Großer Taqiyya-Artikel im Focus

Vogel-Strauß-Taktik im Umgang mit dem IslamUnsere Qualitätspresse befasst sich gerne mit dem Thema Islam. Der Focus hat nun den Schwertvers aufgegriffen und festgestellt, er werde missverstanden. Dasselbe stellt der Focus zum Selbstmordattentat, zum Dschihad und zur Scharia fest. Da sind wir aber beruhigt! Natürlich hat man extra Islamexperten hierzu befragt:

Focus zum Schwertvers

Asiem El Difraoui von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin steigt mit den üblichen Verschleierungstaktiken ein (Taqiyya):

Ein Grundproblem bei der Deutung des Korans ist, dass zahlreiche seiner Passagen nicht leicht zu verstehen sind.

Manche seiner Aussagen wurden sogar schon kurz nach dem Tod Mohammeds nicht mehr verstanden.

Außerdem ist der arabische Korantext oft schwer in andere Sprachen zu übertragen.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Salafisten bei ihrer heutigen Deutung Sätze des Korans aus dem historischen Zusammenhang reißen, um sie dann wörtlich zu befolgen.

Besonders gerne beziehen sich gewaltbereite Islamisten auf den sogenannten Schwertvers, den fünften Vers der neunten Sure:

„Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf.“

Die Salafisten übersehen dabei allerdings, dass es sich keineswegs um eine allgemeine Aufforderung handelt, alle „Ungläubigen“ zu töten. Je nach Interpretation könnte es auch darum gehen, Mohammeds Gefährten für den Überlebenskampf der noch jungen Gemeinschaft in Medina anzuspornen.

Warum dieser „Anspornvers“ ausgerechnet „Schwertvers“ heißt, ist wirklich nicht nachzuvollziehen. Schließlich kann man Leute auch mit allerlei anderen Gegenständen erschlagen…

Focus zur Religionsfreiheit im Islam

Da wir ein großes Potential an Islamexperten im Land haben, ließ es sich der Focus nicht nehmen, noch eine Meinung zu weiteren Islam-Baustellen einzuholen. Und zwar von Islamwissenschaftlerin Mariella Ourghi von der Universität Freiburg:

Außerdem gibt es im Hinblick auf die Anwendung von Gewalt gegen Andersgläubige eine ganze Reihe widersprüchlicher Koranstellen.

So spricht Vers 256 der zweiten Sure ausdrücklich davon, dass niemand gezwungen werden darf, eine bestimmte Religion anzunehmen. Das stimmt auch mit dem Verhalten der frühen Muslime überein, die auf ihren Eroberungszügen keineswegs die Angehörigen anderer Glaubensrichtungen töteten. Meist versuchten sie nicht einmal, die unterworfenen Völker zum Islam zu bekehren, was einen ganz praktischen Grund hatte: Die Nicht-Muslime waren zur Abgabe einer besonderen Steuer verpflichtet. Wären viele von ihnen zum Islam konvertiert, hätte das die Steuereinnahmen drastisch verringert.

Da sind wir aber beruhigt! Gegen Zahlungen an Moslems können wir uns von Verfolgung freikaufen… Dann war es wohl ein Fehler, Herrn Abou Nagie das Hartz IV zu entziehen?

Focus zum Dschihad

Die Expertin aus Freiburg erklärt uns, dass der kriegerische Dschihad nur der „Kleine Dschihad“ ist:

Im Koran ist mit Dschihad oft eine moralische Anstrengung gemeint.

Das kann bedeuten, sich selbst und seine Leidenschaften zu überwinden, um Gott näher zu kommen.

Deshalb gibt es in der islamischen Theologie auch das Konzept vom kriegerischen „Kleinen Dschihad“ und dem „Großen Dschihad“ der Selbstüberwindung.

Erst der Gelehrte Ibn Taimiya hat im 13. Jahrhundert den Dschihad ausdrücklich als Krieg gegen die Ungläubigen propagiert.

Das ist aber im historischen Kontext zu sehen, denn zu dieser Zeit haben die Einfälle der Mongolen die muslimische Welt in einen regelrechten Schockzustand versetzt.

Neuen Auftrieb erhielt der kriegerische Dschihad in einigen Regionen der islamischen Welt zur Kolonialzeit. Er diente als Legitimation für den Widerstand gegen die europäischen Besatzer.

Im 20. Jahrhundert griff der militante Flügel der 1928 in Ägypten gegründeten Muslimbrüder die Vorstellung vom Dschihad auf. Seit Ende der 1980er-Jahre wähnen sich gewaltbereite Islamisten im globalen Dschihad.

Der Focus-Leser nimmt mit, dass Mongolen und Kolonialisten schuld am Dschihad sind. Die Moslems wurden quasi zum Dschihad gezwungen!

Focus zum Selbstmordattentat

Nun will es der Focus aber ganz genau wissen: „Wie aber steht es mit der Frage von Selbstmordattentaten? Sind diese wirklich ursprünglich islamisch?“ Die Expertin:

Den Gedanken, dass man beim Tod im Kampf zum Märtyrer wird, hat es zwar im frühen Islam gegeben, doch möglicherweise spielten hier auch christliche Einflüsse eine Rolle.

Die Christen sind schuld an den Selbstmordattentaten! Warum hat man uns das nicht schon früher gesagt? Jedes Grundschulkind müsste davon erfahren! Asche auf unser Haupt…

Einen regelrechten Märtyrerkult haben nach 680 die Schiiten entwickelt – heute nach den Sunniten die zweitgrößte Konfession des Islams. Ihre Mätyrerverehrung geht auf die Schlacht von Kerbela zurück, als der Prophetenenkel Hussein im Kampf gegen eine übermächtige andere islamische Streitmacht den Tod fand. Allerdings bestand dieses Märtyrertum vor allem in einem passiven Erdulden von Schmerzen und Tod – gespeist vom schlechten Gewissen der Schiiten, den Enkel des Propheten im Stich gelassen zu haben.

Trotzdem wurde Husseins letzter Kampf schließlich zum Vorbild für moderne Selbstmordattentäter – ausgehend vom Ersten Golfkrieg in den 1980er-Jahren zwischen dem Iran und Irak: „Da die iranischen Truppen an waffentechnischer Ausstattung ihrem Nachbarn unterlegen, aber zahlenmäßig überlegen waren, setzten sie Soldaten systematisch für Selbstmordkommandos ein“, erklärt der Islamexperte El Difraoui. „Die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon übernahm dieses Konzept, am Ende auch sunnitische Gruppierungen.“

Mit keiner einzigen Silbe wird Mohammed erwähnt. Der „Prophet“ versprach seinen Leuten, dass sie sofort ins Paradies gelangen, wenn sie im „heiligen Krieg“ sterben. Was bei seinem Kampf gegen seine Heimatstadt Mekka begann, zieht sich seitdem wie ein roter Faden durch die Geschichte. Jetzt sollen die Focus-Leser annehmen, es handele sich um einen Interpretationsfehler…

Focus zur Scharia

Natürlich verstehen wir das mit der Scharia auch alles völlig verkehrt. Welcher der Experten das Folgende von sich gegeben hat, lässt der Focus offen:

Vielmehr handelt es sich bei ihr um Verhaltensregeln. Diese sind teilweise dem Koran entnommen, teilweise stammen sie aus der Sunna, den überlieferten nachahmenswerten Taten Mohammeds. Koran und Sunna bedürfen jedoch beide der Interpretation.

Schon im frühen Mittelalter stellten sich islamische Gelehrte zudem die Frage, welche Überlieferungen denn nun berechtigt als Sunna gelten konnten und welche nicht. Zu viele falsche Berichte über das Leben des Propheten waren in Umlauf.

Sie lösten das Problem, indem sie nur solche Aussagen als wahr anerkannten, die von einer ununterbrochenen Kette vertrauenswürdiger Vermittler überliefert worden waren. Und hier schieden sich alsbald die Geister: Wer dem einen als vertrauenswürdig erschien, war es für den anderen keineswegs. Vor allem zwischen Sunniten und Schiiten zeigten sich große Unterschiede, so dass keine einheitliche, allgemeingültige Sunna existiert.

Aha. Weil die Islamgelehrten sich nicht einig sind über die Auslegung, brauchen wir uns also keine Gedanken über die Scharia zu machen. Wir könnten ja was falsch verstehen. Herzlichen Dank an den Focus für diese wirklich „informativen“ Einblicke!

Fakten über Dschihad, Schwertvers, Dhimmitum:

» Interviews mit Prof. Timan Nagel über die Figur des Mohhamed
» J. Sporckgraff: Islamisierung & Geschichte (2010) und Terror & Dschihad (2012)

Video: „Was der Westen wissen muss“ – mit Robert Spencer (Religionswissenschaftler), Bat Ye’or (Historikerin), Walid Shoebat (ehemaliger PLO-Attentäter)


(Der Cartoon oben stammt von der Seite Parse & Parse aus dem Artikel „Dhimmis – Juden und Christen unter der Herrschaft des Islam – gestern und heute“)