EU-Griechen mit virtuellem Stromexport

Die Griechen wollen jetzt groß in die Solarenergie einsteigen, schließlich scheint dort der Sonnengott. 10.000 Helios-Megawatt sind avisiert, es winkt Zaster. Und es winken 60.000 Arbeitsplätze – wenn zum Beispiel neben jede Paneele eine Putzfrau gestellt wird. Und noch besser: Die Griechen können den neuen Strom gar nicht verbrauchen und möchten ihn zu neun Zehnteln exportieren. Das geht aber gar nicht, weil sie keine Leitungen haben. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. In der EU gibt es nämlich den „virtuellen Strom-Export“! Kein Witz! 

Der funktioniert so! Wenn wir zum Beispiel unsere Klimaziele verfehlen, weil im Rahmen der Energiewende zuviel Kohle verfeuert wird, kaufen wir virtuell griechischen Solarstrom und rechnen ihn in die deutsche Energiebilanz ein, auch wenn die Griechen ihre Kabel in den Boden oder die Ägäis stecken. Natürlich ist aber auch in diesem Fall der griechische Strom nicht umsonst. Wir glücklichen EUdSSR-Bürger sollen erstens Bau und Produktion subventionieren, gedacht ist an das deutsche System, und zweitens zahlen wir für jedes virtuelle Kilowatt den Griechen noch einmal.

Da vermutlich niemand die virtuelle Anlage genauer anschaut und den virtuellen Strom abliest, können die Griechen zum Besuch des EUdSSR-Kommissars auch bemalte Fensterscheiben an den nächsten Hügel kleben oder sonst ein Potemkinsches Dorf aufbauen und später die damit virtuell erzeugten und weitergeleiteten Strommengen per Handy ans Bundesfinanzministerium oder in die EZB melden, die dann die Überweisungen tätigt.

Die Hellenen sind schließlich nicht so dumm wie ich. Es ist mir nämlich immer noch nicht ganz klar, was in diesem Artikel steht. Können Sie mir vielleicht auf die Sprünge helfen?