Protest gegen „Dona nobis pacem“-Aufführung

Protest gegen die Aufführung Dona nobis pacemAm Samstag fand in der Friedenskirche Ludwigsburg die Uraufführung der Komposition „Dona Nobis Pacem“ von Tilman Heiland statt, bei der Schüler u.a. die erste Sure des Koran, Verse 1-3, in Arabisch vortragen mussten (PI berichtete). Bereits eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung fand unter Polizeibewachung eine Mahnwache von Islamkritikern vor der Friedenskirche statt.

(Von Sabine, PI-Stuttgart)

Die Veranstaltung selber, auch wenn sie in einem prunkvollen Ambiente stattfand, war eher eine Mischung zwischen Mittelmäßigkeit und einer typisch schulischen Aufführung, bei der ein Großteil des Publikums die Verwandten – überwiegend die Großeltern oder auch die jüngeren Geschwister – der Akteure stellten.

Irgendwo schrie ein Baby in einem Kinderwagen auf, erschrocken vielleicht vom obligatorischen Paukenschlag des Schicksals, das auch in einer seichten multireligiösen Imitation eines Requiems nicht fehlen darf.

Die Veranstaltung wurde von dem Geschäftsführer-Pfarrer mit einer politischen Rede eröffnet. Nachdem er den Zuschauern die notwendigen Schuldgefühle wegen der beiden deutschen Weltkriege angedeihen ließ, wiederholte und beteuerte er eindringlich, dass es ihm und dem Komponisten Heiland ausschließlich um die Friedensstiftung ginge. Diese Absicht klang mächtig unehrlich, wenn man bedenkt, dass draußen die Polizei jene beschützen musste, die es wagten, diese Veranstaltung in Frage zu stellen.

Protest gegen die Aufführung Dona nobis pacem

Die musikalische Darbietung selber erinnerte stark an die Staatskunst des Dritten Reiches oder an die DDR-Kunst: Politisch subventioniert. Der Komponist gab sich Mühe, den Eindruck zu vermitteln, es handele sich um Kunst, was jedoch zu gekünstelt klang.

Man kam nicht um den Gedanken herum, dass der Einbau einer Koransure bitter nötig war, um durch diese Provokation mediale Aufmerksamkeit zu erlangen. Darum sorgte der Veranstalter möglicherweise selber für einen kleinen Wink, der rechtzeitig nach außen drang, dass in diesem Konzert die umstrittene Koransure in dieser Kirche uraufgeführt werden sollte.

Die besagte Koransure wurde tatsächlich von einem Kinderchor gesungen, nach den einfallslosesten Akkorden die man sich vorstellen kann, dem Koran und Mohammed würdig. Nicht nur die umstrittene Koransure, der einzig bemerkenswerte Teil der Darbietung, auch der Rest war ein Sammelsurium von Akkorden, die teilweise zu vertraut klangen, um die Beschreibung Uraufführung zu verdienen. Auch hatte das Ganze zu wenig mit einem Requiem zu tun. Der Komponist Heiland sollte sein Kunstwerk unbedingt in „Hymne an die multikulturalistische Ideologie“ umbenennen.

Medienberichte:

» Badische Zeitung: Multireligiöses Oratorium sorgt für Aufregung
» Stuttgarter Nachrichten: Chor aus Fellbach singt für Frieden