Die Sommerferien 2012 stehen bevor. Die Bundesländer Brandenburg und Hamburg starten am 21.06.2012 als Erste in die großen Ferien, die anderen Bundesländer folgen.

(Von Ferienflieger)

Für viele bedeuten die Sommerferien die schönsten Wochen des Jahres: Urlaub. Ob TUI „Zeit für neue Ziele“, Neckermann „Günstig in die Sonne“ oder Thomas Cook „Wir lieben Urlaub“, das Angebot ist riesig. In zahlreichen Familien werden, soweit noch nicht gebucht, eifrig Urlaubskataloge gewälzt und die Internet-Auftritte der Reiseveranstalter studiert. Wohin soll die Reise in diesem Jahr gehen? In die teuren Süd-Länder des EURO? Oder in die preisgünstigen Länder des „arabischen Frühlings“, die den EURO (noch) nicht haben?

Schenkt man unseren linken Medien und Politikern Glauben, die seit vielen Monaten den „arabischen Frühling“ bejubeln und begeistert von Reformprozessen, Frieden, Freiheit und Demokratie in diesen Ländern berichten, so scheint die Entscheidung alternativlos und klar. Der „arabische Frühling“ – immer eine Reise wert? Während man hingegen über das Urlaubsland Griechenland hier und da durchaus Bedenkliches hört …

Werfen wir – bevor wir in das Reisebüro stürmen – einen kurzen Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, Stand 29.05.2012. Beginnen wir mit Algerien, Libyen und Tunesien, alles Länder des „arabischen Frühlings“:

Dringende Sicherheitshinweise – Gefahr von Entführungen und Anschlägen. In den nordafrikanischen (…) Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung.

Kinder, Kinder, wer schreibt denn sowas? Liest der Verfasser etwa unsere linken Qualitätsmedien nicht? Das klingt jetzt wirklich nicht so sehr einladend. Hat die NATO denn nicht erst kürzlich mit monatelangen Bombardierungen die Bösen besiegt, den Guten an die Macht verholfen und für Frieden, Freiheit und Demokratie in Libyen gesorgt? Stattdessen das:

Libyen. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Libyen. Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Bewaffnete Auseinandersetzungen finden vereinzelt weiterhin statt und sind jederzeit möglich.

Besondere Zollvorschriften und strafrechtliche Bestimmungen: Dem Auswärtigen Amt liegen noch keine Erkenntnisse vor, wie die libysche Übergangsregierung in dieser Angelegenheit verfahren wird. Bisher galten die folgenden Bestimmungen:

Die Einfuhr von Propagandamaterial (Zeitschriften) ist verboten. Ehebruch, außerehelicher Geschlechtsverkehr und Homosexualität sind in Libyen strafbar.

Für das Einfuhrverbot von „Propagandamaterial“, mit dem vor allem linke deutsche Medien wie die DUMONT-Presse gemeint sein dürften, werden viele noch Verständnis zeigen. Aber sonst? Das soll Demokratie und Freiheit sein?

Und Tunesien? Hatte nicht erst im April 2012 Claudia Roth zu Urlaubsreisen nach Tunesien aufgerufen? Sollte Claudia Roth sich ausnahmsweise geirrt haben?

Bleibt noch das bevölkerungsreichste Land des „arabischen Frühlings“, Ägypten:

Reisen nach Ägypten sollten bis auf weiteres auf den Großraum Kairo, Alexandria, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden. Von Reisen in die übrigen Landesteile wird aufgrund der nach wie vor unübersichtlichen und unsteten Sicherheitslage weiterhin abgeraten.

Auf dem Sinai und im ägyptisch-israelischen sowie im ägyptisch-libyschen Grenzgebiet ist besondere Vorsicht geboten. Anfang des Jahres kam es im Sinai zu vereinzelten, kurzfristigen Entführungen / Geiselnahmen.

Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden (…). Dies gilt insbesondere im Lichte der anstehenden Präsidentschaftswahlen.

Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.

Der Leser reibt sich verwundert die Augen angesichts der vielfach völlig anders lautenden Berichterstattung in den linken Medien.

Verhaltensregeln: Gastfreundschaft hat in Ägypten einen hohen Stellenwert. Zugleich ist es aber selbstverständlich und wird von allen Gästen des Landes erwartet, dass sie sich den Verhaltensregeln eines islamisch geprägten Landes anpassen und diese respektieren. Die Rücksichtnahme auf die Moralvorstellungen einer islamisch geprägten Gesellschaft beim Aufenthalt in Ägypten ist ein allgemein geltendes Gebot der Achtung, Höflichkeit und des gesunden Menschenverstandes.

Die im letzten Absatz geäußerte Bitte ist doch eine Selbstverständlichkeit, gewissermaßen Ehrensache. Höflichkeit gegen Höflichkeit. Schließlich erwarten wir von den muslimischen Einwanderern ebenfalls, dass sie sich den Regeln unseres christlich-jüdisch geprägten Landes anpassen …

Anders als in Deutschland sind in Ägypten Prostitution und Ehebruch strafbar. Darüber hinaus bestehen weit gefasste Tatbestände zum Schutz der Moral oder Religion, nach denen auch Homosexualität geahndet werden kann, zumal wenn sie offen gezeigt wird.

Das klingt zwar noch nicht so recht nach Demokratie und Freiheit. Aber keine Sorge, man ist auf dem richtigen Weg. Bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen hat der Kandidat der „gemäßigten Islamisten“ – bei Rückfragen oder Verständnisproblemen wenden Sie sich bitte an unsere linken Medien – gute Chancen, das Zepter zu übernehmen und endlich die Demokratie in Kraft zu setzen. Wenn man heute bucht, hat man gute Chancen, dass bei Reiseantritt bereits die Demokratie in Ägypten ausgebrochen ist.

Und außerdem: Deutsche Touristen sind in Ägypten beliebt und der Tourismus trägt zur Annäherung der Kulturen bei, das weiß schließlich jedes Kind, oder etwa nicht?

Wenn da nicht diese neue, politisch völlig unkorrekte Studie der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven wäre …

Welt online vom 25.05.2012:

„Wir waren überrascht, wie negativ europäische Touristen in Ägypten wahrgenommen werden“, sagte Prof. Torsten Kirstges, einer der beiden Autoren der Studie. „Dabei gibt es in dem Land schon seit Jahrzehnten Tourismus in großem Stil.“

Auf die Frage, ob sie die europäische Kultur respektieren, antworteten 67 Prozent der ägyptischen Befragten mit „Nein“.
Respekt gegenüber europäischen Frauen zu haben, bejahten nur 25 Prozent, dagegen antworteten 53 Prozent mit „Nein“ und 15 Prozent mit „eher nicht“. Und 62 Prozent waren der Ansicht, europäische Frauen kleideten sich zu freizügig. „Es wird offenbar von vielen nicht akzeptiert, dass Frauen in der europäischen Kultur eine andere Rolle haben.“

Der Aussage, der Massentourismus fördere die Prostitution in Ägypten, stimmten 60 Prozent zu. Und sogar 65 Prozent der Befragten waren für schärfere gesetzliche Regelungen, etwa zum Verbot von Alkohol. Dagegen fanden nur 26 Prozent, Ägypten solle sich stärker an der westlichen Welt orientieren.

„Wir waren schon leicht geschockt über diese großen Diskrepanzen“, sagte Kirstges. Die erhoffte Wirkung von Tourismus, zum gegenseitigen Verständnis von Kulturen beizutragen, habe es in Ägypten offenbar nicht gegeben.

Also wirklich! Das klingt doch sehr nach der üblichen Propaganda von Rechtspopulisten. Offenbar haben die linken, pro-islamischen Kräfte des Establishments dieses Institut bislang noch nicht unterwandert und politisch korrekt getrimmt. Höchste Eisenbahn, in dieser Hochschule endlich den Kampf gegen Rechts zu starten!

So, können wir jetzt endlich zur Buchung ins Reisebüro? Einen Moment bitte noch. Wer sich gleichwohl für einen Urlaub in den Ländern des „arabischen Frühlings“ entscheidet, möge bitte noch überlegen, ob er mit dem Flieger oder mit dem Schiff reist.

Im Internet-Blog Zukunftskinder 2.0 heißt es am 29.05.2012:

Bild.de meldet: Kurz vor der Urlaubszeit wächst die Angst vor Anschlägen auf zivile Passagierjets mit Boden-Luft-Raketen. „Nach dem Umbruch in der arabischen Welt sind moderne Waffen für Terroristen leichter verfügbar“, warnt Heinz Fromm (63), Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV).

Fromm zu BILD: „Die Ableger von al-Qaida auf der arabischen Halbinsel, in Somalia und im Maghreb sind sehr aktiv und schlagkräftig.“ Von ihnen geht nach BILD-Informationen aus Sicherheitskreisen für den zivilen Luftverkehr die größte Bedrohung aus.

Mayer: „Es wäre eine absolute Katastrophe, wenn al-Qaida-Terroristen einen Urlaubsflieger beim Start oder der Landung in Nordafrika abschießen würden. Dazu darf es nicht kommen!“

Ts, ts, ts. Noch mehr Panikmache, man glaubt es nicht. Islam ist schließlich Frieden. Hier ist nun jeder Tourist aufgefordert, selbst zu entscheiden: Glaubt er einer seriösen sowie außen-, sicherheits- und islampolitisch versierten Politikerin wie Claudia Roth? Oder hört er auf die Rechtspopulisten?

Abschließend zum Vergleich ein Blick auf das „gefährliche“ Griechenland. Das Auswärtige Amt schreibt:

Grundsätzlich handelt es sich bei Griechenland um ein für deutsche Reisende sicheres Urlaubsland. Dennoch sollten Sie vor allem in den Großstädten Athen, Thessaloniki und Piräus gut auf Ihre Wertgegenstände (insbesondere Reisedokumente und Bargeld) achten. Besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln und an belebten Plätzen kommt es vermehrt zu Taschendiebstählen.

Die andauernde Wirtschafts- und Schuldenkrise in Griechenland kann spürbare Auswirkungen auch für Urlauber haben: Angesichts der Maßnahmen der griechischen Regierung zur Bekämpfung der Staatsverschuldung kommt es immer wieder (…) zu Streiks und Demonstrationen (…).

Gezielte Anschläge gegen Urlauber hat es in Griechenland bislang nicht gegeben.

Das klingt im Vergleich zu den Ländern des „arabischen Frühlings“ geradezu harmlos. Gibt es etwa irgendwo einen Pferdefuß?

Jawohl, hier ist er: Falls Sie bei Ihrem nächsten Griechenlandurlaub einen LKW kaufen möchten und damit nach Hause fahren wollen, so ist höchste Vorsicht geboten:

Aufgrund der geografischen Lage ist Griechenland ein bedeutsames Einreiseland für irreguläre Migranten in die EU bzw. in den Schengenraum. Von Griechenland aus versucht die Masse dieser Personen insbesondere über die Fährhäfen Patras und Igoumenitsa ohne erforderliche Dokumente weiter nach Italien und andere Schengenländer zu reisen. Die irregulären Migranten versuchen oft mit Unterstützung von Schleusern, unbemerkt auf Lkw zu gelangen, die mit den Fähren von Patras bzw. Igoumenitsa in Richtung Italien ausreisen.

In diesem Sinne: Eine glückliche Hand bei Ihrer Urlaubsbuchung, einen schönen, erholsamen Sommer-Urlaub – und kommen Sie gesund und gut erholt zurück!

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23 KOMMENTARE

  1. Ich glaube ich buche Saudi Arabien. Da soll es im Sommer wirklich schön sein.
    Ich werde da mal sehen, ob ich da ein paar Unterstützer für mein Projekt „mehr Multikulti wagen“ finde.

  2. „Irreguläre Migranten“ ??? Heißt das sie sind zwar illegal eingereist, werden aber dennoch als Migranten, also Einwanderer angesehen?

  3. Also irgendwie genauso, wie wir bösen Rechtspopulisten es von Anfang an vermutet hatten…
    Einzig in Bezug auf Ägypten sei darauf hingewiesen, dass hier noch etwa 10.000.000(!) Christen (Kopten) leben… und sich als die einzigen „echten“ Ägypter sehen 😉
    Das hilft nicht viel beim Bereisen dieses schönen Landes, sollten wir aber nie aus den Augen verlieren; besonders, wenn nun ein Erz-Muselmane ans Ruder kommt…

  4. Noch umfassender kann man sich „Reisewarnungen“ für solche Regionen besorgen, wenn man einen längeren Blick in 1001Geschichte.de wirft. Das bezness-Unwesen sollte jeden halbwegs verständigen Menschen von Reisen dorthin abhalten.

  5. Was spricht gegen Deutschland als Urlaubsland?
    Muss ja nicht die Abenteuerreise nach Marxloh sein .

  6. Dank Ruhestand nicht mehr beruflich weltweit unterwegs zu sein, schmerzt mich.
    Dank Ruhestand sich nicht mehr mit den Arabern, Türken und Iranern herumschlagen zu müssen, ist wunderbar.

    Nicht im Traum würde es mir heute noch einfallen im Urlaub dort hin zu fahren, wo man uns hasst, unsere freien Frauen verachtet und wo die Dümmsten sich immer noch einbilden, uns überlegen zu sein.

    Zugegeben, die Malediven waren dieses Jahr dran, wegen der herrlichen Strände und Schnorchel-Reviere. Die sind auch nur dadurch aufgefallen, dass sie ihre eigenen „unislamischen“ Museumsschätze zerstörten und Wellness Oasen als Bordellbetriebe missverstanden. Mag es ja für einheimische Muslims in der Hauptstadt Male geben. Touristen kommen fast ausnamslos mit Partner.

  7. #1 mabank (31. Mai 2012 22:52)

    Du musst es nur richtig verkaufen.

    Papermoon in Arabia – Auf den Spuren eines Bibelverkäufers

    Die Nacht der Langen Messer – Paris-Dakar für Hartgesottene

    Tschakka, Du schaffst es – Auch Sie bringen Höchstleistung mit der richtigen Motivation

    Makka-Chainsaw-Massacre – Abenteuerliche Suche nach dem Schwarzen Stein

  8. Reisebüro, Reisekataloge?! Nix da, das wird selbst organisiert. Das spart viele Teuronen.

    Und warum immer Südeuropa und Nordafrika? Bali und die Philippinen sind zum Teil auch sehr günstig zu haben.

  9. Urlaub wäre mal schön. Das Geld ist ja da. Südkorea, Japan oder China würden mich besonders reizen.
    Aber dort sind die alle so ausländerfeindlich. Die kennen keine Masseneinwanderung, Multikulturalismus. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt mit meinem Gewissen vereinbaren kann, deren Rassismus noch zu unterstützen?

  10. @ #7 Midgaardschlange (31. Mai 2012 23:23)

    😉

    Marxloh ist noch keine alternative zu Ägypten? Wie lange wird es wohl noch dauern, bis es Jacke wie Hose ist, den Urlaub in Deutschland, Libyen, Marokko, Ägypten usw. zu verbringen? … Überhaupt, haben „Affen und Schweine“ Urlaubsanspruch?
    Ironie Off

  11. Die Naivität des Tourismusprofessors Torsten Kirstges ist wirklich unglaublich 🙂

  12. Oooohhhh…..

    Die Realität ist für Linksgrüne in Gutmenschenland ein Zerrbild. Hier die Propaganda ihrer Massenmedien, dort die Welt in ihrer unschönen Realität.

    Um so schuldiger machen sich die Zeilenknechte die der Politischen Korrektheit hinterherbuckeln und den sozialistischen Lebenslügnern den Popo lecken.

    Ob sich diese gewissenlosen Berufslügner bei jemals die Frage gestellt haben, wieviele Opfer mohammedanischer oder linker Gewalt gerade deshalb Ihre Gefährdungslage falsch eingeschätzt haben, weil sie vorsätzlich desinformiert wurden?

    Wenn nicht wäre es an der Zeit dieser Frage einmal nachzugehen!

    semper PI!

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