Der Kölner Stadtrat hat einstimmig die Hexenprozesse in der Stadt vor 400 Jahren verurteilt und alle Opfer rehabilitiert. Der Rat sprach sich am Donnerstag zugleich gegen jede Verletzung der Menschenwürde aus. Danke! Jetzt können die Nachfahren endlich auf Entschädigungen klagen. Wetten dass? Mit Zins und Zinseszins sind da ein paar Milliarden aufgelaufen!

» QQ: Wird PRO in 400 Jahren rehabilitiert?

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37 KOMMENTARE

  1. Die Gutmenschen sind immer ein wenig spät dran. Kann das sein?

    Das gilt auch zum Beispiel beim Kampf gegen die Nazis.

    Vielleicht richten sie sich in 50 Jahren gegen den Kommunismus und in 200 Jahren gegen die Ideologie des Islam, wenn diese bereits Geschichte ist.

  2. Ist die Stadt Köln die verantwortliche Rechtsnachfolgerin für die in Köln 38 Getöteten???

    „Danke! Jetzt können die Nachfahren endlich auf Entschädigungen klagen.“

    Das glaube ich nicht, dazu müssten ja heutige Gesetze rückwirkend Gültigkeit haben, selbst in ein Rechtssystem hinein, das mit dem aktuellen gar nichts zu tun hat…

  3. #1 Wilhelmine (29. Jun 2012 13:07)

    Anderswo bekennen sich die Hexen wenigstens offen zu ihren Missetaten:

    Zwei angebliche Hexen müssen sich in Simbabwe vor Gericht verantworten, weil sie behaupten, auf Getreidekörben durch die Luft geflogen zu sein. Die 49 und 52 Jahre alten Frauen waren am 12. Juni splitternackt und heulend vor dem Haus eines Dorfbewohners festgenommen worden.

    (Link siehe oben)

    Bei den verstockten Hexen in unserem Lande half dagegen immer nur eine hochnotpeinliche Befragung.

  4. Vor vierhundert Jahren?

    Also um 1612 herum?

    Oh, so ein Mist, denn jetzt kann jeder erkennen, dass diese Hexenverfolgung in der Neuzeit und NICHT im Mittelalter stattfand.

  5. „In ganz Deutschland wurden schätzungsweise 25.000 bis 30.000 Frauen und Männer als Hexen und Zauberer hingerichtet.“

    Nichts was zu begrüßen ist! Es geschah aber über viele Jahre (was es nicht besser macht), da hat so mancher Bombenangriff, mehr Zivilisten das Leben in nur einer einzigen Nacht gekostet (was es aber auch nicht besser macht)…

  6. Der evangelische Pfarrer Hartmut Hegeler (…)

    „Mein großer Wunsch wäre, wenn im Kölner Dom eine Messe zum Gedenken an die Opfer der Hexenverfolgung gelesen würde“, sagte Hegeler.

    Was ist denn das für ein mieser Vollpfosten???

    Soll er doch einen Gottesdienst in seiner protestantischen Gemeinde lesen. Oder sind dort die Kirchenbänke völlig leer?

    Jeder kehre vor seinen eigenen Haustüre!

    Oder weiss er nicht, was Luther bezüglich Hexen und Juden predigte?

  7. #7 Hokkaido

    Die meisten Hexen wurden von staatlichen Zivilgerichten verurteilt!!

    Der Witz ist doch, dass dieselben Schwachmaten die jetzt Hexenprozeße anprangern, durch die Hintertür in Deutschland die Scharia einführen!

  8. Ohne ballaballa zu sein, kommt man schwerlich in den Kölner Stadtrat. In anderen Städten geht es aber auch nicht geistig frischer zu. Symbolische Politik verrät das Regime.

  9. Wir hier sind heutzutage die Hexen und Hexer und Opfer der Gutmensch-Inquisition !

  10. #5 Hokkaido (29. Jun 2012 13:24)

    Vor vierhundert Jahren?

    Also um 1612 herum?

    Oh, so ein Mist, denn jetzt kann jeder erkennen, dass diese Hexenverfolgung in der Neuzeit und NICHT im Mittelalter stattfand.

    Schön wärs.

    Das würde aber voraussetzen, dass jeder das Mittelalter zeitlich korrekt einordnen könnte.

    Davon würde ich aber nicht ausgehen. Das heutige Geschichtsbild sieht doch in der Regel so aus:

    Steinzeit – Mittelalter – Nationalsozialismus – 68er-Bewegung.

    Nur im Reich des Islam tauchte der „Fortschritt“ schon viel früher auf…

  11. Hat sich eigentlich schon jemand mal bei den Neanderthalern entschuldigt?
    Wird ja mal Zeit…

  12. #12 quarksilber
    Vor den Neanderthalern gibt es aber noch fünftausend weitere Opfergruppen, deren Nachkommen unsere politische Klasse gerne und grenzenlos Entschädigungen zahlt. Denken wir nur an Varus und seine Legionen, an die Ungarn (Lechfeld 955) oder die Tschechen (wegen Johannes Hus). Die Dänen: Düppeler Schanzen. Und nicht zu vergessen die Türken: Prinz Eugen, der edle Ritter …

  13. Ah, mal wieder der Hexenwahn des frühneuzeitlichen Europas, genauer und präzise gesagt in jenen Bereichen Süddeutschlands, wo die Kirche zu der Zeit schwach, säkulare Herrschaft stark und Neid und Petzen mißgünstiger Nachbarn elementar und vor Ermittlung geschützt waren.

    Zum Hexenirrsinn, der in Süddeutschland wütete, aber nie Spanien, Italien, Griechenland, Skandinavien, Norddeutschland, Britannien ergriff – und der sich nie gegen „heilkundige Frauen“ richtete, wie es der politisch korrekte Wahn diktiert, könnte ich seitenweise schreiben. Literaturtip, älter (1987) aber aktuell:

    „The Witch Hunt in Early Modern Europe“ von Brian P. Levack

    http://books.google.de/books/about/The_Witch_Hunt_in_Early_Modern_Europe.html?id=C8yqDKcSgSUC&redir_esc=y

    PS: Melde mich zurück. Meine Mutter lebt – gottseidank. 25 Tage Intensivstation und die Herausforderung jeder Komplikation, den man sich denken kann. Im Moment scheint es sich langsam in die richtige Richtung zu bewegen, auch wenn es noch lange Zeit im Krankenhaus bedeutet. Vielen Dank für die lieben Wünsche von allen, die hier Anteil nahmen.

  14. @ #4 Stefan Cel Mare (29. Jun 2012 13:22)

    Hexenspruch:
    Hundehaar und Gänsefuß,
    von Dir will ich heut einen Kuss!

  15. #11 Stefan Cel Mare (29. Jun 2012 13:44)

    Das ist ja das traurige an der Sache:

    Die Menschen haben nicht einmal elementarste Kenntnisse. (Auch die GEZ-Medien vermitteln nichts mehr, von Nischenfernsehsendern abgesehen.)

    Vielleicht ist es ja vielen unangenehm, an das Ende des Mittelalters durch den Untergang Konstantinopels (= Einfall, Mord und Zerstörung durch Mohammedaner) erinnert zu werden.

    Alternativ gibt es ja noch die Entdeckung Amerikas.

    Obwohl, Amerika, USA, das ist ja schon wieder böööse… 🙁

  16. @ #14 Babieca (29. Jun 2012 14:06)

    Im Moment scheint es sich langsam in die richtige Richtung zu bewegen

    Das freut mich für Dich!

  17. Da kann ja jetzt feöhlich die Hexenjagd auf die Leute von Pro-Köln und Pro-NRW losgehen.

  18. Der evangelische Pfarrer Hartmut Hegeler …
    ist zwar schon im Ruhestand, wird aber weiter
    von Kirchensteuern bezahlt!
    Hat der denn nichts anderes zu tun, als Hexen zu sammeln wie andere Pensionäre Briefmarken?

  19. #15 Wilhelmine (29. Jun 2012 14:21)

    @ #4 Stefan Cel Mare (29. Jun 2012 13:22)

    Hexenspruch:
    Hundehaar und Gänsefuß,
    von Dir will ich heut einen Kuss!

    Huch, eine Hexe! Wo bleibt die INQUISITIOOON?

  20. Jetzt können die Nachfahren endlich auf Entschädigungen klagen. Wetten dass? Mit Zins und Zinseszins sind da ein paar Milliarden aufgelaufen!

    Blödsinn. Auf welcher Rechtsgrundlage denn ?
    Ich finde diesen Schritt gut, dieses Unrecht muss geächtet werden. Übrigens werden Leute auch heutzutage wegen Hexerei hingerichtet, ihr wisst schon, in welchen Ländern.

  21. Die Katholen hatten in Schottland keine einzige Hexe/r verbrannt. Kaum fielen die Calvinisten ein, verheizten sie innerhalb eines halben Jahres Hunderte „Hexen“.

    Je weiter in den Norden Europas, desto mehr Hexer wurden verbrannt.

    Im Heiligen Röm. Reich Deutscher Nation verpetzte man sich quer durch Familien(da wurde man schnell die unliebsame Gattin o.ä. los… Es gibt erschütternde Berichte, wie am Schluß nur noch ein alter Mann übrig blieb, selbst Babies warf man ins Wasser zwecks „Hexenprobe“.

    Übrigens war zu der Zeit der Hexenverfolgung die weltliche Justiz ein Novum und brauchte ihre Legitimierung durch massenweise Beschäftigung mit den „Kriminalfällen Hexenzauber“. Je mehr „Hexen“, desto mehr juristische Arbeit. Mancher Fürstbischof hatte auch die weltliche Gerichtsbarkeit:

    „“…Am 4. April 1775 wurde im Stift Kempten im Allgäu Anna Schwegelin wegen Teufelsbuhlschaft als letzter Hexe in Deutschland der Prozess gemacht. Das Urteil des Fürstabts Honorius Roth von Schreckenstein, dem kraft kaiserlichen Privilegs (Campidona sola judicat) die geistliche und weltliche Gerichtsbarkeit zustand, wurde aber nicht vollstreckt, da der Fürstabt wenige Tage vor der Vollstreckung befahl, erneut die Ermittlungen aufzunehmen. Der Fall wurde jedoch nicht weiter verfolgt, so dass Anna Schwegelin 1781 im Kemptener Gefängnis eines natürlichen Todes starb.

    Noch später, nämlich 1782, wurde als letzte Hexe der Schweiz Anna Göldi in Glarus (Schweiz) hingerichtet, allerdings wurden im Urteil Begriffe wie „Hexerei“ oder „Zauberei“ vermieden. Diesen Prozessen begegnete man in der aufgeklärten Öffentlichkeit Europas bereits mit Abscheu. Im Jahre 1783 stellte der Rat von Stein am Rhein (CH) eine Untersuchung an gegen vier Männer, die wegen Zauberei und Hexerei verdächtigt wurden.[20]

    Die letzte überlieferte Hinrichtung einer Hexe in Mitteleuropa fand 1793 in Südpreußen statt. Aber noch 1836 wurde eine vermeintliche Hexe von den Fischern der Halbinsel Hela der Wasserprobe unterworfen und, da sie nicht untersinken wollte, gewaltsam ertränkt…““
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung
    Für den allerersten Überblick kann man ruhig mal Wikipedia lesen. Es steht bestimmt nicht im Verdacht rechts oder katholikenfreundlich zu sein.

  22. Ausgerechnet in Köln.

    Wo gibts kein Bier für Leute, die vielleicht Nahssis sein könnten?

    Wo kämpft man gegen „Rächtz“, ohne eine genaue Definition von „Rächtz“ liefern zu können?

    Und wann wird Köln über Karl Martell zu Gericht sitzen, um dessen gruppenbezogene Fremdenfeindlichkeit gegenüber gruppenbezogen menschenfeindlichen mohammedanischen Friedenseroberern endlich zu verurteilen?

    Ich glaub, die Kölner Administrationsjecken haben einen kollektiven Rückfall in den Karneval erlitten.

    ———————–

    #14 Babieca (29. Jun 2012 14:06)

    🙂

  23. @ #21 Stefan Cel Mare (29. Jun 2012 15:36)

    Nein ich bin keine Hexe, ich bin ein Engel .

  24. #10 geissboeckchen (29. Jun 2012 13:43)

    Wir hier sind heutzutage die Hexen und Hexer und Opfer der Gutmensch-Inquisition !

    Keine Angst. Im Jahr 2412 werden wir dann rehabilitiert.

  25. In Köln geht es doch noch genau so zu wie vor 400 Jahren. Für jeden und für alles wird hier Verständnis gezeigt, und es darf um Himmels willen niemand benachteiligt oder gar ausgegrenzt werden, und seien sie noch so seltsam oder in Konflikt mit unseren Gesetzen und unserer Lebensweise.

    Allerdings gibt es in Köln eine Gruppe, die muß wirklich bekämpft werden. Diese Gruppe wird ausgegrenzt nach Strich und Faden, wird als „Nazis in Nadelstreifen“ von einem Oberjägermeister bezeichnet und ist der Inbegriff des Bösen, so daß man wahlweise Arbeitsstellen gegen sie einrichtet oder am besten gar nicht darüber redet oder wenn es nicht zu vermeiden ist, nur Schlechtes redet und alle sofort ein ernstes Gesicht zeigen, wenn sie nur den Namen dieser modernen Stigmatisierten hören:

    Das ist PRO KÖLN. Allerdings wurden die Mitglieder davon noch nicht auf dem Scheiterhaufen verbrannt, sie sollten nur von den Salafisten umgebracht werden, aber da hat der Bundesinnenminister dann doch die Notbremse gezogen. Nicht der Landesinnenminister!

  26. Werden in Rom auch die Christen rehabilitiert, die vor 1900 Jahren in der Arena den Löwen vorgeworfen worden sind?

  27. Außerdem: Heute ist jeder eine „Hexe“, der von der „Political Correctness“ abweicht, und wird zwar nicht verbrannt aber doch als „Nazi“ gebranntmarkt.

  28. Die Verhaftung und Verurteilung der Posthalterin Katharina Henot ist angeblich durch die Familie Thurn und Taxis bewirkt worden, die in Henot eine mißliebige Konkurrentin ihres Postunternehmens sahen.

    Muß Fürstin Gloria jetzt mit Schadenersatzforderungen von Verwandten der hingerichteten Katharina Henot in Millionenhöhe rechnen?

  29. #7 Hokkaido
    LOL, brechen hier jetzt schon Konfessionskriege zwischen Katholizisten und Protestierern aus?

    An alle die sich darüber aufregen:
    Das ist genauso wie mit dem Genozid an den Armeniern. Nur weil man es lange genug aussitzt, verliert es nicht irgendwann an Realität.
    Die „Hexen“ nicht zu rehabilitieren käme prinzipiell Genozidleugnung gleich.

  30. Das Grauen dieser Zeit von vor 400 Jahren ist nicht mehr so fern.
    Das Abendland hat sich erhoben über die Finsternis und importiert heute nach Kräften die Finsternis zurück nach Europa.

    In anderer Form zwar, aber es bleibt Finsternis.

    Steinigung statt Verbrennung, Gliedmaßen abtrennen statt der hochnotpeinlichen Befragung, über deren Grausamkeiten es heute nur noch wenig Literatur gibt.

    Und dazu diese bescheidenen ÖR Sender, welche wir finanzieren müssen. ZDF neuerdings mit Sportlern, welchen alles egal ist, Hauptsache eine Erfindung gegen rechts wird konstruiert.

    Wie blöd sind diese Sportler oder wie gut werden die bezahlt von unseren Zwangsgebühren ?

    Klagen gegen den Rundfunkstaatsvertrag gabs ja mehrfach ohne Erfolg.
    Ist das Demokratie ?
    Wohl eher nicht.
    Ich fühle mich nicht wohl in dieser Ohnmacht.

  31. #34 Hokkaido (29. Jun 2012 21:38)

    War aber eindeutig! Fand ich OK und Zustimmung.

    #mabank wollte sich nur nicht an Details aufhalten! 😉

    mabank: „Die “Hexen” nicht zu rehabilitieren käme prinzipiell Genozidleugnung gleich.“

    Find ich auch OK und Zustimmung.

  32. habe mal gehört, im aschaffenburger schloss seien ca. 10% hexengelder verbaut.
    frage: wieviel im kölner dom.

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