Neue PI-Gruppe in Wiesbaden startet durch

Nach dem großen Zuspruch der Wiesbadener Bevölkerung zur Mahnwache „Warum schweigt Ihr – Kein Urlaubsort wo Christenmord“ im Frühjahr, der von einigen engagierten Wiesbadener Islamkritikern organisiert wurde und weiteren darauf folgenden Treffen, hat sich nun auch in der hessischen Landeshauptstadt eine längst überfällige PI-Gruppe etabliert.

(Von Chris Bingener)

„Endlich wird auch hier die Initiative ergriffen. Darauf warte ich schon lange! Aber allein wusste ich nicht eine Gruppe zu starten“, so ein ständiger Leser des Internetblogs, der jetzt aktiv in der Wiesbadener Gruppe mitarbeitet. Ebenfalls kamen zwischenzeitlich weitere Mitbürger zur PI-Gruppe hinzu, nachdem sie sich über PI und die aufklärende Arbeit informiert hatten, die nicht nur im Netz, sondern auch unabhängig vom Blog in vielen PI-Gruppen vor Ort geleistet wird.

Seither hat man neben der organisatorischen Struktur und Herstellung der Arbeitsfähigkeit an verschiedenen Aktionen mitgewirkt. Für die Zukunft ist ein ambitioniertes Programm vorgesehen. Als diesjähriger Höhepunkt soll am 29. September in Wiesbaden eine besondere Aktion stattfinden, über die im Moment noch nichts verraten wird, aber im Detail rechtzeitig angekündigt wird. Zum Mitmachen Termin blocken!

Zum regen Gedankenaustausch und Absprache für anstehende Aktivitäten treffen wir uns regelmäßig einmal im Monat im Zentrum von Wiesbaden. Wir freuen uns über weiteren Zuwachs aus Wiesbaden und Umgebung, denn wir wollen einiges in Bewegung bringen. Falls Sie Interesse haben, sich nicht nur allein im Internet mit unseren Themen zu beschäftigen, sondern unverbindlich „Gleichgesinnte“ kennen zu lernen, schreiben Sie kurz eine Email an: pi.wiesbaden@yahoo.de und wir kommen in Kontakt.

Alle, die nicht in der Nähe von Wiesbaden wohnen, aber als PI-Leser auch Spaß haben in einer PI-Gruppe in der Nähe mitzuwirken, sei empfohlen, im Kopf dieser Seite den Link PI-Gruppen zu öffnen und sich „seine“ Gruppe auszuwählen, anzuschreiben und dabei zu sein!

(Bild oben: Wappen der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden)




Causa Trayvon Martin: Beschuldigter frei

Für George Zimmerman (Foto) geht es um alles. Der 28-jährige Latino hat am 26. Februar in einer sogenannten Gated Community den 17-jährigen Schwarzen Trayvon Martin erschossen – in Notwehr, wie er immer wieder betont.  Seine Gegner bezweifeln dies und werfen dem Nachbarschaftswächter Rassismus vor. Die Behörden haben Zimmerman nun gegen eine Kaution von einer Million Dollar, von welcher er 10 % hinterlegen musste, auf freien Fuß gesetzt.

Die „Baseler Zeitung“ berichtet:

Einen Tag, nachdem ein Richter die Kaution gegen George Zimmerman festgesetzt hatte, verliess er am Freitag das Gefängnis im Bezirk Seminole. Er hinterlegte dafür eine Kaution von einer Million Dollar. Für seine Freilassung gelten strenge Auflagen, unter anderem wird Zimmerman elektronisch überwacht.

Zimmerman wird vorgeworfen, den 17-jährigen Martin am 26. Februar in einer geschlossenen Wohnanlage in der Stadt Sanford erschossen zu haben. Der Schütze erklärte, in Notwehr gehandelt zu haben. Der Fall löste landesweite Proteste aus.

Eine Polizeiuntersuchung stützt die Notwehr-Aussage Zimmermans:

Andere Stellen in dem 183 Seiten langen Bericht scheinen jedoch die Darstellung Zimmermanns zu belegen, wonach er in Notwehr schoss. Auf einem Photo vom Abend des Vorfalls erscheint Zimmermann mit einer blutenden Nase. Ein Polizist, der ihn am Abend vernahm, wird mit der Aussage zitiert, Zimmermann habe aus der Nase und am Hinterkopf geblutet. Zudem sei sein Rücken nass und voller Gras gewesen, als habe er auf dem Boden gelegen.

Der Blog „human stupidity“ kritisiert indes die Medienberichterstattung:

Of course, media manipulation, like selective editing of the 911 call to make Zimmermann look racist, using 4 year old photos of Trayvon when he was 12 and a mug shot of Zimmermann when he weight 50(?) lbs. more serves to get people up in arms against Zimmermann. To top it off,  spanish speaking and Peruvian Latino race Zimmermann is called a member of the evil white race.

Auch in deutschen Medien wird Trayvon Martin als 12-Jähriger gezeigt. Noch gestern veröffentlichte die „Rheinische Post“ einen Artikel, in welchem im Aufmacher der kindliche Martin dem bulligen Zimmerman gegenübergestellt wird. Qualitätsjournalismus pur!

Der Fall Martin hat bereits den örtlichen Polizeichef den Posten gekostet: Bill Lee hatte Zimmerman nach einem rund fünfstündigen Verhör freigelassen, weil er keine Gründe für eine Inhaftierung sah. Anschließend geriet er hierfür in die Kritik und wurde schließlich entlassen. In deutschen Medien weitgehend gar nicht thematisiert wurde das von der „New Black Panther Party“ auf Zimmermann ausgesetzte Kopfgeld in Höhe von 10.000 Dollar.

Weitere politisch inkorrekte Hintergründe gibt es auf dem englischsprachigen Blog „The Concervative Tree House„!




Merkels linke Professoren-Kamarilla

Die taz rollt auf, von WEM sich die Merkel-Regierung in ihrer Erklärungsnot Schützenhilfe geben lassen muss. Merkels Sprachrohre sind allesamt links – verkündet die taz nicht ohne Stolz. Das überrascht uns bei unserer DDR-Ikone aus der Uckermark keineswegs. Kostproben:

Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) reagierten verärgert und bekommen Unterstützung sogar von linken Pro-Euro-Volkswirten.

Für den Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel, ein Anführer der linken Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, ist der Sinn-Aufruf „ein Skandal“.

Der linke Wirschaftwissenschaftler Rudolf Hickel wirft den Kritikern der Euro-Beschlüsse „Links-Rechts-Populismus“ vor.

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn entwickele sich zum „Sarrazin der Ökonomie“.

Dieser Linke Hickel (Foto) weicht auffallend von der sonstigen linken Linie ab, denn er bestreitet den typischen Linksvorwurf, den Banken werde Geld in den Rachen geworfen:

„Da wird einem politischen Programm, das man nicht will, einfach unterstellt, dass den Banken das Geld in den Rachen geworfen wird.“

Offenbar will Links zusammen mit Merkel alles kritiklos übernehmen, was die EUdSSR plant. Das sehen wir ja auch an Rot-Grün im Bundestag. Banken also lieb und brav? Keineswegs:

Es gehe aber in der EU darum, grundlegende Strukturreformen durchzusetzen, Banken auf ein verträgliches Maß einzuschmelzen und gleichzeitig stärker zu kontrollieren – Hickel fordert daher „mehr Bankenunion“.

Es geht also um die politische Machtergreifung über den Bankensektor. Ein Mittelweg – also Rückkehr zu normalen Marktwirtschaft – ist nicht vorgesehen. Mit dieser Forderung steht der linke Merkel-Stützer natürlich nicht alleine da. Es hat sich ein Vasallentrupp im Bodensatz der Ökonomie auftreiben lassen:

In dieselbe Kerbe schlägt eine Große Koalition, die unter anderem aus dem eher linken Wirtschaftsweisen Peter Bofinger, dem Hamburger HWWI-Präsidenten Thomas Straubhaar, der jüngst seinen früheren wirtschaftsliberalen Überzeugungen abschwor, und dem gewerkschaftsnahen Gustav Horn sowie dem Chef des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, besteht.

Dass es aber nicht nur um die staatliche Übernahme der Bankenmacht geht, sondern um Schröpfung des Steuerzahlers, gibt Merkels Ökonomen-Kartell dennoch in seinem Antwortpapier an die 172 Wirtschaftsprofessoren unumwunden zu:

Der EU-Gipfel-Beschluss, der dem neuen Rettungsschirm ESM erlaubt, auch Banken unter „angemessenen Auflagen“ zu kapitalisieren, gehe endlich wie das erfolgreiche amerikanische Regulierungsprogramm „zielgenau“ die Bankenproblematik an.

Die USA als Vorbild unserer Linken – dass man das noch erleben darf! Umverteilung vom Steuerzahler in Banken und Einverleibung der Banken in das europäische Zentralwesen namens EU. Planwirtschaft wie aus dem Bilderbuch. Auf solche Helfershelfer können Merkel und Schäuble wahrlich stolz sein! Gemeinsam wird man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben und Europa als Wirtschafts- und Wohlstandsstandort ruinieren. Einziges Ziel der EU: Die Staatschefs wollen flüssig bleiben. Welchen seriösen Investor soll das überzeugen?

» Prof. Hickel empfiehlt auf seiner Uni-Homepage die Lektüre von Karl Marx unter seiner persönlichen Anleitung. Sein Hauptwerk nennt sich „Zerschlagt die Banken„.




Vertrauliche ESM-Gehaltsliste veröffentlicht

ESM Zentrale in LuxemburgDie „als vertraulich gekennzeichneten Beschäftigungsbedingungen“ des ESM liegen Welt online vor. Daraus geht folgende Gehaltsstaffelung der Jahres-Brutto-Grundgehälter hervor (alles ohne Zulagen, die bei der EU noch mal extra dazukommen!):

• geschäftsführender Direktor: 324.000 €
• leitende Angestellte: 64.000 bis 167.000 €
• Assistenten und Hilfskräfte: 22.000 – 72.000 €

Die Gehälter seiner 75 Mitarbeiter legt der ESM offenbar selbst fest:

„Das Hauptziel der Vergütungspolitik des ESM besteht in der Einrichtung eines wettbewerbsfähigen Vergütungspakets“, heißt in dem Entwurf der Beschäftigungsbedingungen, die noch vom ESM-Direktorium beschlossen werden müssen.

Schon jetzt steht aber fest, dass 75 Leute auf jeden Fall zu wenig sind!

Zum Vergleich:

• Draghi (EZB-Präsident): 370.000 € Grundgehalt
• Barroso (EU-Kommissions-Präsident): 304.000 € Grundgehalt
• Merkel: 190.000 € Grundgehalt

Links:

» Organisationsstruktur des ESM, Unternehmensform, Vertragstext (pdf)
» EZB-Mitarbeiter haben Burnout




„Deso Dogg“ sind wir los

Polizei sucht Deso DoggBei Welt online hat man sich dahinterklemmt, wohin unser berühmter Jihad-Rapper Deso Dogg abgetaucht sein könnte. Nebenbei erfährt man, dass es einen Haftbefehl gegen ihn gibt, der trotz angeblicher Überwachung nicht ausgeführt wurde.

Der Jihad-Rapper hat sich sogar in Berlin beim Einwohnermeldeamt abgemeldet! Seitdem hat man wohl darauf gewartet, dass er sich woanders neu anmeldet? Jetzt gehen die Vermutungen unserer „Sicherheits“behörden eher in die Richtung, dass er sich nach Ägypten abgesetzt hat, was wir natürlich sehr begrüßen würden. Bei einer Razzia in Deso Doggs verlassener Wohnung fand man eine Sprengstoffweste. Außerdem soll er der Kopf der verbotenen Vereinigung Millatu Ibrahim in Solingen gewesen sein. Die Internetseiten von Millatu Ibrahim sollen von den Behörden abgeschaltet worden sein, was man aber bezweifeln darf.




Axel Reitz: „Hitler von Köln“ steigt aus

Seine Internetpräsenz ist abgeschaltet, seine politischen Weggefährten haben keinen Kontakt mehr zu ihm. Der bundesweit bekannte Nationalsozialist Axel Reitz (Foto) ist aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen. Nach seiner Festnahme am 13. März wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung – dem „Aktionsbüro Mittelrhein“ – soll Reitz umfangreich mit den Ermittlungsbehörden kooperiert haben. Inzwischen befindet sich der Pulheimer, der bereits mit 15 Jahren die unlängst verbotene „Kameradschaft Walter Spangenberg“ gründete, wieder auf freiem Fuß.

Der „Pulheimer Anzeiger“ berichtet:

Wie verschiedene Internetseiten berichten, ist Axel Reitz, bislang als einer der führenden Köpfe der hiesigen Neonazi-Szene bekannt, aus dieser ausgestiegen. Demnach habe Reitz mit den Behörden zusammengearbeitet und sich auf einen „Deal“ mit diesen verständigt, so berichten die Internetseiten „Altermedia“ und „Endstation Rechts“. So seien im Vorhinein schon diesbezügliche Meldungen auf den Internetseiten der NPD Düsseldorf / Mettmann aufgetaucht.

Reitz wurde vorgeworfen, mit zahlreichen anderen Personen eine kriminelle Vereinigung namens „Aktionsbüro Mittelrhein“ gegründet zu haben. Überdies soll eine Beteiligung an einem schweren Landfriedensbruch in Dresden 2011 zu den Vorwürfen gehören. Weiterhin stehen Landfriedensbruch, Körperverletzung und die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen im Raum. Die Hauptverhandlung wird vermutlich im Herbst stattfinden.

Einige Kommentatoren fassen dies als „taktische Handlung“ von Axel Reitz auf. Wiederum andere forderten „handfeste Beweise“. Reitz war außerdem seit jüngerer Zeit im Streit mit dem NPD-Vorsitzenden Holger Apfel, welcher um eine bürgerliche Fassade der NPD bemüht sei.

Ehemalige Kameraden drohen dem 29-Jährigen derweil unterschwellig mit Vergeltung:

Reitz kann sich nun aber sicher sein, das dieser Verrat nicht ohne Konsequenzen bleibt, denn man verrät niemanden, nur um seine eigene Haut zu retten.

Noch wird er vom Staat geschützt, aber der Schutz wird auch irgendwann vorbei sein und dann wird Axel Reitz wieder alleine da stehen.

PI wünscht Axel Reitz für die Zukunft ein Leben ohne jeglichen politischen oder religiösen Extremismus.




Tritt Finnland aus der Euro-Zone aus?

Die finnische Finanzministerin Jutta UrpilainenFür kurze Zeit war gestern dieser Bericht auf der Frontpage der WELT. Dort wird die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen (Foto) zitiert, die laut über einen Austritt aus der Euro-Zone nachdenkt. Die Sozialdemokratin ist keine südländische Sprücheklopferin, die alle paar Tage/Stunden/Minuten ihre Meinung ändert, sie wird eher als bedächtig angesehen. Ihr Wort hat Gewicht und üblicherweise sagt sie nur was, wenn sie ihre Regierung hinter sich weiß. Dementsprechend haben dann auch die Finanzmärkte reagiert. Finnland ist eines der letzten Länder in der Euro-Zone mit AAA-Bewertung. Verständlich, dass sie diesen Status nicht verlieren wollen.

Natürlich wurde ihr Ausspruch umgehend entsprechend interpretiert und dementiert, dass ja alles nicht so gemeint sei und dass sie falsch verstanden wurde. Die üblichen Verdächtigungen eben. Es ist aber wohl wert, sich einmal über einen Ausstieg Finnlands aus der Euro-Zone Gedanken zu machen. An einen Austritt Griechenlands, Italiens, Spaniens, Portugals, Frankreichs ist ja wohl eher weniger zu denken, jedenfalls nicht, solange sie noch Länder mit guter Bonität abzocken können. Und dass der Euro nichts mit vernünftigem Finanzwesen zu tun hat, wird dem aufmerksamen Bürger von Tag zu Tag klarer. Der Euro war wohl von Anfang an als Instrument zur Umverteilung konzipiert, was auch durch die Mitgliedschaft Griechenlands verdeutlicht wird.

Was passiert aber, wenn Finnland sich weigert, Schulden von Pleitestaaten und –banken zu übernehmen und aus dem Euro ausschert, auch um seine AAA-Bewertung zu erhalten? Zuerst wird es wohl zu einer Aufwertung der Finnmark kommen, die zwar Exporte erschwert, aber Rohstoffimporte stark verbilligt. Dann kann man sich auch mal die Frage stellen, ob denn ein übermäßiger Export für ein Land überhaupt so sinnvoll ist. Zumal wenn dieser von den importierenden Ländern nicht bezahlt wird, wie das gerade bei uns abläuft, wo deutsche Firmen jahrelang nach Griechenland exportiert haben und die deutschen steuerzahlenden Bürger jetzt die Schulden der Griechen übernehmen. Einen wirtschaftlichen Schaden kann ich jedenfalls nicht erkennen, zumindest nicht für die Finnen. Die Verwaltung der modifizierten finnischen Zentralbank wird sich auch wohl eher verbilligen als verteuern.

Was aber besonders interessant wird, wenn Finnland ausschert, ist die Wirkung auf die anderen verbliebenen Länder mit AAA-Rating. Die können dann sehen, dass ein Austritt nicht zum Bankrott führt, jedenfalls dann nicht, wenn man ihn früh genug durchzieht. Das könnte dort zum Nachahmen animieren, wo es noch vernünftige Politiker gibt, wie in den Niederlanden und Österreich. Und für unsere Regierung wäre es dann immer schwerer, den Verbleib in der Euro-Zone zu rechtfertigen, ohne eigenes Totalversagen zuzugeben. Obwohl, wir haben gelernt, dass unsere Regierung in der Lage ist, jeden Mist schönzureden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und im Moment hat uns die finnische Finanzministerin etwas Hoffnung gegeben. Sollte sie der Auslöser sein, der diesen unsäglichen Euro-Mist abstellt, wäre es angebracht, dieser Frau ein riesengroßes Denkmal zu bauen. Entweder neben der Siegessäule in Berlin oder neben Wilhelm am Deutschen Eck in Koblenz!




Die Pfeifen vom Handelsblatt 2010 und 2012: „Wir kaufen griechische Staatsanleihen“

Schadenfreude ist die schönste Freude, oder ‚An ihren Taten sollt ihr sie erkennen‘! Am 3. Mai, 2010, startete Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatts, eine Aktion „Ich kaufe griechische Staatsanleihen“. Steingart, selber ein linksgrünes SPIEGEL-Gewächs, machte den Anfang in einer hübschen Fotogalerie, die man heute noch anklicken kann! Darunter als bekannteste Euro-Pfeife Hans Eichel (SPD), der die betrügerischen Griechen mit in die EU hereingewunken hatte (PI berichtete bereits im März). „Ich kaufe zum ersten Mal in meinem Leben Staatsanleihen – und zwar griechische“, sagt der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel.

Hören wir aber zunächst die politkorrekte Sülze vom Cheflinken des Handelsblatts, Gabor Steingart:

Liebe Leserinnen und Leser,
in die Diskussion über die griechische Schuldentragödie hat sich ein überheblicher, zuweilen sogar ein nationalistischer Ton eingeschlichen. Rationalität wurde vielerorts durch Ressentiment ersetzt. Viele sagen Griechenland und zielen in Wahrheit auf Europa. Ein Ausscheiden der elf Millionen Griechen aus der Währungsunion, wie selbst von Politikern der deutschen Regierungsparteien ins Spiel gebracht, würde den Anfang vom Ende der heutigen Union bedeuten. Auch andere Staaten im Süden Europas könnten in Schwierigkeiten geraten, das Fundament des Europäische Hauses wäre erschüttert, der Gemeinsame Markt in Frage gestellt. Eine solche Entwicklung liegt nicht im politischen und wirtschaftlichen Interesse Deutschlands. Das Handelsblatt als größte Wirtschafts- und Finanzzeitung im Euro-Raum will in dieser aufgewühlten Debatte eine Stimme der Vernunft sein. Auch wir üben Kritik an der griechischen Schuldenpolitik, aber mit Besonnenheit. Auch wir verlangen nach einer Reform der Europäischen Union, aber innerhalb des geltenden Vertragswerks von Lissabon. Wir wissen: Die europäische Einigung ist der beste Teil unserer deutschen Geschichte. Die Vision einer Wirtschafts- und Währungsunion ist größer als die aktuellen Probleme in Griechenland. Mit dem beschlossenen Sparprogramm hat die Regierung in Athen ein Zeichen gesetzt, das Respekt verdient. Die Griechen sind Sünder, aber sie sind reuige Sünder. Das am Wochenende beschlossene Hilfspaket der Staatengemeinschaft trägt dem Rechnung. Doch Staaten allein können Griechenland nicht retten. Die Stabilisierung der Lage kann nur gelingen, wenn sich das Land am freien Kapitalmarkt finanzieren kann. Gefragt ist ein Beitrag der großen Banken. Gefragt ist aber auch ein Europa der Bürger, das den Griechen einen Vorschuss gewährt – einen Vorschuss vor allem an Vertrauen. Darauf zielt unsere Aktion „Ich kaufe griechische Staatsanleihen“. Es geht um ein Zeichen der Mitverantwortung, auch unter Inkaufnahme eines nicht bestreitbaren finanziellen Risikos. Am Freitag habe ich daher für 5.000 Euro griechische Staatsanleihen geordert.
Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatt

Das typische Gewäsch eines EU-Anbeters! Das war, um es nochmals zu sagen, vor zwei Jahren. Griechenland hat seither nichts gespart, weiter beschissen, und Steingart hat 70% Verlust gemacht. Das hindert ihn und die anderen Rattenfänger aber nicht daran, weiterzumachen mit dem Unsinn. Auf Platz 4 äußerte sich damals eine Koryphäe namens Gustav Horn:

„Ich habe griechische Anleihen gekauft, weil ich als Bürger eines europäischen Staates das Schicksal unserer Währung nicht in den Händen von Spekulanten lassen kann. Die Idee eines gemeinsamen Europas basiert auf der gemeinsamen Verantwortung und der Solidarität aller seiner Bürger.“ Gustav Horn, wissenschaftlicher Direktor des Institutes für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK)

Horn, Horn, Horn? War da nicht was? In der Tat. Derselbe Gustav Horn gehört zu denen, die eben gestern, natürlich im Handelsblatt, den 170 warnenden Wirtschaftsprofessoren Panikmache und Nationalismus vorwarfen:

In einer solchen Situation kann es nicht die Aufgabe von Ökonomen sein, mit Behauptungen, fragwürdigen Argumenten und in einer von nationalen Klischees geprägten Sprache die Öffentlichkeit durch einen Aufruf weiter zu verunsichern.

Horn ist aber nicht der einzige, der weitermacht. Bert Rürup war auch bei den Pleiteanleihe-Käufern und warnte gestern ebenfalls gegen Hans Werner-Sinn! Genau den letzteren wollte das Handelsblatt vor zwei Jahren auch ins Pleite-Boot holen, der aber sagte ab. Griechische Anleihen kaufe er nicht, dafür empfehle er Urlaub in Griechenland, da habe man was davon! PI hat diese Aktion schon einmal zum Thema gemacht, diese Typen, die sich als Experten aufführen,  geben aber nie auf!




Frances Trollope in Multikulti-Wien 1836

Im Sommer des Jahres 1836 reist Frances Trollope von London über Paris und Süddeutschland nach Wien. In den folgenden Monaten kostet sie das Leben in der Kaiserstadt aus und schreibt darüber einen Reisebericht: Ein Winter in der Kaiserstadt. Original 1838: Vienna and the Austrians. Ein Auszug: Die Bevölkerung besteht in der Tat aus so vielen Nationen, dass ein solches Nebeneinander von Gruppen zweifellos voll malerischer Reize ist.

Und weiter:

Hie und da erblickt man zwar auch in London, wenn man in der Stadt umherwandert, einzelne Angehörige fast aller Nationen, aber man sieht sie nicht so wie hier. Begegnet man dort einem Griechen, so erblickt man in ihm nur einen verlegen aussehenden vereinzelten Fremden, welcher – darauf darf man sich verlassen – so schnell wieder verschwindet, wie er nur kann. Sieht man einen Türken, ist es das Gleiche; ein böhmischer Bauer erscheint einem nur als ein Dieb oder Vagabund; einen ungarischen bekommt man niemals zu sehen, Juden begegnen einem im Verlauf einer solchen Wanderung mehr als genug, aber nur in Gestalt von Trödlern, und sieht man einmal einen Armenier, ist es nur ein sehr schmutziger Verkäufer von elendem Rhabarber.

Ganz anders verhält sich dies in Wien. Wenn man vor einem der schönsten Häuser der Stadt stehen bleibt und fragt, wem es gehört, so lautet die Antwort: „Sina, dem griechischen Kaufmann.“ Geht man an einem großen Kaffeehaus vorüber, das als Treffpunkt reicher Leute erscheint und dessen vorüberwehenden Düfte darauf schließen lassen, dass es das „Museum“ guten Kaffees sei, und man tritt ein, so findet man sich von Turbanen und Kaftanen, von Hukas und Meerschaumpfeifen umgeben. Und die reich gekleideten Gäste, statt dreinzusehen, als wären sie melancholische Wanderer in einem fremden Lande, beweisen durch ihr stattliches Äußeres, dass sie sich hier so willkommen und heimisch betrachten, als hätten sie niemals die Stadt belagert oder barbarisch die Stephanskirche beschossen. Ein schwarzäugiger, zartgliedriger Böhme ist hier ein geehrter Diener des Reiches, und wäre er noch so niedrig geboren. Und oft besucht ein reicher böhmischer Fabrikant den Markt in einer Tracht, die den Erfolg eines Melodramas ausmachen könnte. Ungarn, Slawonier, Kroaten – alle versammeln sich hier infolge des ausschließlichen Handelsprivileges für österreichische Untertanen, und ihre Kleidung ist, besonders in dieser Jahreszeit, unsagbar fantastisch und malerisch.

Was die Kinder Israels betrifft, ist es keine leichte Aufgabe, ihre hiesige Lage genau und richtig zu beschreiben. Sie sind in Pelzwerk und feines Leinen gekleidet und leben verschwenderisch jeden Tag. Soviel darf ich mit Gewissheit versichern, aber inwieweit sie mit den übrigen Mitgliedern dieses christlichen und katholischen Reiches in Eintracht und Liebe verschmolzen sind oder verschmolzen werden, ist eine Frage, die ich mich zu beantworten nicht unterfangen werde.

Vor nun einer daherkommt und sagt, also, Multikulti geht doch, sei darauf hingewiesen, daß es damals keine Sozialhilfe und Integrationsbeauftragte gab!




FIFA erlaubt Kopftücher – Frankreich nicht

Am Donnerstag hat die FIFA das Tragen von Kopftüchern bei Fußballspielen endgültig erlaubt. In Zukunft geht es nur noch um das Design und die Farbe. Moslem-Kickerinnen in Frankreich ist aber das Tragen von Kopftüchern weiter untersagt. Damit setzt sich der französische Fußball-Verband FFF über die Regelung der FIFA hinweg. Wie wir die Moschee kennen, wird sie nun Frauenfußball in der Burka als Menschenrecht einklagen. Allerdings werden diese über ihren Sack stolpernden Mannschaften über die saudische C-Klasse nicht hinauskommen, selbst wenn sie Männer reinstecken.




Mutti mit besten Umfragewerten?

Gestern kam die ARD mit der Meldung, Kanzlerin Merkel sei im Stimmungshoch, und das wird heute von vielen Zeitungen groß herausgestellt, was doch sehr unglaubwürdig wirkt, und viele PI-Leser dachten an Fälschung. Natürlich sind die ARD-Umfragen nicht zuverlässig, da werden gerade mal 1004 Leute befragt. Aber der Eindruck einer Fälschung liegt daran, daß die restlichen Ergebnisse überall unter den Tisch fielen. 

Eine Frage war nämlich, welcher Partei man am ehesten eine Lösung der Eurokrise zutraue und da waren 42% für die Union, nur 17% für die SPD und 36 für keine. Das kann stimmen. Bei der Sonntagsfrage gewann die CDU nur ein läppisches Pünktchen und liegt meilenweit hinter Rotgrün.

Interessant aber andere Fragen: Der schlimmste Teil der Euro-Krise liegt noch vor uns? 85% Ja! BRD hätte DM behalten sollen? 55% Ja! Volksabstimmung? 71% Ja! Keine gemeinsame Haftung 45% Ja und 44% nur bei klaren Regeln. Und so weiter! Die ganze Umfrage hier! Und so macht sie auch Sinn! Und nicht, wenn man nur ein einziges Ergebnis in den Vordergrund stellt!