Nach Thilo Sarrazin und Otmar Issing meldet sich nun der nächste Top-Ökonom in der FAZ zu Wort: Hans-Werner Sinn. Es entsteht gerade ein anderes Europa. Hans-Werner Sinn, der das sagt, ist der bekannteste deutsche Ökonom, und er meint es ökonomisch. Aber nicht „nur“ ökonomisch, sondern im Blick auf alle auch politischen Folgen, die sich aus der Wirtschaft ergeben. Man organisiere derzeit einen öffentlichen Kreditfluss, der die deutschen Ersparnisse nach politischen Gesichtspunkten in Länder der südlichen Peripherie lenkt. Durch politische Entscheidungen seitens der EZB, durch den immer größer werdenden Rettungsschirm werde privaten Anlegern die Entscheidung abgenommen, wo sie investieren, und ein öffentlicher Geleitschutz für das Kapital organisiert, der es dahin leitet, wo es sich eigentlich aus guten Gründen nicht mehr hintraut. Hans-Werner Sinn erklärt, in welchem Moment wir 640 Millarden auf einen Schlag los werden.

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27 KOMMENTARE

  1. In der Vergangenheit haben es sich die südlichen EU-Staaten mit geborgtem Geld gut gehen lassen. Einige Banken haben ihnen (Griechenland) beim Euro-Betrug geholfen und dabei fette Gewinne eingefahren. Nun ist die Sache am dampfen und der Euro am zusammenbrechen, aufgrund dieser Mißwirtschaft.

    Jede einigermaßen denkende Mensch hätte, bei Kenntnis dieser Informationen, wissen müssen, daß diese Wirtschaftsart in die Pleite führt!

    Viele unserer „Wirtschaftsexperten“ haben dazu geschwiegen. Ich bin davon überzeugt, daß dieser crash beabsichtigt ist und einige daraus weiterhin ihren Vorteil ziehen werden, auf unser aller Kosten!

  2. Bald finanzieren wir nicht mehr nur den 3er-BMW von Murat aus Neukölln und von Achmed aus Ehrenmordfeld sondern auch noch den 5er-BMW von Rachid aus Vilier-le-Bel und von Oussama aus Clichy-sous-Bois!

    Maastricht ist Versailles ohne Krieg!

  3. Die deutsche Zwangsvereinigung war schon teuer.

    Jetzt sollen wir auch noch EUROPA aushalten, ohne bei der Schuldenaufnahme eingreifen zu können. Das hört sich wie ein bedingungsloser Dauerkredit an.

    Wenn das gesamte deutsche Volk gegen Eurobonds ist, dürfen Politiker dann einfach das GG ändern?

    Man scheint die Fehler bei der EURO Einführung wiederholen zu wollen.

    Ein Pfui auf unsere „Repräsentanten“.

  4. Wir sind nicht erpressbar geworden,nein – wir werden erpreßt.
    Entweder wir zahlen gleich oder die Blase platzt und wir zahlen später.
    Alternativlos sei alles, schwafeln die Politiker, das klassische Merkmal jeder Erpressung.

  5. Ich hatte damals bei der Euroeinführung wie die Mehrheit der Deutschen, obwohl ich von Finanzen damals weit weniger verstand als heute, ein sehr ungutes Gefühl.
    Man wusste ja von der politischen und finanziellen Unordnung der Staaten Südeuropas.
    Eine Frau in einer talkshow damals ist mir in Erinnerung. Sie meinte: Ich habe meine Geld bereits in den Schweizer Fanken getan.
    Glücklicher Mensch.

  6. Sie schaffen es allemal,
    den deutschen Steuerzahler für die „Dolce-vita“-Staaten haftbar zu machen.
    Barroso, „Feldwebel Schulz“ u.v.a. sind bereits dabei, Mutti auf den rechten Weg zu leiten!

  7. Und noch ein Top-Ökonom meldet sich zu Wort: Alan Greenspan!

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/us-notenbank-legende-greenspan-nennt-den-euro-einen-fehlschlag/6748776.html

    Und was sagt er?

    Die Annahme, dass sich die kulturellen Unterschiede in der Region durch eine Union überbrücken ließen und dass sich Griechen und Italiener ökonomisch wie Deutsche verhalten würden, habe sich “nie” bewahrheitet.

    Ka – Kreisch! Das ist doch – „Rassismus“! Aber mindestens mal sarrazinistischer Prägung!

    Wann schnappt sich Greenspan das Mikro bei einer ProNRW-Kundgebung?

  8. Warum nur habe ich nach Lesen des „Welt“-Artikels nebst Kommentaren bloß als erstes den politisch absolut unkorrekten Gedanken, dass Deutschland zügig wieder die allgemeine Wehrpflicht einführen sollte…

    Westerwälder

  9. Deutschland ist aufgrund der vielen Euro-Hilfskredite und Traget 2-Forderungen erpressbar geworden. Das klang doch im vorhergehenden Beitrag „Polizist in Köln: Packen Sie das GG weg!“ so ähnlich, nur dass es dort die Masse der Moslems ist, die uns aus purer Angst vor ihrer Gewalt kapitulieren lässt. Dort werden in der Folge unsere Freiheitsrechte eingeschränkt und hier unsere finanzielle Souveränität. Wenn zahlenmäßig erst einmal ein gewisser Schwellenwert überschritten ist, geht es nur noch in eine Richtung: bergab. Was wird aus diesem Gemisch?

  10. #10 Stefan Cel Mare (14. Jun 2012 10:32)
    Und noch ein Top-Ökonom meldet sich zu Wort: Alan Greenspan!

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/us-notenbank-legende-greenspan-nennt-den-euro-einen-fehlschlag/6748776.html

    Und was sagt er?

    Die Annahme, dass sich die kulturellen Unterschiede in der Region durch eine Union überbrücken ließen und dass sich Griechen und Italiener ökonomisch wie Deutsche verhalten würden, habe sich “nie” bewahrheitet.

    Ka – Kreisch! Das ist doch – “Rassismus”! Aber mindestens mal sarrazinistischer Prägung!

    Wann schnappt sich Greenspan das Mikro bei einer ProNRW-Kundgebung?

    Es ist nur eine Frage der Zeit, auch wenn es in Deutschland wie gewohnt etwas länger dauern wird, bis sich diese Erkenntnis verbreiten wird, man hat völlig inkompatible gesellschaftliche Wertesysteme versucht, durch die Gemeinschaftswährung
    miteinander zu verknüpfen.
    Nur wird es zu spät sein, wenn man es in Deutschland auch in den Elfenbeintürmen merken wird.

  11. Die einzigen Auswege, die bleiben, sind aber längere Lebensarbeitszeiten, Kapitalbildung vornehmlich in Deutschland, Kinder und Immigration.

    Der bekannteste deutsche Ökonom befürwortet Immigration, obwohl er wissen müßte, daß sie mehr Last als Entlastung für uns Deutsche bis heute darstellt, wenn sie aus der Türkei und anderen Arabisch sprechenden Ländern kommt. Diejenigen, die er vielleicht gern hätte, kommen erst gar nicht nach Deutschland.

    Das Kapital der Welt kommt nach Deutschland und in die Schweiz, weil wir noch ein vernünftiges Rechtssystem haben, weil wir eine industrielle Basis haben, weil wir ein hervorragendes Berufsausbildungssystem haben für die jungen Leute, das die Straßenkriminalität und Unruhen klein hält.“

    Was für ein Märchenerzähler. Unser Rechtssystem wird gerade beschnitten, die industrielle Basis genauso und das Bildungssystem ebenfalls. Straßenkriminalität hat übrigens in Deutschland, durch den Massenimport von Mohammedanern und Zigeunern, Hochkonjunktur.

  12. @Stefan Cel Mare
    „Wann schnappt sich Greenspan das Mikro bei einer ProNRW-Kundgebung?“
    ———
    Guter Punkt. Die Antwort auf das Lehrer-Rede-Fiasko müsste eigentlich sein: mehr Redner und nicht weniger. In Frage kommen würden entweder exponierte Leute, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung weniger angreifbar sind oder Leute, deren finanzielle Existenz nicht (mehr) gefährdet ist. Es wäre doch genial, wenn auf der nächsten Demo ein pensionierter Lehrer sprechen würde, der das politische Vorgehen in dem besagten Fall und die Einschränkung von Grundrechten ect. in unserem Land anprangert. Freiwillige vor!

  13. #16 IslamAbschaffen (14. Jun 2012 12:54)

    Das Kapital der Welt kommt nach Deutschland und in die Schweiz, weil wir noch ein vernünftiges Rechtssystem haben, weil wir eine industrielle Basis haben, weil wir ein hervorragendes Berufsausbildungssystem haben für die jungen Leute, das die Straßenkriminalität und Unruhen klein hält.“

    Das „hervorragende Berufsausbildungssystem“ erlebte sein letztes Aufblühen Anfang der 90er Jahre, als aus der ehemaligen DDR eine Spezies wieder heimisch wurde, die als ausgestorben galt: der Facharbeiter.
    Das heutige Bildungssystem besteht im Grossen und Ganzen daraus, die Anforderungen für das Abitur, sukzessive in rotgrün regierten Bundesländern, unter denen des Hauptschulabschlusses der siebziger Jahre herunterzuschrauben, um dann NC-freie Fächer wie Sozialökonomie, Sozialphilosophie, Soziologie, Sozialpsychologie , Sozialanthropologie und Sozialpolitologie studieren zu können.
    Diese Fächer gibt es wirklich und ich hoffe, keine vergessen zu haben.
    Auch hier wird in absehbare Zeit eine Blase platzen, wenn die Absolventen dieser Fächer auf der Strasse sitzen und über die der Okkupy-Bewegung vergleichbaren Aktionen beginnen, sich über ihre ach so ungerechte Behandlung zu mokieren, weil sie trotz ihrer akademischen Ausbildung Kellner-Jobs in Cafeterias ausüben müssen.

  14. #19 Das_Sanfte_Lamm (14. Jun 2012 13:33)

    Absolventen anderer Fächer sind Nutznießer der MINT-Fächer Absolventen. Ohne sie kann weder Innovation noch Wirtschaftswachstum in jetziger Form in Deutschland stattfinden. Nur um diese Fächer einigermaßen zu bestehen, bedarf es einer guten schulischen Vorbildung, die durch linke „Bildungsreformen“ nach und nach demontiert wird.
    Geht es hier bergab, ebbt zumindest der Zustrom von Bildungsfernen und Kulturfernen aus der Türkei und arabisch sprechenden Ländern ab. Genauso wird uns das Geld für die vielen sinnlosen Ideen der Linken fehlen.

  15. #20 IslamAbschaffen (14. Jun 2012 14:03)

    Absolventen anderer Fächer sind Nutznießer der MINT-Fächer Absolventen. Ohne sie kann weder Innovation noch Wirtschaftswachstum in jetziger Form in Deutschland stattfinden. Nur um diese Fächer einigermaßen zu bestehen, bedarf es einer guten schulischen Vorbildung, die durch linke „Bildungsreformen“ nach und nach demontiert wird.
    Geht es hier bergab, ebbt zumindest der Zustrom von Bildungsfernen und Kulturfernen aus der Türkei und arabisch sprechenden Ländern ab. Genauso wird uns das Geld für die vielen sinnlosen Ideen der Linken fehlen.

    Ich denke, Vielen ist nicht bewusst, dass mittelfristig speziell in Deutschland eine „Bildungsblase“ platzen wird.
    Noch sonnt man sich in den ach so schön anzusehenden Statistiken mit der höchsten Abiturquote und Erstsemester-Anmeldungen seit Gründung der Bundesrepublik.
    Die ersten Anzeichen waren neulich in NRW spürbar, als bei einer Mathematik-Eingangsklausur eine Durchfallquote von 94% als Ergebnis herauskam.
    Seitens der Durchgefallenen wurde sich beschwert, der Stoff sei zu schwer, trotzdem dieser seit Jahrzehnten gleich geblieben war – bei einer früher gegen Null tendierenden Durchfallquote.

  16. #21 Das_Sanfte_Lamm (14. Jun 2012 14:57)

    Vor Ort an TU haben sich einige Professoren schon darüber beschwert, daß viele Studenten nicht mehr in der Lage sind einfachste Rechnungen im Kopf durchzuführen, genauso fehlt es ihnen an mathematischem Grundwissen, um MINT-Fächer zu bestehen.
    Als nächsten Schritt werden die Linken deutsche Hochschulen kaputt reformieren, damit der Ausgleich wieder hergestellt ist. Spätestens dann wird Deutschland seine gegenwärtige Stellung als innovatives Exportland nicht mehr halten können und die Linken werden dagegen nichts mehr tun können, es sei denn, sie kehren zu alten Werten zurück.

  17. #22 IslamAbschaffen: Was braucht ein sozisonstwas „Wissenschaftler“ schon so was ordinäres wie Mathe oder auch Deutsch und Englisch. Wie heissts so schön, du darfst nicht nur keine Meinung haben, sondern du musst imstande sein sie auszudrücken.

    Wegen dem Sinn, da war doch erst letzte Woche ein Beitrag bei Won, da wurde grade er als Beispiel dafür aufgeführt, warum Deutschland nicht aus dem Euro rausdürfte. Aber vieleicht hat man ihn nur mal falsch verstanden, falsch übersetzt oder so. Allerdings verstehe ich nicht, wenn sich die Voraussagen diversester Wirtschaftler von der Euroeinführung bis heute nicht bewahrheitet haben, warum sie es grade dann tun sollten, wenn wir da raus gehen.

  18. #23 uli12us   (14. Jun 2012 20:58)  

    Sozialwissenschaftler ganz sicher nicht, aber als Nutznießer sind auf jene angewiesen, damit ihre Anstellung weiter durch staatliche Gelder finanziert wird. Im Übrigen möchte ich nicht alle Sozialwissenschaftler über ein Kamm scheren, denn z.B. Necla Kelek macht dieser Berufsgruppe alle Ehre. Sie ist ihr wirklich würdig, leider ist sie auch eine Ausnahme.

    Bei sogenannten prominenten Ökonomen bin ich mir nie sicher, ob sie uns alles sagen, was sie denken. Wahrscheinlich hält sich Sinn bei bestimmten Themen bewußt zurück, um keine Panik zu schüren. Andere Ökonomen sind diesbezüglich wesentlich offener. Nichtsdestotrotz ergibt alles ein Gesamtbild, das alles andere als rosig aussieht.
    Wenn die Euro-Bombe platzt, wird es spannend in Europa.

  19. @#16 IslamAbschaffen (14. Jun 2012 12:54)
    welches hervorragende Bildungssystem?
    Schon mal einen Einstellungstest für handwerkliche Ausbildungen gemacht?
    Den hätten früher Volksschüler mit der achten Klasse locker bestanden, heute kaum Hauptschüler mit Qualifikation, also mittlerer Reife, gar manche Fachoberschüler nicht… Neue Fächer braucht das Land, Schnell Smsen, oder Dauertelefonieren, Schnelltwittern oder Quizfragen bzl. daily soap Darstellern.
    Unsere Kinder kommen leider UNGEBILDET von den allgemeinen Schulen!

  20. #25 Westzipfler (14. Jun 2012 21:44)

    Wer heute seinen Kindern Bildung zukommen lassen will, schickt sie auf Privatschulen. Sie vermitteln nicht nur bessere Bildung, sondern formen auch ideologiefreie Schüler, die sich anschließend in der Welt besser zurechtfinden können.

  21. Ebenfalls von Prof. Sinn in der NY Times:

    Why Berlin Is Balking on a Bailout

    Zitat: „It is unfair for critics to ask Germany to bear even more risk. Should Greece, Ireland, Italy, Portugal and Spain go bankrupt and repay nothing, while the euro survives, Germany would lose $899 billion. Should the euro fail, Germany would lose over $1.35 trillion, more than 40 percent of its G.D.P. Has the United States ever incurred a similar risk for helping other countries?“

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