Nachdem der Chef des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, der Fußball-Nationalmannschaft im März dringend einen Auschwitz-Besuch vor der EM nahegelegt hatte (PI hat berichtet), war in der letzten Woche eine kleine Fußball-Delegation dorthin gefahren. Die übrigen Spieler sollten auf andere Weise in die Thematik eingewiesen werden. Oliver Bierhoff benützte dabei das Wort „Kamingespräch“. Graumann ist ein paar Tage vor der EM empört. 

Wir zitieren aus der WELT:

„Natürlich greifen wir die Holocaust-Thematik mit den Spielern auf“, hatte Bierhoff im März gesagt und ergänzt, es sei noch nicht entschieden, in welcher Form dies geschehen werde: „Es kann ein Kamingespräch sein oder ein Vortrag.“ Das Benutzung des Wortes Kamingespräch, sagte Graumann nun am Sonntag in Hamburg, sei unerträglich vor dem Hintergrund, „dass in Auschwitz Menschen, zum Beispiel meine Großeltern, vergast, verbrannt und durch den Kamin gejagt wurden“.

Abgelegt unter ‚politisch korrekt‘!

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54 KOMMENTARE

  1. Lächerlich! Abgesehen davon, dass es sowieso keinen nachvollziehbaren Grund gibt, warum Fußballer Auschwitz besuchen sollen.

  2. Lächerlich, diese Begrifflichkeiten…sollte man alle „ausmerzen“! ^^
    Herr Graumann benutzt auch sicher keine Kaminhölzer zum „anzünden“ oder „fackelt“ nicht lange wenn es um derlei Dinge geht?!

  3. Genau solche Dinge bringen mich auf die Palme. Das ist wieder typisch „neudeutsch“.
    Es ist die Art der 68er, die ich ekelhaft, unangemessen und völlig deplaziert finde.

  4. Man könnte sagen, naja, wenn er nicht empört wäre, würde er seinen Job nicht machen, für den er bezahlt wird. Schade ist nur, daß genau solches Verhalten geeignet ist, wirklich unschöne Ressentiments wieder heraufzubeschwören. Was will er eigentlich? Er weiß doch ganz genau, wie es gemeint war und wie nicht. Also will er nur Lärm machen, um gehört zu werden und den Seinen zu demonstrieren, er tue etwas. Wenn ich Fußballer wäre, fände ich es an der Zeit mal den Mund aufzumachen und mich in deutlichen Worten dagegen zu verwahren, von links und rechts und vorn und hinten in irgendeine Politik eingespannt zu werden.

  5. Das Wort „Kamingespräch“ umgehend aus dem deutschen Wortschatz streichen.
    „Kamin“ auch.

    Und husch, husch, ab aufs Dach und die Kamine mit dem Vorschlaghammer abreissen. Alle.

    Jetzt wirds echt lächerlich, Graumann tut ja geradeso, als habe Bierhoff öffentlich „Ihn“ geheilt.

    Aber der Artikel über die Befindlichkeiten eines NGO-Auftragsbeleidigten birgt doch etwas Interessantes…

    Den Besuch einer DFB-Delegation am vergangenen Freitag mit drei Nationalspielern in der Gedenkstätte Auschwitz wertete Graumann darüber hinaus als verpasste Chance. „Wenn die komplette Nationalmannschaft gekommen wäre, hätte man damit Hunderttausende junger Menschen erreicht, mehr als mit tausend Gedenkreden“, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden und fügte hinzu, der DFB habe einen Besuch aller Spieler mit dem Hinweis abgelehnt, sie seien dafür zu sensibel.

    Na, wer waren denn da die Sensibelchen?

    Doch nicht etwa „Neudeutsche“, die diese Schuldkult-Veranstaltung nicht mitmachen mussten, weil sie irgendwie doch keine Deutschen und damit unschuldig sind?

    Oder dachte der DGB dabei an die Befindlichkeiten von Graumann?

    Nicht, dass er von diesen „Sensibelchen“ wirklich noch einen echten Grund bekommt, beleidigt zu sein.

  6. Nur 3 SpielerInnen von 22?

    Wollte man denn den DFB-MohammedanerInnen Auschwitz nicht zumuten wollen?

    Wer Koranverse anstelle des Liedes der Deutschen singt, kann unmöglich nach Auschwitz, nicht wahr, Theo Zwanziger?

  7. Man sollte eh nur die Spieler hinschicken, die nicht von Geburt an Deutsche Staatsbürger waren, sondern diese Entscheidung Deutscher zu sein, freiwillig im Bewustsein der ewigen Schuld auf sich nahmen! Die anderen sind ja nur Opfer ihrer Abstammung und das kann man aus antirassistischen Gründen niemanden vorwerfen!!!

  8. Eigentlich sollte man das Wort „empört“ aus dem Sprachgebrauch streichen. Ich kann es langsam nicht mehr hören!

  9. Die Ursache ist nicht die Wortwahl von Oliver Bierhoff, der ist Sportler und kein Diplomat, und das ist gut so. Ursache ist die unsäglich dämliche Verquickung einer Sportveranstaltung mit dem Holocaust. Dem Ansehen des Sports schadet dies nicht. Der Holocaust aber wird abgewertet. Wer nicht begreift, dass der Holocaust nicht eine Schuld, sondern eine besondere Verantwortung darstellt, wird Ablehnung und Vergessen erzeugen. Deutschland UND ganz Europa haben die territorial begründete Pflicht, dieses historische Mahnmal zu erhalten.

  10. #9 WahrerSozialDemokrat (04. Jun 2012 08:18)

    Völlig richtig.

    Ausserdem sind Ansprachen wegen Antisemitismus beim mohammedanischen Teil der Nationamannschft eher an der richtigen Adresse als bei Bierhoff oder Cacau.

    ———————

    OT:

    Jetzt gehts los… 😉

    „Der europäische Superstaat durch die Hintertür“

    Die neuen Pläne der EU-Regierungschefs sorgen für Ärger bei Schwarz-Gelb. Dort sieht man Deutschland noch mehr in der Rolle des Zahlmeisters und sieht „die Vereinigten Staaten von Europa“ kommen.
    Von Florian Eder, Dorothea Siems und Matthias Kamann

    Konkret geht es dabei um eine Fiskalunion, eine Bankenunion, eine politische Union und die Festschreibung von Strukturreformen, wie mehrere Beteiligte der „Welt am Sonntag“ bestätigten. Dies geht dem CSU-Finanzexperten Hans Michelbach zu weit. Die Überlegungen für eine politische und fiskalische Union „gehen gegen die wesentlichen Interessen Deutschlands“.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article106410771/Der-europaeische-Superstaat-durch-die-Hintertuer.html

  11. Eine erneute Posse des Zentralrates der Juden, welche diesen nicht eben sympathischer macht, nur lächerlicher. Von diesen erzwungenen Auschwitz-Besuchen halte ich übrigens auch nichts.

  12. #11 cremon   (04. Jun 2012 08:25)  

    Ja das ist so in den Medien: ich habe gestern einen längeren Bericht über Nord und Südsudan gesehen, in dem nicht einmal das Wort Islam oder Religion vorkam.
    Das muss man erst einmal hinbekommen, Respekt 🙂

  13. Ich bin empörter, wenn deutschte Nationalspieler wie dieser Özil und Kedhira die deutsche Nationalhymne nicht mitsingen.

    Da könnt ich kotzen!

    Haben wir dafür nicht auch einen Empörungsbeauftragten?

  14. Nun gibt es also zwei deutsche Wörter, deren Benutzung im allerhöchsten Maße verdächtig ist: „Autobahn“ und „Kamingespräch“ …

  15. Eindeutig ein Fall für den Empörungsbeauftragten. 😉

    Der Empörungsbeauftragte gehört u.a. der Mundmische-Rosenkranzspezialisten-Fraktion an, die zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk stets den üblichen Rosenkranz herunterbetet, sobald ein vermeintlich unbotmäßiger Eintrag in Bezug auf Migranten fällt. Reflexartig und wie aus der Pistole geschossen werden prompt Begriffe wie ‚rassistischer Dreck‘, ‚beleidigend‘, ‚diskriminierend‘ und ‚menschenverachtend‘ heruntergebetet. Der Empörungsbeauftragte nimmt sich als die moralische Instanz schlechthin wahr. Dabei übersieht er jedoch, dass er arglose Mundmischer meist zu Unrecht in die braune Ecke reinmanipuliert – was das eigentliche No-Go daran ist.

    Dazu ein Beispiel:

    Fritz-Kevin: „Sachma, kennst Du die 5 Schwanzgrößen?“

    Brunhilda: „Erzähl!“

    Fritz-Kevin: „Klein, mittel, groß, ohlala, gibt’s DEN auch in weiß?“

    Brunhilda: 😆

    Ole-Lakshmi: „Ja toll, haste wieder mal schöööön das Klischee vom langschwänzigen Bim Beau bedient. Echt diskriminierend und menschenverachtend!“

    Fritz-Kevin: „Jetzt mach‘ ma‘ kenne Welle und gib hier nich‘ den Empörungsbeauftrgten. Schließlich erzählst Du ja auch Blondinenwitze – und meine Freundin is‘ zufällig blond! Müßte mich dann ja quasi auch von Dir angepißt fühlen….“

    http://mundmische.de/bedeutung/34887-Empoerungsbeauftragter

  16. Eigentlich wollte ich in den nächsten Wochen einen Kundendienst an meiner GASHEIZUNG durchführen lassen, aber während der EM in Polen lasse ich das lieber sein.

    Eines muss man Graumann lassen: Er setzt die nicht besonders hilfreiche Linie des ZDJ konsequent fort.

  17. Oh, ich bin betroffen!

    Oh Nein, Kamin ist Nazieh, wenn ich das gewußt hätte… jetzt muß ich das gute Stück wieder zumauern, oder ist Mauer zu DDR geprägt als das ich das Wort verwenden dürfte?!?!

    Ach nee!!!!

    Das waren ja Internationale Sozialisten, nicht Nationale Sozialisten die die Mauer errichtet haben, und die sind gut.

    „Schland“ at its best! 😀

  18. Im Namen meiner in Auschwitz ermordeten Verwandschaft verlange ich von Herrn Graumann, dass er aufhört, das Gedenken an die Ermordeten ins Lächerliche zu ziehen.

  19. Ich warte auf den Moment an dem die deutsche Sprache verboten wird, denn Hitler redete ja
    Deutsch!

  20. #7 Eurabier (04. Jun 2012 08:07)

    Danke,
    wenn ich das übrige Gedööööhns lese wird mir schlecht. Keine Geschichtskenntnisse, nur vollkommener Blödianismus. Der ist witzigerweise genauso blöd wie von Rechts oder Links oder Islam.
    Wer in Auschwitz war und meint er hätte nichts kapiert, der gehört auf den intellektuellen Müll der Geschichte. Leider breiten diese Berge sich immer stärker aus.

  21. Mich erinnert der Auftritt von Herrn Graumann an die eine Szene im Film Leben des Brian „Wer hat hier Jehova gesagt? Steinigt ihn!“

    Ich kann diesen Menschen nun wirklich nicht ernst nehmen, der sich aufführt wie ein kleines Kind, das seine Bonbons nicht bekommt. Ich kann mir auch vorstellen, daß viele Juden in Deutschland, die er ja vertreten soll, sich auch nicht wirklich vertreten fühlen und den Auftritt ihres Vorsitzenden eher peinlich finden.

  22. Das Wort „Kamingespräch“ ist ja nur ein kleines Thema aus der Quelle.

    Dieter Graumann ist da eher verärgert, das NUR 3 Spieler mit dabei gewesen sind. Als Gegenbeispiel erwähnt er die Engländer, die mit der kompletten Mannschaft anwesend waren oder werden.

    In der „DDR“ gab es einmal den Begriff, „freiwilliger Zwang“ in der Bevölkerung, z.B. am 1.Mai. Obwohl gesetzlicher Feiertag war die Teilnahme an der 1.Mai Demo Pflicht dort zu maschieren, entweder mit der Schule, dem Sportverein oder den Betrieben.

    Hätte es diesen „freiwilligen Zwang“ nicht gegeben, hätten diese DDR-1.Mai-Demos genauso ausgesehen, wie heute, kaum Teilnehmer.

    Ich will mit damit sagen, man kann keinen Gedenkstätten Besuch „verordnen“ und dann politisch verkaufen, wenn er nicht auf freiwilliger Basis geschieht.

    Ich bin mir sicher, das die gutbezahlten Fussball-Profis selber das Geld aufbringen könnten um Ausschwitz zu besuchen, wenn sie gewollt hätten.

    Da sich aber hier Dieter Graumann künstlich aufregt, ist reiner Populismus und erinnert mich an eine Schlagzeile vor einer Woche in meiner Heimatstadt.

    Da gab es ein „Rechts-Konzert“ und eine LINKE-Bürgermeisterin hat eine Unterschriften-Sammlung gegen dieses Konzert gesammelt.

    Diese Unterschriften-Sammlung wurde aber von vielen Ratsmitgliedern NICHT mitunterzeichnet, worauf sie gnadenlos in die RECHTSEXTREME Ecke von dieser Frau gestellt wurden, nach dem Motto, wer nicht unterschreibt, gehört zu Denen (sprich den Besuchern des Konzertes)

  23. Graumann warf Bierhoff nun vor, „haufenweise Porzellan zerschlagen und brutal nachgetreten“ zu haben. „So kann man mit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland nicht mehr umgehen“, sagte er unter dem Beifall der Zuhörer.

    Offenbar hat Graumann nicht verstanden, dass es sich hier um eine Fussball-EM und nicht um einen Staatsbesuch handelt. Die Worte die Graumann wählt, zerschlagen reichlich Porzellan und lassen eine Anmaßung und Rechthaberei ja Agressivität durchscheinen, mit denen er der Jüdischen Gemeinde und dem Ruf der Juden in Deutschland massiv schadet. Leider bremst ihn keiner oder spiegelt ihm sein unpassendes Verhalten.

  24. Ich möchte einfach ergänzen, was die Rücksicht- nahme auf evtl 3 mosl. Nationalspieler oder Unwissenheit des Herrn Bierhoff bedeutet, wenn man sich 1,1Mio Juden (ohne die übrigen anderen Polen, Russen, Zigeuner …) die dort hingerichtet (verbrannt wurden (durch den Kamin geschickt wurden)) oder vergast wurden, nicht realisiert(Quelle Wikipidia)).
    Dann ist natürlich ein KAMINGESPRÄCH
    richtig, weil die Herren einerseits durch ihre Religion oder durch ihre Dämlichkeit sich auf der richtigen Seite fühlen und nicht begreifen können, was sie zertrampelt haben.

  25. Ist es nicht per se schon unpassend, wenn ein paar Kicker dort die Nation vertreten ?

  26. Jetzt soll man also schon bei „Kamingespräch“ zusammenzucken, so wie wenn jemandem (unabsichtlich) statt „endgültige Lösung“ das Wort „Endlösung“ herausrutscht.

  27. Merzen wir doch alle deutschen Wörter aus, die während der letzten Diktaturen von den Menschen benutzt wurden! Die türkische Sprache wäre doch eine gute, unschuldige Alternative. 😈

  28. Herr Graumann sollte sich lieber über andere Dinge aufregen . Mich regen eher die “ Kamingespräche “ zwischen Zentralrat der Juden und Zentralrat der Muslime auf , wo beide Seiten darüber räsonieren , wer von den bösen Angehörigen der Mehrheitsgesllschaft mehr Schickanierung zu ertragen hat . Wenn die Fußballmannschaft verpflichtet wird die Gedenkstätte Auschwitz zu besuchen , wirkt das im höchsten Maße lächerlich . Das ist nichts weiter als “ ritualisierter Antifaschismus “ . Hat man diese Erscheinungen in der DDR nicht kritisiert ? Die diversen Zentralräte führen sich immer mehr wie Nebenregierungen auf , dabei sind sie überflüssig wie ein Kropf . Wer sich integrieren will in diese Gesellschaft benötigt diese Schattenmächte nicht . Warum gibt es kein Zentralrat der Vietnamesen in Deutschland ? Weil diese Menschen in der deutschen Gesellschaft angekommen sind und sich durch Leistungswille in ihr einbringen .

  29. #28 HBS (04. Jun 2012 10:04)

    Dieter Graumann ist da eher verärgert, das NUR 3 Spieler mit dabei gewesen sind. Als Gegenbeispiel erwähnt er die Engländer, die mit der kompletten Mannschaft anwesend waren oder werden.

    Die Engländer sollten lieber zur Gedenkstätte für die Opfer am 13. und 14. Februar 1945 des bewusten Bombenhagels auf die Zivilbevölkerung nach Dresden reisen…
    http://de.wikipedia.org/wiki/Heidefriedhof_(Dresden)#Gedenkst.C3.A4tte_f.C3.BCr_die_Opfer_des_13._und_14._Februar_1945

    Jedem das seine…

  30. Diese ständige Empörtheit über jedes falsche Wort des Zentralrats geht mir echt auf die Nüsse. Immer was zu meckern, immer „mahnen“. Die Leute können es nicht mehr hören, vor allem die, die damit gar nichts zu tun hatten.

  31. Die „Reue-Entgegennahme-Instanz“ (HMB) sorgt mal wieder für Schlagzeilen, indem sie wie gehabt den HC instrumentalisiert um gewisse Ressentiments heraufzubeschwören. Mag HMB sich des „Skandals“ in einem Artikel annehmen. Insofern aber authentische HC-Überlebende wie Max Mannheimer keinerlei Problem haben, bei Kamingesprächen über ihre Erlebnisse zu berichten, besteht eigentlich kein Grund zur Aufregung.

    http://www.bllv.de/Kamingespraech.634.0.html

  32. So etwas Lächerliches! Ich mag den Staat Israel sehr und billige dessen Politik nahezu uneingeschränkt. Zudem schätze ich den großen jüdischen Anteil an den abendländischen Traditionen. Aber jene Graumänner verachte ich, die lügen nämlich ebenso politkorrekt vor sich hin wie unsere Politdarsteller. Dieser Mensch hängt sich an einer möglicherweise misslungenen Formulierung eines prinzipiell Gutwilligen auf, um damit sein politisches Süppchen zu kochen. Stattdessen wartet man vergeblich darauf, dass er die wirklich Böswilligen an den öffentlichen Pranger stellt. Hass und Vernichtungswille gegenüber Israel und den Juden geht heute nur von einer Ideologie aus, nämlich dem Islam. Wann höre ich von Graumann dazu deutliche Worte?

  33. Ob sich jemand aufregen würde, wenn ein Moslem ein „Twintower-Gespräch“ macht???

    Zuerst werden Teile der Sprache als Rssistisch gebranntmarkt. Irgendwann ist dann die gesamte deutsche SPrache Rassistisch.

  34. #5 Religion_ist_ein_Gendefekt (04. Jun 2012 08:06)

    Schade ist nur, daß genau solches Verhalten geeignet ist, wirklich unschöne Ressentiments wieder heraufzubeschwören.

    Das stimmt zwar, spricht aber nicht gerade für diejenigen, die daraufhin Ressentiments entwickeln. Herr Graumann macht in übertriebener Form das, wofür er (auch) bezahlt wird, nämlich den Völkermord an den Juden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die „Nachschulung“ der Fussballer in Auschwitz ist unter diesem Gesichtspunkt nur folgerichtig.

  35. Es tut mir leid, aber Herr Graumann scheint irgendwo eine Bildungslücke zu haben. Vielleicht sollte er sich informieren, worum es sich bei einem „Kamingespräch“ handelt, bevor er den Mund so weit aufmacht:

    „Ein Kamingespräch bezeichnet ein informelles Treffen im kleinen Kreis zu einem spezifischen Thema. Die Gestaltung soll eine persönliche Atmosphäre gewährleisten und einen fruchtbaren Dialog ermöglichen.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kamingespr%C3%A4ch

    Allerdings, die Quelle für diese Aussage, nämlich Wikipedia, ist ja wohl auch nur ein rechtsradikaler Verein.

  36. Natürlich ist die Ereiferung wegen des Wortes „Kamingespräche“ an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, aber in erster Linie geht’s doch gar nicht darum.

    Dass die Fußballer reihenweise durch Auschwitz geschleust werden, halte ich für höchst fragwürdig, aber wenn der DFB schon meint, dies machen zu müssen, dann ist es natürlich ein Ding der Unmöglichkeit, dass nur 3 von 22 Spielern dabei sind, von denen zwei außerdem noch polnischer Herkunft sind. Wenn schon, hätten alle teilnehmen müssen, inkl. Özil und Kedhira. Nur hätte man die zwei natürlich gefesselt und geknebelt dahin schleifen müssen. Da es nun wieder allzu entlarvend gewesen wäre, wenn nur die Spieler muslimischen Glaubens gefehlt hätten, hat man sich wohl diese peinliche Variante ausgedacht. Völlig daneben! Man hätte sich dieses heuchlerische Theater lieber komplett sparen sollen. Wer Auschwitz besuchen will und der dort ermordeten und gequälten wirklich gedenken möchte, der kann dies tun, auch als Fußballer, aber nur freiwillig und aus eigenem Antrieb.

  37. Der Jüdische Zentralrat fürchtet sich offenbar nicht vor einer Trivialisierung der Shoa. Man wird dieses Pferd noch totreiten. Wenn man Vertreter der jungen Generation hört, kommt ganz schnell das Wort „overkill“ – Holocaust allüberall, in jedem Schulfach, in jeder Rede, in jedem nur denkbaren Zusammenhang. Ebenso wird es mit dem Begriff Toleranz/Integration gehen.

  38. Was bilden sich diese Leute ein, erwachsene Männer derart bevormunden und erziehen zu wollen. Warum lassen die sich sowas gefallen?

  39. Ein Besuch in einem KZ muss ehrlich sein und wahrscheinlich kann man sich damit besser auseinandersetzen, wenn jeder für sich geht. Ein obligatorischer Auftritt in Ausschwitz womöglich noch mit Kameras und Fotoapparaten ist eine Verhöhnung der Opfer.

  40. Bitter, zu sehn, wie die Funktionäre des Zentralrats der Juden, die NS-Verbrechen für ihre persönliche Profilierung nutzen.

  41. #48 RDX (04. Jun 2012 15:26)

    Es ist richtig was Sie sagen, Aber haben Sie das Grauen mit eigenen Augen gesehen ?????
    Mir dreht sich der Magen noch heute der um.

  42. In dem Zusammenhang ist das Wort Kamingespräch auch nicht wirklich sensibel.

    Interessanter ist aber, warum Özil und Khedira bei dem Besuch nicht anwesend waren ?

  43. @#52 WutImBauch
    Genau meine Meinung , es wäre schon interessant und ein wichtiges Zeichen der Integration gewesen wenn gerade die Spieler mit ausländischen Wurzeln ihren tiefen Respekt gegenüber dem grösstem Verbrechen der Menschheitsgeschichte gezeigt hätten .
    Wollte man da beim DFB einen Affront vermeiden ?

  44. In einigen Dingen ähneln sich Juden und Moslems doch: Es sind z.B. beide ziemlich schnell beleidigt!

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