Lübbecke: Infostand über Christenverfolgung

Es war keine große, aber eine wahrgenommene Informations-Veranstaltung. In der ostwestfälischen Kleinstadt Lübbecke führten engagierte und besorgte Bürger am Samstag den 9.6.2012 in der Innenstadt eine Unterschriften- und Verteilaktion zugunsten verfolgter Christen durch.

(Von Peter Shaw)

Von Politik, Medien und Kirchen wenig beachtet, werden gegenwärtig pro Jahr weltweit mindestens 90.000 Christen ihres Glaubens wegen getötet. Also im Durchschnitt stirbt alle sechs Minuten ein Christ, nur weil er Christ ist. Es gibt Zahlen, die höher liegen, doch weniger als 90.000 werden nicht genannt. In die Medien gelangen aber nur besonders spektakuläre Fälle, weithin wird diese gigantische und menschengemachte Tragödie in der Öffentlichkeit bewusst totgeschwiegen.

Von den zehn härtesten Verfolgerländern steht die stalinistische Diktatur in Nordkorea an der Spitze, gefolgt von ausschließlich islamischen Staaten, wie überhaupt die Mehrzahl der Verfolgerstaaten islamisch ist. Wer also über Christenverfolgung heute informiert, muss zwangsläufig auch über den Islam und seine christenfeindlichen Glaubensaussagen aufklären, die im Koran, in den Hadithen, der Biographie Mohammeds und in der Scharia als ewiger Wille Allahs festgeschrieben sind.

Stellvertretend für die Masse der Verfolgten wurden in Lübbecke 50 Unterschriften für zwei Christen gesammelt, die gegenwärtig in der Todeszelle sitzen: Für den iranischen Pastor Youcef Nadarkhani, der vom Islam zum Christentum konvertierte, nach iranischen Gesetzen ein todeswürdiges Verbrechen, und für die pakistanische Christin Asia Bibi, die angeklagt ist, angeblich den Islam verleumdet zu haben, was nach dortiger Gesetzeslage auch mit der Hinrichtung geahndet wird. In beiden Fällen kommen fest im Islam verankerte Grundsätze der Christenfeindlichkeit zum Tragen. Die geleisteten Unterschriften gehen an die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) in Frankfurt/Main. Natürlich wären mehr Unterschriften wünschenswert gewesen, aber die Initiatoren der Aktion sind zufrieden.

Befürchtete verbale Angriffe oder gar Pöbeleien am Infostand durch multi-kulti-orientierte Gutmenschen oder beleidigte Muslime blieben aus. Dafür sind wir Gott dankbar. Es konnten gute und aufklärende Gespräche geführt und Informations-Material von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen unter das Volk gebracht werden. Von der lokalen Presse brachte nur die „Lübbecker Kreiszeitung“ einen kurzen Artikel mit Bild. Die eher zur linken Mitte orientierte „Neue Westfälische“ ignorierte die Aktion, obwohl sie wie die Kreiszeitung auch auf den Infostand angesprochen worden war. Die Geschäftsstelle befand sich nur 60 m entfernt. Man wollte offenbar die Muslime nicht verärgern, die man sonst mit Engagement in ihren Forderungen unterstützt, z.B. wenn es um die Errichtung eines islamischen Friedhofes in Lübbecke geht (PI berichtete).

Die Veranstalter des Infostandes planen eine weitere Aufklärung und wünschen sich viele Nachahmer. Die verfolgten Christen in ihrer verzweifelten Lage haben es verdient.

(Fotocredit: R. Fäth)