32 Kinder, alle unter zehn Jahre alt, starben bei dem Massaker von HulaDie Artikel in der FAZ, wonach nicht Schabiha-Milizen, sondern die Rebellen für das Massaker in Hula verantwortlich sind (PI berichtete), wurden auch in den USA zur Kenntnis genommen. John Rosenthal, der bereits während des Bürgerkriegs in Libyen über Al-Qaida-Fahnen in Bengasi berichtet hatte, machte den Anfang mit einer kurzen englischen Wiedergabe des ersten FAZ-Artikels im National Review Online. Diese Wiedergabe wurde von Robert Spencer auf Jihadwatch aufgegriffen.

(Von Antifo)

Auch aus Syrien selbst kam ein Echo. Al Ayyam veröffentlichte eine „Antwort der Aktivisten von Hula auf die Anschuldigungen der FAZ“. Al Ayyam stellt sich selbst als Neugründung einer syrischen Zeitung aus der Zeit des Kampfes gegen das französische Völkerbundmandat durch „syrische pro-Demokratie Aktivisten“ dar, die nach der Machtübernahme der Baath-Partei ihr Erscheinen einstellen mußte. In ihrer Antwort beschweren sich die Aktivisten darüber, dass Dr. Rainer Hermann sie nicht kontaktiert hat, bevor er seinen Artikel schrieb. Sie laden ihn in ihr „Dorf“ ein und „garantieren“ ihm, dass ihm da nichts Schlimmes passieren werde.

Das ist zumindest ungewöhnlich. In Ländern mit Pressefreiheit muss man als Journalist nicht erst irgendein Revolutionskomitee aufsuchen, um sich seine Artikel absegnen zu lassen. Zurecht wird man einwenden, dass auch im Syrien Baschar al-Assads dieser grundlegende demokratische Standard nicht erfüllt ist. Nur fordert Präsident Assad ja auch keine „Flugverbotszone“ zur Einführung der Demokratie in Syrien. Es ist daher keineswegs unbillig, von den Aktivisten eine ordentliche Entgegnung zu erwarten. Statt eines Verweises auf irgendwelche Youtube-Videos, die nicht mal verlinkt sind, sollten die Aktivisten den FAZ-Artikeln ihre Version der Vorgänge entgegenstellen, die in Hula zur Abschlachtung von Frauen und Kindern aus nächster Nähe durch bislang Unbekannte führten.

Idealerweise sollte diese Entgegnung auf alle inhaltlichen Aspekte eingehen, die von Dr. Hermann genannt wurden. Dazu gehört auch die Angabe, dass unter den Ermordeten die in Hula lebenden Verwandten des regimetreuen Parlamentsabgeordneten Abdalmuti Mashlab waren. Es ist falsch, wenn dem FAZ-Autor hier eine Übernahme von Regime-Propaganda vorgeworfen wird: Der Name dieses Parlamentsangehörigen ist bereits in der zehn Tage vor dem Massaker veröffentlichten Liste der Parlamentsangehörigen zu finden. Es ist kaum vorstellbar, dass diese Angabe im vorläufigen Untersuchungsbericht des offiziellen Syriens auftauchen würde, wenn Abdalmuti Mashlab dort keine Verwandten hätte bzw. gehabt hätte. Das hätte sich in Syrien blitzartig herumgesprochen.

Es sollte den Aktivisten daher ein Leichtes sein, diese „Propaganda“ zu entlarven. Die Glaubwürdigkeit der syrischen Regierung wäre vor den Augen der Weltöffentlichkeit zerstört, Russland und China kämen nicht mehr umhin, ihren diplomatischen Kurs zu ändern. Auch John Rosenthal hatte man vorgeworfen „Assad-Propaganda“ zu übernehmen.

(Foto oben: 32 Kinder, alle unter zehn Jahre alt, starben bei dem Massaker von Hula)

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28 KOMMENTARE

  1. Wenn man sich das Bild oben betrachtet, könnte man sich in zynischer Weise wieder denken: Aha,
    die Musels mal wieder bei Ihrem Lieblingssport,
    unschuldigen Kindern die Kehlen durchschneiden
    und Allahu Akbar rufen. Nein, Gott möge diesen
    Kindern gnädig sein, und die Schuldigen Ihre persönliche Hölle erleben. Diese verfluchte
    Ideologie darf sich niemals hier breit machen und
    entscheidenden Einfluß bekommen.

  2. Auch Al Kaida mischt bereits in Syrien mit. Was sich dort als Freiheitskämpfer darstellt, mutiert mehr und mehr zu einer Räuberbande, die alte Rechnungen begleicht oder im Auftrag anderer Länder handelt.
    Hatte ich noch am Beginn dieses Bürgerkriegs die Positionen der Rebellen eingenommen, so muß ich nun erkennen, mich geirrt zu haben. Es läuft wie in Lybien. Am Ende werden die Christen und Alewiten massakriert und die Welt, die vorher so laut geschrien hat, sieht weg. Christen und Alewiten kämpfen um ihr Überleben, sie haben keine andere Wahl. Daß sie damit zugleich das Assadsystem stützen, ist die Tragik dabei. Nur – was sollten sie sonst tun als sich für das kleinere Übel und ihr eigenes Überleben zu entscheiden.

  3. Jaja … das alte Spiel. Man muss sich stets die Frage stellen, wer den größten Vorteil von einem Ereignis hat und schon findet man den Verantwortlichen. Was bringt es Assad Frauen und Kinder zu ermorden … nur Nachteile.

  4. Dt. Politiker sind oft Schuld!

    Ich sehe es schon wieder kommen. Die Bundesregierung mit Rot/Grün setzt sich wieder für die islamischen Terror-Rebellen ein und wollen Assad stürzen um in der Welt wieder als Gutmenschen darzustehen.
    Beliefern die islamischen Rebellen sicher auf Umwege auch mit Waffen.
    Und dann wenn Syrien in Chaos und Bürgerkrieg gestürzt wurde stehen genau diese dt. Politiker wieder da und zucken mit Schultern und sagen: Ja das haben wir ja so nicht gewollt aber Geschäfte machen wir mit jeder Seite die gerade regiert.

    Schon irgendwie seltsam: Deutschland ist dritt größter Waffenhersteller und Waffenexporteur, auch in Diktaturen und Regime, aber will überall Demokratie und Menschenrechte verkünden.. Wie passt das zusammen?

  5. Krieg ist ein dreckiges Geschaeft und bestimmt sind die
    Syrischen Soldaten keine Pfadfinder.

    Aber alles in allen vertraue ich eine Armee immer mehr als Milizen – der Soldat in der Armee wird in den Krieg gechickt, der Milizionaer geht freiwillig um zu toeten.

    Ich frage mich nur was machen all die Pakistani, Afghanen, Saudis und Kuwaitis in der Syrischen Befreiungsarmee ?

    Dieses Video ist nichts fuer schwache nerven :
    http://www.youtube.com/watch?v=e5W9MHuStSk

    Aber alle Video im Internet wo Allah Akbar gerufen wird auch wenn nur tote zu sehen sind und immer wieder Allah Akbar das sind alles Terroristen

    Die Syrische Armee ruft niemals Allah Akbar

  6. http://www.wadinet.de/blog/?p=9447

    „Der Wiederaufbau Syriens nach einem möglichen Sturz des Assad-Regimes wird in Berlin geplant – mit Unterstützung der Bundesregierung. (…) Dafür richtete die „Gruppe der Freunde des syrischen Volks“, die eine Beilegung des Konflikts vorantreiben will, eine Anlaufstelle in der Hauptstadt ein, wie das Auswärtige Amt der „Financial Times Deutschland“ vom Dienstag bestätigte. (…) Die Regierung stehe hinter dem Projekt, „damit nach einem Ende der Gewalt nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich ein Neuanfang gelingt“, sagte sie. Die Kosten des Sekretariats teilen sich demnach Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate.“

    „Neben Saudi Arabien gelten die UAE als einer der größten Förderer jihadistischer und salafitischer Bewegungen weltweit, sie waren eines der ganz wenigen Länder die das Kaliphat Afghanistan der Taliban auch diplomatisch anerkannt hatten, zu den Taliban unterhalten sie auch heute noch enge Beziehungen. In Syrien wiederum unterstützen die UAE sunnitische Islamisten, weil sie den Konflikt als einen zwischen Sunniten und Schiiten, dem Golf und Iran betrachten, sind de facto also eine Bürgerkriegspartei. “

    Mir fällt nichts mehr ein, wie man das noch kommentieren könnte.

    Auch die Obama Regierung hat ausschließlich Kontakt zu sunnitischen „Rebellen“, also der Moslembruderschaft aufgenommen. Zu ihnen geht auch die Waffenhilfe.

    Luftschläge werden von Obama ebenfalls nicht mehr ausgeschlossen…

    Durch die Verbindung der Orthodoxen Kirchen, ist es eigentlich nur noch Russland, das den Völkermord aufhält.

  7. Es ist das erste Mal im meinem Leben, daß ich die russische Positon unterstütze. Nie hätte ich das geglaubt.

  8. Seltsam, unsere Gutmenschen regen sich auf, weil Assad diese Kinder ermorden haben lassen könnte.

    Dabei ist es völlig egal, ob nun Assad-Treue oder die Moslembruderschaftler diese Kinder ermordet haben.
    Es muss egal sein, ob nun ein Nichtmoslem Moslemkinder abschlachtet oder ob ein Moslem Nichtmoslemkinder abschlachtet.

    Wichtig ist, dass es in diesen Ländern, mit ihrer bunten und vielfältigen Kultur, die man als Bereicherung sehen muss und für uns angeblich keine Gefahr darstellen, überhaupt gezielt Kinder ermordet werden!!

    Wichtig ist, dass sich bei diesen islamisch geprägten „Kulturen“ einfach nur um Scheisskulturen handelt, dass diese „Kulturen“ nicht mit unserer Kultur verglichen und zusammengezwungen werden darf und dass diese Tatsache endlich auf den Tisch muss.
    Basta.

  9. Syrien – Assad VS Salafisten, Islamfaschisten, Al-Quida. Wer die syrischen „Rebellen“ unterstützt mischt sich in einen Religionskrieg ein und riskiert einen Genozid gegen die christliche und alevitische Minderheit. Deswegen werden die „Rebellen“ auch von Saudi Arabien und allen möglichen Salafisten (wie z.B. Pierre Vogel) unterstützt. Die freuen sich schon auf ein Blutbad.

    http://www.youtube.com/watch?v=K4rUnTeRRKM

  10. #10 nicht die mama

    Das liest sich so wie diese „nicht-interventionistische“ Position von Andrew C. McCarthy, die ich heute im National Review Online gefunden habe:

    http://www.nationalreview.com/articles/302987/stay-out-syria-andrew-c-mccarthy

    McCarthy spricht sich gegen eine Bewaffnung der von Katar und Saudi-Arabien bezahlten Putschisten aus, weil er natürlich weiß, dass die Aktivisten waschechte Islamisten sind und weil der erhoffte Regime-Change Amerika keine Vorteile bringt. Es sei im Interesse der USA, wenn sich al-Qaida, Moslembruderschaft, Hamas, „das Assad Regime“, „die iranischen Mullahs“ und Hizbollah gegenseitig den Schädel einschlagen, weil das zu deren Schwächung führe. Die Auseinandersetzung in Syrien sei zu einem „Paradies für Dschihadisten“ geworden, ohne dass es den amerikanischen Steuerzahler auch nur einen Penny gekostet habe. Man werde sehen, dass sich alle Feinde Amerikas gegenseitig an die Gurgel gehen, wenn man der Sache ihren natürlichen Lauf lasse. Für westliche Begriffe seien die dort begangenen Verbrechen zwar schockierend, aber das gehöre dort eben zur Alltagskultur (engl. „but is, in their culture, quotidian“)!

    Bei aller Liebe, aber das ist schlicht menschenverachtend. Wenn derartige Positionen dort den Diskurs prägen, dann betreiben die USA bei Syrien durch und durch verantwortungslose Außenpolitik.

    Wer sich als Vorkämpfer der Demokratie in aller Welt versteht, der muß auch ein gewisses Maß an Wissen über die politischen Strukturen und eine Ahnung über das Potenzial für eine reale Verbesserung in den jeweiligen Ländern haben. Was McCarthy hier bringt ist keineswegs hinreichend. Das sind Stammtisch-Parolen und sie sind bösartig, weil die Zerstörung eines gesamten Landes bewußt als Ziel anvisiert wird.

    Von einer Unterstützung von Kofi Annans Friedensplan für Syrien durch Außenministerin Clinton kann bei so einer Haltung überhaupt keine Rede sein.

  11. Wer die Mörder waren läßt sich nicht so einfach feststellen.
    Wer die Opfer sind aber schon! nach den letzten Informationen waren es Assad-Anhänger oder zumindest Verwandte von Assad-Anhängern. Sie wurde aus nächster Nähe getötet.

    Sehr unwahrscheinlich, daß die Assad-Regierung dafür verantwortlich ist.

  12. Wer sich das antun möchte, auf liveleak und YNC sind mehrere Handyvideos, wo die „freiheitlichen anti-Assad Aktivisten“ irgendwelche armen Schweine an Strassenlaternen u.ä. aufhängen. Meist unter dem Gebrüll einer „Allahu ackbar!“ kreischenden Menge aus vollbärtigen Männern, die Zum Teil diese schwarzen Djihad-Flaggen oder AK47 schwenken und dabei fleißig rumballern. Mal ganz ehrlich, die syrische „Opposition“ sieht mir nicht sehr vertrauenserweckend aus.

    Falls es in Syrien jemals einen demokratischen Aufstand gegen Assad gab, so wurde dieser schon vor längerer Zeit von Al-Quaida und ähnlichen radikalen sunnitischen Organisationen gekapert, die von den Saudis und gewissen Emiraten gestützt werden. Diese scheinen nun marodierenderweise durch das ländliche Syrien zu ziehen und alles umzulegen, was nicht sunnitisch ist. In englischen Blogs kann man hier und da Berichte von Massakern an Alewiten, Schiiten und Christen lesen.

    Ziemlich verfahrene Lage da. Am besten der Westen hält sich raus. Der ganze arabische Frühling ist eh nur eine Mogelpackung, die
    -sobald man sie öffnet- einen Scharia-Winter enthält.

  13. #9 fraktur (16. Jun 2012 21:18)

    Es ist das erste Mal im meinem Leben, daß ich die russische Positon unterstütze. Nie hätte ich das geglaubt.

    Meine Prognose: es wird nicht das letzte Mal sein…

  14. dieser ganze arabische Frühling wird solange weiterlaufen,bis die Islamisten an Pakistans Atomwaffen rangekommen sind.Wahrscheinlich auch mit UN-Unterstützung!?!
    Und dann wird der Westen blöd aus der Wäsche gucken,wenn Israel mit Atomwaffen angegriffen wird.
    Aber ich hab ja von alledem keine Ahnung,ich bin nur ein blöder Handwerker,der nichts von Politik versteht!!!

  15. Ohne jetzt die Medien verteidigen zu wollen, die nur allzu leichtgläubig die Version der Opposition nachbeten: Syriens Medien haben jahrelang jeden, der auch nur leichte Kritik an Assad äußert, gleich zum Terroristen gestempelt. Dann verwundert es kaum wenn man ihnen auch dann nicht glaubt wenn echte Terroristen am Werk waren.

  16. #10 nicht die mama (16. Jun 2012 21:32)
    Sicher ist nur das die letzten Wahlergebnisse zeigen Das dieses dank unserer Massenmedien aber anscheinend noch niemand bzw. max 1% der Deutschen erkannt haben…sie ahnen zwar schon was auf ihre Kinder zurollt dank ihrer Lethargie, aber wütend werden sie nicht …

  17. #7 JeanJean (16. Jun 2012 21:11)
    http://www.wadinet.de/blog/?p=9447

    “Der Wiederaufbau Syriens nach einem möglichen Sturz des Assad-Regimes wird in Berlin geplant – mit Unterstützung der Bundesregierung. (…) Dafür richtete die „Gruppe der Freunde des syrischen Volks“, die eine Beilegung des Konflikts vorantreiben will, eine Anlaufstelle in der Hauptstadt ein, wie das Auswärtige Amt der „Financial Times Deutschland“ vom Dienstag bestätigte. (…) Die Regierung stehe hinter dem Projekt, „damit nach einem Ende der Gewalt nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich ein Neuanfang gelingt“, sagte sie. Die Kosten des Sekretariats teilen sich demnach Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate.”

    Erst mal: klasse, der Artikel, nur so, in sachlichem Ton geschrieben und auf Reaktion der Rebellen wartend, kann eine Nichtantwort oder ausweichende Antwort als klarer logischer anerkennung der Fakten beurteilt werden falls von skrupellosen Machtmenschen getötete Kinder benutzt werden. Und wenn Saudi Arabien und Deutschland direkt zusammen arbeiten und man weiß dass deutsche Politiker sich in der Region aufhalten, liegt ein Verdacht ziemlich offen, wenn keine glaubwürdige und logische Entgegnung zum Massaker kommt. Danke für diese Erkenntnisse und an JeanJean danke für die hilfreichen und erhellenden Infos. Eine deutsche Politikgruppiereung in Einheit mit ultraorthodoxen Djihadisten im gemeinsamen Kampf. Es wird alles bekannt werden, die Geschichte kann noch so grob gefälscht werden, es kann der Aufklärer noch so oft, sogar legal, vor ein Gericht kommen: Die Wahrheit ist immer noch die Wahrheit, die ganz sicher bekannt werden wird.

  18. OK – Saudis und Arabische Emirate mögen nochmal ein Unterschied sein – aber die Richtung bleibt gleich.

  19. # 13 Antifo

    Volle Zustimmung ! Die Amerikaner haben aus ihren Fehlern während des kalten Krieges nichts gelernt . Die Russen , die in Syrien eine Militärbasis haben , werden diesmal nicht zusehen wenn die NATO eingreift , um ihren islamistischen Brüdern zu helfen . Sie vergessen auch das Syrien eine Grenze mit Israel hat . Wladimir Putin sollte eine “ Schutzgarantie “ für Präsident Assad übernehmen und notfalls Truppenkontingente entsenden . Der Westen , der noch nicht einmal seine Straßen vor muslimischen Gewalttätern sichern kann , wird allenfalls mit Protest darauf reagieren . Mir stehen die Russen wesentlich näher als die einfältigen Amerikaner .

  20. Man tippe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London in eine x-beliebige Suchmaschine und staune!

  21. Das ändert aber nichts an den Assad-Fakten. Es ist ein Gemeinplatz, dass radikale Moslems und Gruppen überall mitmischen.

  22. #25 Monkey

    Bei dieser „syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London” sind gerade mal zwei Personen tätig. Deren Leiter, Rami Abdurahman, verfügt nicht einmal über einen Mittelschulabschluss und ist eigentlich Besitzer einer Imbissstube.

    Diese Aktivisten sind höchst fragwürdige Figuren. Andrew C. McCarthy kassifiziert sie als “predominantly Islamist, demonstrably murderous Syrian ‘opposition’”. Ich würde da noch hinzufügen, dass es sich um gekaufte Putschisten handelt. Es ist völlig irrational Leuten blind zu glauben, die sich kaufen lassen. Als Quelle für seriöse Nachrichten sind sie wegen ihrer Befangenheit nicht geeignet.

  23. #24 pellworm

    Bis zu den Präsidentschaftswahlen im November wird zumindest Obama ohne UN-Mandat nichts machen.

    Russland sollte jetzt die Initiative ergreifen und selbst eine Flugverbotszone über Syrien einrichten. Das würde verhindern, dass irgendein anderer irrer Staatschef (Hollande?) vor die Kamera tritt und Syrien ein Ultimatum („Einstellung der Kampfhandlungen durch die syrische Armee und Rückzug in die Kasernen“) stellt.

    Wenn es dazu käme, wäre es für eine russische Reaktion zu spät!

    Als Grund könnte Moskau Berichte angeben, wonach in Israel die Zerstörung syrische Chemiewaffen mit Luftangriff erwogen wird. Das wäre eine Kriegshandlung, die zu dem von allen befürchteten regionalen Krieg führen würde. Darüber hinaus wäre die Zerstörung dieser Waffen natürlich auch eine große Gefahr für die syrische Zivilbevölkerung.

    Um dieser Gefahr vorzubeugen, würde Russland den Schutz des syrischen Luftraums übernehmen und mit der syrischen Regierung die Entsendung einer gewissen Anzahl „Blauer Pelzmützen“ vereinbaren, die auf die Chemiewaffen aufpassen sollen.

    Dem Vorhalt einer einseitigen Parteinahme für Assad könnte Lawrow damit begegnen, dass man auch unter einer evtl. nachfolgenden Regierung bereit wäre, für den Schutz Israels vor diesen Chemiewaffen zu sorgen.

    Sergej Lawrow: Auf der richtigen Seite der Geschichte
    http://www.huffingtonpost.co.uk/sergei-lavrov/russia-syria-on-the-right-side-of-history_b_1596400.html

    Erschienen in der Huffington Post am 15. Juni 2012.

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