Randale in Flüchtlingslagern der Türkei

Flüchtlingslager für syrische Flüchtlinge in der TürkeiDurch Zustrom aus dem syrischen Bürgerkrieg halten sich 43.000 Flüchtlinge in der Türkei auf. In zwei der zehn Lager kam es heute zu Aufständen, die von türkischen Sicherheitskräften mit Schlagstöcken, Warnschüssen und Tränengas beantwortet wurden. Flüchtlinge protestierten gewaltsam gegen die zur Verfügung gestellte Unterkunft und Verpflegung. Ob die Türkei die Flüchtlinge vernachlässigt oder die Flüchtlinge sich der türkischen Hilfe als undankbar erweisen, kann man schwer ausmachen.  Der ORF berichtet:

In zwei Lagern für syrische Flüchtlinge in der Türkei sind Flüchtlinge und Polizisten heute zusammengestoßen. Nach türkischen Angaben setzten die Beamten Tränengas gegen steinewerfende Syrer in der südtürkischen Provinz Kilis ein. Nach Angaben der Bewohner einer Containerstadt, in der derzeit 15.000 Flüchtlinge Unterschlupf gefunden haben, wurden bei den Zusammenstößen zwei Menschen getötet. Die türkische Seite bestätigte das jedoch nicht.

Auslöser der Gewalt war nach Angaben von Flüchtlingen mangelnde Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Geld. „Jeder wird hier verhungern“, beklagte der Syrer Sabri Hallac. Zudem würden die Flüchtlinge von den türkischen Sicherheitskräften genauso schlecht behandelt wie in Syrien. Die meisten Flüchtlinge versammelten sich nach den Zusammenstößen vor den Lagern. Einige machten sich auf den Rückweg in ihre Heimat.

Die Containerstadt liegt in der Nähe des türkischen Grenzposten Öncüpinar und des syrischen Grenzposten al-Salama. Letzteren hatten die syrischen Rebellen am Sonntag unter ihre Kontrolle gebracht. Insgesamt bietet die Türkei derzeit mehr als 40.000 Syrern Zuflucht. Sie sind in zehn Flüchtlingslagern entlang der Grenze untergebracht. (…)

Auf der italienischen Insel Lampedusa hatten lybische Flüchtlinge letztes Jahr bei Randalen die gesamten Räumlichkeiten abgefackelt (PI berichtete).

Links:

» Welt online: Berichte über Ausschreitungen in türkischen Flüchtlingslagern
» Tagesanzeiger: Türkei stationiert Boden-Luft-Raketen an Grenze zu Syrien
» Buch-Tipp: Kelley M. Greenhill „Weapons of Mass Migration: Forced Displacement, Coercion, and Foreign Policy“ (Cornell Studies in Security Affairs)




Gabriel will Wickeltisch für Männer

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert im Interview mit dem Tagesspiegel am Sonntag einen Wickeltisch in der Herrentoilette für Männer, daß er seinem kleinen Töchterchen die Windeln wechseln kann: Gestern war ich mit Marie in einem Café. Da stellte ich fest, die Windel muss gewechselt werden. Einen Wickeltisch gab es natürlich nur in der Damentoilette. Sie können sich vorstellen, wie entgeistert mich die Damen dort angesehen haben. Das ist ganz sicher unser größtes derzeitiges Problem.




TV-Tipp: 40 Jahre PLO-Attentat in München

In diesem Sommer jährt sich das Attentat der palästinensischen Terror-Organisation PLO während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München zum vierzigsten Mal. Elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist wurden dabei umgebracht. Die ARD bringt dazu heute um 21:45 Uhr die Dokumentation „Vom Traum zum Terror„. Für die Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT ist dies der erste islamische Terroranschlag auf deutschem Boden.

(Von Michael Stürzenberger) Jetzt mit Video!

Daher hat sie am Samstag, den 1. September einen Demonstrationszug von der historischen Stätte im Olympiadorf durch die Stadt zum Sendlinger Tor organisiert. Jeder Israelfreund, Islamkritiker und freiheitlich denkende Demokrat aus ganz Deutschland ist eingeladen teilzunehmen, um damit ein Zeichen der Solidarität mit Israel und gegen den islamisch-palästinensischen Terror zu setzen.

In der ARD-Ankündigung heißt es:

Die Spiele in München sind ein Wendepunkt der deutschen Geschichte: Am 5.September nehmen palästinensische Terroristen im Olympischen Dorf israelische Sportler als Geiseln. Der Anschlag auf die olympische „Familie“ und das Blutbad auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck – beim dilettantischen Befreiungsversuch durch deutsche Sicherheitskräfte werden alle Geiseln, ein Polizist und fünf Terroristen getötet – zerstören den Traum vom friedlichen, sicheren Deutschland, das die Schatten der Vergangenheit hinter sich gelassen hat.

Im Zentrum des Films steht – neben den Abläufen im Olympischen Dorf und in Fürstenfeldbruck – die Diskussion der Sportler und Funktionäre über die Frage, die damals viele bewegte: Dürfen die Spiele angesichts des Terrors weitergehen? Die wichtigsten Akteure wie Hans-Dietrich Genscher oder Walther Tröger, Bürgermeister des Olympischen Dorfes, sprechen über die Entscheidungen des Krisenstabs. Sportlerinnen wie Heide Rosendahl und ihre Freundin, die israelische Athletin Esther Roth-Shachamarow, berichten von ihrer Angst und Hilflosigkeit, aber auch von der Solidarität der Sportler während der Geiselnahme. Polizisten, die im Einsatz unmittelbaren Kontakt zu den Terroristen und Geiseln hatten, erinnern sich an die fatalen Situationen.

Jeder Islamkritiker weiß – der Djihad gegen Israel wird erst dann aufhören, wenn der jüdische Staat aufgehört hat zu existieren. Denn er befindet sich auf einem Boden, den Moslems für islamischen halten. Ein Blick in die Horror-Charta der palästinensischen Hamas zeigt dies deutlich:

Artikel 1: Die Islamische Widerstandsbewegung entnimmt ihre Richtlinien dem Islam: Auf ihn gründet sie ihr Denken, ihre Interpretationen und Vorstellungen über die Existenz, das Leben und die Menschheit. Aus ihm leitet sie ihr Verhalten ab, von ihm lässt sie sich bei allem was sie tut inspirieren.

Artikel 2: Die Islamische Widerstandsbewegung ist ein Flügel der Muslimbrüder in Palästina. Die Muslimbruderschaft ist eine weltweite Organisation und die größte islamische Bewegung der Neuzeit. (…)

Artikel 6: Die Islamische Widerstandsbewegung ist eine eigenständige palästinensische Bewegung, (…), die dafür kämpft, dass das Banner Allahs über jeden Zentimeter von Palästina aufgepflanzt wird. (…)

Artikel 7: Weil Muslime, die die Sache der Hamas verfolgen und für ihren Sieg kämpfen (…), überall auf der Erde verbreitet sind, ist die Islamistische Widerstandsbewegung eine universelle Bewegung. (…) Hamas ist eines der Glieder in der Kette des Djihad, die sich der zionistischen Invasion entgegenstellt. Dieser Djihad verbindet sich mit dem Impuls des Märtyrers Izz a-din al-Quassam und seinen Brüdern in der Muslimbruderschaft, die den Heiligen Krieg von 1936 führten; er ist darüberhinaus (…) mit dem Djihad der Muslimbrüder während des Kriegs von 1948 verbunden, wie auch mit den Djihad-Operationen der Muslimbrüder von 1968 und danach. (…) Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! (…)

Und so geht es Artikel für Artikel weiter in dieser religiös verseuchten Kampfansage an die moderne Zivilisation. Der jüdische Staat kann in dieser Charta beliebig mit anderen nichtmuslimischen Ländern ausgetauscht werden. Fällt Israel, gerät als nächstes Europa ins Visier des islamischen Djihad. Wenn man diese gehirngewaschenen Religionskrieger nicht endlich ernst nimmt, dann wird das Verhängnis einen ungehinderten Verlauf nehmen.

Hier das Programm der FREIHEIT-Demonstration am Samstag, den 1. September in München:

11.00-11.45 Uhr: Kundgebung in der Conollystraße
11:45-14:00 Uhr: Demonstrationszug durch München
14:00-17:00 Uhr: Abschlusskundgebung am Sendlinger Tor

Dies wird der erste Demonstrationszug in der bayerischen Landeshauptstadt gegen den islamischen Terror sein. München war im vergangenen Jahrhundert einmal Hauptstadt einer totalitären Bewegung – jetzt können wir es zur Hauptstadt der Gegenbewegung zu einer totalitären Ideologie formen, die im Mäntelchen einer Religion daherkommt. Wir haben es selbst in der Hand, die Bevölkerung zu mobilisieren. Momentan versuchen wir es wöchentlich mit Kundgebungen gegen den Bau eines europäischen Islamzentrums, das der Scharia-Staat Katar finanzieren möchte, der laut welt online gleichzeitig islamische Terror-Organisationen wie Al Qaida, Taliban, Hamas und Muslimbrüder unterstützt. Und es soll laut Informationen aus bayerischen Verfassungschutzkreisen Anzeichen dafür geben, dass die islamische Gemeinde des Bauherrn Kontakte zu einer bosnischen Terrorgruppe unterhält.

Wir sehen uns am 1. September. In München wird es einen heißen Herbst geben..




Tatarstan: 3000 Salafisten wollen Gottesstaat

TatarstanIn Tatarstan treiben 3.000 Salafisten ihr Unwesen, die dort einen Gottesstaat errichten wollen. Das Land mit einem Moslemanteil von 60% ist ihnen noch nicht islamisch genug. Die Behörden hatten die Fundamentalisten bislang nicht ernst genommen, doch nun platzt die Nachricht von einem Attentat auf den offiziellen sunnitischen Mufti und seinen Stellvertreter in die Idylle des islamischen Vorzeigelands. Die FAZ schreibt:

Der Mufti der autonomen Republik Tatarstan, Ildus Fajsow, ist am Donnerstag bei einem Sprengstoffanschlag in der Hauptstadt Kasan an der Wolga schwer verletzt worden. Fajsows Stellvertreter Waliulla Jakupow war kurz zuvor vor seinem Haus in Kasan erschossen worden. Beide gehörten der Leitung der Geistlichen Verwaltung der Muslime Tatarstans an, der offiziellen, staatlich anerkannten Führungsstruktur der islamischen Gemeinden. (…)

Als ein mögliches Motiv wurden Streitigkeiten über die Finanzierung und Organisation von Pilgerfahrten (Hadsch) der Gläubigen nach Mekka genannt. Russische Islamfachleute wiesen jedoch auf ein anderes mögliches Tatmotiv hin, das sie für viel wahrscheinlicher hielten. Die Anschläge seien die blutige Folge eines Konflikts zwischen dem gemäßigten, traditionellen Islam, für den Fajsow und Jakubow standen, sowie neuen extremistisch-islamistischen Strömungen, die von außerhalb nach Tatarstan hineingetragen würden.

Der Konflikt zwischen tatarischen „Traditionalisten“ – von denen einige für „euroislamische“ Tendenzen offen sind – und aus dem Nordkaukasus, vor allem aus Tschetschenien und Dagestan, zugereisten radikalen Islamisten, war bereits vor einiger Zeit öffentlich geworden. Inzwischen ist bekannt, dass extremistische Nordkaukasier in wenigstens zehn Moscheen in Tatarstan den Ton angeben und erfolgreich bei der Rekrutierung jugendlicher Anhänger sind. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei diesen Aktivisten häufig um Männer, die zuvor im bewaffneten Untergrund im Nordkaukasus gekämpft haben.

In Tatarstan verwirklichen sie eine Strategie, die der selbsternannte „Emir des Kaukasus“ Doku Umarow vor zwei Jahren verkündet hat. Umarow, ein Tschetschene, strebt die Loslösung des Nordkaukasus von Russland und die Errichtung eines islamischen Gottestaates an. Er hat zahlreiche Terroranschläge, so die Anschläge in der Moskauer Metro 2010 und auf dem Moskauer Flughafen Domodjedowo 2011, in Auftrag gegeben. Vor zwei Jahren befahl Umarow, dass sich ehemalige Kämpfer an der mittleren Wolga ansiedeln sollten, um die Glaubensgenossen dort für den Heiligen Krieg, gegen Russland zu gewinnen. Fernziel ist die Fusion des historischen Siedlungsgebiets der tatarischen „Goldenen Horde“, die einst weite Gebiete Russlands beherrschte, mit dem „kaukasischen Emirat“. (…)

Salafistischer Anschlag auf Mufti in Tatarstan

Ria Novosti beschreibt, wie 3.000 Wahhabiten das Land aufmischen – bei uns würde man sie Salafisten nennen:

Experten zufolge gibt es  rund 3000 aktive Wahhabiten in Tatarstan. (…)

Die Rechtsschutzorgane warnen schon seit längerer Zeit über den Anstieg der radikalen Stimmungen in Tatarstan. Sie betonen, dass diese Ideen der Islamisten vor allem bei Kriminellen auf Gehör stoßen. Die Extremisten versuchen ihre Taten mit dem radikalen Islam zu rechtfertigen. Ein weiterer Grund für die Zunahme der radikalen Stimmung sind die Schwierigkeiten bei der sozialen Integration junger Menschen vom Land in den Städten.

In Tatarstan gab es in den vergangenen Jahren kaum Strafverfahren gegen Islamisten. Laut Alexander Werchowski, dem Leiter des antirassistischen Informationszentrums „Sowa“, hat er nicht geahnt, dass der islamistische Untergrund in Tatarstan zu solch einer Tat fähig ist. Es sei schwer, die Zahl der Extremisten in der Teilrepublik zu nennen. Nicht alle Wahhabiten seien Terroristen. Waliulla Jakupow sei von vielen Opponenten kritisiert worden. Er rief beispielsweise zur Verbrennung der Muslimbücher auf, die auf der schwarzen Liste der extremistischen Literatur stehen.

Laut dem Ethnologen und Religionsexperten Rais Sulejmanow kann sich Tatarstan in ein Dagestan an der Wolga verwandeln. Experten zufolge hat die Polizei den Extremisten in Tatarstan nicht genug Beachtung geschenkt. Viele tatarische Anhänger des radikalen Islams kämpfen in den Einheiten der Terrororganisation „Imarat Kaukasus“ und der Taliban.

Im April berichtete der Mufti des Gebietes Perm, Muhammedgali Husin, an den Präsidentenbevollmächtigen im Föderationskreis Wolga, Michail Babitsch, über die Zunahme der radikalen Stimmungen in Tatarstan und warnte vor einem Anschlag auf den Mufti.

„Die Beamten entschieden sich dafür, die Lage in der Republik als ruhig zu betrachten. Im April wurde versucht, den wahhabitischen Imam abzusetzen. Daraufhin drohten die Wahhabiten den tatarischen Behörden mit Massenunruhen. Die Führung besann sich dann eines anderen“, sagte Husin.

Was lernen wir am Fall Tatarstan? Die islamischen Strategien sind überall die selben: Geburten-Dschihad, Bildung extremistischer Zellen mit internationaler Vernetzung, Anwerbung von jungen Fanatikern zur Errichtung eines Gottesstaates. Deutschland hat zwar wesentlich mehr Einwohner als Tatarstan, aber auch 3.800 Salafisten unter den insgesamt 38.080 Islamisten. Nicht umsonst warnt der Verfassungsschutz. Doch ist es die Politik die gefragt ist, sich mit dieser Realität auseinanderzusetzen und endlich die Gefahr des fundamentalen Islams aus unserem Land zu verbannen! Stattdessen wird mit immer neuen Kategorisierungen versucht, die Gefahr herunterzuspielen („nur ein Anteil von XY % wird als jihadistisch eingeschätzt“). Trotz Vereinsverboten können Salafisten ungehindert in Deutschland ihre Dawa betreiben.

Hintergrundinformationen Tatarstan: Tatarstan ist eine autonome und ziemlich reiche russische Republik auf dem europäischen Kontinent (Erdöl, Erdgas). Mehr als die Hälfte der Bevölkerung gehören zum tatarischen Turkvolk, das mit der Invasion der Mongolen in Russland einfiel. Auch nach dem Ende der Mongolenherrschaft verblieben sie im Land. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe sind Russen derzeit 40%. Um 1990 betrug der Anteil der Tataren an der Bevölkerung 48,5 %, er steigt wegen der höheren Geburtenrate der Tataren und lag 2010 bei 53%. Die meisten Tataren gehören dem sunnitischen Islam an. Im 19. Jahrhundert ist versucht worden, sie durch die russisch-orthodoxe Kirche zu missionieren, was nicht gelungen ist.  Im Gegenteil: Es scheint eine weitere Islamisierung stattgefunden zu haben, denn mittlerweile gehören 60% der Bevölkerung dem Islam an. Laut FAZ soll es sich bei den tatarischen Sunniten um „gemäßigte Traditionalisten“ handeln.




Gott oder Gold?

Viel trinken bei Sport und Hitze!Unsere Presse macht besorgt darauf aufmerksam, dass islamische Sportler bei Olympia benachteiligt sind, weil sie im Ramadan tagsüber weder essen, noch trinken dürfen. Ist es unanständig, dass Olympia im Ramadan stattfindet?

Welt mit Video:

Etwa 3500 muslimische Sportler nehmen an den Olympischen Spielen teil. Die Olympiade überschneidet sich jedoch mit dem islamischen Fastenmonat. Wie sind diese beiden Ereignisse zu vereinbaren?

Im Video erfahren wir, dass die Engländer sich alle Mühe der Welt geben und extra die Kantinen 24 Stunden geöffnet lassen und dort islamisches Essen bereitstellen. Hoffentlich sind auch genug Sanitäter und Ärzte vor Ort, die umgekippten islamischen Sportlern elektrolytische Infusionen setzen können.

Der Stern macht darauf aufmerksam, dass auch die Bundesliga vom islamischen Fasten-Kult betroffen ist:

Mit Beginn des Fastenmonats dürfen Moslems dem Islam zufolge zwischen Tagesanbruch und Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Vor allem die muslimischen Bundesligaspieler stecken in einer Zwickmühle. (…) Am Ramadan fasten oder nicht – eine wiederkehrende Gewissensfrage in der Bundesliga.

Im Zusammenhang Fußball und Islam wird derzeit eine weitere Frage erörtert: Müssen Nationalspieler die Nationalhymne mitsingen? Die islamischen Spieler verweigern das regelmäßig. Der ehemalige DFB-Chef Mayer-Vorfelder ist für eine Sing-Pflicht. Hingegen meint der jetzige DFB-Chef Niersbach, es dürfe keinen Hymnen-Zwang geben. Stellt sich die Frage, warum der DFB überhaupt Leute in das Kader aufnimmt, die sich mit Deutschland nicht identifizieren können.




Großer Taqiyya-Artikel im Focus

Vogel-Strauß-Taktik im Umgang mit dem IslamUnsere Qualitätspresse befasst sich gerne mit dem Thema Islam. Der Focus hat nun den Schwertvers aufgegriffen und festgestellt, er werde missverstanden. Dasselbe stellt der Focus zum Selbstmordattentat, zum Dschihad und zur Scharia fest. Da sind wir aber beruhigt! Natürlich hat man extra Islamexperten hierzu befragt:

Focus zum Schwertvers

Asiem El Difraoui von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin steigt mit den üblichen Verschleierungstaktiken ein (Taqiyya):

Ein Grundproblem bei der Deutung des Korans ist, dass zahlreiche seiner Passagen nicht leicht zu verstehen sind.

Manche seiner Aussagen wurden sogar schon kurz nach dem Tod Mohammeds nicht mehr verstanden.

Außerdem ist der arabische Korantext oft schwer in andere Sprachen zu übertragen.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Salafisten bei ihrer heutigen Deutung Sätze des Korans aus dem historischen Zusammenhang reißen, um sie dann wörtlich zu befolgen.

Besonders gerne beziehen sich gewaltbereite Islamisten auf den sogenannten Schwertvers, den fünften Vers der neunten Sure:

„Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf.“

Die Salafisten übersehen dabei allerdings, dass es sich keineswegs um eine allgemeine Aufforderung handelt, alle „Ungläubigen“ zu töten. Je nach Interpretation könnte es auch darum gehen, Mohammeds Gefährten für den Überlebenskampf der noch jungen Gemeinschaft in Medina anzuspornen.

Warum dieser „Anspornvers“ ausgerechnet „Schwertvers“ heißt, ist wirklich nicht nachzuvollziehen. Schließlich kann man Leute auch mit allerlei anderen Gegenständen erschlagen…

Focus zur Religionsfreiheit im Islam

Da wir ein großes Potential an Islamexperten im Land haben, ließ es sich der Focus nicht nehmen, noch eine Meinung zu weiteren Islam-Baustellen einzuholen. Und zwar von Islamwissenschaftlerin Mariella Ourghi von der Universität Freiburg:

Außerdem gibt es im Hinblick auf die Anwendung von Gewalt gegen Andersgläubige eine ganze Reihe widersprüchlicher Koranstellen.

So spricht Vers 256 der zweiten Sure ausdrücklich davon, dass niemand gezwungen werden darf, eine bestimmte Religion anzunehmen. Das stimmt auch mit dem Verhalten der frühen Muslime überein, die auf ihren Eroberungszügen keineswegs die Angehörigen anderer Glaubensrichtungen töteten. Meist versuchten sie nicht einmal, die unterworfenen Völker zum Islam zu bekehren, was einen ganz praktischen Grund hatte: Die Nicht-Muslime waren zur Abgabe einer besonderen Steuer verpflichtet. Wären viele von ihnen zum Islam konvertiert, hätte das die Steuereinnahmen drastisch verringert.

Da sind wir aber beruhigt! Gegen Zahlungen an Moslems können wir uns von Verfolgung freikaufen… Dann war es wohl ein Fehler, Herrn Abou Nagie das Hartz IV zu entziehen?

Focus zum Dschihad

Die Expertin aus Freiburg erklärt uns, dass der kriegerische Dschihad nur der „Kleine Dschihad“ ist:

Im Koran ist mit Dschihad oft eine moralische Anstrengung gemeint.

Das kann bedeuten, sich selbst und seine Leidenschaften zu überwinden, um Gott näher zu kommen.

Deshalb gibt es in der islamischen Theologie auch das Konzept vom kriegerischen „Kleinen Dschihad“ und dem „Großen Dschihad“ der Selbstüberwindung.

Erst der Gelehrte Ibn Taimiya hat im 13. Jahrhundert den Dschihad ausdrücklich als Krieg gegen die Ungläubigen propagiert.

Das ist aber im historischen Kontext zu sehen, denn zu dieser Zeit haben die Einfälle der Mongolen die muslimische Welt in einen regelrechten Schockzustand versetzt.

Neuen Auftrieb erhielt der kriegerische Dschihad in einigen Regionen der islamischen Welt zur Kolonialzeit. Er diente als Legitimation für den Widerstand gegen die europäischen Besatzer.

Im 20. Jahrhundert griff der militante Flügel der 1928 in Ägypten gegründeten Muslimbrüder die Vorstellung vom Dschihad auf. Seit Ende der 1980er-Jahre wähnen sich gewaltbereite Islamisten im globalen Dschihad.

Der Focus-Leser nimmt mit, dass Mongolen und Kolonialisten schuld am Dschihad sind. Die Moslems wurden quasi zum Dschihad gezwungen!

Focus zum Selbstmordattentat

Nun will es der Focus aber ganz genau wissen: „Wie aber steht es mit der Frage von Selbstmordattentaten? Sind diese wirklich ursprünglich islamisch?“ Die Expertin:

Den Gedanken, dass man beim Tod im Kampf zum Märtyrer wird, hat es zwar im frühen Islam gegeben, doch möglicherweise spielten hier auch christliche Einflüsse eine Rolle.

Die Christen sind schuld an den Selbstmordattentaten! Warum hat man uns das nicht schon früher gesagt? Jedes Grundschulkind müsste davon erfahren! Asche auf unser Haupt…

Einen regelrechten Märtyrerkult haben nach 680 die Schiiten entwickelt – heute nach den Sunniten die zweitgrößte Konfession des Islams. Ihre Mätyrerverehrung geht auf die Schlacht von Kerbela zurück, als der Prophetenenkel Hussein im Kampf gegen eine übermächtige andere islamische Streitmacht den Tod fand. Allerdings bestand dieses Märtyrertum vor allem in einem passiven Erdulden von Schmerzen und Tod – gespeist vom schlechten Gewissen der Schiiten, den Enkel des Propheten im Stich gelassen zu haben.

Trotzdem wurde Husseins letzter Kampf schließlich zum Vorbild für moderne Selbstmordattentäter – ausgehend vom Ersten Golfkrieg in den 1980er-Jahren zwischen dem Iran und Irak: „Da die iranischen Truppen an waffentechnischer Ausstattung ihrem Nachbarn unterlegen, aber zahlenmäßig überlegen waren, setzten sie Soldaten systematisch für Selbstmordkommandos ein“, erklärt der Islamexperte El Difraoui. „Die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon übernahm dieses Konzept, am Ende auch sunnitische Gruppierungen.“

Mit keiner einzigen Silbe wird Mohammed erwähnt. Der „Prophet“ versprach seinen Leuten, dass sie sofort ins Paradies gelangen, wenn sie im „heiligen Krieg“ sterben. Was bei seinem Kampf gegen seine Heimatstadt Mekka begann, zieht sich seitdem wie ein roter Faden durch die Geschichte. Jetzt sollen die Focus-Leser annehmen, es handele sich um einen Interpretationsfehler…

Focus zur Scharia

Natürlich verstehen wir das mit der Scharia auch alles völlig verkehrt. Welcher der Experten das Folgende von sich gegeben hat, lässt der Focus offen:

Vielmehr handelt es sich bei ihr um Verhaltensregeln. Diese sind teilweise dem Koran entnommen, teilweise stammen sie aus der Sunna, den überlieferten nachahmenswerten Taten Mohammeds. Koran und Sunna bedürfen jedoch beide der Interpretation.

Schon im frühen Mittelalter stellten sich islamische Gelehrte zudem die Frage, welche Überlieferungen denn nun berechtigt als Sunna gelten konnten und welche nicht. Zu viele falsche Berichte über das Leben des Propheten waren in Umlauf.

Sie lösten das Problem, indem sie nur solche Aussagen als wahr anerkannten, die von einer ununterbrochenen Kette vertrauenswürdiger Vermittler überliefert worden waren. Und hier schieden sich alsbald die Geister: Wer dem einen als vertrauenswürdig erschien, war es für den anderen keineswegs. Vor allem zwischen Sunniten und Schiiten zeigten sich große Unterschiede, so dass keine einheitliche, allgemeingültige Sunna existiert.

Aha. Weil die Islamgelehrten sich nicht einig sind über die Auslegung, brauchen wir uns also keine Gedanken über die Scharia zu machen. Wir könnten ja was falsch verstehen. Herzlichen Dank an den Focus für diese wirklich „informativen“ Einblicke!

Fakten über Dschihad, Schwertvers, Dhimmitum:

» Interviews mit Prof. Timan Nagel über die Figur des Mohhamed
» J. Sporckgraff: Islamisierung & Geschichte (2010) und Terror & Dschihad (2012)

Video: „Was der Westen wissen muss“ – mit Robert Spencer (Religionswissenschaftler), Bat Ye’or (Historikerin), Walid Shoebat (ehemaliger PLO-Attentäter)


(Der Cartoon oben stammt von der Seite Parse & Parse aus dem Artikel „Dhimmis – Juden und Christen unter der Herrschaft des Islam – gestern und heute“)




Imam-Ausbildung dauert 14 Jahre

Mehmet Görmez - Präsident DiyanetBei der österreichischen Zeitung DiePresse gibt es ein Interview mit dem Präsidenten der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Mehmet Görmez (Foto). Anlass sind „100 Jahre Islamgesetz in Österreich“. Die Diyanet überwacht den Islam in der Türkei, bildet Imame aus und entsendet sie auch in andere Länder. Görmez zeigt sich überaus zufrieden, dass es das Islamgesetz gibt und man nicht – wie in Deutschland – darüber diskutieren muss, ob der Islam zu Österreich gehört. Er kann nicht verstehen, warum verschiedene Staatschefs sagten, Multikulti sei gescheitert. Das österreichische Islamgesetz sei aber noch keine Garantie für Erfolg. Die Türkei sei gerne bereit, alle Länder bei der Imamausbildung zu unterstützen – freilich zu Bedingungen der Türkei. Hier einige Aussagen:

Und damit wir in Frieden leben können, werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass unsere Gesellschaften multikultureller, multiethnischer, multireligiöser werden.

In Europa leben etwa vier Millionen Türken. Und 20, 30 Jahre lang hat sich niemand um sie gekümmert.

Jedes europäische Land kann, wenn es will, selbst Imame ausbilden. (…)  Aber wir haben Bedingungen dafür – die wissenschaftliche Infrastruktur muss da sein, weil der Beruf eines Imams ist kein 08/15-Beruf. In der Türkei gehört dazu eine elfjährige Ausbildung, in der nicht nur religiöse Kenntnisse, sondern auch Physik, Mathematik, Philosophie und Pädagogik unterrichtet werden. Wer Mufti oder Prediger werden will, besucht noch zusätzlich einen dreijährigen Lehrgang. Wenn man diese Voraussetzungen in Wien schaffen kann, sind wir bereit, das zu unterstützen.

In modernen Zeiten halte ich es für falsch, dass man denkt, dass ein Staat über die eigenen Leute Einfluss auf ein anderes Land ausüben möchte. Wenn ein Staat dem anderen friedlich helfen will, sollte man das nicht als Versuch der Einflussnahme sehen.

Wir betonen in den Predigten in den Moscheen zwei Themen. Erstens, dass die Menschen die eigene Identität bewahren sollen. Das wird dann zum Reichtum dieser Gesellschaft beitragen, keine Kultur sollte in einer anderen verschwinden. Der zweite wichtige Punkt ist: Sie müssen in Frieden mit der Gesellschaft leben. Sie sollen die eigene Muttersprache nicht vergessen, aber die Sprache des Landes, in dem sie leben, möglichst gut beherrschen.

Ob die deutsche Bildungsministerin Schavan die ganzen Islamstudiengänge auch genügend mit der Türkei abgesprochen hat? Nicht, dass wir hier minderwertige Imame ausbilden! Die vier Millionen Türken – sind die eigentlich in ganz Europa verteilt oder hauptsächlich bei uns?

Links:

» Zahl türkischer Extremisten in Deutschland
» Erdogan will eine religiöse Jugend heranziehen
» Erdogan will Bier verbieten




Tunisair verbietet Alkohol während Ramadan

Ja der arabische Frühling. Was wurde er von den Gutmenschen und Spaßmenschen mit Vorschusslorbeeren überschüttet! Endlich Freiheit, Demokratie, das Ende der Geschichte. Alle Menschen haben sich lieb und stehen gänzlich ohne Ideologie und Scheuklappen in fruchtbaren Geschäftsbeziehungen zueinander. Kurz – als wenn dies ginge – der gemeinschaftliche Endsieg von Kapitalismus und Menschenrechten.

Groß war die Ernüchterung zunächst vor allem bei denen, die es direkt etwas angeht. Plötzlich gehörte man in Libyen eben nicht mehr zum Stamm der Herrscherfamilie und war nur noch Opfer und nicht Profiteur von Korruption. Oder man wurde nun als koptischer Christ in Kairo verprügelt und fand sich unter einem Muslimbruder-Präsidenten wieder. Und Frau will man da gleich gar nirgends mehr sein: Die Kopftücher schossen an der ganzen südlichen Mittelmeerküste wie Pilze aus dem Boden. Wer bei fünf keines auf dem Kopf hatte – oder zumindest auf eine Zypresse geklettert war – dem konnte es passieren, dass er (oder vielmehr sie) wie auf dem Tahir-Platz übel vom Mob befingert wurde.

Nun erreicht der Frust auch die bisher wohlwollenden Spaßgesellschafter in Europa. Ägypten steht auf der Kippe, sich aus der Liga der Bikini-Urlaubsländer zu verabschieden. Zumindest entsteht dort ein Geist, der auch unbedarftes Hotelpersonal erfasst, der westlicher Freizügigkeit wesentlich kritischer gegenüber steht, als dies unter Mubarak noch der Fall war.

Auch in Tunesien hat sich der Wind gedreht und den Menschen recht gegeben, die schon vor zwanzig, dreißig Jahren gesagt haben, dass die Magreb-Staaten für klassisch westliche Demokratien einfach nicht reif sind. (Woran sich seither leider nichts geändert zu haben scheint, so lange der Ungeist des Propheten so tief in den Köpfen der Menschen spukt.)

Entsprechend den Vogel abschießen tut dort aktuell Tunisair, eine auch von europäischen Reiseveranstaltern gerne für Charter genutzte halbstaatliche Fluglinie, die zur Zeit plakativ und gehorsam auf Ramadan macht. Sie stellt kurzerhand (auch unter dem Protest Einheimischer) für den aktuellen Fastenmonat den Ausschank von Alkohol ein. Sicher bleibt das nicht die letzte archaische Spielregel, an die sich Tunesier und Nordafrika-Touristen künftig werden gewöhnen müssen.

Ist es denn so schwierig zu erkennen, dass jeder Machtzugewinn des Islam in einer Gesellschaft mit Freiheitsbeschränkungen, Unterdrückung und gesellschaftlicher und staatlicher Disfunktionalität einher geht? Es gibt nicht einmal einen Einzelfall, wo man das Gegenteil beobachten könnte! Wer daraus nicht lernt ist nichts anderes als unverantwortlich!

Was treibt unsere deutschen Machtbesitzer vor diesem Hintergrund nur um geradezu paranoid das Vierte Reich zu fürchten während man die Lehre eines faschistoiden Religionsstifters sogar noch in Form von Islamunterricht bei uns an die Schulen holt und die Tür für Einwanderer mit dieser Software weit offen hält?!




JF über Brüsseler Islamkritiker-Konferenz

Die JUNGE FREIHEIT hat in ihrer aktuellen Ausgabe einen ausführlichen Artikel (Teil 1 & Teil 2) über die Islamkritiker-Konferenz der ICLA veröffentlicht. Autor Hinrich Rohbohm war hierzu eigens nach Brüssel gereist, saß in der Konferenz neben mir, erwies sich in unseren Gesprächen als hervorragend informiert und verwendete auch eines meiner Fotos für seinen Artikel, in dem er die wesentlichen Punkte klar aufzeigt: Die Bedrohung der Meinungsfreiheit durch die Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC), die sogar vom UN-Menschenrechtsrat in der berüchtigten Resolution 16/18 anerkannt wurde, und die wichtige Forderung der ICLA-Konferenz an die politischen Führer aller Nationen, sich von Unterstützern der Kairoer Erklärung für Menschenrechte zu distanzieren, die bekanntlich unter Scharia-Vorbehalt steht.

(Von Michael Stürzenberger)

Zur Resolution 16/18 schreibt Rohbohm:

Wird Kritik am Islam schon bald EU-weit strafbar sein? Das zumindest befürchtet die International Civil Liberties Alliance (ICLA): Sie verweist auf die von der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) initiierte und im März 2007 vom UN-Menschenrechtsrat angenommene Resolution 16/18, die dazu auffordert, Intoleranz und Stigmatisierung von Religionen zu bekämpfen.

Eine Resolution, die sich zunächst gut anhört. Doch hinter dem Schleier der wohlwollend klingenden Worthülsen könnte sich vor allem eine Absicht verbergen: die Unterbindung jeglicher Islamkritik unter Androhung strafrechtlicher Konsequenzen. Mit anderen Worten: eine Regelung, die der eines Scharia-Staats äußerst nahekäme.

Die OIC will ganz offensichtlich über die Hintertür jegliche kritische Betrachtung des Islams unter Strafe stellen. Mit der Kairoer Erklärung der Menschenrechte hat die islamische Welt auch deutlich gemacht, dass die Scharia über der UN-Menschenrechtserklärung von 1948 steht, wie auch in der JUNGEN FREIHEIT dargestellt:

Schon 1990 hatte die OIC auf ihrer 19. Außenministerkonferenz die sogenannte Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam beschlossen. Und darin ausdrücklich betont, daß nur die Scharia als Grundlage für Interpretationen der Erklärung festzulegen ist. Die Kairoer Erklärung gilt für die 57 OIC-Mitgliedsstaaten als Leitlinie auf dem Gebiet der Menschenrechte. Fragt sich nur, wie ernst die OlC-Mitgliedsstaaten dann noch die UN-Menschenrechtserklärung von 1948 nehmen?

Weil UN-Resolutionen für Staaten jedoch kaum mehr als einen Appellcharakterhaben, will die OIC nun offenbar
nachlegen. Ihr Ziel: eine EU-weite Gesetzgebung, durch die unter anderem antiislamische Medienberichterstattungen sowie islamkritische Studien strafrechtlich verfolgt werden könnten.

Angeblich soll die EU der OIC angeboten haben, in diesem Sommer als Gastgeber für den sogenannten Istanbul-
Prozeß zu fungieren, der diese Bestrebungen voranbringen soll. Bereits im Dezember vorigen Jahres hatte die US-Regierung unter Barack Obama zugestimmt, als Ausrichter für eine OIC-Konferenz zu fungieren. Wodurch die Organisation bezüglich der politischen Legitimität ihres Ansinnens eine deutliche Aufwertung erhalten hatte.

Diese dritte Station des dreisten „Istanbul-Prozesses“ war wohl in Brüssel geplant, fand aber bisher noch nicht statt. Ob sie abgesagt oder nur verschoben wurde, ist momentan noch unklar. Die weiteren Entwicklungen um diesen impertinenten Versuch der Einschränkung der Meinungsfreiheit gilt es genau im Auge zu behalten. Die JUNGE FREIHEIT weiter:

Das von Seiten der OIC ähnliches auch in Europa erwartet wird, läßt ein Bericht der Internationalen islamischen Nachrichtenagentur (IINA) vermuten, nach dem Verantwortliche in der Abteilung fur kulturelle Angelegenheiten der OIC die Ansicht vertreten, daß das Ausrichterangebot der EU als „vielversprechende Möglichkeit zur Lösung des Problems“ angesehen werde.

Islamkritiker sind alarmiert, befürchten, daß eine OIC-Konferenz in Brüssel den Einstieg in eine neue europaweite Gesetzgebung nach sich zieht und Kritiker kriminalisiert werden. In der vergangenen Woche hat sich daher nun der Widerstand gegen die OIC-Bestrebungen formiert. Im Rahmen einer von der ICLA ausgerichteten internationalen Konferenz für Redefreiheit und Menschenrechte im Brüsseler Europaparlament wurde als Gegenpol zum Istanbul-Prozeß eine Brüsseler Erklärung verabschiedet.

Die acht Forderungen der Brüsseler Erklärung sind in diesem PI-Artikel vom 12. Juli nachzulesen. Hinrich Rohbohm beschreibt nun die wichtigsten Protagonisten der ICLA-Konferenz:

Zu den Initiatoren zählen bekannte Islamkritiker wie etwa der belgische Europaabgeordnete Philip Claeys, die zum Christentum konvertierte Buchautorin Sabatina James, die französische Buchautorin Nidra Poller, der kanadische Journalist Mark Sreyn sowie Bischof Pere Samuel von der syrisch-orthodoxen Kirche. Letzterer warnte vor der „Intoleranz des Islam“. Und davor, daß Moslems durch die „Taqiyya“ notfalls gestattet sei, ihren Glauben zu verheimlichen.

Nidra Poller betonte, daß sich etwa in Frankreich schon jezt die Vorboten eines Krieges abzeichneten. „Es ist ein Krieg, der nicht wie ein Krieg aussieht und deshalb von der Masse nicht als Krieg wahrgenommen wird, sagte sie auf dem Kongreß. Experten seien sich der Enrwicklung zwar bewußt. In Gesprächen mit Nachbarn und Freunden stelle sie jedoch große Unwissenheit darüber fest.

Der Westen sei „ziemlich dumm“ angesichts der OIC-pläne, meint der französische Politikwissenschaftler Alexandre del Valle, der davon sprach, daß der Islam in Europa den Faschismus-Vorwurf als „mächtiges Werkzeug“ benutze, um den Westen zu vernichten. Europas Linke würden über den arabischen Frühling jubeln. „Dabei bringt der ihnen die Scharia zurück.“

In ihrer Brüsseler Erklärung fordern die Islamkririker die politische Führer aller Nationen dazu auf, sich von Einladungen und Veranstaltungen von Unterstützern der Kairoer Erklärung deutlich zu distanzieren.

Die JUNGE FREIHEIT trägt mit diesem hervorragenden Artikel dazu bei, die Medienblockade gegenüber der islamkritischen Szene aufzubrechen. Alle Journalisten müssten eigentlich bei diesem dreisten Versuch der OIC, die freie Rede einzuschränken, unmittelbar reagieren. Das umfassende Schweigen zeigt hingegen, wie feige die Mainstream-Medien bei dem heißen Eisen Islam sind. Man stelle sich nur mal vor, wie groß der mediale Aufschrei gewesen wäre, hätte die katholische Kirche etwas Ähnliches versucht: Wochenlang wären die Zeitungen voll gewesen und eine Fernsehtalkshow nach der anderen hätte sich empört damit beschäftigt.

Beim Islam werden aber ganz offensichtlich andere Standards angelegt. Die JUNGE FREIHEIT ist für ihren Vorstoß als einzige Ausnahme in diesem kollektiven medialen Versagen hervorzuheben.