Muss der deutsche Staat ein genuines Interesse daran haben, Blasphemie in der Kunst und der veröffentlichten Meinung zu verbieten und dieses Verbot mit Strafe zu bewehren? Man könnte sich auf den Standpunkt stellen, dass der säkulare Staat, der sich den Religionen und Antireligionen seiner Bürger gegenüber neutral verhält, in der Frage der Blasphemie zum Schweigen verurteilt ist. Sie existiert für ihn nicht; ebenso wenig wie er einen Streit übers Wetter mit Beschimpfungen von Sonne und Mond sanktionieren könnte – bei Beschimpfung der Meteorologen freilich wäre zu beachten, dass die Grenze zu Beleidigung und Verleumdung nicht überschritten wäre. Zu fragen ist aber, ob die Bundesrepublik Deutschland ein solcher weltanschaulich neutraler Staat ist.

Betrachtet man das Grundgesetz, so ist die Antwort einfach: Das Grundgesetz ist seiner Präambel nach „im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen“ formuliert worden – die Frage, an welchen Gott die Väter und Mütter dieses Verfassungswerks gedacht haben mögen, ist ebenfalls leicht zu beantworten: Es war der Gott des Christentums, an einen anderen dürfte man Ende der 1940er Jahre schwerlich gedacht haben. (Die Fortsetzung des diskussionswürdigen Essays hier in der Frankfurter Rundschau!)

» KStA: Mosebach hält Schranken für kunstförderlich

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67 KOMMENTARE

  1. Dieser Staat ist leider nicht so säkular wie es notwendig wäre. Ein Blasphemieverbot – ähnlich wie in islamischen Staaten – wäre sicherlich ein indiskutabler Rückfall.

  2. Habe gerade beim Surfen im Netz den Artikel von Mosebach entdeckt und wollte eine „Spürnasen“-Mail an PI-News schicken. Ihr seid mir zuvor gekommen.

    Es ist unglaublich, dass jetzt in der ehemals linksliberalen Frankfurter Rundschau ganz offen anti- und vor-aufklärerische Positionen vertreten werden. Mosebach argumentiert zwar heuchlerisch formal in Bezug auf das Christentum. Es ist aber klar, dass der Islam gemeint ist, der von Gesetzes wegen vor jeder Kritik freigehalten werden soll. (Damit es nicht mehr zu so „unschönen“ Szenen wie in Bonn und Solingen kommt, wenn die „Salfisten“ die Sache in die eigene Hand nehmen.) Durch vorauseilenden Gehorsam soll der Staat verbietend tätig werden und den Salafisten die „Drecksarbeit“ abnehmen. Damit diese nicht mehr in die Situation kommen, den Bürgern dieses Landes ihr wahres Gesicht zu zeigen.

    Man darf gespant sein, die Abschaffung welchen Grundrechts Mosebach und Konsorten im Interesse der Sharia als nächstes fordern werden.

  3. Mein Gott aus welchem tiefem Schlund,
    kommt denn der gekrochen ?

    „Vom Wert des Verbietens“ ???

    Die FR gehört verboten.

  4. Nach § 48 der Stellungnahme aus dem Jahr 2011 des Menschenrechtskomitees der Vereinten Nationen,…
    …Gesetze, die Blasphemie einschränken, sind als solche somit mit den allgemeinen Menschenrechtsstandards inkompatibel.

    Gegen dieses Menschenrecht wird jedoch in vielen Staaten verstoßen. So gilt Gotteslästerung in vielen Religionen als schweres religiöses Vergehen, wenn es die eigene Religion betrifft. Die westlichen Länder sind durch das Zeitalter der Aufklärung geprägt und schützen explizit (meist in einer Verfassung) die Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Redefreiheit ihrer Bürger, solange sie keine Rechte Dritter massiv verletzen. Deshalb wird in westlichen Ländern nur selten der Vorwurf der Blasphemie erhoben; dennoch kommt es gelegentlich zu Verurteilungen wegen Blasphemie.

    In vielen Staaten mit Staatsreligion ist Gotteslästerung eine Straftat. In manchen dieser Staaten kann sie mit der Todesstrafe bestraft werden, z.B. in Saudi-Arabien, der Islamischen Republik Pakistan, der Islamischen Republik Afghanistan und der Islamischen Republik Iran. Ob und in welchem Umfang bestimmte Handlungen oder Äußerungen als „Blasphemie“ gelten, hängt ab von den rechtsgültigen Kriterien für ihre Feststellung und vom Stellenwert religiöser Traditionen und Wertorientierungen in einer Gesellschaft. Diese können sich innerhalb der Geschichte einer Religion stark wandeln.

    Religiöse, besonders fundamentalistische Gruppen sehen oft bereits Dinge als Blasphemie an, die in westlichen Staaten explizit durch die Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Redefreiheit geschützt sind; zum Beispiel:

    Glaube an Götter anderer Religionen,
    genereller Unglaube (Atheismus),
    Fluchen, insbesondere solches mit religiöser Herkunft oder religiösem Inhalt (Beispiele: „gottverdammt“, „heilige Scheiße“)
    eine Verhöhnung religiöser Symbole, beispielsweise das umgekehrte christliche Kreuz mit Dornenkranz (nicht zu verwechseln mit dem Petruskreuz)
    eine Verhöhnung religiöser Inhalte, etwa durch Filme wie Dogma, Das Leben des Brian, Popetown u. ä. Satiren oder zynische Komödien

    Oft wurde und wird Christen in islamischen Ländern der Vorwurf der Blasphemie gemacht; Medien und Menschenrechtsorganisationen berichten immer wieder von Christenverfolgungen aus diesem Anlass bzw. Vorwand.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Blasphemie

  5. Gründen wir halt die Religion PI. Wer will uns dann unsere religiösen Rechte streitig machen?

  6. Ein Blasphemiverbot wäre der absolute Rückschritt. Wir können uns nicht von den Befindlichkeiten der Headbangers Gesetze aufzwingen lassen. Wer hier nach Europa kommt, der muss sich anpassen und nicht die Ureinwohner.

  7. Und so gehen dann Schritt für Schritt die allgemeinenen Menschen- und Freiheitsrechte ‚den Bach runter‘.

    Eine der nächsten denkbaren Maßnahmen ist dann das Kritikverbot an den gerade Regierenden, also nach der (fälschlicher Weise?) dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg zugeschriebenen Äußerung: ‚Es ist dem Untertan untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrikeit anzulegen‘.

    Er, der Untertan, hat gefälligst seine Steuern zu entrichten und ansonsten das Maul zu halten.

  8. Die alten Römer waren es, soweit ich weiß,

    die den weisen Satz erfunden haben sollen:

    Um Gotteslästerung mögen sich die Götter kümmern!

  9. Why we must combat blasphemy laws – Michael Nugent at European Atheist Conference in Cologne
    http://www.youtube.com/watch?v=8LrfUYdEy2A
    ichael Nugent, chairperson of Atheist Ireland, speaking at the 2012 European Atheist Conference in Cologne, Germany, organized by IBKA and Atheist Alliance International.

    He argues that to campaign against blasphemy laws is central to the campaign for secularism; that blasphemy laws are silly in western democracies and dangerous in Islamic states; and that western states should not placate attempts to silence freedom of expression.

    He outlines current examples of blasphemy and apostasy cases that people should campaign on; outlines the history of how blasphemy laws evolved; and describes the battle about blasphemy laws at the United Nations between Islamic states and western democracies.

    auf deutsch:
    Michael Nugents Vortrag handelte von Blasphemiegesetzen und ihren Implikationen für die Gesellschaft. Seine Ausführungen waren motiviert von der Tatsache, dass sein Heimatland Irland der einzige westliche Staat sei, der ein Blasphemiegesetz im 21. Jahrhundert erlässt, wofür er Scham empfinde.

    Solche Gesetze seien unsinnig und gefährlich zugleich. Das Mittelalter habe Gesetze gegen Blasphemie hervorgebracht, um die Gesellschaft vor dem Zorn Gottes zu schützen. Unter heutigen Erkenntnissen ergäben diese Bestimmungen keinen Sinn. Eine Schwierigkeit sei zudem, dass nie klar sei, wann diese Gesetze Anwendung finden. Die Gefahr, die davon ausgehe, zeigte Nugent an konkreten Beispielen auf. Dabei fokussierte er auf islamische Staaten, in denen das Gefahrpotential von Gesetzen gegen Gotteslästerung besonders hoch sei. So erwähnte er den Fall von Alexander Aan im islamischen Indonesien, der auf einer Facebook-Seite bekannt gab, Gott existiere nicht. Als Folge davon sei er angefeindet und attackiert worden. Nicht die Angreifer seien festgenommen worden, sondern Aan. Nugent lieferte weitere Beispiele aus Pakistan und Kuwait, die ebenfalls verdeutlichten, dass Islamkritiker sowohl durch Lynchjustiz als auch durch offizielle Durchsetzung gesetzlicher Bestimmungen bedroht seien.

    Dass islamistische Kräfte versuchen, ihre Gesetze auch in westlichen Ländern durchzusetzen, wurde anhand seiner Schilderungen diverser Vorfälle in Europa und Amerika gezeigt. Beispielsweise sei die New York Times wegen angeblicher Beleidigung des Islam angegriffen worden, nachdem sie ein Bild mit dem Erzengel Gabriel und dem Propheten Mohammed veröffentlicht hatte. Signifikant sei, dass solche Forderungen stets mit der Gefahr von Gewaltanwendung einhergingen.

    Michael Nugent schloss mit dem Plädoyer ab, eine Grenze zu ziehen zwischen dem Hass auf Individuen einerseits und Religionskritik auf der anderen Seite, die im Gegensatz zu Hass legitim sind.

  10. Passt doch.

    Von einer Wiedereinführung des Verbotes für „entartete Kunst“ träumt doch jeder Westentaschenfascho, Salafistenmoslem und Gutmensch.

    Dazu kommen dann noch Verbote für „entartetes Denken“, „entartetes Sprechen“, „entartetes Verhalten“ und für „entartete Wahrheiten“ und personelle Einlagerung für die „Entarteten Bürger“ in der angeblich freiesten Demokratie, die je auf deutschem Boden existiert haben soll.

  11. Wie lächerlich ist es, wenn es hier Mohammed-Karikaturen-Verbote gibt, zumindest zeitweise gab, aber kein einziges Jesus-Karikaturen-Verbot und auch kein einziges Karikaturen-Verbot bezüglich anderer Religionen.

    Gleichbehandlung in Deutschland: Keinesfalls!

  12. „Die berühmte Böckenförde-Formel, der bürgerlich-liberale Staat beruhe auf Voraussetzungen, die er weder schaffen noch garantieren könne, hat im Auge, dass auch die Bundesrepublik nicht fix und fertig aus dem Haupt des Zeus gesprungen ist, sondern auf Voraussetzungen ruht, die in anderen Zusammenhängen entstanden sind. Diese nicht von der Bundesrepublik und ihren Gesetzgebern geschaffenen Voraussetzungen, die aber dennoch in das Fundament des Staatsgebäudes eingemauert sind, müssten – solange dies Grundgesetz gelten soll – im Grunde unter dem besonderen Schutz des Staates stehen. Er hat ein Interesse, dass sein Grundgesetz nicht geistig ausgehöhlt wird und in Leerformeln austrocknet, sondern von lebendiger Realität bleibt. Hier läge eine Pflicht des Staates begründet, jenen Gott, auf dessen Geboten er seine sittliche Ordnung aufbauen will, vor Schmähung zu bewahren, die dieser sittlichen Ordnung auf Dauer den Respekt entziehen würde.“

    Dies Herleitung macht die Fragestellung tatsächlich interessant.
    Während man die Moslems durch die bloße Gewaltandrohung ihre Ideologie unter besonderen Schutz stellen und Fakten schaffen, sind Ausgangspunkt und Zentrum unserer Zivilisation zum Abschuss freigegeben.

    Allein die Debatte darüber, wie der Begriff der Blasphemie bezüglich des Christentums gefüllt würde,könnte die historischen Grundlagen unserer Gesellschaft freilegen,die mehrheitlich auch von Atheisten akzeptiert und geschätzt werden.

    Tatsächlich war ja die Aufklärung im Ursprung ein Kind des jüdisch christlichen Denkens, die frühen Aufklärer bekennende Christen und Juden und die Menschenrechte, wie wir sie verstehen, Ergebnis jahrhundertelanger theologisch /philosophischer Erörterung und der im Glauben gewonnenen Erkenntnis, die Würde des Menschen sei unabhängig von der Willkür der jeweils Mächtigen,ein jedem Menschen innewohnender unantastbarer Besitz.

    Die Debatte würde zudem klar machen,wie ungleich die reale Machtverteilung heute ist, innerhalb der eine Ideologie, die von einer in unser Land implantierten Minderheit vertreten wird und unseren zivilisatorischen Grundwerten fremd und feindlich gegenüber steht, mit Hilfe durchgeknallter Meinungsmacher gesellschaftliche Dominanz und Diskurshoheit erlangt hat.

    Richtig lustig könnte es werden, wenn die FDP erklären müsste, warum sie ausgerechnet die Tyrannei der Französischen Revolution zur Geburtsstunde der bürgerlichen Demokratie erklärt hat und sich nicht etwa auf die angloamerikanische Freiheitstradition (nebst Gottesbezug) beruft.

  13. Muss der deutsche Staat ein genuines Interesse daran haben, Blasphemie in der Kunst und der veröffentlichten Meinung zu verbieten und dieses Verbot mit Strafe zu bewehren?

    Verschärfung des Blasphemieverbotes soll hier nicht das Christen-, Judentum oder andere Weltanschauungen vor Kritik schützen, sondern ausschließlich den Islam.
    Während der Algier Deklaration über eine „Gemeinsame Vision der Zukunft“ wurden zahlreiche Empfehlungen ausgearbeitet. Eine davon lautet: Aufbau einer Civil-Watchdog, einer Antidiffamierungs-Überwachungsbehörde, um rassistische Bemerkungen und Haßpropaganda gegen Menschen mit anderer Religion, Nationalität oder ethnischen Hintergrund zu begegnen. Genauso äußerte Walter Schwimmer, österreichischer Diplomat und Generalsekretär des Europarates von 99-04 vor den Ministern der islamischen Konferenz in Istanbul(2004), der Islam sei integraler Bestand Europas Vielfalt, es sei die Verpflichtung des Europarates gegen Islamophobie und andere Formen der Intoleranz vorzugehen. Da paßt eine Verschärfung des Blasphemieverbotes sehr gut hinein.

    Martin Mosebach reiht sich mit seiner Forderung in die Dhimmitude der EU ein, von der er wahrscheinlich auch Unterstützung erhält bzw. von deutschen Helfershelfern.

  14. IslamAbschaffen (16:44):
    >>Verschärfung des Blasphemieverbotes soll hier nicht das Christen-, Judentum oder andere Weltanschauungen vor Kritik schützen, sondern ausschließlich den Islam.<<

    Klar; denn der rote Schmierfink hat mit Koranversen, à la dass Juden Affen und Schweine wären oder Ungläubige niedriger als Tiere, sicherlich nicht die geringsten Schwierigkeiten und findet Solches allenfalls als „bunt“; insbesondere, wenn Mohammedaner dann die damit verbundenen Tötungsbefehle ausführen.
    .
    Der Gedanke über ein Blasphemieverbot von dieser Seite, ist schlicht „Appeasement“ bzw. Kapitulation und feiges Schwanzeinziehen vor mohammedanischen Gewaltorgien.

    We shall never surrender!
    ________________

  15. Mosebach scheint wohl nicht mitgekriegt zu haben, wie das aussieht, wenn „in ihrem Glauben beleidigte Muslime blasphemischen Künstlern … einen gewaltigen Schrecken einjagen“. Zum Beispiel wie das aussah, als der beleidigte Somalier Kurt Westergaard mit der Axt einen „gewaltigen Schrecken“ einjagen wollte. War wohl grade wie meist auf Reisen.

    #17 IslamAbschaffen:

    Martin Mosebach reiht sich mit seiner Forderung in die Dhimmitude der EU ein, von der er wahrscheinlich auch Unterstützung erhält bzw. von deutschen Helfershelfern.

    Jeder Satz, der das Wort „wahrscheinlich“ enthält, sollte verboten werden, hört auf mit diesen blöden Mutmaßungen. Außerdem hat Mosebach nichts gefordert, er hat seine Sicht der Dinge dargelegt.

  16. In diesem Zusammenhang will ich nicht verhehlen, dass ich unfähig bin, mich zu empören, wenn in ihrem Glauben beleidigte Muslime blasphemischen Künstlern – wenn wir sie einmal so nennen wollen – einen gewaltigen Schrecken einjagen.

    Mosebach ist Wohlstandsverwahrlosung auf höchstem Niveau.

  17. Die Meinungsfreiheit ist das höchste kollektive Gut im Rahmen der Menschenrechte. Bröckelt sie, steht es bald auch bei den anderen Rechten schlecht.

  18. Van Gogh wurde ermordet, mitten in Europa. Das nennt dieser Wirrkopf “ einen gewaltigen Schrecken einjagen „, für die er Sympathie empfindet.
    Es scheint ihm nicht bewußt zu sein, daß er dafür plädiert, auch seine eigene Meinungfreiheit einzuschränken.
    Man bewahre uns von solchen Demokratiefeinden, die für Zensur plädieren.
    Der Mann ist ein Feind unserer Verfassung und muss unter Beobachtung des Verfassungsschutzes gestellt werden.

  19. Blasphemie ist laut Christentum Sünde. Nun aber steht auch in der Bergpredigt „Richtet nicht und ihr werdet nicht gerichtet!“ Das Richten in diesem Sinne ist AUfgabe Gottes, des Christengottes. Dann aber ist Blasphemie nicht strafbar, wenn nur vor Gott. Das bei den Salafisten das anders gesehen wird ist logisch, eben ISlam GG ist inkompatibel, zum hundertsen Male.

  20. #18 Graue Eminenz (19. Jun 2012 16:58)

    Der Gedanke über ein Blasphemieverbot von dieser Seite, ist schlicht “Appeasement” bzw. Kapitulation und feiges Schwanzeinziehen vor mohammedanischen Gewaltorgien.

    Entsprechen genau den Eigenschaften eines Dhimmis. Darum ist er für mich auch Teil der EU-Dhimmitude.

    #19 Heta (19. Jun 2012 16:59)

    Wer so einen Unsinn in einer aufgeklärten Gesellschaft am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen absondert, vertritt eine Interessengemeinschaft.
    Konkret sagte er: „Durch die starke muslimische Minderheit sei plötzlich wieder Musik in der Sache gekommen“. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist.

    Direkt Beweisen kann ich nichts, aber es liegt sehr nahe für jeden, der das Gesamtbild eines Eurabiens vor Augen hat.

  21. #22 Islamabschaffen
    Der Wirrkopf schreibt selbst, daß ihn erst die Moslems in Deutschland bzw. deren starker Protest auf diese Idee gebracht haben.
    Er nimmt die Forderungen auf, die Moslems schon lange stellen – Kritik am Islam verbieten.
    Warum fordert er nicht gleich die sharia ?
    Man nennt das vorauseilenden Gehorsam. So enstehen Diktaturen. Die Schere der political correctnes genügt ihm nicht mehr.

  22. #22 IslamAbschaffen:

    Direkt Beweisen kann ich nichts, aber es liegt sehr nahe für jeden, der das Gesamtbild eines Eurabiens vor Augen hat.

    Man wird Mosebach mit kindlichem Gut-/Böse-Schema nicht gerecht. Wenn es so wäre wie Sie vermuten, hätte Mosebach niemals gesagt, dass der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ eine „verantwortungslose Äußerung“ gewesen sei, hier, erst neulich in der „Welt“:

    „Wenn ein Politiker sich über den Islam äußert, kann er sagen: Die Deutschen, die sich zum Islam bekennen, haben dieselben Bürgerrechte wie die anderen Deutschen. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Aber der Satz ,Der Islam gehört zu Deutschland‘ ist eine verantwortungslose und demagogische Äußerung. Was hat der Islam zu unserer politischen und gesellschaftlichen Kultur bisher beigetragen? Unser Grundgesetz fußt auf dem Christentum, auf der Aufklärung und auf weit in die deutsche Geschichte zurückreichenden Konstanten, wie etwa dem Partikularismus. Da gibt es kein einziges islamisches Element – woher sollte das auch kommen? Wenn die muslimischen Deutschen die kulturelle Kraft besitzen sollten, der deutschen Kultur islamische Wesenszüge einzuflechten, dann mag man in hundert Jahren vielleicht einmal sagen: der Islam gehört zu Deutschland.“

    http://www.welt.de/kultur/article106207333/Der-Unglaube-im-Osten-ist-ein-Erbe-Preussens.html

  23. Mag sein, dass Mosebach seine Idee auf einer sehr pragmatischen Einschätzung der Machtverhältnisse aufbaut.(Bezog er sich nicht in dem Artikel den Kewil kürzlich verlinkte auch auf die Offenbarung Johannes?)

    Wir haben die faktische Anwendung der Scharia auf unserem Boden.Das Blasphemieverbot wirkt dadurch, dass die Eliten und mit ihnen die Institutionen sich daran halten. Offen diskutiert wird das schon deshalb nicht, weil es die „natürliche“ Überlegenheit des Islamischen Rechts, das den Dimmis jede Debatte über den Islam verbietet, längst wirksam ist.

    Vor diesem Hintergrund und den geheimgehaltenen Verhandlungen zum Istanbul Prozess, ist die Diskussion über ein Verbot der Herabsetzung des Christlichen Glaubens eher eine geschickte Offensive.Oder kann es sein – ich kenne ja Mosebachs Intention nicht.

    Ich bin vollkommen gegen Redeverbote und gerade auch aus diesem Grund gefällt mir die Idee, diese Verbote im Licht der Öffentlichkeit zu diskutieren.Allein die Suche nach vernünftigen Begründungen pro und kontra, wäre ein Gewinn.

    Wenn die Eurokrise die EU nicht zum Zusammenbruch bringt, ist das eurabische Kalifat fürchte ich, nicht mehr aufzuhalten.

    Alles, was heute den fundamentalen Unterschied zwischen der westlichen Zivilisation und der islamischen anti Zivilisation deutlich macht kommt mir entsprechend sinnvoll vor.

    Jeder Hinweis auf die Wurzeln unserer so rundherum überlegenen Zivilisation kann winzige Funken des Bewusstseins schlagen.

    Mehr als kleine Inseln des widerständigen Denkens wird es, wenn das EU Räderwerk nicht früh genug an seiner eigenen Unfähigkeit zerbricht vermutlich nicht geben.

    Mosebachs Freude über die Kampfbereitschaft der Moslems teile ich natürlich nicht. Zumal ich denke, dass er das spirituelle Element im Islam völlig überschätzt.

    Das kommt wohl durch die „Laberrunden“, wie Heta das nennt zustande…

  24. So sehr ich Mosebach aus vielen Gründen schätze, er hat ein wunderbares Buch über die traditionelle Messe geschrieben, ist einer der ganz wenigen verbliebenen lesbaren Schriftsteller in BUNT-Land 2012, er hat die Löffler hyperventilieren lassen („literarisches Quartett“), er hat den großartigen reaktionären kolumbianischen Denker Nicolas Gomez Davila hier ein wenig bekannter gemacht …
    JEDES Gesinnungsstrafrecht schadet unserer westlichen Kultur der Aufklärung. Es ist eine Schande, daß es in Europa 2012 Verfolgungen wegen Gedankenverbrechen gibt, daß Gedankenverbrecher inhaftiert werden.
    Völlig unabhängig davon, welchen unsäglichen Stuß einige auch fabrizieren mögen.
    Zu diesem Thema hat Voltaire eigentlich schon alles gesagt.

  25. Ein höchstgefährlicher, nein abwegiger Standpunkt! Weiß er denn nicht, dass der Islam seine Macht vor allem auf das Verbot der Lästerung Allahs und seines Propheten gründet? Weiß er denn nicht, dass der fehlende Anschluss der islamisch beeinflussten Kulturen an die Neuzeit auf dem Prinzip der Unveränderlichhkeit des Korans beruht? Weiß er nicht, dass Blasphemie also gleichbedeutend mit der Infragestellung der religiösen,fortschrittshinderlichen Grundlagen des Islams ist? Weiß er nicht, dass es mit den christlichen Ländern erst aufwärts ging, als eine tabulose Kritik der Religion erkämpft wurde?

    Mosebach wurde als politischer und religiöser Reaktionär bezeichnet. Anlass war zum Teil sein Buch Häresie der Formlosigkeit, in dem er die Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils dem Spott preisgab und eine Rückkehr zur Tridentinischen Messe forderte. „Nur wer auf Knien glaubt, kann glauben.“ „Nach dem zweiten Vatikanischen Konzil hätte der nicht auferstandene Jesus genauso gut Ehrenmitglied der SPD sein können“.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Mosebach#Kritik

  26. Herr Mosebach ist mit Sicherheit ein sehr toleranter Mensch. Es würde mich überraschen, wenn er sich nicht für einen solchen halten würde. Seine leicht durchschaubare Verbotsdiskussion soll Kritik an der Ideologie Islam und an dem Vorbild aller Moslems, Mohammed vorbereiten. An die Bestrafung wegen gekreuzigter Frösche und Schweine, die Christen beleidigen und den christlichen Gott herabwürdigen denkt er dabei sicher nicht. Sein Geschwafel von der gefährdeten „öffentlichen Ordnung“ zeigt ganz klar, welche „Religionsgemeinschaft“ er hier als Gefahr sieht. Statt diese wegen ihrer Intoleranz und Gewalttätigkeit zu verurteilen, hetzt der gute Mann lieber gegen die Kritiker. Die sind nämlich friedlich und in einer freiheitlichen Demokratie keine Gefahr für die öffentliche Ordnung.
    Solche Opportunisten wie Mosebach untergraben die westliche Freiheit und unsere Grundrechte. Er kann ja nach Saudi-Arabien auswandern, wenn er religiös motivierte Strafen gern hat. Er muss dort nur mit einer Bibel im Gepäck einreisen…

  27. Stelle fest, dass sich die vorhergehenden Kommentare ausschließlich negativ zu Mosebachs Vorschlag äußern. Das versöhnt mich mit so manchem … Bezeichnend, dass natürlich kewil (ganz moderat) den Vorschlag für „diskussionswürdig“ hält, wo er doch sonst ständig über die Stränge schlägt.

  28. Muss ja schrecklich sein, immer so beleidigt zu werden, macht das nicht krank?
    Aber auch der Psychologe würde diese Krankheit beim Namen nennen: Zwangshandlungs-Krankheit!
    Wenn da diese Dauerbeleidigten immer daran erinnert werden, dass ihre Einbildung eine Geisteskrankheit ist und sie ähnlicherweise erst davon geheit werden können, wenn sie wiederum fähig sind kritisch zu denken, denn an etwas zu glauben, was totaler Unsinn ist, so ist das heilbar und es wird „Blasphemie“ genannt sondern einfach Trottelei.
    Die einzigen welche damit keine Probleme haben dürften diese Atheisten sein:
    http://www.atheistische-religionsgesellschaft.at/

  29. Ich als Agnostiker kann (naturgemäß) beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie jemand beleidigt sein kann, wenn „seine“ Religion kritisiert wird. Aber, auch wenn es kitschig klingt: Wer im Glauben gefestigt ist, der sollte sich denken „Was stört es die Eiche, wenn sich ein Schwein dran reibt“.

    Das Dauerbeleidgtsein der Anhänger einer bestimmten Religion ist für mich ein ganz eindeutiges Zeichen für einen ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex. Vielleicht könnten Andersreligiöse/Andersdenkende ja doch Recht haben …

    Wie auch immer: Wenn es jemals ein Blasphemieverbot gäbe, wäre das ein extremer Rückschlag für die mühsam erkämpften westlichen Werte. Quasi der erste Schritt zur Einführung der Scharia.

  30. #25 fraktur (19. Jun 2012 17:40)

    Warum fordert er nicht gleich die sharia ?

    Die Forderung nach der Scharia wird bereits in vielen Teilen Europas umgesetzt. Dazu heißt es in der „Gemeinsamen Strategie des Europäischen Rates – die Vision der EU für die Mittelmeer-Region“ vom 19. Juni 2000 (Quelle französische Ausgabe von Eurabia: The Euro-Arab Axis von Bat Ye?or):
    Die EU wünscht die Benennung von Gemeinsamkeiten zwischen den unterschiedlich inspirierten Rechtssystemen voranzutreiben, um private zivilrechtliche Probleme lösen zu können: Erbrecht und Familienrecht, einschließlich Scheidungsrecht.

    Mit anderen Worten, wir sollen unsere säkulare Gesetzgebung an Scharia-Bedürfnisse anpassen, wenn es um islamische Familienangelegenheiten geht.
    Hierin liegt auch die Ursache, warum nicht nur deutsche Richter Scharia-Urteile in Europa aussprechen. Europa soll schleichend in ein Eurabien transformiert werden. Die Grundsteine dafür wurden bereits vor 50 Jahren gelegt. Den Technokraten in Brüssel ist auch herzlich egal, ob hier und da die Freiheit oder PRO demonstrieren, denn sie sind keinem Rechenschaft schuldig und ziehen ihr Ding bis zum bitteren Ende durch.
    Das europäische Volk wurde durch Gründung der EU bzw. bereits durch deren Vorgänger, der EG, verraten und verkauft ohne es zu wissen!

  31. # 22 + 25 fraktur

    Volle Zustimmung !!! Das ging mir auch durch den Kopf . Nur die Verrückten nicht reizen …

  32. Globales Blasphemiegesetz – nächster Akt – Juli 2012 – Europa

    Von Wolf, Montag, Januar 30 2012.

    Die USA und die EU bilden die Speerspitze beim islamischen Versuch die Freiheit der Rede zu kriminalisieren.

    Die europäische Union hat angeboten Gastgeber, für das nächste Treffen des sogenannten Istanbul Prozesses zu sein, einem aggressiven Versuch der islamischen Länder, es international zu einem Verbrechen machen, den Islam zu kritisieren.

    http://www.krummfrucht.de/index.php?post/2012/01/Globales-Blasphemiegesetz-%E2%80%93-n%C3%A4chster-Akt-%E2%80%93-Juli-2012-%E2%80%93-Europa

  33. Also wenn Blasphemie verboten werden sollte, dann ist es das erste Verbrechen, das ganz ohne Opfer auskommt.

  34. #26 Heta (19. Jun 2012 17:42)

    Die Forderung nach einem verschärften Blasphemieverbot schränkt die Meinungsfreiheit über Religionen noch weiter ein, weil in gewisser Hinsicht jede negative Äußerung als Gotteslästerung gedeutet werden kann. Gerade im Hinblick auf den Islam brauchen wir mehr Blasphemie, sonst sind Mohammed-Karikaturen bald verboten.

    Anscheinend hat Mosebach nicht über den Tellerrand hinaus geschaut, welche Wirkung seine Forderung haben könnte, sonst hätte er sich anders geäußert.

  35. Ein Blasphemieverbot wäre der erste Schritt zur Inquisition 2.0.
    Weitere Schritte würden unausweichlich folgen. Ultrakonservative religiös motivierte Menschen deren Handeln und Denken auf der Mentalität arabischer Wüstenstämme aus dem 7. Jahrhundert basiert bekämen damit endlich Oberwasser.

    Wer kann das im 21. Jahrhundert ernsthaft wollen?

    Antwort: Nur Feiglinge!

  36. #36 Nelson (19. Jun 2012 19:14)

    Der Istanbul Prozess – dessen explizites Ziel es ist, ein globales Verbot jeder kritischen Untersuchung des Islam und oder der islamischen Scharia, im internationalen Recht zu verankern – wird von der Organisation der Islamischen Kooperation OIC) vorangetrieben, einem Block von 57 islamischen Ländern.

    In Saudi Arabien angesiedelt, hat die OIC die europäische Union und die Vereinigten Staaten seit langem gedrängt, der Meinungs- und Redefreiheit über den Islam Grenzen aufzuerlegen.

    Die islamkritische Szene setzt falsche Prioritäten, weil sie selbst nicht weiß wo sie anfangen soll. Statt zu propagieren „Maria statt Scharia“, wäre eine Kampfansage an die EU eine bessere Wahl. Schon allein deswegen, weil sie mehr Unterstützer aus allen Bereichen hätte.

  37. #41 IslamAbschaffen

    „Statt zu propagieren „Maria statt Scharia“, wäre eine Kampfansage an die EU eine bessere Wahl. Schon allein deswegen, weil sie mehr Unterstützer aus allen Bereichen hätte.“

    Ja und nein. Grundsätzlich sollte wir uns nicht immer gleich spalten lassen in Raucher und Nichtraucher, Männer und Frauen, atheistische Fundamentalisten und christliche Fundamentalisten usw.

    Grundsätzlich geben ich Mosebach recht insofern, daß weder Nordamerika noch unser Europa in der bisher gekannten Form fortbestehen können ohne einen geistig-kulturellen Zusammenhalt. Dieser kann auch das traditionellen Christentum – im Gegensatz zum internationalistische Humanismus innerhalb und außerhalb der Kirchen – sein. Den Radikallibertarismus „Jeder wie er mag“ – abgesichert durch die Krankenversicherung und einen Wust von Paragraphen – alleine kann es nicht sein. Sogenannte „Singles“ gegen den Rest der Welt, das kann nichts werden.

  38. #39 IslamAbschaffen:

    Ich traf Mosebach vorhin, hab ihm erzählt, dass er im Internet verkloppt wird, amüsierte ihn. Der iranische Rapper, sagte ich, der wegen Blasphemie mit dem Tode bedroht wird… „Ach der Kölner Rapper“, sagt er, „das ist eine politische Geschichte, das kann man gut auseinanderhalten.“ Wie das? Er war in Eile. Darauf wären wir alle gespannt, sagte ich, soll er mal schreiben, wie man das auseinanderhalten kann.

  39. #10 wt (19. Jun 2012 15:31)

    …eine Grenze zu ziehen zwischen dem Hass auf Individuen einerseits und Religionskritik auf der anderen Seite, die im Gegensatz zu Hass legitim sind.

    Genau darum geht es. Ich darf Religion sogar hassen und das auch laut sagen, ich darf auch einen religiösen Menschen hassen der seine Religion dazu benutzt um mich zu hassen, ich darf auch Menschen hassen die ihre Religion benutzen um Verbrechen zu rechtfertigen wie Körperverletzung an ihren Kindern und Tierquälerei, aber einen Menschen zu hassen ohne daß er sich schuldig gemacht hat und nur weil er einer Religion angehört, überschreitet auch für mich eine Grenze. Ich nenne ihn vielleicht unklug und ideologisch verbohrt, aber auch das ist etwas anderes als Haß. Nur, wer darf bei einer einzelnen Äußerung wo die Grenze ziehen? Das ist ganz dünnes Eis.

  40. Zur Zeit ist die allgemeine Gehirnwäsche so weit fortgeschritten, daß man über bestimmte Dinge nicht einmal reden kann.

  41. Noch ein Versuch. Es gibt das Blasphemieverbot in Europa längst – inoffiziell. Der Islam hat längst die institutionalisierte Diskurshoheit.

    Warum also nicht die Sprechverbote umgehen und von einer anderen Seite die Debatte beginnen, wenn man dabei obendrein auf die Grundlagen unserer Zivilisation aufmerksam macht?

    Mich kotzt die primitive und organisierte Hetze gegen Christen an.

    Keine Religion wird weltweit so blutig verfolgt wie das Christentum.Es wird Zeit zu sagen, dass entmenschlichende Hetze und Massenmord nicht mehr länger hinnehmbar sind.

    Totalitäre Massenmörder hassen nichts so sehr wie die individuelle Freiheit und Würde, die das Christentum als zentrale Glaubensaussage verkündet.

    Bat Ye or hat immer wieder dargelegt, wie die Vernichtung Israels, als Heimat der Juden und die daraus folgende Vernichtung des historischen Christentums, Europa seines Geburtsortes und Kerns beraubt, zur vom Islam beziehbaren Hülle macht.

    Selbst Atheisten sollte es möglich sein, historische und philosophische Grundlagen unserer Zivilisation zur Kenntnis zu nehmen, die uns befähigten, genau die Kultur der Freiheit, Neugier, des Vertrauens und der Toleranz zu entwickeln, die ihnen heute die Freiheit einräumt, nach Herzenlust und voller sadistischer Begeisterung auf Christen herum zu trampeln.

    Wer es nicht glaubt, dass wir echt im Eimer sind:

    http://frontpagemag.com/2012/06/15/the-nazi-palestinian-war-on-jesus/

    Es wird langsam Zeit, dass der Erzengel Michael zu Hilfe eilt, so jedenfalls wird das nix mehr.

    http://www.youtube.com/watch?v=lLg2YauMuiY

    Ja, das ist kriegerisch und das ist gut so!

    Und noch was fürs Herz:
    http://weaselzippers.us/2012/04/22/sunday-night-war-porn-15/

    http://www.youtube.com/watch?v=lLg2YauMuiY

  42. Wenn man den Text des Herrn Mosebach aufmerksam liest, kommt Erstaunliches zutage. Zwar bestätigt er, dass es inzwischen zu einem völlig gefahrlosem Unterfangen geworden ist, den Gott der Christen zu schmähen:

    Heute ist Blasphemie, wenn sie sich nicht gegen den Propheten Mohammed richtet, vollständig risikolos. Die Versuche, sich blasphemisch zu übertrumpfen – die geheime Hoffnung bleibt dabei stets spürbar, es könne doch noch, gegen alle Erfahrung, zu einem Skandal oder einem erfolgsfördernden Verbot kommen – laufen ins Leere, die Vulgarität bekommt einen besonders schalen Beigeschmack, weil sie sich in ihrem Rechthaben und ihrem Anspruch, geduldet zu werden, in der abstoßendsten Weise vor dem Publikum spreizt.

    Den lieben Muslimen räumt er jedoch das Recht ein, gegen Blasphemie (oder was sie dafür halten) vorzugehen, wenn es ihren „Glauben“ betrifft:

    In diesem Zusammenhang will ich nicht verhehlen, dass ich unfähig bin, mich zu empören, wenn in ihrem Glauben beleidigte Muslime blasphemischen Künstlern – wenn wir sie einmal so nennen wollen – einen gewaltigen Schrecken einjagen. Ich begrüße es, wenn es in unserer Welt wieder Menschen wie Jean Jacques Rousseau gibt, für die Gott anwesend ist. Es wird das soziale Klima fördern, wenn Blasphemie wieder gefährlich wird.

    Nicht nur macht Herr Mosebach den Fehler, Gott mit Allah gleichzusetzen. Nein, aus diesem Fehler resultiert der noch größere Irrtum, die Reaktion von Christen auf Blasphemie mit der von Moslems auf Blasphemie gleichzusetzen.

  43. Also eigentlich wäre es ja ganz einfach.

    Wenn man die Wahrheit über eine Religion darstellt wärs in Ordnung, sonst müßte man entscheiden wie extrem die Verleumdung oder die Verunglimpfung ist. Kritik an der institutionellen Vertretung der Religion würde ohnehin unter weltliches Recht fallen.
    Eine reine Schändung eines religiösen Symbols wäre für mich dann aber z. B. Blasphemie. Und wenn die Religion friedlich und grundgesetztreu ist, wäre das ja ohnehin kein Problem, denn dann setzt sie ihre Symbole ja nicht als Kritik-immunisierendes (oder schlimmeres) Druckmittel ein.
    Ich glaube auch nicht, dass man für Religionskritik unbedingt ein Symbol einer Religion verunglimpfen muß. Aber könnte natürlich auch anders sein. Ich bin ja kein Künstler.
    Zweifel an dem woran eine Religion glaubt, wäre für mich keine Blasphemie. Genausowenig wie die Feststellung, dass eine Religion eine Terror-Religion ist, wenn das nun mal deren spezielle Natur ist. Und daher wären auch entsprechende Karikaturen keine Blasphemie.

    Ja so einfach wär das. Aber wer soll in der Praxis über all das richten?

  44. IINA zufolge, „sagte Ishanoglu, dass die wachsende Rolle der extremen Rechten in der Politik zahlreicher europäischer Länder, stärker als die Kapazität der Organisation (OIC), geworden ist; er erläuterte, dass die extreme Rechte, die [sic] Moslems hasst, eine Hebelwirkung in den Händen der Politiker geworden ist. Er fügte hinzu, dass der Aufstieg der extremen Rechten durch Wahlen eine Angelegenheit geworden ist, der nicht begegnet werden kann, wenn man den demokratischen Weg, auf dem diese Extremisten ihre Positionen erreichen, berücksichtigt. Er wies, als Beispiel, auf das Referendum hin, dass in der Schweiz abgehalten wurde und das, durch die Wahlentscheidung der Schweizer Bürger, in einem Verbot der Errichtung von Minaretten endete.

    Wenn das keine Kampfansage der OIC an die Rechten in Europa ist, sie undemokratisch bekämpfen zu wollen. Hier wird auch deutlich, von wem die wirkliche Gefahr für Europa ausgeht. Man kann diesen Anhänger des falschen Propheten für ihre offenen Worte nur inständig danken.

  45. Es wird das soziale Klima fördern, wenn Blasphemie wieder gefährlich wird.

    Dieser Satz ist in extremem Maße perfide. Wenn jemand das Recht hat, sein (wahrscheinlich inexistentes) höheres Wesen öffentlich zu feiern und zu lobpreisen, dann muss auch das Recht gewährt sein, ebendieses „Wesen“ öffentlich zu schmähen. Das ist Bestandteil der negativen Religionsfreiheit. Nur das eine, nicht aber das andere läuft jedem Rechtsverständnis zuwider.

    Und dabei ist es völlig wurscht, um welchen der zahlreichen Götter es sich gerade handelt.

  46. Was gibt es da zu diskutieren?

    Ein solches Verbot ist unmöglich, alleine schon deshalb, weil die meisten oftmals zu dumm sind, um die Blasphemie zu erkennen.

    Und auch umgekehrt.

    Wurde nicht Jesus Christus wegen Blasphemie gekreuzigt?

  47. Einige Passagen aus dem Artikel von Martin Mosebach stimmen weitgehend mit den Aussagen überein, die die Unterstützer des Islams bei den Auseinandersetzungen wegen der Mohammed-Karikaturen gemacht haben. Dies gilt z. B. für diese hier:

    Aber auch für den weltanschaulich strikt neutralen Staat könnte sich die Notwendigkeit einer Bekämpfung der Blasphemie ergeben, wenn die staatliche Ordnung durch sie gefährdet wird. Das kann geschehen, wenn eine größere Gruppe von Gläubigen sich durch die Blasphemie in ihren religiösen Überzeugungen so verletzt fühlt, dass ihre Empörung zu einem öffentlichen Problem wird.

    Offensichtlich versuchen christliche Fundamentalisten wie Martin Mosebach, Schmähungen ihres Glaubens zu unterbinden, indem sie bei islamischen Fundamentalisten als Trittbrettfahrer aufspringen. Falls diese Strategie Erfolg hat, ist Islamkritik auch dann nicht mehr möglich, wenn sie in jeder Hinsicht berechtigt und notwendig ist. Aber, dass dies den Martin Mosebach nicht im geringsten stören würde, sieht man diesem Satz aus seinem Artikel:

    In diesem Zusammenhang will ich nicht verhehlen, dass ich unfähig bin, mich zu empören, wenn in ihrem Glauben beleidigte Muslime blasphemischen Künstlern – wenn wir sie einmal so nennen wollen – einen gewaltigen Schrecken einjagen.

  48. “Nur wer auf Knien glaubt, kann glauben.” (sagt Mosebach)

    Dabei heisst es doch in der Bibel (Ezechiel 2,1-2):

    „Steh‘ auf Menschensohn, ich will mit Dir reden.“

    Obwohl ich nichtgläubig bin – das ist genau ein Spruch, der in die Tradition des in Renaissance und Aufklärung entwickelten Menschenbildes passt: Wenn Gott den Menschen anredet, soll dieser aufrecht stehen, nicht im Staub kriechen oder knien, er soll weder gekrümmt noch geknechtet sein – letztlich die Betonung der Selbstverantwortung des Menschen.

  49. #18 Graue Eminenz

    Ein rein christliches Blasphemieverbot würden Sie aber gutheissen, oder?

  50. #55 Nelson:

    “Nur wer auf Knien glaubt, kann glauben” (sagt Mosebach). Dabei heisst es doch in der Bibel (Ezechiel 2,1-2): “Steh’ auf Menschensohn, ich will mit Dir reden.”

    Hat Mosebach ja auch nicht gesagt, das Zitat ist, wie zu erwarten, falsch. Mosebach schreibt in „Häresie der Formlosigkeit“: „Wir glauben mit den Knien oder wir glauben überhaupt nicht“ (S. 25). Auch etwas rätselhaft, aber es geht um die angemessene Haltung beim Empfang der Kommunion. In der Messe nach altem Ritus kniet man vorm Altar, seit dem II. Vatikanischen Konzil steht man und lässt sich die Oblate in die Hand legen, ganz fortschrittliche Priester verteilen die Oblaten reihum wie Frühstückskekse.

    Und der Menschensohn, mit dem geredet wurde, hatte den Auftrag, den Israeliten den Kopf zu waschen, „den Söhnen mit frechem Gesicht und hartem Herzen“.

  51. Es darf weder ein christliches, jüdisches oder muslimisches Blasphemieverbot geben. Ich habe das Interview in Welt online gelesen. Die Argumentation Mosbachs ist absolut schlüssig obwohl ich sie nicht teile da ich vor fast 40Jahren aus der Kirche ausgetreten bin und nichts mit den drei Offenbarungsreligionen, die so viel Unheil und Leid in die Welt seit mehr als tausend Jahren gebracht haben am Hut habe.
    Mosbach hier als Steigbügelhalter des Islam in Deutschland zu verunglimpfen ist absoluter Schwachsinn. Der Mann ist gläubiger und kämpferischer Katholik, dem aber logischerweise ein an Gott glaubender Mensch näher ist als ein Atheist.
    Manche sehen hier auf Grund ihres Islam Hasses nur noch rot wenn jemand eine religionfreundliche Meinung vertritt

  52. Er kann selbstverständlich glauben, was er will, aber für sich und nicht gegen andere.
    Was dem einen seine Blasphemie ist dem andern die Glückseeligkeit.

  53. „Hier läge eine Pflicht des Staates begründet, jenen Gott, auf dessen Geboten er seine sittliche Ordnung aufbauen will, vor Schmähung zu bewahren, die dieser sittlichen Ordnung auf Dauer den Respekt entziehen würde.“

    Ist das so?

    Ich würde sagen, der Staat hat da zwei Möglichkeiten, um das zu vermeiden.

    1. Diese sittliche Ordnung anders herleiten.

    2. Offen sagen, daß Gott jene, welche sich von ihm abwenden, schon zu Lebzeiten dafür leiden lassen wird. (Was er tut.)

    Der Zorn Gottes ist etwas, das man sich selbst auf’s Haupt zieht.

    Das kann man auch ruhig so sagen. Letztlich gleicht Blasphemie einer Selbstverstümmelung und muß nicht zusätzlich bestraft werden.

  54. von einem herrn bosebach habe ich vorher noch nie etwas gehört. o.k. muss ich das.
    nachdem ich den artikel und viele der kommentare gelesen und auch manche links verfolgt habe, komme ich zu dem schluss, diesem herrn fehlt der aufrechte gang. es lässt sich ja so angenehm geduckt leben.
    wenn ich die geistige persönlichkeit
    georg büchners bedenke, frage ich mich, wieso diesem herrn b. dieser renomierte preis verliehen wurde. wegen tricksiger sprachtaschenspielerei.
    auch bezweifle ich, er sei ein wirklicher christ. sonst würde er erkennen, bei mohammed und seinen anhängern handelt es sich um den antichrist und antichristen, denen in keiner weise das wort geredet werden kann. in deren gewalttätiger lehre gibt es keine von menschen gemachte demokratie und keine religionsfreiheit.
    herr b., sie müssen noch erkennen lernen, die tricksigen antidemokraten, die tricksigen antichristen, die ehren-mörder sind unter uns.

  55. #62 pidding:

    von einem herrn bosebach habe ich vorher noch nie etwas gehört. o.k. muss ich das.

    Sie haben also von Herrn Bosebach, der Mosebach heißt, noch nie was gehört, wissen aber, dass ihm „der aufrechte Gang“ fehlt.
    Von dieser Qualität sind leider zuviele PI-Beiträge. „Renommiert“ schreibt man übrigens mit zwei „m“ und mit dem richtigen Gebrauch des Konjunktivs sollten Sie sich auch vertraut machen, bevor Sie einem prominenten Zeitgenossen bescheinigen, dass er noch was „erkennen lernen“ müsse.

  56. #64 heta
    danke.
    ich bekomme einen roten kopf.
    bose… und mose… ist eine freudsche fehlleistung im anklang an bose… und böse..
    dank automatischer googe-korrektur bin ich aber doch auf die richtige spur gekommen. es handelt sich um den georg-büchner-preisträger.
    ich mag keine leute, die knien.
    vielleicht sollte ich einen beitrag vorher durch die word-rechtschreibkorrektur jagen.
    diesen jedenfalls nicht.

  57. Das mit dem Knien und dem Glauben, fällt mir gerade auf, das ist wirklich der Brüller.

    Wenn denn nun dieses Zitat Mosebachs (von Heta kolportiert) stimmt („Wir glauben mit den Knien oder wir glauben überhaupt nicht“ ) erscheint mir das doch wie ein Rückfall in voraufklärerische Zeiten.

    Ich würde auch nie „vor dem Herrn“ auf Knien rutschen wollen, einem Herrn (wenn es ihn denn gäbe), der mich in diese Welt geworfen hat und mir die alleinige Verantwortung für mein Leben überlassen hat, für meine Gesundheit, meine Nahrung, mein Dach überm Kopf, der mich der Ungerechtigkeit, der Gewalt, dem Krieg und dem Hass aussetzt … usw. usw.

    Also wenn ich schon die alleinige Zuständigkeit für mein Leben habe, warum soll ich da noch vor jemandem auf den Knien rutschen? Für was? Geht mir nicht in den Kopf.
    Komische Vorstellung diese Knierutscherei.

  58. #65 Nelson:

    Ich würde auch nie “vor dem Herrn” auf Knien rutschen wollen,

    Sie sollen da ja auch nicht rumrutschen, das wäre flegelhaft, sie gehen noch vorne zum Altar, knien auf der Kniebank, kriegen die Hostie auf die Zunge gelegt und stehen wieder auf. Das war’s. Das Zitat habe ich nicht „kolportiert“, sondern bei Mosebach abgeschrieben.

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