DLF: „Abdallah – Porträt eines Salafisten“

Wer regelmäßig morgens den Deutschlandfunk in Köln hört, wird nicht nur dieser Tage im Windschatten des Breivik-Prozesses mit so mancher bisweilen naiv unfreiwilliger Blüte „gut Wetter machens“ für den Islam belohnt. Nachdem vor einigen Tagen der DLF (Thomas Wagner) es sich nicht nehmen ließ, die Geert Wilders Partei mehrmals ausdrücklich als „rechtsextrem“ titulieren zu müssen – schwärmte heute Morgen ein Auslandskorrespondent des libyschen Frühlings, ein gewisser Martin Drum, doch allen Ernstes über seinen grundehrlichen, pazifistischen und Rockmusik liebenden Fahrer, dem allseits zum Ausfall (Gebete!) neigenden Salafisten Abdallah.

(Von luxlimbus)

Ein Mensch wie du und ich, der in seiner Liebe zu der Band Metallica, auf eine diesbezüglich günstige Weisung, eine Fatwa seines saudischen Scheichs per E-Mail hofft. Man sollte dem vom Willen Abdallahs zur Durchsetzung der Scharia und zur Hervorbringung alter Größe, sowie nichtsdestotrotz seiner pazifistischen Beteuerungen, so beeindruckte DLF-Korrespondenten, die Weisheit, dass der Köder nicht dem Angler, sondern dem Fisch schmecken muss, wohl aus Gründen des Selbstschutzes vorenthalten.

Jemand, der in Libyen der deutschen Bevölkerung das äußerst offensichtliche Trugbild einer demokratischen Revolutionsverheißung über nahezu ein Jahr hinweg brav verabreichte, kann selbst im Rückblick der Umstand, dass der Fahrer „zufällig“ Salafist gewesen sei, keinen Anlass zum Zweifel geben. Liegt wohl schon alles in Allahs Hand?!