Heribert Prantl (Foto) ist Mitglied der Chefredaktion bei der Süddeutschen Zeitung und wird dort von vielen Mitarbeitern wie ein Messias bewundert. Bei seinen Artikeln wirkt er leider oft eher wie ein politischer Aktivist als ein objektiver Journalist. Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte er einen seiner typisch linksverdrehten Ergüsse mit dem Titel „Der falsche Ritterschlag„. Prantl bereichert uns mit der Belehrung, auch der Salafismus „gehöre zu Deutschland“ und stehe ebenfalls unter dem „Schutz der Religionsfreiheit“. Die „radikalen“ Islamfeinde „störten den Frieden genauso“ wie die „Islamisten“, denn sie bildeten beide eine „Gewaltschaukel“. PRO NRW sei „antibürgerlich, reaktionär und hassbeladen“. Etliche dieser „Provokanten“ würden „zuhause Waffen lagern“.

(Von Michael Stürzenberger)

Prantl erscheint extrem unbelesen über den Islam und bei diesem Thema hochgradig naiv. So freut er sich wie ein kleines Kind, dass sich im Deutschen Islamforum viele Muslime „ohne Wenn und Aber“ zum deutschen Grundgesetz bekannt hätten. Prantl kennt offensichtlich die islamischen Rechtsgutachten nicht, die Moslems in Minderheitssituationen empfehlen, von Dialog, Toleranz und Frieden zu reden – aber eben nur solange Moslems in der Minderheit sind. Er scheint tatsächlich die Taqiyya-Aussage zu glauben, dass es für Moslems nach der „auf den Koran gestützten Überzeugung“ selbstverständlich sei, die Gesetze des Landes, in dem sie leben, „zu achten“.

Prantl hat mit absoluter Sicherheit noch nie einen aufmerksamen Blick in den Koran geworfen, sonst würde er nicht so ahnungslos vor sich herfaseln. Moslems dürfen nicht die Gesetze von Ungläubigen beachten, sondern sie sind nach Sure 3 Vers 110 die beste Gemeinde, die über Recht und Unrecht gebietet. Außerdem dürfen sie sich nach Sure 5 Vers 51 nicht in den „Schutz“ der Ungläubigen begeben, was gleichzeitig die Missachtung der von Ungläubigen gemachten Gesetze und damit auch die typische Demokratiefeindlichkeit bedeutet, die Salafisten schließlich auch immer wieder betonen.

Prantl hat wie so viele „Links Reaktionäre Gutmenschen“ („LRG“ nach Broder) noch nicht begriffen, dass sich die Salafisten von den allermeisten organisierten Moslems nur in einem unterscheiden: Sie sagen kompromisslos die Wahrheit über den Islam. Es ist noch längst nicht in das Bewusstsein der LRG’s eingedrungen, dass der Koran ein zeitlos gültiges Befehlsbuch eines Gottes und eben nicht ein interpretierbares Geschichtenbuch wie die Bibel ist.

Joachim Koch, früherer Ministerialrat im Bundeswirtschaftsministerium und ehemaliges Mitglied der Deutschen Delegation bei den Vereinten Nationen in New York, der im Mai vergangenen Jahres auch bei PI München / BPE Bayern einen Vortrag über die Gefährlichkeit muslimischer Organisationen in Deutschland gehalten hat, schickte jetzt der SZ zu dieser Prantelschen Verirrung einen Leserbrief, der vermutlich in der Zensur-Schublade der linskverdrehten Redaktion landen wird. Daher veröffentlichen wir ihn an dieser Stelle:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in dem Kommentar „Der falsche Ritterschlag“ von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung vom 10. Mai 2012 behauptet er, der Islam gehöre zu Deutschland und auch der Salafismus. Er stehe unter dem Schutz der Religionsfreiheit. Diese ende aber dort, wo die Gewalt beginnt. Deshalb gehöre ein gewalttätiger Salafismus nicht zu Deutschland.

Herr Prantl läßt bei seinen Ausführungen wichtige Aspekte des Islam in Deutschland außer Acht. Die folgenden sind u.a. zu nennen:

• Der Salafismus lehnt weltliche Gesetze und Werte, wie z. B. die Demokratie, als unislamisch ab und fordert die Wiedererrichtung einer idealen muslimischen Gesellschaft auf der Grundlage einer wortwörtlichen Auslegung von Koran und Sunna als einzig zulässigen rechtlichen Quellen. Die Scharia wird in Gänze als göttliches Gesetz für alle Menschen angesehen. Kann eine solche Auffassung Teil Deutschlands und seines demokratischen Rechtsstaates sein? Fällt das unter die Religionsfreiheit des Artikels 4 des Grundgesetzes?

• Auch die Ditib, d.h. die türkisch-islamische Union des Amtes für religiöse Angelegenheit, das direkt dem türkischen Ministerpräsidenten unterstellt und damit Teil der türkischen Staatsgewalt ist, begegnet erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken. Ihr gehört ein Teil der rund 2.500 in Deutschland vorhandenen Moscheen. Die türkische Regierung schickt nach Auskunft des Bundesministeriums des Innern jährlich ca. 130 Imame nach Deutschland, die etwa 4 – 5 Jahre hier verweilen. Sie werden von den türkischen Konsulaten beaufsichtigt, besoldet und ihnen werden nach Angaben von MdB Ruprecht Polenz die Ausführungen beim Freitagsgebet vorgegeben. Die Ditib tritt damit als eine untrennbare Einheit von Religion, türkischer Politik und türkischer Staatsgewalt auf. Eine solche Konstruktion ist dem Grundgesetz völlig fremd und widerspricht seinen Grundsätzen. Verstößt das Wirken der Ditib in Deutschland nicht gegen fundamentale Grundsätze des Grundgesetzes und damit gegen die öffentliche Ordnung in Deutschland?

• Ebenso wirft die transnationale islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), die nach eigenen Angaben über 57.000 Mitglieder und 323 Moscheen in Deutschland verfügt, schwerwiegende Fragen auf. Ihre Absichten und Ziele ergeben sich klar aus einem Artikel in ihrem Presseorgan Milli Gazete vom 31. Oktober 2006:

“Die Ideologie der Milli Görüs hat nicht den Willen, sich mit dem bestehenden System in der Welt zu einigen oder zu kooperieren, und möchte kein Zahn im paradoxen Rad der Ausbeutung sein. Milli Görüs hält es nicht für möglich, das bestehende System zu reformieren. Denn Milli Görüs sagt, dass das System falsch errichtet worden und dass es unmöglich sei, auf einem morschen Fundament ein stabiles Gebäude zu bauen. Die Gesinnung der Milli Görüs beabsichtigt die Rettung und Glückseligkeit der gesamten Menschheit.“

Aufgrund solcher und weiterer Äußerungen von Mitgliedern der IGMG kommt der Verfassungsschutzbericht 2006 zu folgender Schlussfolgerung: „Obwohl führende Funktionäre der IGMG in Deutschland bemüht sind, in öffentlichen Stellungnahmen moderat aufzutreten, lässt sich die von Milli-Görüs-Repräsentanten Kontinuität und Verbundenheit der Bewegung ein Bekenntnis der IGMG zur freiheitlichen demokratischen Ordnung fraglich und widersprüchlich erscheinen. In einzelnen Verlautbarungen werden zudem gesellschaftliche und staatliche Ordnungsvorstellungen propagiert, die in deutlichem Widerspruch zu den Grundwerten des demokratischen Rechtsstaats (z.B. Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Unabhängigkeit der Justiz und Trennung von Staat und Religion) stehen.“ Gilt für diesen Islam auch die Religionsfreiheit des Artikels 4 des Grundgesetzes obwohl er grundgesetzfeindlich ist?

• Weiter ist in diesem Zusammenhang die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ zu nennen, die die 1928 in Ägypten gegründet Muslimbruderschaft repräsentiert. Sie setzt auf eine Strategie der Einflussnahme im politischen und gesellschaftlichen Bereich, um ihren Anhängern Möglichkeiten für eine an Koran und Sunna orientierte Lebensweise zu verschaffen. Auch von ihr ist demnach keine Toleranz oder gar Unterstützung bei der Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft zu erwarten. Im Gegenteil, aufgrund ihrer Ziele wird sie eine solche Integration behindern und bekämpfen. Fällt auch sie unter die Aussage, dass der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehört?“

Herr Prantl wird mit seinen vereinfachenden Aussagen dem Problem der Komplexität des Islam, auch des Islam in Deutschland nicht gerecht. Bevor er seine ideologische Sicht darlegt, sollte er sich erst sachlich informieren. Die jährlichen Verfassungsschutzberichte bieten dafür eine gute Grundlage.

Mit freundlichen Grüßen
gez.: Joachim Koch

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Joachim Koch für seinen unermüdlichen Einsatz im Sinne des gesunden Menschenverstandes, der bei der SZ zum Thema Islam wohl kaum auf fruchtbaren Boden fallen dürfte. Bei all diesem Prantelschen Geschwurbel ist der einzige Trost, dass die SZ nach Informationen aus der Medienszene massive Verluste einfährt..

Zukunftskinder 2.0: „Tipps zum Umgang mit Salafisten von Heribert Prantl in der Süddeutschen“

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42 KOMMENTARE

  1. Irgendwann war die Süddeutsche mal eine ganz gute Zeitung.
    Ist aber lange her und ganz sicher vor der Ära Prantl.

  2. Nehmen wir einmal an, in dem Text von Prantl stünde:

    Der Faschismus gehöre zu Deutschland und auch der National-Sozialismus. Er stehe unter dem Schutz der Religionsfreiheit. Diese ende aber dort, wo die Gewalt beginnt. Deshalb gehöre ein gewalttätiger National-Sozialismus nicht zu Deutschland.

    Fänden wir solche Aussagen gut? Vertretbar?

    Da wird schnell klar, wie unhaltbar dümmlich seine Thesen sind.

  3. Am Bahnhof vor ein paar Tagen so ein Heini von der Süddeutschen zu mir : „Darf ich ihnen ein Exemplar der heutigen Ausgabe schenken ?“. …ich winkte ab mit :“bloss nicht ! „

  4. Ich gehe tatsächlich nie ohne Waffe aus dem Haus. Ich trage immer einen Flachmann mit Korn in der Innentasche meines Jackets und würde als gewaltbereiter Aktivist dessen Inhalt jederzeit gegen einen angreifenden Muslim verspritzen.
    Im Keller meines Hauses lagere ich zudem als hasserfüllter Rechtsradikaler ohne Respekt vor der Religion des Friedens gemeingefährliche Waffen in einem Regal sogar dutzendweise, bevorzugt solche aus dem südlichen Frankreich.
    Daneben lagern in der Kühltruhe Speck und Schinken und Wurst aller Art.
    Kann mir jemand vielleicht sagen, wie ich eine Selbsthilfegruppe finden kann die mir hilft meine Probleme in den Griff zu bekommen und Respekt vor Menschen zu empfinden, die Polizisten abstechen?

  5. Das ist doch der Kamerad mit dem riesigen Lenin-Bild hinter seinem Schreibtisch…….
    Na dann ist ja alles klar, der ist unheilbar krank!
    Da gibt es aber Anstalten die machen es auf Krankenschein……

  6. Vielen Dank Don Quijote, ehm Joachim Koch,

    der Einsatz scheint wirklich unermüdlich, nur bezeifel ich den Erfolg.

    Mit verblendeten Ideologen kann man nicht diskutieren. Ihre berechtigte Kritik an der Sicht von Heribert Prantl wird wohl nach 2 Sätzen in der „rechtsextremer islamophober Müll“ Tonne landen.

    Im Zweifelsfall wird der nette Döner Mann von der Ecke, repräsentativ für 1,5 Mrd Muslime weltweit vorgezeigt und gesagt „seht, der Islam ist nicht so“.

    Ich bezweifel, das Deutschland in diesem Thema eine gewaltfreie Aufklärung durchleben wird. Erst wenn es die richtigen trifft, die ganze linksextreme Journallie, wir der Denkprozess starten.

    Ja, ich hege eine Schadenfreude in mir, bei jeden linken Deppen, der bereichert wurde.

  7. Bemerkenswert, wie sich ein Mitglied der Chefredaktion mit soviel Unkenntnis bei der SZ solange in dieser Position halten kann. Da ist es kaum verwunderlich, daß dieses Blatt horrende Verluste einfährt – das Spiegel-Magazin übrigens auch.

  8. ….. es bedarf noch großer öffentlicher Anstrengungen um ihn zu erziehen!

  9. Welche Art von Waffen wurden denn bei den PROvokanten gefunden?
    Ist der Mann in der Lage, Belege fuer diese Behauptungen anzufuehren?
    Wurden Anzeigen wg. Verstoßes gg. Das Waffg. Angefertigt?
    Übelste Propaganda des Herrn Prantl.

  10. „Etliche dieser “Provokanten” würden “zuhause Waffen lagern“

    Linke Zecken etwa nicht?

  11. Ich würde doch der SZ empfehlen Hrn Prantl. mehrere Jahre ( ich war 12 Jahre dort!) , in einem islamistischen Land wie Iran Jemen Saudi abzu -kommandieren.

    Da werden ihm dann doch seine mehr als erheblichen Wissens- Mängel über den Islam aufgedeckt

    bevor Hr Prantl weiter über den Islam edathiert , sollte er das Mannicheln sein lassen und wie es sich für einen , der sich als Journalist ausgibt, erst mal über das Thema schlau machen , über welches er schreiben will

    MIT

    si tacuisses, philosophus mansisses, lat. „Wenn du geschwiegen hättest, wärest du ein Philosoph geblieben“. an den brandelden Prantl

    Mfg

  12. Die Aussagen von Heribert Prantl strotzen nur so vor Naivität und Gutmenschlichem Wunschdenken .
    Man muss sich nach den Vorfällen in Nordrheinwestfalen fragen was eigentlich noch alles passieren muss um den verklärten Prantels im Land die Augen zu öffnen .
    Es sind die die ewigen Mitläuffer vom Schlage eines Heribert Prantl die den radikalen Kräften zuspielen , 1933 genauso wie 2012 .

  13. was mir an der Email gefällt : in präzisen knappen Worten den DITIB als türkisches trojanisches Pferd identifiziert

  14. Das ist ein sehr guter substanzieller Leserbrief von Herrn Koch. Ihm und PI vielen Dank.

    Ich werde ihn mir abspeichern. Diese Fakten lassen sich immer wieder trefflich verwenden.

    Auch wenn die SZ diesen Leserbrief vertikal entsorgt, für die PI-Leser ist er ein Gewinn!

  15. Ach ja das mit den Waffenlagern kann Herr Prantl sicher beweisen denke ich oder ?

  16. Zu Prantl und seinen (planmäßigen) „Verirrungen“ und Verdrehungen paßt das folgende aktuelle Zitat aus einem sehr hörenswerten Vortrag vergangene Woche in Frankfurt:

    „Man hat mal gesagt, die Pressefreiheit sei die Freiheit von 200 Leuten zu entscheiden was der Rest der Gesellschaft hören oder lesen darf. Das ist optimistisch betrachtet, denn erstens wenn es dann wenigstens zweihundert verschiedene Meinungen wären dann wäre es OK, dann wäre ja für jeden etwas dabei. Es sind aber keine 200 verschiedenen Meinungen, es ist höchstens eine Meinung und es sind auch keine 200 Leute die z.B. in den deutschen Medien etwas zu sagen haben, sondern höchstens 2 Dutzend. Wenn die sich in ihrer Marschrichtung einig sind dann haben sie die Freiheit, jeden Andersdenkenen zum Verfassungssfeind oder zum Spinner zu erklären.“

    Video dazu: http://tinyurl.com/cf53fum


  17. #11 Cedrick Winkleburger (13. Mai 2012 12:46)

    Welche Art von Waffen wurden denn bei den PROvokanten gefunden?

    Bestimmt wieder ein Brotzeitmesser ! 🙂

  18. #6 Geheimrat (13. Mai 2012 12:41)
    Das ist doch der Kamerad mit dem riesigen Lenin-Bild hinter seinem Schreibtisch……

    Nein, das war Alan Posener.

  19. #6 Geheimrat

    Das ist doch der Kamerad mit dem riesigen Lenin-Bild hinter seinem Schreibtisch…….
    Na dann ist ja alles klar, der ist unheilbar krank!
    Da gibt es aber Anstalten die machen es auf Krankenschein……

    Meinst Du vielleicht DAS Leninbild ?
    Das hängt in der ZEIT bei Jens Jessen.
    Und es erfreut sich an vielen Stellen der öffentlichen Meinung (Presserat) grosser Beliebtheit. 🙄

  20. Immerhin gibt es auch Proteste gegen die Salafisten. So protestiert die islamkritische Plattform KAFIR gegen einen für Dienstag geplanten Auftritt eines salafistischen Imams bei Maischberger:

    Gegen den Auftritt eines Salafisten bei Maischberger: http://www.wissenbloggt.de/?p=11319

  21. Fakt ist, daß der Islam infolge des ihm eigenen Selbstverständnisses – das gilt für so gut wie alle seine Strömungen – eine nach westlichen Maßstäben nicht integrierbare Gesellschaft mit sich bringt, die nicht nur inkompatibel ist mit demokratischen Verhältnissen, sondern vom Wesen her auch eine „feindliche“ Gegengesellschaft darstellt.

    Wäre er nur eine Parallelgesellschaft, wäre dies kein Problem, da wir etliche solche haben, die allerdings für unser Gemeinwesen keinerlei Probleme darstellen. Jedes Kloster ist eine solche. Auch die Sorben z. B. sind eine Gesellschaft relativ für sich bestehend.

    Wenn Herr Prantl das Gegenteil davon behauptet, dann tue er das ohne Kenntnis oder wider besseres Wissen, wobei er auf den bei solchen Leuten immer wieder anzutreffenden Kunstgriff verfällt, fachliches Wissen als bei sich selbst vorhanden zu suggerieren. Dieses Wissen scheint ihm wohl auch bei der Behauptung, „Pro-Leute“ führten Waffenlager, abhanden gekommen zu sein. Die, bei denen Waffen gefunden wurden, sind nach dem, was mir anhand diverser Medienberichte bekannt ist, allesamt Leute aus NPD-nahem oder sonstigem „braunen“ Umfeld, die sich zeitweise höchstens eingeschlichen haben dürften, nach Aussagen der Gruppierung aber nicht auf Toleranz hoffen können.

    Prantl verfällt ebenso auf den in diesen Kreisen üblichen rhetorischen Trick, nun auch den per Definition radikal-fundamentalistischen Salafismus als „nicht durchweg fundamentalistisch“ zu verharmlosen, eine an den Tag gelegte, nur scheinbar „differenzierte Sichtweise“, die er allerdings bei der Betrachtung seines Haßgegners diesem gegenüber deutlich sichtbar verweigert: Der Mann ist also nicht neutral; er ist parteiisch und als solcher erweist er sich klar als kompromittiert. Von solchen Leuten sollte man keine Wahrheitsfindung erwarten: Der Mann ist vom (unter scheinbar „sachlichen“ Argumenten nur mühsam verborgenen) Haß wohl selber viel zu verblendet, um noch klar sehen zu können.

    Der Brief Joachim Kochs, der sich damit klar als Kenner der Materie ausweist, dagegen ist ausdrücklich zu loben. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: Prantl irrt infolge der in diesen Kreisen üblichen selektiven Wahrnehmung – oder er lügt.

  22. Salafisten, Islamisten, Islamische Extremisten, gibt es da demnächst mal eine Gebrauchsanweisung,wie man die Burschen auseinander halten kann. Ganz Böse, halb Böse oder doch nur mittel Böse?
    Wer und bitte wie, definiert hier eigentlich die Begriffe?
    Frage: Könnte es sein, das wir immer nur verschieden Seite, der gleichen Medaille sehen?
    Selbst Wikipedia schwummelt sich da, Rot-Grün Meinungskonform, so durch die Begriffe.
    Könnte es sein das hier immer, ein bestimmtes Buch, Grundlage allen Übels ist?

  23. 13 chessie (13. Mai 2012 12:47)

    Ich würde doch der SZ empfehlen Hrn Prantl. mehrere Jahre ( ich war 12 Jahre dort!) , in einem islamistischen Land wie Iran Jemen Saudi abzu -kommandieren.

    den Prantl erwarten dort Stockschläge und dann Baukran.

  24. Mache es Dir nicht so schwer.

    Ein gewisser Herr Burke fand da ein einfaches Wort: das Böse.

    All that is necessary for the triumph of evil is that good men do nothing.
    Edmund Burke
    Irish orator, philosopher, & politician (1729 – 1797)  

  25. Soso, Herr Prantl, für Muslime ist es also „nach der auf den Koran gestützten Überzeugung” selbstverständlich, „die Gesetze des Landes, in dem sie leben, zu achten”. Wie kommt es dann, dass man auf der Webseite von DITIB Mannheim das Buch „Als Muslim leben“ des Fundamentalisten Maududi lesen konnte? Bis sich Teilnehmer am ZDF-„Forum am Freitag“ darüber aufregten, dann war es verschwunden, in dem Buch heißt es:

    „Wo ihr euch auch befindet, in welchem Land auch immer ihr lebt, müsst ihr euch bemühen, die falsche Grundlage der Regierung zu korrigieren und die Macht denen abzunehmen, die keine Gottesfurcht haben, um selbst zu regieren und Gesetze erlassen zu können. Ebenso seid ihr verpflichtet, den aufrichtigen Dienern Gottes zu Führungspositionen zu verhelfen, ihre Angelegenheiten in Übereinstimmung mit Gottes Gesetzen zu bringen, und euch ständig bewusst zu sein, dass ihr in Gegenwart Gottes lebt und Ihm im Jenseits verantwortlich seid. Diese Anstrengung, dieser Einsatz heißt Dschihad.“

    In gleichem Sinne äußerte sich Nadeem Elyas, der Gründer und langjährige Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, vor Glaubensbrüdern in der Moschee von Mainz-Kostheim: „Wir müssen Einfluss auf die Politik des Staates nehmen und die wichtigsten Stellen im Staat besetzen.“ Quelle: Verfassungsschutz. In Mannheim ist bekanntlich DITIB-Funktionär Bekir Alboga zugange, als Imam, Bildungsreferent, Beauftragter für „interreligiösen Dialog“.

  26. @#5 wolaufensie (13. Mai 2012 12:40)
    In der gleichen Situation hab ich gesagt, daß ich das linke Blatt nciht lesen will. Das ist den Drückern aber sich eregal.

  27. Zitat Prantl:
    „Die deutschen Muslime haben sich in eine(r) ganzen Reihe von Erklärungen im Deutschen Islamforum, das es seit zehn Jahren gibt, ohne wenn und aber zur deutschen Verfassung bekannt; sie haben das demokratische System ausdrücklich begrüßt und betont, das(s) es für Muslime „nach der auf den Koran gestützten Überzeugung“ selbstverständlich sei, „das gesetz des Landes, in dem sie leben, zu achten“.

    dazu:
    „Vertreter der organisierten Muslime lehnten es ab,
    sich zu einer deutschen Werteordnung zu bekennen.“

    Quelle:
    FAZ, 13.3.2008
    „Muslime in Deutschland – Wertestreit in der Islamkonferenz“
    http://tinyurl.com/69kzef
    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E7A3F499E19B94D5888D1415E0A139CDA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Wie erklärt sich Heribert Prantl denn obiges Zitat, welches den krassen Gegensatz zu seinen Darstellungen zeigt?

    Davon abgesehen ist es für die Süddeutsche Zeitung peinlich, dass in einem einzigen Satz zwei Rechtschreibfehler enthalten sind. Die Qualität geht also nicht nur inhaltlich den Bach runter, sondern schon rein formal.

  28. Ich finde die Süddeutsche Zeitung toll. Seit sie ein Projekt für Betreutes Schreiben geworden ist, kann ich diese lobenswerte karitative Einrichtung nur unterstützen. Ist doch besser, wenn sie an einem Bildschirm ihre Schreibversuche machen dürfen, als daß diese Imbezillen weiter auf der Parkbank den Fusel kippen. Oder? Allerdings fürchte ich, daß der ungepflegte Zitierte imme noch säuft. Aber besser in den Redaktionsräumen, als vor spielenden Kinder. Habe ich recht?

  29. Irgendwann wird mir einfallen, an wen mich dieser Heribert mit seinem besserwisserisch an die Nase gelegten Zeigefinger erinnert, und dann werde ich entweder sofort an einem gemeinen Lachanfall sterben oder noch die Kraft finden, euch mitlachen zu lassen. Was für ein …

  30. @ #34 ghazawat

    Ich finde die Süddeutsche Zeitung toll. Seit sie ein Projekt für Betreutes Schreiben geworden ist, kann ich diese lobenswerte karitative Einrichtung nur unterstützen.

    🙂 🙂 Dazu kann man jetzt noch die Frankfurter Rundschau nehmen. Und den „Deutschland“funk, der diese beiden Sozialprojekte bei wichtigen Themen immer an erster Stelle zitiert. Das nenne ich soziales Engagement. Bravo!

  31. Prantl Naivität und Unkenntnis zu unterstellen halte ich für falsch. Man kann nicht alles mit Dummheit entschuldigen. Bei Prantl ist das Fördern des Islams schon Absicht.

  32. Vielleicht erleben wir noch, dass dieser Prantl als verbrecherischer Hetzer gegen sein eigenes Volk verurteilt wird.

  33. #25 fritzberger78 (13. Mai 2012 13:49)

    „Immerhin gibt es auch Proteste gegen die Salafisten….
    …. w w w. wiesenblök…“
    …………………………………………………………………………………………….

    Och nöööö, komm lassmma ! 😉

  34. #12 76227

    “Etliche dieser “Provokanten” würden “zuhause Waffen lagern”
    Linke Zecken etwa nicht?

    Das wären natürlich die ‚guten‘ Waffen im K(r)ampf gegen Rechts™!
    So ähnlich wie deutsche linke Wehrdienstverweigerer, die eine Bw-Kriegswaffenphobie hatten und Monate später ‚linke‘ Sandinisten-Waffen tragend im mittelamerikanischen Dschungel Nicaraguas angetroffen wurden…

  35. Prantl erscheint extrem unbelesen über den Islam und bei diesem Thema hochgradig naiv.

    Das betrifft auch ein großteil der deutschen Bevölkerung. Siehe NRW – Wahl

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