Was der 17. Juni heute bedeutet

Der 17. Juni ist mehr als nur ein „Tag der Freiheit“. Unser alter Nationalfeiertag ist heute auch ein politischer Gegenentwurf zum 3. Oktober. Anders als der 3. Oktober mit seinem zwanghaften Gerede über den Islam und die „Bunte Republik“ steht der 17. Juni für das Deutschland von unten.

(Von Martin)

Der 3. Oktober hat die Herzen der Menschen nie erreicht. Von Helmut Kohl seinerzeit im Alleingang festgelegt, sind eigentlich alle staatlichen Bemühungen, diesem Tag wirklich Leben einzuhauchen, gescheitert. Weder ist er ein fröhlicher nationaler Feiertag nach dem Vorbild Frankreichs oder der USA geworden, noch hat er sich wenigstens als Gedenktag etabliert, mit dem die Deutschen ein gemeinsames epochales Ereignis verbinden. Das epochale Ereignis der Wiedervereinigung war der Tag des Mauerfalls. Alle anderen Tage haben für die Menschen keine Bedeutung.

Diese geistige Leere des 3. Oktober haben die Islamisten mit ihrem hervorragenden Gespür für die tatsächliche politische Realität im Land schon früh erkannt. Ihre Vereinnahmung des 3. Oktober als „Tag der Offenen Moschee“ war ein genialer politischer Schachzug, um das inhaltliche Vakuum dieses Tages mit der eigenen politischen Botschaft zu füllen: Der Islam gehört zu Deutschland, Deutschland ist nicht das Land der Deutschen, und wir feiern am 3. Oktober auch nicht die Einheit der Deutschen, sondern nutzen ihn im eigenen Interesse zur Propropanda einer angeblichen Einheit in bunter Vielfalt, sprich: mehr Zuwanderung, mehr islamischer Machteinfluss. Diese Botschaft und der damit verbundene Sand in den Augen wurde am 3. Oktober 2010 in der historischen Rede Christian Wulffs übernommen und gehört seitdem zum festen Kanon aller Reden zum 3. Oktober. Der 3. Oktober mutierte somit zu einem „Tag der Bunten Republik“ und steht nun symbolhaft auch für die zahllosen Lügen und Halbwahrheiten, auf denen diese Bunte Republik errichtet wurde. Seit der ersten Stunde ein künstlicher, von der „Elite“ geschaffener Tag, ist der 3. Oktober heute zum Symboltag einer verlogenen, abgehobenen Politklasse und der Allianz zwischen Islam und deutschem Establishment verkommen.

Ganz anders der 17. Juni. Dieser Tag war von Anfang an ein Tag, der aus dem Volk kam: der Tag, an dem sich die im sowjetischen Besatzungsgebiet unterdrückten Deutschen gegen ihre stalinistischen Machthaber erhoben. Dieser Aufstand war der erste Aufstand im kommunistischen Ostblock überhaupt. Es waren nicht Ungarn, nicht Tschechen, nicht Polen, sondern Deutsche, die als erste den Mut fanden, gegen die Knechtung und Bevormundung durch eine ihnen aufgezwungene Bürokratenschicht auf die Straße zu gehen. Gerade in der heutigen Zeit, in der uns die bunte Führungsclique schon im Kindergarten erzählt, wir seien ein Volk von Duckmäusern, damit wir gar nicht erst auf die Idee kommen, gegen die bunten Zustände der Gegenwart aufzubegehren, sollten wir uns an diesen Mut erinnern.

Auch der 17. Juni hat daher seine Botschaft gewandelt: War er bis 1990 ein reiner Erinnerungstag und Mahnung für die Verwirklichung der politischen und territorialen Einheit unseres Landes, ist er seit 2010 ein Tag des Aufbegehrens gegen eine verlogene, selbstherrliche Machtelite an der Staatsspitze, ein Tag der Widerrede und des Mutes, ein Tag, an dem wir nicht nur den Willen der Deutschen zur Einheit, sondern auch den Willen der Deutschen zur Freiheit feiern. Dieser Wille ist unsere Verpflichtung und ein Versprechen an unsere Kinder. Und dieses Versprechen werden wir halten.

Allen PI-Lesern einen frohen und feierlichen 17. Juni!