Verblüffend, wie viele der Vokabeln, mit denen heute die Meinungsschlachten geschlagen werden, an Ketzerverfolgung und Religionskrieg erinnern, so etwa, wenn es über Kritiker des Kulturstaates heißt, sie „versündigten“ sich an ihm. Besonders interessant ist, was die Vorkämpfer für mehr Menschlichkeit ins Spiel bringen. Die „nackte Logik der Zahlen“ sei ohne Menschlichkeit, verkündete jüngst ein Autor der „Zeit“. Klar, wen er meint: Thilo Sarrazin, den wiederum Mely Kiyak in der „Frankfurter Rundschau“ und „Berliner Zeitung“ als „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“ bezeichnet hat. Der Artikel wurde erst online bereinigt, mittlerweile ist er ganz entfernt, eine halbherzige Entschuldigung der Autorin nachgereicht. Ist da doch jemandem aufgefallen, dass man so etwas nicht sagt?

Die Entmenschlichung des Gegners ist ein gutes Indiz für die Tödlichkeit des Konflikts. Denn wer den anderen zum Unmenschen oder Barbaren erklärt, trifft damit ja kein objektives Charakterurteil, sondern verkündet vor allem, wie er selbst mit solchen Kreaturen umzugehen gedenkt: barbarisch eben. Damit ist die niedrigste Stufe des menschlichen Umgangs erreicht und die höchste Stufe des Konflikts. Das ist dann kein Streit mehr. Das drückt Vernichtungswillen aus. Es unterstellt, der Gegner habe weder das Recht noch ein Argument auf seiner Seite. Er hat den falschen Glauben und selbst konvertieren hilft ihm nicht mehr.

(Dieser Auszug, in dem es um die abartige Diskussionskultur im Lande geht, steht mitten in einem sehr guten Artikel von Cora Stephan, hier ist der ganze! Übrigens sind alle Texte und Bücher von Cora Stephan sehr gut!)

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38 KOMMENTARE

  1. Den von C. Stephan beschriebenen Umgang der Linken mit dem Träger andrer Meinung kann ich nur bestätigen. Vor mehreren JAH-ren schon fiel mir auf, dass die Linken stets glauben, qua Polithaltung die besseren Menschen zu sein und alle Andern daher verurteilen- und vernichtenzudürfen. Der Grund: Wer Träger einer angeblich menschenfeindlichen Meinung ist, hat, nach ihrer Auffassung, kein Lebensrecht.

  2. Eine wunderbarer Artikel von Frau Stephan, der den Politikern und den diskussionsunwilligen Gutmenschen an die Stirn genagelt gehört .

  3. Ich habe etwas für euch:

    „Die Tat, die selbst die hartgesottenen Bundespolizisten schockierte, ereignete sich am helllichten Tag mitten im Mönchengladbacher Hauptbahnhof. (…) Laut Polizei hatte der 15-Jährige die 39-jährige Kölnerin ohne Vorwarnung mit der Faust ins Gesicht geschlagen, nachdem sie ihm den ihr vor die Füße gerollten Ball mit der Bitte wiedergegeben hatte, doch lieber draußen statt in der Bahnhofshalle weiter zu kicken. (…) Die Polizei fahndet nun weiter nach den beiden anderen Jugendlichen, die ebenfalls südländischer Herkunft sein sollen.“

    http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/nachrichten/taeter-ist-polizei-kein-unbekannter-1.2848611

    Da bin ich ja echt beruhigt, dass die Polizei den „armen“ Jungen laufen lässt…

  4. Willkommen im Islam!

    Dort sind „Ungläubige“ auch keine Menschen.

    „Ein Moslem kann keinen Völkermord begehen.“
    R. T. Erdogan

  5. @ #5 Hokkaido (29. Mai 2012 11:51)

    Nicht die Polizei hat den „Jungen“ laufen lassen, sondern der Staatsanwalt hat das verfügt!

  6. Die Diskussionskultur ist wirklich heruntergekommen.
    Es gibt ein paar Standardfloskeln, mit denen Versucht werden soll, Andersdenkende als Unperson hinzustellen.

    Dazu gehören „du willst ja nur provozieren“ (hauptsächlich und erstmalig auf Sarrazin angewandt. Was heißt denn provozieren? Jemanden absichtlich so reizen, dass er das Recht hat, zu schlagen oder zu beleidigen).

    In fast jedem Zeitungsartikel über Sarrazin liest man, „der Provokateur“ oder „Ihre provokanten Thesen, Herr Sarrazin“. Hallo, wacht mal auf, diese Unterstellung soll doch nur bewirken, dass wir nicht mehr über die Sache diskutieren können und die Person Sarrazin als nicht ernstzunehmend wahrgenommen wird.

    Eine andere Standardfloskel ist „Studien haben aber eindeutig belegt…“. Auch wenn sie jeder persönlichen Erfahrung zutiefst widersprechen und es zahlreiche Gegenstudien gibt.

    Worüber ich mich empört habe, waren z. B. diese drei Beispiele:
    Als Sarrazin nach seinem ersten Sachbuch zu Beckmann eingeladen wurde und die Künast tatsächlich meinte, durch die Ausländer in Deutschland können wir ja auch ins italienische Restaurant gehen. Das tun wir doch alle so gerne, hm?

    Für wie blöd hält die uns Deutschen eigentlich? Als ob das Mögen der Diversität von Speiseplänen über die Tatsache hinwegtäuschen kann, dass wir durch jahrzehntelange ungefilterte und illegale Einwanderung in unser Land eine massive Einschränkung unserer Lebensqualität hinnehmen mussten.

    Ist die Behauptung noch modern, wir hätten die Türken damals GEHOLT und deshalb sind wir jetzt verantwortlich, dass es ihnen gutgehen muss in Deutschland?
    Geholt. Als ob die ersten sogenannten türkischen Gastarbeiter gezwungen wurden. Die haben sich hier eine goldene Nase verdienen dürfen. In ihrem Land hatten sie keine Perspektive.
    Ausnahmslos alle Türken der ersten Generation haben durch Anlagen in der Heimat Türkei bis zur 3. Generation ausgesorgt.

    Dann fand ich es schlimm, dass das öffentlich-rechtliche durch Pflichtgebühren finanzierte ZDF Eva Herman öffentlich aus einer Diskussionsrunde herauswarf. Da bin ich – abgesehen von dem Inhalt – richtig aufgewacht. Ich fühlte mich total entmündigt.

    Kürzlich konnte ich es kaum fassen, dass der Steinbrück Sarrazins finanzielle Analysen als „Bullshit“ bezeichnet hat.

    Für wie blöd halten die uns eigentlich?

    Und ansonsten finde ich den Versuch der Bestimmung über unseren Sprachgebrauch übergriffig. Für mich sind Menschen, die daran glauben, dass es einen in der Wüste aufgetauchte Gott namens Allah gibt und ein ca. um 620 geborener Angriffskrieger namens Mohammed das einzige und ewig gültige Wort dieses Allahs zu Papier brachte, schlichtweg Mohammedaner.
    Sie selber bezeichnen sich ja arabischsprachig als „Muslime“, übersetzt Gehorsame. Und die Deutschen in Deutschland nennen sie auch fast alle so. Mit solchen Zugeständnissen wider die eigene Meinung, muss man sein eigenes, vernünftiges Denken verleugnen und merkt es noch nicht mal.
    Bin gespannt, wann man lesen kann, dass wir Nichtmohammedaner „Kuffar“ sind.
    Das ist doch das Gleiche wie Muslime sagen.

    Die Diskussionskultur ist nicht nur in TV-Runden verkommen, auch im privaten und beruflichen Umfeld scheint es Mode zu sein, sich zu erlauben, in Teilen Andersdenkende zu beleidigen und als minderwertige Person abzustempeln.
    Ich hoffe, dieser Trend vergeht wieder und die Vernunft zieht wieder ein.

  7. #8 Wilhelmine (29. Mai 2012 12:27)

    Die Staatsanwaltschaft hat verfügt, dass die Polizei ihn wieder laufen lässt. Besser so? Und:

    Das ist nun wirklich ein Nebenaspekt!

    (Dürfen die den eigentlich erst einmal 24 h festhalten?)

  8. Passend dazu:
    http://www.querblog.com/2012/05/fremdenfeindlichkeit-die-rheinische-post-kampft-mit-ihren-agbs/#comment-32676

    Mal sehen ob mein Kommentar freigeschaltet wird:

    cyberjoker meint:
    29. Mai 2012 bei 12:46

    Dein Kommentar befindet sich in der Moderationsschleife. Danke für dein Verständnis.

    Und wieder einmal das übliche:

    ein Kommentator bringt Argumente und die Reaktion:

    “Aber darum geht es ja nicht”
    “Und deshalb interessiert mich keine (da fehlt ein “r”, Herr Journalist) ihrer Rechtfertigungsversuche.”
    “Ich habe Ihnen schon viel zu viel Aufmerksamkeitgeschenkt.”

    Ich verstehe das so:
    Keine Kritik an Fremden äußern, auch wenn sie gerechtfertigt ist. Das traut sich Herr Schulte nicht, man könnte ja angreifbar werden. Warum? Weil die Wahrheit nicht gewollt ist!?

    Und was bedeutet “Mit demokratische Gruß”?
    Sprechen Sie dem Kommentator Bremer ab ein Demokrat zu sein?
    Das ist meiner Meinung nach schon die este Vorstufe zur besagten Aussage Menschenkarrikatur und zeigt die Überheblichkeit der schreibenden Zunft, die den Erziehungsauftrag ungefragt übernommen und pervertiert hat.
    Komen Sie bitte mal runter von Ihrem Elfenbeinturm, schnuppern Sie mal an der Realität!

    Mit konservativem, demokratisch freiheitlichen Grüßen aus Neuss

  9. Zitat
    „Die Entmenschlichung des Gegners ist ein gutes Indiz für die Tödlichkeit des Konflikts. Denn wer den anderen zum Unmenschen oder Barbaren erklärt, trifft damit ja kein objektives Charakterurteil, sondern verkündet vor allem, wie er selbst mit solchen Kreaturen umzugehen gedenkt: barbarisch eben. Damit ist die niedrigste Stufe des menschlichen Umgangs erreicht und die höchste Stufe des Konflikts. Das ist dann kein Streit mehr. Das drückt Vernichtungswillen aus.“

    Stimmt! Und diese Saat der ständigen Hetze (von linken Autochtohnen und eingewanderterten national-religösen Integrationsverweigeren) gegen die autochthohnen (nord/west) europäischen Völker und deren Kultur/Glauben geht auf.

    Frankreich:

    islamische Maghrebiner steinigen Christen während der Pfingstmesse

    „Vespermesse am Samstag vor Pfingsten: kaum hatte Abt Roger Barthès die Messfeier begonnen, da stürmten vier Jugendliche im Alter von 14 bis 18 die Kirche St. Joseph, unterbrachen das Hochamt, warfen mehrere Hände voll Steine auf die etwa 150 anwesenden Gläubigen und gaben letztendlich Fersengeld. “

    http://sosheimat.wordpress.com/2012/05/29/frankreich-maghrebiner-steinigen-die-glaubigen-wahrend-der-pfingstmesse/

  10. Hat jemand ein gutes Argument, wenn mir mal jemand befehlen will, Muslime statt Mohammedaner zu sagen?

    Ich würde dann erwidern: „Ich sage, was ich will.“
    Oder: „Ich rede in meiner Sprache und da heißt das so. Ich verwende nicht die Selbstbezeichnung. Ich nenne mich ja auch nicht Kuffar.“

    Hat jemand ein gutes Argument, wenn jemand mir mal sagen sollte: „Das sagt man aber heute so, also sag das bitte auch so.“ Ich wüsste nicht, was ich dann Gutes entgegnen könnte.
    Es gibt ja noch mehr Beispiele, wo man zum bestimmten Sprachgebrauch gezwungen werden soll, Taube soll man Gehörlose nennen, Blinde visuell Herausgeforderte usw.

    Also, was kann man noch dagegen halten?

  11. #14 BePe

    oh man, habe heute echt einen Knoten in den Fingern. Soll natürlich „autochthonen“ heißen. 😉

  12. Hier in Europa, insbesondere in Deutschland überhaupt noch das Wort „Kultur“ auszusprechen, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die es bis in die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts geschafft haben, tatsächlich eine Gesprächs, Streit usw. „Kultur“ zu leben, ohne Richter oder Bestattungsinstitute mit der Beseitigung des „kulturellen Anspruchs“ zu beschäftigen.

    Was guckst du? Isch mach disch platt! … sind noch der harmlosere Teil unserer „neuen Kultur“.

    Von der wahrhaft schmerzlichen und oftmals tötlichen „Kultur“, der wir uns immer mehr ausgesetzt sehen, darf derjenige, der noch mit Kultur aufgewachsen ist, nicht reden, weil darüber reden ist voll Nazi.

    Nurr wer ohne Kultur in dieser neuen Welt aufwächst, kann auf Dauer in dieser Welt bestehen. Ich bin Gott so unendlich dankbar dafür, daß er das Altern und den Tod in seine Schöpfungsgeschiichte mit eingeplant hat. … Anders könnte ich den „neuen Kulturbegriff“ nicht ertragen.

  13. #15 Bundes_Feministerin

    Klick hier:

    Warum wir Mohammedaner sagen.

    „Mohammedaner“ – ein völlig korrekter Begriff

    „Dumm für diese kulturimperialistischen Sprachregelungsfaschisten ist nur, daß die Bezeichnung „Mohammedaner“ sprachlich logisch und philologisch korrekt ist. “

    http://www.onlinezeitung24.de/article/3174

    Es ist so ähnlich wie bei den deutschen Städtenamen der alten ost-deutschen Städte Breslau, Stettin, Danzig usw.. Da wollten die linken Sprachregelungsfaschisten uns Deutschen auch die heutigen polnischen Bezeichnungen aufzwingen.

  14. Die Argumente kenne ich ja, BePe. Aber du weißt doch sicherlich auch, wie schwierig es ist, bei den Linken sachlich zu argumentieren.
    Die lassen doch längere Erklärungen gar nicht zu und wenn sie noch so richtig sind.

    Steht ja auch in dem obigen Artikel. Dann sind die Leute beleidigt und kommen mit ihren Gefühlen.
    Was ist mit MEINEN Gefühlen?

    Ich habe mir in letzter Zeit oft anhören müssen, man soll aus Rücksichtnahme und damit sie nicht traurig sind, Zugeständnisse an seine Vernunft machen.

    Ich will das nicht, weil ich dann nämlich selber traurig werde und ich das vorgeben von verletzten Gefühlen nicht akzeptieren möchte.

    Ich finde das auch so komisch, dass man nicht mehr Eskimo sagen soll, weil es eine Beleidigung ist und übersetzt „Fleischfresser“ hieße.
    Wer kann dann schon Eskomonisch? Und wer weiß schon, dass das Fleischfresser heißen soll.

    Sagt man beim Kanufahren jetzt auch schon Inuitrolle?

  15. Die dahinterstehende Logik hat Baudrillard treffend analysiert:

    Seitdem die Wilden die einzelnen Mitglieder ihres Stammes als „Menschen“ bezeichneten, ist die Definition des „Menschlichen“ beträchtlich erweitert worden: sie ist ein universeller Begriff geworden. (…) Heute sind alle Menschen Menschen. Diese Universalität begründet sich allein durch Tautologie und Verdopplung: eben dadurch gewinnt das „Menschliche“ die Kraft eines moralischen Gesetzes und eines Prinzips der Aussonderung. Denn das „Menschliche“ ist von Anfang an Setzung seines strukturalen Doubles: Setzung des Unmenschlichen. Es selbst ist sogar nichts anderes, und die Fortschritte der Menschheit und der Kultur sind eine einzige Kette von aufeinanderfolgenden Diskriminierungen, welche die „Anderen“ mit dem Charakter von Unmenschlichkeit, also Nichtigkeit, belegen. Für die Wilden, die sich „Menschen“ nennen, sind die Anderen noch etwas anderes. Für uns, unter dem Begriff des Menschlichen als universellem Begriff, sind die Anderen dagegen nichts. (…) WIR beschränken uns auf eine Sonderstellung im Universum und einen allgemeinen abstrakten Wert, dessen Äquivalent die Gattung bildet, durch Ausschliessung alles Übrigen. Auf eine gewisse Weise hat sich also die Definition des Menschlichen im Laufe der Entwicklung der Kultur unerbittlich verengt: jeder „objektive“ Fortschritt der Zivilisation hin zum Universellen entsprach einer immer stärkeren Diskriminierung, bis zu dem Punkt, dass man eine Zeit der endgültigen Universalität des Menschen vorhersehen kann, welche mit der Exkommunikation aller Menschen zusammenfallen wird – in der Leere erstrahlt dann nichts als die Reinheit des Begriffs.

  16. #15 Bundes_Feministerin (29. Mai 2012 12:53)

    Man nennt Mohammedaner Mohammedaner, weil diese Menschen Anhänger Mohammeds und der Lehren Mohammeds sind.

    SO EINFACH ist das.

  17. #20 Bundes_Feministerin

    Aber du weißt doch sicherlich auch, wie schwierig es ist, bei den Linken sachlich zu argumentieren.“

    Komplett zugenagelte Linke kannst du mit Argumenten nicht überzeugen. Ich sachs mal so, wenn ein ideologisch komplett verblödeter Linker daran glaubt das 2+2=5 ist, kannst du ihn mit keinem mathematischen Beweis davon überzeugen das 2+2=4 ist.

    Wenn Linke dann nicht mehr weiter wissen, wenden sie folgende linke Diskussionsstrategie an:

    1. Reagiere empört. Beharre darauf, dass dein Gegner eine angesehene Gruppe oder Person angreift. Vermeide die Diskussion der Tatsachen und dränge den Gegner in die Defensive. Dies nennt man auch das “Wie kannst du es wagen-Manöver“.

    2.Denunziere den Gegner als Verbreiter von Gerüchten, ganz egal welche Beweise er liefert. Falls der Gegner lnternet-Quellen angibt, verwende diesen Fakt gegen ihn (unseriös, Verschwörung). Beharre darauf, dass die Mainstream-Medien einzig und allein glaubwürdig sind, dessen ungeachtet, dass wenige Superkonzerne den Medien-Markt dominieren.

    3. Missinterpretierte den Gegner: Unterstellte ihm eine Position, die sich dann leicht attackieren lässt.

    4.Setze den Gegner mit inakzeptablen Gruppen gleich: Spinner, Terroristen, Rechtsradikale, Rassisten, paranoide Verschwörungstheoretiker, religiöse und sonstige Fanatiker usw. Lenke damit von einer Diskussion der Tatsachen ab.

    5. Stelle die Motive des Gegners in Frage. Verdrehe oder übertreibe jeden Fakt, um den Gegner aussehen zu lassen, als wäre er von persönlichen Vorteilen motiviert.

    6. Stelle dich blöd. Ganz egal welche Beweise und logische Argumente durch den Gegner vorgelegt werden, vermeide grundsätzlich jede Diskussion mit der Begründung, die Argumentation des Gegners ergibt keinen Sinn, enthält keine Beweise und ist fernab der Logik.

    7. Erkläre, die Position des Gegners sei ein alter Hut, schon tausendmal durchgekaut und daher nicht der Diskussion wert.

    8. Erkläre, das Inredestehende sei zu komplex, um jemals die Wahrheit herausfinden zu können.

    9. Selektiere: Suche nur Tatsachen, die deine von Beginn an festgelegte Position unterstützen, und ignoriere alle Tatsachen, die ihr widersprechen.

    10. Setze gesellschaftliche Position mit Glaubwürdigkeit gleich: “Wer bist du schon dass du diesem Politiker/Wirtschaftsfachmann/wem auch immer so etwas unterstellen kannst?“

    11. Verlange, dass dein Gegner alles erklärt. Bestehe auf unmöglichen Beweisen. Werte jede offene Frage als argumentative Bankrotterklärung.

    12. Provoziere deinen Gegner, bis er emotionale Reaktionen zeigt. Daraufhin wird er abqualifiziert, weil er keine Kritik verträgt.

    13. Erkläre pauschal große Verschwörungen als unmöglich durchführbar, da viel zu viele Menschen daran beteiligt sein müssten und die Sache ausplaudern könnten. Ignoriere den Fakt, dass bei einer großen illegalen Operation die einzelnen ausführenden Abteilungen voneinander abgeschottet sind und nur soviel wissen, wie sie für die Ausführung ihres Teils der Operation benötigen. Ignoriere den Fakt, dass eine strenge Hierarchie besteht, jeder nur seinen Befehlen folgt und keine unbequemen Fragen stellen darf.

    14. Wenn der Gegner sich nicht durch die genannten Taktiken klein kriegen lässt, fahre einfach solange fort, bis der Gegner ermüdet und sich aus Frustration zurückzieht.

    15. Finde rhetorische Fehler und unterstelle dem Gegner, sich mangels Sachkenntnis nicht einmal klar ausdrücken zu können.
    http://www.wahrheiten.org/blog/2009/01/26/bloss-keine-diskussion-um-fakten-15-regeln-fuer-wirksame-propaganda/

  18. #20 Bundes_Feministerin

    „Steht ja auch in dem obigen Artikel. Dann sind die Leute beleidigt und kommen mit ihren Gefühlen.
    Was ist mit MEINEN Gefühlen?

    Ich habe mir in letzter Zeit oft anhören müssen, man soll aus Rücksichtnahme und damit sie nicht traurig sind, Zugeständnisse an seine Vernunft machen.“

    und, hast du es bemerkt? Was du da schilderst ist Punkt 1. u. 3. der linken Diskussionsstrategie!

  19. Kluger Kommentar von Cora Stephan . Wenn man den “ Gegner “ nicht physisch vernichten kann , dann muß er zumindest existenziell vernichtet werden . Das ist Stalinismus in der ( Noch ) Softform . Wer hätte sich das vor zwanzig Jahren träumen lassen das wir eine Gesellschaft erleben , die sich noch ihrer Humanität rühmt , ihre “ Gegner “ oder Widerspruchleistenden nicht umbringen zu lassen sondern nur zu kriminalisieren . Wo bleibt denn der freiheitsliebende Pfaffe Gauck mit seinem Protest ? Wo bleiben die Vertreter der schreibenden Zunft , unsere hauptberuflichen Gesinnungsschnüffler die stets zur Stelle sind und sich empören , wenn ein hochkrimineller Türke abgeschoben werden soll .

  20. A gell, so san’s halt.

    Die bösen Leser zwingen sie dazu, konformistisch nicht über Sarrazin herzuziehen, und zu kritisieren, was ein Journalist, der nur seinem Gewissen folgen würde, kritisieren müßte.

    I was für an Land leben wir bloß?

    Die Menschen sagen den Journalisten, was sie von ihnen halten, und die Journalisten, müssen sich das auch noch anhören?!?!?!?

    A geht’s scho!

  21. Stimmt, Punkt 1 und 3. Bin ich drauf reingefallen.

    Punkt 6 finde ich auch besonders gemein. Ich dachte immer, das wäre wirklich so.
    Punkt 6 kann man eigentlich enttarnen, wenn man sich das Haus und das Auto dieser Linken anschaut.

  22. #25 Ein Fremder aus Elea

    da wundert es nicht mehr, dass die HerrenFrauchen Journalisten im 3. Reich und der DDR so gut dunktioniert haben. Sie durften ihre Meinung schreiben, ohne lästige Kritik von den Lesern anhören zu müssen. Damit dürfte klar sein, welche Staatsform unsere durchweg linken Journalisten bevorzugen.

  23. @ #15 Bundes_Feministerin (29. Mai 2012 12:53)

    Am einfachsten geht es bei Frauen, die sich als „Muslima“ bezeichnen.
    Diese Bezeichnung gibt es in der deutschen Sprache nicht. Schon mal von einer Juda, Christa oder Hinda gehört?

  24. #27 Bundes_Feministerin

    die haben dir so massive Schuldgefühle eingeredet, darauf darf man gar nicht erst eingehen. Wir leben in Deutschland, und der Mohammedaner muß sich halt vorher überlegen wohin er auswanderet, und wenn er hier herkommt muß er Deutschland so akzeptieren wie es ist. Ich sage ja auch immer noch Negerkuß, die blöden politisch-korrekten Gesichtsausdrücke sind immer lustig anzusehen. Ist übrigens auch dasselbe wie bei den alten Ost-Deutschen Städtenamen wie Breslau, Stettin usw., da kamen die Linken mit der selben Masche. In Deutschland habe ich z.B. nie Wroclaw gesagt, immer nur Breslau, auch nicht wenn ich mich in Deutschland mit einem Polen unterhalten habe. Und ich hatte noch nie Probleme mit einem Polen deswegen.

  25. #13 cyberjoker (29. Mai 2012 12:49)

    Die RP-Online-Redaktion gehört zu den orthodoxen Linksgrün-Gutmensch_Innen der deutschen Presselandschaft. Da wird dann auch mal politisch-vollkorrekt mit dem „Migazin“ verlinkt, wenn von einer Pro-NRW-Demo berichtet wird…

  26. #15 Bundes_Feministerin (29. Mai 2012 12:53)

    Hat jemand ein gutes Argument, wenn mir mal jemand befehlen will, Muslime statt Mohammedaner zu sagen?

    Ich würde dann erwidern: “Ich sage, was ich will.”
    Oder: “Ich rede in meiner Sprache und da heißt das so. Ich verwende nicht die Selbstbezeichnung. Ich nenne mich ja auch nicht Kuffar.”

    Hat jemand ein gutes Argument, wenn jemand mir mal sagen sollte: “Das sagt man aber heute so, also sag das bitte auch so.” Ich wüsste nicht, was ich dann Gutes entgegnen könnte.
    Es gibt ja noch mehr Beispiele, wo man zum bestimmten Sprachgebrauch gezwungen werden soll, Taube soll man Gehörlose nennen, Blinde visuell Herausgeforderte usw.

    Also, was kann man noch dagegen halten?

    Argumente:

    – Unterhalten wir uns auf Deutsch oder auf Arabisch (muslum ist ein arabisches Wort)?
    – Bist Du für eine klare, bezeichnende Sprache, oder für inhaltlose Worthülsen?
    – Sagst Du Deinem Kind: „Der Milchbrei ist lecker, und die Orangenscheibe darauf noch leckerer.“ oder „Die Pampe aus Lait und gekochtem Tsching ist lecker, und die Naranjascheibe darauf noch más saborosa.“, nur weil die Milch aus Frankreich, der Reis aus Asien und die Orange aus Spanien kommen?

  27. Fast alles, was sich heute in den Gazetten und im TV Diskussion nennt, ist nur mehr eine Irreführung.
    Das Ziel der Diskussion steht meist vorher fest. Es gilt nur mehr, sie so zu steuern, dass sie am Ende zum vorher bestimmten Ergebnis führt.
    Wir haben Plappershows bis zum Abwinken. Der Normalbürger kommt jedoch darin nicht vor. Eine abgehobene Elite spielt sich die Bälle selbst zu.
    Im Bayern TV Regional gab es mal eine Sendung mit Titel : “ Jetzt rede i „. Es war die einzige, bei der der sog. Mann von der Strasse unzensiert zu Wort kam.

  28. Ein ganz besonderes Kündigungsschreiben an die Frankfurter Rundschau:

    http://freie-waehler-frankfurt.de/artikel/index.php?id=320

    Abschied eines Zeitungslesers
    FRANKFURTER RUNDSCHAU ade!

    Mit den zutiefst menschenverachtenden Ausfälligkeiten der Kolumnistin Mely Kiyak gegen Thilo Sarrazin hat kürzlich das Niveau der einstmals angesehenen linksliberalen Tageszeitung „FRANKFURTER RUNDSCHAU“ (FR) einen neuen, nur noch schwer zu unterbietenden Tiefpunkt erreicht…

  29. Nun ich bin mal ganz „in„: Ich sage „Moham„.
    Das ist kurz, und was kurz ist und Zeit spart ist „in„.
    Und vor allem es ist „selbstbestimmt„. Und es zeugt von „Freiheit„.
    Nieder mit der „Apartheid„: „Gläubige“ und „Ungläubige„, „Mann“ und „Frau„;

    Karl Marx über den Islam

    Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist ‘harby’, d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.

    „Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure über die Kriegsbeute.
    Eine Sure über den Frieden gibt es nicht.

    Der Dschihad und das Töten sind das Haupt des Islam.
    Wer sie herausnimmt, der schneidet dem Islam das Haupt ab.“

    Scheich Omar Abdel Rahman, Professor für Koraninterpretation
    an der Al-Azhar Universität in Kairo

  30. #15 Bundes_Feministerin (29. Mai 2012 12:53)

    Hat jemand ein gutes Argument, wenn jemand mir mal sagen sollte: “Das sagt man aber heute so, also sag das bitte auch so.” Ich wüsste nicht, was ich dann Gutes entgegnen könnte.

    Vorausgesetzt, derjenige hat keine Macht über mich, würde ich schulterzuckend antworten:

    „Wenn Sie unbedingt so sprechen wollen, wie „man“ spricht – bitteschön. Ich sage, was ich persönlich meine.“

    Solchen Kollektivdenke-Blockwarten muss man ihre geistige Lemminghaftigkeit vor Augen führen.

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