Der 17. Juni ist mehr als nur ein „Tag der Freiheit“. Unser alter Nationalfeiertag ist heute auch ein politischer Gegenentwurf zum 3. Oktober. Anders als der 3. Oktober mit seinem zwanghaften Gerede über den Islam und die „Bunte Republik“ steht der 17. Juni für das Deutschland von unten.

(Von Martin)

Der 3. Oktober hat die Herzen der Menschen nie erreicht. Von Helmut Kohl seinerzeit im Alleingang festgelegt, sind eigentlich alle staatlichen Bemühungen, diesem Tag wirklich Leben einzuhauchen, gescheitert. Weder ist er ein fröhlicher nationaler Feiertag nach dem Vorbild Frankreichs oder der USA geworden, noch hat er sich wenigstens als Gedenktag etabliert, mit dem die Deutschen ein gemeinsames epochales Ereignis verbinden. Das epochale Ereignis der Wiedervereinigung war der Tag des Mauerfalls. Alle anderen Tage haben für die Menschen keine Bedeutung.

Diese geistige Leere des 3. Oktober haben die Islamisten mit ihrem hervorragenden Gespür für die tatsächliche politische Realität im Land schon früh erkannt. Ihre Vereinnahmung des 3. Oktober als „Tag der Offenen Moschee“ war ein genialer politischer Schachzug, um das inhaltliche Vakuum dieses Tages mit der eigenen politischen Botschaft zu füllen: Der Islam gehört zu Deutschland, Deutschland ist nicht das Land der Deutschen, und wir feiern am 3. Oktober auch nicht die Einheit der Deutschen, sondern nutzen ihn im eigenen Interesse zur Propropanda einer angeblichen Einheit in bunter Vielfalt, sprich: mehr Zuwanderung, mehr islamischer Machteinfluss. Diese Botschaft und der damit verbundene Sand in den Augen wurde am 3. Oktober 2010 in der historischen Rede Christian Wulffs übernommen und gehört seitdem zum festen Kanon aller Reden zum 3. Oktober. Der 3. Oktober mutierte somit zu einem „Tag der Bunten Republik“ und steht nun symbolhaft auch für die zahllosen Lügen und Halbwahrheiten, auf denen diese Bunte Republik errichtet wurde. Seit der ersten Stunde ein künstlicher, von der „Elite“ geschaffener Tag, ist der 3. Oktober heute zum Symboltag einer verlogenen, abgehobenen Politklasse und der Allianz zwischen Islam und deutschem Establishment verkommen.

Ganz anders der 17. Juni. Dieser Tag war von Anfang an ein Tag, der aus dem Volk kam: der Tag, an dem sich die im sowjetischen Besatzungsgebiet unterdrückten Deutschen gegen ihre stalinistischen Machthaber erhoben. Dieser Aufstand war der erste Aufstand im kommunistischen Ostblock überhaupt. Es waren nicht Ungarn, nicht Tschechen, nicht Polen, sondern Deutsche, die als erste den Mut fanden, gegen die Knechtung und Bevormundung durch eine ihnen aufgezwungene Bürokratenschicht auf die Straße zu gehen. Gerade in der heutigen Zeit, in der uns die bunte Führungsclique schon im Kindergarten erzählt, wir seien ein Volk von Duckmäusern, damit wir gar nicht erst auf die Idee kommen, gegen die bunten Zustände der Gegenwart aufzubegehren, sollten wir uns an diesen Mut erinnern.

Auch der 17. Juni hat daher seine Botschaft gewandelt: War er bis 1990 ein reiner Erinnerungstag und Mahnung für die Verwirklichung der politischen und territorialen Einheit unseres Landes, ist er seit 2010 ein Tag des Aufbegehrens gegen eine verlogene, selbstherrliche Machtelite an der Staatsspitze, ein Tag der Widerrede und des Mutes, ein Tag, an dem wir nicht nur den Willen der Deutschen zur Einheit, sondern auch den Willen der Deutschen zur Freiheit feiern. Dieser Wille ist unsere Verpflichtung und ein Versprechen an unsere Kinder. Und dieses Versprechen werden wir halten.

Allen PI-Lesern einen frohen und feierlichen 17. Juni!

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42 KOMMENTARE

  1. Der Sinn des “ 17. Juni “ ging in der BRD schon verloren . Es war ein schöner freier Tag , und das mitten im Sommer . Vielleicht hätte man bei der Einheit durchsetzen sollen , dass in den neuen Bundesländern dieser Tag weiterhin ein Feiertag ist . Er betraf ohnehin die Menschen in Mitteldeutschland mehr als die Westdeutschen .

  2. Übrigens ist der 3. Oktober für Deutschland historisch nicht unbelastet. Am 3. Oktober 1918 gab das im Endstadium befindliche kaiserliche Deutsche Reich das politische Signal zur Kapitulation. Max von Baden wurde damals Reichskanzler mit dem klaren Auftrag, die Kapitulation vor den Entente-cordiale-Mächten schnell über die Bühne zu bringen.

  3. SSR – „Lobet den Herren“!Willi Herren feiert heute am 17.Juni seinen 37 Geburtstag!Wenn ein Mensch weint, dann weint er nicht, weill er „schwach“ ist, sondern weil er im Moment mehr ertragen muss, als sein Herz tragen kann!
    http://www.suedstars-radio.de/
    Im Sommer 2012 ist Willi Herren wieder auf den Bildschirmen in der „Lindenstraße“ zu sehen. Trotz dem Stress der Dreharbeiten, denkt das Multitalent keinesfalls daran seine Musik zu vernachlässigen. Umso mehr freuen wir uns, dass er sich die Zeit nimmt, uns LIVE im Sonderstartag zu besuchen. Mit seinen Hits, wie „Ich glaub es geht schon wieder los“, „Michaela… (Du Luder)“ und „Ich war noch niemals in New York“, hat er sich in der Partyschlagerszene seinen Namen gemacht. Er hat uns seinen aktuellen Song „Die schöne Nachbarin“ mitgebracht. Oder ist sie doch „Die geile Nachbarin“? Seid gespannt, was er uns darüber erzählen wird und welche Neuigkeiten er sonst noch für Euch hat.
    Diskografie:
    2006: Tut mir leid ich bin schon wieder breit
    2006: Ich kann doch nix dafür
    2013: Nackt,Zerhackt und Angekackt
    http://www.youtube.com/watch?v=EJZlg_GlQmU

  4. Gestern haben wir, das „Haus am Checkpoint Charlie“ zusammen mit der CDU am Bundesfinanzministerium Leipziger Strasse an den 17.Juni 1953 erinnert. An diesem Ministerium fanden sich Menschen zusammen, um gegen die SED-Willkür zu protestieren. Nach der Wiedervereinigung waren dort große Tafeln mit den Ereignissen zu sehen. Sie wurden auf Anordnung des ehemaligen Finanzministers EICHEL (SPD) entfernt. Gleichzeitig wurde der überdimensionale Wandfries zum Lob des Sozialismus unter Denkmalschutz gestellt.
    Eine Schande, aber wir sind das ja von der SPDS gewohnt.
    Hier die Bilder mit Innensenator Frank Henkel und Alexandra Hildebrandt,Direktorin des Mauermuseums.
    http://www.berlin-aid.de/DOWNLOADS/Gedenken-1.jpg
    http://www.berlin-aid.de/DOWNLOADS/Gedenken-2.jpg
    http://www.berlin-aid.de/DOWNLOADS/Gedenken-3.jpg

  5. Guter Artikel, Martin.

    Lasst uns also alle etwas tun, jeder an seinem Platz und soviel er oder sie kann. Prinzip Ameise: ganz viele tragen einen kleinen Teil der Last oder der Gefahr:

    Diskutiert mit anderen oder

    schreibt Kommentare in den MSM oder

    geht auf die Veranstaltungen, die es jetzt immer öfter gibt.

    Kopiert Artikel aus den online-Medien und legt sie aus,

    verbreitet die Mohammed-Karikaturen, gerade weil man es uns verbieten will.

    Macht es nicht regelmäßig, verteilt nur wenig. Bleibt unkalkulierbar. Die Menge derer, die sich einsetzen, macht es.

    Prinzip Ameise: ganz viele tragen einen kleinen Teil der Last oder der Gefahr.

    So könnte es gehen.

  6. Der 17. Juni steht, zusammen mit dem 13. August und dem 9. November, für die Schandtaten von Gregor Gysis Linkspartei, die im Grunde auch nicht anderes als die NSDAP ist, solange man Opposition einsperren kann und die Brüder aus Moskau nicht so verweichlicht sind wie Chrusttschow.

    Stalins zu früher Tod 1953 hat Ulbricht (Linkspartei) am Aufbau von Gulags und an Massenerschießungen gehindert, die „DDR“ der Linkspartei war ein preußisch-korrekter Vasall der UdSSR, nur noch von Nordkorea übertroffen.

    Heute sitzt die SED im Bundestag und verpricht wie der Markus Wolf im ungeschächteten Schafspelz „Reichtum für alle!“

    Interessant der von der heutigen SED offen zur Schau gestellte „Antifaschismus“, dabei warer der Aufbau von Verwaltung, Volkspolizei, Volksarmee, Staatssicherheit und Bautzen ohne die wertvolle Erfahrung der Schergen Himmlers und Eichmanns gar nicht denkbar gewesen.

    Aus dem den Kommunisten innewohnenden Antisemitismus wurde der moderne Antizionismus, 1967 wollte die SED über die Opposition „Aleppo“ am Töten von Juden mithelfen, nur die Juden waren wehrhaft und schlugen den Marx-Mohammed-Pakt in 6 Tagen zurück!

    Die SED Katja Kipplings hat auch heute wieder SA-Einheiten als militärischen Arm, bestehend aus gescheiterten Patchwork-EinzelkinderInnen der Generation Björn-Thorben, die als antisemitische Antifa unter Schutz der NRW-Polizei bestimmt, wer sich wo versammeln darf.

    Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem die Gysis, Wagenknechts und Kipplings krochen.

  7. Die deutschen Medien und der 17. Juni 1953, im Jahre des Herren 2012:
    Gedenksendungen zu einem deutschen Volksaufstand:

    ARD: Fehlanzeige
    ZDF: Fehlanzeige
    arte: Fehlanzeige
    3Sat: Fehlanzeige
    WDR: Fehlanzeige
    BR: Fehlanzeige
    NDR: Fehlanzeige
    tagesschau24: Fehlanzeige
    ntv: Fehlanzeige

    RBB, der Sender aus Berlin und Brandenburg:
    heute · So, 17. Jun · 20:15-21:45 · RBB Berlin
    Das große Wunschkonzert Spezial
    heute · So, 17. Jun · 22:00-23:40 · RBB Berlin
    Mord im Spiegel

    ZDF info: Fehlanzeige

    Phönix, der gebührenfinanzierte Nachrichtensender:
    heute · So, 17. Jun · 18:00-18:30 · PHOENIX
    Entfremdet – Papst Benedikt XVI und die Deutschen
    heute · So, 17. Jun · 18:30-19:15 · PHOENIX
    Tod in der Ostsee, Der Untergang der Steuben
    heute · So, 17. Jun · 19:15-20:00 · PHOENIX
    Siegen oder Untergehen, Die letzten Tage der „Graf Spee“
    heute · So, 17. Jun · 20:15-21:00 · PHOENIX
    Die USA in einem Zug

    MDR, Mitteldeutscher Rundfunk:
    heute · So, 17. Jun · 20:15-21:45 · MDR Thüringen
    Über sieben Brücken

    h2so4

  8. #4 DK24 (17. Jun 2012 08:49)

    PI hätte es kaum anders formuliert, Kompliment an die WELT!

    Grüne wie Antifa bemühen sich, jenen ein schlechtes Gewissen einzureden, die sich nach Jahrzehnten deutschen Selbsthasses zum ersten Mal ein wenig entspannt fühlen, wenn sie auf ihr Land blicken. Der Jargon und Gestus, mit dem doziert wird, könnte deutscher nicht sein. Seit dieser Woche kursieren auf Facebook jene Wimpel der Aktivisten, die an Stelle der schwarz-rot-goldenen Stoffstückchen an Autodächern angebracht werden.

    Sie sehen aus, als wären sie 1984 in der DDR gedruckt worden. Das Layout mutet albanisch, die Sprache urdeutsch an.

  9. „…seit 2010 ein Tag des Aufbegehrens gegen eine verlogene, selbstherrliche Machtelite an der Staatsspitze, ein Tag der Widerrede und des Mutes, ein Tag, an dem wir nicht nur den Willen der Deutschen zur Einheit, sondern auch den Willen der Deutschen zur Freiheit feiern.“

    Aber nicht für unsere gleichgeschalteten Medien. Das Fernsehen zeigte gestern deutlich, wes‘ Geistes Kinder diese TV-Fritzen sind.

    Am Vorabend des 17. Juni bringt PHOENIX stundenlang Dokus über unsere 12 Jahre Geschichte 33 – 45.

    Erst ab 22.30 Uhr widmet man sich dem 17. Juni!

    Man will also keinesfalls an den Mut erinnern, mit dem Hunderttausende gegen den Kommunismus in der DDR aufstanden. Und das, obwohl sie sich in Lebensgefahr brachten.

    Das könnte ja Schule machen. Gestern verliessen 2.000 Opel-Mitarbeiter die Belegschaftsversammlung. Sie wollten sich nicht länger belügen lassen.

    Die Medien nennen das bösartig einen EKLAT!

    Und heute bei PHOENIX unter
    HISTORISCHE EREIGNISSE:

    „Zum 70. Geburtstag von Paul McCartney am 18.06.1942 – So, 17.06.12, 00.00 & 14.00 Uhr“

    Eine Verhöhnung aller, die am 17. Juni 1953 für ihre Freiheit kämpften.

  10. Der 17. Juni ist mehr als nur ein „Tag der Freiheit“.( !!!!)
    ——–
    Von einem Volk welches politisch vorgegeben,stets und ständig,fremde Opfer mehr beweint als die eigenen,kann man nicht erwarten, an solchen Tagen auch nur ansatzweise,der eigenen Opfer zu gedenken.
    Vielleicht ist das ja auch ein Grund,warum die deutsche Staatsbürgerschaft,ausser aus materiellen Gründen,nicht so hoch im Kurs steht.

  11. @ #10 h2so4

    Danke für die Auflistung.

    Es ist eine Schande.
    Und das für 53,94 Zwangsgebühren.

  12. Ab 3.23 hört man hier, wie Ulbricht schon 1932 sein politisches Programm zur Ermordung des Gegners verkündet. Diese Einstellung – http://www.youtube.com/watch?v=1g9P5NGy9KM&feature=related ist jedoch manipuliert (man hört auch kurz den Schnitt), denn es ist nicht vom „aufbinden“ die Rede. In Wirklichkeit heißt es in der Passage: „Nun, die deutschen Arbeiter werden antworten bei dieser Präsidentenwahl, wen man anbinden soll. Sie werden antworten: Wen man nicht nur anbindet, sondern: wen man aufbinden soll.“ Das alles geschah, nachdem man den behinderten Abgeordneten Goebbels lächerlich machte und dann ausschloss, in dem man ihn als „Drückeberger“ schmähte – http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html

  13. #13 TanjaK (17. Jun 2012 10:29)

    Im Gegensatz zu den Nazis haben die KommunistInnen immer nur verbal gedroht und niemals gemassenmordet!

  14. #12 survivor (17. Jun 2012 10:27)

    Man kann an die Kirchengemeinde Kamp-Lintfort (via Telefonseelsorge) Fragen richten und sich beraten lassen. Höfliche Anfragen, z.B.

    Was passiert mit Konvertiten im Islam?

    oder

    Darf eine Muslima einen Christen heiraten?

    oder

    Wie stehen die Muslime in zur Einführung der Scharia in vielen muslimischen Ländern (siehe Kairoer Erklärung der Menschenrechte)?

    Weitere Ideen?

    Erfahrungsberichte hier auf PI wären nett. Ich denke, die Telefonseelsorge wird auch nicht gleich den VS mit euren Telefonnummern beliefern.

    Tut mal was…

    Für die Freiheit!

  15. #16 Eurabier:
    „Im Gegensatz zu den Nazis haben die KommunistInnen immer nur verbal gedroht und niemals gemassenmordet!“

    Die über 100 Millionen Toten durch Kommunisten haben wohl alle den Freitod gewählt?

  16. An die Moderation,
    vorige Woche gab es laufend stundenlang Ausfälle beim Zugang.
    Da sind etliche Kommentare gar nicht übertragen worden. Die habe ich dann schon mal vorsorglich aufgehoben.
    Als vor ein paar Tagen wieder nichts nach dem Absenden passierte, habe ich meinen KOmmentar noch einmal eingestellt. Und da waren beide plötzlich zu lesen.
    Seitdem aber immer mit dem Hinweis der Moderation. Das ist schade, denn das verschiebt alle Kommentare.

    Macht es doch bitte zeitgleich lesbar.
    Auch wen ich nicht weiß, warum.

    PI-Moderation: Es gibt keine zeitgleiche Moderation! Wäre schön, aber die Aufgabe wird von freiwilligen Helfern übernommen. Wir sind aber stets bemüht.

  17. Ganz ausgezeichnet, der Artikel von Martin. Der 17. Juni steht im Zeichen der Selbstbestimmung und des Rechtes auf Widerstand. Darum muß er weg.

    Der 3.Oktober steht für die Selbstherrlichkeit des Kanzlers „Saumagen“ Kohl auf der Höhe seiner Macht und für die Hoffnung, einen bundesdeutschen Biedermeiertag zu etablieren.

  18. Dieser Tag ist der wahre Tag der Deutschen nach 1945. Es war der Tag der Menschen, die vom Kommunismus deren Heil erwarten mussten, der Arbeiterschaft, in deren Sprache Lohnsklaven. Die Menschen des 17.Juni haben am Leib erfharen müssen, was Kommunismus und SED ist und war :Unfreiheit und Ausbeutung. Die Scharia der Roten sendete rote russische Panzer gegen Arbeiter mit Steinen, ein wahrhaft echtes grausames Regime.

  19. #11 Eurabier (17. Jun 2012 10:15)
    #4 DK24 (17. Jun 2012 08:49)

    PI hätte es kaum anders formuliert, Kompliment an die WELT!

    Das ist nicht weiter verwunderlich. Ulf Poschardt ist einer der letzten originären „Pop-Journalisten“, der die Ideen der 70er „Punk-Philosophen“ noch ungebrochen formuliert – anders als der damalige Guru Diedrich Diederichsen, der zum Mitbegründer der aktuellen „Political Correctness“ mutierte und in Poschardt seinen Gegenspieler fand.

    Poschardt war immer auf der richtigen Seite.
    Dass er vor drei Jahren zur Bundestagswahl die FDP unterstützt hat, sehen wir ihm mal nach – den Fehler haben auch andere begangen.

    Das Kompliment geht also nicht an die „Welt“, sondern in erster Linie an Ulf Poschardt.

  20. Heute ist Widerstand in Deutschland nicht mehr gefragt. Geduldige Karnickel sind in, mit denen machen kann, was man will.

    Wenn man heute die Zustände im Lande betrachtet, dann müßte die Bevölkerung täglich auf die Straße gehen. Stattdessen …?
    Eine beschämende Entwicklung!

  21. #3 Pellworm

    Der Sinn des ” 17. Juni ” ging in der BRD schon verloren . Es war ein schöner freier Tag , und das mitten im Sommer . Vielleicht hätte man bei der Einheit durchsetzen sollen , dass in den neuen Bundesländern dieser Tag weiterhin ein Feiertag ist . Er betraf ohnehin die Menschen in Mitteldeutschland mehr als die Westdeutschen .

    Das stimmt ja schon.

    Da aber der 3. Okt. eindeutig kein nationaler Feiertag der Deutschen und ihrer Einheit ist, vergleichbar etwa dem 14. Juli für die Franzosen oder dem 4. Juli für die Amerikaner, stellt sich die Frage nach einer Alternative für den 3. Okt.

    Und da bietet es sich in der Tat an, den 17. Juni zu „re-aktivieren“, da dieser Tag wirklich einen Bezug zur deutschen Einheit und dem Kampf der Deutschen für Freiheit hat.
    (Wenn der 17. Juni vor 1989 zu einem Schönwetter-Ausflugstag verkam, lag das daran, dass damals die deutsche Einheit in – scheinbar – unerreichbarer Ferne lag; viele glaubten bis zum Oktober 1989 wirklich, die Mauer werde mindestens noch 50 oder 100 Jahre Bestand haben. Die tatsächliche Labilität der DDR wurde von den Westdeutschen völlig falsch eingeschätzt.)

    Angesichts der Umkulturation Deutschlands ist auch wieder ein akutes Bedürfnis nach einem Tag der deutschen Einheit und Freiheit vorhanden. Die Ostdeutschen haben 1989 das SED-Regime sicherlich nicht deshalb davongejagt, um jetzt eine Sharia-Diktatur oder EUdSSR-Diktatur vor die Nase gesetzt zu bekommen.

    Alternativ zum 17. Juni wären als Nationalfeiertage auch der 10. November (Mauerfall) oder 6. Oktober (große Leipziger Montagsdemonstration) denkbar. Kohl hat den 3. Oktober nur deshalb erfunden, um zu verhindern, dass die DDR (am 06.10.1990) 41 Jahre alt geworden wäre. Es sollte verhindert werden, dass sich eine Tradition oder Identität der DDR als demokratischer Staat entwickelt. In diesem Fall wäre nämlich ein Anschluss der DDR in Form des „Beitritts“ nicht mehr so einfach möglich gewesen. Der 3. Okt.ist somit auch der Tag des gebrochenen Verfassungsversprechens des Art. 146 GG (alter Fassung).

  22. #30 Eurabier:
    „Ironie!“

    Danke.
    Die Verschiebung der Kommentare hatten mich ganz konfus gemacht.
    Ich habe nicht den Auslöser für deinen Kommentar gefunden.
    Entschuldige bitte.

  23. der 03. Oktober wird nie die Symbolkraft des 17.Juni erreichen .
    Die von Dr. Kohl , halbherzig bewerkstelligte Wiedervereinigung lässt zu viele Fragen offen .
    Auch das “ Endprodukt “ bunte Republik , mit dem 3.10 als Feiertag kann Niemanden wirklich Zufriedenstellen .
    der 17. Juni steht nach wie vor für den Kampf der Menschen um Freiheit !

  24. „PI-Moderation: Es gibt keine zeitgleiche Moderation! Wäre schön, aber die Aufgabe wird von freiwilligen Helfern übernommen. Wir sind aber stets bemüht.“

    Danke für die Antwort.

    Mit zeitgleich meinte ich, die Öffentlichmachung zum Zeitpunkt der Moderation. Sonst ist man ja total im Hintertreffen.

    Aber warum das jetzt alles?
    Ich habe doch keine Verletzung begangen.

    PI-Moderation: Das mit der Nummerierung ist wirklich ärgerlich. Allerdings auch nicht änderbar.

  25. Der 17. Juni passt nicht mehr in das von den MSM gezeichnete Geschichtsbild Deutschlands. Die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte kreist einzig um die Frage, wie kann ich stetig daraufhin weisen, dass alles Konservative in der Politik Teil des Faschismus ist. Tiefgründige Auseinandersetzung mit der Geschichte findet in den offiziellen staatstragenden Medien nicht mehr statt. Die Diffamierung, difficile Unterdrückung Andersdenkender steht auf dem Programm. Ohne Skrupel werden die modernsten Mittel der Manipulation eingesetzt um die staatstragende linkssozialistische Ideologie durchzusetzen. Der 17. Juni und die folgenden Jahre der DDR bis zu ihrem Zusammenbruch lehren aber, dass ein Volk trotz Unterdrückung seinen Freiheitswillen nicht verliert. Die Herrschenden sollten sich nie zu sicher sein, der Tag der Abrechnung wird kommen. Auch in der DDR hat man versucht den deutschen Nationalstolz zu brechen und zu Internationalisieren. Dies wird auch heute nicht gelingen. Deutschland bleibt Deutschland, auch wenn andere am liebsten Deutschland in Europa verschwinden lassen wollen.

  26. Allzu oft hört man vom 3. Oktober 1990 als dem „Tag der deutschen Einheit“, was schon historisch gesehen völliger Unfug ist. Abgesehen davon, dass zu diesem Anlass der Tag des Mauerfalls 1989, dieses großartigen Volksfestes unserer jüngeren Geschichte, wesentlich angemessener wäre als der Tag dieses politischen Verwaltungsaktes, ist der 3. Oktober höchstens – wie es zum Glück noch häufig genug gehört wird – der Tag der deutschen Wiedervereinigung. Der Tag der deutschen Einhait ist der 18. Januar 1871, der Tag, an dem Deutschland das erste Mal in seiner Geschichte zu einem wirklichen, einheitlichen Nationalstaat wurde. Doch Vorsicht, wer das zu laut sagt und noch dazu Monarchist ist, sowie meine Wenigkeit, der outet sich damit bekanntermaßen schon als Nazi.
    In diesem Zusammenhang, ganz nebenbei, hat es mich sehr geärgert, während des 60jährigen Jubiläums der Grundgesetzeinführung allen Ernstes Parolen zu lesen wie „60 Jahre Deutschland“. Ich brauche diese bodenlose Dummheit nicht weiter zu kommentieren.


    http://www.monarchie.de.vu

  27. # 31 Kleinzschachwitzer

    Volle Zustimmung !!! Die Labilität der DDR wurde auch von vielen Mitteldeutschen nicht bemerkt . Dazu zähle ich mich auch . Im Vergleich zur Verschuldung innerhalb der EUdSSR , war die Verschuldung der DDR mit 20. Milliarden Dollar allerdings äußerst gering . Von einer Staatspleite war sie noch weit entfernt . Die werden wir erst jetzt erleben .

  28. Dass sich 3. Oktober nicht als Feiertag etablieren kann, ist klar – weder Ost- noch Westsdeutsche sind mit der Vereinigung in dieser Form zufrieden.

    17. Juni konnte sich bisher aber auch nicht etablieren, vielleicht weil dieses Ereignis nur Ostdeutschland betraf.

    Das Land braucht jedoch einen nationalen Feiertag, der vom Volk anerkannt wird.
    Vielleicht soll man tiefer in der Geschichte suchen, um Streitigkeiten zu vermeiden.

    Z.B. 18. Mai: Eröffnung der Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche, des ersten gesamtdeutschen demokratisch gewählten Parlaments
    http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Nationalversammlung#Reichsverfassung_und_Grundrechte

  29. Ein sehr guter Artikel!
    Allerdings wird es nicht möglich sein, den 17. Juni zu reaktivieren und als oppositionellen Nationalfeiertag zu etablieren. Er ist seit 22 Jahren abgesetzt und sein Thema sinkt zurück in die Geschichte.
    Jede Epoche hat ihre eigenen Feiertage und zwar solche, die auf ein gemeinsames Erlebnis zurückgehen. Also muss für einen lebendig gepflegten Nationalfeiertag zuerst ein neues gemeinsames Ereignis durchlebt werden: Die Befreiung von der EURO-Diktatur.
    Sie wird den Anstoß zur Unabhängigkeitserklärung des Deutschen Volkes geben.

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