
    Wenn die Bude abgerissen wird, was solls? Es kann sich ja gerne ein privater Verein fruenden, der die Bude kaeuft und unterhaelt. Aber ich will KEINEN EINZIGEN CENT meines hart erarbeiteten Geldes darin sehen. BASTA!

  45. #50 kantata

    Kannst Du lesen? Mit dem Haus für 10 Mio macht der Staat noch Gewinn, die Griechenlandhilfe für 130 MILLIARDEN ist zum Fenster raus. Sind hier nur noch Schwachsinnige?

    #54 Schaffer

    Und noch ein Doofkopp, der drei Häuser nicht auseinanderhalten kann. Analphabeten raus!

  46. #41 AtticusFinch (12. Mrz 2012 16:34)

    Nicht jeder muss sich für jeden Artikel interessieren!

    Aber offenbar fühlt sich jeder dazu animiert, breitzutreten, wenn er sich NICHT für einen Artikel interessiert.

    Das ist allerdings in den MSM nicht anders. In zwei Monaten ist mal wieder die Zeit des „Eurovision Song Contests“: tausende von deutschen MSM-Lesern werden nichts dringlicheres zu tun haben, als in den entsprechenden Kommentarbereichen zu posten, dass sie sich ja nun überhaupt nicht für dieses Thema interessieren…

  47. An alle diejenigen, die meinen, Brecht hätte die NPD gründen sollen:

    Wenn einen der Staat vertreibt, wenn er dir alles abnimmt und dich mit dem Leben bedroht, falls du zuhause bleibst, dann wirst du vermutlich dein Leben lang eine andere politische Richtung einschlagen als dieser Staat.

    Man kann es diesen Leuten nicht verdenken, dass sie links waren. Erst die heutigen Linken sind Blödmänner. Thomas Mann blieb übrigens konservativ.

    Man sollte sich auch in andere Zeiten und Menschen reindenken können und nicht bloss daherblubbern.

    Und was #2 Graue Eminenz bringt, ist ja wohl unter der Gürtellinie, jetzt müssen sich diese Leute auch noch entschuldigen, dass sie nicht im KZ gelandet sind!! Das ist ja infam!

    Im übrigen sind sie nicht im Kz gelandet, weil sie gleich anfangs 1933 geflohen sind und nicht abgewartet haben.

  48. @ 58 kewil

    Hätte nie gedacht, dass ich kewil so weit zustimmen kann. Respekt !

    Graue Eminenz ist ebenso grauenhaft wie sein Nick – wie immer:
    Die Emigranten, die dem Naziterror entflohen, waren zu einem großen Teil links. Links ist aber nicht gleich links. Eine ganze Reihe ehrenwerter Leute dabei – richtig, kewil.

    Wie dem auch sei – diese Emigranten – noch dazu pauschal – für die POLITICAL CORRECTNESS verantwortlich zu machen, die erst vor ca. 2 -3 Jahrzehnten in den USA aufkam,
    ist ein grandioses Eigentor. Zeigt die in ideologischer Verblödung gründende Ahnungslosigkeit dieses Volksgenossen.

  49. kewil (20:54):
    >>Und was #2 Graue Eminenz bringt, ist ja wohl unter der Gürtellinie, jetzt müssen sich diese Leute auch noch entschuldigen, dass sie nicht im KZ gelandet sind!!<<

    Bitte??!!??
    .
    Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass es diesen Leuten in den USA schon deswegen relativ gesehen nicht so schlecht gegangen ist – wie Sie schreiben – weil die Alternative für sie das KZ gewesen wäre.
    .
    Bevor Sie mir hier Infamie unterstellen, sollten Sie sich wenigstens mal die Mühe geben, das zu lesen, was ich geschrieben habe – werfen Sie doch Anderen genau so ein Verhalten vor: Wer im Glashaus sitzt, sollte besser im Keller schei*en!

    ______________
    >>Im übrigen sind sie nicht im Kz gelandet, weil sie gleich anfangs 1933 geflohen sind und nicht abgewartet haben.<<

    Eben!!!

    _________________
    🙄

  50. schmibrn!!!!! (bevor du kommentare abgibst, solltest du dich vorerst um deine allgemeinbildung kuemmern. die ist naemlich ziemlich armselig.

    die ganzen #beruehmten namen# inclusiv der frankfurter schule waren JUDEN, die eigentlich nicht verbrannt oder vergast werden wollten. deshalb sind sie in die usa gefluechtet, .. sie haben sehr unter heimweh gelitten, das ist alles bekannt.
    ausser den manns, allerdings war die frau von thomas mann auch juedin, und somit auch alle seine kinder, was unter hitler als halbjuden galt. also hatte auch er keine alternative…..

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